Glauben, Vertrauen, Jeschua nachfolgen

Übersicht der Änderungen und Hinzufügungen

Erstellt von Bernd Amann, Evangeliumdienst - Oktober 2018 bis Juli 2019
Die Bibelverse wurden der Lutherbibel 1984 entnommen.

In diesem Artikel findest Du eine große Auswahl an Glaubensthemen und er bietet Dir anhand von Bibelstellen und Kommentaren zur Erkenntnis wichtiger Glaubensgrundlagen zu gelangen, damit Du in Deinem Glaubensleben auferbaut wirst und so geistlich wachsen kannst, und Du das Ziel Deines Glaubens erlangst, nämlich Deiner Seele Seligkeit. 1.Petrus 1,9

Lese auch den Artikel Glauben & Vertrauen
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Inhaltsverzeichnis
Vorwort: Der Name Gottes und seines Sohnes

Einleitung:
Siegreiches Glaubensleben

 Grundlagen unseres Glaubens:
Unsere Sünden und Gottlosigkeit trennten uns von Gott
Der neue ewige Bund Gottes
Christus ist von Ewigkeit her
Christus ist ein Hoherpriester in Ewigkeit
Christus, der in göttlicher Gestalt war, nahm Knechtsgestalt an
Gottes Liebe: Er gab seinen Sohn, damit jeder das ewige Leben haben kann
Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber
Christus ist gekommen das Verlorene zu retten
Christus ist die große unbeschreibliche Gabe Gottes
Christus ist Herr und Gott
Christus ist der gerechte König
Christus hat die Herrlichkeit Gottes seines Vaters
Vom Himmelreich und vom Reich Gottes
Christus hat uns aus der Fisternis befreit
Gott und Christus haben uns zuerst geliebt
Christus hat uns erwählt
Gott hat das Schwache erwählt
Den Schwachen müssen wir tragen
Wir wurden vom Geist Gottes neugeboren (wiedergeboren)
Christus lebt in uns und der Geist Gottes wohnt in uns
Die Frucht des Geistes
Gott und seinen Sohn von ganzem Herzen lieben
Christus ist der Anfänger und Vollender unseres Glaubens
Christus ist unser Bräutigam und wir seine Braut
Die Toten werden die Stimme Christi hören und die ihm glauben werden auferstehen zum ewigen Leben
Christus hat wunderbare, vollmächtige, erhabene und göttliche Namen
Durch Gott, Christus und ihr Wort werden wir erbaut
Einmütig Gemeinschaft miteinander haben
Wir sollen nicht richten und verurteilen aber wir dürfen beurteilen
Wir dürfen und sollen uns gegenseitig ermahnen und zurechtweisen
Wir sollen mit Frucht der Gerechtigkeit erfüllt sein
"Weissagung" dient zur Erbauung, Ermahnung und Tröstung
"Prophetie" ist eine göttliche Eingebung über die Gegenwart oder Vergangenheit
Was bedeutet "Weissagung", "Prophetische Rede" oder "Prophet"?
Prophetie im Verbund mit anderen Geistesgaben
Voraussetzungen für den Empfang von Diensten und Gaben
Merkmale eines Propheten und eines falschen Propheten
Unsere Selbstverwirklichung ablegen
Das Joch Christi auf uns nehmen
Unser Kreuz auf uns nehmen
Überwinderleben
Überwinden durch bekennen unserer Sünden
Unserem Herrn gehorchen und seine Gebote halten
Die Gebote des Herrn im neuen Bund
Wir sind gesegnet und berufen zu segnen
Verheißungen und Gebote Gottes für unsere Kinder
Die Segnung der Kinder
Unserem Herrn dienen
Abendmahl des Herrn
Den Leib und Kelch Christi richtig beurteilen
Der Herr ist mit uns
Wir sind Priester und Könige
Gereinigt und geläutert zur Heiligung
Reingewaschen durch das Blut Christi
Der Heilige Geist ist uns gegeben
Neu geboren aber den Heiligen Geist noch nicht empfangen
Mit Heiligem Geist und Feuer getauft
Von Gott voller Feuer und Kraft gesalbt
Erweckungs-Feuer
Betrübt und dämpft nicht den Heiligen Geist
Gott einen Teil von den materiellen Gütern zurückgeben
Unser Herz nicht am Reichtum hängen, sondern Schätze im Himmel sammeln
Von Gott werden Gemeindemitglieder für ein Amt oder einen Dienst eingesetzt
Wir werden Gott über unser Leben Rechenschaft geben müssen
Das Apostolische Glaubensbekenntnis
Vorbereitete Wege

1. Bekehrung & Glaube
1.1 Bekehren von der Finsternis zum Licht
1.2 Glaube an den Herrn Jeschua, so wirst du und dein Haus selig!
1.3 Wenn du mit deinem Munde bekennst, und von Herzen glaubst, so wirst du gerettet und gerecht
1.4 Erkauft & erlöst mit dem teuren Blut Christi
1.5 Wir sind Kinder Gottes
1.6 Christus ist auferstanden von den Toten als Erstling
1.6.1 Im Psalm 16 prophezeite David, dass der Herr nicht dem Tod überlassen wird und die Verwesung nicht sehe
1.6.2 Offenbarung Jesaja's über Leid, Tod und Auferstehung des Herrn
1.6.3 Das Leiden Christi zu unserer Heilung
1.6.3.1 Leiden der Gläubigen für Christus
1.6.4 Die Apostel und Jünger Christi bezeugten, dass er von den Toten auferstanden ist
1.7 Der Glaube kommt durch das Predigen des Wortes Christi

1.8 Zur Freiheit hat uns Christus befreit!
1.9 Wir sind in der Welt aber nicht von der Welt
1.10 Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!
1.11 Gott für unseren Bruder, der sündigt, bitten
1.12 Tod oder Leben stehen in der Zunge Gewalt!
1.12.1 Achte auf deine Gedanken und du wirst gute Worte aussprechen!
1.13 Der Herr kennt alle unsere Gedanken & Worte und sieht unsere Wege

2. Der gute Hirte
2.1 Der gute Hirte der Schafe
2.2 Der gute Hirte kennt die Seinen und lässt Sein Leben für die Schafe
2.3 Die Schafe hören auf die Stimme des Hirten
2.4 Gott hat uns auch Hirten gegeben nach seinem Herzen
2.5 Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin
2.6 Mein Reich ist nicht von dieser Welt
2.7 Der Herr ist unser Hirte in Ewigkeit

3. Gerecht, Gerechtigkeit
3.1 Gerecht allein durch den Glauben
3.2 Gerecht durch den Glauben an Christus
3.3 Der Gerechte wird aus Glauben leben
3.4 Gerechtigkeit die vor Gott gilt
3.5 Wahrheit, Gerechtigkeit, beschuht, Schild des Glaubens, Helm des Heils, Schwert des Geistes
3.6 Das Reich Gottes ist Gerechtigkeit, Friede und Freude
3.7 Gott schafft Recht seinen Auserwählten
3.8 Zieht nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen

4. Glaube
4.1 Ein unerschütterlicher Glaube
4.1.1 Ein unerschütterlicher Glaube befähigt uns gute Werke zu vollbringen
4.2 Durch den Glauben wohnt Christus in unseren Herzen
4.3 Ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder
4.4 Weil wir denselben Geist des Glaubens haben
4.5 Wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen
4.6 Wir haben Gewißheit über unseren Glauben
4.7 Euer Glaube stehe auf Gottes Kraft
4.8 Bewährung unseres Glauben
4.9 Wachet, steht im Glauben
4.10 Prüft euch selbst, ob ihr im Glauben steht!
4.11 Das Evangeliums ist eine Kraft Gottes
4.12 Christus ist das Wort Gottes
4.13 Das Wort Gottes sollen wir hören und bewahren

5. Vertrauen
5.1 Christus setzte sein Vertrauen auf Gott
5.2 Unser Vertrauen auf Gott den Fels setzten
5.3 Das Vertrauen festhalten
5.4 Vertrauen & Belohnung
5.5 Vertrauen auf den Herrn

6. Die Gnade Gottes
6.1 Gottes Wort der Gnade
6.2 Zugang zur Gnade Gottes
6.3 Durch die Gnade des Herrn Jeschua selig werden

7. Die Wahrheit Gottes

8. Unser Reichtum
8.1 In allen Stücken reich
8.2 Durch Christus in allen Stücken reich gemacht
8.3 Immer reicher werden an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes
8.4 Wir sind Priester und Könige vor Gott
8.5 Wir sind Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen

9. Verheißungen Gottes
9.1 Bestätigung der Verheißungen durch Christus
9.2 Die teuren und allergrößten Verheißungen
9.3 Durch Glauben und Geduld die Verheißungen ererben
9.4 Gesegnet mit Abraham

9.5 Gesalbt und versiegelt und uns den Geist gegeben
9.6 Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes, so wird euch das alles zufallen
9.7 Die wichtigsten Verheißungen Gottes für unser Glaubensleben

10. Gaben des Geistes und Gaben nach der Gnade
10.1 Gaben durch den Geist gegeben
10.2 Gaben nach der Gnade
10.3 Die Gabe der prophetischen Rede
10.4 Die Gabe Gottes, die in uns ist
10.5 Hätte ich die Liebe nicht, so wäre ich nichts

11. Jeschua nachfolgen
11.1 Sein Kreuz auf sich nehmen und Jeschua nachfolgen
11.1.1 Um Christi Willen unser Leben nicht lieben
11.2 Nachfolgen seinen Fußtapfen
11.3 Ein wahrer Jünger Christi sein
11.4 Leben wie Jeschua lebte
11.4.1 Wir sind die Reben am Herrn, den wahren Weinstock
11.4.2 Jeschua unser Vorbild als guter Hirte
11.4.3 Jeschua unser Vorbild in der Liebe und der Barmherzigkeit
11.4.3.1 Christus unser Vorbild in der Heilung von Kranken
11.4.4 Jeschua unser Vorbild als Diener
11.4.5 Dem Herrn in absoluter Treue folgen
11.4.6 So wie Jeschua den Willen Gottes tun
11.4.6.1 Wir sollen für Christus und Gott treue und zuverlässige Arbeiter sein
11.4.7 Das Licht Jeschua durch ins leuchten lassen
11.4.8 So wie Jeschua gute Worte aussprechen
11.4.9 Jeschua der Friede-Fürst gab uns seinen Frieden um Frieden zu halten
11.4.10 Christus der Gerechte hat uns gerecht gemacht damit wir der Gerechtigkeit leben
11.5 Heilig sein, da der Herr heilig ist
11.6 Beten wie es der Herr tat
11.6.1 Jeschua ist unser Vorbild des Betens
11.6.2 So wie Jeschua sollen auch wir beten
11.7 Gutes tun wie es der Herr tat
11.8 Dem Herrn als lebendige Steine nachfolgen
11.9 Gemeinschaft mit dem Herrn
11.10 Freude in dem Herrn
11.11 Ein Zeuge des Herrn sein und Worte des Lebens weitergeben
11.12 Nur durch den Heiligen Geist können wir ein Zeuge des Herrn sein
11.13 Gott wirkt in uns das Vollbringen

12. Bedrängnis
12.1 Durch viele Bedrängnisse
12.2 Gott lässt euch nicht versuchen über eure Kraft
12.3 Getröstet in aller unserer Trübsal
12.4 Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein?

13. Unsere Zukunft
13.1 Unser Herr wird wiederkommen und uns zu sich holen
13.2 Wir werden die unvergängliche Krone der Gerechtigkeit, der Herrlichkeit und des Lebens empfangen
13.3 Wir werden alle verwandelt werden zur Unsterblichkeit
13.4 Die Gerechten werden leuchten wie des Himmels Glanz
13.5 Von Gott erbaut, ein Haus das ewig ist im Himmel
13.6 Unsere Zukunft: Im neuen Himmel und auf einer neuer Erde
13.7 Unsere Zukunft: Das himmlische neue Jerusalem

14. Gott in allem dankbar sein
14.1 Seid reichlich dankbar
14.2 Singt Gott dankbar in euren Herzen
14.3 Seid dankbar in allen Dingen
14.4 Lasst uns dankbar sein

Vorwort: Der Name Gottes und seines Sohnes

Die in den deutschen Bibelausgaben verwendeten Namen Gott oder HERR, sowie Jesus, sind in den hebräischen Bibelausgaben und im jüdischen Neuen Testament Jahwe sowie Jeschua.
Für Jesus verwende ich hier deshalb den hebräischen / aramäischen Namen Jeschua.

Bibelforscher und Bibelübersetzer sind der Meinung, dass die Urschriften des Neuen Testamentes in griechisch verfasst und geschrieben wurden und deshalb die ins griechische übersetzten Namen verwenden anstelle der hebräischen Namen im Alten Testament und der überlieferten hebräischen / aramäischen Namen im Neuen Testament. (Entsprechend dem Artikel "Der Name Gottes und seines Sohnes".)

Obwohl es heute keinen hebräischen Urtext des Neuen Testamentes gibt, zeigt die Geschichte, dass es einmal einen Urtext gab, der den Namen Yahweh (Jahwe) und seines Sohnes Yahshua (Jeschua) enthielt. Wir verstehen jetzt besser, warum wir ein griechisches Neues Testament haben und warum der heilige Name im Griechischen geändert wurde. Yahweh sagt, dass Yahweh für alle Ewigkeit sein Name ist und dass er nicht geändert werden soll: Das ist mein Name für immer und so wird man mich nennen in allen Generationen.“ (2. Mose 3,15) Nicht einmal eine Sprache kann dies verändern.  (Entsprechend dem Artikel "War die Urschrift des Neuen Testaments in Griechisch?", sowie "Die Schreibweise des heiligen Namens: V oder W?".)

Empfehlung: Das jüdische Neue Testament von David H. Stern
Diese Übersetzung des neuen Testaments schlägt eine Brücke zwischen Judentum und Christentum, wie sie einzigartig ist. Personennamen und wichtige Begriffe des NTs sind hier in ihrer hebräischen Bedeutung wiedergegeben. Statt "Jesus Christus" heißt es zum Beispiel "Jeschua, der Messias".

Einleitung:

Dieser Artikel wurde von mir verfasst, nachdem mir bewusst wurde, dass ein erfülltes, siegreiches Glaubensleben nur dann möglich ist, wenn ich Jeschua, meinen Herrn und Erretter, von ganzem Herzen liebe, ihm in allem treu nachfolge und ihm vollständig vertraue, sowie in meinem Glaubensleben zu jeder Zeit an alle in seinem Wort gegebenen Zusagen und Verheißungen denke, ihm vertraue dass er mir alles geben wird damit ich ihm in allem folgen kann, und um seinen Willen und Auftrag erfüllen zu können. Und ich die Zusagen und Verheißungen die mir für mein Glaubensleben gegeben sind auch anwende. Lese hierzu auch das Kapitel 8.7 Die wichtigsten Verheißungen Gottes für unser Glaubensleben

Siegreiches Glaubensleben

Lese auch den Artikel WORTE DES LEBENS DAS "WORT GOTTES" - WEGWEISER ZUM SIEGREICHEN GLAUBENSLEBEN

Wir sehnen uns alle nach einem erfüllten, siegreichen Glaubensleben: Siege im persönlichen Bereich, Geistliche Siege im Gebet, im Lobpreis & Anbetung, bei Anfechtung und Trübsal, Siege im Kampf gegen die Mächte der Finsternis, Siege in der Verkündigung des Erlösungswerkes Christi, Siege im Eheleben, Siege in der Kindererziehung, Siege im Arbeitsleben, Siege im Gemeindeleben, Siege auf dem Gebiet der körperlichen und seelischen Heilung und Gesundheit, sowie finanzielle Siege.

Wir sollten aber wissen, dass diese Siege nicht von heute auf morgen in unser Leben kommen.

Wir haben den teuren Glauben und die Gerechtigkeit empfangen, die uns Gott durch unseren Herrn Jeschua gegeben hat.
Alles was wir zum siereichen, frömmigen Leben brauchen, wie die allergrößten Verheißungen, wurde uns von Gott durch Christus geschenkt, damit wir Anteil an der göttlichen Natur bekommen.
Wir müssen allerdings auch unseren eigenen Anteil erbringen wie Glauben, Erkenntnis durch das Lesen des Wortes Gottes, Mäßigkeit, Geduld, brüderliche Liebe und Liebe zu allen Menschen.
Wir sollten uns gegenseitig allezeit daran erinnern und erwecken sowie uns bemühen unsere Berufung und Erwählung festzumachen:
Simon Petrus, ein Knecht und Apostel Jesu Christi, an alle, die mit uns denselben teuren Glauben empfangen haben durch die Gerechtigkeit, die unser Gott gibt und der Heiland Jeschua Christus: Gott gebe euch viel Gnade und Frieden durch die Erkenntnis Gottes und Jesu, unseres Herrn! Alles, was zum Leben und zur Frömmigkeit dient, hat uns seine göttliche Kraft geschenkt durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Kraft. Durch sie sind uns die teuren und allergrößten Verheißungen geschenkt, damit ihr dadurch Anteil bekommt an der göttlichen Natur, die ihr entronnen seid der verderblichen Begierde in der Welt. So wendet alle Mühe daran und erweist in eurem Glauben Tugend und in der Tugend Erkenntnis und in der Erkenntnis Mäßigkeit und in der Mäßigkeit Geduld und in der Geduld Frömmigkeit und in der Frömmigkeit brüderliche Liebe und in der brüderlichen Liebe die Liebe zu allen Menschen. Denn wenn dies alles reichlich bei euch ist, wird's euch nicht faul und unfruchtbar sein lassen in der Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus. Wer dies aber nicht hat, der ist blind und tappt im Dunkeln und hat vergessen, dass er rein geworden ist von seinen früheren Sünden. Darum, liebe Brüder, bemüht euch desto mehr, eure Berufung und Erwählung festzumachen. Denn wenn ihr dies tut, werdet ihr nicht straucheln und so wird euch reichlich gewährt werden der Eingang in das ewige Reich unseres Herrn und Heilands Jeschua Christus. Darum will ich's nicht lassen, euch allezeit daran zu erinnern, obwohl ihr's wisst und gestärkt seid in der Wahrheit, die unter euch ist. Ich halte es aber für richtig, solange ich in dieser Hütte bin, euch zu erwecken und zu erinnern  2.Petrus 1,1-13

Zudem werden wir diese Siege nur dann erringen, wenn wir unseren Herrn von ganzem Herzen lieben und entschlossen am Wort Gottes festhalten und uns weigern, es zu vernachlässigen, selbst wenn wir die Früchte nicht sofort ernten. Wir sollten unseren Glauben beständig mit dem Wort Gottes ernähren, Tag für Tag darüber nachsinnen und es aussprechen. Dann wird dieser Glaube beginnen die Berge, welche uns in unserem Leben im Weg stehen, zu versetzen:
Und lass das Buch dieses Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, dass du hältst und tust in allen Dingen nach dem, was darin geschrieben steht. Dann wird es dir auf deinen Wegen gelingen und du wirst es recht ausrichten. Josuja 1,8
... sondern hat Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht! Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl. Psalm 1,2-3

Das Wort Gottes ist dazu bestimmt, deinen Glauben nicht nur gelegentlich damit zu ernähren, sondern an jedem einzelnen Tag. Es ist dazu bestimmt, dich täglich aufzuerbauen und zu ermutigen, damit du fähig bist, im Glauben vorwärts zu gehen, bis du den "Berge versetzenden" Glauben entwickelt hast, der dich in jedem Bereich deines Lebens mehr als ein Überwinder sein lässt.

Die Gerechten singen mit Freuden von ihrem Sieg, den der HERR ihnen schenkt, besonders den Sieg die Werke des HERRN zu verkündigen:
Man singt mit Freuden vom Sieg / in den Hütten der Gerechten: Die Rechte des HERRN behält den Sieg! Die Rechte des HERRN ist erhöht; die Rechte des HERRN behält den Sieg! ch werde nicht sterben, sondern leben und des HERRN Werke verkündigen. Psalm 118,15-17

Grundlagen unseres Glaubens:

Unsere Sünden und Gottlosigkeit trennten uns von Gott

Wir waren gottlos und unsere Sünden zeugten gegen uns, so dass wir von Gott getrennt und abgeschnitten unser Leben führten. Aber Gott wird seine Gnade denen zukommen lassen, die ihn lieben und seine Gebote halten:
Ich betete aber zu dem HERRN, meinem Gott, und bekannte und sprach: Ach, Herr, du großer und heiliger Gott, der du Bund und Gnade bewahrst denen, die dich lieben und deine Gebote halten! Wir haben gesündigt, Unrecht getan, sind gottlos gewesen und abtrünnig geworden; wir sind von deinen Geboten und Rechten abgewichen. Daniel 9,4-5
Ach, HERR, wenn unsre Sünden uns verklagen, so hilf doch um deines Namens willen! Denn unser Ungehorsam ist groß, womit wir wider dich gesündigt haben. Jeremia 14,7

... denn wir harren auf Recht, so ist's nicht da, auf Heil, so ist's ferne von uns. Denn wir sind zu oft von dir abgefallen, und unsre Sünden zeugen gegen uns. Unsre Abtrünnigkeit steht uns vor Augen, und wir kennen unsre Sünden: abtrünnig sein und den HERRN verleugnen und abfallen von unserm Gott, Frevel reden und Ungehorsam, Lügenworte ausbrüten und bedenkenlos daherreden.
Und das Recht ist zurückgewichen, und die Gerechtigkeit hat sich entfernt; denn die Wahrheit ist auf der Gasse zu Fall gekommen, und die Aufrichtigkeit findet keinen Eingang. Und die Wahrheit ist dahin, und wer vom Bösen weicht, muss sich ausplündern lassen. Das alles sieht der HERR und es missfällt ihm sehr, dass kein Recht ist. Und er sieht, dass niemand auf dem Plan ist, und verwundert sich, dass niemand ins Mittel tritt.
Da hilft er sich selbst mit seinem Arm, und seine Gerechtigkeit steht ihm bei. Er zieht Gerechtigkeit an wie einen Panzer und setzt den Helm des Heils auf sein Haupt und zieht an das Gewand der Rache und kleidet sich mit Eifer wie mit einem Mantel. Nach den Taten wird er vergelten, mit Grimm seinen Widersachern, mit Vergeltung seinen Feinden; ja, den Inseln will er heimzahlen, dass der Name des HERRN gefürchtet werde bei denen vom Niedergang der Sonne und seine Herrlichkeit bei denen von ihrem Aufgang, wenn er kommen wird wie ein reißender Strom, den der Odem des HERRN treibt.
Aber für Zion wird er als Erlöser kommen und für die in Jakob, die sich von der Sünde abwenden, spricht der HERR. Und dies ist mein Bund mit ihnen, spricht der HERR: Mein Geist, der auf dir ruht, und meine Worte, die ich in deinen Mund gelegt habe, sollen von deinem Mund nicht weichen noch von dem Mund deiner Kinder und Kindeskinder, spricht der HERR, von nun an bis in Ewigkeit. Jesaja 59,11-21
Für Zion und für die in Jakob, aber auch für uns, ist Christus der Erlöser gekommen. Und durch sein Erlösungswerk ist er der Mittler des neuen ewigen Bundes Gottes:
Und darum ist er auch der Mittler des neuen Bundes, damit durch seinen Tod, der geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bund, die Berufenen das verheißene ewige Erbe empfangen. Denn wo ein Testament ist, da muß der Tod dessen geschehen sein, der das Testament gemacht hat. Hebräer 9,15-16

Wir waren alle Sünder und werden ohne Verdienst gerecht gemacht:
Denn es ist hier kein Unterschied: sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten, (Wörtlich: »Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit verloren, die Gott ihnen zugedacht hatte.«) und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist. Den hat Gott für den Glauben hingestellt als Sühne in seinem Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit, indem er die Sünden vergibt, die früher begangen wurden in der Zeit seiner Geduld, um nun in dieser Zeit seine Gerechtigkeit zu erweisen, dass er selbst gerecht ist und gerecht macht den, der da ist aus dem Glauben an Jesus. Römer 3,22-26
Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.
1.Johannes 1,9

Der neue ewige Bund Gottes

Siehe auch die Artikel Das vergossene Blut Christi ist der neue Bund
Christus ist der Mittler des neuen Bundes / Der ewige und neue Bund Gottes / Der neue Bund

Gott hat Christus zum Fürsten und Gebieter der Völker bestellt und dies ist ein ewiger Bund Gottes:
Neigt eure Ohren her und kommt her zu mir! Höret, so werdet ihr leben! Ich will mit euch einen ewigen Bund schließen, euch die beständigen Gnaden Davids zu geben. Siehe, ich habe ihn den Völkern zum Zeugen bestellt, zum Fürsten für sie und zum Gebieter. Siehe, du wirst Heiden rufen, die du nicht kennst, und Heiden, die dich nicht kennen, werden zu dir laufen um des HERRN willen, deines Gottes, und des Heiligen Israels, der dich herrlich gemacht hat. Jesaja 55,3-5

Im neuen Bund gibt Gott sein Gesetz in das Herz der Gläubigen und schreibt es in ihren Sinn, und sie sollen sein Volk sein und er will ihr Gott sein:
Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen, nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen, ein Bund, den sie nicht gehalten haben, ob ich gleich ihr Herr war, spricht der HERR; sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein und ich will ihr Gott sein. Und es wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: »Erkenne den HERRN«, sondern sie sollen mich alle erkennen, beide, Klein und Groß, spricht der HERR; denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken. Jeremia 31,31-34

Der neue Bund ist ein Bund des Friedens:
Ich will mit ihnen einen Bund des Friedens schließen, der soll ein ewiger Bund mit ihnen sein. Hesekiel 37,26
Christus ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren. Epheser 2,17

Das vergossene Blut Christi ist der neue Bund:
Und er nahm das Brot, dankte und brach's und gab's ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis. Desgleichen auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird! Lukas 22,14-20; Matthäus 26,26-28
Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund* in meinem Blut; das tut, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis. *Luther übersetzte: »das neue Testament«. Denn sooft ihr von diesem Brot eßt und aus dem Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.
1.Korinther 11,23-26

Christus ist der Mittler des neuen Bundes:
Und darum ist er auch der Mittler des neuen Bundes, damit durch seinen Tod, der geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bund, die Berufenen das verheißene ewige Erbe empfangen. Denn wo ein Testament ist, da muß der Tod dessen geschehen sein, der das Testament gemacht hat. Hebräer 9,15-16
Sondern ihr seid gekommen ... zu dem Mittler des neuen Bundes, Jeschua, und zu dem Blut der Besprengung, das besser redet als Abels Blut. Hebräer 12,22-24
Wir haben einen solchen Hohenpriester, der da sitzt zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel und ist ein Diener am Heiligtum und an der wahren Stiftshütte, die Gott aufgerichtet hat und nicht ein Mensch. ... Wenn er nun auf Erden wäre, so wäre er nicht Priester, weil da schon solche sind, die nach dem Gesetz die Gaben opfern. ... Nun aber hat er ein höheres Amt empfangen, wie er ja auch der Mittler eines besseren Bundes ist, der auf bessere Verheißungen gegründet ist. Denn wenn der erste Bund untadelig gewesen wäre, würde nicht Raum für einen andern gesucht. Hebräer 8,1-7
Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jeschua, der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung, dass dies zu seiner Zeit gepredigt werde.
1.Timotheus 2,5-6

Im neuen Bund ist das Gesetz Christi in unserem Herz geschrieben:
Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen, nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloß, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen, ein Bund, den sie nicht gehalten haben, ob ich gleich ihr Herr war, spricht der HERR; sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein. Und es wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: »Erkenne den HERRN«, sondern sie sollen mich alle erkennen, beide, klein und groß, spricht der HERR; denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken. Jeremia 31,31-34

Durch den Heiligen Geist können wir die Gebote Gottes halten:
Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die bin meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun. ... und sollt mein Volk sein und ich will euer Gott sein. Hesekiel 36,26-28

Wir sind Diener des neuen Bundes:
Gott, der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig. 2.Korinther 3,6

Der neue Bund hat uns vom Gesetz frei gemacht. Die an Christus Gläubigen sind vom Gesetz frei geworden, da sie nicht mehr nach dem Fleisch leben, sondern nach dem Geist:
Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.
Matthäus 5,17
Denn Christus ist des Gesetzes Ende; wer an den glaubt, der ist gerecht.
Römer 10,4
Nun aber sind wir vom Gesetz frei geworden und ihm abgestorben, das uns gefangenhielt, so daß wir dienen im neuen Wesen des Geistes und nicht im alten Wesen des Buchstabens.
Römer 7,6
So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus sind. Denn das Gesetz des Geistes, der lebendig macht in Christus, hat dich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. Denn was dem Gesetz unmöglich war, weil es durch das Fleisch geschwächt war, das tat Gott: er sandte seinen Sohn in der Gestalt des sündigen Fleisches und um der Sünde willen und verdammte die Sünde im Fleisch, damit die Gerechtigkeit, vom Gesetz gefordert, in uns erfüllt würde, die wir nun nicht nach dem Fleisch leben, sondern nach dem Geist.
Römer 8,1-4

Gott ist treu, er hält seinen Bund:
So sollst du nun wissen, dass der HERR, dein Gott, allein Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Barmherzigkeit bis ins tausendste Glied hält denen, die ihn lieben und seine Gebote halten. 5.Mose 7,9
Ach, HERR, Gott des Himmels, du großer und furchtbarer Gott, der da hält den Bund und die Treue denen, die ihn lieben und seine Gebote halten! Nehemia 1,5

Verheißung des göttlichen Segens für die, die den Bund Gottes halten:
Und wenn ihr diese Rechte hört und sie haltet und danach tut, so wird der HERR, dein Gott, auch halten den Bund und die Barmherzigkeit, wie er deinen Vätern geschworen hat, und wird dich lieben und segnen und mehren, und er wird segnen die Frucht deines Leibes und den Ertrag deines Ackers, dein Getreide, Wein und Öl, und das Jungvieh deiner Kühe und deiner Schafe in dem Lande, das er dir geben wird, wie er deinen Vätern geschworen hat. Gesegnet wirst du sein vor allen Völkern. Es wird niemand unter dir unfruchtbar sein, auch nicht eins deiner Tiere. Der HERR wird von dir nehmen alle Krankheit und wird dir keine von all den bösen Seuchen der Ägypter auflegen, die du kennst, sondern wird sie allen deinen Hassern auflegen. 5.Mose 7,12-15
Der Bund Gottes mit Israel war ein zweiseitiger Bund, in dem die Entscheidung über Segen oder Gericht von dem Handeln Israels abhing.
Im neuen Bund Gottes wird uns der Segen Gottes durch das vollkommen Erlösungswerkes Christi, unabhängig von unseren Werken, gegeben.

Christus ist von Ewigkeit her

Siehe auch die Artikel Der Messias ist eingesetzt von Ewigkeit her & Jesus Christus ist der Erstgeborene vor aller Schöpfung

Das Alte Testament bezeugt Christus als Sohn Gottes, der zum Himmel aufgefahren ist und vom Himmel wieder herab kommt:
Wer ist hinaufgefahren zum Himmel und wieder herab? Wer hat den Wind in seine Hände gefasst? Wer hat die Wasser in ein Kleid gebunden? Wer hat alle Enden der Welt bestimmt? Wie heißt er? Und wie heißt sein Sohn? Weißt du das? Sprüche 30,4

In Daniel wird vom Menschen Sohn (Christus nannte sich auch so) bezeugt, dass er mit den Wolken des Himmels zu Gott kam, und seine Macht ewig ist:
Ich sah in diesem Gesicht in der Nacht, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels wie eines Menschen Sohn und gelangte zu dem, der uralt war, und wurde vor ihn gebracht. Der gab ihm Macht, Ehre und Reich, dass ihm alle Völker und Leute aus so vielen verschiedenen Sprachen dienen sollten. Seine Macht ist ewig und vergeht nicht, und sein Reich hat kein Ende. Daniel 7,13-14

Schon im Alten Testament verkündet Micha die Geburt des Einen, der in Israel Herr sei, dessen Hervorgehen (Ausgang) von der Urzeit, von Ewigkeit her war. Diese Worte zeigen die Ewigkeit des Messias und reden deshalb von seiner Göttlichkeit:
Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei (siehe auch Matthäus 2,5-6), dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist. Indes lässt er sie plagen bis auf die Zeit, dass die, welche gebären soll, geboren hat (siehe die Artikel Die Wehen der Tochter Zions, Die Frau, mit der Sonne bekleidet & Die hundertvierundvierzigtausend). Da wird dann der Rest seiner Brüder wiederkommen zu den Söhnen Israel. Er aber wird auftreten und weiden (siehe auch Hesekiel 34,23) in der Kraft des HERRN und in der Macht des Namens des HERRN, seines Gottes. Und sie werden sicher wohnen; denn er wird zur selben Zeit herrlich werden, so weit die Welt ist. Und er wird der Friede sein. Micha 5,1-4

Auch das Neue Testament verkündet, dass Christus, der Messias, von Anfang her bei Gott seinem Vater war, und das NT berichtet von seiner Göttlichkeit. Er ist der Erste und der Letzte und der Lebendige von Ewigkeit zu Ewigkeit:
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Johannes 1,1-4
Und nun, Vater, verherrliche du mich bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war. Johannes 17,5
Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt. Er erniedrigte sich selbst und ward bgehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Philipper 2,6-8
Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir gesehen haben mit unsern Augen, was wir betrachtet haben und unsre Hände betastet haben, vom Wort des Lebens – und das Leben ist erschienen, und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das Leben, das ewig ist, das beim Vater war und uns erschienen ist. 1.Johannes 1,1-2
Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen wie tot; und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. Offenbarung 1,17-18

Christus ist ein Hoherpriester in Ewigkeit

Siehe auch den Artikel Der Hohepriester Jesus Christus von Andrew Murray

Christus ist nicht nur der Mittler des neuen, ewigen Bundes, sondern auch ein Hoherpriester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.
Im Alten Testament finden wir verschiedene Vorbilder auf Jeschua Christus hin. Das markanteste davon ist Melchisedek, der König und Priester von Salem (später Jerusalem):
Der HERR hat geschworen und es wird ihn nicht gereuen: »Du bist ein Priester ewiglich nach der Weise Melchisedeks.« Psalm 110,4
So hat auch Christus sich nicht selbst die Ehre beigelegt, Hoherpriester zu werden, sondern der, der zu ihm gesagt hat (Psalm 2,7): »Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.« Wie er auch an anderer Stelle spricht (Psalm 110,4): »Du bist ein Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.«
Hebräer 5,5-6
Diese haben wir als einen sicheren und festen Anker unsrer Seele, der auch hineinreicht bis in das Innere hinter dem Vorhang. Dahinein ist der Vorläufer für uns gegangen, Jeschua, der ein Hoherpriester geworden ist in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.
Hebräer 6,19-20
Melchisedek heisst übersetzt „König der Gerechtigkeit“, er war aber auch König von Salem (Friede). Der Name wurde später geändert in „Jerusalem“. Über seine Herkunft und die Dauer seines Priestertums steht folgendes:
Dieser Melchisedek aber war König von Salem, Priester Gottes des Höchsten; er ging Abraham entgegen, als der vom Sieg über die Könige zurückkam, und segnete ihn; ihm gab Abraham auch den Zehnten von allem. Erstens heißt er übersetzt: König der Gerechtigkeit; dann aber auch: König von Salem, das ist: König des Friedens. Er ist ohne Vater, ohne Mutter, ohne Stammbaum und hat weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens. So gleicht er dem Sohn Gottes und bleibt Priester in Ewigkeit. Hebräer 7,1-3

Melchisedek konnte als ein Priester Gottes des Höchsten Abraham segnen und von ihm auch den Zehnten entgegennehmen. Auch brachte er Abraham Brot und Wein, dies weist schon auf das Opfer Jeschua hin:
Als er (Abraham) nun zurückkam von dem Sieg über Kedor-Laomer und die Könige mit ihm, ging ihm entgegen der König von Sodom in das Tal Schawe, das ist das Königstal. Aber Melchisedek, der König von Salem, trug Brot und Wein heraus. Und er war ein Priester Gottes des Höchsten und segnete ihn und sprach: Gesegnet seist du, Abram, vom höchsten Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat; und gelobt sei Gott der Höchste, der deine Feinde in deine Hand gegeben hat. Und Abram gab ihm den Zehnten von allem. 1.Mose14,17-20
Auch uns hat der Herr Jeschua für das Mahl zum Gedächtnis an seinen Opfertod Brot und Wein verordnet (siehe Abendmahl des Herrn), uns gesegnet und unsere Feinde, Satan und die Mächte der Finsternis durch seinen Tod und Auferstehung für uns besiegt (siehe Der Herr hat für uns eine vollkommene Erlösung errungen) und uns Macht über alle Gewalt des Feindes gegeben:
Seht, ich habe euch Macht gegeben, zu treten auf Schlangen und Skorpione, und Macht über alle Gewalt des Feindes; und nichts wird euch schaden. Lukas 10,19

Wir haben einen solchen Hohenpriester, der da sitzt zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel und ist ein Diener am Heiligtum und an der wahren Stiftshütte, die Gott aufgerichtet hat und nicht ein Mensch. Hebräer 8,1-2
Durch Mose hatte Gott den Israeliten genaue Anweisungen gegeben, wie sie die Stiftshütte, dieses irdische „Modell“ des himmlischen Thronsaals, bauen sollten. Im heiligsten Bereich des Heiligtums, im sogenannten Allerheiligsten, stand die Bundeslade mit den Tafeln der Zehn Gebote. Ihr Deckel galt als Gottes Thron, umrahmt von zwei goldenen Cherubim.
Den Bundesladedeckel nennt man auch „Gnadenthron“ oder „Gnadenstuhl“.

Die Priester brachten für sich selbst und für das Volk vor dem Heiligtum auf dem Brandopferaltar Opfergaben zu Gott.
Christus aber als ein Hoherpriester der größeren und vollkommeneren himmlischen Stiftshütte ist durch sein eigenes Blut ein für alle Mal in das Heiligtum eingegangen und hat sich selbst als Opfer ohne Fehl Gott dargebracht:
Christus aber ist gekommen als ein Hoherpriester der zukünftigen Güter durch die größere und vollkommenere Stiftshütte, die nicht mit Händen gemacht ist, das ist: die nicht von dieser Schöpfung ist. Er ist auch nicht durch das Blut von Böcken oder Kälbern, sondern durch sein eigenes Blut ein für alle Mal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erworben. Denn wenn schon das Blut von Böcken und Stieren und die Asche von der Kuh durch Besprengung die Unreinen heiligt, sodass sie äußerlich rein sind, um wie viel mehr wird dann das Blut Christi, der sich selbst als Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott! Hebräer 9,11-14

Dieses Opfer ohne Fehl ist das Lamm Gottes, Christus das der Welt Sünde trug und eine ewige Erlösung für alle an ihn Gläubigen erwarb:
Denn einen solchen Hohenpriester mussten wir auch haben, der heilig, unschuldig, unbefleckt, von den Sündern geschieden und höher ist als der Himmel. Er hat es nicht nötig wie jene Hohenpriester, täglich zuerst für die eigenen Sünden Opfer darzubringen und dann für die des Volkes; denn das hat er ein für alle Mal getan, als er sich selbst opferte. Denn das Gesetz macht Menschen zu Hohenpriestern, die Schwachheit an sich haben; dies Wort des Eides aber, das erst nach dem Gesetz gesagt worden ist, setzt den Sohn ein, der ewig und vollkommen ist.
Hebräer 7,26-28

Durch, Jeschua, den Sohn Gottes, dürfen wir mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade kommen:
Weil wir denn einen großen Hohenpriester haben, Jeschua, den Sohn Gottes, der die Himmel durchschritten hat, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis. Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde. Darum lasst uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu der Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben. Hebräer 4,14-16

Durch Christus haben wir teil an der himmlischen Berufung. Er war treu über Gottes Haus. Sein Haus sind wir:
Darum, ihr heiligen Brüder, die ihr teilhabt an der himmlischen Berufung, schaut auf den Apostel und Hohenpriester, den wir bekennen, Jeschua, der da treu ist dem, der ihn gemacht hat, wie auch Mose in Gottes ganzem Hause. ... Christus aber war treu als Sohn über Gottes Haus. Sein Haus sind wir, wenn wir das Vertrauen und den Ruhm der Hoffnung festhalten. Hebräer 1,3-6

Unser Herr ist nicht nach dem Gesetz als Hoherpriester eingesetzt, sondern nach der Kraft unzerstörbaren Lebens. Damit wurde das frühere Gebot (Gesetz, siehe 3.1-3.3 Gerecht allein durch den Glauben) für die an Christus Gläubigen aufgehoben, weil es nichts zur Vollendung bringen konnte. So ist Jeschua Bürge eines viel besseren ewigen Bundes geworden:
Wäre nun die Vollendung durch das levitische Priestertum gekommen – denn unter diesem hat das Volk das Gesetz empfangen –, wozu war es dann noch nötig, einen andern als Priester nach der Ordnung Melchisedeks einzusetzen, anstatt einen nach der Ordnung Aarons zu benennen? Denn wenn das Priestertum verändert wird, dann muss auch das Gesetz verändert werden. Denn der, von dem das gesagt wird, der ist von einem andern Stamm, von dem nie einer am Altar gedient hat. Denn es ist ja offenbar, dass unser Herr aus Juda hervorgegangen ist, zu welchem Stamm Mose nichts gesagt hat vom Priestertum.Und noch klarer ist es, wenn, in gleicher Weise wie Melchisedek, ein anderer als Priester eingesetzt wird, der es nicht geworden ist nach dem Gesetz äußerlicher Gebote, sondern nach der Kraft unzerstörbaren Lebens. Denn es wird bezeugt (Psalm 110,4): »Du bist ein Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.« Denn damit wird das frühere Gebot aufgehoben – weil es zu schwach und nutzlos war; denn das Gesetz konnte nichts zur Vollendung bringen –, und eingeführt wird eine bessere Hoffnung, durch die wir uns zu Gott nahen. Und das geschah nicht ohne Eid. Denn jene sind ohne Eid Priester geworden, dieser aber durch den Eid dessen, der zu ihm spricht (Psalm 110,4): »Der Herr hat geschworen und es wird ihn nicht gereuen: Du bist ein Priester in Ewigkeit.« So ist Jeschua Bürge eines viel besseren Bundes geworden. Auch sind es viele, die Priester wurden, weil der Tod keinen bleiben ließ; dieser aber hat, weil er ewig bleibt, ein unvergängliches Priestertum. Daher kann er auch für immer selig machen, die durch ihn zu Gott kommen; denn er lebt für immer und bittet für sie. Hebräer 7,11-25

Christus, der in göttlicher Gestalt war, nahm Knechtsgestalt an

 Die Liebe Christi zu uns ist unendlich groß. Er war Gott gleich und in göttlicher Gestalt (siehe Christus hat die Herrlichkeit Gottes seines Vaters).
Er entäußerte und erniedrigte sich selbst und nahm als Mensch Knechtsgestalt an um das Erlösungswerk für uns zu vollbringen (siehe Jesus Christus, hat das Erlösungswerk Gottes vollbracht):
Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt. Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters. Philipper 2,6-11
Daher musste er in allem seinen Brüdern gleich werden, damit er barmherzig würde und ein treuer Hoherpriester vor Gott, zu sühnen die Sünden des Volkes. Hebräer 2,17

Christus war Gott seinem Vater in allem gehorsam:
So hat er, obwohl er Gottes Sohn war, doch an dem, was er litt, Gehorsam gelernt. Und als er vollendet war, ist er für alle, die ihm gehorsam sind, der Urheber des ewigen Heils geworden, genannt von Gott ein Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks. Hebräer 5,8-10

Gott wirkte mit seiner großen Macht in Christus:
... und wie überschwänglich groß seine Kraft an uns, die wir glauben, weil die Macht seiner Stärke bei uns wirksam wurde, mit der er in Christus gewirkt hat. Durch sie hat er ihn von den Toten auferweckt und eingesetzt zu seiner Rechten im Himmel über alle Reiche, Gewalt, Macht, Herrschaft und alles, was sonst einen Namen hat, nicht allein in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen. Und alles hat er unter seine Füße getan und hat ihn gesetzt der Gemeinde zum Haupt über alles, welche sein Leib ist, nämlich die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt. Epheser 1,19-23

Gottes Liebe: Er gab seinen Sohn, damit jeder das ewige Leben haben kann

 Gottes Liebe ist unendlich groß. Er gab Christus seinen einzigen Sohn aus Liebe zu uns, damit alle die an Christus glauben das ewige Leebn haben:
Denn also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Johannes 3,16

Gott liebte uns so sehr, dass er Christus, seinen eingeborenen Sohn, zur Versöhnung unserer Sünden in die Welt gesandt hat:
Ihr Lieben, lasst uns einander lieb haben; denn die Liebe ist von Gott, und wer liebt, der ist von Gott geboren und kennt Gott. Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist die Liebe. Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen. Darin besteht die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden. Ihr Lieben, hat uns Gott so geliebt, so sollen wir uns auch untereinander lieben. Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen. Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist gegeben hat. 1.Johannes 4,7-13

Nicht wir haben Gott geliebt, sondern er liebte uns zuerst. Als wir noch Sünder waren starb Christus für uns:
Lasst uns lieben, denn er hat uns zuerst geliebt. 1.Johannes 4,19
Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Römer 5,8

Gott hat Christus Macht über alle Menschen gegeben, damir er allen das ewige Leben gibt die Gott ihm gegeben hat:
So redete Jesus und hob seine Augen auf zum Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist da: verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche; denn du hast ihm Macht gegeben über alle Menschen, damit er das ewige Leben gebe allen, die du ihm gegeben hast. Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. Johannes 17,3

Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber

 Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und hat auch uns mit sich selbst versöhnt durch Christus.
Als Jesus für uns alle starb, handelte er als unser Stellvertreter. Als er starb, sind in ihm »alle gestorben«.
So wie Adams Sünde die Sünde seiner Nachkommen wurde, so wurde der Tod Christi der Tod derer, die an ihn glauben (Röm 5,12-21; 1. Kor 15,21.22).
Christus ist »für alle gestorben«. Warum? Damit diejenigen, die durch den Glauben an ihn »nicht mehr sich selbst leben, sondern« für ihn leben. Der Erlöser starb nicht für uns, damit wir unser belangloses, selbstsüchtiges Leben auf die Weise weiterführen, wie es uns gefällt. Er starb für uns, damit wir unser Leben ihm von nun an in williger, freudiger Hingabe anvertrauen.
Wir kennen Christus nicht mehr nach dem Fleisch, wie die Jünger, die ihn vor seiner Auferstehung nicht als ihren persönlichen Erretter erkannten, sondern erst am Pfingsttag hatte der Heilige Geist Ihnen das Erlösungswerk Christi offenbart. Auch uns ist dies durch den Heiligen Geist offenbart.
Der Vers »Ist jemand in Christus ist, so ist er eine neue Kreatur« beschreibt nicht das praktische Verhalten eines Gläubigen, sondern vielmehr seine Stellung. »In Christus« ist »das Alte vergangen«, und »Neues ist geworden«. Leider trifft dies noch nicht in jeder Beziehung zu. Doch wenn wir im christlichen Leben Fortschritte mache, dann wünschen wir uns, dass unsere Handlungsweise immer mehr unserer Stellung entspricht. Wenn eines Tages der Herr wiederkommt, dann werden Stellung und Zustand (praktisches Verhalten) völlig übereinstimmen.
»Alles« ist »von Gott«. Er ist der Ursprung und Schöpfer alles Sichtbaren und Unsichtbaren. Es gibt keinen Grund für menschliches Rühmen:
Denn die Liebe Christi drängt uns, zumal wir überzeugt sind, dass, wenn einer für alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben. Und er ist darum für alle gestorben, damit, die da leben, hinfort nicht sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferstanden ist. Darum kennen wir von nun an niemanden mehr nach dem Fleisch; und auch wenn wir Christus gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt so nicht mehr. Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. Aber das alles von Gott, der uns mit sich selber versöhnt hat durch Christus und uns das Amt gegeben, das die Versöhnung predigt. Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung. So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott! Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt.
2.Korinther 5,14-21
Denn es hat Gott wohlgefallen, dass in ihm alle Fülle wohnen sollte und er durch ihn alles mit sich versöhnte, es sei auf Erden oder im Himmel, indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz. Auch euch, die ihr einst fremd und feindlich gesinnt wart in bösen Werken, hat er nun versöhnt durch den Tod seines sterblichen Leibes, damit er euch heilig und untadelig und makellos vor sein Angesicht stelle; wenn ihr nur bleibt im Glauben, gegründet und fest, und nicht weicht von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehört habt und das gepredigt ist allen Geschöpfen unter dem Himmel. Kolosser 1,19-23

Christus ist gekommen das Verlorene zu retten

Christus ist in die Welt gekommen um die Verlorenen zu suchen und zu retten sowie die Wahrheit zu bezeugen:
Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zurückbringen und das Verwundete verbinden und das Schwache stärken und, was fett und stark ist, behüten; ich will sie weiden, wie es recht ist. Hesekiel 34,16
Denn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. Lukas 19,10
Das ist gewisslich wahr und ein Wort, des Glaubens wert, dass Christus in die Welt gekommen ist, die Sünder selig zu machen, unter denen ich der erste bin. 1.Timotheus 1,15
Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, daß ich die Wahrheit bezeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme. Johannes 18,37

Gott möchte, dass alle Menschen gerettet werden durch das Erlösungswerk Christi:
Dies ist gut und wohlgefällig vor Gott, unserm Heiland, welcher will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung, dass dies zu seiner Zeit gepredigt werde. 1.Timotheus 2,4-6

Gott sandte seinen Sohn damit er uns durch sein Evangelium erlöste
Nachdem aber Johannes gefangen gesetzt war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium! Markus 1,14-15
Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit er die, die unter dem Gesetz waren, erlöste, damit wir die Kindschaft empfingen. Galater 4,4-5

Gottes Sohn kam vom Vater in die Welt um zu retten und nicht zu richten:
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. Das ist aber das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. Johannes 3,17-19
Denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, weil ihr mich liebt und glaubt, dass ich von Gott ausgegangen bin. Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater. Johannes 16,27-28

Christus ist das Licht der Welt. Wer ihm nachfolgt hat das Licht des Lebens:
Er spricht: Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, die Stämme Jakobs aufzurichten und die Zerstreuten Israels wiederzubringen, sondern ich habe dich auch zum Licht der Heiden gemacht, dass du seist mein Heil bis an die Enden der Erde. Jesaja 49,6
Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. Johannes 3,19
Ich bin in die Welt gekommen als ein Licht, damit, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe. Johannes 12,46
Da redete Jeschua abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. Johannes 8,12

Christus ist die große unbeschreibliche Gabe Gottes

Christus ist die unaussprechliche Gabe und das unbeschreiblich große Geschenk Gottes an uns:
Gott aber sei Dank für seine unaussprechliche Gabe! 2.Korinther 9,15
Neue Genfer Übersetzung 2011: Dank sei Gott für das unbeschreiblich große Geschenk, das er uns gemacht hat!

Diese Gabe Gottes ist unaussprechlich und unbeschreiblich, weil wir nicht alles erfassen, begreifen und beschreiben können, welchen Schmerz Gott hatte, als er „seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben hat“ Römer 8,32 und wir nicht erfassen können welches unermessliche Leiden Christus ertrug um so die vollkommene, alles umfassende Erlösung für uns zu vollbringen (siehe den Artikel Leid und Tod des Herrn). Als Mensch erlitt Seine Seele eine für uns unfassbar grosse Betrübung:
Und er riß sich von ihnen los, etwa einen Steinwurf weit, und kniete nieder, betete und sprach: Vater, willst du, so nimm diesen Kelch von mir; doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe! Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel und stärkte ihn. Und er rang mit dem Tode und betete heftiger. Und sein Schweiß wurde wie Blutstropfen, die auf die Erde fielen. Lukas 22,41-44

Wir sollten uns deshalb immer wieder neu gegenseitig anspornen, Ihn zu betrachten und besser kennen zu lernen. Eine bessere Gabe und ein vollkommeneres Geschenk gibt es nicht.
... die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn. Römer 6,23
... und lebt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat und hat sich selbst für uns gegeben als Gabe und Opfer, Gott zu einem lieblichen Geruch. Epheser 5,2

Christus ist Herr und Gott

Lese auch den Artikel Jesus Christus ist Herr und Gott

Unser Herr ist "Herr und Gott". Dies offenbart uns Sein Wort in der heiligen Schrift:
Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat ihn uns verkündigt. Johannes 1,18
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. Johannes 1,1-3
Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns den Sinn dafür gegeben hat, dass wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jeschua Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben. 1.Johannes 5,20
Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Johannes 20,28
Als der Herr sich Thomas als der Auferstandene zeigte war Thomas überwältig. Durch des Herrn Offenbarung erkannte Thomas den Herrn auch als Gott.

"Jeschua ist Gott", "Gott der Sohn". Viele Gläubige haben dies noch nicht erkannt. Es ist ihnen noch nicht durch den Heiligen Geist offenbart worden. Ihnen fehlt die volle Erkenntnis des Evangelium Gottes von Seinem Sohn.
Die vollkommene Erkenntnis über die Göttlichkeit unseres Herrn wird uns erst dann ganz offenbar werden, wenn wir Ihn von Angesicht zu Angesicht sehen werden.

Das NT offenbart den Herrn Jesus Christus als "der Erstgeborene vor aller Schöpfung", "durch den alle Dinge sind", der "das Leben in sich selber hat", der "die Auferstehung und das Leben ist", in dem "alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis sind", der "das Ebenbild des Wesens Gottes ist" und "dem Ehre und Anbetung gebührt". Dies sind nur einige Offenbarungen des NT, die aber die Göttlichkeit Jesus besonders hervorheben.

Christus ist das Ebenbild des Wesens Gottes. Er ist vor allem, und es besteht alles in ihm, denn in ihm ist alles geschaffen:
Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm. Und er ist das aHaupt des Leibes, nämlich der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene von den Toten, damit er in allem der Erste sei. Denn es hat Gott wohlgefallen, dass in ihm alle Fülle wohnen sollte und er durch ihn alles mit sich versöhnte, es sei auf Erden oder im Himmel, indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz. Kolosser 1,15-20
... hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben über alles, durch den er auch die Welt gemacht hat. Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort und hat vollbracht die Reinigung von den Sünden und hat sich gesetzt zur Rechten der Majestät in der Höhe und ist so viel höher geworden als die Engel, wie der Name, den er ererbt hat, höher ist als ihr Name. Hebräer 1,2-4

Christus ist der gerechte König

Jeschua ist der »Christus«, der Messias, der Gesalbte Gottes, der als ewiger gerechter König von Gott auserwählt ist. Er regiert mit Recht und Gerechtigkeit. Er ist der Friede-Fürst. Durch sein vergossenes Blut wurden die Gefangenen frei gelassen. Er ist »Der HERR unsere Gerechtigkeit«.:
Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen der Eselin. Denn ich will die Wagen wegtun aus Ephraim und die Rosse aus Jerusalem, und der Kriegsbogen soll zerbrochen werden. Denn er wird Frieden gebieten den Völkern, und seine Herrschaft wird sein von einem Meer bis zum andern und vom Strom bis an die Enden der Erde. Auch lasse ich um des Blutes deines Bundes willen deine Gefangenen frei aus der Grube, in der kein Wasser ist. Sacharja 9,9-11
Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, daß ich dem David einen gerechten Sproß erwecken will. Der soll ein König sein, der wohl regieren und Recht und Gerechtigkeit im Lande üben wird. Zu seiner Zeit soll Juda geholfen werden und Israel sicher wohnen. Und dies wird sein Name sein, mit dem man ihn nennen wird: »Der HERR unsere Gerechtigkeit«. Jeremia 23,5-6
Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, dass er's stärke und stütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des HERRN Zebaoth. Jesaja 9,5-6
Gott, gib dein Gericht dem König und deine Gerechtigkeit dem Königssohn, dass er dein Volk richte mit Gerechtigkeit und deine Elenden rette. Lass die Berge Frieden bringen für das Volk und die Hügel Gerechtigkeit. Er soll den Elenden im Volk Recht schaffen und den Armen helfen und die Bedränger zermalmen. Er soll leben, solange die Sonne scheint und solange der Mond währt, von Geschlecht zu Geschlecht. Er soll herabfahren wie der Regen auf die Aue, wie die Tropfen, die das Land feuchten. Zu seinen Zeiten soll blühen die Gerechtigkeit und großer Friede sein, bis der Mond nicht mehr ist. Er soll herrschen von einem Meer bis ans andere und von dem Strom bis zu den Enden der Erde. Vor ihm sollen sich neigen die Söhne der Wüste, und seine Feinde sollen Staub lecken. Die Könige von Tarsis und auf den Inseln sollen Geschenke bringen, die Könige aus Saba und Seba sollen Gaben senden. Alle Könige sollen vor ihm niederfallen und alle Völker ihm dienen. Denn er wird den Armen erretten, der um Hilfe schreit, und den Elenden, der keinen Helfer hat. Er wird gnädig sein den Geringen und Armen, und den Armen wird er helfen. Er wird sie aus Bedrückung und Frevel erlösen, und ihr Blut ist wert geachtet vor ihm. Psalm 72,1-14
Aber meine Treue und Gnade soll bei ihm sein, und sein Haupt soll erhöht sein in meinem Namen. Seine Hand lass ich herrschen über das Meer und seine Rechte über die Ströme. Er wird mich nennen: Du bist mein Vater, mein Gott und Hort, der mir hilft. Und ich will ihn zum erstgeborenen Sohn machen, zum Höchsten unter den Königen auf Erden. Ich will ihm ewiglich bewahren meine Gnade, und mein Bund soll ihm festbleiben. Ich will ihm ewiglich Nachkommen geben und seinen Thron erhalten, solange der Himmel währt. Psalm 89,25-30

Die vorgenannten Prophezeiungen wurden im NT bestätigt:
Das geschah aber, damit erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht (Sacharja 9,9): »Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig und reitet auf einem Esel und auf einem Füllen, dem Jungen eines Lasttiers.« Matthäus 21,4-5
Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben (s. Jes. 9,6), und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben. Lukas 1,32-33

Die vorgenannten Prophezeiungen wurden durch die Geburt und das Wirken unseres Herrn erfüllt:
Als Jeschua geboren war in Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten. ... denn so steht geschrieben durch den Propheten (Micha 5,1): »Und du, Bethlehem im jüdischen Lande, bist keineswegs die kleinste unter den Städten in Juda; denn aus dir wird kommen der Fürst, der mein Volk Israel weiden soll.« Matthäus 2,1-6
Nathanael antwortete ihm: Rabbi, du bist Gottes Sohn, du bist der König von Israel! Johannes 1,49
Da fragte ihn Pilatus: So bist du dennoch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, daß ich die Wahrheit bezeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme. Johannes 18,37

Christus ist Herr über die Könige auf Erden und König aller Könige und Herr aller Herren:
Friede von dem, der da ist und der da war und der da kommt, und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind, und von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Herr über die Könige auf Erden! Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Offenbarung 1,4-6
... und trägt einen Namen geschrieben auf seinem Gewand und auf seiner Hüfte: König aller Könige und Herr aller Herren.
Offenbarung19,16

Nach dem Zeugnis der Bibel wird die Menschheitsgeschichte von einem ganz klaren Eingreifen Gottes geprägt sein. Jeder Mensch wird Gott gegenüberstehen, entweder zum Gericht, oder um ewig mit ihm zu leben. Jesus kommt wieder als Bräutigam, als König Israels und als Richter aller Völker:
Siehe, er kommt mit den Wolken, und es werden ihn sehen alle Augen und alle, die ihn durchbohrt haben, und es werden wehklagen um seinetwillen alle Geschlechter der Erde. Ja, Amen. Offenbarung 1,7
Wenn aber der Menschensohn kommen wird in seiner Herrlichkeit, und alle Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Thron seiner Herrlichkeit, und alle Völker werden vor ihm versammelt werden. Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! Matthäus25,31

Christus hat die Herrlichkeit Gottes seines Vaters

Der Herr hat seine himmlische Herrlichkeit bei Gott seinem Vater aufgegeben um als Mensch auf dieser Erde den Willen des Vaters, das Erlösungswerk zu vollbringen, damit jeder der an ihn glaubt das ewige Leben bekommt:
Ich habe dich verherrlicht auf Erden und das Werk vollendet, das du mir gegeben hast, damit ich es tue. Und nun, Vater, verherrliche du mich bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war. Johannes 17,4-5
Er ist zwar zuvor ausersehen, ehe der Welt Grund gelegt wurde, aber offenbart am Ende der Zeiten um euretwillen, die ihr durch ihn glaubt an Gott, der ihn auferweckt hat von den Toten und ihm die Herrlichkeit gegeben, damit ihr Glauben und Hoffnung zu Gott habt. 1.Petrus 1,20-21
... hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben über alles, durch den er auch die Welt gemacht hat. Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort und hat vollbracht die Reinigung von den Sünden und hat sich gesetzt zur Rechten der Majestät in der Höhe. Hebräer 1,2-3

Die Apostel haben auf dem heiligen Berg die Herrlichkeit Jeschuas gesehen und dies bezeugt:
Denn wir sind nicht ausgeklügelten Fabeln gefolgt, als wir euch kundgetan haben die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jeschua Christus; sondern wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen (siehe Matthäus 17,1-2 & Markus 9,2-3 & Lukas 9,28-29).
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Johannes 1,14

Wir werden nach und nach von dem Herrn verwandelt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern:
Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. Nun aber schauen wir alle mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel, und wir werden verklärt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern von dem Herrn, der der Geist ist. 2.Korinther 3,17-18
Denn Gott, der sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, dass durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi. 2.Korinther 4,6

Wir werden uns »mit Frohlocken« freuen, wenn die »Herrlichkeit Christi« offenbart wird. Der HERR wird wiederkommen um uns zu sich zu nehmen und uns die Herrlichkeit geben die er hat. Wir werden dann in Ewigkeit bei ihm sein:
Freut euch, dass ihr mit Christus leidet, damit ihr auch zur Zeit der Offenbarung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben mögt. 1.Petrus 4,13
Wenn aber der Menschensohn kommen wird in seiner Herrlichkeit, und alle Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Thron seiner Herrlichkeit, und alle Völker werden vor ihm versammelt werden. Matthäus25,31

Und dann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohns am Himmel. Und dann werden wehklagen alle Geschlechter auf Erden und werden sehen den Menschensohn kommen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit. Und er wird seine Engel senden mit hellen Posaunen, und sie werden seine Auserwählten sammeln von den vier Winden, von einem Ende des Himmels bis zum andern. Matthäus 24,30-31

Vom Himmelreich und vom Reich Gottes

Alle Menschen sollen Buße tun und an das Evangelium glauben, damit auch ihnen das Himmelreich nahe kommt:
Seit der Zeit fing Jesus an zu predigen: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen! Matthäus 3,2 & Matthäus 4,17
Jesus sprach: Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!
Markus 1,15

Das Himmelreich gleicht einem Menschen der guten Samen aussät:
Er legte ihnen ein anderes Gleichnis vor und sprach: Das Himmelreich gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. Als aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut zwischen den Weizen und ging davon. Als nun die Saat wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut. Da traten die Knechte zu dem Hausvater und sprachen: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut? Er sprach zu ihnen: Das hat ein Feind getan. Da sprachen die Knechte: Willst du denn, dass wir hingehen und es ausjäten? Er sprach: Nein! Damit ihr nicht zugleich den Weizen mit ausrauft, wenn ihr das Unkraut ausjätet. Lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um die Erntezeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, damit man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheune. Matthäus 13,24-30
Da ließ Jesus das Volk gehen und kam heim. Und seine Jünger traten zu ihm und sprachen: Deute uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker. Er antwortete und sprach zu ihnen: Der Menschensohn ist's, der den guten Samen sät. Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Kinder des Reichs. Das Unkraut sind die Kinder des Bösen. Der Feind, der es sät, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel. Wie man nun das Unkraut ausjätet und mit Feuer verbrennt, so wird's auch am Ende der Welt gehen. Der Menschensohn wird seine Engel senden, und sie werden sammeln aus seinem Reich alles, was zum Abfall verführt, und die da Unrecht tun, und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappern sein. Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich. Wer Ohren hat, der höre!
Matthäus 13,36-43

Wenn wir das Wort Gottes wie Samen aussäen dann wird es für das Reich Gottes Frucht bringen:
Und er sprach: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft und schläft und aufsteht, Nacht und Tag; und der Same geht auf und wächst – er weiß nicht wie. Denn von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst den Halm, danach die Ähre, danach den vollen Weizen in der Ähre. Wenn sie aber die Frucht gebracht hat, so schickt er alsbald die Sichel hin; denn die Ernte ist da. Markus 4,26-29

Das Himmelreich muss uns mehr Wert sein als alles andere:
Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg; und in seiner Freude ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker. Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte, und als er eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie. Matthäus 13,44-46

Das Gleichnis vom Himmelreich und einem Fischernetz:
Wiederum gleicht das Himmelreich einem Netz, das ins Meer geworfen ist und Fische aller Art fängt. Wenn es aber voll ist, ziehen sie es heraus an das Ufer, setzen sich und lesen die guten in Gefäße zusammen, aber die schlechten werfen sie weg. So wird es auch am Ende der Welt gehen: Die Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten scheiden und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappern sein. Matthäus 13,47-50

Das Gleichnis vom Himmelreich und einem Senfkorn:
Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Himmelreich gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte; das ist das kleinste unter allen Samenkörnern; wenn es aber gewachsen ist, so ist es größer als alle Kräuter und wird ein Baum, sodass die Vögel unter dem Himmel kommen und wohnen in seinen Zweigen.
Matthäus 13,31-32

Das Gleichnis von den törichten und den klugen Jungfrauen:
Dann wird das Himmelreich gleichen zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen hinaus, dem Bräutigam entgegen. Aber fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit. Die klugen aber nahmen Öl mit in ihren Gefäßen, samt ihren Lampen. Als nun der Bräutigam lange ausblieb, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. Um Mitternacht aber erhob sich lautes Rufen: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht hinaus, ihm entgegen! Da standen diese Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen fertig. Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsre Lampen verlöschen. Da antworteten die klugen und sprachen: Nein, sonst würde es für uns und euch nicht genug sein; geht aber zum Kaufmann und kauft für euch selbst. Und als sie hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür wurde verschlossen. Später kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf! Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. Darum wachet! Denn ihr wisst weder Tag noch Stunde.
Matthäus 25,1-13
Jeschua erzählte dieses Gleichnis den Jüngern, weil er sie zur Wachsamkeit ermahnen wollte. Da sie weder Tag noch Stunde wissen werden, wann der Bräutigam wiederkommen wird, sollten sie allezeit bereit sein. Mit anderen Worten: "Lebt so, wie wenn es euer letzter Tag wäre! Denkt und handelt so, wie wenn ihr Morgen dem Herrn der Herrlichkeit begegnen würdet!" Wenn wir wachsam sind gehören wir zu den klugen Jungfrauen, die zwar vor Mitternacht auch einschlafen, aber dann genügend Öl haben, um bei der Hochzeit eingelassen zu werden.
Das Himmelreich ist ein Bild für den Plan und das Wirken Gottes mit den an den Christus Gläubigen. Die Jungfrauen stehen sinnbildlich für alle Gläubigen. Die Lampen sind ein Bild für den Glauben von Menschen an einen Weg der zu Gott führt. Das Lampenöl ist ein Bild vom Heiligen Geist.
Die törichten Jungfrauen sind Gläubige die nach ihrer Errettung ein religiöses christliches Leben führen und dadurch im Laufe der Zeit nicht mehr vom Heiligen Geist erfüllt waren. Sie werden dann zur Hochzeit des Bräutigams mit seiner Braut nicht eingelassen, da der Bräutigam diese nicht zu seiner Braut gehörig kennt.
Die klugen Jungfrauen hatten genug Öl damit Ihre Lampen hell leuchteten. Es sind die an Christus Gläubigen, die ihr Leben immer wieder neu mit dem Heiligen Geist erfüllen liesen. Sie gehören zur Braut Christi und werden mit Ihrem Bräutigam die Hochzeit feiern.

Das Reich Gottes ist Gerechtigkeit, Friede und Freude:
Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude in dem Heiligen Geist. Römer 14,17

Das Reich Gottes steht in Kraft:
Denn das Reich Gottes steht nicht in Worten, sondern in Kraft. 1.Korinther 4,20

Das Reich Gottes besteht aus Unverweslichkeit:
Das sage ich aber, liebe Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht ererben können; auch wird das Verwesliche nicht erben die Unverweslichkeit. 1.Korinther 15,50

Wir müssen von neuem geboren sein um ins Reich Gottes zu kommen:
Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen. ... Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Johannes 3,3-5

Das Reich Gottes ist mitten unter uns:
Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man's beobachten kann; man wird auch nicht sagen: Siehe, hier ist es!, oder: Da ist es! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch. Lukas 17,20-21

Ein Zeichen, dass das Reich Gottes zu uns gekommen ist:
Wenn ich aber die bösen Geister durch den Geist Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen. Matthäus 12,28

So wie Christus seine Jünger aussandte, so sendet er auch uns aus vom Himmelreich zu predigen:
Diese Zwölf sandte Jesus aus, gebot ihnen und sprach: Geht nicht den Weg zu den Heiden und zieht in keine Stadt der Samariter, sondern geht hin zu den verlorenen Schafen aus dem Hause Israel. Geht aber und predigt und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen. Macht Kranke gesund, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt böse Geister aus. Umsonst habt ihr's empfangen, umsonst gebt es auch. Matthäus 10,5-8

Das Himmelreich gehört denen die geistlich arm sind und verfolgt werden:
Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich. Matthäus 5,3
Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich.
Matthäus 5,10

Den Kindern gehört das Himmelreich:
Da wurden Kinder zu ihm gebracht, damit er die Hände auf sie legte und betete. Die Jünger aber fuhren sie an. Aber Jesus sprach: Lasset die Kinder und wehret ihnen nicht, zu mir zu kommen; denn solchen gehört das Himmelreich. Und er legte die Hände auf sie und zog von dort weiter. Matthäus 19,13-15

Wir müssen zuerst nach dem Reich Gottes trachten:
Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. Matthäus 6,33

Wir müssen Christi Gebote tun um groß im Himmelreich zu sein:
Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich. Matthäus 5,19
Wahrlich, ich sage euch: Unter allen, die von einer Frau geboren sind, ist keiner aufgetreten, der größer ist als Johannes der Täufer; der aber der Kleinste ist im Himmelreich, ist größer als er.
Matthäus 11,11

Wer nicht umkehrt und nicht wie ein Kind vertraut, der wird nicht ins Himmelreich kommen:
Zu derselben Stunde traten die Jünger zu Jesus und fragten: Wer ist doch der Größte im Himmelreich? Jesus rief ein Kind zu sich und stellte es mitten unter sie und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen. Wer nun sich selbst erniedrigt und wird wie dies Kind, der ist der Größte im Himmelreich. Und wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf. Matthäus 18,1-5

Unsere Gerechtigkeit muss besser sein als die der Schriftgelehrten und Pharisäer:
Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht besser ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Matthäus 5,20

Wir müssen den Willen Gottes tun um ins Himmelreich zu kommen:
Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. Matthäus 7,21

Wenn wir unsere Hoffnung auf Reichtum setzen so werden wir schwer ins Himmelreich kommen:
Jesus aber sprach zu seinen Jüngern: Wahrlich, ich sage euch: Ein Reicher wird schwer ins Himmelreich kommen. Und weiter sage ich euch: Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme. Als das seine Jünger hörten, entsetzten sie sich sehr und sprachen: Ja, wer kann dann selig werden? Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist's unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich. Matthäus 19,23-26

Sünder die bereit sind umzukehren kommen eher ins Reich Gottes:
Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Die Zöllner und Huren kommen eher ins Reich Gottes als ihr. Matthäus 21,31

Das Reich Gottes wird dem Volk Gottes gegeben, das Früchte bringt:
Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volk gegeben werden, das seine Früchte bringt. Matthäus 21,43

Ungerechte werden das Reich Gottes nicht ererben:
Oder wisst ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Lasst euch nicht irreführen! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, Ehebrecher, Lustknaben, Knabenschänder, Diebe, Geizige, Trunkenbolde, Lästerer oder Räuber werden das Reich Gottes ererben. 1.Korinther 6,9-10

Was uns zum Abfall verführt müssen wir von uns werfen um ins Reich Gottes einzugehen:
Wenn dich dein Auge zum Abfall verführt, so wirf's von dir! Es ist besser für dich, dass du einäugig in das Reich Gottes gehst, als dass du zwei Augen hast und wirst in die Hölle geworfen. Markus 9,47

Wir sind zu Gottes Reich und zu seiner Herrlichkeit berufen:
Denn ihr wisst, dass wir, wie ein Vater seine Kinder, einen jeden von euch ermahnt und getröstet und beschworen haben, euer Leben würdig des Gottes zu führen, der euch berufen hat zu seinem Reich. 1.Thessalonicher 2,11-12

Wer auf sein altes Leben zurücksieht taugt nicht für das Reich Gottes:
Jesus aber sprach zu ihm: Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes. Lukas 9,62

Viele aus allen Völkern werden mit Christus und seinen Heiligen im Himmelreich zu Tisch sitzen:
Aber ich sage euch: Viele werden kommen von Osten und von Westen und mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen. Matthäus 8,11

Wir müssen durch viele Bedrängnisse in das Reich Gottes eingehen. Apostelgeschichte 14,22
Und ich hörte eine große Stimme, die sprach im Himmel: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes geworden und die Macht seines Christus; denn der Verkläger unserer Brüder ist verworfen, der sie verklagte Tag und Nacht vor unserm Gott. Offenbarung 12,10

Christus hat uns aus der Fisternis befreit

... sie werden im Lande umhergehen, ... und sie werden über sich blicken und unter sich die Erde ansehen und nichts finden als Trübsal und Finsternis; denn sie sind im Dunkel der Angst und gehen irre im Finstern. Doch es wird nicht dunkel bleiben über denen, die in Angst sind. Jesaja 8,21-23
Wir waren in Trübsal und Finsternis und im Dunkel der Angst, doch Christus hat uns daraus herausgerissen und befreit.

Die im Alten Testament angekündigte Verheißung Gottes »das Volk, das in Finsternis wandelt, sieht ein großes Licht« wurde durch Christus erfüllt. Er ist als ein Licht in diese Welt gekommen, damit jeder der in der Finsternis ist sich bekehrt von der Gewalt des Satans zu Gott, so dass ihr drückendes Joch zerbrochen wird:
Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell. ... Denn du hast ihr drückendes Joch, die Jochstange auf ihrer Schulter und den Stecken ihres Treibers zerbrochen.
Jesaja 9,1-3
... damit erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht (Jesaja 8,23; 9,1): » ... das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen; und denen, die saßen am Ort und im Schatten des Todes, ist ein Licht aufgegangen.«
Matthäus 4,14-16
Ich bin in die Welt gekommen als ein Licht, damit, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe.
Johannes 12,46
... um ihnen die Augen aufzutun, dass sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott. So werden sie Vergebung der Sünden empfangen und das Erbteil samt denen, die geheiligt sind durch den Glauben an mich.
Apostelgeschichte 26,17-18

Alle sollen den Herrn und die Wahrheit erkennen:
Und es wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: »Erkenne den HERRN«, sondern sie sollen mich alle erkennen, beide, Klein und Groß, spricht der HERR; denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken. Jeremia 31,34
Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.
Johannes 17,3
Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen. ... Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei. Johannes 8,31-36
An jenem Tage werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. Johannes 14,20

Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns den Sinn dafür gegeben hat, dass wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jeschua Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.
1.Johannes 5,20

Unsere geistlichen Augen des Herzens wurden uns vom Geist Gottes geöffnet und so konnten wir Christus als unseren Erretter erkennen:
Und es geschah, als er mit ihnen zu Tisch saß, nahm er das Brot, dankte, brach's und gab's ihnen. Da wurden ihre Augen geöffnet und sie erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen. Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er mit uns redete auf dem Wege und uns die Schrift öffnete? Und sie standen auf zu derselben Stunde, kehrten zurück nach Jerusalem und fanden die Elf versammelt und die bei ihnen waren. Lukas 24,30-33

So wie den Jüngern Christi die Augen geöffnet wurden um Christus zu erkennen wurden auch Paulus, durch die Begegnung mit dem Herrn, die Augen seines Herzens aufgetan und sein Geist erleuchtet, um Christus und die Wahrheit zu erkennen. Er ist aus der Finsternis zum Licht gebracht, aus der Macht Satans zu Gott. Seine Sünden sind vergeben, und er weiß es. Er hat Anteil am Erbe gemeinsam mit allen, die für Gott abgesondert sind:
Als er aber auf dem Wege war und in die Nähe von Damaskus kam, umleuchtete ihn plötzlich ein Licht vom Himmel; und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die sprach zu ihm: Saul, Saul, was verfolgst du mich? Er aber sprach: Herr, wer bist du? Der sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Apostelgeschichte 9,3-5
Saulus aber richtete sich auf von der Erde; und als er seine Augen aufschlug, sah er nichts. Sie nahmen ihn aber bei der Hand und führten ihn nach Damaskus; und er konnte drei Tage nicht sehen und aß nicht und trank nicht. Es war aber ein Jünger in Damaskus mit Namen Hananias; dem erschien der Herr und sprach: Hananias! Und er sprach: Hier bin ich, Herr. Der Herr sprach zu ihm: Steh auf und geh in die Straße, die die Gerade heißt, und frage in dem Haus des Judas nach einem Mann mit Namen Saulus von Tarsus. Denn siehe, er betet und hat in einer Erscheinung einen Mann gesehen mit Namen Hananias, der zu ihm hereinkam und die Hand auf ihn legte, damit er wieder sehend werde. ... Und Hananias ging hin und kam in das Haus und legte die Hände auf ihn und sprach: Lieber Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der dir auf dem Wege hierher erschienen ist, dass du wieder sehend und mit dem Heiligen Geist erfüllt werdest. Und sogleich fiel es von seinen Augen wie Schuppen und er wurde wieder sehend; und er stand auf, ließ sich taufen und nahm Speise zu sich und stärkte sich.  Apostelgeschichte 9,8-19

Nach Paulus Bekehrung zu Christus wurde er vom Herrn erwählt für die Heiden ein Zeuge seiner Errettung zu sein, damit ihre Augen aufgetan werden und sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott:
Ich aber sprach: Herr, wer bist du? Der Herr sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst; steh nun auf und stell dich auf deine Füße. Denn dazu bin ich dir erschienen, um dich zu erwählen zum Diener und zum Zeugen für das, was du von mir gesehen hast und was ich dir noch zeigen will. Und ich will dich erretten von deinem Volk und von den Heiden, zu denen ich dich sende, um ihnen die Augen aufzutun, dass sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott. So werden sie Vergebung der Sünden empfangen und das Erbteil samt denen, die geheiligt sind durch den Glauben an mich. Apostelgeschichte 26,15-18

Wir waren zuvor uns selbst und unseren eigenen Wegen überlassen. In Finsternis und Unwissenheit hatten wir uns aufgehalten, aber jetzt wurden unsere Augen aufgetan. Dadurch konnten wir uns aus der Finsternis und der Gewalt Satans zu dem Licht und zu Gott hinwenden. Genau das ist es, was wir unter Bekehrung verstehen. Natürlich muß die Überführung von der Sünde darin enthalten sein, denn keiner von uns kann in Gottes Licht kommen ohne diese bußfertige Überzeugung. Dann aber wird die Vergebung empfangen, sie ist das Ergebnis jener Hinwendung. Die Vergebung ist ein göttlicher Akt, und sie löst große Freude aus. Mit der Vergebung unserer Sünden wird auch die darauf ruhende Strafe weggenommen.

Wir sind durch Christus von der Macht der Finsternis errettet und haben die Vergebung unserer Sünden erhalten, und sind in sein Reich hinein versetzt worden:
Er hat uns errettet von der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes, in dem wir die Erlösung haben, nämlich die Vergebung der Sünden. Kolosser 1,13-14

 Nun sind wir Licht im Herrn und leben als Kinder des Lichts und bringen Frucht:
Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.
Epheser 5,8-9

Das Licht eines von Christus erfüllten Lebens ist, die Finsternis mit dem Licht Christi erleuchten, so dass Menschen in uns Christus erkennen können und dadurch zur Umkehr von der Finsternis zum Licht bereit sind.
Dies wird bewirkt durch das Lesen oder hören des lebendigen, unvergänglichen Wortes Gottes (Hebräer 4,12), im besonderen vom Gericht des heiligen und gerechten Gottes, der jeden Sünder richten wird, und vom Erlösungswerk Christi, das uns vor dem schrecklichen Gericht bewahrt. So kann der Heilige Geist das Herz der Menschen öffnen und sie überführen, dass sie verlorene Sünder sind und ohne den Glauben an Christus den ewigen Tod, getrennt von Gott, erleiden müssen. Durch diese erschreckende Erkenntnis sind sie dann bereit ihre Sünden zu bekennen und Christus als ihren Erretter, Heiland und Herrn anzunehmen, sodass Gott und sein Sohn durch ihre grenzenlose Liebe sie aus der Finsternis herrausreissen und ihnen die Wiedergeburt (Neugeburt), zu einem neuen geistlichen Leben in Christus, schenken können.

Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht. 1.Petrus 2,9
Wir danken ihm mit Anbetung und Lobpreis für seine Liebe, Gnade, Güte und Barmherzigkeit. Unser Herr ist gut, ihn lieben wir von ganzem Herzen, weil er uns zuerst geliebt hat und uns herausgerissen hat aus der Finsternis in sein helles, wunderbares Licht und uns in sein Reich versetzt hat.

Gott und Christus haben uns zuerst geliebt

Gott liebt und segnet uns. In seiner Liebe vergibt er uns:
Und wenn ihr diese Rechte hört und sie haltet und danach tut, so wird der HERR, dein Gott, auch halten den Bund und die Barmherzigkeit, wie er deinen Vätern geschworen hat, und wird dich lieben und segnen und mehren. 5.Mose 7,12-13
Denn der HERR, dein Gott, ist bei dir, ein starker Heiland. Er wird sich über dich freuen und dir freundlich sein, er wird dir vergeben in seiner Liebe und wird über dich mit Jauchzen fröhlich sein. Zefanja 3,17

Nicht wir haben Gott geliebt, sondern er liebte uns zuerst. Als wir noch Sünder waren starb Christus für uns:
Lasst uns lieben, denn er hat uns zuerst geliebt.
1.Johannes 4,19
Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.
Römer 5,8

Gott hatte uns vor Grundlegung der Welt schon geliebt und uns vorherbestimmt seine Kinder zu sein durch Christus:
Denn in ihm hat er uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war, dass wir heilig und untadelig vor ihm sein sollten; in seiner Liebe hat er uns dazu vorherbestimmt, seine Kinder zu sein durch Christus nach dem Wohlgefallen seines Willens, zum Lob seiner herrlichen Gnade, mit der er uns begnadet hat in dem Geliebten. Epheser 1,4-6
Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen. ... Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder. 1.Johannes 3,1-2

Gott liebte uns so sehr, dass er Christus, seinen eingeborenen Sohn, zur Versöhnung unserer Sünden in die Welt gesandt hat:
Ihr Lieben, lasst uns einander lieb haben; denn die Liebe ist von Gott, und wer liebt, der ist von Gott geboren und kennt Gott. Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist die Liebe. Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen. Darin besteht die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden. Ihr Lieben, hat uns Gott so geliebt, so sollen wir uns auch untereinander lieben. Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen. Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist gegeben hat.
1.Johannes 4,7-13

Deshalb hat er in seiner alle menschliche Vorstellung übersteigenden Liebe seinen Sohn zur Errettung einer verlorenen Welt dahingegeben:
Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Johannes 3,16
Vor dem Passafest aber erkannte Jesus, dass seine Stunde gekommen war, dass er aus dieser Welt ginge zum Vater; und wie er die Seinen geliebt hatte, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. Johannes 13,1
Denn die Liebe Christi drängt uns, zumal wir überzeugt sind, dass, wenn einer für alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben. Und er ist darum für alle gestorben, damit, die da leben, hinfort nicht sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferstanden ist.
2.Korinther 5,14-15
... und lebt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat und hat sich selbst für uns gegeben als Gabe und Opfer, Gott zu einem lieblichen Geruch. Epheser 5,2

Das Gebot der Liebe ist das größte Gebot des Herrn:
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt« (5.Mose 6,5). Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3.Mose 19,18). In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten. Matthäus 22,37-40; Markus 12,29-31; Lukas 10,27

Die Liebe zum Herrn und die Liebe zu Seinem Wort ist eine untrennbare Einheit. Nur wer die Wahrheit Christi, SEIN WORT, im Herzen trägt wird sein Wort halten und dem Herrn sein ganzes Leben geben, IHM allein folgen und vertrauen:
Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen. Johannes 14,23
Wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrlich die Liebe Gottes vollkommen. Daran erkennen wir, daß wir in ihm sind. Wer sagt, daß er in ihm bleibt, der soll auch leben, wie er gelebt hat. 1.Johannes 2,5-6

Wie Christus uns liebt, so sollen auch wir uns untereinander lieben (siehe auch Gott und seinen Sohn von ganzem Herzen lieben und 10.4.2 Jeschua unser Vorbild in der Liebe und der Barmherzigkeit):
Das ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch liebe. Johannes 15,12

Als die Geliebten, Auserwählten und Heiligen Gottes sollen wir Barmherzigkeit und Liebe weitergeben und vergeben, sowie dankbar sein:
Und der Friede Christi, zu dem wir berufen sind, wird in unseren Herzen regieren: So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Christi, zu dem ihr auch berufen seid in einem Leibe, regiere in euren Herzen; und seid dankbar. Kolosser 3,12-15

Die Liebe ist der beste Weg zu einem erfüllten, segenreichen und siegreichen Glaubensleben. Die wunderbaren Eigenschaften der Liebe beschreibt Paulus in "Das Hohelied der Liebe" (siehe hierzu 10.4 Hätte ich die Liebe nicht, so wäre ich nichts):
... und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. ... und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen und hätte die Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze. Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. Die Liebe hört niemals auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird. ... Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. 1.Korinther 13,1-13

Jeschua, unser Bräutigam, liebt uns so sehr, dass er uns seine Braut nennt (Offenbarung 19,7-9). Wir sind für ihn unendlich kostbar und wichtig. Und wir sollten ihn deshalb als seine Braut auch so lieben wie er uns liebt, und uns nach unserem geliebten Bräutigam sehnen.

Der Heilige Geist, unser Tröster, Beistand und Helfer, wohnt in uns. Er hilft uns so zu lieben wie Jeschua uns liebt:
Hoffnung aber läßt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den heiligen Geist, der uns gegeben ist. Römer 5,5
Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater! So bist du nun nicht mehr Knecht, sondern Kind; wenn aber Kind, dann auch Erbe durch Gott. Galater 4,6-7
Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. 2.Timotheus 1,7
Regiert euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetz. ... Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit. Galater 5,18-23
So ermahne ich euch nun, ich, der Gefangene in dem Herrn, dass ihr der Berufung würdig lebt, mit der ihr berufen seid, in aller Demut und Sanftmut, in Geduld. Ertragt einer den andern in Liebe und seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens: ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung. Epheser 4,1-4

Wir sollen wachsam sein und alles in der Liebe und Geduld Christi tun, so wird der Herr uns bewahren vor dem Bösen und vor der Stunde der Versuchung und nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes:
Wachet, steht im Glauben, seid mutig und seid stark! Alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen! 1.Korinther 16,13-14
Aber der Herr ist treu; der wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen. Wir haben aber das Vertrauen zu euch in dem Herrn, daß ihr tut und tun werdet, was wir gebieten. Der Herr aber richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes und auf die Geduld Christi. 2.Thessalonicher 3,3-5
Weil du mein Wort von der Geduld bewahrt hast, will auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die kommen wird über den ganzen Weltkreis, zu versuchen, die auf Erden wohnen. Siehe, ich komme bald; halte, was du hast, daß niemand deine Krone nehme! Offenbarung 3,10-11
Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? Wie geschrieben steht (Psalm 44,23): »Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wir sind geachtet wie Schlachtschafe.« Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jeschua ist, unserm Herrn. Römer 8,35-39

Gott und Christus werden im himmlischen neuen Jerusalem bei uns wohnen. Als »sein Volk« werden wir eine wunderbare Gemeinschaft in Liebe, Vertrauen und Einigkeit mit Gott und seinem Sohn erleben. In der Gegenwart Gottes gibt es keinen Tod, kein Leid und Geschrei und keinen Schmerz. Wir werden von allem, was uns im jetzigen Leben bedrückt, befreit sein (siehe 13.6 Unsere Zukunft: Im neuen Himmel und auf einer neuer Erde).

Unser Herr ist gut, wir lieben ihn von ganzem Herzen, weil er uns zuerst geliebt hat und uns herausgerissen hat aus der Finsternis in sein helles, wunderbares Licht und uns in sein Reich versetzt hat. Deshalb wollen wir ihm danken mit Anbetung und Lobpreis für seine Liebe, Gnade, Güte und Barmherzigkeit.

Christus hat uns erwählt

Nicht wir haben Christus erwählt, sondern wir wurden von Christus erwählt, damit wir Frucht bringen:
Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete. Ich sage hinfort nicht, dass ihr Knechte seid; denn ein Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Euch aber habe ich gesagt, dass ihr Freunde seid; denn alles, was ich von meinem Vater gehört habe, habe ich euch kundgetan. Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit, wenn ihr den Vater bittet in meinem Namen, er's euch gebe. Das gebiete ich euch, dass ihr euch untereinander liebt. Johannes 15,14-17

Wir sind von Christus aus der Welt erwählt und sind deshalb nicht mehr von der Welt:
Wenn euch die Welt hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat. ... Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt. Johannes 15,18-19

In Christus hatte Gott uns vor Grundlegung der Welt schon erwählt:
Denn in ihm hat er uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war, dass wir heilig und untadelig vor ihm sein sollten; in seiner Liebe hat er uns dazu vorherbestimmt, seine Kinder zu sein durch Christus nach dem Wohlgefallen seines Willens, zum Lob seiner herrlichen Gnade, mit der er uns begnadet hat in dem Geliebten. Epheser 1,4-6

Wir sind von Gott auserwählt und ausersehen durch die Heiligung des Geistes zum Gehorsam:
Petrus, ein Apostel Jesu Christi, an die auserwählten Fremdlinge, die verstreut wohnen in Pontus, Galatien, Kappadozien, der Provinz Asien und Bithynien, die Gott, der Vater, ausersehen hat durch die Heiligung des Geistes zum Gehorsam und zur Besprengung mit dem Blut Jesu Christi: Gott gebe euch viel Gnade und Frieden! 1.Petrus 1,1-2

Wir wurden aus der Finsternis zu Gottes wunderbarem Licht auserwählt und berufen:
Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht; die ihr einst »nicht ein Volk« wart, nun aber »Gottes Volk« seid, und einst nicht in Gnaden wart, nun aber in Gnaden seid (Hosea 2,25). 1.Petrus 2,9

Als die Auserwählten und Heiligen Gottes sollen wir Barmherzigkeit und Liebe weitergeben und vergeben, sowie dankbar sein. Und der Friede Christi, zu dem wir berufen sind, wird in unseren Herzen regieren:
So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Christi, zu dem ihr auch berufen seid in einem Leibe, regiere in euren Herzen; und seid dankbar. Kolosser 3,12-15

Gott hat das Schwache erwählt

Wir sind oft verliebt in Dinge, die die Welt für weise und mächtig hält, aber Gott nicht. Die von Gott erwählten Menschen sind in der Regel nicht unsere Favoriten, denn Gott sieht das Herz der Menschen:
Als sie nun kamen, sah er den Eliab an und dachte: Fürwahr, da steht vor dem HERRN sein Gesalbter. Aber der HERR sprach zu Samuel: Sieh nicht an sein Aussehen und seinen hohen Wuchs; ich habe ihn verworfen. Denn nicht sieht der HERR auf das, worauf ein Mensch sieht. Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an. 1.Samuel 16,6-7

Gott hat Freude daran, diejenigen zu berufen und zu erwählen, die die Welt für unbedeutend und für wertlos hält und sogar verachtet, um das zunichtezumachen, was die Menschen für weise halten:
Seht doch, liebe Brüder, auf eure Berufung. Nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Angesehene sind berufen. Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist; und das Geringe vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, das, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist, damit sich kein Mensch vor Gott rühme. 1.Korinther 1,26-29
Hört zu, meine lieben Brüder! Hat nicht Gott erwählt die Armen in der Welt, die im Glauben reich sind und Erben des Reichs, das er verheißen hat denen, die ihn lieb haben? Jakobus 2,5
Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne. Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise einige rette. 1.Korinther 9,22
Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne. Darum bin ich guten Mutes in Schwachheit, in Misshandlungen, in Nöten, in Verfolgungen und Ängsten um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark
. 2.Korinther 12,9-10

Vielleicht denkst du, dass du schwach bist und nicht viel zu bieten hast. Wenn das der Fall ist, dann bist du genau richtig! Denn Gott wird jeden gebrauchen, der sich ihm völlig ausliefert. So kann Gott deine Stärke sein und durch dich große Dinge tun, so dass er die Ehre dafür bekommt. Die Menschen werden wissen, dass Gott es getan hat und nicht du! Gott sucht nachgiebige Gefäße, die er gebrauchen kann, dynamisch und auf eine Art und Weise, die die Gesellschaft verändert.
Sag doch heute: „Herr, hier bin ich, gebrauche mich!“ Und nachdem du dieses einfache Gebet gesprochen hast, mach dich bereit. Gott könnte dir erstaunliche Gelegenheiten geben, loszugehen und dich zu seiner Ehre einsetzen zu lassen.

Den Schwachen müssen wir tragen

Was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt. Deshalb sollen wir, die wir stark sind, den Schwachen tragen und annehmen:
Den Schwachen im Glauben nehmt an und streitet nicht über Meinungen. Römer 14,1
Wir aber, die wir stark sind, sollen das Unvermögen der Schwachen tragen und nicht Gefallen an uns selber haben. Römer 15,1
Wir ermahnen euch aber, liebe Brüder: Weist die Unordentlichen zurecht, tröstet die Kleinmütigen, tragt die Schwachen, seid geduldig gegen jedermann. 1.Thessalonicher 5,14
Wir müssen denen helfen, die im Glauben, die geistlich, moralisch oder körperlich schwach sind. Geistliche und moralische Unterstützung der »Schwachen« im Glauben ist wahrscheinlich der Hauptgedanke, doch wir sollten finanzielle Hilfe hier nicht ausnehmen:
Ich habe euch in allem gezeigt, dass man so arbeiten und sich der Schwachen annehmen muss im Gedenken an das Wort des Herrn Jesus, der selbst gesagt hat: Geben ist seliger als nehmen. Apostelgeschichte 20,35

Der geistlich Schwache hat auch oft Zweifel in seinem Glaubensleben. Für diese müssen wir Erbarmen haben und sie aus dem Feuer des Zweifelns herausreißen:
Und erbarmt euch derer, die zweifeln; andere reißt aus dem Feuer und rettet sie; anderer erbarmt euch in Furcht und hasst auch das Gewand, das befleckt ist vom Fleisch. Judas 22-23

Auch sollen wir nicht über Meinungen streiten, z.B. was wir essen dürfen, welcher Tag höher ist, denn das verwirrt das Gewissen der Schwachen:
Den Schwachen im Glauben nehmt an und streitet nicht über Meinungen. (Luther übersetzte: »und verwirrt die Gewissen nicht«). Der eine glaubt, er dürfe alles essen; wer aber schwach ist, der isst kein Fleisch. Wer isst, der verachte den nicht, der nicht isst; und wer nicht isst, der richte den nicht, der isst; denn Gott hat ihn angenommen. Wer bist du, dass du einen fremden Knecht richtest? Er steht oder fällt seinem Herrn. Er wird aber stehen bleiben; denn der Herr kann ihn aufrecht halten. Der eine hält einen Tag für höher als den andern; der andere aber hält alle Tage für gleich. Ein jeder sei in seiner Meinung gewiss. Wer auf den Tag achtet, der tut's im Blick auf den Herrn; wer isst, der isst im Blick auf den Herrn, denn er dankt Gott; und wer nicht isst, der isst im Blick auf den Herrn nicht und dankt Gott auch. Römer 14,1-6

Wir dürfen unseren Glaubens-Bruder oder Glaubens-Schwester nicht richten wenn sie etwas für rein oder unrein halten, denn nichts ist unrein an sich selbst; nur für den, der es für unrein hält:
Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden. ... So wird nun jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben. Darum lasst uns nicht mehr einer den andern richten; sondern richtet vielmehr darauf euren Sinn, dass niemand seinem Bruder einen Anstoß oder Ärgernis bereite. Ich weiß und bin gewiss in dem Herrn Jesus, dass nichts unrein ist an sich selbst; nur für den, der es für unrein hält, ist es unrein. Wenn aber dein Bruder wegen deiner Speise betrübt wird, so handelst du nicht mehr nach der Liebe. Bringe nicht durch deine Speise den ins Verderben, für den Christus gestorben ist. Römer 14,10-15

Nicht alles was erlaubt ist dient zum Guten oder zur Auferbauung:
Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf. Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient. ... Denn »die Erde ist des Herrn und was darinnen ist« Wenn euch einer von den Ungläubigen einlädt und ihr wollt hingehen, so esst alles, was euch vorgesetzt wird, und forscht nicht nach, damit ihr das Gewissen nicht beschwert. Wenn aber jemand zu euch sagen würde: Das ist Opferfleisch, so esst nicht davon, um dessentwillen, der es euch gesagt hat, und damit ihr das Gewissen nicht beschwert. Ich rede aber nicht von deinem eigenen Gewissen, sondern von dem des andern. Denn warum sollte ich das Gewissen eines andern über meine Freiheit urteilen lassen? Wenn ich's mit Danksagung genieße, was soll ich mich dann wegen etwas verlästern lassen, wofür ich danke? Ob ihr nun esst oder trinkt oder was ihr auch tut, das tut alles zu Gottes Ehre. 1.Korinther 10,23-31

Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird; denn es wird geheiligt durch das Wort Gottes und Gebet:
Sie gebieten, nicht zu heiraten und Speisen zu meiden, die Gott geschaffen hat, dass sie mit Danksagung empfangen werden von den Gläubigen und denen, die die Wahrheit erkennen. Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird; denn es wird geheiligt durch das Wort Gottes und Gebet. 1.Timotheus 4,3-5

Schon Christus lehrte, dass alles was zum Mund hineingeht, das macht den Menschen nicht unrein, sondern was aus dem Mund herauskommt, das kommt aus dem Herzen, und das macht den Menschen unrein:
Und er rief das Volk zu sich und sprach zu ihnen: Hört zu und begreift's: Was zum Mund hineingeht, das macht den Menschen nicht unrein; sondern was aus dem Mund herauskommt, das macht den Menschen unrein. ... Und Jesus sprach zu ihnen: Seid denn auch ihr noch immer unverständig? Merkt ihr nicht, dass alles, was zum Mund hineingeht, das geht in den Bauch und wird danach in die Grube ausgeleert? Was aber aus dem Mund herauskommt, das kommt aus dem Herzen, und das macht den Menschen unrein. Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsches Zeugnis, Lästerung. Das sind die Dinge, die den Menschen unrein machen. Aber mit ungewaschenen Händen essen macht den Menschen nicht unrein.
Matthäus 15,10-20

Wir sind "zur Freiheit berufen", jedoch dürfen wir durch unsere "Freiheit nicht dem Fleisch Raum geben":
Ihr aber, liebe Brüder, seid zur Freiheit berufen. Allein seht zu, dass ihr durch die Freiheit nicht dem Fleisch Raum gebt; sondern durch die Liebe diene einer dem andern. Galater 5,13
Wir sind nicht mehr "unter dem Gesetz", sondern leben im Geist, deshalb werden wir "die Begierden des Fleisches nicht vollbringen":
Ich sage aber: Lebt im Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch begehrt auf gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; die sind gegeneinander, so dass ihr nicht tut, was ihr wollt. Regiert euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetz. Galater 5,16-18
Seht aber zu, dass diese eure Freiheit für die Schwachen nicht zum Anstoß wird! 1.Korinther 8,9

Wir wurden vom Geist Gottes neugeboren (wiedergeboren)

Siehe auch die Artikel Leben im Geist durch Erneuerung bei unserer Wiedergeburt
Um ein „Leben im Geist durch Glauben“ führen zu können, musst du „von neuem geboren“ sein:
Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, daß ich dir gesagt habe: Ihr müßt von neuem geboren werden. Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist. Johannes 3,5-8
Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind. Johannes 1,12-13

Bei unserer Wiedergeburt wird unser Glaube, unser geistliches Herz und unser Geist von Gott neu geboren. Da alles, was von Gott geboren ist, die Welt überwindet, überwinden wir durch unseren Glauben, unser geistliches Herz und unseren Geist. Unser Geist, Christus und der Heilige Geist in unserem Herzen gibt uns die Erkenntnis und das Wissen was uns von Gott geschenkt und gegeben ist.
Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das aufbewahrt wird im Himmel für euch, die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahrt werdet zur Seligkeit, die bereit ist, dass sie offenbar werde zu der letzten Zeit. 1.Petrus 1,3-5

Durch das lebendige Wort Gottes, dass wir hörten, konnte der Heilige Geist unser Herz weit öffnen, uns Glauben und die Neugeburt schenken:
Denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, nämlich aus dem lebendigen Wort Gottes, das da bleibt. 1.Petrus 1,23
Er hat uns geboren nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, damit wir Erstlinge seiner Geschöpfe seien. Jakobus 1,18

Durch unsere Wiedergeburt sind wir in Christus eine neue Schöpfung:
Ist somit jemand in Christus, so ist er ein neues Geschöpf. Das Alte ist vergangen, siehe, es ist neu geworden. 2. Korinther 5,17

In uns wohnt Gottes Geist:
Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich, wenn denn Gottes Geist in euch wohnt. Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein. Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen. Wenn nun der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt. Römer 8,9-11

Christus lebt in uns und der Geist Gottes wohnt in uns

Siehe auch den Abschnitt 4.1 Durch den Glauben wohnt Christus in unseren Herzen

Christus lebt in uns und ist in uns, deshalb können wir einen lebendigen Glauben leben. Wir müssen jederzeit in ihm bleiben, damit wir viel Frucht bringen, denn ohne ihn können wir nichts vollbringen. Und wenn wir dann nach dem Willen Gottes um etwas bitten wird er es uns zuteil werden lassen:
Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben. Galater 2,20
... nun aber ist es offenbart seinen Heiligen, denen Gott kundtun wollte, was der herrliche Reichtum dieses Geheimnisses unter den Heiden ist, nämlich Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit. Kolosser 1,26-27
Erforscht euch selbst, ob ihr im Glauben steht; prüft euch selbst! Oder erkennt ihr euch selbst nicht, dass Jeschua Christus in euch ist? Wenn nicht, dann wärt ihr ja untüchtig. 2.Korinther 13,5
An jenem Tage werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. Johannes 14,20
Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. ... Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren. Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger. Johannes 15,5-8

Auch sollten wir jederzeit das Abendmahl feiern und zu uns nehmen, damit Christus in uns bleibt und wir in ihm bleiben:
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm. Johannes 6,56

Wir sind Gottes heiliger Tempel in dem der Heilige Geist wohnt:
Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben, denn der Tempel Gottes ist heilig; der seid ihr. 1.Korinther 3,16
Paulus erinnert uns, dass wir »Gottes Tempel (gr., das innere oder höchste Heiligtum)« sind »und der Geist Gottes in« uns »wohnt«. Der Geist Gottes wohnt in jedem einzelnen Gläubigen, doch daran denkt Paulus hier gar nicht. Er sieht die Angehörigen der Gemeinde als eine Gemeinschaft von vielen und wünscht, dass sie die heilige Würde einer solchen Berufung erkennen.
Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe. 1.Korinther 6,19-20
Und wieder erinnert Paulus die Korinther daran, dass sie eine heilige und ehrenvolle Berufung besitzen. Haben sie denn vergessen, dass ihr »Leib ein Tempel des Heiligen Geistes« ist? Eine ernst zu nehmende Wahrheit der Schrift besteht darin, dass in jedem Gläubigen der Geist Gottes wohnt. Wie können wir nur daran denken, den Leib, in dem der Heilige Geist wohnt, zu nehmen und in den Dienst des Bösen zu stellen? Es geht nicht nur darum, dass unser Leib der Tempel des Heiligen Geistes ist. Vielmehr gehören wir auch nicht uns »selbst«. Es steht uns nicht zu, unseren Leib zu nehmen und zu gebrauchen, wie wir es wollen. Unser Leib gehört unserem Herrn. Wir sollten mit unserem »Leib … Gott« preisen und verherrlichen, dem der Leib gehört.

Wir haben den Heiligen Geist, den Geist der Wahrheit, von Gott empfangen und wir sind von ihm neu geboren. Gottes Geist ist in uns und bleibt in uns und er lehrt uns alles. Durch ihn wohnt Gott und Christus in uns:
Und ich will den Vater bitten und er wird euch einen andern Tröster (Fürsprecher, Beistand) geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit: den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. Johannes 14,16-17
Und die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch, und ihr habt nicht nötig, dass euch jemand lehrt; sondern wie euch seine Salbung alles lehrt, so ist's wahr und ist keine Lüge, und wie sie euch gelehrt hat, so bleibt in ihm. Und nun, Kinder, bleibt in ihm, damit wir, wenn er offenbart wird, Zuversicht haben und nicht zuschanden werden vor ihm, wenn er kommt. Wenn ihr wisst, dass er gerecht ist, so erkennt ihr auch, dass, wer recht tut, der ist von ihm geboren. 1.Johannes 2,27-29

Der Geist macht lebendig und die Worte Gottes sind Geist und Leben:
Der Geist ist's, der lebendig macht; das Fleisch ist nichts nütze. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben. Johannes 6,63

Die Frucht des Geistes

Wenn Christus in uns ist und wir in ihm dann werden wir viel Frucht bringen:
Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. Johannes 15,5
Da Christus in uns lebt und der Geist Gottes in uns wohnt werden wir Früchte des Geistes bringen:
Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht. Die aber Christus Jeschua angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden. Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln. Galater 5,22-25

Gott und seinen Sohn von ganzem Herzen lieben
Siehe auch den Artikel Wer mich liebt, der wird mein Wort halten
Wenn wir Gott unseren Vater und Jeschua, unseren Heiland, von ganzem Herzen lieben und sie täglich mit unserer Liebeserklärung erfreuen, dann werden wir sie mehr und mehr kennen lernen, ihnen persönlich begegnen und innige Gemeinschaft mit ihnen haben, unabhängig unserer Lebensumstände und des Ortes, an dem wir uns befinden. Sie werden dann ganz in uns sein und in uns wohnen können und wir werden dann ganz in ihnen sein (Johannes 14,20-23) und 1.Johannes 2,5-6: Wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrlich die Liebe Gottes vollkommen. Daran erkennen wir, daß wir in ihm sind. Wer sagt, daß er in ihm bleibt, der soll auch leben, wie er gelebt hat.

Jeschua aber antwortete ihm: Das höchste Gebot ist das: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und von allen deinen Kräften« (5.Mose 6,4-5). Das andre ist dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3.Mose 19,18). Es ist kein anderes Gebot größer als diese. Markus 12,29-31
Wir können nur dann eine persönliche innige Gemeinschaft mit Gott unserem Vater und Jeschua, unserem Heiland, haben, wenn wir sie lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit allen unseren Kräften, und sie mehr lieben als uns selbst. Nur dann werden wir ein erfülltes, siegreiches Glaubensleben haben und bereit sein unser eigenes Leben für den Herrn hinzugeben.
Das andere Gebot der Liebe ist: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
Ein weiteres Gebot der Liebe nannte Jeschua in Johannes 15,12-13: Das ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch liebe. Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde, und in Johannes 13,34-35: Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. Siehe 10.4.2 Jeschua unser Vorbild in der Liebe und der Barmherzigkeit

Der Heilige Geist, unser Tröster, Beistand und Helfer, wohnt in uns. Er hilft uns so zu lieben wie Jeschua uns liebt:
Hoffnung aber läßt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den heiligen Geist, der uns gegeben ist. Römer 5,5

Die Liebe ist der beste Weg zu einem erfüllten, segenreichen und siegreichen Glaubensleben. Die wunderbaren Eigenschaften der Liebe beschreibt Paulus in "Das Hohelied der Liebe":
... und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. ... und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen und hätte die Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze. Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. Die Liebe hört niemals auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird. ... Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. 1.Korinther 13,1-13

Wenn wir unseren Blick mehr auf Jeschua richten, mehr Gemeinschaft im Gebet mit Ihm verbringen, Jeschua an die erste Stelle unseres Lebens setzen, Jeschua mit unserer ersten Liebe wieder lieben, nach Seinem Wort handeln und leben, auf unsere Worte achten, uns gegenseitig achten, lieben und eins in Jeschua sind, dann werden wir mehr und mehr in Seine Gegenwart kommen und überfließend von Seiner Fülle empfangen, und die Welt wird erkennen, daß Jeschua uns gesandt hat.

Christus ist der Anfänger und Vollender unseres Glaubens

Vom Anfang unseres Glaubens (Wiedergeburt) bis zur Vollendung unseres Glaubens, ist Christus der Anfänger und Vollender unseres Glaubens:

Lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jeschua, dem Anfänger und Vollender des Glaubens, der, obwohl er hätte Freude haben können, das Kreuz erduldete und die Schande gering achtete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes. Hebräer 12,1-2
Denn es ziemte sich für den, um dessentwillen alle Dinge sind und durch den alle Dinge sind, dass er den, der viele Söhne zur Herrlichkeit geführt hat, den Anfänger ihres Heils, durch Leiden vollendete. Hebräer 2,10

Wenn der Herr wiederkommt und uns zu sich in das himmlische neue Jerusalem holt werden wir zur Vollendung unseres Glaubens kommen:
... so ist auch Christus einmal geopfert worden, die Sünden vieler wegzunehmen; zum zweiten Mal wird er nicht der Sünde wegen erscheinen, sondern denen, die auf ihn warten, zum Heil. Hebräer 9,28

Christus ist unser Bräutigam und wir seine Braut

Bereits im Alten Testament wurde die Nähe Gottes zu seinem Volk im Bild von Bräutigam und Braut versinnbildlicht:
Und du wirst sein eine schöne Krone in der Hand des HERRN und ein königlicher Reif in der Hand deines Gottes. Man soll dich nicht mehr nennen »Verlassene« und dein Land nicht mehr »Einsame«, sondern du sollst heißen »Meine Lust« und dein Land »Liebe Frau«; denn der HERR hat Lust an dir, und dein Land hat einen lieben Mann. Denn wie ein junger Mann eine Jungfrau freit, so wird dich dein Erbauer freien, und wie sich ein Bräutigam freut über die Braut, so wird sich dein Gott über dich freuen. Jesaja 62,3-5

Hochzeitsgäste fasten nicht:
Und die Jünger des Johannes und die Pharisäer fasteten viel; und es kamen einige, die sprachen zu ihm: Warum fasten die Jünger des Johannes und die Jünger der Pharisäer, und deine Jünger fasten nicht? Und Jesus sprach zu ihnen: Wie können die Hochzeitsgäste fasten, während der Bräutigam bei ihnen ist? Solange der Bräutigam bei ihnen ist, können sie nicht fasten. Es wird aber die Zeit kommen, dass der Bräutigam von ihnen genommen wird; dann werden sie fasten, an jenem Tage. Markus 2, 18-20
Für die Ohren seiner Zuhörer damals ist es eine ziemliche Zumutung, was Jesus da sagt. Überträgt er nicht das alte Bild von Gott als dem Bräutigam und dem Volk Gottes als der Braut auf sich selbst und seine Jünger? Stellt er sich nicht sozusagen gleich mit Gott?

Die törichten und die klugen Jungfrauen:
Dann wird das Himmelreich gleichen zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen hinaus, dem Bräutigam entgegen. Aber fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit. Die klugen aber nahmen Öl mit in ihren Gefäßen, samt ihren Lampen. Als nun der Bräutigam lange ausblieb, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. Um Mitternacht aber erhob sich lautes Rufen: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht hinaus, ihm entgegen! Da standen diese Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen fertig. Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsre Lampen verlöschen. Da antworteten die klugen und sprachen: Nein, sonst würde es für uns und euch nicht genug sein; geht aber zum Kaufmann und kauft für euch selbst. Und als sie hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür wurde verschlossen. Später kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf! Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. Darum wachet! Denn ihr wisst weder Tag noch Stunde. Matthäus 25,1-13
Jeschua erzählte dieses Gleichnis den Jüngern, weil er sie zur Wachsamkeit ermahnen wollte. Da sie weder Tag noch Stunde wissen werden, wann der Bräutigam wiederkommen wird, sollten sie allezeit bereit sein. Mit anderen Worten: "Lebt so, wie wenn es euer letzter Tag wäre! Denkt und handelt so, wie wenn ihr Morgen dem Herrn der Herrlichkeit begegnen würdet!"
Wenn wir wachsam sind gehören wir zu den klugen Jungfrauen, die zwar vor Mitternacht auch einschlafen, aber dann genügend Öl haben, um bei der Hochzeit eingelassen zu werden.
Das Himmelreich ist ein Bild für den Plan und das Wirken Gottes mit den an den Christus Gläubigen. Die Jungfrauen stehen sinnbildlich für alle Gläubigen. Die Lampen sind ein Bild für den Glauben von Menschen an einen Weg der zu Gott führt. Das Lampenöl ist ein Bild vom Heiligen Geist.
Die törichten Jungfrauen sind Gläubige die nach ihrer Errettung ein religiöses christliches Leben führen und dadurch im Laufe der Zeit nicht mehr vom Heiligen Geist erfüllt waren. Sie werden dann zur Hochzeit des Bräutigams mit seiner Braut nicht eingelassen, da der Bräutigam diese nicht zu seiner Braut gehörig kennt.
Die klugen Jungfrauen hatten genug Öl damit Ihre Lampen hell leuchteten. Es sind die an Christus Gläubigen, die ihr Leben immer wieder neu mit dem Heiligen Geist erfüllen liesen. Sie
gehören zur Braut Christi und werden mit Ihrem Bräutigam die Hochzeit feiern.

Das Gleichnis von den Knechten, die auf ihren Herrn warten:
Lasst eure Lenden umgürtet sein und beure Lichter brennen und seid gleich den Menschen, die auf ihren Herrn warten, wann er aufbrechen wird von der Hochzeit, damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich auftun. Selig sind die Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend findet. Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich schürzen und wird sie zu Tisch bitten und kommen und ihnen dienen. Und wenn er kommt in der zweiten oder in der dritten Nachtwache und findet's so: selig sind sie. Das sollt ihr aber wissen: Wenn ein Hausherr wüsste, zu welcher Stunde der Dieb kommt, so ließe er nicht in sein Haus einbrechen. Seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr's nicht meint. Lukas 12,35-40

Vom Kommen des Menschensohns:
Denn wie es in den Tagen Noahs war, so wird auch sein das Kommen des Menschensohns. Denn wie sie waren in den Tagen vor der Sintflut – sie aßen, sie tranken, sie heirateten und ließen sich heiraten bis an den Tag, an dem Noah in die Arche hineinging; und sie beachteten es nicht, bis die Sintflut kam und raffte sie alle dahin, so wird es auch sein beim Kommen des Menschensohns. Dann werden zwei auf dem Felde sein; der eine wird angenommen, der andere wird preisgegeben. Zwei Frauen werden mahlen mit der Mühle; die eine wird angenommen, die andere wird preisgegeben. Darum wachet; denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt. Das sollt ihr aber wissen: Wenn ein Hausvater wüsste, zu welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, so würde er ja wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen. Darum seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr's nicht meint. Matthäus 24,37-44

Die jetzige Beziehung zwischen Christus und seiner Gemeinde ist mit dem Verhältnis eines Mannes zu seiner verlobten Frau zu vergleichen:
Denn ich eifere um euch mit göttlichem Eifer; denn ich habe euch verlobt mit einem einzigen Mann, damit ich Christus eine reine Jungfrau zuführte. 2.Korinther 11,2

Christus hat uns Seinen Siegelring, den Heiligen Geist, gegeben, und wir warten in Treue, Reinheit und Heiligkeit auf unseren Bräutigam, so dass wir eines Tages schauen können, was hier auf Erden kein Auge sehen, kein Ohr hören und kein Herz wahrnehmen kann. Wir werden überwältigt sein von der Herrlichkeit unseres Bräutigams, und die Gemeinde des Herrn die Braut des Christus wird:
Lasst uns freuen und fröhlich sein und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Braut hat sich bereitet. Und es wurde ihr gegeben, sich anzutun mit schönem reinem Leinen. Das Leinen aber ist die Gerechtigkeit der Heiligen. Und er sprach zu mir: Schreibe: Selig sind, die zum Hochzeitsmahl des Lammes berufen sind. Offenbarung 19,7-9

Jeschua, unser Bräutigam, liebt uns so sehr, dass er uns seine Braut nennt. Wir sind für ihn unendlich kostbar und wichtig. Und wir sollten ihn deshalb als seine Braut auch so lieben wie er uns liebt, und uns nach unserem geliebten Bräutigam sehnen.

Die Toten werden die Stimme Christi hören und die ihm glauben werden auferstehen zum ewigen Leben

Christus hat die Macht das Leben zu geben und die Vollmacht das Gericht zu halten. Das Wort Jesu zu hören, bedeutet nicht nur, hinzuhören, sondern dem zu glauben der ihn gesandt hat. Es geht darum, Gott zu glauben, das Wort anzunehmen und ihm zu gehorchen. Dann haben wir das ewige Leben und kommen nicht ins Gericht, weil Christus die Strafe für unsere Sünden am Kreuz von Golgatha erlitten hat. Gott straft nicht zweimal. Christus hat die Strafe als unser Stellvertreter auf sich genommen, und das reicht. Er hat das Werk vollendet, wobei man einem vollendeten Werk nichts hinzufügen kann. Der Christ wird nie für seine Sünden bestraft werden.
»Sondern er ist aus dem Tod zum Leben hindurchgedrungen«. Wer Jesus Christus vertraut, ist aus einem Zustand des geistlichen Todes in den Zustand des geistlichen Lebens übergangen. Vor der Bekehrung war er tot in Übertretungen und Sünden. Er war tot, soweit es die Liebe zu Gott oder Gemeinschaft mit dem Herrn betrifft. Als er an Jesus Christus glaubte, wurde ihm der Geist Gottes zugeeignet, der fortan in ihm wohnt. Nun besitzt er das Leben aus Gott.
Als der Herr sagte, »Es kommt die Stunde und ist schon jetzt«, drückte er damit aus, dass die Zeit kommen würde und schon da sei. Die Zeit, die er meinte, bezieht sich auf seine Ankunft zum Gericht.
»Denn wie der Vater das Leben hat in sich selber«, er ist der Ursprung und Geber des Lebens, »so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben zu haben in sich selber« und so kann er das wahre Leben an andere weitergeben. Hier haben wir wieder eine eindeutige Aussage über die Göttlichkeit Christi. Er ist der Sohn Gottes aber auch »der Menschensohn«. Er kam als Mensch in diese Welt, lebte hier unter Menschen und starb am Kreuz stellvertretend für die Menschen.
Alle Toten werden eines Tages auferweckt werden. Einige werden zum ewigen Leben, die anderen zum Gericht auferweckt. Welch eine schwerwiegende Wahrheit ist es, dass jeder, der auf dieser Erde lebte, lebt oder leben wird, zu einer dieser beiden Gruppen gehören wird!
Im Charakter des Herrn Jesus fand sich nicht die geringste Spur von Eigenwillen. Er handelte im vollkommenen Gehorsam gegenüber seinem Vater und immer in der umfassendsten Gemeinschaft und Übereinstimmung mit ihm. Er richtet wie er vom Vater hört und tut dessen Willen, deshalb ist sein Gericht gerecht:

Denn wie der Vater die Toten auferweckt und macht sie lebendig, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will. Denn der Vater richtet niemand, sondern hat alles Gericht dem Sohn übergeben, damit sie alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass die Toten hören werden die Stimme des Sohnes Gottes, und die sie hören werden, die werden leben. Denn wie der Vater das Leben hat in sich selber, so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben zu haben in sich selber; und er hat ihm Vollmacht gegeben, das Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist. Wundert euch darüber nicht. Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden und werden hervorgehen, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichts. Ich kann nichts von mir aus tun. Wie ich höre, so richte ich und mein Gericht ist gerecht; denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. Johannes 5,21-30

Und er hat uns geboten, dem Volk zu predigen und zu bezeugen, dass er von Gott bestimmt ist zum Richter der Lebenden und der Toten. Von diesem bezeugen alle Propheten, dass durch seinen Namen alle, die an ihn glauben, Vergebung der Sünden empfangen sollen. Apostelgeschichte 10,42-43

Schon ca. 540 vor Christus wurde Daniel eine Offenbarung Gottes über die letzte Zeit, wahrscheinlich vom Engelfürsten Gabriel, gegeben, dass alle, die im Buch (wohl das Buch des Lebens nach Offb. 20,12) geschrieben stehen errettet werden. Die Toten werden aufwachen, die einen zum ewigen Leben, die andern zum Gericht und zu ewiger Schmach und Schande.:
Ich sah, wie Throne aufgestellt wurden, und einer, der uralt war (siehe Hes 1,26; Offb 4,2), setzte sich. Sein Kleid war weiß wie Schnee und das Haar auf seinem Haupt rein wie Wolle; Feuerflammen waren sein Thron und dessen Räder loderndes Feuer. Und von ihm ging aus ein langer feuriger Strahl. Tausendmal Tausende dienten ihm, und zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht wurde gehalten und die Bücher wurden aufgetan. Daniel 7,9-10
Zu jener Zeit wird Michael, der große Engelfürst, der für dein Volk eintritt, sich aufmachen. Denn es wird eine Zeit so großer Trübsal sein, wie sie nie gewesen ist, seitdem es Menschen gibt, bis zu jener Zeit. Aber zu jener Zeit wird dein Volk errettet werden, alle, die im Buch geschrieben stehen. Und viele, die unter der Erde schlafen liegen, werden aufwachen, die einen zum ewigen Leben, die andern zu ewiger Schmach und Schande. Und die da lehren, werden leuchten wie des Himmels Glanz, und die viele zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich.
Daniel 12,1-3

Jeder Mensch, der Christus nicht als Erretter und Herrn angenommen hat, wird vor dem Gericht Gottes stehe. Sein Tun wird dann offenbar werden und er wird danach gerecht gerichtet werden:
Nimm Gott ernst und befolge seine Gebote! Das ist alles, worauf es für den Menschen ankommt. Über alles, was wir tun, wird Gott Gericht halten, über die guten und die schlechten Taten, auch wenn sie jetzt noch verborgen sind. Prediger 12,13-14

Wir an Christus Gläubigen werden nicht gerichtet werden, sondern wir werden vor dem Richterstuhl Christi stehen und unser Herr wird von uns Rechenschaft über unser Glaubensleben fordern:
Darum setzen wir auch unsre Ehre darein, ob wir daheim sind oder in der Fremde, dass wir ihm wohlgefallen. Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, damit jeder seinen Lohn empfange für das, was er getan hat bei Lebzeiten, es sei gut oder böse. 2.Korinther 5,1-10

Christus hat wunderbare, vollmächtige, erhabene und göttliche Namen

Christus der Anfänger und Vollender unseres Glaubens hat wunderbare, vollmächtige, erhabene und göttliche Namen von Gott, dem Vater, erhalten. Jeder dieser Namen zeigt uns die Herrlichkeit unseres Herrn und Erlösers und die unermessliche Vielfalt seines Wirkens (siehe auch Die Namen Jesu):
Immanuel, Wunderbarer, Berater, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens, Sohn des Menschen, Christus, Bräutigam, Lamm Gottes, Messias, Sohn Gottes, König Israels, Brot des Lebens, lebendige Brot, Licht des Lebens, Licht des Welt, die Tür, der gute Hirte, die Auferstehung und das Leben, Lehrer und Herr, der Weg, die Wahrheit, das Leben, der wahre Weinstock, Herr der Herrlichkeit, Fels, Haupt, Machthaber, König der Könige, Herr der Herren, Urheber der Rettung, Hoherpriester, Anfänger und Vollender des Glaubens, der große Hirte, der lebendige Stein, Eckstein, Hirte und Aufseher unserer Seelen, Oberhirte, der treue Zeuge, Erstgeborene der Toten, Fürst der Könige der Erde, Alpha und Omega, der Allmächtige, Löwe, Wurzel Davids, Treu und Wahrhaftig, Das Wort Gottes, König der Könige, Herr der Herren, Wurzel und Geschlecht Davids, Morgenstern.

Durch Gott, Christus und ihr Wort werden wir erbaut

Gott und Christus sind mächtig uns zu einer Wohnung Gottes zu erbauen:
Und nun befehle ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade, der da mächtig ist, euch zu erbauen und euch das Erbe zu geben mit allen, die geheiligt sind. Apostelgeschichte 20,32
Durch ihn werdet auch ihr mit erbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist. Epheser 2,22

Wir müssen erbaut werden damit wir in unserem Glaubensleben geistlich wachsen können, und wir das Ziel unseres Glaubens erlangen, nämlich unserer Seele Seligkeit. 1.Petrus 1,9

Als lebendige Steine sollen wir uns zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft erbauen:
Zu ihm kommt als zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen verworfen ist, aber bei Gott auserwählt und kostbar. Und auch ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jeschua Christus. 1.Petrus 2,4-5

Gott hat unter anderen die Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer eingesetzt, die uns zum Werk des Dienstes zurüsten und uns auferbauen, damit wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, damit wir zur die Fülle Christi gelangen:
Und er hat einige als Apostel eingesetzt, einige als Propheten, einige als Evangelisten, einige als Hirten und Lehrer, damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes.
Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden, bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi, damit wir nicht mehr unmündig seien und uns von jedem Wind einer Lehre bewegen und umhertreiben lassen durch trügerisches Spiel der Menschen, mit dem sie uns arglistig verführen.
Epheser 4,11-14

Wer prophetisch redet, der erbaut die Gemeinde:
Wer aber prophetisch redet, der redet den Menschen zur Erbauung und zur Ermahnung und zur Tröstung. Wer in Zungen redet, der erbaut sich selbst; wer aber prophetisch redet, der erbaut die Gemeinde. Ich wollte, dass ihr alle in Zungen reden könntet; aber noch viel mehr, dass ihr prophetisch reden könntet. Denn wer prophetisch redet, ist größer als der, der in Zungen redet; es sei denn, er legt es auch aus, damit die Gemeinde dadurch erbaut werde. 1.Korinther 14,3-5

Gutes freundliches Reden und Ermahnung erbaut und bringt Segen:
Lasst kein faules Geschwätz aus eurem Mund gehen, sondern redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Segen bringe denen, die es hören. Epheser 4,28
Darum ermahnt euch untereinander und einer erbaue den andern, wie ihr auch tut. 1.Thessalonicher 5,11

Im Heiligen Geist beten erbaut uns auf:
Ihr aber, meine Lieben, erbaut euch auf euren allerheiligsten Glauben und betet im Heiligen Geist, und erhaltet euch in der Liebe Gottes und wartet auf die Barmherzigkeit unseres Herrn Jeschua Christus zum ewigen Leben. Judas 20-21

Einmütig Gemeinschaft miteinander haben

Wichtig ist auch das die Gemeinde die Einmütigkeit der Gläubigen fördert und Beziehungen untereinander baut, so dass die Gemeinde Menschen für Christus gewinnen kann und Liebe und Barmherzigkeit für die neuen Gläubigen haben kann. Lese hierzu auch die Artikel Einheit der Gläubigen, Die lebendige Gemeinde Christi und 7 Aufgaben der Gemeinde

Siehe, wie fein und lieblich ist's, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen! Es ist ... wie der Tau, der vom Hermon herabfällt auf die Berge Zions! Denn dort verheißt der HERR den Segen und Leben bis in Ewigkeit. Psalm 133,1-3

Wenn wir eins mit unseren Glaubensgeschwistern sind, so wie der Herr eins mit Gott seinem Vater ist, einmütig Gemeinschaft miteinander haben, uns gegenseitig achten und lieben und in Jeschua sind, dann wird durch uns die Herrlichkeit Christi sichtbar werden. So wird die Welt erkennen, dass Jeschua uns gesandt hat:
Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst. Johannes 17,20-23
Da sprach Jeschua abermals zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Johannes 20,21

Diese alle waren stets beieinander einmütig im Gebet samt den Frauen und Maria, der Mutter Jeschua, und seinen Brüdern. Apostelgeschichte 1,14
Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.
Apostelgeschichte 2,42
Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen und lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk. Der Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.
Apostelgeschichte 2,46-47
Als sie das hörten, erhoben sie ihre Stimme einmütig zu Gott. Apostelgeschichte 4,24
Die Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele; auch nicht einer sagte von seinen Gütern, dass sie sein wären, sondern es war ihnen alles gemeinsam. Apostelgeschichte 4,32
Ist nun bei euch Ermahnung in Christus, ist Trost der Liebe, ist Gemeinschaft des Geistes, ist herzliche Liebe und Barmherzigkeit, so macht meine Freude dadurch vollkommen, dass ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmütig und einträchtig seid. Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient. Seid so unter euch gesinnt, wie es auch der Gemeinschaft in Christus Jeschua entspricht. Philipper 2,1-5

Wir sollen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis Christi kommen damit wir zur die Fülle Christi gelangen:
... Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden, bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi, damit wir nicht mehr unmündig seien und uns von jedem Wind einer Lehre bewegen und umhertreiben lassen durch trügerisches Spiel der Menschen, mit dem sie uns arglistig verführen. Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus, von dem aus der ganze Leib zusammengefügt ist und ein Glied am andern hängt durch alle Gelenke, wodurch jedes Glied das andere unterstützt nach dem Maß seiner Kraft und macht, dass der Leib wächst und sich selbst aufbaut in der Liebe. Epheser 4,12-16

Wir sind ermahnt in Einigkeit des Geistes Gemeinschaft mit unseren Glaubensgeschwister zu haben, denn wir sind alle durch Christus geschaffen. Besonders wichtig ist, ein gleiches Glaubensbekenntnis, wie es der Bibelaussage entspricht, zu haben. Zum Glaubensbekenntnis gehört auch Einigkeit darin zu haben, dass es nur einen Herrn, eine Taufe, einen Gott und Vater aller derer die an Christus glauben, gibt:
So ermahne ich euch nun, ich, der Gefangene in dem Herrn, dass ihr der Berufung würdig lebt, mit der ihr berufen seid, in aller Demut und Sanftmut, in Geduld. Ertragt einer den andern in Liebe und seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens: ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; ein Gott und Vater aller, der da ist über allen und durch alle und in allen. Epheser 4,1-5
... so haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir zu ihm; und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn. 1.Korinther 8,6

Wir sollten nicht um Worte und Fragen des Glaubens streiten, denn dies zerstört die Gemeinschaft der Gläubigen. Jedoch dürfen wir nicht mit dem Worte Gottes unvereinbare Glaubensaussagen stehen lassen, sondern die biblische Wahrheit dagegen stellen, und wenn derjenige der falschen Glaubensaussage diese weiterhin vertritt, diesen ermahnen und zurechtweisen:
Daran erinnere sie und ermahne sie inständig vor Gott, dass sie nicht um Worte streiten, was zu nichts nütze ist, als die zu verwirren, die zuhören. 2.Timotheus 2,14
Von törichten Fragen aber, von Geschlechtsregistern, von Zank und Streit über das Gesetz halte dich fern; denn sie sind unnütz und nichtig. Einen ketzerischen Menschen meide, wenn er einmal und noch einmal ermahnt ist, und wisse, dass ein solcher ganz verkehrt ist und sündigt und sich selbst damit das Urteil spricht. Titus 3,9-11
Haltet Frieden untereinander. Wir ermahnen euch aber, liebe Brüder: Weist die Unordentlichen zurecht, tröstet die Kleinmütigen, tragt die Schwachen, seid geduldig gegen jedermann. 1.Thessalonicher 5,14
Denn ein Bischof* soll untadelig sein als ein Haushalter Gottes, nicht eigensinnig, nicht jähzornig, kein Säufer, nicht streitsüchtig, nicht schändlichen Gewinn suchen; sondern gastfrei, gütig, besonnen, gerecht, fromm, enthaltsam; er halte sich an das Wort der Lehre, das gewiss ist, damit er die Kraft habe, zu ermahnen mit der heilsamen Lehre und zurechtzuweisen, die widersprechen. Titus 1,7-9
* Bischof: (von altgriechisch ἐπίσκοπος epískopos ‚Aufseher', ‚Hüter', ‚Schützer')
Wer darüber hinausgeht und bleibt nicht in der Lehre Christi, der hat Gott nicht; wer in dieser Lehre bleibt, der hat den Vater und den Sohn. Wenn jemand zu euch kommt und bringt diese Lehre nicht, so nehmt ihn nicht ins Haus. 2.Johannes 9-10
Auch aus eurer Mitte werden Männer aufstehen, die Verkehrtes lehren, um die Jünger an sich zu ziehen. Darum seid wachsam und denkt daran, dass ich drei Jahre lang Tag und Nacht nicht abgelassen habe, einen jeden unter Tränen zu ermahnen. Apostelgeschichte 20,30-31

Wir sollen uns untereinander ermahnen damit nicht Glaubensgeschwister verstockt (uneinsichtig, unverständig, unbedarft, standhaft, trotzig und eigensinnig) werden damit die Gemeinschaft nicht darunter leidet. Die Ermahnung sollte in Liebe und Güte geschehen, so dass der Ermahnte im Glauben erbaut und gestärkt wird, denn sonst könnte dieser noch verstockter werden. Nur durch gegenseitige Liebe kann jeder das Heil erlangen:
Ich weiß aber selbst sehr wohl von euch, liebe Brüder, dass auch ihr selber voll Güte seid, erfüllt mit aller Erkenntnis, sodass ihr euch untereinander ermahnen könnt. Römer 15,14
Denn Gott hat uns nicht bestimmt zum Zorn, sondern dazu, das Heil zu erlangen durch unsern Herrn Jesus Christus, der für uns gestorben ist, damit, ob wir wachen oder schlafen, wir zugleich mit ihm leben. Darum ermahnt euch untereinander und einer erbaue den andern, wie ihr auch tut. Wir bitten euch aber, liebe Brüder, erkennt an, die an euch arbeiten und euch vorstehen in dem Herrn und euch ermahnen; habt sie umso lieber um ihres Werkes willen. Haltet Frieden untereinander. Wir ermahnen euch aber, liebe Brüder: Weist die Unordentlichen zurecht, tröstet die Kleinmütigen, tragt die Schwachen, seid geduldig gegen jedermann. Seht zu, dass keiner dem andern Böses mit Bösem vergelte, sondern jagt allezeit dem Guten nach untereinander und gegen jedermann.
1.Thessalonicher 5,9-15
... sondern ermahnt euch selbst alle Tage, solange es »heute« heißt, dass nicht jemand unter euch verstockt werde durch den Betrug der Sünde. Denn wir haben an Christus Anteil bekommen, wenn wir die Zuversicht vom Anfang bis zum Ende festhalten. Hebräer 3,13-14
... und sandten Timotheus, unsern Bruder und Gottes Mitarbeiter am Evangelium Christi, euch zu stärken und zu ermahnen in eurem Glauben, damit nicht jemand wankend würde in diesen Bedrängnissen. Denn ihr wisst selbst, dass uns das bestimmt ist. 1.Thessalonicher 3,2-3
Weiter, liebe Brüder, bitten und ermahnen wir euch in dem Herrn Jeschua – da ihr von uns empfangen habt, wie ihr leben sollt, um Gott zu gefallen, was ihr ja auch tut –, dass ihr darin immer vollkommener werdet. Denn ihr wisst, welche Gebote wir euch gegeben haben durch den Herrn Jeschua. Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung. 1.Thessalonicher 4,1-3

Nicht nur mit dem Worte Gottes unvereinbare Glaubensaussagen können die Gemeinschaft zerstören, sondern auch Sünde:
Wenn dein Bruder sündigt, so weise ihn zurecht; und wenn er es bereut, vergib ihm. Lukas 17,3
Die da sündigen, die weise zurecht vor allen, damit sich auch die andern fürchten. Ich ermahne dich inständig vor Gott und Christus Jeschua und den auserwählten Engeln, dass du dich daran hältst ohne Vorurteil und niemanden begünstigst.
1.Timotheus 5,20-22
Sündigt aber dein Bruder an dir, so geh hin und weise ihn zurecht zwischen dir und ihm allein. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. Hört er nicht auf dich, so nimm noch einen oder zwei zu dir, damit jede Sache durch den Mund von zwei oder drei Zeugen bestätigt werde. Hört er auf die nicht, so sage es der Gemeinde. Hört er auch auf die Gemeinde nicht, so sei er für dich wie ein Heide und Zöllner. Matthäus 18,15-17
Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird, und seht darauf, dass nicht jemand Gottes Gnade versäume; dass nicht etwa eine bittere Wurzel aufwachse und Unfrieden anrichte und viele durch sie unrein werden. Hebräer 12,14-15

Auch eine Gemeinschaft in der Ehe ist wichtig für ein gutes Verhältnis mit dem Ehepartner und mit den Kindern. Siehe hierzu die Artikel Tägliche Andachten zur Ehe von Bayless Conley, Wie Gott sich um deine Familie kümmert, Predigt zum Thema "Unsere Kinder Segnen": Segen und Fluch / Teil 2

Wir sollen nicht richten und verurteilen aber wir dürfen beurteilen

Wir sollen nicht richten und verurteilen aber wir dürfen und sollen etwas oder jemanden beurteilen.
Denn Beurteilung ist eine Stellungnahme im Sinne von gut und böse, richtig und falsch, dies ist die praktische Anwendung der durch Gott in der Bibel offenbarten Grundsätze. Dass man zwischen Gutem und Bösem unterscheidet, ist sowohl in Fragen, die unsere Beziehung zu Gott betreffen, als auch in Alltagsangelegenheiten wichtig, und für den einzelnen Christen als auch im Gemeindeleben unerlässlich.

Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. Denn nach welchem Recht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden. Was siehst du aber den Splitter  und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge? Oder wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen?, und siehe, ein Balken ist in deinem Auge. Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; danach sieh zu, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst. Matthäus 7,1-5
Aus dem Zusammenhang wird klar, dass der Angesprochene ein hochmütiger, selbstgerechter Heuchler ist, der die Sünden Anderer betont, ohne seine eigenen sehen zu wollen. Es geht also nicht darum, dass man den Splitter nicht entfernen darf. Jesus kritisierte die verurteilende Gesinnung, die er mit diesem Bild beschrieben hat.
Wir müssen "zuerst den Balken aus unserem Auge"
ziehen, dass heisst wir müssen zu einer ehrlichen, demütigenden Selbstkritik komen und unsere eigenen Sünden zuerst erkennen und bereuen, sowie durch Buße unserem Herrn bekennen, so dass wir bereit und fähig sind uns von diesen Sünden zu trennen und sie nicht mehr zu begehen. Dann werden wir fähig sein, in der Liebe Christi "den Splitter in unseres Bruders Auge" oder den Splitter im Auge des Anderen zu ziehen.
Es wäre lieblos, dem anderen nicht zu helfen.

Und richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebt, so wird euch vergeben. Lukas 6,37
Und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! Kolosser 3,13

In den obigen Kommentaren zu "etwas beurteilen" können wir erkennen, dass es lebensnotwendig ist alles zu prüfen um die Wahrheit zu finden und danach zu handeln, was gleichzeitig heißt, das Böse aufzudecken, sich vom Bösen zu distanzieren und sich davon fern halten, sonst werden wir möglicherweise von dem Bösen eingenommen und so der verdorbenen und verkehrten Welt teilhaftig:
Brüder und Schwestern, weil Gott so viel Erbarmen mit euch gehabt hat, bitte und ermahne ich euch: Stellt euer ganzes Leben Gott zur Verfügung! Bringt euch Gott als lebendiges Opfer dar, ein Opfer völliger Hingabe, an dem er Freude hat. Das ist für euch der »vernunftgemäße« Gottesdienst. Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an. Lasst euch vielmehr von Gott umwandeln, damit euer ganzes Denken erneuert wird. Dann könnt ihr euch ein sicheres Urteil bilden, welches Verhalten dem Willen Gottes entspricht, und wisst in jedem einzelnen Fall, was gut und gottgefällig und vollkommen ist. Römer 12,1-2 Gute Nachricht Bibel
Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. Römer 12,1-2 Luther Bibel
Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen und sich selbst von der Welt unbefleckt halten. Jakobus 1,27
Wisst ihr nicht, dass Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit Gott ist? Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein.
Jakobus 4,4
Seht zu, dass euch niemand einfange durch Philosophie und leeren Trug, gegründet auf die Lehre von Menschen und auf die Mächte der Welt und nicht auf Christus.
Kolosser 2,8
Den Geist löscht nicht aus! Weissagungen verachtet nicht, prüft aber alles, das Gute haltet fest! Von aller Art des Bösen haltet euch fern!
1.Thessalonicher 5,19-22

Hinter dem Beurteilen steht der Wunsch, die Wahrheit über eine Sache zu sehen, anzunehmen und auch anderen darin helfen. Ohne diese Motivation wird eine vollkommen gerechtfertigte und angebrachte Ermahnung ein liebloses und erbarmungsloses Verurteilen sein:
Ist nun bei euch Ermahnung in Christus, ist Trost der Liebe, ist Gemeinschaft des Geistes, ist herzliche Liebe und Barmherzigkeit, so macht meine Freude dadurch vollkommen, dass ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmütig und einträchtig seid. Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient. Seid so unter euch gesinnt, wie es auch der Gemeinschaft in Christus Jeschua entspricht. Philipper 2,1-5

Wir dürfen und sollen uns gegenseitig ermahnen und zurechtweisen

Das vorherige Kapitel Wir sollen nicht richten und verurteilen aber wir dürfen beurteilen zeigte uns, dass wir nicht richten und verurteilen sollen. Wir dürfen und sollen jedoch etwas oder jemanden beurteilen, denn Beurteilung ist eine Stellungnahme im Sinne von gut und böse, richtig und falsch, dies ist die praktische Anwendung der durch Gott in der Bibel offenbarten Grundsätze.
Haben wir durch Beurteilung einer Sache erkannt, dass die durch Gott in der Bibel offenbarten Grundsätze missachtet und nicht befolgt werden, so ist eine Ermahnung und Zurechtweisung notwendig:
Weiter, liebe Brüder, bitten und ermahnen wir euch in dem Herrn Jeschua – da ihr von uns empfangen habt, wie ihr leben sollt, um Gott zu gefallen, was ihr ja auch tut –, dass ihr darin immer vollkommener werdet. Denn ihr wisst, welche Gebote wir euch gegeben haben durch den Herrn Jeschua. Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung. 1.Thessalonicher 4,1-3

Ermahnung und Zurechtweisung ist für eine konkrete Situation in der Gemeinde oder für bestimmte Gemeindeglieder erforderlich, damit keine Konflikte, Verirrungen und Verwirrungen in der Gemeinde entstehen und Sünder mit ihrer Schuld vor Gott nicht die ganze Gemeinde mit ihren Sünden beflecken, damit die Reinheit der Gemeinde erhalten bleibt.
Auch sollen Gemeindemitglieder durch Ermahnung und Zurechtweisung zur Umkehr überführt und bewegt werden:

Wenn dein Bruder sündigt, so weise ihn zurecht; und wenn er es bereut, vergib ihm. Lukas 17,3
Wir ermahnen euch aber, liebe Brüder: Weist die Unordentlichen zurecht, tröstet die Kleinmütigen, tragt die Schwachen, seid geduldig gegen jedermann.
1.Thessalonicher 5,14
Einen Älteren fahre nicht an, sondern ermahne ihn wie einen Vater, die jüngeren Männer wie Brüder, die älteren Frauen wie Mütter, die jüngeren wie Schwestern, mit allem Anstand. Ehre die Witwen, die rechte Witwen sind. Wenn aber eine Witwe Kinder oder Enkel hat, so sollen diese lernen, zuerst im eigenen Hause fromm zu leben und sich den Eltern dankbar zu erweisen; denn das ist wohlgefällig vor Gott.
1.Timotheus 5,1-4

Wir sollten nicht um Worte und Fragen des Glaubens streiten, denn dies zerstört die Gemeinschaft der Gläubigen. Jedoch dürfen wir nicht mit dem Worte Gottes unvereinbare Glaubensaussagen stehen lassen, sondern die biblische Wahrheit dagegen stellen, und wenn derjenige der falschen Glaubensaussage diese weiterhin vertritt, diesen ermahnen und zurechtweisen:
Daran erinnere sie und ermahne sie inständig vor Gott, dass sie nicht um Worte streiten, was zu nichts nütze ist, als die zu verwirren, die zuhören. 2.Timotheus 2,14
Denn ein Bischof* soll untadelig sein als ein Haushalter Gottes, nicht eigensinnig, nicht jähzornig, kein Säufer, nicht streitsüchtig, nicht schändlichen Gewinn suchen; sondern gastfrei, gütig, besonnen, gerecht, fromm, enthaltsam; er halte sich an das Wort der Lehre, das gewiss ist, damit er die Kraft habe, zu ermahnen mit der heilsamen Lehre und zurechtzuweisen, die widersprechen. Titus 1,7-9
* Bischof: (von altgriechisch ἐπίσκοπος epískopos ‚Aufseher', ‚Hüter', ‚Schützer')

Von törichten Fragen aber, von Geschlechtsregistern, von Zank und Streit über das Gesetz halte dich fern; denn sie sind unnütz und nichtig. Einen ketzerischen Menschen meide, wenn er einmal und noch einmal ermahnt ist, und wisse, dass ein solcher ganz verkehrt ist und sündigt und sich selbst damit das Urteil spricht. Titus 3,9-11
Wir ermahnen euch aber, liebe Brüder: Weist die Unordentlichen zurecht, tröstet die Kleinmütigen, tragt die Schwachen, seid geduldig gegen jedermann. 1.Thessalonicher 5,14
Ich weiß aber selbst sehr wohl von euch, liebe Brüder, dass auch ihr selber voll Güte seid, erfüllt mit aller Erkenntnis, sodass ihr euch untereinander ermahnen könnt. Römer 15,14
Denn Gott hat uns nicht bestimmt zum Zorn, sondern dazu, das Heil zu erlangen durch unsern Herrn Jesus Christus, der für uns gestorben ist, damit, ob wir wachen oder schlafen, wir zugleich mit ihm leben. Darum ermahnt euch untereinander und einer erbaue den andern, wie ihr auch tut. Wir bitten euch aber, liebe Brüder, erkennt an, die an euch arbeiten und euch vorstehen in dem Herrn und euch ermahnen; habt sie umso lieber um ihres Werkes willen. Haltet Frieden untereinander. Wir ermahnen euch aber, liebe Brüder: Weist die Unordentlichen zurecht, tröstet die Kleinmütigen, tragt die Schwachen, seid geduldig gegen jedermann. Seht zu, dass keiner dem andern Böses mit Bösem vergelte, sondern jagt allezeit dem Guten nach untereinander und gegen jedermann.
1.Thessalonicher 5,9-15

Wir sollen böse, gewissenlose Geschwister ermahnen und wenn nötig mit ihnen keinen Umgang haben und vielleicht müssen wir sie sogar von der Gemeindeschaft ausschließen, damit wir und unsere Glaubensgeschwister nicht darunter leiden, wenn diese ketzerischen Menschen und Unordentlichen Zank und Streit stiften, die Übertreter und die Irrlehrer Konflikte, Verirrungen und Verwirrungen stiften und die Sünder mit ihrer Schuld vor Gott die ganze Gemeinde mit ihren Sünden beflecken:
Denn es haben sich einige Menschen eingeschlichen, über die schon längst das Urteil geschrieben ist; Gottlose sind sie, missbrauchen die Gnade unseres Gottes für ihre Ausschweifung und verleugnen unsern alleinigen Herrscher und Herrn Jesus Christus. ... Ebenso sind auch diese Träumer, die ihr Fleisch beflecken, jede Herrschaft verachten und die himmlischen Mächte lästern. ... Diese aber lästern alles, wovon sie nichts verstehen; was sie aber von Natur aus kennen wie die unvernünftigen Tiere, daran verderben sie. Weh ihnen! Denn sie gehen den Weg Kains und fallen in den Irrtum des Bileam um Gewinnes willen und kommen um in dem Aufruhr Korachs. Sie sind Schandflecken bei euren Liebesmahlen, prassen ohne Scheu, weiden sich selbst; sie sind Wolken ohne Wasser, vom Wind umhergetrieben, kahle, unfruchtbare Bäume, zweimal abgestorben und entwurzelt, wilde Wellen des Meeres, die ihre eigene Schande ausschäumen, umherirrende Sterne; deren Los ist die dunkelste Finsternis in Ewigkeit. Judas 9,4-13
Der Geist aber sagt deutlich, dass in den letzten Zeiten einige von dem Glauben abfallen werden und verführerischen Geistern und teuflischen Lehren anhängen, verleitet durch Heuchelei der Lügenredner, die ein Brandmal in ihrem Gewissen haben. Sie gebieten, nicht zu heiraten und Speisen zu meiden, die Gott geschaffen hat, dass sie mit Danksagung empfangen werden von den Gläubigen und denen, die die Wahrheit erkennen. 1.Timotheus 4,1-3
Nun aber habe ich euch geschrieben, keinen Umgang zu haben, wenn jemand, der Bruder genannt wird, ein Unzüchtiger ist oder ein Habsüchtiger oder ein Götzendiener oder ein Lästerer oder ein Trunkenbold oder ein Räuber; mit einem solchen nicht einmal zu essen. Denn was habe ich zu richten, die draußen sind? Richtet ihr nicht, die drinnen sind? Die aber draußen sind, richtet Gott. Tut den Bösen von euch selbst hinaus!
1.Korinther 5,11-13

Die Ermahnung sollte in Liebe und Güte geschehen, so dass der Ermahnte bereit ist die Ermahnung anzunehmen, umzukehren, und Christus seine Schuld gestehen und ihn und die Gemeinde um Vergebung bitten kann:
So ermahne ich euch nun, ich, der Gefangene in dem Herrn, dass ihr der Berufung würdig lebt, mit der ihr berufen seid, in aller Demut und Sanftmut, in Geduld. Ertragt einer den andern in Liebe und seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens: ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung. Epheser 4,1-4

Ist aber die Ermahnung lieblos und hart könnte der Ermahnte noch verhärter und verstockter (uneinsichtig, unverständig, unbedarft, standhaft, trotzig und eigensinnig) werden und mit seiner Verstocktheit die ganze Gemeinde entzünden:
... sondern ermahnt euch selbst alle Tage, solange es »heute« heißt, dass nicht jemand unter euch verstockt werde durch den Betrug der Sünde. Denn wir haben an Christus Anteil bekommen, wenn wir die Zuversicht vom Anfang bis zum Ende festhalten. Hebräer 3,13-14

Die Bibel hat diese Gefahren vorhergesehen und ruft uns auf, für unsere Glaubensgeschwister Verantwortung zu tragen, sie zu ermahnen und zu ermuntern. Nur so ist es möglich, dass die Liebe, wie sie dem Willen Gottes entspricht, und die Reinheit der Gemeinde erhalten bleiben:
Seht zu, Brüder, dass nicht etwa in jemandem von euch ein böses Herz des Unglaubens sei, im Abfall vom lebendigen Gott, sondern ermuntert einander jeden Tag, solange es „heute“ heißt, damit niemand von euch verhärtet werde durch Betrug der Sünde! Hebräer 3,12-13
Wenn aber dein Bruder sündigt, so geh hin, überführe ihn zwischen dir und ihm allein! Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen. Wenn er aber nicht hört, so nimm noch einen oder zwei mit dir, damit aus zweier oder dreier Zeugen Mund jede Sache bestätigt werde! Wenn er aber nicht auf sie hören wird, so sage es der Gemeinde; wenn er aber auch auf die Gemeinde nicht hören wird, so sei er dir wie der Heide und der Zöllner! Matthäus 18,15-18

Neben den Aufforderungen zu Ermunterung und Zurechtweisung finden wir auch viele Beispiele dafür, wie die Christen über die richtige Lehre und die Kirche wachten, da sie „ein Pfeiler und eine Grundfeste der Wahrheit“ (1.Timotheus 3,15) sein sollte:
Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn viele falsche Propheten sind in die Welt hinausgegangen. Hieran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der Jesus Christus, im Fleisch gekommen, bekennt, ist aus Gott; und jeder Geist, der nicht Jesus bekennt, ist nicht aus Gott; und dies ist der Geist des Antichrists, von dem ihr gehört habt, dass er komme, und jetzt ist er schon in der Welt. Ihr seid aus Gott, Kinder, und habt sie überwunden, weil der, welcher in euch ist, größer ist als der, welcher in der Welt ist. Sie sind aus der Welt, deswegen reden sie aus dem Geist der Welt, und die Welt hört sie. Wir sind aus Gott; wer Gott erkennt, hört uns; wer nicht aus Gott ist, hört uns nicht. Hieraus erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums. 1.Johannes 4,1-6

Wer darüber hinausgeht und bleibt nicht in der Lehre Christi, der hat Gott nicht; wer in dieser Lehre bleibt, der hat den Vater und den Sohn. Wenn jemand zu euch kommt und bringt diese Lehre nicht, so nehmt ihn nicht ins Haus. 2.Johannes 9-10
Ich kenne deine Werke und deine Mühe und dein Ausharren, und dass du Böse nicht ertragen kannst; und du hast die geprüft, die sich Apostel nennen und es nicht sind, und hast sie als Lügner befunden. Offenbarung 2,2

Wir sollen mit Frucht der Gerechtigkeit erfüllt sein

Wenn wir einen guten Wandel in Sanftmut und Weisheit haben und Frucht der Gerechtigkeit in Frieden säen, dann erfüllt uns Christus mit Frucht seiner Gerechtigkeit:
Wer ist weise und klug unter euch? Der zeige mit seinem guten Wandel seine Werke in Sanftmut und Weisheit. Habt ihr aber bittern Neid und Streit in eurem Herzen, so rühmt euch nicht und lügt nicht der Wahrheit zuwider. Das ist nicht die Weisheit, die von oben herabkommt, sondern sie ist irdisch, niedrig und teuflisch. Denn wo Neid und Streit ist, da sind Unordnung und lauter böse Dinge. Die Weisheit aber von oben her ist zuerst lauter, dann friedfertig, gütig, lässt sich etwas sagen, ist reich an Barmherzigkeit und guten Früchten, unparteiisch, ohne Heuchelei. Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird gesät in Frieden für die, die Frieden stiften. Jakobus 3,13-18
Und ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung, sodass ihr prüfen könnt, was das Beste sei, damit ihr lauter und unanstößig seid für den Tag Christi, erfüllt mit Frucht der Gerechtigkeit durch Jesus Christus zur Ehre und zum Lobe Gottes. Philipper 1,9-11
Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist, und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis; deckt sie vielmehr auf. Epheser 5,8-11

Wir müssen von Gott und seinem Heiligen Geist unser Herz prüfen lassen, ob wir auf dem richtigen, ewigen Weg sind, damit wir mit Frucht der Gerechtigkeit erfüllt werden können:
Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich's meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege. Psalm 139,23-24

"Weissagung" dient zur Erbauung, Ermahnung und Tröstung

Die Weissagung ist eine der Geistesgaben, die dem Leib JESU hier auf Erden gegeben ist. Für die Gemeinden des ersten Jahrhunderts war es ganz natürlich diese Geistesgabe durch den Geist Jesu den Menschen zu offenbaren:
Das Zeugnis JESU ist der Geist der Weissagung.
Offbarung 19,10

Oft ist eine Weissagung für eine konkrete Situation in der Gemeinde oder für bestimmte Gemeindeglieder, sowie für Menschen die Gott zur Umkehr überführen und bewegen will, bestimmt:
Wenn aber alle weissagen und irgendein Ungläubiger oder Unkundiger kommt herein, so wird er von allen überführt, von allen beurteilt; das Verborgene seines Herzens wird offenbar, und so wird er auf sein Angesicht fallen und wird Gott anbeten und verkündigen, dass Gott wirklich unter euch ist. 1.Korinther 14,24-25
Eine Weissagung geschieht immer in verständlichen Sprachen und wird vom Heiligen Geist gegebenen. Sie darf nicht durch eigene Auslegung interpretiert werden:
Und das sollt ihr vor allem wissen, dass keine Weissagung in der Schrift eine Sache eigener Auslegung ist. Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern getrieben von dem Heiligen Geist haben Menschen im Namen Gottes geredet. 2.Petrus 1,20-21

"Prophetie" ist eine göttliche Eingebung über die Gegenwart oder Vergangenheit

Prophetie wird in der Bibel auch als "prophetische Rede" bezeichnet, und kann auch eine Weissagung für eine konkrete Situation in der Gemeinde oder für bestimmte Glieder sein (siehe auch vorhergehendes Kapitel "Weissagung" dient zur Erbauung, Ermahnung und Tröstung):
Wer aber prophetisch redet, der redet den Menschen zur Erbauung und zur Ermahnung und zur Tröstung. 1.Korinther 14,3
... die prophetische Rede ist aber ein Zeichen nicht für die Ungläubigen, sondern für die Gläubigen. 1.Korinther 14,22

• Prophetie betrifft die Gegenwart, deckt vielleicht Dinge der Vergangenheit auf, beschreibt die sich daraus ergebende Zukunft (Konsequenzen des Verhaltens) und gibt entsprechende Anweisungen.

• Wir sprechen von Prophetie, wenn sie wie die Weissagung durch göttliche Eingebung hervorgebracht wurde:
Und das sollt ihr vor allem wissen, dass keine Weissagung in der Schrift eine Sache eigener Auslegung ist. Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern getrieben von dem Heiligen Geist haben Menschen im Namen Gottes geredet. 2.Petrus 1,20-21
Auch von den Propheten lasst zwei oder drei reden, und die andern lasst darüber urteilen. Wenn aber einem andern, der dabeisitzt, eine Offenbarung zuteil wird, so schweige der Erste. Ihr könnt alle prophetisch reden, doch einer nach dem andern, damit alle lernen und alle ermahnt werden. Die Geister der Propheten sind den Propheten untertan. Denn Gott ist nicht ein Gott der aUnordnung, sondern des Friedens. 1.Korinther 14,29-33
Diese Prophetie muss allerdings von ebenfalls prophetisch Begabten geprüft werden:
Prophetische Rede verachtet nicht. Prüft aber alles und das Gute behaltet. 1.Thessalonicher 5,20-21

• Bei einer Prophetie werden geistliche Wahrheiten über Menschen, Völker, Zeiten oder Geschehnisse ausgesprochen.

• Prophetie ("prophetische Rede"), wie auch jede andere Geistesgabe, "wird durch den Geist gegeben" und er "teilt einem jeden das Seine zu, wie er will":
Ist jemand prophetische Rede gegeben, so übe er sie dem Glauben gemäß. Römer 12,6
Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen. In einem jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller; dem einen wird durch den Geist gegeben, von der Weisheit zu reden; dem andern wird gegeben, von der Erkenntnis zu reden, nach demselben Geist; einem andern Glaube, in demselben Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen, in dem einen Geist; einem andern die Kraft, Wunder zu tun; einem andern prophetische Rede; einem andern die Gabe, die Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Zungenrede; einem andern die Gabe, sie auszulegen. Dies alles aber wirkt derselbe eine Geist und teilt einem jeden das Seine zu, wie er will. 1.Korinther 12,6-11

Was bedeutet "Weissagung", "Prophetische Rede" oder "Prophet"?

Im vorherigen Kapitel wurden Bibelverse und Kommentare über "prophetisch reden" und "weissagen" aufgeführt.

Was lehrt die Bibel über "Weissagung" und "Prophetische Rede":

Paulus wünscht in 1.Korinther 14,5, dass alle Gläubigen weissagen bzw. prophetisch reden könnten, weil Prophetie eine der wichtigsten Gaben ist.

Nach 1.Korinther 14,3 dient Prophetie zur geistlichen Lebensbefähigung und zielt ab auf die Auferbauung, Ermahnung und zur Tröstung der Gemeinde und des Einzelnen.

Wir sprechen von Prophetie, wenn durch göttliche Eingebung (2.Petrus 1,20-21) – die allerdings von ebenfalls prophetisch Begabten geprüft werden kann und soll (1.Thessalonicher 5,19-22) – geistliche Wahrheiten über Menschen, Völker, Zeiten oder Geschehnisse ausgesprochen werden.

Prophetie ist oft eine Weisung bzw. Weissagung für eine konkrete Situation in der Gemeinde oder für bestimmte Glieder, oder um Menschen zu überführen, die Gott zur Umkehr bewegen will (1.Korinther 14,24-25).

Sie betrifft die Gegenwart, deckt vielleicht Dinge der Vergangenheit auf, beschreibt die sich daraus ergebende Zukunft (Konsequenzen des Verhaltens) und gibt entsprechende Anweisungen.

Prophetie kommt in der Praxis in jeder christlichen Verkündigung vor. Sie wurde dort erfahren, wo persönliche Betroffenheit entstand, Veränderung oder auch Buße und Bekehrung geschah.

Der Geist Gottes bedient sich in der Prophetie des Predigers und eventuell einiger Gemeindeglieder in Verkündigung, Gebeten, Erfahrungsberichten oder anderen gottesdienstlichen Beiträgen (lies: 1.Kor. 12,10 u. 28-30; 1.Kor. 14,24-32; Röm.12,6+7; Ephes. 4,11-14; Matt.13,57).

Prophetie zielt ab auf Besinnung, auf Glaubensweckung, auf Vermittlung von Erkenntnissen, auf geistliches Wachstum und auf Befähigung zum christlichen Leben.

Prophetie soll zu Entscheidungen führen im Blick auf die Lebensführung, aber auch berufen und befähigen zum Engagement in der Gemeinde Jesu Christi am Ort und darüber hinaus; in der Diakonie und Mission, wie in der Welt, also im säkularen Bereich überhaupt.

Prophetische Worte eignen sich nicht immer zur Veröffentlichung außerhalb der Gemeinde, weil sie bei ungläubigen Menschen Unverständnnis oder gar Lästerung hervorrufen könnten.

Unbekanntes oder Geheimgehaltenes (sündhaftes Verhalten etwa) wird dargelegt, offengelegt und geistlich beurteilt. (siehe Offenbg. 2,2-4).

Erkennen von Zeichen unserer Zeit und ihre Erläuterung von der Bibel her. Zusammenhänge von göttlichen Verheißungen und deren Erfüllung werden erkannt, dargelegt und kundgemacht. Aber auch konkrete Geschehnisse werden aufgedeckt und beurteilt. Zum Beispiel: Vorhandene Glaubensnöte, Bindungen, Katastrophen oder Kriminalität (siehe Offenbg. 2,10; Apg. 11, 27+28).

Aussprechen von geistlichen Ermahnungen. Zum Beispiel: Jesus zu suchen, ihm treu zu sein, in der Hingabe an ihn oder in seiner Gemeinde zu bleiben; Abfall von Christus oder Spaltung der Gemeinde zu verhindern; in der Erneuerung des geistlichen Lebens und in der Liebe Christi zu bleiben (siehe Offenbg.2,5).

Hören auf Gott und sein Wort, Stille, Gebet und Bibelstudium benützt der heilige Geist um Menschen die „Augen des Verständnisses für den Willen Gottes zu öffnen“ (Ephes. 1,18) und geistgewirkte Erkenntnis zu vermitteln. Prophetie wird wirksam, wenn der auf Gott Hörende gehorsam wird; sowohl der, der die Prophetie ausspricht als auch die Einzelperson oder Gemeinde, der das prophetische Wort mitgeteilt wird.

Jede Prophetie wartet auf Antwort durch entsprechendes Reden oder Handeln!

Prophetie im Verbund mit anderen Geistesgaben

Prophetie kann immer nur in Ergänzung mit anderen Gaben des heiligen Geistes geschehen. Entweder gehören andere Geistesgaben zu den Voraussetzungen einer Prophetie, oder sie sind Begleiterscheinungen oder auch Folgererscheinungen eines prophetischen Redens oder Handelns.

Prophetie und Evangeliumsverkündigung: Prophetie überzeugt Menschen von Gott und von der Sünde des Menschen. Sie bewirkt geistliches Leben und baut es auf. Jedes angesprochene und reagierende Gewissen läßt erkennen, dass hier prophetische Rede durch Gott stattgefunden hat.

Prophetie und Seelsorge: Christliche Seelsorge kommt nicht ohne Prophetie aus, weil sie sowohl aufdeckenden, als auch heilenden Charakter hat.

Prophetie und Erkenntnis: Durch Prophetie werden dem Theologen, Prediger und Seelsorger, aber auch jedem, der einen geistlichen Auftrag durch göttliche Berufung hat, Zusammenhänge eines Geschehens oder Verhaltens klar, also Ursachen und Wirkungen. So erkannte z.B. Jesus was im Menschen ist; denn Prophetie bringt Verborgenes ans Licht. Und erst wenn etwas ans Licht kommt, werden Vergebung und Heilung möglich.

Prophetie und Weisheit: Wer prophezeit soll die Gabe der Weisheit haben. Nach 1.Kor. 12,7 ist es ein weises Reden und Verhalten. Weisheit erhält der Christ durch Gebet. In Jakobus 1,5 steht: „Wem es an Weisheit mangelt, der bete!“ Prophetie wird durch Weisheit geschützt, denn ohne sie wird Prophetie und beste Erkenntnis zur Lieblosigkeit und zum Fanatismus:
Strebt aber nach den größeren Gaben! Und ich will euch einen noch besseren Weg zeigen. Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts. ... Die Liebe hört niemals auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird. Denn unser Wissen ist Stückwerk und unser prophetisches Reden ist Stückwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören. ... Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. 1.Korinther 12,31-13,13
Strebt nach der Liebe! Bemüht euch um die Gaben des Geistes, am meisten aber um die Gabe der prophetischen Rede! 1.Korinther 14,1

Prophetie und Unterscheidung der Geister: Die Gabe der Geisterunterscheidung soll verhindern, dass falsche Prophetie geschieht. (1. Thess. 5.20; 1. Kor. 14, 29; 1. Kor. 13,8). Sie ist auch gegeben zur Überwachung und Prüfung der Gabenträger allgemein und der Propheten im besonderen. Diese Gabe ist keine Gefühlssache!

Unterschied zwischen Prophetie, Vision, und Offenbarung (Zukunftsweissagung): Oft wird Prophetie und Vision mit Zukunftsweissagung, die ein Bereich der Offenbarung ist, gleichgesetzt. Sie dürfen jedoch nicht verwechselt werden.
Eine Offenbarung, griechisch „apokalypsis“*, meint das Hinwegnehmen einer Verhüllung. Der Seher, dem Offenbarung gegeben wird, kann darlegen, was auf Erden, am Himmel oder in der Ewigkeit geschehen soll oder wird. Der Seher hat eine gedankliche Schau, eine Vision, ein Gesicht. Diese kann aber nicht durch jedermann in der Gemeinde geschehen, sondern durch Propheten. Propheten können allerdings auch Gaben der Offenbarung haben. Darum muss jede Offenbarung anhand des Wortes Gottes geprüft werden.
* Apokalypse (deutsch) „die Enthüllung, die Offenbarung“: Prophetische Schrift die das Weltende verkündet, insbesondere die Offenbarung des Johannes im letzten Buch des Neuen Testamentes.

Den Dienst auch das Amt "Prophet" gab es zu Beginn des christlichen Zeugnisses, weil das Neue Testament noch nicht existierte bzw. noch nicht vollendet war:
Und er hat einige als Apostel eingesetzt, einige als Propheten, einige als Evangelisten, einige als Hirten und Lehrer, damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden, bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi, damit wir nicht mehr unmündig seien und uns von jedem Wind einer Lehre bewegen und umhertreiben lassen durch trügerisches Spiel der Menschen, mit dem sie uns arglistig verführen. Epheser 4,11

Den Dienst "Prophet", wie der Herr Jesus sie in der Anfangszeit gegeben hat, gibt es heute nicht mehr:
Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf vielerlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben über alles, durch den er auch die Welt gemacht hat. Hebräer 1,1-4
Jedoch ist auch heute ein prophetischer Dienst sehr wohl möglich, als auch nötig und wünschenswert.
Paulus ermutigt die Gemeinden prophetische Gaben in der Gemeinde einzubringen, weil er wegen der Christusgegenwart voraussetzt, dass diese Gaben auch vorhanden sind (1. Kor. 14,1,5+39). Er ist auch der Meinung, dass jeder einzelne sich um die Gabe der Prophetie bemühen soll. Ja, sie soll sogar vorragig vor anderen Gaben „erstrebt“ werden.

Voraussetzungen für den Empfang von Diensten und Gaben

Das neue Leben (Neugeburt, neu geboren) durch den heiligen Geist. Also Christuszugehörigkeit und Gewißheit der Gotteskindschaft. Das christusgemäße, geheiligte Leben in der Nachfolge. Die erstmalige und kontinuierliche Erfüllung mit dem heiligen Geist.

Prophetisches Reden als Gabe des heiligen Geistes wird direkt von Gott empfangen entweder zur einmaligen oder mehrmaligen Anwendung oder auf Dauer.

Göttliche Prophetie ist kein Zwangsreden, denn der Geist des Propheten ist dem Propheten untertan. Darum ist es ihm möglich, das Gehörte entsprechend zu formulieren. Der Prophet muss also nicht reden! Er kann das, was Gott von ihm erwartet, weitersagen, er kann es unterdrücken und verschweigen.

Das Anliegen Gottes, das prophetisch weitergegeben werden soll, ist nicht erlernbar, sondern wird durch den heiligen Geist eingegeben.

Erlernbar allerdings ist folgendes: Richtiges Hinhören auf Gott, auf sein Wort und den heiligen Geist. Gehorsam, das Empfangene weiterzugeben und dabei Wörter und Formulierungen zu verwenden, die jetzt notwendig sind. Die Art und Weise, das Empfangene weiterzugeben, dabei auch Ort, Umgebung, Situation und Menschen zu berücksichtigen, und zu erfahren, ob das, was weitergesagt werden soll, auch dazu geeignet ist.

Wie werden Prophetien empfangen und worauf ist zu achten?:
Nimm der genügend Zeit zur Stille und zum Gebet und Hören auf Gott (Epheser 6,18). Lies regelmäßig deine Bibel. Treibe eifrig Schriftstudium (Joh. 10,27). Lass dich nicht von Gedanken, äußeren Umständen oder innerer Unruhe ablenken.
Suche darum den passenden Ort und die Zeit aus. Schaffe Voraussetzungen dafür auch das leise Reden Gottes zu vernehmen.

Setze dich nicht der Gefahr aus, von zeitgeistigen Einflüssen (Medien, Literatur, Fernsehen usw.) manipuliert zu werden. Allerdings sind geistliche Lieder, Schriftworte oder Beten in Sprachen oft hilfreich, um von Gott etwas zu empfangen.

Sei bereit, auf Gott zu hören. Rechne mit dem Reden Gottes und mit der Beantwortung deiner Fragen und sei bereit, umzudenken und dich von Christus prägen zu lassen.

Achte auf geistliche Impulse und prüfe sie am Wort Gottes (1.Kor. 14,4+5), und sei bereit deine prohetische Rede von prophetisch Begabten prüfen zu lassen.

In einer Christengemeinde sollte ausreichend Freiraum sein, prophetisch zu reden, und es sollten dafür auch Möglichkeiten geschaffen werden. Dies geschieht, indem Gläubige über die Gaben und Dienste des heiligen Geistes informiert werden.
Älteste, Seelsorger und bereits prophetisch Begabte müssen aufgesucht werden können, um durch ihre Mithilfe solche Gaben zu entdecken, zu erbitten, zu empfangen, zu prüfen, zu fördern und angstfrei einzubringen.

Hüte dich vor einem Machtanspruch deiner prophetischen Worte. Verdächtig ist, wenn man einleitend betonen muß: „So spricht der Herr!“ Mancher ist dann falsch beeindruckt, er verläßt sich auf das angebliche direkte Reden des Herrn und vermag die Rede nicht mehr nüchtern zu prüfen. Wen Gott anspricht, der merkt, dass der Herr zu ihm spricht.

Nicht jedes Wort, Bild, Vision oder Traum oder was uns in den Sinn kommt, muß Prophetie sein. Manches hat einen seelischen Ursprung, zum Beispiel fehlende Vergangenheitsbewältigung oder seelische Verletzungen. Möglich ist auch ein okkulter Hintergrund. Dies alles verführt dazu, aggressive Botschaften auszusprechen, die nicht aus geistlichen Quellen kommen. Läßt ein Redner die Prüfung seiner Rede nicht zu, bringt er sich in Verdacht ein falscher Prophet zu sein.

Merkmale eines Propheten und eines falschen Propheten

Merkmale eines Propheten:
Ein echter Prophet spricht immer im Namen Gottes. Durch ihn spricht der Herr selbst. Er hat göttliche Vollmacht, weil Christus mit seinem Geist, der im Propheten ist, identisch ist. Der Prophet muß das Eintreffen der Prophetie nicht nachweisen, um sich zu legitimieren. Gott tut dies durch den Glauben und den Gehorsam der Hörenden und durch Eintreten der genannten Ereignisse. Selten mit Angabe einer Frist. Oft treten sie erst nach Jahrhunderten ein, wie bei den alttestamentlichen Propheten.

Der Prophet ist prüfbar an seiner Christusgesinnung und an seinem geistlichen Wandel. Seine Echtheit ist nicht immer an der Wirkung der Prophetie zu erkennen, wohl aber an seiner Treue zum Wort Gottes (Bibel). Er ist kein Medium, kein willenloses Werkzeug, das in Trance redet oder unter Redezwang steht. Weil der Geist des Propheten dem Propheten untertan ist, unterliegt die Gabe der Prophetie dem Willen des Propheten. Der Prophet hat völlige Kontrolle über Beginn, Ende und die Art seines Redens. Er ist demütig genug, um seine Prophetie von anderen Propheten prüfen zu lassen. Wie schon erwähnt, gibt die Heilige Schrift keinen Hinweis dafür, dass sich Prophetie in Zungenrede kundgetan hat, auch nicht bei Jesus oder den Aposteln.

Prophetie geschieht immer in verständlicher Sprache, in Symbolen oder in Gleichnissen.

Falsche Propheten:
Und es werden sich viele falsche Propheten erheben und werden viele verführen. Und weil die Ungerechtigkeit überhand nehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten. Wer aber beharrt bis ans Ende, der wird selig werden. Matthäus 24,11-13
Es waren aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch sein werden falsche Lehrer, die verderbliche Irrlehren einführen und verleugnen den Herrn, der sie erkauft hat; die werden über sich selbst herbeiführen ein schnelles Verderben. Und viele werden ihnen folgen in ihren Ausschweifungen; um ihretwillen wird der Weg der Wahrheit verlästert werden. Und aus Habsucht werden sie euch mit erdichteten Worten zu gewinnen suchen. Das Gericht über sie bereitet sich seit langem vor, und ihr Verderben schläft nicht.
2.Petrus 2,1-3
Ihr Lieben, glaubt nicht einem jeden Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind; denn es sind viele falsche Propheten ausgegangen in die Welt. Daran sollt ihr den Geist Gottes erkennen: Ein jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist, der ist von Gott; und ein jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, der ist nicht von Gott. Und das ist der Geist des Antichrists, von dem ihr gehört habt, dass er kommen werde, und er ist jetzt schon in der Welt. 1.Johannes 4,1-3

Merkmale falscher Propheten:
Sie sind zu erkennen an den Früchten ihres Tuns (Matt. 7,16), aber es bedarf auch der Gabe der Unterscheidung der Geister.
Falsche Propheten haben ein übersteigertes Selbstbewußtsein, sind rechthaberisch und autoritär. Sie sind auf Einfluß und Anerkennung aus und erheben den Anspruch, die wahren Interpreten des Willens Gottes zu sein, die „sein Licht“ bringen (2. Kor.11,12-15).
Sie unterschlagen biblische Wahrheiten und das Evangelium oder gehen darüber hinaus.
Sie spielen Gott, Christus, den heiligen Geist und die Apostel gegeneinander aus.
Sie entziehen sich der Prüfuung durch andere und weisen Kritik und Ermahnung zurück, weil sie dies als Angriff auf ihre Autorität verstehen.
Sie sprechen aus eigenem Zorn und nicht vom liebenden Zorn Gottes her. Wie Paulus zwischen echter und falscher Prophetie unterscheidet, erfahren wir in Apg. 21, 8-12.
Sie bewirken unter Gläubigen eine ungeistliche Unruhe, wecken Ängste und stiften Verwirrung. Sie verführen durch Einengungen zur Gesetzlichkeit oder durch zu große Weite zur Ungesetzlichkeit.

Anmerkung:
Weissagungen, Prophetie, prophetische Reden, Offenbarungen und Visionen liegen einer wahren und geistlichen Prüfung offen und sollten daher von denen beurteilt werden, die einen geistlichen Wandel führen und es geistlich beurteilen können. Wenn wir täglich im Gebet ernsthaft vor GOTTES Thron stehen, erhalten wir das Zeugnis JESU, wodurch Gnade gegeben wird, das Gute vom Bösen zu unterscheiden (die Gabe Geister zu unterscheiden). Hebräer 4,12 sagt:
„Denn das Wort GOTTES ist lebendig und wirksam und schärfer als ein zweischneidiges Schwert und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist". Der geisterfüllte Gläubige muss erkennen was seelisch, emotionell und fleischlich ist - und was wirklich vom Geist GOTTES eingegeben ist! Prüft die Geister anhand des Wortes Gottes. Dies ist auch hier gültig, damit das Volk GOTTES lernt, zu erkennen was die Stimme GOTTES und was die Stimme eines Menschen ist.

Unsere Selbstverwirklichung ablegen
Ein wichtiger Schritt zu einem siegreichen Glaubensleben ist unseren persönlichen Glauben nach Gottes Wort zu leben und unsere Selbstverwirklichung ablegen:
Der Sünde widerstehen, Versuchungen von innen, also den Gedanken, Gefühlen und Phantasien des Herzens (Mk 7,21-23) überwinden, in den Versuchungen von außen, etwa der Unmoral in den Medien und Beziehungen, fest zu bleiben.
Verleumdungen, Beleidigungen, Misshandlungen usw. ertragen und nicht gleiches mit gleichem vergelten.
Wichtig ist auch in der Vergebungsbereitschaft zu leben. So wie Christus uns vergeben hat sollen wir auch vergeben:
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. Matthäus 6,12-14
Und richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebt, so wird euch vergeben. Lukas 6,37
Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus. Epheser 4,32
Und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! Kolosser 3,13

Das Joch Christi auf uns nehmen

Auch das Joch Christi müssen wir auf uns nehmen und von ihm lernen, damit wir unsere Selbstverwirklichung ablegen können. Sein Joch ist sanft und die Last seines Jochs ist leicht:
Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht. Matthäus 11,28-30
 Wir müssen jederzeit zu unserem Herrn im Gebet und Bitten kommen, ihm unsere Schwachheit bekennen, dass wir mit der Last der Sünde schwer beladen sind und diese Last selbst nicht tragen können. Er wird uns dann unsere Schwachheit nehmen und dafür seine Stärke geben, sowie unsere schwere Last abnehmen und uns dafür sein sanftes leichtes Joch auflegen. So werden wir in Versuchungen festbleiben können.

»Nehmt auf euch mein Joch«: Ein Joch ist ein Zuggeschirr für zwei Zugtiere. Es besteht aus einem Balken, der den zwei Zugtieren über den Nacken gelegt wird. An beiden Seiten befindet sich je ein Rahmen, der den Hals der Tiere umschließt. In der Mitte des Balkens ist ein Zugseil befestigt, mit dem die Last gezogen wird.
Dieses Bild  gebraucht Jesus. Er redet Menschen an, die auferlegte Lasten nicht tragen können. Wie trägt ein Mensch eine schwere Last? Auf dem Nacken.
Da dieses Joch für zwei bestimmt ist, brauchen wir dieses nicht alleine auf uns nehmen, sondern unser Herr selbst möchte einer von beiden sein. Er möchte die schwere Last mit uns teilen.
 Der Herr teilt nicht nur die schwere Last mit uns, er führt auch dieses Zuggespann und lenkt dieses damit gerade Furchen in den Acker unseres Lebens gezogen werden und der von ihm gesäte Samen, das Wort Gottes, in uns viel Frucht bringt.
Wir finden deshalb das Geheimnis für Sieg und Frieden in unserem Glaubensleben, indem wir das Einzelgeschirr des »Selbst« ablegen, das befreiende Joch des Herrn annehmen und uns von ihm führen lassen.
Das bedeutet, sich seinem Willen zu unterwerfen und die Herrschaft über das eigene Leben an Jeschua abzugeben. Dieses Joch brauchen wir nicht alleine tragen. Wir sind mit dem zusammengejocht, der uns in jeder Situation die Gnade gibt, die ausreicht, um sie durchzustehen. Ihm zu dienen, ist keine Knechtschaft. Ihm zu dienen bedeutet unser ganzes Leben Gott und unserem Herrn Jeschua in völliger Hingabe zur Verfügung zu stellen und uns als lebendiges Opfer darzubringen:
Brüder und Schwestern, weil Gott so viel Erbarmen mit euch gehabt hat, bitte und ermahne ich euch: Stellt euer ganzes Leben Gott zur Verfügung! Bringt euch Gott als lebendiges Opfer dar, ein Opfer völliger Hingabe, an dem er Freude hat. Das ist für euch der »vernunftgemäße« Gottesdienst. Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an. Lasst euch vielmehr von Gott umwandeln, damit euer ganzes Denken erneuert wird. Dann könnt ihr euch ein sicheres Urteil bilden, welches Verhalten dem Willen Gottes entspricht, und wisst in jedem einzelnen Fall, was gut und gottgefällig und vollkommen ist. Römer 12,1-2 Gute Nachricht Bibel
Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. Römer 12,1-2 Luther Bibel

»so ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen«: Das ist nicht die Ruhe des Gewissens, sondern die Ruhe des Herzens, die man findet, wenn man vor Gott und den Menschen den niedrigsten Platz einnimmt. Es ist auch die Ruhe, die man im Dienst Christi erfahren kann, wenn man nicht mehr versucht, groß zu sein.

Unser Kreuz auf uns nehmen
siehe auch 10.1 Sein Kreuz auf sich nehmen und Jeschua nachfolgen
Wenn wir Christus folgen, indem „wir unser Kreuz auf uns nehmen“, dann bedeutet es die Kraft aus dem Werk von Golgatha, mit der wir unser altes Leben, unsere Sündennatur, unser Selbst ablegen auf dem Altar Gottes und indem wir „unser Fleisch mit den Begierden töten“. Matthäus 16,24, Kolosser 3,5

Überwinderleben

Siehe hierzu auch den Artikel Gott hält dein Leben in seiner Hand

So wie David sollen auch wir uns stärken "in dem HERRN, unserem Gott", und "den HERRN" um Weisung bitten, damit  wir Angriffe oder Bedrängnisse standhalten sowie überwinden können und so siegreich sind:
Als David und seine Männer die niedergebrannte Stadt sahen und entdeckten, dass ihre Frauen und Kinder verschleppt waren, schrien sie entsetzt auf. ... Und David geriet in große Bedrängnis, weil die Leute ihn steinigen wollten; denn die Seele des ganzen Volks war erbittert, ein jeder wegen seiner Söhne und Töchter. David aber stärkte sich in dem HERRN, seinem Gott. ... Dann fragte er den HERRN: »Soll ich diese Räuberbande verfolgen? Werde ich sie einholen?« Er erhielt die Antwort: »Verfolge sie! Du wirst sie einholen und die Gefangenen retten.« David brach mit seinen 600 Mann sofort auf. ... David befreite alle Gefangenen und auch seine beiden Frauen. 1.Samuel 30,6

Der Anfang der Weisheit und Erkenntnis ist die Furcht des HERRN, damit wir das Böse meiden und überwinden:
Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis. Die Toren verachten Weisheit und Zucht. Sprüche 1,7
Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang. Klug sind alle, die danach tun. Psalm 111,10
... und sprach zum Menschen: Siehe, die Furcht des Herrn, das ist Weisheit, und meiden das Böse, das ist Einsicht. Hiob 28,28

Wir müssen durch den Geist unser fleischliches Trachten nach weltlichem töten um zu überwinden, so werden wir das Leben in Christus haben:
Denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, so werdet ihr sterben müssen; wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Fleisches tötet, so werdet ihr leben. Römer 8,13

Wir berwinden durch ein Leben nach dem Geist, da Gottes Geist in uns wohnt und unsere sterblichen Leiber lebendig macht. Denn geistlich gesinnt sein ist Leben und Friede:
Denn das Gesetz des Geistes, der lebendig macht in Christus Jesus, hat dich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. Denn was dem Gesetz unmöglich war, weil es durch das Fleisch geschwächt war, das tat Gott: Er sandte seinen Sohn bin der Gestalt des sündigen Fleisches und um der Sünde willen und verdammte die Sünde im Fleisch, damit die Gerechtigkeit, vom Gesetz gefordert, in uns erfüllt würde, die wir nun nicht nach dem Fleisch leben, sondern nach dem Geist. Denn die da fleischlich sind, die sind fleischlich gesinnt; die aber geistlich sind, die sind geistlich gesinnt. Aber fleischlich gesinnt sein ist der Tod, und geistlich gesinnt sein ist Leben und Friede. Denn fleischlich gesinnt sein ist Feindschaft gegen Gott, weil das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist; denn es vermag's auch nicht. Die aber fleischlich sind, können Gott nicht gefallen. Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich, wenn denn Gottes Geist in euch wohnt. Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein. Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen. Wenn nun der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt. So sind wir nun, liebe Brüder, nicht dem Fleisch schuldig, dass wir nach dem Fleisch leben. Denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, so werdet ihr sterben müssen; wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Fleisches tötet, so werdet ihr leben. Römer 8,2-13

Wir müssen auch solange Hoffen, geduldig und still sein bis der HERR uns hilft, so werden wir stark sein um Überwinden zu können:
Denn so spricht Gott der HERR, der Heilige Israels: Wenn ihr umkehrtet und stille bliebet, so würde euch geholfen; durch Stillesein und Hoffen würdet ihr stark sein. Jesaja 30,15
Geduld aber habt ihr nötig, damit ihr den Willen Gottes tut und das Verheißene empfangt. Hebräer 10,36

Ein Überwinderleben soll der Gläubige für sich selbst in Anspruch nehmen. Ja, es ist möglich! Der Apostel Johannes bestätigt uns: Denn alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. 1.Johannes 5,4
Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. Römer 8,37
Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jeschua Christus! 1.Korinther 15,57
Gott aber sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in Christus. 2.Korinther 2,14

Wir können Überwinder sein trotz unserer kleinen Kraft wenn wir Christi Wort bewahren und seinen Namen nicht verleugnen, dann werden wir eine offene Tür haben um die Werke des Herrn zu vollbringen:
Ich kenne deine Werke. Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan und niemand kann sie zuschließen; denn du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und hast meinen Namen nicht verleugnet. Offenbarung 3,8

Gott der Vater gibt uns den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn und Christus mehr und mehr zu erkennen. Auch dadurch können wir Überwinder sein:
... dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen. Epheser 1,17

Überwinden durch bekennen unserer Sünden

Zum Überwinderleben gehört besonders, dass wir täglich unserem Herrn im Gebet unsere Schuld und Sünden bekennen und ihn um Vergebung bitten, so wird er uns unsere Sünden vergeben:
Darum bekannte ich dir meine Sünde, und meine Schuld verhehlte ich nicht. Ich sprach: Ich will dem HERRN meine Übertretungen bekennen. Da vergabst du mir die Schuld meiner Sünde. Psalm 32,5
Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden getan hat, wird ihm vergeben werden. Bekennt also einander eure Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist. Jakobus 5,15,16
Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. 1.Johannes 1,9

Zur Sünde zählt auch Unzufriedenheit, sie zerstört unseren Glauben und die Gemeinschaft der Gläubigen. Deshalb sollten wir unsere Unzufriedenheit dem Herrn bekennen und für uns beten lassen, damit unsere Seele wieder Zufriedenheit bekommt und wir erkennen, dass der HERR uns Gutes getan hat, denn wir wurden vom HERRN aus unserem Tod ins geistliche Leben geholt:
Sei nun wieder zufrieden, meine Seele; denn der HERR tut dir Gutes. Denn du hast meine Seele vom Tode errettet, mein Auge von den Tränen, meinen Fuß vom Gleiten. Ich werde wandeln vor dem HERRN im Lande der Lebendigen. Psalm 116,7-9
Haben wir in unserer Seele wieder Zufriedenheit dann sollen wir den HERRN dafür loben, und der HERR wird uns Fröhlichkeit schenken, so dass unsere Zufriedenheit beständig sein wird:
Lobe den HERRN, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: der dir alle deine Sünde vergibt und heilet alle deine Gebrechen, der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit, der deinen Mund fröhlich macht und du wieder jung wirst wie ein Adler. Psalm 103,1-5

Unserem Herrn gehorchen und seine Gebote halten
Lese hierzu auch die Artikel Wer mich liebt, der wird mein Wort halten und Gehorsam

Im neuen Bund unterstehen wir nicht mehr dem Gesetz (siehe 3.1-3.3 Gerecht allein durch den Glauben) des Herrn, obwohl sein Gesetz vollkommen ist. David und alle Isrealiten standen unter diesem Gesetz, das sie jedoch nicht erfüllen konnten:
Das Gesetz des HERRN ist vollkommen und erquickt die Seele. Das Zeugnis des HERRN ist gewiss und macht die Unverständigen weise. Die Befehle des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz. Die Gebote des HERRN sind lauter und erleuchten die Augen. 1Die Furcht des HERRN ist rein und bleibt ewiglich. Die Rechte des HERRN sind Wahrheit, allesamt gerecht. Sie sind köstlicher als Gold und viel feines Gold, sie sind süßer als Honig und Honigseim. Auch lässt dein Knecht sich durch sie warnen; und wer sie hält, der hat großen Lohn. Psalm 19,8-12
Deine Gebote sind mein Lied im Hause, in dem ich Fremdling bin. HERR, ich denke des Nachts an deinen Namen und halte dein Gesetz. Das ist mein Schatz, dass ich mich an deine Befehle halte. Ich habe gesagt: HERR, das soll mein Erbe sein, dass ich deine Worte halte. Ich suche deine Gunst von ganzem Herzen; sei mir gnädig nach deinem Wort. Ich bedenke meine Wege und lenke meine Füße zu deinen Mahnungen. Ich eile und säume nicht, zu halten deine Gebote. Der Gottlosen Stricke umschlingen mich; aber dein Gesetz vergesse ich nicht. Zur Mitternacht stehe ich auf, dir zu danken für die Ordnungen deiner Gerechtigkeit. Ich halte mich zu allen, die dich fürchten und deine Befehle halten. HERR, die Erde ist voll deiner Güte; lehre mich deine Gebote. Du tust Gutes deinem Knecht, HERR, nach deinem Wort. Lehre mich heilsame Einsicht und Erkenntnis; denn ich glaube deinen Geboten. Ehe ich gedemütigt wurde, irrte ich; nun aber halte ich dein Wort. Du bist gütig und freundlich, lehre mich deine Weisungen. Psalm 119,54-68
Und wenn wir seinen Befehlen gehorsam sind wird Gott und Jeschua unser Schild und Schutz sein:
Lass dir gefallen, HERR, das Opfer meines Mundes, und lehre mich deine Ordnungen. Mein Leben ist immer in Gefahr; aber dein Gesetz vergesse ich nicht. Die Gottlosen legen mir Schlingen; ich aber irre nicht ab von deinen Befehlen. Deine Mahnungen sind mein ewiges Erbe; denn sie sind meines Herzens Wonne. Ich neige mein Herz, zu tun deine Gebote immer und ewiglich. Ich hasse die Wankelmütigen und liebe dein Gesetz. Du bist mein Schutz und mein Schild; ich hoffe auf dein Wort. Weichet von mir, ihr Übeltäter! Ich will mich halten an die Gebote meines Gottes. Psalm 119,108-115

Die Gesetze des Alten Testamentes, die die Israeliten halten sollten, konnten sie nicht erfüllen, denn es steht geschrieben (5. Mose 27,26): »Verflucht ist jeder, der nicht bleibt in allem …«. Man muss »in allem« »bleiben«, es immer halten. Der Gehorsam muss vollständig sein.
 Der »Fluch des Gesetzes« ist der Tod, die Strafe für den Bruch der Anordnungen Gottes. Christus hat diejenigen, die unter dem Gesetz waren, losgekauft, indem er die vom Gesetz geforderte Todesstrafe bezahlt hat (siehe Jesus Christus hat die Gesetze für uns erfüllt). Dies gilt für jeden der in Christus ist. Deshalb brauchen wir im neuen Bund die Gesetze des Alten Testamentes nicht mehr erfüllen, aber wir müssen in allem Gott, unserem Vater, und Jeschua, unserem Herrn, gehorchen und dieses auch tun und seine Gebote des neuen Bundes halten, um siegreich in unserem Glaubensleben zu sein.
Und wenn wir der Stimme des HERRN gehorsam sind und seine Gebote des neuen Bundes halten, so werden uns viele Segnungen zu teil werden:
Wenn du nun der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchen wirst, dass du hältst und tust alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete, so wird dich der HERR, dein Gott, zum höchsten über alle Völker auf Erden machen, und weil du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorsam gewesen bist, werden über dich kommen und dir zuteil werden alle diese Segnungen: Gesegnet wirst du sein in der Stadt, gesegnet wirst du sein auf dem Acker. Gesegnet wird sein die Frucht deines Leibes, der Ertrag deines Ackers und die Jungtiere deines Viehs, deiner Rinder und deiner Schafe. Gesegnet wird sein dein Korb und dein Backtrog. Gesegnet wirst du sein bei deinem Eingang und gesegnet bei deinem Ausgang. Und der HERR wird deine Feinde, die sich gegen dich erheben, vor dir schlagen. Auf einem Weg sollen sie ausziehen wider dich und auf sieben Wegen vor dir fliehen. Der HERR wird gebieten dem Segen, dass er mit dir sei in dem, was du besitzt, und in allem, was du unternimmst, und wird dich segnen in dem Land, das dir der HERR, dein Gott, gegeben hat. ... Und der HERR wird dich zum Kopf machen und nicht zum Schwanz, und du wirst immer aufwärts steigen und nicht heruntersinken, weil du gehorsam bist den Geboten des HERRN, deines Gottes, die ich dir heute gebiete zu halten und zu tun. 5.Mose 28,1-13

Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen. Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jeschuas und dankt Gott, dem Vater, durch ihn. Kolosser 3,16-17
Die Frage, die wir uns immer wieder stellen müssen, ist: Kann ich das »im Namen des Herrn Jeschuas« tun? Kann ich es ihm zu Ehren tun? Kann ich erwarten, dass sein Segen darauf ruht? Möchte ich diese Tätigkeit ausüben, wenn er wiederkommt? Man beachte, dass wir diesen Maßstab sowohl auf unsere Worte als auch auf unsere Taten anwenden sollten. Wenn wir diesem Gebot gehorchen, dann hebt dies unser ganzes Leben auf eine höhere Ebene. Es ist ein kostbares Geheimnis, wenn ein Christ es lernt, alles für den Herrn und zu seiner Ehre zu tun. Und wieder fügt der Apostel die Worte hinzu: »und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.« Dank, Dank und nochmals Dank! Das ist die ewige Pflicht derer, die durch die Gnade errettet und für den Himmel bestimmt sind.

Das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer. 1.Johannes 5,3

Die Folge des Glaubens ist Gehorsam gegenüber Gottes Geboten, wenn wir Gott lieben und seine Gebote befolgen. «Wer wirklich gerettet ist, wird sich durch das Verlangen auszeichnen, den Willen Gottes zu tun. Unsere Liebe zu Gott drückt sich in willigem Gehorsam gegenüber seinen Geboten aus. Der Herr Jeschua hat gesagt: »Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten« (Joh 14,15).
Wenn Johannes sagt, dass »seine Gebote … nicht schwer« sind, dann meint er nicht, dass wir sie mühelos halten könnten. Die Gebote Gottes sind Anweisungen, wie wir richtig handeln, wobei die neue Natur sie aus ganzem Herzen und freudig befolgt.

Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist und wie überschwänglich groß seine Kraft an uns, die wir glauben, weil die Macht seiner Stärke bei uns wirksam wurde, mit der er in Christus gewirkt hat. Epheser 1,18-20
Wir können gewiss sein, dass wir dem Herrn gehorchen und seine Gebote halten, nicht aus unserer eigenen natürlichen Kraft vollbringen müssen, sondern aus der Kraft die uns Gott töglich neu schenkt.

Die Gebote des Herrn im neuen Bund. Das Gebot der Liebe ist die größte:
Und einer von ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und fragte: Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz? Jesus aber antwortete ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt« (5.Mose 6,5). Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3.Mose 19,18). In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten. Matthäus 22,35-40; Markus 12,28-31; Lukas 10,25-28
Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.
Johannes 13,34-35; Johannes 15,12
Und dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe.
1.Johannes 4,21
Und nun bitte ich dich, Herrin – ich schreibe dir kein neues Gebot, sondern das, was wir gehabt haben von Anfang an –, dass wir uns untereinander lieben. Und das ist die Liebe, dass wir leben nach seinen Geboten; das ist das Gebot, wie ihr's gehört habt von Anfang an, dass ihr darin lebt.
2.Johannes 1,5-6
Wie mich mein Vater liebt, so liebe ich euch auch. Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, so bleibt ihr in meiner Liebe, wie ich meines Vaters Gebote halte und bleibe in seiner Liebe. Das sage ich euch, damit meine Freude in euch bleibe und eure Freude vollkommen werde. Das ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch liebe. Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete. Johannes 15,9-1
4

Gebot an den Namen Christus zu glauben:
... und was wir bitten, werden wir von ihm empfangen; denn wir halten seine Gebote und tun, was vor ihm wohlgefällig ist. Und das ist sein Gebot, dass wir glauben an den Namen seines Sohnes Jesus Christus und lieben uns untereinander, wie er uns das Gebot gegeben hat. Und wer seine Gebote hält, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Und daran erkennen wir, dass er in uns bleibt: an dem Geist, den er uns gegeben hat. 1.Johannes 3,22-24

Das Gebot in der Wahrheit leben:
Ich bin sehr erfreut, dass ich unter deinen Kindern solche gefunden habe, die in der Wahrheit leben, nach dem Gebot, das wir vom Vater empfangen haben. 2.Johannes 1,4

Das Gebot der Heiligung:
Weiter, liebe Brüder, bitten und ermahnen wir euch in dem Herrn Jeschua, da ihr von uns empfangen habt, wie ihr leben sollt, um Gott zu gefallen, was ihr ja auch tut, dass ihr darin immer vollkommener werdet. Denn ihr wisst, welche Gebote wir euch gegeben haben durch den Herrn Jeschua. Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, dass ihr meidet die Unzucht und ein jeder von euch seine eigene Frau zu gewinnen suche in Heiligkeit und Ehrerbietung. 1.Thessalonicher 4,1-4

Das Missions Gebot (Missionsauftrag auch Missionsbefehl):
Und Jeschua trat zu ihnen und redete mit ihnen und sprach: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, indem ihr diese tauft auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und sie lehrt alles zu bewahren, was ich euch geboten habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Matthäus 28,18-20

Das Gebot für Kinder und Eltern:
Siehe auch Familien(er-)leben und Die christliche Familie aus biblischer Sicht und Worte des Herrn an Eltern
Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn; denn das ist recht. »Ehre Vater und Mutter«, das ist das erste Gebot, das eine Verheißung hat: »auf dass dir's wohlgehe und du lange lebest auf Erden« (5.Mose 5,16). Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern erzieht sie in der Zucht und Ermahnung des Herrn. Epheser 6,1-4
Allein, die da leben, loben dich so wie ich heute. Der Vater macht den Kindern deine Treue kund. Jesaja 38,19

Wir sind gesegnet und berufen zu segnen

Siehe auch den Artikel Segen

So werden nun die, die aus dem Glauben sind, gesegnet mit dem gläubigen Abraham. Galater 3,9
Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen im Himmel durch Christus. Epheser 1,3
... sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, dass ihr den Segen ererbt. 1.Petrus 3,9
... segnet, die euch verfluchen; bittet für die, die euch beleidigen. Lukas 6,28
Segnet, die euch verfolgen; segnet, und flucht nicht. Römer 12,14
Man schmäht uns, so segnen wir; man verfolgt uns, so dulden wir's. 1.Korinther 4,12

Verheißungen und Gebote Gottes für unsere Kinder

Unsere Kinder werden Gott und Christus loben und preisen:
Aus dem Munde der jungen Kinder und Säuglinge hast du eine Macht zugerichtet um deiner Feinde willen, dass du vertilgest den Feind und den Rachgierigen. Psalm 8,3
Als aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten die Wunder sahen, die er tat, und die Kinder, die im Tempel schrien: Hosianna dem Sohn Davids!, entrüsteten sie sich und sprachen zu ihm: Hörst du auch, was diese sagen? Jesus antwortete ihnen: Ja! Habt ihr nie gelesen (Psalm 8,3): »Aus dem Munde der Unmündigen und Säuglinge hast du dir Lob bereitet«? Matthäus 21,15-16
Gott wird unseren Kindern seine Worte in ihren Mund legen:
Und dies ist mein Bund mit ihnen, spricht der HERR: Mein Geist, der auf dir ruht, und meine Worte, die ich in deinen Mund gelegt habe, sollen von deinem Mund nicht weichen noch von dem Mund deiner Kinder und Kindeskinder, spricht der HERR, von nun an bis in Ewigkeit. Jesaja 59,21

Der HERR segnet uns und unsere Kinder:
Der HERR denkt an uns und segnet uns; er segnet das Haus Israel, er segnet das Haus Aaron. Er segnet, die den HERRN fürchten, die Kleinen und die Großen. Der HERR segne euch je mehr und mehr, euch und eure Kinder! Ihr seid die Gesegneten des HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat. Psalm 115,12-15

Die Verheißung Gottes, die Gabe des Heiligen Geistes werden auch unsere Kinder empfangen:
Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes. Denn euch und euren Kindern gilt diese Verheißung und allen, die fern sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird. Apostelgeschichte 2,38-39

So wie David sollen auch wir unseren Kindern und Kindeskindern das Erlösungswerk Christi verkündigen, damit sie die Verheißungen Gottes empfangen:
Ich aber will immer harren und mehren all deinen Ruhm. Mein Mund soll verkündigen deine Gerechtigkeit, täglich deine Wohltaten, die ich nicht zählen kann. Ich gehe einher in der Kraft Gottes des HERRN; ich preise deine Gerechtigkeit allein. Gott, du hast mich von Jugend auf gelehrt, und noch jetzt verkündige ich deine Wunder. Auch im Alter, Gott, verlass mich nicht, und wenn ich grau werde, bis ich deine Macht verkündige Kindeskindern und deine Kraft allen, die noch kommen sollen. Psalm 71,14-18

Wir müssen unseren Kindern die Furcht des HERRN lehren, damit sie ihre Zunge vor Bösem behüten und ihre Lippen nicht Trug reden, dann werden sie gut leben und schöne Tage sehen:
Kommt her, ihr Kinder, höret mir zu! Ich will euch die Furcht des HERRN lehren. Wer möchte gern gut leben und schöne Tage sehen? Behüte deine Zunge vor Bösem und deine Lippen, dass sie nicht Trug reden. Lass ab vom Bösen und tu Gutes; suche Frieden und jage ihm nach! Psalm 34,12-15

Das Gebot für Kinder und Eltern:
Siehe auch Familien(er-)leben und Die christliche Familie aus biblischer Sicht und Worte des Herrn an Eltern
Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn; denn das ist recht. »Ehre Vater und Mutter«, das ist das erste Gebot, das eine Verheißung hat: »auf dass dir's wohlgehe und du lange lebest auf Erden« (5.Mose 5,16). Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern erzieht sie in der Zucht und Ermahnung des Herrn. Epheser 6,1-4

Die Segnung der Kinder

Siehe auch den Artikel Unsere Kinder Segnen, Unsere Seite für christliche Eltern und
die Arche TV-Predigten Gottes Verheißungen für die Kinder: Was mit frühverstorbenen Kindern geschieht. Denn ihnen gehört das Himmelreich

Da wurden Kinder zu ihm gebracht, damit er die Hände auf sie legte und betete. Die Jünger aber fuhren sie an. Aber Jesus sprach: Lasset die Kinder und wehret ihnen nicht, zu mir zu kommen; denn solchen gehört das Himmelreich. Und er legte die Hände auf sie und zog von dort weiter. Matthäus 19,13-15
Es ist interessant, dass es hier nur kurz nach der Rede über die Scheidung (s. a. Markus 10,1-12) um Kinder geht (s. a. Markus 10,13-16). Oft sind sie es, die am meisten unter einer Scheidung zu leiden haben.
Einige Eltern brachten ihre Kinder zu Jesus, damit sie von dem Lehrer und Hirten gesegnet würden. Die Jünger sahen dies als eine Störung an und »fuhren sie an«. Aber Jesus greift hier mit den Worten ein, die ihn jedem Kind in jedem Alter sympathisch machen: »Lasst die Kinder, und wehrt ihnen nicht, zu mir zu kommen, denn solchen gehört das Reich der Himmel.«
Wir können aus diesen Worten verschiedene wichtige Lehren ziehen:
Erstens sollten wir jeden Diener des Herrn darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, auch die Kinder mit dem Wort Gottes zu erreichen, deren Geist noch höchst aufnahmefähig ist.
Zweitens sollten Kinder, die ihren Glauben an den Herrn Jesus bezeugen wollen, immer ermutigt und nicht zurückgehalten werden. Keiner kennt das Alter des jüngsten Menschen in der Hölle. Wenn ein Kind wirklich errettet werden möchte, dann sollte man ihm nicht sagen, es sei zu jung. Gleichzeitig sollte man Kinder jedoch nicht dazu bringen, ein falsches Zeugnis abzulegen. So sehr sie auf emotionale Appelle reagieren, sollten sie vor den »Hochdruckmethoden« mancher Evangelisten beschützt werden. Kinder müssen nicht erst erwachsen werden, um gerettet zu werden, sondern Erwachsene müssen wie Kinder werden:
 Zu derselben Stunde traten die Jünger zu Jesus und fragten: Wer ist doch der Größte im Himmelreich? Jesus rief ein Kind zu sich und stellte es mitten unter sie und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen. Wer nun sich selbst erniedrigt und wird wie dies Kind, der ist der Größte im Himmelreich. Und wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf. Wer aber einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Abfall verführt, für den wäre es besser, dass ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ersäuft würde im Meer, wo es am tiefsten ist. Weh der Welt der Verführungen wegen! Es müssen ja Verführungen kommen; doch weh dem Menschen, der zum Abfall verführt!  Matthäus 18,1-7
Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Markus 10,15
Drittens geben diese Worte unseres Herrn eine Antwort auf die Frage, was mit Kindern geschieht, die sterben, ehe sie für ihre Sünden zur Rechenschaft gezogen werden können. Jesus sagte: »Solcher ist das Reich der Himmel«. Das sollte als Verheißung für die Eltern genügen, die den Verlust eines ihrer Kleinen erleiden mussten.
Manchmal wird dieser Abschnitt dazu herangezogen, um die Taufe von Säuglingen zu rechtfertigen, die sie angeblich zu Gliedern Christi und Erben des Reiches macht. Wenn man genauer liest, dann brachten die Eltern ihre Kinder zu Jesus und nicht zur Taufe. Man wird außerdem feststellen, dass den Kindern das Reich Gottes schon gehört. Und man wird sehen, dass im ganzen Abschnitt nicht ein einziger Tropfen Wasser vorkommt. Siehe hierzu den Artikel Die Taufe eines Kindes

Wir sollen diese Kleinen nicht verachten, denn ihre Engel treten für sie vor Gott ein. Denn der Wille Gottes ist, dass nicht eines von diesen Kleinen verloren gehe:
Seht zu, dass ihr nicht einen von diesen Kleinen verachtet. Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen allezeit das Angesicht meines Vaters im Himmel. »Denn der Menschensohn ist gekommen, selig zu machen, was verloren ist« Was meint ihr? Wenn ein Mensch hundert Schafe hätte und eins unter ihnen sich verirrte: lässt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen, geht hin und sucht das verirrte? Und wenn es geschieht, dass er's findet, wahrlich, ich sage euch: Er freut sich darüber mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben. So ist's auch nicht der Wille bei eurem Vater im Himmel, dass auch nur eines von diesen Kleinen verloren werde. Matthäus 18,14

Unserem Herrn dienen

Wenn wir unserem Herrn in allem folgen und ihm durch Taten dienen, dann werden wir auch Feinde haben, die uns anzugreifen werden um unser Tun für den Herrn zu verhindern:
Schaff uns Beistand in der Not; denn Menschenhilfe ist nichts nütze. ... Mit Gott wollen wir Taten tun. Er wird unsre Feinde niedertreten. ... Denn du bist meine Zuversicht, ein starker Turm vor meinen Feinden. Psalm 60,13-61,4
David hatte großes Vertrauen auf Gott und Zuversicht, dass der Herr Israels Feinde besiegen wird. Ihre Feinde werden unter seinen Füßen zertreten werden.
Userere Feinde sind die Gottlosen in der Welt und Satan unser Widersacher. Aus uns selbst heraus sind wir nicht in der Lage, sie zu besiegen. Jedoch wird Gott und unser Herr Jesus Christus uns den Sieg geben über unsere Feinde (siehe Kapitel Überwinderleben). Wer auf seine Errettung vertraut, wird nicht enttäuscht werden.

Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen, denn ihr wisst, dass ihr von dem Herrn als Lohn das Erbe empfangen werdet. Ihr dient dem Herrn Christus! Kolosser 3,23-24
Unser ganzes Tun und Wirken sollen wir von ganzem Herzen für den Herrn tun auch wenn wir damit etwas für unsere Mitmenschen tun, denn wir dienen Christus. Als Lohn werden wir das himmlische Erbe empfangen, ein ewiges Leben bei Gott, unserem Vater, und Jeschua unserem Herrn.
Auch sollen wir Gott unserem Vater durch unseren Herrn Christus für alles danken:
Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jeschuas und dankt Gott, dem Vater, durch ihn. Kolosser 3,17

Abendmahl des Herrn
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Die Jünger, Apostel und ersten Christen in Jerusalem nahmen oft das Abendmahl zu sich:
Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet. ... Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen und lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk. Der Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden. Apostelgeschichte 2,42-47
Auch in den ersten Christengemeinden, die Paulus gegründet hatte, wurde das Abendmahl oft genommen:
Am ersten Tag der Woche aber, als wir versammelt waren, das Brot zu brechen ... Dann ging er hinauf und brach das Brot und aß und redete viel mit ihnen. Apostelgeschichte 20,7-11

Durch das Abendmahl des Herrn (manche nennen es auch das Herrenmahl) werden wir gesegnet, bekommen neue Kraft und Gesundheit und werden mehr & mehr mit dem Herrn eins sein:
Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dies Passalamm mit euch zu essen, ehe ich leide. ... Und er nahm den Kelch, dankte und sprach: Nehmt ihn und teilt ihn unter euch; denn ich sage euch: Ich werde von nun an nicht trinken von dem Gewächs des Weinstocks, bis das Reich Gottes kommt. Und er nahm das Brot, dankte und brach's und gab's ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis. Desgleichen auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird!  Lukas 22,16-20; Matthäus 26,26-28
»Dieses« besondere »Passah« hatte für ihn eine unaussprechliche Bedeutung, und er »sehnte« sich inständig danach, ehe er »leiden« musste. Er würde das Passah nicht mehr feiern, bis er auf die Erde zurückkehren und sein herrliches »Reich Gottes« errichten würde. Der Ausdruck »Mich hat herzlich verlangt« bedeutet eine intensive, leidenschaftliche Sehnsucht. Diese enthüllenden Worte laden alle Gläubigen jedes Zeitalters und jedes Ortes ein, darüber nachzudenken, wie leidenschaftlich Jeschua sich nach Gemeinschaft an seinem Tisch sehnt.
Der Herr Jeschua setzte dieses heilige Gedächtnismahl ein, damit seine Nachfolger in allen Jahrhunderten sich dadurch an seinen Tod erinnern würden. Zuerst gab er den Jüngern »Brot«, ein Symbol für seinen »Leib«, der schon bald für sie »gegeben« werden sollte. Dann kündete »dieser Kelch« ausführlich von seinem kostbaren »Blut«, das am Kreuz von Golgatha vergossen werden sollte. Er nannte ihn »Kelch des neuen Bundes in meinem Blut«, das für die Seinen »vergossen« werden sollte. Das bedeutet, dass »der neue Bund«, den er in erster Linie mit dem Volk Israel geschlossen hatte, durch sein Blut besiegelt wurde.

Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich euch weitergegeben habe: Der Herr Jeschuas, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, (Mt 26,26-28; Mk 14,22-24; Lk 22,19-20) dankte und brach's und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis. Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; das tut, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis. Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. 1.Korinther 11,23-26
Der Herr Jeschua nahm als Erstes das Brot und »dankte« dafür. Weil das Brot für seinen Leib stand, dankte er damit im Grunde Gott, dass er ihm einen menschlichen Leib gegeben hat, in dem er auf die Erde kommen und für die Sünden der Welt sterben konnte. Wenn wir das Brot essen, so erinnern wir uns an seinen Sühnetod für uns. Es liegt eine unaussprechliche Liebe in dem Ausdruck »zu meinem Gedächtnis«. Das Abendmahl ist also ein äußerer, symbolischer Ausdruck dafür, was wir glauben und wofür wir dankbar sind.
Der »neue Bund« wurde durch das »Blut« Christi unterzeichnet, und deshalb spricht Jeschua davon, dass der »Kelch … der neue Bund in meinem Blut« ist. Die Grundlage für den neuen Bund wurde durch das Kreuz geschaffen. Der »Kelch« steht für das kostbare Blut von Jesus, das fließen musste, um den Preis für unsere Schuld zu bezahlen. Das Blut seines eigenen Sohnes war das Wertvollste, das Gott geben konnte, um unsere Rettung zu erkaufen. Wie groß muss diese Liebe sein, wenn Jesus am Kreuz starb und sein Blut vergoss, damit wir zu Gott kommen können!
Vers 26 behandelt die Frage, wie oft das Herrenmahl gefeiert werden soll. »Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt«, heißt es. Damit wird kein Gesetz aufgestellt, auch wird kein festes Datum genannt. Es scheint aus Apostelgeschichte 20,7 hervorzugehen, dass es eine Praxis der Jünger war, sich am ersten Tag der Woche zu treffen, um des Herrn zu gedenken. Dass diese Anweisung nicht nur für die Tage der ersten Gemeinde galt, wird durch den Ausdruck »bis er kommt« hinreichend bewiesen.
Bei all diesen Anweisungen über das Herrenmahl ist es bemerkenswert, dass wir nirgends ein Wort über einen »Geistlichen« oder Priester lesen, der es austeilt. Es ist eine einfache, als Gedächtnismahl gefeierte Zusammenkunft, die dem ganzen Volk Gottes als Erbe hinterlassen wurde. Die Christen versammeln sich als gläubige Priester und verkündigen so des Herrn Tod, »bis er kommt«.

Der gesegnete Kelch, den wir segnen, ist der nicht die Gemeinschaft des Blutes Christi? Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi? Denn ein Brot ist's: So sind wir viele ein Leib, weil wir alle an einem Brot teilhaben. 1.Korinther 10,16-17
Das Brot, das wir brechen: Es ist das Brot, das beim Herrenmahl weitergereicht wird. Wenn wir das Brot essen, sagen wir im Grunde, dass wir alle durch das Opfer seines Leibes am Kreuz von Golgatha errettet worden und deshalb Glieder an seinem Leib sind. Kurz gesagt künden der Kelch und das Brot von der Gemeinschaft mit Christus und von der Teilhabe an seinem herrlichen Dienst für uns.
Alle Gläubigen, obwohl sie »die vielen« sind, bilden »einen Leib« in Christus, was durch das »eine Brot« dargestellt wird. »Alle nehmen teil an dem einen Brot« in dem Sinne, dass alle gemeinsam den Segen erlangen, der uns aufgrund der Dahingabe des Leibes Christi zu gutekommt.

Der Kelch und das Brot künden von der Gemeinschaft mit Christus, dies ist auch eine Vorschau auf die Hochzeit des Lammes, bei der wir zusammen mit unserem Herrn, in seiner herrlichen Gemeinschaft, an seinem Tisch sitzen und mit ihm das Hochzeitsmahl halten werden. Wir werden überwältigt sein von der Herrlichkeit unseres Bräutigams:
Lasst uns freuen und fröhlich sein und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Braut hat sich bereitet. Und es wurde ihr gegeben, sich anzutun mit schönem reinem Leinen. Das Leinen aber ist die Gerechtigkeit der Heiligen. Und er sprach zu mir: Schreibe: Selig sind, die zum Hochzeitsmahl des Lammes berufen sind. Offenbarung 19,7-9

Bei dem Hochzeitsmahl des Lammes wird der Herr nach seiner Auferstehung wieder zum ersten Mal von dem Passalamm essen und von dem Gewächs des Weinstocks wieder zum ersten Mal trinken:
Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dies Passalamm mit euch zu essen, ehe ich leide. Denn ich sage euch, dass ich es nicht mehr essen werde, bis es erfüllt wird im Reich Gottes. Und er nahm den Kelch, dankte und sprach: Nehmt ihn und teilt ihn unter euch; denn ich sage euch: Ich werde von nun an nicht trinken von dem Gewächs des Weinstocks, bis das Reich Gottes kommt. Lukas 22,15-18; Matthäus 26,26-29

Den Leib und Kelch Christi richtig beurteilen

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Wer nun unwürdig von dem Brot isst oder aus dem Kelch des Herrn trinkt, der wird schuldig sein am Leib und Blut des Herrn.  Der Mensch prüfe aber sich selbst, und so esse er von diesem Brot und trinke aus diesem Kelch. Denn wer so isst und trinkt, dass er den Leib des Herrn nicht achtet, der isst und trinkt sich selber zum Gericht. Darum sind auch viele Schwache und Kranke unter euch, und nicht wenige sind entschlafen. 1.Korinther 11,27-30
»unwürdig«: d.h. in einer Weise, die die Heilstat Christi durch liebloses Verhalten missachtet (z.B. nach Verse 20-22).
Das ist eine erschreckende Beschreibung. Paulus schreibt der Gemeinde, die er gegründet hat: "Dass sie den Leib des Herrn nicht achteten". Das ist ein Grund nicht der einzige, warum viele schwach und krank sind. Und ein gut Teil sind entschlafen, also viele sind gestorben. Viele sind früh gestorben, weil sie den Leib des Herrn nicht richtig beurteilt haben. Und interessanterweise schreibt er nicht: „Ihr habt das Blut des Herrn falsch beurteilt.“ Und auch nicht: „Ihr habt den Kelch falsch beurteilt.“ Sie hatten den "Leib des Herrn" falsch beurteilt.

"nicht achten": Die Gemeinde in Korinth achteten nicht auf den Wert des "Leibes des Herrn". Paulus schreibt:
Wenn ihr nun zusammenkommt, so hält man da nicht das Abendmahl des Herrn. Denn ein jeder nimmt beim Essen sein eigenes Mahl vorweg und der eine ist hungrig, der andere ist betrunken. 1.Korinther 11,20-21.

Unser Wissen und Verständnis über den Wert des "Leibes des Herrn" sowie über das vollkommen Erlösungswerkes unseres Herrn, der unseren Fluch Gottes auf sich nahm, ist unvollkommen. Wir verstehen nicht alles warum unser Herr die brutale Misshandlung durch die Juden und Römer, die Trennung von Gott Seinem Vater und die Sünden und Schuld der ganzen Welt tragen musste. Diese Sünden und Schuld waren eine Last für ihn, so groß und so schwer wie ein Meer, voller Abschaum und Unrat. Und er musste den grausamen Tod am Kreuz erleiden. Siehe hierzu den Abschnitt 1.6.3 Das Leiden Christi zu unserer Heilung

Der Herr ist mit uns

Gott der HERR war mit seinen Königen, Auserwählen, Propheten und Dienern, so dass sie getrost und ganz unverzagt den Auftrag des Herrn vollbringen konnten:
Sei nur getrost und ganz unverzagt, dass du hältst und tust in allen Dingen nach dem Gesetz, das dir Mose, mein Knecht, geboten hat. Weiche nicht davon, weder zur Rechten noch zur Linken, damit du es recht ausrichten kannst, wohin du auch gehst. Und lass das Buch dieses Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, dass du hältst und tust in allen Dingen nach dem, was darin geschrieben steht. Dann wird es dir auf deinen Wegen gelingen und du wirst es recht ausrichten. Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt seist. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst. Josua 1,7-9
Denn der HERR, dein Gott, ist bei dir, ein starker Heiland. Er wird sich über dich freuen und dir freundlich sein, er wird dir vergeben in seiner Liebe und wird über dich mit Jauchzen fröhlich sein.
Zefanja 3,17

Gott kämpfte für sein Volk:
Und Jahasiël sprach: Merkt auf, ganz Juda und ihr Einwohner von Jerusalem und du, König Joschafat! So spricht der HERR zu euch: Ihr sollt euch nicht fürchten und nicht verzagen vor diesem großen Heer; denn nicht ihr kämpft, sondern Gott. 2.Chronik 20,15

So wie der Herr mit seinem Volk Israel war ist er auch mit uns, er ist bei uns und geht mit uns, er trägt uns, leitet und führt uns, behütet und beschützt uns, schenkt uns Mut und Kraft, so dass wir alles vollbringen können was der Herr uns aufgetragen, befohlen und gesagt hat. Befiehl alle deine Wege dem Herrn an!:
... sie werden ihm den Namen Immanuel geben«, das heißt übersetzt: Gott mit uns. Matthäus 1,23
Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Matthäus 28,20
Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. Matthäus 18,20
Zuletzt, liebe Brüder, freut euch, lasst euch zurechtbringen, lasst euch mahnen, habt einerlei Sinn, haltet Frieden! So wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein. 2.Korinther 13,11
Was ihr gelernt und empfangen und gehört und gesehen habt an mir, das tut; so wird der Gott des Friedens mit euch sein. Philipper 4,9

Wir sind Priester und Könige
siehe Kapitel 7.4 Wir sind Priester und Könige vor Gott

Wir wissen, dass der Sohn Gottes zur Rechten der Majestät sitzt und alle Macht und Gewalt ihm gegeben ist. Er ist der König der Könige, Herr der Herren.
Er hat uns zu Priester und Könige gemacht. Wir sind sein Eigentum und sein königliches, priesterliches Geschlecht, Volk und Werkzeug. Er schaft in uns das Vollkommene. Wir sind in ihm und er ist in uns. So handeln und gehen wir in seiner Erkenntnis
.

Gereinigt und geläutert zur Heiligung
Siehe auch die Artikel Das Feuer Gottes reinigt und läutert!

Gemeinschaft mit Jesus durch Heiligung / Unser Glaubensziel

Gott prüft die Herzen und alles was vor Gott nicht bestehen kann möchte Er wegnehmen durch Reinigung und Läuterung, damit wir rein und heilig werden. Erst dann kann Er von Seiner Fülle, in uns hineinlegen, alles was Er für jeden einzelnen von uns bereitet hat, zu unser Erbauung und zur Erbauung anderer durch uns.
Wie der Tiegel das Silber und der Ofen das Gold, so prüft der HERR die Herzen. Sprüche 17,3
Denn, Gott, du hast uns geprüft und geläutert, wie das Silber geläutert wird. Psalm 66,10
Viele werden gereinigt, geläutert und geprüft werden, aber die Gottlosen werden gottlos handeln; alle Gottlosen werden's nicht verstehen, aber die Verständigen werden's verstehen. Daniel 12,10

Gott weiss, was noch so alles in uns liegt. Und gerade deshalb hat er diesen Prozess der Läuterung in Gang gesetzt. Nicht um uns zu zeigen, wie sündhaft und unvollkommen wir sind, sondern um uns zu reinigen und noch wertvoller und kostbarer als das vergängliche Gold zu machen:
Dann werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, damit euer Glaube als echt und viel kostbarer befunden werde als das vergängliche Gold, das durchs Feuer geläutert wird, zu Lob, Preis und Ehre, wenn offenbart wird Jeschua Christus. 1.Petrus 1,6-7
Der Glaube muß von Gott als echt befunden werden, damit wir das Glaubensziel der Heiligung und Vollkommenheit erreichen.
Wichtig ist auch, dass wir täglich Buße tun für unsere Sünden, damit Gott uns reinigen und läutern kann.

Reingewaschen durch das Blut Christi

Siehe auch das Kapitel 1.4 Erkauft & erlöst mit dem teuren Blut Christi

Wir sind von unseren Sünden reingewaschen durch das teure Blut Christi und den Geist Gottes:
Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde. 1.Johannes 1,7
... denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes.
1.Petrus 1,18-19
... und von Jesus Christus, welcher ist ader treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Herr über die Könige auf Erden! Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Offenbarung 1,5-6
... um wie viel mehr wird dann das Blut Christi, der sich selbst als Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!
Hebräer 9,14
Aber ihr seid reingewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes. 1.Korinther 6,11
... so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in vollkommenem Glauben, besprengt in unsern Herzen und los von dem bösen Gewissen und gewaschen am Leib mit reinem Wasser. Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat. Hebräer 10,22-23

Der Heilige Geist bewirkt in uns unsere Erneuerung. Er kann dieses Werk in uns vollbringen, da wir durch das vergossene kostbare und teure Blut Christi von unseren Sünden und unserer Schuld reingewaschen wurden:
Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heilands, machte er uns selig, nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit, durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung im Heiligen Geist, den er über uns reichlich ausgegossen hat durch Jesus Christus, unsern Heiland,  damit wir, durch dessen Gnade gerecht geworden, Erben des ewigen Lebens würden nach unsrer Hoffnung. Titus 3,4-7

Der Heilige Geist hat uns neu geboren:
Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Johannes 3,5

Durch das Wasserbad im Wort wurden wir gereinigt:
... wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben, um sie zu heiligen. Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, damit er sie vor sich stelle als eine Gemeinde, die herrlich sei und keinen Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern die heilig und untadelig sei. Epheser 5,25-27

Der Heilige Geist ist uns gegeben
siehe Kapitel 8.5 Gesalbt und versiegelt und uns den Geist gegeben
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Der Heilige Geist leitet und führt uns in alle Wahrheit, Gotteserkenntnis und Weisheit. Er öffnet die Herzen der Menschen, so dass sie durch unser Wort ihren Erlöser und Erretter erkennen können.
Durch den Heiligen Geist sind wir im Herrn und der Herr in uns ist. Auch redet Gott durch seinen Geist zu uns.
Hoffnung aber läßt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den heiligen Geist, der uns gegeben ist. Römer 5,5
Denn Gott hat uns nicht berufen zur Unreinheit, sondern zur Heiligung. Wer das nun verachtet, der verachtet nicht Menschen, sondern Gott, der seinen heiligen Geist in euch gibt.
1.Thessalonicher 4,7-8
Ein "Leben im Geist durch Glauben" ist nur mit Hilfe des Heiligen Geistes möglich.

Der Heilige Geist ist uns gegeben. Wir haben den Heiligen Geist von Gott und Seinem Sohn Jeschua als Tröster, Beistand und Helfer empfangen. Er gibt uns Erkenntnis und Verständnis für das Wort Gottes, führt und leitet uns, Er gibt uns Kraft, Stärke, Mut und Gesundheit, mit Ihm haben wir Gemeinschaft und durch Ihn haben wir Gemeinschaft mit Gott und unseren Herrn Jeschua Christus. Und nur über unseren "neuen Geist" haben wir Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist.
Das bedeutet jedoch keinesfalls, daß wir auf den Heiligen Geist ein Anrecht haben, oder Ihn in Besitz nehmen könnten. Denn Er ist uns aus Gnade und Liebe gegeben, damit wir von Ihm bewahrt und in das Ebenbild Christi verwandelt werden. Wir gehören dem Heiligen Geist und nicht Er uns! Ihm gebührt die gleiche Liebe, Ehrfurcht und Demut unsererseits wie wir sie Gott und Jeschua darbringen!

Wer aber dem Herrn anhängt, der ist ein Geist mit ihm. 1.Korinther 6,17

Um in das Reich Gottes zu kommen müssen wir von neuem geboren werden. Der Heilige Geist hat uns die Wiedergeburt (Neugeburt) gegeben, uns erneuert und wird dies in uns weiter fortführen, damit wir Jeschua immer ähnlicher werden. Er ist auch unser Helfer im Gebet.
Jeschua antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen. ... Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von neuem geboren werden. Johannes 3,3-7
Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heilands, machte er uns selig – nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit, durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung im Heiligen Geist, den er über uns reichlich ausgegossen hat durch Jeschua Christus, unsern Heiland. Titus 3,4-6

Neu geboren aber den Heiligen Geist noch nicht empfangen

Zum Thema "Neu geboren" siehe Abschnitt Wir wurden vom Geist Gottes neugeboren (wiedergeboren)

Es hatten nicht alle Gläubigen bei der Bekehrung zum Herrn den Heiligen Geist empfangen:
Petrus und Johannes kamen hinab und beteten für sie, dass sie den Heiligen Geist empfingen. Denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren allein getauft auf den Namen des Herrn Jeschua. Da legten sie die Hände auf sie und sie empfingen den Heiligen Geist. Apostelgeschichte 8,14-17
Es geschah aber, als Apollos in Korinth war, dass Paulus durch das Hochland zog und nach Ephesus kam und einige Jünger fand. Zu denen sprach er: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Sie sprachen zu ihm: Wir haben noch nie gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt. Und er fragte sie: Worauf seid ihr denn getauft? Sie antworteten: Auf die Taufe des Johannes. Paulus aber sprach: Johannes hat getauft mit der Taufe der Buße und dem Volk gesagt, sie sollten an den glauben, der nach ihm kommen werde, nämlich an Jeschua. Als sie das hörten, ließen sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jeschua. Und als Paulus die Hände auf sie legte, kam der Heilige Geist auf sie und sie redeten in Zungen und weissagten. Es waren aber zusammen etwa zwölf Männer. Apostelgeschichte 19,1-7
Diesen Gläubigen wurden von Gott bei ihrer Bekehrung durch den Heiligen Geist neu geboren, sonst wären sie keine Jünger Christi und sie hätten Christus nicht als ihren Herrn bekennen können:
... und niemand kann Jeschua den Herrn nennen außer durch den Heiligen Geist. 1.Korinther 12,3
Auch wurde durch den Heiligen Geist die Liebe Gottes in ihre Herzen ausgegossen:
Hoffnung aber läßt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den heiligen Geist, der uns gegeben ist. Römer 5,5
Es kann also sein, dass wir von neuem geboren sind und trotzdem den Heiligen Geist noch nicht empfangen haben, so wie die Jünger des Herrn, die nach der Auferstehung des Herrn von ihm angeblasen wurden damit sie den Heiligen Geist empfingen:
Da sprach Jeschua abermals zu ihnen: ... Und als er das gesagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmt hin den Heiligen Geist! Johannes 20,21-22

Ein Zeichen für den Empfang des Heiligen Geistes kann die Zungenrede und Weissagung sein, so wie einige Jünger in Ephesus diese durch Handauflegung empfingen:
Und als Paulus die Hände auf sie legte, kam der Heilige Geist auf sie und sie redeten in Zungen und weissagten. Apostelgeschichte 19,6
Sollten wir diese Zeichen nicht haben, so sollten wir uns keine Sorgen machen, denn der Heilige Geist ist in uns und gibt uns alles was wir für unser Glaubensleben brauchen. Möchtest du gerne die Zungenrede und Weissagung haben, so bitte Älteste, dass sie dir die Hände auflegen und für dich beten, dass du den Heiligen Geist empfangen mögest. Und Gott wird dir diesen gerne geben.

Mit Heiligem Geist und Feuer getauft
Die Jünger des Herrn brauchten zusätzlich zu dem Heiligen Geist, den sie empfangen hatten, auch die »Kraft aus der Höhe«, so wie der Herr dies verheißen hat, um für den auferstandenen Christus Zeugnis ablegen zu können. Auch wir brauchen diese »Kraft aus der Höhe«, so wie der Herr dies verheißen hat:
Und siehe, ich will auf euch herabsenden, was mein Vater verheißen hat. Ihr aber sollt in der Stadt bleiben, bis ihr ausgerüstet werdet mit Kraft aus der Höhe. Lukas 24,49
Wenn aber der Tröster kommen wird, den ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der wird Zeugnis geben von mir. Johannes 15,26
Am Pfingsttag empfingen die Jünger die »Kraft aus der Höhe« und wurden erfüllt von dem Heiligen Geist:
Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen. Apostelgeschichte 2,1-4
Der Heilige Geist war vom Vater in alttestamentlichen Schriftstellen wie Jesaja 44,3; Hesekiel 36,27 und Joel 3,1 verheißen worden. Auch heute ist der Heilige Geist am Wirken, er bereitet uns zu für ungläubige Menschen ein Zeugnis zu sein. Er gibt auch uns, so wie Petrus zu Pfingsten, den Mut, die Kraft und die Worte das Evangelium von Jeschua Christus zu verkündigen. Der Heilige Geist wirkt auch an den Menschen, die das Wort Gottes hören. Er gibt ihnen Verstehen und Glauben. Nur durch das gehörte Wort Gottes und das Wirken des Heiligen Geistes können Menschen umkehren, Buße tun und Jeschua als ihren Erretter und Erlöser annehmen. Siehe 10.12 Nur durch den Heiligen Geist können wir ein Zeuge des Herrn sein

Durch den Heiligen Geist der in uns wohnt, haben wir den Geist Christi, und dadurch ist Christus in uns. Bringe dem Heiligen Geist mit deinem liebenden Herz Dankbarkeit und Freude für das, was Er an dir tut. Betrübe nicht den Heiligen Geist durch Weltlichkeit, Stolz, Unvergebenheit und dämpfe Ihn nicht, so bist du gesegnet und wirst für andere ein Segen sein.

Von Gott voller Feuer und Kraft gesalbt
Lese auch den Artikel "Das Feuer Gottes - verzehrend und läuternd"

... der wird euch mit dem heiligen Geist und mit Feuer taufen. Matthäus 3,11; Lukas 3,16
Ich bin gekommen, ein Feuer anzuzünden auf Erden; was wollte ich lieber, als daß es schon brennte! Lukas 12,49
Jeschua möchte in jedem von uns ein Feuer anzünden. Es ist das "brennende Feuer" in Seinen Erlösten, in uns, durch das Feuer seines Geistes.
... was wollte ich lieber, als daß es schon brennte!
" Jeschua möchte nichts lieber, als dass dieses Feuer in Seinen Erlösten brennt. wir ein brennendes Herz für Ihn und ein brennendes Verlangen nach Seiner Gemeinschaft haben.
Seid brennend im Geist. Dient dem Herrn. Römer 12,11

... und seid dafür Zeugen. Und siehe, ich will auf euch herabsenden, was mein Vater verheißen hat. Ihr aber sollt in der Stadt bleiben, bis ihr ausgerüstet werdet mit Kraft aus der Höhe. Lukas 24,48-49
Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde. Apostelgeschichte 1,8
Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem heiligen Geist und fingen an, zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen. Apostelgeschichte 2,1-4
Dieses heilige Pfingstfeuer heiligt nicht nur, sondern gibt auch die Salbung zu einen gesalbten, feurigen und brennenden Dienst. Diese Pfingst-Salbung veränderte die Jünger schlagartig. Sie wurden mit Mut und Kraft erfüllt, furchtlos das Evangelium von Christus zu verkündigen. Sie wurden zu einem leuchtenden Licht für die ungläubige Menschen.

Die Salbung (Salbungs-Taufe) mit Heiligen Geist und mit Feuer gibt Kraft zum Überwinden und Kraft und Mut ein Zeuge Jeschua zu sein. Sie gibt uns selbst in Leiden und Verfolgung echte und tiefe Freude (Apostelgeschichte 5,40-41), welche die ersten Christen in Verfolgung nicht um ein Ende der Bedrängung, sondern um Freimut zum Zeugnis und vermehrte Heilungen, Zeichen und Wunder bitten lässt (Apostelgeschichte 4,29-30), die einen Petrus am Tag vor seiner geplanten Hinrichtung ruhig und tief schlafen lässt (Apostelgeschichte 12,6-7), die Paulus im Angesicht von Verfolgung und Unverständnis sagen lässt: In all dem überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat (Römer 8,37).

Viele Verheißungen Gottes und Gaben, die Gott uns gegeben hat, können durch den Empfang der Taufe mit Heiligen Geist und mit Feuer in unserem Leben Realität werden. Wichtig ist, dass wir nicht bei dieser Erfahrung stehen bleiben, sondern uns immer wieder danach ausstrecken mit dem Heiligen Geist und mit Feuer gefüllt zu werden und zu bleiben: Lasst euch (ständig) vom Geist erfüllen! (Epheser 5,18). Diese Aufforderung steht deshalb auch im Grundtext in einer Zeitform, die ein kontinuierliches ständiges Handeln ausdrückt.

Erweckungs-Feuer
Lese auch den Artikel "Erweckung"

Viele im Leib Christi haben sich jahrzehntelang nach einer Erweckung gesehnt und sich danach ausgestreckt mit Fasten und Beten. Bis heute ist in den Gemeinden Europas und vieler anderer Länder noch keine wahre, große Erweckung geschehen oder in Sicht. Ein Geist von Trägheit und Müdigkeit beginnt sich auszubreiten. Viele Christen, die Gott suchten und beteten, fangen an müde zu werden. Sie haben keine Geduld mehr. Deshalb suchen sie Erweckung nicht mehr persönlich bei ihrem Herrn und Gott, sondern wollen sich Erweckung bei anderen durch Handauflegung oder Erweckungszuspruch holen, ohne den Preis, die ganze Hingabe zu ihrem Herrn und Erlöser, zu bezahlen! Das Gott Erweckung bringen will zeigt das Wirken Gottes in vielen anderen Ländern der Welt. Diese Erweckungen wurden durch Buße, Umkehr und Heiligung der Gläubigen von Gott geschenkt. Sie haben ihre Herzenstür für den Herrn und Gott weit aufgetan:
Welche ich lieb habe, die weise ich zurecht und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße! Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir. Offenbarung 3,19-20

Buße, Umkehr und Heiligung bekommen wir nicht geschenkt. Aber unser Herr Jeschua zeigt uns einen konkreten Weg auf wie wir dies erreichen können. Auch darin zeigt sich seine Liebe zu uns. Überwindung unseres sündhaften Wesens, hin zur Heiligung, Gerechtigkeit und Salbung kann geschehen, wenn wir drei Dinge beim Herrn kaufen: Gold, im Feuer geläutert, weiße Kleider und Augensalbe. Dies sind keine Gnadengeschenke sondern sie haben ihren Preis. Der Preis ist die Überwindung unseres Eigenlebens:
Ich rate dir, daß du Gold von mir kaufst, das im Feuer geläutert ist, damit du reich werdest, und weiße Kleider, damit du sie anziehst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde, und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du sehen mögest. Offenbarung 3,18
Gold, im Feuer geläutert kaufen: Die Bereitschaft sich durch das Feuer des Herrn zur Heiligung reinigen zu lassen.
Weiße Kleider kaufen: Weiße Kleider, ein Bild für die Gerechtigkeit durch Jeschua.
Augensalbe kaufen: Augensalbe ist ein Bild für die Salbung des Heiligen Geistes.
Lese hierzu auch folgende Artikel "Das Feuer Gottes bringt Erweckung!", "Erweckungs-Feuer & die Voraussetzungen dazu"
und folgende Vision/Offenbarung:
"Beseitigt jedes Hindernis, welches mein Eingreifen zurückhält! Reinigt und heiligt euch!
"

Erweckung beginnt nicht bei deinem Nachbarn, sondern bei dir! Gott wartet darauf, dass du den ersten Schritt tust, dass du erkennst und einsiehst, dass du Erweckung nötig hast und IHN suchen musst (Hos.10,12). Erst wenn du im Gehorsam diesen Schritt gehst, du also neu ergriffen bist und das Feuer der ersten Liebe zu deinem Herrn und Erlöser, Jeschua, wieder in dir brennt, dann wird Gott Seine Segnungen und die Fülle Seines Geistes in deinem Leben ausschütten (Apg.5,32). Dann wird der Funke auf deine Familie überspringen, auf deine Nachbarschaft, auf deine Gemeinde und schließlich auf das ganze Land.

Es ist an der Zeit, dass das Volk Gottes einen Durchbruch im Heiligen Geist erlebt. Wenn es die Fülle des Heiligen Geistes empfängt, dann wird es wie ein mächtiges Feuer über sie kommen. Die Gläubigen werden dann wie ein gewaltiger Feuerbrand durch das Land ziehen, und Gott wird sie mächtig gebrauchen können. Sie sind so sehr von dem Feuer durchdrungen, so dass die Welt davon ergriffen wird und die Herrlichkeit des Herrn erkannt wird. Möchtest du solch ein Werkzeug in Gottes Hand sein? Dann bemühe dich deine Berufung und Erwählung festzumachen:
Darum, liebe Brüder, bemüht euch desto mehr, eure Berufung und Erwählung festzumachen. Denn wenn ihr dies tut, werdet ihr nicht straucheln und so wird euch reichlich gewährt werden der Eingang in das ewige Reich unseres Herrn und Heilands Jeschua Christus. Darum will ich's nicht lassen, euch allezeit daran zu erinnern, obwohl ihr's wisst und gestärkt seid in der Wahrheit, die unter euch ist. Ich halte es aber für richtig, solange ich in dieser Hütte bin, euch zu erwecken und zu erinnern. 2.Petrus 1,10-13

Betrübt und dämpft nicht den Heiligen Geist

Erlöste Kinder Gottes sind mit dem Heiligen Geist versiegelt (2.Kor 1,22; Eph 1,13-14; 4,30). Sie können Ihn deshalb nicht verlieren. Sie können Sein Wirken aber sehr wohl unterdrücken. Wenn wir den Kontext von Paulus’ Befehl "Den Geist dämpft nicht" betrachten, ist dies in mindestens zweierlei Hinsicht möglich:
Wir können den Geist in uns dämpfen, wenn wir die empfangenen Gnadengaben sich nicht entfalten lassen. Darum heisst es anschliessend: «Prophetische Rede verachtet nicht» (1.Thess 5,20). Dies bedeutet im biblischen Kontext, dass Gottes Wort klar und in «prophetischer» Autorität weitergegeben werden soll und wir dies prüfen und das Gute davon annehmen sollen:
Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt seid für den Tag der Erlösung. Epheser 4,30
Den Geist dämpft nicht. Prophetische Rede verachtet nicht. Prüft aber alles und das Gute behaltet.
1.Thessalonicher 5,19-21
Paulus befiehlt, den Heiligen Geist nicht zu dämpfen. Es scheint also eine wichtige Sache zu sein, eine Sache die ernst zu nehmen und zu befolgen ist. Was genau meint aber Paulus, wenn er sagt: „Den Geist dämpft nicht“. Was kann Paulus mit diesem dämpfen gemeint haben?
Das Wort „dämpfen“, welches hier im griechischen benutzt wird, wird auch noch in mehreren anderen Stellen der Bibel benutzt. Zum Beispiel auch in Mt 12, 20: „das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen, bis er die Gerechtigkeit hinausführt zum Sieg.
Das Wort wird in der Bibel hauptsächlich dafür benutzt, um das Auslöschen von einem Feuer zu beschreiben. Anstatt „dämpfen“ könnte man hier also auch das Wort mit „auslöschen“ oder „löschen“ übersetzen.
Paulus befiehlt uns also, dass Feuer des Heiligen Geistes nicht auszulöschen. Denn der Heilige Geist ist ein Feuer, wie wir auch in Apg 2 sehen können, wie mit Feuer Zungen kam der Heilige Geist auf die Jünger an Pfingsten. Diesen brennenden Heiligen Geist sollen wir nicht auslöschen, dieses Feuer das Gott in uns in Brand gesetzt hat.
Es geht also hier darum, dass wenn der Heilige Geist an uns wirken möchte oder durch uns an anderen wirken möchte, dass wir es zulassen und ihm gehorsam sind! Wenn wir ihn nicht an uns wirken lassen bzw. ihn nicht durch uns wirken lassen, dann löschen wir das Feuer des Heiligen Geistes aus. Und davor warnt uns Paulus. Wenn wir aber gehorsam sind, dann wird der Heilige Geist uns immer mehr in Brand setzten und wir kommen in eine andere Fülle des Heiligen Geistes.

Der Heilige Geist wird auch gedämpft durch das Praktizieren, Festhalten und Dulden von Sünde. Wenn wir den Kontext beachten, sehen wir sehr gut, was den Heiligen Geist unterdrücken kann:
Wir bitten euch aber, liebe Brüder, erkennt an, die an euch arbeiten und euch vorstehen in dem Herrn und euch ermahnen; habt sie umso lieber um ihres Werkes willen. Haltet Frieden untereinander. Wir ermahnen euch aber, liebe Brüder: Weist die Unordentlichen zurecht, tröstet die Kleinmütigen, tragt die Schwachen, seid geduldig gegen jedermann. Seht zu, dass keiner dem andern Böses mit Bösem vergelte, sondern jagt allezeit dem Guten nach untereinander und gegen jedermann. Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jeschua an euch. 1. Thessalonicher 5,12-18

Gott einen Teil von den materiellen Gütern zurückgeben
Lese auch den Artikel "Der Zehnte im Neuen Testament"

Für ein siegreiches Glaubensleben ist es auch wichtig in das Reich Gottes zu investieren.
Eigentlich sollte es für uns selbstverständlich sein, dass wir Gott einen Teil von den materiellen Gütern zurückgeben, womit er uns beschenkt, denn wer reichlich sät wird auch reichlich ernten. Paulus hat es etwas anders formuliert:
Ich meine aber dies: Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen. Ein jeder, wie er's sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. 2.Korinther 9,6-7

Wie ist meine Herzenseinstellung? Darauf kommt es Gott in erster Linie an. Investiere ich von meinen Einkommen einen Teil ins Reich Gottes weil ich muss, oder weil ich ein fröhlicher Geber bin? Gebe ich nur den Zehnten meines Einkommens, und lege das Übrige des Überflusses aufs Sparkonto?
Auch wenn du nur wenig geben kannst, gebe es mit fröhlichen Herzen:
Und es kam eine arme Witwe und legte zwei Scherflein ein; das macht zusammen einen Pfennig. Und er rief seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Gotteskasten gelegt als alle, die etwas eingelegt haben. Denn sie haben alle etwas von ihrem Überfluß eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut ihre ganze Habe eingelegt, alles, was sie zum Leben hatte. Markus 12,42-44

Investiere deinen Überfluss ins Reich Gottes:
Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe einbrechen und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz. Matthäus 6,19-21
Lass dein Herz entscheiden, du bist frei und stehst nicht unter dem Gesetz:
Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei. Johannes 8,36
Schon im Alten Testament brachten die Israeliten freiwillig und von Herzen matterielle Opfergaben und investierten ins Werk Gottes:
Und alle, die es gern und freiwillig gaben, kamen und brachten dem HERRN die Opfergabe zur Errichtung der Stiftshütte und für allen Dienst darin und für die heiligen Kleider. 2.Mose 35,21 Luther Bibel 1984
Nach der Schlachter Bibel 2000: Und sie kamen - jeder, den sein Herz dazu trieb, und jeder dessen Geist willig war; sie brachten dem HERRN eine freiwillige Gabe für das Werk der Stiftshütte und seinen ganzen Dienst und für die heiligen Kleider.

Wir sollen nicht stehlen sondern arbeiten, damit wir von unserem Verdienten einen Teil davon ins Reich Gottes investieren können, indem wir auch den Bedürftigen unterstützen können:
Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern arbeite und schaffe mit eigenen Händen das nötige Gut, damit er dem Bedürftigen abgeben kann. Epheser 4,28

Wir sollen unseren Feinden wir zu essen und zu trinken geben. Denn die feurigen Kohlen auf seinem Haupt werden vielleicht sein Herz öffnen, so dass er durch unsere Liebe die Liebe Christi erkennen und umkehren, Buße tun, Christus und uns um Vergebung bitten kann und so errettet wird. Durch diese Investition ins Reich Gottes können auch Feinde Christi zu seinen Nachfolgern werden:
Vielmehr, »wenn deinen Feind hungert, gib ihm zu essen; dürstet ihn, gib ihm zu trinken. Wenn du das tust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln« (Sprüche 25,21-22). Römer 12,20

Unser Herz nicht am Reichtum hängen, sondern Schätze im Himmel sammeln

... fällt euch Reichtum zu, so hängt euer Herz nicht daran. Psalm 62,11

Wir sollen aus Liebe zu Gott uns Schätze im Himmel und nicht Schätze auf Erden sammeln. Wenn wir dies tun, so dienen wir damit Gott und nicht dem Geld:
Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe einbrechen und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz. ... Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. Matthäus 6,19-24; siehe auch Lukas 12,33-34

Wollen wir das ewige Leben haben, so sollen wir unseren Nächsten lieben wie uns selbst und unseren Reichtum den Armen geben und dem Herrn nachfolgen, so werden wir einen Schatz im Himmel haben. Ein Reicher der Schätze sammelt und sein Herz daran hängt wird schwer ins Himmelreich kommen:
Und siehe, einer trat zu ihm und fragte: Meister, was soll ich Gutes tun, damit ich das ewige Leben habe? Er aber sprach zu ihm: Was fragst du mich nach dem, was gut ist? Gut ist nur Einer. Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote. Da fragte er ihn: Welche? Jesus aber sprach: »Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; ehre Vater und Mutter« (2.Mose 20,12-16); und: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« Da sprach der Jüngling zu ihm: Das habe ich alles gehalten; was fehlt mir noch? Jesus antwortete ihm: Willst du vollkommen sein, so geh hin, verkaufe, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm und folge mir nach! Als der Jüngling das Wort hörte, ging er betrübt davon; denn er hatte viele Güter. Jesus aber sprach zu seinen Jüngern: Wahrlich, ich sage euch: Ein Reicher wird schwer ins Himmelreich kommen. Und weiter sage ich euch: Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme. Als das seine Jünger hörten, entsetzten sie sich sehr und sprachen: Ja, wer kann dann selig werden? Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist's unmöglich; aber abei Gott sind alle Dinge möglich. Matthäus 19,16-26

Wir sind mit Christus auferstanden, deshalb suchen wir nicht nach dem, was auf Erden ist, sondern trachten nach dem was droben ist:
Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist. Kolosser 3,1-2

Wir sollen uns an dem genügen was uns Gott zu kommen lässt. Denn wenn wir reich werden wollen, so werden wir in Versuchung und in viele törichte und schädliche Begierden fallen. Durch Geldgier werden wir vom Glauben abgeirren:
Denn wir haben nichts in die Welt gebracht; darum werden wir auch nichts hinausbringen. Wenn wir aber Nahrung und Kleider haben, so wollen wir uns daran genügen lassen. Denn die reich werden wollen, die fallen in Versuchung und Verstrickung und in viele törichte und schädliche Begierden, welche die Menschen versinken lassen in Verderben und Verdammnis. Denn Geldgier ist eine Wurzel alles Übels; danach hat einige gelüstet und sie sind vom Glauben abgeirrt und machen sich selbst viel Schmerzen. 1.Timotheus 6,7-10

Auch sollen nicht auf den unsicheren Reichtum hoffen, sondern auf Gott, der uns alles reichlich darbietet, und Gutes tun, reich werden an guten Werken so werden wir uns einen Schatz sammeln und somit das wahre Leben ergreifen können:
Den Reichen in dieser Welt gebiete, dass sie nicht stolz seien, auch nicht hoffen auf den unsicheren Reichtum, sondern auf Gott, der uns alles reichlich darbietet, es zu genießen; dass sie Gutes tun, reich werden an guten Werken, gerne geben, behilflich seien, sich selbst einen Schatz sammeln als guten Grund für die Zukunft, damit sie das wahre Leben ergreifen. 1.Timotheus 6,17-19

Das Gericht über die Reichen:
Und nun, ihr Reichen: Weint und heult über das Elend, das über euch kommen wird! Euer Reichtum ist verfault, eure Kleider sind von Motten zerfressen. Euer Gold und Silber ist verrostet und ihr Rost wird gegen euch Zeugnis geben und wird euer Fleisch fressen wie Feuer. Ihr habt euch Schätze gesammelt in diesen letzten Tagen! Siehe, der Lohn der Arbeiter, die euer Land abgeerntet haben, den ihr ihnen vorenthalten habt, der schreit, und das Rufen der Schnitter ist gekommen vor die Ohren des Herrn Zebaoth. Ihr habt geschlemmt auf Erden und geprasst und eure Herzen gemästet am Schlachttag. Ihr habt den Gerechten verurteilt und getötet, und er hat euch nicht widerstanden. Jakobus 5,1-6

Unser Lohn wird gewaltig und herrlich sein, wenn wir alles verlassen haben und dem Herrn nachgefolgt sind:
Da fing Petrus an und sprach zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt; was wird uns dafür gegeben? Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, werdet bei der Wiedergeburt, wenn der Menschensohn sitzen wird auf dem Thron seiner Herrlichkeit, auch sitzen auf zwölf Thronen und richten die zwölf Stämme Israels. Und wer Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Kinder oder Äcker verlässt um meines Namens willen, der wird's hundertfach empfangen und das ewige Leben ererben. Matthäus 19,27-29

Von Gott werden Gemeindemitglieder für ein Amt oder einen Dienst eingesetzt

Gott setzt Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer nach seinem Herzen ein, die uns in Einsicht und Weisheit weiden sollen. Auch sollen sie uns zum Werk des Dienstes zurüsten und uns auferbauen, damit wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, so dass wir zur Fülle Christi gelangen:
Und ich will euch Hirten geben nach meinem Herzen, die euch weiden sollen in Einsicht und Weisheit. Jeremia 3,15
Und er hat einige als Apostel eingesetzt, einige als Propheten, einige als Evangelisten, einige als Hirten und Lehrer, damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden, bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi, damit wir nicht mehr unmündig seien und uns von jedem Wind einer Lehre bewegen und umhertreiben lassen durch trügerisches Spiel der Menschen, mit dem sie uns arglistig verführen. Epheser 4,11-14

Älteste, Bischhöfe & Diakone müssen durch Gebet und Fasten eingesetzt und dem Herrn anbefohlen werden, damit von Gott und Christus bestätigt werden kann, ob diese von ihnen auch erwählt wurden:
Und sie stellten zwei auf: Josef, genannt Barsabbas, mit dem Beinamen Justus, und Matthias, und beteten und sprachen: Herr, der du aller Herzen kennst, zeige an, welchen du erwählt hast von diesen beiden, damit er diesen Dienst und das Apostelamt empfange. Apostelgeschichte 1,23-25
Und sie setzten in jeder Gemeinde Älteste ein, beteten und fasteten und befahlen sie dem Herrn, an den sie gläubig geworden waren. Apostelgeschichte 14,23

Alle die in ein Amt oder Dienst eingesetzt werden müssen einen guten Ruf haben und voll Heiligen Geistes und Weisheit sein. Auch sollen ihnen beim Gebet die Hände aufgelegt werden:
Darum, ihr lieben Brüder, seht euch um nach sieben Männern in eurer Mitte, die einen guten Ruf haben und voll Heiligen Geistes und Weisheit sind, die wir bestellen wollen zu diesem Dienst. Wir aber wollen ganz beim Gebet und beim Dienst des Wortes bleiben. Und die Rede gefiel der ganzen Menge gut; und sie wählten Stephanus, einen Mann voll Glaubens und Heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, den Judengenossen aus Antiochia. Diese Männer stellten sie vor die Apostel; die beteten und legten die Hände auf sie. Apostelgeschichte 6,3-6

Die in ein Amt oder Dienst eingesetzt werden sollten auch folgende Eigenschaften aufweisen:
Das ist gewisslich wahr: Wenn jemand ein Bischofsamt begehrt, der begehrt eine hohe Aufgabe. Ein Bischof* aber soll untadelig sein, Mann einer einzigen Frau, nüchtern, maßvoll, würdig, gastfrei, geschickt im Lehren, kein Säufer, nicht gewalttätig, sondern gütig, nicht streitsüchtig, nicht geldgierig, einer, der seinem eigenen Haus gut vorsteht und gehorsame Kinder hat in aller Ehrbarkeit. Denn wenn jemand seinem eigenen Haus nicht vorzustehen weiß, wie soll er für die Gemeinde Gottes sorgen? Er soll kein Neugetaufter sein, damit er sich nicht aufblase und dem Urteil des Teufels verfalle. Er muss aber auch einen guten Ruf haben bei denen, die draußen sind, damit er nicht geschmäht werde und sich nicht fange in der Schlinge des Teufels. 1.Timotheus 3,1-7
Denn ein Bischof soll untadelig sein als ein Haushalter Gottes, nicht eigensinnig, nicht jähzornig, kein Säufer, nicht streitsüchtig, nicht schändlichen Gewinn suchen; sondern gastfrei, gütig, besonnen, gerecht, fromm, enthaltsam; er halte sich an das Wort der Lehre, das gewiss ist, damit er die Kraft habe, zu ermahnen mit der heilsamen Lehre und zurechtzuweisen, die widersprechen. Titus 1,7-9
* Bischof: von altgriechisch ἐπίσκοπος epískopos ‚Aufseher', ‚Hüter', ‚Schützer'
Bischof (Worterklärung der Lutherbibel): (Aufseher) Im Neuen Testament noch nicht Bezeichnung für ein übergemeindliches Amt. In Phil 1,1 Bezeichnung für die Aufseher oder Verwalter neben den Helfern (Diakonen) in der Gemeinde, in Apg 20,28 für die Ältesten der Gemeinde in Ephesus, in 1.Tim 3,1; Tit 1,7 für den Leiter der Gemeinde neben den Diakonen, in 1.Petr 2,25 im umfassenden Sinn auf Jesus übertragen (Gemeindeleiter).

Die Ältesten und Gemeindeleiter müssen sich in ihrem Glauben an Christus bewährt haben um ihren Dienst gut ausrichten zu können, so werden sie von der Gemeinde Anerkennung erhalten:
Desgleichen sollen die Diakone ehrbar sein, nicht doppelzüngig, keine Säufer, nicht schändlichen Gewinn suchen; sie sollen das Geheimnis des Glaubens mit reinem Gewissen bewahren. Und man soll sie zuvor prüfen und wenn sie untadelig sind, sollen sie den Dienst versehen. Desgleichen sollen ihre Frauen ehrbar sein, nicht verleumderisch, nüchtern, treu in allen Dingen. Die Diakone sollen ein jeder der Mann einer einzigen Frau sein und ihren Kindern und ihrem eigenen Haus gut vorstehen. Welche aber ihren Dienst gut versehen, die erwerben sich selbst ein gutes Ansehen und große Zuversicht im Glauben an Christus Jesus. 1.Timotheus 3,8-13
Diakon (Worterklärung der Lutherbibel): Urchristliches Gemeindeamt. Über die Aufgaben der Diakone wissen wir nichts Sicheres. Wahrscheinlich übernahmen sie Verwaltungsaufgaben und organisierten die Liebestätigkeit.

Dank und Fürbitte sollten für die, die ein Amt oder einen Dienst haben, getan werden:
Paulus und Timotheus, Knechte Christi Jesu, an alle Heiligen in Christus Jesus in Philippi samt den Bischöfen und Diakonen:
 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!  Ich danke meinem Gott, sooft ich euer gedenke – was ich allezeit tue in allen meinen Gebeten für euch alle, und ich tue das Gebet mit Freuden –, für eure Gemeinschaft am Evangelium vom ersten Tage an bis heute; und ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird's auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.
Philipper 1,1-6

Älteste und Gemeindeleiter sollten für Kranke beten und mit Öl sallben:
Ist jemand unter euch krank, der rufe zu sich die Ältesten der Gemeinde, dass sie über ihm beten und ihn salben mit Öl in dem Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden getan hat, wird ihm vergeben werden. Bekennt also einander eure Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist. Jakobus 5,14-16

Die Gaben Gottes können uns durch Weissagung oder Handauflegung der Ältesten gegeben und erweckt (entfacht) werden. Und dies geschieht nicht durch Macht oder menschliche Fähigkeiten der Ältesten, sondern durch den Heiligen Geist:
Lass nicht außer Acht die Gabe in dir, die dir gegeben ist durch Weissagung mit Handauflegung der Ältesten. 1.Timotheus 4,14
Aus diesem Grund erinnere ich dich daran, dass du erweckest die Gabe Gottes, die in dir ist durch die Auflegung meiner Hände. 2.Timotheus 1,6
Wir wissen nicht genau, welche »Gnadengabe« Timotheus gegeben war, ob die des Evangelisten, des Hirten oder des Lehrers. Die allgemeinen Aussagen dieser Briefe führen uns zu der Schlussfolgerung, dass er ein Hirte und zugleich ein Lehrer war. Doch wir wissen, dass »die Gnadengabe« ihm »durch Weissagung mit Handauflegung der Ältestenschaft gegeben worden ist«. Zunächst einmal wurde sie »durch Weissagung« oder zugleich mit ihr gegeben. Das bedeutet einfach, dass ein Prophet in einer Gemeinde aufstand und erklärte, dass der Geist Gottes Timotheus eine bestimmte »Gnadengabe« gegeben habe. Der Prophet hat die Gabe nicht gegeben, sondern sie angekündigt. Dies ging mit »Handauflegung der Ältestenschaft« einher. Und wieder wollen wir betonen, dass die Ältesten nicht die Macht hatten, diese Gabe an Timotheus weiterzugeben. Durch ihre Handauflegung haben sie vielmehr ihre öffentliche Anerkennung dessen kundgetan, was der Heilige Geist schon getan hatte.

Auch heute noch können die Gaben Gottes durch Weissagung oder Handauflegung von Ältesten gegeben und erweckt (entfacht) werden. Und dies geschieht nicht durch Macht oder menschliche Fähigkeiten der Ältesten, sondern durch den Heiligen Geist. Dabei müssen die Ältesten beachten, dass sie "die Hände niemandem zu bald auflegen" damit sie "nicht teil an fremden Sünden!" haben. Das bedeutet, dass die Ältesten niemanden die Hände auflegen dürfen der Sünden begangen hat oder der sündigt. Sondern sie müssen den Sünder vor allen Gemeindemitgliedern zurecht weisen, damit dieser Gott und den Herrn für seine Sünden um Vergebung bittet, umkehrt und hinfort keine Sünden mehr begeht. Auch dürfen wir Gott für unseren Bruder, der sündigt, bitten und Gott wird ihm seine Sünden vergeben. Siehe 1.11 Gott für unseren Bruder, der sündigt, bitten:
Die da sündigen, die weise zurecht vor allen, damit sich auch die andern fürchten. Ich ermahne dich inständig vor Gott und Christus Jeschua und den auserwählten Engeln, dass du dich daran hältst ohne Vorurteil und niemanden begünstigst. Die Hände lege niemandem zu bald auf; habe nicht teil an fremden Sünden! Halte dich selber rein! 1.Timotheus 5,20-22

Christus ist der wahre gute Hirte und Bischof für alle die ein Amt oder einen Dienst haben, sowie für alle Gläubigen:
Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich mein Vater kennt und ich kenne den Vater. Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden. Johannes 10,14-16
Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.
Johannes 10,27-28
Denn ihr wart wie die irrenden Schafe; aber ihr seid nun bekehrt zu dem Hirten und Bischof eurer Seelen.
1.Petrus 2,25

Wir werden Gott über unser Leben Rechenschaft geben müssen

Vor den Augen Gottes bleibt nichts verborgen und alles Tun oder Reden wird aufgedeckt werden:
Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt vor den Augen Gottes, dem wir Rechenschaft geben müssen. Hebräer 4,13
Es ist nichts verborgen, was nicht offenbar wird, und nichts geheim, was man nicht wissen wird. Matthäus 10,26; Markus 4,22; Lukas 8,17; Lukas 12,2

Wir dürfen den Worten Gottes nichts hinzutun, damit wir dafür nicht wir zur Rechenschaft gezogen werden:
Alle Worte Gottes sind durchläutert; er ist ein Schild denen, die auf ihn trauen. Tu nichts zu seinen Worten hinzu, dass er dich nicht zur Rechenschaft ziehe und du als Lügner dastehst. Sprüche 30,5-6

Der HERR nimmt uns in Zucht und lehrt uns Erkenntnis, damit wir im Recht Gottes bleiben und er von uns nicht Rechenschaft fordern muss:
... und sagen: Der HERR sieht's nicht, und der Gott Jakobs beachtet's nicht. Merkt doch auf, ihr Narren im Volk! Und ihr Toren, wann wollt ihr klug werden? Der das Ohr gepflanzt hat, sollte der nicht hören? Der das Auge gemacht hat, sollte der nicht sehen? Der die Völker in Zucht hält, sollte der nicht Rechenschaft fordern – er, der die Menschen Erkenntnis lehrt? Aber der HERR kennt die Gedanken der Menschen: sie sind nur ein Hauch! Wohl dem, den du, HERR, in Zucht nimmst und lehrst ihn durch dein Gesetz, ihm Ruhe zu schaffen vor bösen Tagen, bis dem Gottlosen die Grube gegraben ist. Denn der HERR wird sein Volk nicht verstoßen noch sein Erbe verlassen. Denn Recht muss doch Recht bleiben, und ihm werden alle frommen Herzen zufallen. Psalm 94,7-15

Auch werden wir über jedes nichtige Wort, das wir geredet haben, Rechschaft geben müssen:
Ich sage euch aber, dass die Menschen Rechenschaft geben müssen am Tage des Gerichts von jedem nichtsnutzigen Wort, das sie geredet haben. Matthäus 12,36

Wir haben auch eine Verantwortung für die, die von uns Rechenschaft über unsere Hoffnung fordern:
Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist. 1.Petrus 3,15

Alle, die den Gläubigen vorstehen, haben eine besondere Verantwortung für diese, und müssen Rechenschaft dafür geben:
Gehorcht euren Lehrern und folgt ihnen, denn sie wachen über eure Seelen, und dafür müssen sie Rechenschaft geben, damit sie das mit Freuden tun und nicht mit Seufzen; denn das wäre nicht gut für euch. Hebräer 13,17

Jeder wird für sich selbst Gott Rechenschaft geben müssen:
So wird nun jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben. Römer 14,12

Das Apostolische Glaubensbekenntnis

Bibelstellen und Links sind vom Evangeliumdienst hinzugefügt worden!

Das Apostolische Glaubensbekenntnis ist in seinem Kern ein sehr altes Bekenntnis, das römische Christen bei ihrer Taufe sprachen. Seit dem Jahr 390 wird es als "Apostolisches" Bekenntnis bezeichnet, das von den meisten christlichen Kirchen dieser Welt (nicht nur von evangelischen) geteilt wird. Es ist unter anderen in der römisch-katholischen Kirche, in allen protestantischen Kirchen, des Bundes Freier evangelischer Gemeinden anerkannt:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde (siehe Gott, der Allmächtige, Heilige und Barmherzige).

Ich glaube an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn (Johannes 1,14; 3,16), unseren Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist (Lukas 1,35; Matthäus 1,18), geboren von der Jungfrau Maria (Matthäus 1,23),
gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, (siehe Leid und Tod des Herrn)
hinabgestiegen in das Reich des Todes, (siehe Christus hat auch den Toten das Evangelium verkündigt)
am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
(siehe Christi Auferstehung, Himmelfahrt und Herrlichkeit)
von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. (siehe Wiederkunft Jesu)

Ich glaube an den Heiligen Geist, (siehe Heiliger Geist)
die heilige christliche Kirche, (siehe Die lebendige Gemeinde Christi)
Gemeinschaft der Heiligen,
(siehe Einmütig Gemeinschaft miteinander haben, Einheit der Gläubigen, Die lebendige Gemeinde Christi)
Vergebung der Sünden, (siehe 1. Bekehrung & Glaube)
Auferstehung der Toten (siehe 13.1 Wir werden alle verwandelt werden zur Unsterblichkeit)
und das ewige Leben (siehe 13. Unsere Zukunft).
Amen

Das Glaubensbekenntnis des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden KdöR

1. Gott: Wir glauben an den einen ewigen Gott der Bibel, den Schöpfer Himmels und der Erde, der sich uns als Vater, Sohn und Heiliger Geist offenbart (siehe den Artikel Der Heilige Geist, Gott und Jesus sind in allem EINS).

2. Gott-Vater: Wir glauben an Gott den Vater, den Ursprung aller Vaterschaft, der in Barmherzigkeit und Fürsorge sich den Menschen zuwendet und will, dass alle zur Erkenntnis der Wahrheit kommen (1.Timotheus 2,4). Deshalb hat er in seiner alle menschliche Vorstellung übersteigenden Liebe seinen Sohn zur Errettung einer verlorenen Welt dahingegeben (Römer 8,2).

3. Jesus Christus: Wir glauben an Jesus Christus, das fleischgewordene Wort Gottes (Johannes 1,14; 1.Johannes 4,2; siehe 4.11 Christus ist das Wort Gottes), gezeugt vom Heiligen Geist (Lukas 1,35; Matthäus 1,18) und geboren von der Jungfrau Maria (Matthäus 1,23). In ihm hat Gott sich uns Menschen endgültig zum Heil geoffenbart (1.Petrus 1,20). Davon gibt die Bibel, die von Gottes Geist inspirierte Heilige Schrift des Alten und Neuen Testamentes, als unfehlbare Richtschnur unseres Lebens (Johannes 17,17; 2.Timotheus 3,16; 2.Petrus 1,20-21 siehe 7. Die Wahrheit Gottes, Denkens und Handelns Zeugnis. Als fleischgewordenes Wort Gottes (Johannes 1,14) hat Jesus Christus durch sein stellvertretendes endgültiges Opfer in seinem Tod am Kreuz (Philipper 2,8) ein für allemal das Heil (Hebräer 5,8-9) für alle Menschen erwirkt, um nach Auferstehung (Matthäus 28,5-6) und Himmelfahrt (Lukas 24,51; Apostelgeschichte 1,10), zur Rechten Gottes sitzend (Markus 16,19; 1.Petrus 3,22; Epheser 1,20-22), sich für uns fürbittend beim Vater (Römer 8,34; 1.Johannes 2,1; Hebräer 7,25) zu verwenden.
Wir glauben, dass Jesus, unser Herr, in Kraft und Herrlichkeit wiederkommen wird (Lukas 21,27; Apostelgeschichte 1,11 ), den Erretteten zu ewiger Herrlichkeit (siehe 13. Unsere Zukunft) und den Verlorenen zu ewigem Gericht (Offenbarung 20,12-15). In ihm lädt Gott alle Menschen als verlorene Sünder (Matthäus 9,13; Markus 2,17; Lukas 5,32; Römer 5,8 ) ein, sein Heil durch Buße (Lukas 15,7-10 ) und Glauben (1.Timotheus 1,15; siehe 4. Glaube) zu empfangen.

4. Heiliger Geist (siehe Heiliger Geist): Wir glauben an den Heiligen Geist, der aufgrund der Erlösung Jesu Christi durch die Wiedergeburt (siehe Wir wurden vom Geist Gottes neugeboren (wiedergeboren)) neues Leben in uns schafft (siehe Das Wirken des Heiligen Geistes an uns und in uns) und in der Auferstehung aus den Toten zur Vollendung bringt (siehe 13.1 Wir werden alle verwandelt werden zur Unsterblichkeit). Durch die Taufe mit dem Heiligen Geist will der erhöhte Herr alle Gläubigen zum Dienst befähigen. Durch seine Gegenwart in den Wiedergeborenen bringt er die Frucht des Geistes hervor. Dabei teilt der Heilige Geist in göttlicher Souveränität verschiedene Gaben, Dienste und Wirkungen (siehe 10. Gaben des Geistes und Gaben nach der Gnade) zur gegenseitigen Auferbauung der Gläubigen und zum Dienst an der Welt zu.

5. Die Gemeinde: Wir glauben, dass die Gemeinde die von Gott herausgerufene Gemeinschaft der von Sünde Erlösten ist, durch die er der Welt sein Heil verkünden lässt. Sie ist als der Leib Jesu (siehe Einheit der Gläubigen) außerdem der Ort des gegenseitigen Dienstes, zu dem Gott alle Glieder beruft und befähigt. Durch die Taufe (durch Untertauchen) (siehe Die biblische Taufe & Wassertaufe) aufgrund des persönlichen Bekenntnisses der Vergebung der Sünden und des Glaubens an Jesus Christus werden die Gläubigen der lokalen Gemeinde hinzugetan. Im Abendmahl (siehe Abendmahl des Herrn) verkündigt sie den Tod des Herrn und die gemeinsame Teilhabe an Jesus Christus als dem Haupt der Gemeinde (siehe Die lebendige Gemeinde Christi), seinem Leib, in Erwartung seiner Wiederkunft (siehe Wiederkunft Jesu).
Die Teilhabe an Jesus ihrem Herrn schließt besonders die Heiligung (siehe 11.5 Heilig sein, da der Herr heilig ist) und die glaubensvolle Erwartung auf Heilung (siehe Körperliche Heilung) und Wiederherstellung des ganzen Menschen ein (siehe Vergebung Heilung Befreiung).

Vorbereitete Wege

Gott ist nicht kompliziert, Er hat für uns alle Wege oder Schlüssel für ein siegreiches Glaubensleben vorbereitet. Der wichtigste Schlüssel hierzu ist die persönliche enge Beziehung und Gemeinschaft zu Gott, dem Vater und Seinem Sohn Jeschua Christus. Durch deine geistliche Neugeburt hast du schon Anteil an der Gemeinschaft mit Gott, Seinem Sohn und dem Heiligen Geist. Jeschua Christus ist in dir und du in Ihm. Der Heilige Geist, dein Beistand, Helfer, wohnt in dir. Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den heiligen Geist.

Vorbereitete Wege ist ein Geschenk Gottes. Gott hat uns alles für ein siegreiches Glaubensleben geschenkt:
Alles, was zum Leben und zur Frömmigkeit (Gottseligkeit) dient, hat uns seine göttliche Kraft geschenkt durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Kraft. Durch sie sind uns die teuren und allergrößten Verheißungen geschenkt, damit ihr dadurch Anteil bekommt an der göttlichen Natur, die ihr entronnen seid der verderblichen Begierde in der Welt. So wendet alle Mühe daran und erweist in eurem Glauben Tugend und in der Tugend Erkenntnis und in der Erkenntnis Mäßigkeit und in der Mäßigkeit Geduld und in der Geduld Frömmigkeit und in der Frömmigkeit brüderliche Liebe und in der brüderlichen Liebe die Liebe zu allen Menschen. 2.Petrus 1,3-7
Wir müssen mutig vorangehen im Glauben und im Vertrauen, das Christus mit uns ist und mit uns geht. Der Herr wird von uns nie etwas verlangen oder uns nie einen Auftrag geben das wir oder den wir nicht erfüllen und vollbringen können. Sondern wir glauben und vertrauen fest darauf, dass er Wege vorbereitet hat damit wir dies erfüllen können. Er schenkt uns dann in allem Gelingen und Sieg. Denn er hat in allem den Sieg am Kreuz von Golgatha für uns vollkommen vollbracht:

1. Im Kampf gegen die Mächte der Finsternis
2. In der Verkündigung des Erlösungswerkes Christi
3. Im Eheleben
4. In der Kindererziehung
5. Im Arbeitsleben
6. Im Gemeindeleben
7. Auf dem Gebiet der körperlichen und seelischen Heilung und Gesundheit
8. Auf dem Gebiet der finanziellen Siege

1. Bekehrung & Glaube

Siehe auch die Artikel "Schritte zum Glauben !" und Wie Gott sich um dein Leben kümmert und Der Zweck deines Lebens

Bekehrung ist eine Umkehr von unserem bisherigen Leben ohne Gott zu Gott und zu Christus hin. Dies geschieht indem wir das Wort Gottes von der Gerechtigkeit Gottes, die in Jesus gegeben ist, und vom Gericht Gottes hören. Darauf hin kann der Heilige Geist durch sein Wirken an unserem Herzen unsere geistlichen Augen öffnen und uns von unserer Sünde überführen, nicht an Jesus den Sohn Gottes zu glauben:
Und wenn er (der Heilige Geist) kommt, wird er der Welt die Augen auftun über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht; über die Sünde: dass sie nicht an mich glauben; über die Gerechtigkeit: dass ich zum Vater gehe und ihr mich hinfort nicht seht; über das Gericht: dass der Fürst dieser Welt gerichtet ist. Johannes 16,8-11

So überführt ergreifen wir im Glauben die rettende Hand Gottes. Gott bietet uns darauf hin das Heil in dem Opfertod Jesu am Kreuz an und erwartet, dass wir dies glauben und uns zu ihm wenden und das stellvertretende Werk Christi annehmen als für uns persönlich geschehen (unser einziger Anteil an unserer Errettung). Wir treffen also eine bewußte Entscheidung an Jesus zu glauben, übergeben ihm die Herrschaft über unser Leben und bitten ihn um Vergebung für unsere Sünden. Auf diese Bekehrung antwortet Gott und schafft durch den Heiligen Geist neues, ewiges Leben:
So tut nun Buße und bekehret euch, daß eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung kommen vom Angesicht des Herrn. Apostelgeschichte 3,19
Denn es ist hier kein Unterschied: sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten, (Wörtlich: »Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit verloren, die Gott ihnen zugedacht hatte.«) und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist. Den hat Gott für den Glauben hingestellt als Sühne in seinem Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit, indem er die Sünden vergibt, die früher begangen wurden in der Zeit seiner Geduld, um nun in dieser Zeit seine Gerechtigkeit zu erweisen, dass er selbst gerecht ist und gerecht macht den, der da ist aus dem Glauben an Jesus. Römer 3,22-26

1.1 Bekehren von der Finsternis zum Licht

Und ich will dich erretten von deinem Volk und von den Heiden, zu denen ich dich sende, um ihnen die Augen aufzutun, dass sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott. So werden sie Vergebung der Sünden empfangen und das Erbteil samt denen, die geheiligt sind durch den Glauben an mich. Apostelgeschichte 26,17-18

Nach dem Vorsatz des Herrn sollte Paulus „freigestellt“ oder „herausgenommen“ sein aus dem Volk und aus den Nationen; d. h., er sollte ausgesondert werden sowohl aus seinem eigenen Volk, den Juden, als auch aus den Heiden, um eine von beiden unterschiedliche Stellung einzunehmen. Doch in besonderer Weise war er zu den Nationen gesandt, wie der Schluß von Vers 17 erkennen läßt. Dem entspricht, was uns schon früher aufgefallen ist, daß er vielen Juden zum Segen war, solange er seinem Auftrag, in der heidnischen Welt zu wirken, nachkam.
Es war ein neuer Aufbruch in den Wegen Gottes, denn bis hierher waren sie sich selbst und ihren eigenen Wegen überlassen worden. In Finsternis und Unwissenheit hatten sie sich aufgehalten, aber jetzt sollten ihre Augen aufgetan werden. Wenn ihre Augen nun wirklich durch den mühevollen Dienst des Apostels geöffnet wurden, dann würden sie sich aus der Finsternis und der Gewalt Satans zu dem Licht und zu Gott hinwenden. Genau das ist es, was wir unter Bekehrung verstehen. Natürlich muß die Überführung von der Sünde darin enthalten sein, denn keiner von uns kann in Gottes Licht kommen ohne diese bußfertige Überzeugung. Dann aber wird die Vergebung empfangen, sie ist das Ergebnis jener Hinwendung. Die Vergebung ist ein göttlicher Akt, und sie löst große Freude aus.
Mit der Vergebung unserer Sünden wird auch die darauf ruhende Strafe weggenommen. Doch das nicht allein, uns fällt auch ein Erbteil zu, das wir mit all denen gemeinsam haben, die für Gott abgesondert sind. Alles „durch den Glauben an mich“.
Wir haben hier den Weg, auf dem wir den Segen erreichen. Nicht durch Werke, sondern durch den Glauben, und zwar durch den Glauben, dessen Gegenstand Christus ist. Die Kraft ist nicht im Glauben, sondern in der Person, auf der der Glaube ruht. So zeichneten sich schon im Augenblick seiner Bekehrung der künftige Lauf und Dienst des Paulus vor ihm ab, und durch eine Offenbarung des Herrn empfing er die Botschaft, die er predigen sollte. Vers 18 ist eine bündige Zusammenfassung der Segnungen, die das Evangelium dem vermittelt, der es im Glauben annimmt. Die Augen seines Herzens sind jetzt aufgetan und sein Geist erleuchtet, um die Wahrheit zu erkennen. Er ist aus der Finsternis zum Licht gebracht, aus der Macht Satans zu Gott. Seine Sünden sind vergeben, und er weiß es. Er hat Anteil am Erbe gemeinsam mit allen, die für Gott abgesondert sind.

1.2 Glaube an den Herrn Jeschua, so wirst du und dein Haus selig!

Und eine gottesfürchtige Frau mit Namen Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, hörte zu; der tat der Herr das Herz auf, sodass sie darauf Acht hatte, was von Paulus geredet wurde. Als sie aber mit ihrem Hause getauft war, bat sie uns und sprach: Wenn ihr anerkennt, dass ich an den Herrn glaube, so kommt in mein Haus und bleibt da. Und sie nötigte uns. Apostelgeschichte 16,14-15
Glaube an den Herrn Jeschua, so wirst du und dein Haus selig!
Apostelgeschichte 16,31

Gott identifiziert gern das Haus eines Menschen mit ihm selbst, um alle, die dazugehören, in Sein Segensangebot mit einzuschließen. Warum schließen wir diese Tatsache nicht des öfteren in unseren Glauben ein? In diesem Kapitel bekehren sich die Purpurhändlerin Lydia und ihr Haus, und der Gefängnisaufseher und sein Haus.
Auch alle Familienangehörigen, Bediensteten und Gäste der Purpurhändlerin Lydia und des Gefängnisaufsehers, die das Evangelium verstehen und glauben konnten, hörten das Evangelium und wurden gläubig.
Das ist sicher sehr ermutigend für alle, die Häusern vorstehen und die Gott in Seiner Gnade erreichen möchte. Gott sieht nicht die Person an, und was Er für den einen ist, ist Er für alle.

1.3 Wenn du mit deinem Munde bekennst, und von Herzen glaubst, so wirst du gerettet und gerecht

Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jeschua der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. Denn wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und wenn man mit dem Munde bekennt, so wird man gerettet. Denn die Schrift spricht (Jesaja 28,16): »Wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.« Es ist hier kein Unterschied zwischen Juden und Griechen; es ist über alle derselbe Herr, reich für alle, die ihn anrufen. Denn »wer den Namen des Herrn anrufen wird, soll gerettet werden« (Joel 3,5). Römer 10,9–13
Dieses Bekenntnis ist die persönliche, vorbehaltlose Überzeugung, dass Jeschua auch der Herr und Meister über unser eigenes Leben ist. Dieser Ausdruck umfasst Buße und Abkehr von Sünden, Vertrauen auf Jeschua zur Errettung und die Unterwerfung unter ihn als Herrn. Das ist der willentliche Aspekt des Glaubens in deinem Herzen. Glaube an die Auferstehung ist heilsnotwendig, denn sie beweist, dass Christus Gottes Sohn ist und dass der Vater sein stellvertretendes Opfer für Sünder angenommen hat.
Die Errettung steht für Menschen aus allen Nationen und Völkern bereit, die den Namen des Herrn anrufen.

1.4 Erkauft & erlöst mit dem teuren Blut Christi

Und da ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person einen jeden richtet nach seinem Werk, so führt euer Leben, solange ihr hier in der Fremde weilt, in Gottesfurcht; denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes. Er ist zwar zuvor ausersehen, ehe der Welt Grund gelegt wurde, aber offenbart am Ende der Zeiten um euretwillen, die ihr durch ihn glaubt an Gott, der ihn auferweckt hat von den Toten und ihm die Herrlichkeit gegeben, damit ihr Glauben und Hoffnung zu Gott habt. Habt ihr eure Seelen gereinigt im Gehorsam der Wahrheit zu ungefärbter Bruderliebe, so habt euch untereinander beständig lieb aus reinem Herzen. Denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, nämlich aus dem lebendigen Wort Gottes, das da bleibt. 1.Petrus 1,17-23
Wir werden ermahnt in Gottfurcht unser Leben zu führen. Das bedeutet, eine von Ehrerbietung geprägte »Furcht« Gottes und ein tiefes Verständnis dafür zu haben, wer Gott ist. Damit ist besonders die Erkenntnis gemeint, dass der Eine, den wir als »Vater« ansprechen, derselbe ist, der seine Kinder ohne Voreingenommenheit »nach« ihren Werken »richtet« (siehe 1.Korinther 3,11-16). Wenn wir erkennen, dass Sünder vor dem heiligen und gerechten Gott nicht bestehen können und er jeden Sünder richten muss, dann werden wir unser Leben Gott wohlgefällig führen.
Wir sind nicht mit »Silber und Gold« erkauft worden, sondern »mit dem teuren, kostbaren Blut Christi«
.
Der Erlöser war schon »vor Grundlegung der Welt« dazu bestimmt, für uns zu sterben. »Aber am Ende der Zeiten«, d. h. am Ende des Gesetzeszeitalters, kam er vom Himmel, um uns aus unserem früheren Lebenswandel zu erretten.
Der Vater zeigte sein Wohlgefallen am Erlösungswerk Christi, indem er ihn »aus den Toten auferweckt« und ihm Herrlichkeit und die höchste Ehrenstellung im Himmel gegeben hat.
Durch das vollkommene Erlösungswerk Christi sind unser »Glaube und« unsere »Hoffnung auf Gott gerichtet«. Wir glauben und leben in ihm und nicht in der gegenwärtigen bösen Weltordnung.
Dies wurde bewirkt durch das Lesen oder hören des lebendigen, unvergänglichen Wortes Gottes (Hebräer 4,12), im besonderen vom Gericht des heiligen und gerechten Gottes, der jeden Sünder richten wird, und vom Erlösungswerk Christi, das uns vor dem schrecklichen Gericht bewahrt. So konnte der Heilige Geist unser Herz öffnen und uns überführen, dass wir verlorene Sünder sind und ohne den Glauben an Christus den ewigen Tod, getrennt von Gott, erleiden müssten. Durch diese erschreckende Erkenntnis waren wir dann bereit unsere Sünden zu bekennen und Christus als unseren Erretter, Heiland und Herrn anzunehmen, sodass Gott und sein Sohn durch ihre grenzenlose Liebe uns aus der Finsternis herrausreissen konnten und uns die Wiedergeburt (Neugeburt), zu einem neuen geistlichen Leben in Christus, schenkten.
»Habt ihr eure Seelen gereinigt im Gehorsam der Wahrheit«: Wir haben unsere Seelen gereinigt indem wir der Wahrheit des Wortes Gottes gehorsam sind. Der Wahrheit des Wortes Gottes gehorsam zu sein, können wir nicht aus eigener Kraft, sondern nur aus der Kraft Gottes, die durch unseren Herrn in uns wirksam ist. Es ist besonders wichtig, dass wir eine ungefärbte Bruderliebe und untereinander beständig lieb aus reinem Herzen haben um gegenüber der Wahrheit des Wortes Gottes gehorsam zu sein. Nur dadurch, dass die Liebe Christi in uns ist kann unsere Liebe ungefärbt und rein aus ganzem Herzen kommen.

In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner Gnade, die er uns reichlich hat widerfahren lassen in aller Weisheit und Klugheit. Denn Gott hat uns wissen lassen das Geheimnis seines Willens nach seinem Ratschluss, den er zuvor in Christus gefasst hatte, um ihn auszuführen, wenn die Zeit erfüllt wäre, dass alles zusammengefasst würde in Christus, was im Himmel und auf Erden ist. Epheser 1,7-10
Gottes ewiger Plan für sein Volk ist die »Erlösung« durch das Werk Christi, wodurch wir von der Knechtschaft und der Schuld der Sünde befreit wurden und uns ein Leben der Freiheit geschenkt wurde. Der Herr Jeschua ist der Erlöser (»in ihm haben wir die Erlösung«). Wir sind die Erlösten. »Sein Blut« ist der Opferpreis, nichts Geringeres reichte aus.
Zur Erlösung gehört die »Vergebung der Sünden«. Christus musste unsere Sünden voll und ganz begleichen, ehe uns vergeben werden konnte. Das geschah am Kreuz.
Das Maß unserer »Vergebung« wird mit den Worten beschrieben: »… nach dem Reichtum seiner Gnade.« Wenn wir den »Reichtum« der »Gnade« Gottes ermessen können, dann können wir auch ermessen, wie er uns vergeben hat. Seine »Gnade« ist unermesslich! Und ebenso seine »Vergebung«!
Er hat uns in Gnade erwählt, vorherbestimmt und erlöst. Doch das ist noch nicht alles. Gott hat seine Gnade gegen uns »überströmen lassen in aller Weisheit und Einsicht« (Elb 2003). Das bedeutet, dass er uns in seiner Gnade seine Pläne und Ziele, die er mit uns verfolgt, mitgeteilt hat. Sein Verlangen besteht darin, dass wir Einsicht in seine Pläne für die Gemeinde und das Universum erhalten. Und deshalb hat er uns so ins Vertrauen gezogen und das große Ziel offenbart, auf das sich die gesamte Geschichte hinbewegt.
Es ist ein göttliches Geheimnis, das bisher unbekannt war, doch nun den Heiligen offenbart wird. Dieser herrliche Plan hat seinen Ursprung im souveränen Willen Gottes, ohne dass irgendetwas darauf Einfluss haben könnte: »… nach seinem Ratschluss.« Und im Mittelpunkt dieses Planes steht der Herr Christus, »den er zuvor in Christus gefasst hatte«.
Gottes Ziel ist: Er wird Christus als Haupt über »alles« im kommenden Reich einsetzen, ob es nun irdisch oder himmlisch sei.

Er ist auch nicht durch das Blut von Böcken oder Kälbern, sondern durch sein eigenes Blut ein für alle Mal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erworben. ... um wie viel mehr wird dann das Blut Christi, der sich selbst als Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott! Hebräer 9,12-14
Unser Herr ist »ein für alle Mal in das Heiligtum eingegangen«. Als er in den Himmel auffuhr, kam er in die Gegenwart Gottes, nachdem er das Werk der »Erlösung« auf Golgatha vollendet hatte. Wir sollten niemals aufhören, uns über diese Worte zu freuen: »ein für alle Mal«. Das Werk ist vollbracht, preist den Herrn! Er opferte sein »eigenes Blut«, nicht das von Stieren oder Böcken. Tierblut hatte keine Kraft, die Sünden hinwegzunehmen. Es war nur wirksam, um Vergehungen gegen die rituellen Gesetze wegzunehmen. Doch das Blut Christi hat unbegrenzten Wert, seine Macht reicht aus, um alle Sünden aller Menschen, die je gelebt haben, die jetzt leben und die in Zukunft leben werden, zu beseitigen. Natürlich wird seine Kraft nur für diejenigen wirksam, die im Glauben zu ihm kommen. Doch das Reinigungspotenzial an sich ist unbegrenzt. Durch sein Opfer »hat« er »eine ewige Erlösung« für uns erworben.
Es war ein Opfer, das »Gott« dargebracht wurde. Jeschuas war das fehlerlose, sündlose Lamm Gottes, das ihn aufgrund seiner Vollkommenheit befähigte, unsere Sünden zu tragen. Die Tieropfer mussten äußerlich fehlerlos sein, Jeschua dagegen war in jeder Hinsicht ohne Fehl. Sein »Blut« reinigt das »Gewissen … von toten Werken«, damit wir »dem lebendigen Gott« dienen können. Sein Blut reinigt uns von den toten Werken, die wir vollbrachten.

... und von Jeschua Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Herr über die Könige auf Erden! Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut. Offenbarung 1,5
Gnade und Friede kommen aber auch »von Jechua Christus, der der treue Zeuge ist, der Erstgeborene von den Toten«. Dies beschreibt eindeutig Gott den Sohn. Er ist der verlässlichste »Zeuge«. Als »Erstgeborener der Toten« ist er der Erste, der von den »Toten« auferstanden ist, um nie mehr zu sterben. Darüber hinaus ist er derjenige, der den Ehrenplatz und die Vorrangstellung vor allen hat, die aus den Toten auferstanden sind, um das ewige Leben zu genießen. Er ist auch der »König« über alle irdischen »Könige«. Nach seinem einleitenden Gruß schreibt Johannes einen Lobpreis auf den Herrn Jeschua. Zunächst einmal nennt er unseren Heiland denjenigen »der uns liebt und uns von unseren Sünden erlöst hat mit seinem Blut«. Man beachte die Zeitformen der Verben: Der Begriff »liebt« drückt eine allezeit gültige Wahrheit aus, »erlöst« dagegen ein vergangenes, vollendetes Werk. Man beachte auch die Reihenfolge: Er liebt uns, und er hat uns schon geliebt, ehe er uns »erlöst hat«. Und man beachte den Preis, den er dafür gezahlt hat: »mit seinem Blut«. Wenn wir uns ehrlich selbst betrachten, dann müssen wir zugeben, dass die Kosten eigentlich zu hoch waren. Wir haben es nicht verdient, zu solch einem ungeheuren Preis »erlöst« zu werden.

... und sie sangen ein neues Lied: Du bist würdig, zu nehmen das Buch und aufzutun seine Siegel; denn du bist geschlachtet und hast mit deinem Blut Menschen für Gott erkauft aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen. Offenbarung 5,9

Das neue Lied im Himmel würdigt den Herrn weil er mit seinem Blut Menschen aus allen Stämmen, Sprachen, Völkern und Nationen erkauft hat. Auch wir sollten ihm aus Dankbarkeit für unsere Erlösung ein neues Lied singen. Ihm und Gott dem Vater zur Ehre. Nur Jeschua, der Sohn Gottes ist deshalb würdig das Buch mit seinen sieben Siegeln zu nehmen und die Siegel aufzutun. Dieses Buch ist eine Offenbarung Gottes über das Geschehen auf der Erde vom Beginn des Erlösungswerkes Christi bis zum Ende der Erde.

1.5 Wir sind Kinder Gottes

Wir sind von Gott neu geboren und glauben an unseren Herrn Jeschua. Der Heilige Geist gibt uns Zeugnis, dass wir Kinder Gottes sind. In Jeschua haben wir die herrliche Freiheit der Kinder Gottes und sündigen nicht mehr:

Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind. Johannes 1,12-13
Selig sind die Friedfertigen (Frieden stiften); denn sie werden Gottes Kinder heißen. Matthäus 5,9
Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater!Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind.
Römer 8,14-16
... denn auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes.
Römer 8,21
Denn ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jeschua. Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen.
Galater 3,26-27
Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen – und wir sind es auch! Darum kennt uns die Welt nicht; denn sie kennt ihn nicht. Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber: wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. 1.Johannes 3,1-2
Wer aus Gott geboren ist, der tut keine Sünde; denn Gottes Kinder bleiben in ihm und können nicht sündigen; denn sie sind von Gott geboren. Daran wird offenbar, welche die Kinder Gottes und welche die Kinder des Teufels sind: Wer nicht recht tut, der ist nicht von Gott, und wer nicht seinen Bruder lieb hat. 1.Johannes 3,9-10

1.6 Christus ist auferstanden von den Toten als Erstling

Siehe auch den Artikel Jesus Christus, hat das Erlösungswerk Gottes vollbracht

Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind. Denn da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten. Denn wie sie in Adam alle sterben, so werden sie in Christus alle lebendig gemacht werden. Ein jeder aber in seiner Ordnung: als Erstling Christus; danach, wenn er kommen wird, die, die Christus angehören; danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, nachdem er alle Herrschaft und alle Macht und Gewalt vernichtet hat. Denn er muss herrschen, bis Gott ihm »alle Feinde unter seine Füße legt« (Psalm 110,1). Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod. Denn »alles hat er unter seine Füße getan« (Psalm 8,7). Wenn es aber heißt, alles sei ihm unterworfen, so ist offenbar, dass der ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat. Wenn aber alles ihm untertan sein wird, dann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott sei alles in allem. 1.Korinther 15,20-28
Indem Paulus triumphierend die Tatsache der Auferstehung Christi und ihre wunderbaren Folgen verkündigt. »Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind.« Es gibt in der Schrift eine Unterscheidung zwischen der Auferstehung der Toten und der Auferstehung aus den Toten. In den vorhergehenden Versen ging es um die Auferstehung der Toten. Mit anderen Worten, Paulus hat ganz allgemein erörtert, ob die Toten wirklich auferstehen können. Doch Christus ist von den Toten auferstanden. Das bedeutet, dass er bei seiner Auferstehung allein auferstanden ist, und nicht alle Toten. In diesem Sinne war es nur eine begrenzte Auferstehung. Jede Auferstehung ist eine Auferstehung der Toten, doch nur bei Christus und den Gläubigen geht es um eine Auferstehung aus den Toten.

1.6.1 Im Psalm 16 prophezeite David, dass der Herr nicht dem Tod überlassen wird und die Verwesung nicht sehe

Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; steht er mir zur Rechten, so werde ich festbleiben. Darum freut sich mein Herz, und meine Seele ist fröhlich; auch mein Leib wird sicher liegen. Denn du wirst mich nicht dem Tode überlassen und nicht zugeben, dass dein Heiliger die Verwesung sehe. Psalm 16,8-10
Diese Verse von Psalm 16 wurden von Petrus am Pfingsttag zitiert, wo er sie auf die Auferstehung Christi bezog:
Ihr Männer von Israel, hört diese Worte: Jesus von Nazareth, von Gott unter euch ausgewiesen durch Taten und Wunder und Zeichen, die Gott durch ihn in eurer Mitte getan hat, wie ihr selbst wisst – diesen Mann, der durch Gottes Ratschluss und Vorsehung dahingegeben war, habt ihr durch die Hand der Heiden ans Kreuz geschlagen und umgebracht. Den hat Gott auferweckt und hat aufgelöst die Schmerzen des Todes, wie es denn unmöglich war, dass er vom Tode festgehalten werden konnte. Denn David spricht von ihm (Psalm 16,8-11): »Ich habe den Herrn allezeit vor Augen, denn er steht mir zur Rechten, damit ich nicht wanke. Darum ist mein Herz fröhlich, und meine Zunge frohlockt; auch mein Leib wird ruhen in Hoffnung. Denn du wirst mich nicht dem Tod überlassen und nicht zugeben, dass dein Heiliger die Verwesung sehe. Du hast mir kundgetan die Wege des Lebens; du wirst mich erfüllen mit Freude vor deinem Angesicht.« Ihr Männer, liebe Brüder, lasst mich freimütig zu euch reden von dem Erzvater David. Er ist gestorben und begraben, und sein Grab ist bei uns bis auf diesen Tag. Da er nun ein Prophet war und wusste, dass ihm Gott verheißen hatte mit einem Eid, dass ein Nachkomme von ihm auf seinem Thron sitzen sollte, hat er's vorausgesehen und von der Auferstehung des Christus gesagt: Er ist nicht dem Tod überlassen, und sein Leib hat die Verwesung nicht gesehen. Diesen Jesus hat Gott auferweckt; dessen sind wir alle Zeugen. Da er nun durch die rechte Hand Gottes erhöht ist und empfangen hat den verheißenen Heiligen Geist vom Vater, hat er diesen ausgegossen, wie ihr hier seht und hört. Denn David ist nicht gen Himmel gefahren; sondern er sagt selbst (Psalm 110,1): »Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße mache.« So wisse nun das ganze Haus Israel gewiss, dass Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zum Herrn und Christus gemacht hat. Apostelgeschichte 2,22-36
Zusammenfassend führt hier Petrus folgende Punkte an:
1. David musste im Psalm 16 von Christus prophezeit haben und nicht über sich selbst, weil David gestorben und begraben ist und sein Grab ist bis zu diesem Zeipünkt in Jerusalem.
2. Als ein Prophet wusste der Psalmist, dass Gott Christus aus den Toten auferwecken würde, bevor er auf dem Thron regieren sollte.
3. David sagte daher voraus, Gott werde nicht zulassen, dass der Leib Christi verwesen sollte.
4. Gott weckte in der Tat Christus wieder auf, und was am Pfingsttag geschah, wurde möglich dadurch, dass Gott Jesus zum Herrn und Christus gemacht hat. So konnte der Herr den verheißenen Heiligen Geist, den er vom Vater empfangen hat, über seinen Jüngern und Aposteln ausgießen.

1.6.2 Offenbarung Jesaja's über Leid, Tod und Auferstehung des Herrn

Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten ... . Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn. Als er gemartert ward, litt er doch willig und tat seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird; und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer, tat er seinen Mund nicht auf. Er ist aus Angst und Gericht hinweggenommen. Wer aber kann sein Geschick ermessen? Denn er ist aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, da er für die Missetat meines Volks geplagt war. Und man gab ihm sein Grab bei Gottlosen und bei Übeltätern, als er gestorben war, wiewohl er niemand Unrecht getan hat und kein Betrug in seinem Munde gewesen ist. ... Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, wird er Nachkommen haben und in die Länge leben, und des HERRN Plan wird durch seine Hand gelingen. Weil seine Seele sich abgemüht hat, wird er das Licht schauen und die Fülle haben. Und durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, den Vielen Gerechtigkeit schaffen; denn er trägt ihre Sünden. Darum will ich ihm die Vielen zur Beute geben, und er soll die Starken zum Raube haben, dafür daß er sein Leben in den Tod gegeben hat und den Übeltätern gleichgerechnet ist und er die Sünde der Vielen getragen hat und für die Übeltäter gebeten. Jesaja 53,4-12

1.6.3 Das Leiden Christi zu unserer Heilung

Siehe hierzu auch den Artikel Jesus Christus, Gottes Lamm, hat das Erlösungswerk Gottes vollbracht besonders das Kapitel Leid und Tod des Herrn

Mehr als 700 Jahre vorher hatte Jesaja in die Zukunft geschaut und über den leidenden Retter gesprochen. Er sagt in Jesaja 52,14: "Wie sich viele über ihn entsetzten, weil seine Gestalt hässlicher war als die anderer Leute und sein Aussehen als das der Menschenkinder." Dies beschreibt den zerschlagenen Leib von Christus am Kreuz:
Christus wurde misshandelt und von römischen Soldaten wurde ihm eine Dorenkrone aufs Haupt gesetzt und sie schlugen ihn:
Und zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel an und flochten eine Dornenkrone und setzten sie ihm aufs Haupt und gaben ihm ein Rohr in seine rechte Hand und beugten die Knie vor ihm und verspotteten ihn und sprachen: Gegrüßet seist du, der Juden König!, und spien ihn an und nahmen das Rohr und schlugen damit sein Haupt. Matthäus 27,28-30
 Auch wurde er mehrmals ausgepeitscht. Und von den Römern ausgepeitscht zu werden, überlebten nur wenige. Wer Christus als Mensch gekannt hatte und ihn dann am Kreuz sah, hätte ihn nicht wiedererkannt.

Durch den Heiligen Geist erklärt Jesaja auch den Grund für dieses Leiden:
Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt. Jesaja 53,4-5 (siehe die gesamten Verse im Kapitel 1.6.2 Offenbarung Jesaja's über Leid, Tod und Auferstehung des Herrn)
"Durch seine Wunden sind wir geheilt" Luther Bibel, die Elberfelder übersetzt mit "durch seine Striemen ist uns Heilung geworden".
 Jesaja sagt, dass sein Körper zerschlagen wurde, um uns Heilung zu bringen. Durch die Striemen auf dem Körper Jesu können wir geheilt werden.
Der unsre Sünde selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz, damit wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben. Durch seine Wunden seid ihr heil geworden. 1.Petrus 2,24

1.6.3.1 Leiden der Gläubigen für Christus

Viele Gläubige leiden für Christus. Sie werden um seinetwillen verfolgt, geschlagen, gefoltert, misshandelt usw., erdulden Schmach, Spott, Gefängnis. Wie Paulus schreibt sind dies Leiden, »was an den Leiden Christi noch fehlt«:
Nun freue ich mich in den Leiden, die ich für euch leide, und erstatte an meinem Fleisch, was an den Leiden Christi noch fehlt, für seinen Leib, das ist die Gemeinde. Kolosser 1,24
Paulus tat seinen Dienst in einer Atmosphäre des Leidens. Paulus schreibt aus dem Gefängnis und kann sagen, dass er sich jetzt »in den Leiden« für die Heiligen, d. h. um ihretwillen, freut. Als Diener des Herrn Jesus Christus war er berufen, unzählige Mühen, Verfolgungen und Drangsale zu erleiden. Das war für ihn ein Vorrecht – das Privileg, das auf Erden zu erfüllen, »was an den Leiden Christi noch fehlt«, also noch aussteht. Was meint der Apostel damit? Zunächst kann dies sich nicht auf das Sühneleiden Christi am Kreuz beziehen. Dies ist ein für alle Mal vollendet, und kein Mensch kann an ihm jemals teilhaben. Doch es gibt einen Aspekt, hinsichtlich dessen der Herr Jesus noch immer leidet. Als Saulus von Tarsus auf der Straße nach Damaskus zu Boden geworfen wurde, hörte er eine Stimme vom Himmel, die sagte: »Saul, Saul, was verfolgst du mich?« Saulus hatte nicht bewusst den Herrn verfolgt, er hatte nur die Christen verfolgt. Er erkannte jedoch, dass er als Verfolger der Gläubigen eigentlich ihren Heiland verfolgte. Das Haupt im Himmel spürt die Leiden seines Leibes auf Erden.
Deshalb hält Paulus alle Leiden, die Christen um des Herrn Jesus willen ertragen müssen, für einen Teil der Leiden Christi, die »noch ausstehen«. Dazu gehören Leiden um der Gerechtigkeit willen, Leiden um seinetwillen (wenn Gläubige seine Schmach tragen) und um des Evangeliums willen.
Doch die »Drangsale des Christus« sind nicht nur Leiden für Christus, sondern auch dieselbe Art von Leiden, wenn auch in einem sehr viel geringerem Ausmaß, wie sie der Heiland erduldete, als er auf Erden war.
Die Leiden, die der Apostel »in« seinem »Fleisch« erduldete, geschahen für Christi Leib, d. h. für seine Gemeinde. Wenn sie für Christus leiden, dann leidet Christus auf eine sehr reale Weise mit ihnen.

Durch unser Leiden für Christus haben wir Anteil und Gemeinschaft an seinen Leiden:
Ihn möchte ich erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden und so seinem Tode gleich gestaltet werden, damit ich gelange zur Auferstehung von den Toten. Nicht, dass ich's schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei; ich jage ihm aber nach, ob ich's wohl ergreifen könnte, weil ich von Christus Jesus ergriffen bin. Philipper 3,10-12
Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi, wenn wir denn mit ihm leiden, damit wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden. Römer 8,17

Die Leiden unerlöster Menschen sind in gewissem Sinne zwecklos. Es ist keinerlei hohe Würde damit verbunden. Sie sind nur ein Vorgeschmack der Schmerzen der Hölle, die dann die Betreffenden für immer erdulden müssen. Das gilt jedoch nicht für die Leiden von Christen.

1.6.4 Die Apostel und Jünger Christi bezeugten, dass er von den Toten auferstanden ist

Siehe auch den Abschnitt 4.5 Wir haben Gewißheit über unseren Glauben

Als aber der Sabbat vorüber war und der erste Tag der Woche anbrach, kamen Maria von Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen. Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben. Denn der Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat hinzu und wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. Seine Gestalt war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie der Schnee. Die Wachen aber erschraken aus Furcht vor ihm und wurden, als wären sie tot. Aber der Engel sprach zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Stätte, wo er gelegen hat; und geht eilends hin und sagt seinen Jüngern, dass er auferstanden ist von den Toten. Und siehe, er wird vor euch hingehen nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt. Und sie gingen eilends weg vom Grab mit Furcht und großer Freude und liefen, um es seinen Jüngern zu verkündigen. Und siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegrüßt! Und sie traten zu ihm und umfassten seine Füße und fielen vor ihm nieder. Da sprach Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht hin und verkündigt es meinen Brüdern, dass sie nach Galiläa gehen: Dort werden sie mich sehen. Matthäus 28,1-10
Aber am ersten Tag der Woche sehr früh kamen sie zum Grab und trugen bei sich die wohlriechenden Öle, die sie bereitet hatten. Sie fanden aber den Stein weggewälzt von dem Grab und gingen hinein und fanden den Leib des Herrn Jesus nicht. Und als sie darüber bekümmert waren, siehe, da traten zu ihnen zwei Männer mit glänzenden Kleidern. Sie aber erschraken und neigten ihr Angesicht zur Erde. Da sprachen die zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden. Gedenkt daran, wie er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war: Der Menschensohn muss überantwortet werden in die Hände der Sünder und gekreuzigt werden und am dritten Tage auferstehen. Und sie gedachten an seine Worte. Und sie gingen wieder weg vom Grab und verkündigten das alles den elf Jüngern und den andern allen. Es waren aber Maria von Magdala und Johanna und Maria, des Jakobus Mutter, und die andern mit ihnen; die sagten das den Aposteln. Lukas 24,1-10
Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm auf Hebräisch: Rabbuni!, das heißt: Meister! Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. Maria von Magdala geht und verkündigt den Jüngern: Ich habe den Herrn gesehen, und das hat er zu mir gesagt. Am Abend aber dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten unter sie und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, dass sie den Herrn sahen. Johannes 20,16-20

Und siehe, zwei von ihnen (die Emmausjünger) gingen an demselben Tage in ein Dorf, das war von Jerusalem etwa zwei Wegstunden entfernt; dessen Name ist Emmaus. ... Und es geschah, als sie so redeten und sich miteinander besprachen, da nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehalten, dass sie ihn nicht erkannten. Er sprach aber zu ihnen: Was sind das für Dinge, die ihr miteinander verhandelt unterwegs? Da blieben sie traurig stehen. Und der eine, mit Namen Kleopas, antwortete und sprach zu ihm: Bist du der Einzige unter den Fremden in Jerusalem, der nicht weiß, was in diesen Tagen dort geschehen ist? ... Das mit Jesus von Nazareth, der ein Prophet war, mächtig in Taten und Worten vor Gott und allem Volk; wie ihn unsre Hohenpriester und Oberen zur Todesstrafe überantwortet und gekreuzigt haben. Wir aber hofften, er sei es, der Israel erlösen werde. ... Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren, zu trägen Herzens, all dem zu glauben, was die Propheten geredet haben! Musste nicht Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen? Und er fing an bei Mose und allen Propheten und legte ihnen aus, was in der ganzen Schrift von ihm gesagt war. Und sie kamen nahe an das Dorf, wo sie hingingen. Und er stellte sich, als wollte er weitergehen. Und sie nötigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden und der Tag hat sich geneigt. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben. Und es geschah, als er mit ihnen zu Tisch saß, nahm er das Brot, dankte, brach's und gab's ihnen. Da wurden ihre Augen geöffnet und sie erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen. Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er mit uns redete auf dem Wege und uns die Schrift öffnete? Und sie standen auf zu derselben Stunde, kehrten zurück nach Jerusalem und fanden die Elf versammelt und die bei ihnen waren; die sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und Simon erschienen.Und sie erzählten ihnen, was auf dem Wege geschehen war und wie er von ihnen erkannt wurde, als er das Brot brach. Lukas 24,13-35

Denn als Erstes habe ich (Paulus) euch weitergegeben, was ich auch empfangen habe: Dass Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; und dass er begraben worden ist; und dass er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift; und dass er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen. Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten noch heute leben, einige aber sind entschlafen. Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von allen Aposteln. Zuletzt von allen ist er auch von mir als einer unzeitigen Geburt gesehen worden. 1.Korinther 15,3-8

Christus hatte seinen Jüngern und Apostel angekündigt, dass er getötet und am dritten Tag auferstehen wird:
Seit der Zeit fing Jesus an, seinen Jüngern zu zeigen, wie er nach Jerusalem gehen und viel leiden müsse von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet werden und am dritten Tage auferstehen. Matthäus 16,21
Er aber gebot ihnen, dass sie das niemandem sagen sollten, und sprach: Der Menschensohn muss viel leiden und verworfen werden von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet werden und am dritten Tag auferstehen.
Lukas 9,21-22; Markus 8,31
Er nahm aber zu sich die Zwölf und sprach zu ihnen: Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn. Denn er wird überantwortet werden den Heiden, und er wird verspottet und misshandelt und angespien werden, und sie werden ihn geißeln und töten; und am dritten Tage wird er auferstehen. Lukas 18,31-33; Markus 10,32-34

1.7 Der Glaube kommt durch das Predigen des Wortes Christi

Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne Prediger? Wie sollen sie aber predigen, wenn sie nicht gesandt werden? Wie denn geschrieben steht (Jesaja 52,7): »Wie lieblich sind die Füße der Freudenboten, die das Gute verkündigen!« Aber nicht alle sind dem Evangelium gehorsam. Denn Jesaja spricht (Jesaja 53,1): »Herr, wer glaubt unserm Predigen?« So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi. Ich frage aber: Haben sie es nicht gehört? Doch, es ist ja »in alle Lande ausgegangen ihr Schall und ihr Wort bis an die Enden der Welt« (Psalm 19,5). Ich frage aber: Hat es Israel nicht verstanden? Als Erster spricht Mose (5.Mose 32,21): »Ich will euch eifersüchtig machen auf ein Nicht-Volk; und über ein unverständiges Volk will ich euch zornig machen.« Jesaja aber wagt zu sagen (Jesaja 65,1): »Ich ließ mich finden von denen, die mich nicht suchten, und erschien denen, die nicht nach mir fragten.« Zu Israel aber spricht er (Jesaja 65,2): »Den ganzen Tag habe ich meine Hände ausgestreckt nach dem Volk, das sich nichts sagen lässt und widerspricht.« Römer 10,14–21

Zuerst ist eine klare Verkündigung des Evangeliums nötig, wenn wahrer, rettender Glaube folgen soll. Wahrer Glaube hat stets einen Inhalt – das offenbarte Wort Gottes. Errettung wird denen zuteil, die das Evangelium hören und glauben.
Israel kannte nicht die Heilsbotschaft seiner eigenen Schriften, einschließlich der Wahrheit, dass das Evangelium die Heiden erreichen würde, wie es in 5Mo 32,21 und Jes 65,1-2 verheißen war.
»Ich will euch eifersüchtig machen auf ein Nicht-Volk«: Das sind die Heiden, die nicht zu Israel als Gottes besonderem, auserwähltem Volk gehörten.

Wir sind wiedergeboren aus dem lebendigen Wort Gottes, das Wort der Wahrheit:
Denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, nämlich aus dem lebendigen Wort Gottes, das da bleibt. ... aber des Herrn Wort bleibt in Ewigkeit« (Jesaja 40,6-8). Das ist aber das Wort, welches unter euch verkündigt ist. 1.Petrus 1,23-25
Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts und der Finsternis. Er hat uns geboren nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, damit wir Erstlinge seiner Geschöpfe seien. Jakobus 1,17-18

1.8 Zur Freiheit hat uns Christus befreit!

 Wir sind durch Christus zur Freiheit befreit und zur Freiheit berufen, so dass wir nicht mehr gesetzmäßig unter dem Joch der Knechtschaft leben:
Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen! Galater 5,1
Ihr aber, liebe Brüder, seid zur Freiheit berufen. Allein seht zu, dass ihr durch die Freiheit nicht dem Fleisch Raum gebt; sondern durch die Liebe diene einer dem andern. Denn das ganze Gesetz ist in einem Wort erfüllt, in dem (3.Mose 19,18): »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!« Galater 5,13-14
Denn das ist der Wille Gottes, dass ihr mit guten Taten den unwissenden und törichten Menschen das Maul stopft als die Freien und nicht als hättet ihr die Freiheit zum Deckmantel der Bosheit, sondern als die Knechte Gottes. Ehrt jedermann, habt die Brüder lieb, fürchtet Gott, ehrt den König! 1.Petrus 2,15-17

Der Geist Gottes ist in uns, so dass wir im neuen Wesen des Geistes und nicht im alten Wesen des Buchstabens leben:
Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. 2.Korinther 3,17
Nun aber sind wir vom Gesetz frei geworden und ihm abgestorben, das uns gefangenhielt, so daß wir dienen im neuen Wesen des Geistes und nicht im alten Wesen des Buchstabens. Römer 7,6
Denn das Gesetz des Geistes, der lebendig macht in Christus Jeschua, hat dich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. Römer 8,1
Durch Christus ist unser alter Mensch, mit seinen Leidenschaften und Begierden, mit gekreuzigt worden. Durch den Heiligen Geist können wir im Geist leben und wandeln, so dass wir der Sünde gestorben sind. Lassen wir uns vom Geist Gottes regieren, so wird die Sünde nicht über uns herrschen können:
Wir wissen ja, dass unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt ist, damit der Leib der Sünde vernichtet werde, sodass wir hinfort der Sünde nicht dienen. Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde. Sind wir aber mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden, und wissen, dass Christus, von den Toten erweckt, hinfort nicht stirbt; der Tod kann hinfort über ihn nicht herrschen. Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben ein für alle Mal; was er aber lebt, das lebt er Gott. So auch ihr, haltet dafür, dass ihr der Sünde gestorben seid und lebt Gott in Christus Jeschua. So lasst nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, und leistet seinen Begierden keinen Gehorsam. Auch gebt nicht der Sünde eure Glieder hin als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern gebt euch selbst Gott hin als solche, die tot waren und nun lebendig sind, und eure Glieder Gott als Waffen der Gerechtigkeit. Denn die Sünde wird nicht herrschen können über euch, weil ihr ja nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade. Römer 6,6-14
Regiert euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetz. Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht. Die aber Christus Jeschua angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden. Wenn wir im Geist leben, so laßt uns auch im Geist wandeln.
Galater 5,18-25

Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe. Ich bin mit Christus gekreuzigt. Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes. Ich werfe nicht weg die Gnade Gottes; denn wenn die Gerechtigkeit durch das Gesetz kommt, so ist Christus vergeblich gestorben. Galater 2,19-21

Warnung des Paulus vor Rückfall in die Gesetzlichkeit:
Ihr haltet bestimmte Tage ein und Monate und Zeiten und Jahre. Ich fürchte für euch, daß ich vielleicht vergeblich an euch gearbeitet habe. Galater 4,10-11
Paulus meinte damit, daß der an Christus Gläubige keine bestimmten Tage für den Gottesdienst, für das Abendmahl, für das Fasten usw. einhalten muß. Bestimmte Tage, und Monate und Zeiten und Jahre haben die Israeliten unter dem alten Bund einhalten müssen. Der Gläubige an Jeschua Christus ist dagegen zur Freiheit gegenüber der Gesetzlichkeit berufen, er ist im Geist allezeit und jeden Tag mit Gott und seinem Sohn Jeschua Christus verbunden.
Auch den Sabbat brauchen wir nicht einzuhalten:
So lasst euch nun von niemandem ein schlechtes Gewissen machen wegen Speise und Trank oder wegen eines bestimmten Feiertages, Neumondes oder Sabbats. Das alles ist nur ein Schatten des Zukünftigen; leibhaftig aber ist es in Christus. Kolosser 2,16-17
Jeschua ist Herr über den Sabbat:
Der Menschensohn ist ein Herr über den Sabbat. Matthäus 12,8
Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen. So ist der Menschensohn ein Herr auch über den Sabbat. Markus 2,27-28
Auch wenn Jeschua die jüdischen Gesetze gehalten hat, hat er in seiner Hingabe im Dienst an den Menschen keinen Unterschied zwischen den Tagen gemacht. Er hat auch am Sabbat geheilt, seinen Jüngern erlaubt am Sabbat Ähren zu pflücken (Matthäus 12,1-8), oder er forderte am Sabbat einen geheilten Mann auf sein Bett zu tragen (Johannes 5,8-10).
Nirgends im Neuen Testament werden die Christen aufgefordert, den Sabbat zu halten. Und doch erkennen wir das Prinzip des einen Tages, der nach sechs Tagen als Ruhetag gehalten wird, an.
So sind wir Gläubige in Jeschua Christus nicht an das Gesetz des Sabbats gebunden, sondern frei. Wir dürfen sowohl am Samstag (Sabbat) als auch am Sonntag, sowie an jedem anderen Tag unseren Gottesdienst feiern.

Für uns sind keine Speisen mehr unrein:
Ich weiß und bin gewiss in dem Herrn Jeschua, dass nichts unrein ist an sich selbst; nur für den, der es für unrein hält, ist es unrein. Wenn aber dein Bruder wegen deiner Speise betrübt wird, so handelst du nicht mehr nach der Liebe. Bringe nicht durch deine Speise den ins Verderben, für den Christus gestorben ist. Römer 14,14-15
Paulus und wir wissen, dass uns keine Speise mehr rituell unrein macht, wie es für einen Juden noch der Fall war, der unter dem Gesetz lebte. Unsere Speisen werden durch das Wort Gottes und das Gebet geheiligt (1. Tim 4,5). Sie sind durch das Wort geheiligt in dem Sinne, dass die Bibel sie ausdrücklich als »gut« bezeichnet. Und sie werden durch das Gebet geheiligt, wenn wir Gott bitten, sie zu seiner Verherrlichung und zur Stärkung unseres Leibes im Dienst für den Herrn zu gebrauchen. Doch wenn ein schwacher Bruder z. B. der Ansicht ist, dass es für ihn falsch ist, Schweinefleisch zu essen, dann ist es falsch. Wenn er es dennoch essen würde, dann würde er sein von Gott gegebenes Gewissen damit verletzen. Und wir sollen deshalb auf die Speise verzichten, die dem Schwachen zum Anstoß wird:
Aber Speise wird uns nicht vor Gottes Gericht bringen. Essen wir nicht, so werden wir darum nicht weniger gelten; essen wir, so werden wir darum nicht besser sein. Seht aber zu, dass diese eure Freiheit für die Schwachen nicht zum Anstoß wird! 1.Korinther 8,8-9
Sie gebieten, nicht zu heiraten und Speisen zu meiden, die Gott geschaffen hat, dass sie mit Danksagung empfangen werden von den Gläubigen und denen, die die Wahrheit erkennen. Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird; denn es wird geheiligt durch das Wort Gottes und Gebet. 1.Timotheus 4,3-5

Die Gläubigen sind auch frei in ihrer Entscheidung für ein bewußtes Leben mit Jeschua Christus und der Bibel. Damit gehören sie freiwillig zu einer christlichen Gemeinde, deren Mitte Jeschua Christus ist. Sie sind frei ihre Gemeinde zu verlassen und eine andere Gemeinde zu besuchen. Auch lassen sie sich nicht von Gemeindeleiter unter druck setzen oder manipulieren.

Gottes Gerechtigkeit kann nicht durch das Halten des Gesetzes erlangt werden kann, sondern »durch Glauben an Christus«. Siehe hierzu Kapitel 3.1 bis 3.4 Gerecht durch den Glauben und den Artikel Jeschua Christus hat die Gesetze für uns erfüllt

1.9 Wir sind in der Welt aber nicht von der Welt

 Zwar leben wir als Christen noch in dieser Welt, die noch immer Herrschaftsbereich des Satans ist, wir leben aber nicht mehr unter seiner Herrschaft. Jeschua bezeichnet den Stand seiner Jünger als in der Welt, doch nicht von der Welt:
Wäret ihr von der Welt, so hätte die Welt das Ihre lieb. Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt. Johannes 15,19
Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin. Johannes 17,16
Ich bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Johannes 17,11

Wir sind zur Freiheit berufen um für Jeschua zu leben, wir haben aber nicht die Freiheit mit der Welt zu leben:
Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters. Denn alles, was in der Welt ist, des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffärtiges Leben, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt. Und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit. 1.Johannes 2,15-17
Wisst ihr nicht, dass Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit Gott ist? Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein. Jakobus 4,4
Seht zu, dass euch niemand einfange durch Philosophie und leeren Trug, gegründet auf die Lehre von Menschen und auf die Mächte der Welt und nicht auf Christus. Kolosser 2,8
Wenn ihr nun mit Christus den Mächten der Welt gestorben seid, was lasst ihr euch dann Satzungen auferlegen, als lebtet ihr noch in der Welt. Kolosser 2,20
Denn wenn sie durch die Erkenntnis unseres Herrn und Heilands Jeschua Christus entflohen sind dem Unrat der Welt, werden aber wiederum in diesen verstrickt und von ihm überwunden, dann ist's mit ihnen am Ende ärger geworden als vorher. 2.Petrus 2,20

Der Herr hat die Welt für uns überwunden und da er in uns ist können auch wir durch ihn die Welt überwinden:
Das habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, bich habe die Welt überwunden. Johannes 16,33

Wir haben den Geist aus Gott empfangen und sind Kinder Gottes, so dass wir ohne Tadel und Makel in dieser Welt leben können ohne der verdorbenen und verkehrten Welt teilhaftig zu werden und uns von der Welt unbefleckt halten können:
Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, dass wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist. 1.Korinther 2,12
Tut alles ohne Murren und ohne Zweifel, damit ihr ohne Tadel und lauter seid, Gottes Kinder, ohne Makel mitten unter einem verdorbenen und verkehrten Geschlecht, unter dem ihr scheint als Lichter in der Welt, dadurch dass ihr festhaltet am Wort des Lebens. Philipper 2,14-16
Durch sie sind uns die teuren und allergrößten Verheißungen geschenkt, damit ihr dadurch Anteil bekommt an der göttlichen Natur, die ihr entronnen seid der verderblichen Begierde in der Welt. 2.Petrus 1,4
Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen und sich selbst von der Welt unbefleckt halten. Jakobus 1,27

In der Zeit, die uns der Herr in diesem irdischen Leben noch schenkt, trachten wir nach dem himmlischen Jerusalem. Denn wir sind wohl in der Welt, aber nicht von der Welt, sondern von oben her geboren. So sehnen wir uns allezeit danach, in die Herrlichkeit des Herrn aufgenommen zu werden:
Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel; woher wir auch erwarten den Heiland, den Herrn Jeschua Christus, der unsern nichtigen Leib verwandeln wird, daß er gleich werde seinem verherrlichten Leibe nach der Kraft, mit der er sich alle Dinge untertan machen kann. Philipper 3,20-21
Sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu den vielen tausend Engeln, und zu der Versammlung und Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel aufgeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten und zu dem Mittler des neuen Bundes, Jeschua, und zu dem Blut der Besprengung, das besser redet als Abels Blut. Hebräer 12,22-24
Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. So laßt uns nun durch ihn Gott allezeit das Lobopfer darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen. Hebräer 13,14-15

1.10 Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!

 Selig sind, die nicht sehen und doch glauben! Johannes 20,29
Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht; ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn ihr das Ziel eures Glaubens erlangt, nämlich der Seelen Seligkeit. 1.Petrus 1,8-9

Jeschua sah die Zeit voraus, in der er für die Gläubigen nicht mehr anwesend zu sehen war, sondern er durch den Heiligen Geist in ihnen wohnen würde. Nachdem Jeschua für immer zum Vater aufgefahren war, glaubten alle Christen, ohne den auferstandenen Herrn gesehen zu haben. Jeschua verkündete denen einen besonderen Segen, die ohne das den Jüngern gewährte Vorrecht glauben würden.

1.11 Gott für unseren Bruder, der sündigt, bitten

Lese hierzu auch die folgend aufgeführten Artikel über Sünde:
Nur der Sohn Gottes, der ohne Sünde ist, konnte die Sünden der Menschen tilgen
Der Sünde Sold ist der Tod aber Christus Jeschua ist das ewige Leben

Gottes Lamm trägt der Welt Sünde
Der unsre Sünde selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz
Christus hat durch sein eigenes Opfer die Sünde aufgehoben

Den Herrn und deinen Gott nicht lieben, ist Sünde

Sündigt aber dein Bruder an dir, so geh hin und weise ihn zurecht zwischen dir und ihm allein. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. Hört er nicht auf dich, so nimm noch einen oder zwei zu dir, damit jede Sache durch den Mund von zwei oder drei Zeugen bestätigt werde. Hört er auf die nicht, so sage es der Gemeinde. Hört er auch auf die Gemeinde nicht, so sei er für dich wie ein Heide und Zöllner. Matthäus 18,15-17
Liebe Brüder, wenn ein Mensch etwa von einer Verfehlung ereilt wird, so helft ihm wieder zurecht mit sanftmütigem Geist, ihr, die ihr geistlich seid; und sieh auf dich selbst, dass du nicht auch versucht werdest. Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.
Galater 6,1-2
Die Verfehlung, die Paulus hier anspricht, ist keine geplante Sünde. Sie ist eine Versuchung, die plötzlich auftaucht, in die der Betreffende hineinstolpert und aus der er nur schwer wieder herauskommt. Dies passiert besonders ganz jungen Christen. Sie werden plötzlich überwältigt, geben der Versuchung nach und wissen dann nicht, wie sie wieder aus der Situation herauskommen sollen.
Beachte, dass Paulus sagt: „Wenn ihr geistlich seid, bringt ihn wieder zurecht“:
Wir müssen ihnen dann helfen, in die richtige Beziehung zu Gott und der Gemeinde zurückzukommen. Das gilt auch für uns alle. Wir müssen für unsere Schwester und unseren Bruder, deren geistliches Leben durcheinandergeraten ist, da sein. Wir müssen ihm oder ihr helfen, die Situation wieder bereinigen zu können.
Wir sollten für sie beten, dass Gott ihnen hilft.

Liebe Brüder, wenn jemand unter euch abirren würde von der Wahrheit und jemand bekehrte ihn, der soll wissen: wer den Sünder bekehrt hat von seinem Irrweg, der wird seine Seele vom Tode erretten und wird bedecken die Menge der Sünden. Jakobus 5,19-20
Wenn jemand seinen Bruder sündigen sieht, eine Sünde nicht zum Tode, so mag er bitten und Gott wird ihm das Leben geben – denen, die nicht sündigen zum Tode. Es gibt aber eine Sünde zum Tode; bei der sage ich nicht, dass jemand bitten soll. Jede Ungerechtigkeit ist Sünde; aber es gibt Sünde nicht zum Tode.
1.Johannes 5,16-17
Welche Sünde, die zum Tode führt, ist hier gemeint? Johannes sagt, dass es
eine Sünde zum Tode gibt. Und diese "eine Sünde" sagt uns Jeschua in Matthäus 12,22-32:
Darum sage ich euch: Alle Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben; aber die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben. Und wer etwas redet gegen den Menschensohn, dem wird es vergeben; aber wer etwas redet gegen den Heiligen Geist, dem wird's nicht vergeben, weder in dieser noch in jener Welt. Siehe auch Markus 3,28-30 und Lukas 12,10.
Diese Sünde führt zum physischen und ewigen Tod.

Eine andere Sünde die zum physischen Tode führen kann, ist "Gott und den Heiligen Geist belügen":
In Apostelgeschichte 5,1-11 wird von Hananias und seiner Frau berichtet, dass sie einen Acker verkauften, aber Hananias hielt mit Wissen seiner Frau etwas von dem Geld zurück und brachte nur einen Teil den Aposteln. Sie behaupteten den Acker für diesen Preis verkauft zu haben. Petrus warf ihnen vor, dass der Satan ihre Herzen erfüllt hatte, sodass sie Gott und den Heiligen Geist belogen haben
. Beide fielen zu Boden,
starben und wurden begraben.

Folgender Kommentar zu "Es gibt aber eine Sünde zum Tode" wurde dem ERF Glaubens-FAQ Artikel "Die Grenze seiner Gnade" mit einigen Wort- und Satzänderungen entnommen:
Gottes Liebe ist unendlich groß. Schließlich opferte er seinen einzigen Sohn aus Liebe zu uns, und hat uns von Schuld und Sünde befreit. Und dennoch hat seine Liebe Grenzen. Dies wird uns in einigen Bibelstellen gezeigt, die selbst langjährige Christen verunsichern: Was ist die Sünde gegen den Heiligen Geist, die nicht vergeben wird? Wenn ich jemandem nicht vergeben kann, wird Gott mir auch nicht vergeben? Kann ich verloren gehen, weil ich einmal mutwillig gesündigt habe?
Die Bibel macht eine Unterscheidung zwischen einer Sünde, die „zum Tod führt“ und anderen Sünden, die „nicht zum Tod“ führen. Anders ausgedrückt: Gott vergibt dem Menschen jede erdenkliche Sünde, außer eine: Diese führt unweigerlich dazu, dass ein Mensch verloren geht. Es gibt also Grenzen der Vergebung. Doch was hat es damit auf sich: Wie schlimm muss eine Sünde sein, die Gott nicht vergibt?
Eine Stelle, in der so eine Grenze beschrieben wird, ist Matthäus 12,22-32 (vgl. Markus 3,22-30 und Lukas 12,10). Die Bibelstelle schildert eine Auseinandersetzung zwischen Jeschua und den Pharisäern, nachdem Jeschua einen Mann geheilt und von einem Dämon befreit hatte. Die Pharisäer behaupten, Jeschua treibe die bösen Geister im Namen des Satans aus. Sprich: Jeschua stehe mit dem Teufel in einem Bund. Eine harte Anklage. Jeschua antwortet daraufhin mit den besagten Worten: „Darum sage ich euch: Alle Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben;
aber die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben. Und wer etwas redet gegen den Menschensohn, dem wird es vergeben; aber wer etwas redet gegen den Heiligen Geist, dem wird's nicht vergeben, weder in dieser noch in jener Welt.“ (Matthäus 12,31-32)
Jeschua macht hier erst einmal eine total positive Aussage, über die wir uns freuen dürfen: Er vergibt dem Menschen jede erdenklich Sünde. Sogar, wenn jemand „gegen den Menschensohn“ redet, also über Jeschua selbst lästert. Es gibt lediglich eine Ausnahme: Demjenigen, der
„redet gegen den Heiligen Geist“, wird nicht vergeben werden. Was bedeutet das?
Die Pharisäer hatten das Wirken des Heiligen Geistes mit eigenen Augen gesehen und erlebt. Sie wussten, dass dieses Wunder nur durch Gottes Kraft geschehen sein konnte. Und doch leugneten sie es öffentlich, willentlich und entgegen jeder Logik. Wer das Wirken des Heiligen Geistes so offensichtlich erlebt wie die Pharisäer und es dennoch als das Werk Satans bezeichnet, der begeht die
„Sünde gegen den Heiligen Geist“.

Habe ich die Sünde gegen den Heiligen Geist begangen?:
Wer sich ängstlich fragt, ob er die Sünde gegen den Heiligen Geist begangen hat, kann sich entspannen. Er hat sie mit ziemlicher Sicherheit nicht begangen. Sein Herz ist offensichtlich noch empfindsam für die eigene Sünde. Denn: Die Sünde gegen den Heiligen Geist ist keine einzelne Tatsünde, die jemand sogar unbewusst begeht. Es handelt sich vielmehr um eine boshafte Herzenseinstellung eines Menschen, der Gott ablehnt und sein Handeln dem Satan zuschreibt. Wer sein Herz so verhärtet hat, interessiert sich gar nicht dafür, ob er die Sünde begangen hat.
Wer mutwillig sündigt:
Ähnlich verhält es sich mit der Stelle aus Hebräer 10. Um den Zusammenhang zu wahren, ist es sinnvoll, das ganze Kapitel, vor allem die Verse 26-31, nachzulesen. Zentral geht es um Hebräer 10,26: „Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, haben wir hinfort kein andres Opfer mehr für die Sünden.“
Das griechische Wort, das mit mutwillig übersetzt wurde, lautet hekousios und bedeutet vorsätzlich, willentlich oder freiwillig. Zudem steht das Wort im Präsens, was bedeutet, dass es sich um eine andauernde Handlung handelt. Diese Übersetzung stellt mich vor ein Problem: Denn wenn ich sündige, ist mir das sehr wohl bewusst. Außerdem sündige ich immer wieder. Demnach könnte niemand gerettet werden. Mutwillig muss hier also noch etwas anderes beinhalten.
Die darauffolgenden Verse bringen Licht ins Dunkel (vgl. Hebräer 10,29). Sie machen klar, dass es sich um eine Person handelt, die die Botschaft Jeschua verstanden und als Wahrheit erkannt hat, aber sie dennoch ablehnt, sogar verachtet:
Es handelt sich nicht um eine einzelne Tat, sondern um einen Zustand.
Diese Person unterscheidet sich in zwei Punkten von einem Nachfolger Jeschua: Zum einen kämpft sie nicht mehr gegen die Sünde. Zum anderen hat die Person Gefallen an der eigenen Boshaftigkeit (vgl. Römer 1,18-32). Ein Nachfolger Jeschua leidet jedoch an der eigenen Schuld und hat den Wunsch sie loszuwerden. Die Person, die im Hebräerbrief beschrieben ist, hat sich also bewusst von Gott abgewendet. Die Bibelstelle steht also in direktem Zusammenhang mit der „
Sünde gegen den Heiligen Geist“.
Auch für diese Stelle gilt: Wer Reue über seine Schuld empfindet, hat diese Sünde sicher nicht getan. Er darf Hebräer 10,26 dennoch ernst nehmen. Denn es ist eine Warnung an alle Christen, nicht leichtfertig mit der Sünde umzugehen. Niemand kehrt von heute auf morgen seinem Glauben den Rücken. Es ist meist ein schleichender Prozess, der ganz unauffällig damit beginnt, dass jemand nachlässig wird und über Sünde hinwegsieht.

Die Wichtigkeit von Vergebung:
Die letzte Grenze, die beispielhaft aufgegriffen werden soll, betrifft nicht die eigene, sondern fremde Schuld. In Matthäus 6,14-15 sagt Jeschua: „Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.“ (vgl. auch: Matthäus 18,23-35; Lukas 6,36-38) Siehe hierzu auch unsere Artikel "Die Wichtigkeit von Vergebung" & "Vergebung Heilung Befreiung"

1.12 Tod oder Leben stehen in der Zunge Gewalt!

Das gesprochene Wort kann Leben oder Verderben und Tod hervorbringen:
Einem Mann wird vergolten, was sein Mund geredet hat, und er wird gesättigt mit dem, was seine Lippen ihm einbringen. Tod und Leben stehen in der Zunge Gewalt; wer sie liebt, wird ihre Frucht essen. Sprüche 18,20-21
Die Frucht seiner Worte genießt der Fromme; aber die Verächter sind gierig nach Frevel. Wer seine Zunge hütet, bewahrt sein Leben; wer aber mit seinem Maul herausfährt, über den kommt Verderben. Sprüche 13,2-3
Wer Mund und Zunge bewahrt, der bewahrt sein Leben vor Not. Sprüche 21,23
Die Frucht unserer Worte bedeutet Tod oder Leben und wir werden die Früchte unserer Worte ernten. Frucht kommt von Samen, der gesät wurde. Unsere Worte sind Samen, die wir säen.

Im Jakobusbrief wird die Zunge mit einem Feuer verglichen:
Auch die Zunge ist ein Feuer, eine Welt voll Ungerechtigkeit. So ist die Zunge unter unsern Gliedern: sie befleckt den ganzen Leib und zündet die ganze Welt an und ist selbst von der Hölle entzündet. Jakobus 3,6
Die Zunge ist ein Feuer; eine Welt der Ungerechtigkeit, und kann den ganzen Lauf des Daseins entzünden. Unser ganzes Leben oder das Leben anderer kann dadurch entzündet werden. Ehen, das geistliche Leben oder die Gesundheit können durch unsere gesprochenen Worte niederbrennen. Jakobus sagt, wenn das geschieht „dann ist die Zunge vom Feuer der Hölle entzündet worden.“

David sah und hörte wie die Menschen Lug und Trug reden, deshalb wollte er, dass der HERR alle Heuchelei und die hoffärtig redende Zunge ausrottet:
Hilf, HERR! Die Heiligen haben abgenommen, und gläubig sind wenige unter den Menschenkindern. Einer redet mit dem andern Lug und Trug, sie heucheln und reden aus zwiespältigem Herzen. Der HERR wolle ausrotten alle Heuchelei und die Zunge, die hoffärtig redet, die da sagen: »Durch unsere Zunge sind wir mächtig, uns gebührt zu reden! Wer ist unser Herr?« Psalm 12,2-5

Wir können auch mit unserer Zunge sündigen:
Ich habe mir vorgenommen: Ich will mich hüten, dass ich nicht sündige mit meiner Zunge; ich will meinem Mund einen Zaum anlegen, solange ich den Gottlosen vor mir sehen muss. Ich bin verstummt und still und schweige fern der Freude und muss mein Leid in mich fressen. Mein Herz ist entbrannt in meinem Leibe; wenn ich daran denke, brennt es wie Feuer. So rede ich denn mit meiner Zunge. Psalm 39,2-4

Unsere Zunge bestimmt die Richtung unseres Lebens:
Denn wir verfehlen uns alle mannigfaltig. Wer sich aber im Wort nicht verfehlt, der ist ein vollkommener Mann und kann auch den ganzen Leib im Zaum halten. Wenn wir den Pferden den Zaum ins Maul legen, damit sie uns gehorchen, so lenken wir ihren ganzen Leib. Siehe, auch die Schiffe, obwohl sie so groß sind und von starken Winden getrieben werden, werden sie doch gelenkt mit einem kleinen Ruder, wohin der will, der es führt. So ist auch die Zunge ein kleines Glied und richtet große Dinge an. Siehe, ein kleines Feuer, welch einen Wald zündet's an! Jakobus 3,2-5
So bestimmt unsere Zunge die Richtung unseres Lebens. Wenn du den Verlauf deines Lebens nicht magst, setze das Ruder in eine andere Richtung. Sei weise und verwende Gottes Kenntnisse, Worte der Erkenntnis Gottes, das Wort Gottes. Wir müssen göttliche Erkenntnisse aussprechen, dann werden wir Früchte des Lebens ernten. Das Wort Gottes ist Geist und ist Leben.

Die Bibel, Gottes Wort, wird unvergänglicher Same genannt. Wenn Gottes Wort kommt, dann in Samenform. Jeschua sagte: „Der Sämann sät das Wort.“ Er vergleicht die Predigt des Evangeliums mit einem Sämann, der Samen in den Boden des menschlichen Herzens sät. Wir sollten Samen für eine gute Ernte im Leben unserer Kinder, unserer Ehe und Zukunft säen.

Aus dem Schatz und der Fülle des Herzens soll unser Mund reden:
Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens; und ein böser bringt Böses hervor aus dem bösen. Denn wes das Herz voll ist, des geht der Mund über. Lukas 6,45
Die Fülle des Herzens kommt von der Fülle Christi. Diese Fülle bekommen wir nur, wenn wir ein reines, brennendes Herz für Jeschua und Sein Wort haben (unser Schatz). Lass dein Herz von Jeschua reinigen und mit frischem Feuer füllen, so wird auch dein Mund und deine Zunge Worte des Lebens aussprechen. Wir alle sagen mal falsche Dinge.
Der Jakobusbrief sagt, dass der Mensch, der seine Zunge beherrscht, reif ist, auch den Leib zu beherrschen:
Denn wir verfehlen uns alle mannigfaltig. Wer sich aber im Wort nicht verfehlt, der ist ein vollkommener Mann und kann auch den ganzen Leib im Zaum halten. Jakobus 3,2

Gutes freundliches Reden bringt Segen und erbaut:
Lasst kein faules Geschwätz aus eurem Mund gehen, sondern redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Segen bringe denen, die es hören. Epheser 4,28
Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt, dass ihr wisst, wie ihr einem jeden antworten sollt. Kolosser 4,6

Wir sollten wenige nur nötige Worte reden und lieber anderen zuhören:
Falsche Lippen bergen Hass und wer verleumdet, ist ein Tor. Wo viel Worte sind, da geht's ohne Sünde nicht ab; wer aber seine Lippen im Zaum hält, ist klug. Des Gerechten Zunge ist kostbares Silber; aber der Gottlosen Verstand ist wie nichts. Des Gerechten Lippen erquicken viele; aber die Toren werden an ihrer Torheit sterben. Sprüche 10,18-21
Ihr sollt wissen, meine lieben Brüder: Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn. Jakobus 1,19

Der Mund des Gerechten redet Weisheit und die Zunge der Weisen bringt gute Erkenntnis, breitet Einsicht aus, und ist ein Baum des Lebens:
Der Mund des Gerechten redet Weisheit, und seine Zunge lehrt das Recht. Das Gesetz seines Gottes ist in seinem Herzen; seine Tritte gleiten nicht. Psalm 37,30-31
Eine linde Antwort stillt den Zorn; aber ein hartes Wort erregt Grimm. Der Weisen Zunge bringt gute Erkenntnis; aber der Toren Mund speit nur Torheit. Die Augen des HERRN sind an allen Orten, sie schauen auf Böse und Gute. Eine linde Zunge ist ein Baum des Lebens; aber eine lügenhafte bringt Herzeleid. Der Tor verschmäht die Zucht seines Vaters; wer aber Zurechtweisung annimmt, ist klug. In des Gerechten Haus ist großes Gut; aber in des Gottlosen Gewinn steckt Verderben. Der Weisen Mund breitet Einsicht aus; aber der Toren Herz ist nicht recht. Der Gottlosen Opfer ist dem HERRN ein Greuel; aber das Gebet der Frommen ist ihm wohlgefällig. Des Gottlosen Weg ist dem HERRN ein Greuel; wer aber der Gerechtigkeit nachjagt, den liebt er. Den Weg verlassen bringt böse Züchtigung, und wer Zurechtweisung haßt, der muß sterben. Sprüche 15,1-10
Die Zunge der Weisen breitet Gottes gutes Wort aus, die wir in Gottes Buch, der Bibel, finden. Wir müssen göttliche Weisheit aussprechen und unsere Mitmenschen werden Weisheit, Einsicht und Erkenntnis bekommen. Wenn wir gegen die Weisheit Gottes sprechen, sprechen wir gegen die Bibel und ernten schlechte Ergebnisse.

Das Wort Gottes gibt nicht nur Weisheit für ein heiliges Leben, sondern es gibt uns auch Heilung für unseren ganzen Leib. Wenn wir Gottes Wort in unserem Herzen täglich aufnehmen, dann werden wir nach und nach auch merken wie unsere Krankheiten, Gebrechen und Schmerzen abnehmen und unsere Gesundheit zunimmt:
Mein Sohn, merke auf meine Rede und neige dein Ohr zu meinen Worten. Lass sie dir nicht aus den Augen kommen; behalte sie in deinem Herzen, denn sie sind das Leben denen, die sie finden, und heilsam ihrem ganzen Leibe. Sprüche 4,20-22
Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen. Dünke dich nicht, weise zu sein, sondern fürchte den HERRN und weiche vom Bösen. Das wird deinem Leibe heilsam sein und deine Gebeine erquicken. Sprüche 3,5-8
... aber die Zunge der Weisen bringt Heilung. Sprüche 12,18

Auch sollten wir unsere Mitmenschen im Glauben segnen, besonders unsere Familie. Wir glauben, dass die unsichtbaren geistlichen Segnungen absolut sicher und real sind. »Glaube« ist Vertrauen auf die Vertrauenswürdigkeit Gottes. Es ist die Überzeugung, dass das, was Gott sagt, wahr ist, und dass seine Verheißungen sich erfüllen werden. Wir wollen, dass unsere Familie gesegnet ist, wir eine gute Ehe und eine gute Zukunft haben, dass wir gesund sind, gute Beziehungen haben; dann segnen wir sie und sprechen diese Dinge aus. Da ist Kraft in unseren Worten. Segen und Leben.

Wenn wir die Wahrheit von Herzen reden und unsere Zunge nicht verleumdet, und wir unserem Nächsten nichts Arges tun werden wir nicht wanken:
HERR, wer darf weilen in deinem Zelt? Wer darf wohnen auf deinem heiligen Berge? Wer untadelig lebt und tut, was recht ist, und die Wahrheit redet von Herzen, wer mit seiner Zunge nicht verleumdet, wer seinem Nächsten nichts Arges tut und seinen Nachbarn nicht schmäht; wer die Verworfenen für nichts achtet, aber ehrt die Gottesfürchtigen; wer seinen Eid hält, auch wenn es ihm schadet; wer sein Geld nicht auf Zinsen gibt und nimmt nicht Geschenke wider den Unschuldigen. Wer das tut, wird nimmermehr wanken. Psalm 15,1-5

Wir müssen unsere Zunge vor Bösem behüten und unsere Lippen dürfen nicht Trug reden, dann werden wir gut leben und schöne Tage sehen:
Kommt her, ihr Kinder, höret mir zu! Ich will euch die Furcht des HERRN lehren. Wer möchte gern gut leben und schöne Tage sehen? Behüte deine Zunge vor Bösem und deine Lippen, dass sie nicht Trug reden. Lass ab vom Bösen und tu Gutes; suche Frieden und jage ihm nach! Die Augen des HERRN merken auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien. Das Angesicht des HERRN steht wider alle, die Böses tun, dass er ihren Namen ausrotte von der Erde. Wenn die Gerechten schreien, so hört der HERR und errettet sie aus all ihrer Not. Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben. Psalm 34,12-19

Unsere Zunge soll von der Gerechtigkeit des HERRN reden und ihn täglich preisen:
Der HERR sei hoch gelobt, der seinem Knecht so wohl will! Und meine Zunge soll reden von deiner Gerechtigkeit und dich täglich preisen. Psalm 35,27-28

Gott der HERR prüft uns, ob unsere Wege rein sind und von ihm kommt was unsere Zunge reden soll:
Der Mensch setzt sich's wohl vor im Herzen; aber vom HERRN kommt, was die Zunge reden wird. Einen jeglichen dünken seine Wege rein; aber der HERR prüft die Geister. Sprüche 16,1-2

Wir werden uns alle für ein jedes Wort, das wir geredet haben, vor dem Herrn und Gott verantworten müssen:
Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über. Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens; und ein böser Mensch bringt Böses hervor aus seinem bösen Schatz. Ich sage euch aber, dass die Menschen Rechenschaft geben müssen am Tage des Gerichts von jedem nichtsnutzigen Wort, das sie geredet haben. Aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden, und aus deinen Worten wirst du verdammt werden. Matthäus 12,34-37

Wenn Gott der HERR Israel, sein Volk, in ihr Land zurückgebracht hat dann wird er den Völkern reine Lippen geben und die Übriggebliebenen in Israel werden nichts Böses tun noch Lüge reden:
Und das Land am Meer soll den Übriggebliebenen vom Hause Juda zuteil werden, dass sie darauf weiden, und am Abend sollen sie sich in den Häusern von Aschkelon lagern, wenn nun der HERR, ihr Gott, sie wiederum heimsuchen und ihre Gefangenschaft wenden wird. Zefanja 2,7
Dann aber will ich den Völkern reine Lippen geben, dass sie alle des HERRN Namen anrufen sollen und ihm einträchtig dienen. Von jenseits der Ströme von Kusch werden meine Anbeter, mein zerstreutes Volk, mir Geschenke bringen. Zur selben Zeit wirst du dich all deiner Taten nicht mehr zu schämen brauchen, mit denen du dich gegen mich empört hast; denn ich will deine stolzen Prahler von dir tun, und du wirst dich nicht mehr überheben auf meinem heiligen Berge. Ich will in dir übrig lassen ein armes und geringes Volk; die werden auf des HERRN Namen trauen. Und diese Übriggebliebenen in Israel werden nichts Böses tun noch Lüge reden, und man wird in ihrem Munde keine betrügerische Zunge finden, sondern sie sollen weiden und lagern ohne alle Furcht.
Zefanja 3,9-13

1.12.1 Achte auf deine Gedanken und du wirst gute Worte aussprechen!
Siehe auch 10.4.7 So wie Jeschua gute Worte aussprechen

Die meisten Worte die wir aussprechen haben ihren Ursprung in unseren Gedanken. Säen wir einen Gedanken, ernten wir eine Handlung.
Wenn wir unsere Gedanken unter dem Gehorsam Christi befehlen, können wir sicher sein, dass der Herr in uns zum Durchbruch kommt, und er uns zu guten Gedanken führt.

Unsere geistlichen Waffen gegen unsere schlechten Gedanken:
Denn die Waffen unsres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerstören. Wir zerstören damit Gedanken und alles Hohe, das sich erhebt gegen die Erkenntnis Gottes, und nehmen gefangen alles Denken in den Gehorsam gegen Christus. 2.Korinther 10,4-5
Das Wort Gottes ist unsere geistliche Waffe:
Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. Hebräer 4,12
Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen, und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes. Epheser 6,16-17
Das Wort Gottes ist für uns die Weisung um zu erkennen, ob wir im Willen Gottes stehen und danach handeln. Lass den Heiligen Geist dein Herz erforschen, und unterstelle dein Herz, deinen Geist, deine Gedanken und deinen Willen dem Wort Gottes und dem Reden des Heiligen Geistes. So wirst du den Reichtum Seiner Herrlichkeit erkennen, und stark werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen.

Das Wort des HERRN ist lauter wie Silber und siebenmal geläutert:
Die Worte des HERRN sind lauter wie Silber, im Tiegel geschmolzen, geläutert siebenmal. Psalm 12,7

Nimm dir heute Zeit, deine Gedanken zu überprüfen. Hängst du Gedanken nach, die zu Worten führen, die Gott keine Ehre machen? Wenn dem so ist, dann gib diese Gedanken Gott und bitte ihn, dass er dich läutert wie das Silber und dir hilft, Gedanken zu haben, die zu guten und ihm wohlgefälligen Worten führen.

Denke und sage in deinen Nöten und Anfechtungen Positives, z. B.: "Ich verstehe nicht, wie es werden wird, aber ich weiß, Gott liebt mich und Liebe versagt nie. Er würde mich nie verlassen oder versäumen. Die Sache wird gut ausgehen, denn alles liegt in Gottes Hand und ich vertraue Gott, meinem Vater, von ganzem Herzen. Ich bin Sein Kind und Er ist ein liebender, vollkommener Vater. Abba, lieber Vater, ich liebe dich und vertraue Dir in allem, denn alles Gute kommt von Dir. Du bist der Anfänger und Vollender meines Glaubens und Lebens. Hilf mir gute Gedanken zu haben und Worte des Lebens auszusprechen. Amen.“

Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden; und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jeschua. Philipper 4,6-7
Wenn wir beten, müssen wir mit dem Beten fortfahren, bis der Friede Gottes die Kontrolle über unsere Herzen und Gedanken übernimmt. Wenn wir die Antwort auf unser Flehen erhalten, haben wir die Gewißheit in unserem Herzen, daß Gott unsere Gebete beantwortet hat. Er gibt Frieden und Freude als Beweis. Keine Furcht, Unruhe oder Sorge bleibt, und dann müssen wir anfangen, Ihm, der unser Gebet beantwortet hat, Dank zu geben.

1.13 Der Herr kennt alle unsere Gedanken & Worte und sieht unsere Wege

Wir sollten uns immer bewußt sein, dass der HERR jedes unserer Worte und Gedanken kennt bevor wir sie ausssprechen. So werden wir bewahrt schlechte Worte auszusprechen.
Der HERR sieht auch alle unsere Wege, deshalb sollten wir ihn im Gebet fragen, ob unsere Wege auch seine Wege sind und ihm unsere Wege anvertrauen:
HERR, du erforschest mich und kennest mich. Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne. Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege. Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht schon wüsstest. Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. Psalm 139,1-5

Der Herr kennt die Seinen:
Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich. Johannes 10,14
Aber der feste Grund Gottes besteht und hat dieses Siegel: Der Herr kennt die Seinen; und: Es lasse ab von Ungerechtigkeit, wer den Namen des Herrn nennt.
2.Timotheus 2,19

Jeschua ist der Weg. Folge seinem Weg den er in seinem irdischen Leben gegangen ist, so wirst du in der Wahrheit des Herrn gehen und das wahre Leben haben und weiter geben damit andere zum Vater kommen:
Jeschua spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. Johannes 14,6

Gott kennt die Herzen der Menschen und wenn die Menschen unsere Worte des Lebens hören und glauben, so wird ihnen von Gott der Heilige Geist gegeben wie uns:
... dass durch meinen Mund die Heiden das Wort des Evangeliums hörten und glaubten. Und Gott, der die Herzen kennt, hat es bezeugt und ihnen den Heiligen Geist gegeben wie auch uns. Apostelgeschichte 15,8

2. Der gute Hirte

Denn ihr wart wie die irrenden Schafe; aber ihr seid nun bekehrt zu dem Hirten und Bischof eurer Seelen. 1.Petrus 2,25
Vor unserer Bekehrung gingen wir »in die Irre wie Schafe«, verloren, zerrissen, übel zugerichtet, mit blutigen Wunden. Dass Petrus uns hier als verlorene »Schafe« darstellt, ist die Bezugnahme auf Jesaja 53,6:
Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn.
... will ich meiner Herde helfen, dass sie nicht mehr zum Raub werden soll, und will richten zwischen Schaf und Schaf. Und aich will ihnen einen einzigen Hirten erwecken, der sie weiden soll, nämlich meinen Knecht David. Der wird sie weiden und soll ihr Hirte sein, und ich, der HERR, will ihr Gott sein, aber mein Knecht David soll der Fürst unter ihnen sein; das sage ich, der HERR.
Hesekiel 34,22-24

Schon im Alten Testament wird der HERR als unser guter Hirte beschrieben, ein Hirte nach Gottes Herzen. Er sorgt in allem für uns, so dass wir unser Leben lang keinen Mangel haben. Er ist der gute Hirte in Ewigkeit:
Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar. Psalm 23,1-6
Und ich will euch Hirten geben nach meinem Herzen, die euch weiden sollen in Einsicht und Weisheit. Jeremia 3,15

2.1 Der gute Hirte der Schafe

Gott hat uns zu seinem Volk und zu seinen Schafen gemacht:
Denn er ist unser Gott und wir das Volk seiner Weide und Schafe seiner Hand. Psalm 95,7
Erkennet, dass der HERR Gott ist! Er hat uns gemacht und nicht wir selbst zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide.
Psalm 100,3

Christus ist der gute Hirte der Schafe:
Der aber zur Tür hineingeht, der ist der Hirte der Schafe. Dem macht der Türhüter auf, und die Schafe hören seine Stimme; und er ruft seine Schafe mit Namen und führt sie hinaus. Und wenn er alle seine Schafe hinausgelassen hat, geht er vor ihnen her, und die Schafe folgen ihm nach; denn sie kennen seine Stimme. Einem Fremden aber folgen sie nicht nach, sondern fliehen vor ihm; denn sie kennen die Stimme der Fremden nicht. ... Da sprach Jeschua wieder: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen. Alle, die vor mir gekommen sind, die sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben ihnen nicht gehorcht. Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden. Ein Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und umzubringen. Ich bin gekommen, damit sie das Leben und volle Genüge haben sollen. Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.
Johannes 10,2–11

Jeschua kommt nicht nur durch die Tür und erweist sich damit als rechtmäßiger Hirte, er selbst ist in Person der einzig rechtmäßige Zugang. Aber auch für die Schafe gilt, dass Jeschua in Person die Tür ist. Nur in ihm steht der Zugang zu Gott und zum (ewigen) Leben offen. Als guter Hirte erweist sich Jeschua dadurch, dass er sein Leben für das Leben der Schafe einsetzt, ja hingibt (lässt), und dadurch, dass er mit den Schafen in einer Weise vertraut und verbunden ist, die an das Geheimnis seiner eigenen Existenz, nämlich seine Verbundenheit mit dem Vater, rührt, ja ihr an Tiefe genau entspricht (V. 14–15). So ist Jeschua »der« Hirte, in dem Gott selbst sich um seine Herde kümmert.

Die Lebenshingabe Jeschua geschieht »spontan« und in der souveränen Vollmacht dessen, der sich das Leben auch wieder zu nehmen vermag. Beides aber, Hingeben und Wiedernehmen des Lebens, entspricht zugleich einem Gebot, d.h. Auftrag des Vaters, ist Tat des Gehorsams und nur als solche für den Sohn vollziehbar. Vollmacht und Gehorsam des Sohnes schließen sich nicht aus; in ihrer Verbundenheit zeigen sie, wie sehr der Sohn im Innersten mit dem Vater eins ist.
Die Folge und Frucht der Lebenshingabe Jeschua ist eine Gemeinde aus Juden und Nichtjuden.

2.2 Der gute Hirte kennt die Seinen und lässt Sein Leben für die Schafe

Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. ... Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich mein Vater kennt und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe. Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden. Darum liebt mich mein Vater, weil ich mein Leben lasse, dass ich's wieder nehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich selber lasse es. Ich habe Macht, es zu lassen, und habe Macht, es wieder zu nehmen. Dies Gebot habe ich empfangen von meinem Vater.Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich mein Vater kennt und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe. Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden. Darum liebt mich mein Vater, weil ich mein Leben lasse, dass ich's wieder nehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich selber lasse es. Ich habe Macht, es zu lassen, und habe Macht, es wieder zu nehmen. Dies Gebot habe ich empfangen von meinem Vater. Johannes 10,11–18
Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Mein Vater, der mir sie gegeben hat, ist größer als alles, und niemand kann sie aus des Vaters Hand reißen. Ich und der Vater sind eins. Johannes 10,27–30

Als guter Hirte erweist sich Jeschua dadurch, dass er sein Leben für das Leben der Schafe einsetzt, ja hingibt (lässt), und dadurch, dass er mit den Schafen in einer Weise vertraut und verbunden ist, die an das Geheimnis seiner eigenen Existenz, nämlich seine Verbundenheit mit dem Vater, rührt, ja ihr an Tiefe genau entspricht. So ist Jeschua »der« Hirte, in dem Gott selbst sich um seine Herde kümmert. in der souveränen Vollmacht dessen, der sich das Leben auch wieder zu nehmen vermag. Beides aber, Hingeben und Wiedernehmen des Lebens, entspricht zugleich einem Gebot, d.h. Auftrag des Vaters, ist Tat des Gehorsams und nur als solche für den Sohn vollziehbar. Vollmacht und Gehorsam des Sohnes schließen sich nicht aus; in ihrer Verbundenheit zeigen sie, wie sehr der Sohn im Innersten mit dem Vater eins ist. Wer aber einmal zur Gemeinde gehört, der steht unter dem besonderen und starken Schutz des Vaters wie des von ihm gesandten Hirten Jeschua; die Hand des einen ist die des anderen; Jeschua und der Vater sind eins. Die anderen Schafe, die nicht aus dem Stall Israels sind, sind die Gläubigen aus den Völkern.

2.3 Die Schafe hören auf die Stimme des Hirten

Der Herr kann in unserem Herzen zu uns sprechen: Siehe Mein Zeugnis: Gott hat mir offenbart "Jeschua Christus ist vom Tode auferstanden". Sowie in Träumen oder hörbar zu uns sprechen.
Wir kennen seine Stimme, denn seine Stimme ist voller Liebe und sie ist sanftmütig, so dass unser Herz mit seinem Frieden erfüllt ist und wir dadurch ohne Zweifel erkennen können, dass es seine Stimme ist.
Wenn wir die Stimme des Herrn hören, dann sollten wir ihm in allem treu nachfolgen:
Der aber zur Tür hineingeht, der ist der Hirte der Schafe. Dem macht der Türhüter auf, und die Schafe hören seine Stimme; und er ruft seine Schafe mit Namen und führt sie hinaus. Und wenn er alle seine Schafe hinausgelassen hat, geht er vor ihnen her, und die Schafe folgen ihm nach; denn sie kennen seine Stimme. Johannes 10,2-4

Auch die Gläubigen aus den Nationen hören seine Stimme und sie werden mit den Gläubigen aus Israel eine Herde sein:
Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden. Johannes 10,16
Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.
Johannes 10,27-28

Wenn wir die Stimme des Herrn hören wollen, dann müssen wir auch in der Wahrheit des Wortes Gottes sein:
Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme.
Johannes 18,37

Nachfolgend einige Bibelverse in der die Jünger Jeschuas die Stimme des Herrn hörbar vernahmen:
Als er noch so redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke. Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören! Matthäus 17,5
Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm kam von der großen Herrlichkeit: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Und diese Stimme haben wir gehört vom Himmel kommen, als wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge.
2.Petrus 1,17-18
Es geschah aber, als ich dorthin zog und in die Nähe von Damaskus kam, da umleuchtete mich plötzlich um die Mittagszeit ein großes Licht vom Himmel. Und ich fiel zu Boden und hörte eine Stimme, die sprach zu mir: Saul, Saul, was verfolgst du mich? Ich antwortete aber: Herr, wer bist du? Und er sprach zu mir: Ich bin Jeschua von Nazareth, den du verfolgst.
Apostelgeschichte 22,6-8

Wir sollen der Stimme des Herrn gehorchen:
Darum, wie der Heilige Geist spricht (Psalm 95,7-11): »Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht, wie es geschah bei der Verbitterung am Tage der Versuchung in der Wüste. Hebräer 3,7-8

2.4 Gott hat uns auch Hirten gegeben nach seinem Herzen

Unseren guten Hirten Jeschua und auch andere Hirten wurden uns von Gott nach seinem Herzen gegeben, die uns in Einsicht und Weisheit weiden:
Und ich will euch Hirten geben nach meinem Herzen, die euch weiden sollen in Einsicht und Weisheit.
Jeremia 3,15
Und ich will die  meiner Herde sammeln aus allen Ländern, wohin ich sie verstoßen habe, und will sie wiederbringen zu ihren Weideplätzen, dass sie sollen wachsen und viel werden. Und ich will Hirten über sie setzen, die sie weiden sollen, dass sie sich nicht mehr fürchten noch erschrecken noch heimgesucht werden, spricht der HERR. Jeremia 23,3-4
Wenn wir in allem Gott treu bleiben, wir jeglicher Sünde widerstehen, Versuchungen überwinden und wir den von Gott über uns gesetzten Hirten in Liebe folgen, dann gehören wir zu dem Überrest (Übriggebliebenen) der Gläubigen
(siehe den Artikel Prophetisches: Das Überrest-Prinzip). Ihnen gibt Gott besonders reichen Segen. Der Segen besteht für diejenigen, die treu bleiben nach Jeremia darin, dass sie keine Angst und keinen Mangel haben werden. Sie werden fruchtbar sein und sich vermehren.

Gott hat unter anderen die Hirten eingesetzt, die uns zum Werk des Dienstes zurüsten und uns auferbauen, damit wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes:
Und er hat einige als Apostel eingesetzt, einige als Propheten, einige als Evangelisten, einige als Hirten und Lehrer, damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden, bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi, damit wir nicht mehr unmündig seien und uns von jedem Wind einer Lehre bewegen und umhertreiben lassen durch trügerisches Spiel der Menschen, mit dem sie uns arglistig verführen. Epheser 4,11
So wie Petrus vom Herrn den Auftrag bekam seine Lämmer und Schafe mit seiner Liebe zu weiden, so sollen auch die von Gott eingesetzen Hirten in der Liebe Christi die Gläubigen weiden:
Als sie nun das Mahl gehalten hatten, spricht Jeschua zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieber, als mich diese haben? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe. Spricht Jeschua zu ihm: Weide meine Lämmer! Spricht er zum zweiten Mal zu ihm: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe. Spricht Jeschua zu ihm: Weide meine Schafe! Johannes 21,15-16

2.5 Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin

Nun aber komme ich zu dir und rede dies in der Welt, damit meine Freude in ihnen vollkommen sei. Ich habe ihnen dein Wort gegeben und die Welt hat sie gehasst; denn sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin. Ich bitte dich nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen. Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin. Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit. Wie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie auch in die Welt. Ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie geheiligt seien in der Wahrheit. Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst. Johannes 17,13–23

In Jeschua Christus sind wir hineingenommen in einen neuen, heiligen Lebensraum, und sind dadurch der gottfeindlichen Welt gegenüber zu Fremden geworden. Jeschua erste Bitte richtet sich darauf, dass der Vater sie bewahrt. Sie müssen der Isolation in dieser Welt und dem Hass dieser Welt standhalten und dürfen sich nicht deren gottlosem Wesen anpassen.
Wahrheit ist die durch Jeschua erschlossene Wirklichkeit Gottes, zugänglich gemacht im Wort Jeschua, welches Gottes eigenes Wort ist. Wir sollen ganz in sie (bzw. in es) hineingezogen und von ihr (bzw. ihm) durchdrungen werden (heiligen). Das ist als Zurüstung für unseren Dienst in der Welt unerlässlich - für uns wie auch für Jeschua selbst. Wir haben eine Aufgabe und Verpflichtung gegenüber der Welt und wir uns nicht in uns selbst gegenüber den Verlorenen abschließen dürfen. Jeschua Selbstheiligung für uns, d.h. seine Selbsthingabe an Gott zugunsten uns und stellvertretend für uns, geschieht in seinem Sterben am Kreuz. Gerade hierdurch werden wir geheiligt für unseren Dienst an der Welt.
Die Einheit der Gläubigen untereinander soll der Ausweis ihrer Gemeinschaft mit Gott sein und soll ihre Verkündigung, die zu dieser Gemeinschaft einlädt, der Welt gegenüber glaubhaft und anziehend machen. Die Gemeinschaft der Gläubigen hat darin ihren Grund, dass Vater und Sohn miteinander eins sind und die Gläubigen durch Jeschua in diese Einheit aufgenommen sind. Indem die Gemeinde aus dieser Einheit lebt und sie ihrerseits in ihrem Miteinander realisiert, bestätigt sie die Wahrheit des Anspruchs Jeschua und sie offenbart das durch Jeschua zugänglich gewordene Heil. Herrlichkeit ist das, was Jeschua in seiner Auferstehung vom Vater erwartet. Die Jünger werden an Ostern daran Anteil erhalten. Für Jeschua ist dies so gewiss und gegenwärtig, dass er davon sprechen kann, als sei es schon geschehen.

2.6 Mein Reich ist nicht von dieser Welt

Jeschua antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden darum kämpfen, dass ich den Juden nicht überantwortet würde; nun aber ist mein Reich nicht von dieser Welt. Da fragte ihn Pilatus: So bist du dennoch ein König? Jeschua antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme. Johannes 18,36-37

Das Reich Jeschuas steht nicht mit irdischen politischen und nationalen Dingen in Verbindungt und hat seinen Ursprung auch nicht in diesem bösen Weltsystem, welches sich im Aufstand gegen Gott befindet. Wenn sein Reich von dieser Welt gewesen wäre, hätte er gekämpft. Die Königreiche dieser Welt erhalten sich durch Gewalt aufrecht. Das messianische Königreich entsteht nicht durch die Anstrengungen des Menschen, sondern indem der Sohn des Menschen die Sünde im Leben der Seinen eindrucksvoll und entscheidend besiegt und eines Tages bei seinem zweiten Kommen das böse Weltsystem bezwingt, dann, wenn er die irdische Form seines Reiches aufrichtet. Sein Reich war keine Bedrohung für die nationale Identität Israels oder die politische und militärische Identität Roms. Es existiert in einer geistlichen Dimension bis zum Ende des Zeitalters.
Als Erwiderung auf Jeschua's Antwort »dass er die Wahrheit bezeugen soll« reagierte Pilatus mit phrasenhaftem Zynismus, in der Überzeugung, dass es auf diese Frage keine Antwort gibt: Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahrheit? Johannes 18,38. Seine scharfe Erwiderung bewies, dass er nicht zu denen gehörte, die der Vater dem Sohn gegeben hatte: »Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme«
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2.7 Der Herr ist unser Hirte in Ewigkeit

Weder Hunger noch Durst wird sie jemals mehr quälen. Die Sonne wird nicht mehr auf sie herabbrennen, und sie werden keiner Gluthitze mehr ausgesetzt sein. Denn das Lamm, das du in der Mitte stehen siehst, dort, wo der Thron ist, wird ihr Hirte sein und sie zu den Quellen führen, aus denen das Wasser des Lebens fließt. Und Gott wird alle ihre Tränen abwischen. Offenbarung 7,16–17 Neue Genfer Übersetzung 2013
Wir werden ein ewiges Leben bei unserem Herrn, dem guten Hirten, haben. Auf der neuen Erde, im neuen himmlischen Jerusalem werden wir kein Leid und keine Qual mehr haben.

3. Gerecht, Gerechtigkeit

Der HERR ist gerecht in allen seinen Wegen und gnädig in allen seinen Werken. Psalm 145,17

Gott, der HERR, haßt Ungerechtigkeit, da er vollkommen gerecht ist.
Gott der HERR sah das die Menschen den Weg des Friedens, der Wahrheit und Gerechtigkeit nicht kennen. Sie waren abfallen von Gott und verleugneten den HERRN und es missfällt ihm sehr.
Der HERR verwunderte sich, dass niemand vor ihm für Gerechtigkeit eintrat und es keinen gab, der Fürbitte tat.
Da zog er seine Gerechtigkeit an und sprach "für die, die sich von der Sünde abwenden, wird der Herr als Erlöser kommen":

Sie kennen den Weg des Friedens nicht, und Unrecht ist auf ihren Pfaden. Sie gehen auf krummen Wegen; wer auf ihnen geht, der hat keinen Frieden. Darum ist das Recht ferne von uns, und die Gerechtigkeit kommt nicht zu uns. Wir harren auf Licht, siehe, so ist's finster, auf Helligkeit, siehe, so wandeln wir im Dunkeln. ... denn wir harren auf Recht, so ist's nicht da, auf Heil, so ist's ferne von uns. Denn wir sind zu oft von dir abgefallen, und unsre Sünden zeugen gegen uns. Unsre Abtrünnigkeit steht uns vor Augen, und wir kennen unsre Sünden: abtrünnig sein und den HERRN verleugnen und abfallen von unserm Gott, Frevel reden und Ungehorsam, Lügenworte ausbrüten und bedenkenlos daherreden. Und das Recht ist zurückgewichen, und die Gerechtigkeit hat sich entfernt; denn die Wahrheit ist auf der Gasse zu Fall gekommen, und die Aufrichtigkeit findet keinen Eingang. Und die Wahrheit ist dahin, und wer vom Bösen weicht, muss sich ausplündern lassen. Das alles sieht der HERR und es missfällt ihm sehr, dass kein Recht ist. Und er sieht, dass niemand auf dem Plan ist, und verwundert sich, dass niemand ins Mittel tritt. Da hilft er sich selbst mit seinem Arm, und seine Gerechtigkeit steht ihm bei. Er zieht Gerechtigkeit an wie einen Panzer und setzt den Helm des Heils auf sein Haupt und zieht an das Gewand der Rache und kleidet sich mit Eifer wie mit einem Mantel. Nach den Taten wird er vergelten, mit Grimm seinen Widersachern, mit Vergeltung seinen Feinden; ja, den Inseln will er heimzahlen, dass der Name des HERRN gefürchtet werde bei denen vom Niedergang der Sonne und seine Herrlichkeit bei denen von ihrem Aufgang, wenn er kommen wird wie ein reißender Strom, den der Odem des HERRN treibt. Aber für Zion wird er als Erlöser kommen und für die in Jakob, die sich von der Sünde abwenden, spricht der HERR. Jesaja 59,8-20

Gottes Gerechtigkeit bleibt ewiglich. Seine Werke sind Wahrheit und Recht:
Was er tut, das ist herrlich und prächtig, und seine Gerechtigkeit bleibt ewiglich. Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barmherzige HERR. gibt Speise denen, die ihn fürchten; er gedenkt ewig an seinen Bund. Er lässt verkündigen seine gewaltigen Taten seinem Volk, dass er ihnen gebe das Erbe der Heiden. Die Werke seiner Hände sind Wahrheit und Recht; alle seine Ordnungen sind beständig. Sie stehen fest für immer und ewig; sie sind recht und verlässlich. Er sendet eine Erlösung seinem Volk; er verheißt, dass sein Bund ewig bleiben soll. Heilig und hehr ist sein Name. Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang. Klug sind alle, die danach tun. Sein Lob bleibet ewiglich. Psalm 111,3-10

Genauso wie Gott die Gewalttätigen hasst, liebt er die Gerechten. Gott selbst ist gerecht, und er liebt Gerechtigkeit. Der letztendliche Lohn der Aufrichtigen wird sein, dass sie vor Gottes Angesicht stehen werden:
Denn der HERR ist gerecht und hat Gerechtigkeit lieb. Die Frommen werden schauen sein Angesicht. Psalm 11,7
Ich habe bei mir selbst geschworen, und Gerechtigkeit ist ausgegangen aus meinem Munde, ein Wort, bei dem es bleiben soll: Mir sollen sich alle Knie beugen und alle Zungen schwören und sagen: Im HERRN habe ich Gerechtigkeit und Stärke.
Jesaja 45,23-24
Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass ich dem David einen gerechten Spross erwecken will. Der soll ein König sein, der wohl regieren und Recht und Gerechtigkeit im Lande üben wird. Zu seiner Zeit soll Juda geholfen werden und Israel sicher wohnen. Und dies wird sein Name sein, mit dem man ihn nennen wird: »Der HERR unsere Gerechtigkeit«. Jeremia 23,5-6

Wir haben den teuren Glauben und die Gerechtigkeit empfangen, die uns Gott durch unseren Herrn Jeschua geschenkt hat:
Simon Petrus, ein Knecht und Apostel Jesu Christi, an alle, die mit uns denselben teuren Glauben empfangen haben durch die Gerechtigkeit, die unser Gott gibt und der Heiland Jeschua Christus. 2.Petrus 1,1
Wir müssen allerdings auch unseren eigenen Anteil erbringen durch das Lesen des Wortes Gottes, damit unser Glauben wachsen kann und wir mehr und mehr Erkenntnis über die Gerechtigkeit Gottes und seines Sohnes Jeschua bekommen:
Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt. 2.Timotheus 3,16-17

Auch müssen wir Gottes Gerchtigkeit in Demut suchen. Suchen bedeutet für uns, die Gegenwart Gottes suchen, damit wir in seine Gegenwart kommen um so seine Rechte halten zu können:
Suchet den HERRN, alle ihr Elenden im Lande, die ihr seine Rechte haltet! Suchet Gerechtigkeit, suchet Demut! Zefanja 2,3

3.1 Gerecht allein durch den Glauben

Ich rede aber von der Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jeschua Christus zu allen, die glauben. Denn es ist hier kein Unterschied: sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jeschua geschehen ist. Den hat Gott für den Glauben hingestellt als Sühne in seinem Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit, indem er die Sünden vergibt, die früher begangen wurden in der Zeit seiner Geduld, um nun in dieser Zeit seine Gerechtigkeit zu erweisen, dass er selbst gerecht ist und gerecht macht den, der da ist aus dem Glauben an Jeschua. Wo bleibt nun das Rühmen? Es ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? Durch das Gesetz der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens. So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben. Römer 3,22–28

Gott schenkt seine Gerechtigkeit allen die glauben, seien es Juden oder Heiden, weil alle Menschen ohne Ausnahme ungerecht sind und dem Maßstab der Gerechtigkeit Gottes nie erfüllen können. Deshalb hat sich Christus für uns geopfert und hingegeben und uns dadurch von aller unserer Ungerechtigkeit erlöst:
... der sich selbst für uns gegeben hat, damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken. Titus 2,14

Durch die Gerechtigkeit Christi bekommen wir die Vergebung der Sündenschuld und -strafe und uns wird die Gerechtigkeit Christi von Gott zugerechnet. Dadurch erhält der Gläubige die positive Gerechtigkeit, die er braucht, um von Gott angenommen zu werden. Gott erklärt einen Sünder allein auf der Grundlage der Verdienste von Christi Gerechtigkeit als gerecht. Die Sünden des Gläubigen rechnete Gott Christus an, als er den Opfertod am Kreuz starb und er rechnet Jeschua vollkommenen Gehorsam gegenüber dem Gesetz dem gläubigen Christen an:
Und nicht verhält es sich mit der Gabe wie mit dem, was durch den einen Sünder geschehen ist. Denn das Urteil hat von dem Einen her zur Verdammnis geführt, die Gnade aber hilft aus vielen Sünden zur Gerechtigkeit. Denn wenn wegen der Sünde des Einen der Tod geherrscht hat durch den Einen, um wie viel mehr werden die, welche die Fülle der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, herrschen im Leben durch den Einen, Jesus Christus. Wie nun durch die Sünde des Einen die Verdammnis über alle Menschen gekommen ist, so ist auch durch die Gerechtigkeit des Einen für alle Menschen die Rechtfertigung gekommen, die zum Leben führt. Denn wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die Vielen zu Sündern geworden sind, so werden auch durch den Gehorsam des Einen die Vielen zu Gerechten. Das Gesetz aber ist dazwischen hineingekommen, damit die Sünde mächtiger würde. Wo aber die Sünde mächtig geworden ist, da ist doch die Gnade noch viel mächtiger geworden, damit, wie die Sünde geherrscht hat zum Tode, so auch die Gnade herrsche durch die Gerechtigkeit zum ewigen Leben durch Jesus Christus, unsern Herrn. Römer 5,16-21
Der Sünder empfängt dieses Geschenk der Gnade Gottes allein durch Glauben:
Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie geschrieben steht (Habakuk 2,4): »Der Gerechte wird aus Glauben leben.« Römer 1,17
Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, offenbart, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten. Ich rede aber von der Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jeschua Christus zu allen, die glauben.
Römer 3,21-22
Dem aber, der nicht mit Werken umgeht, glaubt aber an den, der die Gottlosen gerecht macht, dem wird sein Glaube gerechnet zur Gerechtigkeit.
Römer 4,5
Deshalb muss die Gerechtigkeit durch den Glauben kommen, damit sie aus Gnaden sei und die Verheißung festbleibe für alle Nachkommen, nicht allein für die, die unter dem Gesetz sind, sondern auch für die, die wie Abraham aus dem Glauben leben. Römer 4,16

Das Erlösungswerk Gottes wird durch die Fleischwerdung des eingeborenen Sohnes Gottes, Jeschua, sein sündloses Leben und seinen stellvertretenden Tod jedem Gläubigen von Gott zugerechnet. Durch die grenzenlose Liebe Gottes und seines Sohnes wurde uns die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, geschenkt.
Dieses grossartige Opfer Jeschuas geschah nicht im Geheimen, sondern Gott hat seinen Sohn auf Golgatha öffentlich für alle sichtbar zum Sühnopfer dargestellt.

3.2 Gerecht durch den Glauben an Christus

Doch weil wir wissen, dass der Mensch durch Werke des Gesetzes nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jeschua Christus, sind auch wir zum Glauben an Christus Jeschua gekommen, damit wir gerecht werden durch den Glauben an Christus und nicht durch Werke des Gesetzes; denn durch Werke des Gesetzes wird kein Mensch gerecht. ... Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe. Ich bin mit Christus gekreuzigt. Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben. Ich werfe nicht weg die Gnade Gottes; denn wenn die Gerechtigkeit durch das Gesetz kommt, so ist Christus vergeblich gestorben. Galater 2,16-21
Die Errettung geschieht allein durch Glauben an Christus und nicht durch Gesetz.
In der ganzen Bibel bezeichnet das Wort "gerecht" Gottes Handlung der Rechtfertigung:
Er erklärt einen Sünder als unschuldig und völlig gerecht vor ihm, indem er ihm die göttliche Gerechtigkeit Christi zurechnet und unsere Sünde unserem sündlosen Retter anrechnet und als Strafe auferlegt.
Dem Gesetz gestorben: Wir sind in Christus (der die Sündenschuld vollständig bezahlt hat) gestorben und in ihm zu neuem Leben auferstanden, der Gerechtigkeit ist Genüge getan und wir sind ein für allemal von jeder weiteren Strafe frei.
Ich bin mit Christus gekreuzigt: Wenn wir Christus zur Errettung annehmen, identifizieren wir uns geistlich mit dem Herrn am Kreuz und mit seinem Sieg über Sünde und Tod.
Christus lebt in mir: Mein altes Ich ist tot, da es mit Christus gekreuzigt ist (Röm 6,3.5). Mein neuer Mensch hat das Privileg des innewohnenden Christus, der ihn stärkt und der in ihm lebt.
Sich selbst für mich dahinhingegeben: Der Beweis der Liebe Christi zu uns durch seinen Opfertod am Kreuz (Joh 10,17.18; Röm 5,6-8; Eph 5,25-30).

Christus hat die Gerechtigkeit, die das Gesetz fordert, für uns erfüllt und uns vom Gesetz der Sünde und des Todes frei gemacht:
So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind. Denn das Gesetz des Geistes, der lebendig macht in Christus Jesus, hat dich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. Denn was dem Gesetz unmöglich war, weil es durch das Fleisch geschwächt war, das tat Gott: Er sandte seinen Sohn bin der Gestalt des sündigen Fleisches und um der Sünde willen und verdammte die Sünde im Fleisch, damit die Gerechtigkeit, vom Gesetz gefordert, in uns erfüllt würde, die wir nun nicht nach dem Fleisch leben, sondern nach dem Geist. Römer 8,1-4

3.3 Der Gerechte wird aus Glauben leben

So werden nun die, die aus dem Glauben sind, gesegnet mit dem gläubigen Abraham. Denn die aus den Werken des Gesetzes leben, die sind unter dem Fluch. Denn es steht geschrieben (5.Mose 27,26): »Verflucht sei jeder, der nicht bleibt bei alledem, was geschrieben steht in dem Buch des Gesetzes, dass er's tue!« Dass aber durchs Gesetz niemand gerecht wird vor Gott, ist offenbar; denn der Gerechte wird aus Glauben leben« (Habakuk 2,4). Das Gesetz aber ist nicht »aus Glauben«, sondern: »der Mensch, der es tut, wird dadurch leben« (3.Mose 18,5). Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er zum Fluch wurde für uns; denn es steht geschrieben (5.Mose 21,23): »Verflucht ist jeder, der am Holz hängt«, damit der Segen Abrahams unter die Heiden komme in Christus Jeschua und wir den verheißenen Geist empfingen durch den Glauben. Gal 3,9–14

Alle, die an Gott glauben, werden »mit dem gläubigen Abraham« gerechtfertigt, und zwar nach dem Zeugnis der jüdischen Schriften.
Denn alle, die aus Gesetzeswerken sind, d. h. alle, die versuchen, Gott durch das Halten des Gesetzes zu versöhnen. Sie »sind unter dem Fluch«, d. h. zum Tode verurteilt. Denn es steht geschrieben (5. Mose 27,26): Verflucht ist jeder, der nicht bleibt in allem …«. Man muss »in allem« »bleiben«, es immer halten. Der Gehorsam muss vollständig sein. Es reicht auch nicht, die Zehn Gebote zu halten.
Diejenigen, die durch den Glauben und nicht durch Werke gerechtfertigt sind, werden das ewige Leben haben. Die durch Glauben gerecht Gemachten werden leben.
Erlösen heißt zurückkaufen oder befreien, indem der Preis bezahlt wird. Der »Fluch des Gesetzes« ist der Tod, die Strafe für den Bruch der Anordnungen Gottes. Christus hat diejenigen, die unter dem Gesetz waren, losgekauft, indem er die vom Gesetz geforderte Todesstrafe bezahlt hat.
»Christus kaufte« die Menschen »los«, indem er an ihrer Stelle starb und den schrecklichen Zorn Gottes gegen die Sünde trug. Der »Fluch« Gottes fiel auf ihn, weil er der Stellvertreter des Menschen war. Er selbst war sündlos, die Sünden der Menschen wurden auf ihn gelegt,weil nur er als sündloses Opfer uns von unseren Sünden befreien konnte. Christus erlöste die Menschen nicht dadurch »von dem Fluch des Gesetzes«, dass er die Zehn Gebote während seines irdischen Lebens vollkommen gehalten hat, sondern wiel er alle Gesetze Gottes gehalten hat. Er erlöste die Menschen vom Gesetz, indem er während seines Sterbens dessen schrecklichen Fluch trug. Ohne seinen Tod hätte es keine Erlösung gegeben.

Das Gesetz lehrt, dass es ein Zeichen für den Fluch Gottes war, wenn ein verurteilter Verbrecher an ein Holz gehängt wurde (5. Mose 21,23). Hier sieht der Heilige Geist diesen Vers als Prophetie hinsichtlich der Todesart des Retters. Er würde sterben, um den Fluch für seine Geschöpfe auf sich zu nehmen. Er sollte zwischen Himmel und Erde am Kreuz hängen. Im Blick auf seinen Kreuzestod wird auch davon gesprochen, dass er »am Holz« hing (Apg 5,30; 1. Petr 2,24).
Paulus berichtet uns hier durch göttliche Inspiration, dass die Gabe des Heiligen Geistes in Gottes Bund der bedingungslosen Erlösung mit eingeschlossen war. Sie war dort schon im Keim enthalten. Der Heilige Geist konnte nicht kommen, solange das Gesetz noch im Weg stand. Christus musste erst sterben und verherrlicht werden, ehe der Geist kommen konnte (Joh 16,7).

In 1. Mose 22,18 hat Gott wiederum zugesagt: »Und in deinem Samen sollen alle Völker der Erde gesegnet werden«. Er sagte »in deinem Samen« (Einzahl) und nicht »in deinen Samen« (Mehrzahl). Gott meinte hiermit eine Person, den Herrn Jeschua Christus, der ein direkter Nachkomme Abrahams ist (Lk 3,34). Mit anderen Worten: Gott hat verheißen, alle Nationen, Heiden wie Juden, durch Christus zu segnen. Diese Zusage hing von keiner Bedingung ab; weder gute Werke noch Gesetzesgehorsam wurden dafür gefordert. Es ging um eine einfache Verheißung, die man im Glauben annehmen muss.

3.4 Gerechtigkeit die vor Gott gilt

Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in* Glauben; wie geschrieben steht (Habakuk 2,4): »Der Gerechte wird aus Glauben leben.« Römer 1,17
* Elberfelder Bibel: aus Glauben zu Glauben

Erstens wird das Wort »Gerechtigkeit« verwendet, um einen Charakterzug Gottes zu beschreiben. Es beinhaltet, dass Gott immer recht hat und richtig, angemessen und in Übereinstimmung mit all seinen anderen Charakterzügen handelt. Wenn wir sagen, dass Gott gerecht ist, dann meinen wir, dass in ihm keine Bosheit, Unehrlichkeit oder Ungerechtigkeit ist.
Zweitens kann mit »Gottes Gerechtigkeit« die von ihm geschaffene Möglichkeit gemeint sein, gottlose Sünder zu rechtfertigen. Er kann dies tun und dennoch gerecht bleiben, weil Jeschua als das sündlose Opfer all den Ansprüchen der göttlichen Gerechtigkeit Genüge getan hat.
Schließlich bezeichnet »Gottes Gerechtigkeit« den vollkommenen Zustand, den Gott denen schenkt, die an seinen Sohn glauben (2. Kor 5,21). Diejenigen, die an sich nicht gerecht sind, werden so behandelt, als wären sie gerecht, weil Gott sie in der Vollkommenheit Christi sieht. Die Gerechtigkeit Christi wird ihnen angerechnet.
Gottes Gerechtigkeit wird im Evangelium geoffenbart. Zuerst sagt uns das Evangelium, dass Gottes Gerechtigkeit die Bestrafung der Sünden erfordert und diese Strafe der ewige Tod ist. Doch dann hören wir, dass Gottes Liebe schon das getan hat, was seine Gerechtigkeit forderte. Er sandte seinen Sohn als Stellvertreter für die Sünder in die Welt, um die Strafe auf sich zu nehmen. Weil nun seine gerechten Ansprüche voll erfüllt sind, kann Gott in seiner Gerechtigkeit alle diejenigen erretten, die für sich das Werk Christi in Anspruch nehmen.
Gottes Gerechtigkeit »kommt aus Glauben zu Glauben«. Der Ausdruck »aus Glauben zu Glauben« kann auf mehrere Arten gedeutet werden. Dabei ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass das griechische Wort für Glauben gleichzeitig auch Treue bedeuten kann: 1. Durch Gottes Treue zu unserem Glauben, 2. von einer Stufe des Glaubens zur anderen oder 3. von Anfang bis zum Ende durch den Glauben.

Ich rede aber von der Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jeschua Christus zu allen, die glauben. ... und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jeschua geschehen ist. Römer 3,22-24
Gottes Gerechtigkeit kann nicht durch das Halten des Gesetzes erlangt werden kann, sondern »durch Glauben an Christus«. Mit Glaube ist hier das völlige Vertrauen auf den lebendigen Herrn Jeschua Christus als den einzigen Sünderheiland und die einzige Hoffnung auf den Himmel gemeint. Der Glaube beruht auf der Offenbarung der Person und des Werkes Christi, wie wir sie in der Bibel finden.

... dass ich nicht habe meine Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt, sondern die durch den Glauben an Christus kommt, nämlich die Gerechtigkeit, die von Gott dem Glauben zugerechnet wird. Philipper 3,9
Wir »werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade«. Das Evangelium kündet davon, wie Gott Sünder rechtfertigt, indem er den an Christus Glaubenden die Gerechtigkeit Christi zueignet und ihnen seine unverdiente Gnade zukommen lässt.
Indem der Glaubende Gottes Wort glaubt erkennt er an, dass Gott gerecht ist in allem, was er sagt und tut.

Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet. Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit. Epheser 4,22-24
Bei unserer Bekehrung haben wir »den alten Menschen abgelegt«. In Bezug auf unsere Stellung in Christus ist unser »alter Mensch« mit Christus gekreuzigt und begraben. In der Praxis sollten wir ihn für tot halten. Paulus stellt dies hier als stellungsmäßige Wahrheit dar, wir haben den »alten Menschen abgelegt«, und zwar ein für alle Mal.
Wir sind »im Geist« und »Gesinnung … erneuert« worden. Das weist auf eine völlige Umkehr hin, eine Umkehr von Unreinheit zur Heiligung. Der Geist Gottes gibt uns einen neuen Geist und Sinn, sodass wir in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit unser Glaubensleben führen können.

Schon im Alten Testament werden der König von Juda, der auf dem Thron Davids sitzt, und die Großen und sein Volk von Gott ermahnt, Recht und Gerechtigkeit zu schaffen, die Fremdlinge, Waisen und Witwen nicht durch Unrecht an ihnen zu bedrücken. Dies gilt natürlich auch im Besonderen für uns, da wir durch das Erlösungswerk Christi errettet und seine Gerechtigkeit uns von Gott zu gerechnet wird:
So spricht der HERR: Schafft Recht und Gerechtigkeit und errettet den Bedrückten von des Frevlers Hand und bedrängt nicht die Fremdlinge, Waisen und Witwen und tut niemand Gewalt an und vergießt nicht unschuldiges Blut an dieser Stätte. Jeremia 22,3

3.5 Wahrheit, Gerechtigkeit, beschuht, Schild des Glaubens, Helm des Heils, Schwert des Geistes

So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit und beschuht an den Füßen, bereit für das Evangelium des Friedens einzutreten. Epheser 6,14-15
Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen, und nehmt den Helm des Heils (1.Thess 5,8) und das Schwert des Geistes (Hebr 4,12), welches ist das Wort Gottes. Betet allezeit mit Bitten und Flehen im Geist und wacht dazu mit aller Beharrlichkeit im Gebet für alle Heiligen. Epheser 6,16-1
8

Umgürtet ... mit Wahrheit
Der erste Teil der Rüstung, der erwähnt wird, ist der Gürtel der »Wahrheit«. Wir müssen zweifellos treu die Wahrheit des Wortes Gottes hochhalten, doch es ist für uns ebenso notwendig, dass die Wahrheit uns hält. Wir müssen sie auf unser tägliches Leben anwenden. Wenn wir alles an der »Wahrheit« messen, dann finden wir Kraft und Schutz in der Schlacht. Wir können dies weil
wir wissen, dass wir von Gott sind und Jeschua der Wahrhaftige ist, er ist die Wahrheit, wir sind in ihm und er in uns, so ist seine Wahrheit in uns:
Wir wissen, dass wir von Gott sind, und die ganze Welt liegt im Argen. Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns den Sinn dafür gegeben hat, dass wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jeschua Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben. 1.Johannes 5,19-20

Panzer der Gerechtigkeit
Der zweite Teil ist der »Brustpanzer der Gerechtigkeit«. Jeder Gläubige ist mit der Gerechtigkeit Gottes bekleidet (2. Kor 5,21), doch Rechtschaffenheit und Aufrichtigkeit müssen in seinem persönlichen Leben zum Ausdruck kommen. »Wer in Gerechtigkeit gekleidet ist, ist unangreifbar.« Wenn unser Gewissen frei von Vergehungen gegen Gott und Menschen ist, dann hat der Teufel nichts, worauf er zielen kann. Der Herr Jeschua trug ihn allezeit: »
Er zieht Gerechtigkeit an wie einen Panzer und setzt den Helm des Heils auf sein Haupt.« Jesaja 59,17

Wir haben durch unseren Herrn die Fülle der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen und sind Knechte der Gerechtigkeit. Durch Gott sind wir in Christus, der uns von Gott zur Weisheit, Gerechtigkeit, Heiligung und zur Erlösung gemacht ist. In ihm sind wir die Gerechtigkeit die vor Gott gilt. Gott wird die Früchte unserer Gerechtigkeit mehren und wachsen lassen. Wir sind Licht in dem Herrn, die Frucht des Lichts ist lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit.
Gott sät die Frucht der Gerechtigkeit in Frieden für uns, wenn wir Frieden stiften.
Wie die vorigen Texte aufzeigen sind wir durch Gott und seinen Sohn angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit. Wir haben dazu auch von unserem Gott und Herrn Jeschua die Weisheit, Heiligung, Güte, Wahrheit und den Frieden empfangen, so dass wir alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen können und den Sieg über Satan durch unseren Herrn, der diesen Sieg für uns am Kreuz vollbracht hat, haben.
Nachfolgend sind hierzu die ganzen Bibelverse wiedergegeben:
Denn wenn wegen der Sünde des Einen der Tod geherrscht hat durch den Einen, um wie viel mehr werden die, welche die Fülle der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, herrschen im Leben durch den Einen, Jeschua Christus. Römer 5,17
Denn indem ihr nun frei geworden seid von der Sünde, seid ihr Knechte geworden der Gerechtigkeit. Römer 6,18
Durch ihn aber seid ihr in Christus Jeschua, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung. 1.Korinther 1,30
Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt. 2.Korinther 5,21
Der aber Samen gibt dem Sämann und Brot zur Speise, der wird auch euch Samen geben und ihn mehren und wachsen lassen die Früchte eurer Gerechtigkeit. 2.Korinther 9,10
Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. Epheser 5,8-9
Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird gesät in Frieden für die, die Frieden stiften. Jakobus 3,18

Auch sind wir angetan mit dem Panzer des Glaubens:
Wir aber, die wir Kinder des Tages sind, wollen nüchtern sein, angetan mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf das Heil. 1.Thessalonicher 5,8

Beschuht an den Füßen
Der Streiter Gottes muss »an den Füßen mit der Bereitschaft zur Verkündigung des Evangeliums des Friedens« »beschuht« sein. Das bedeutet, dass er bereit ist, die gute Nachricht »des Friedens« zu verbreiten und damit feindliches Gebiet anzugreifen. Wenn wir uns in unseren Zelten ausruhen, sind wir in tödlicher Gefahr. Unsere Geborgenheit finden wir, wenn wir den lieblichen Füßen unseres Heilands über die Berge folgen und dabei die frohe Botschaft sowie Frieden bringen:
Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten, die da Frieden verkündigen, Gutes predigen, Heil verkündigen, die da sagen zu Zion: Dein Gott ist König! Jesaja 52,7

 Schild des Glaubens
Außerdem muss der Streiter Gottes »
den Schild des Glaubens« ergreifen, damit die »feurigen Pfeile des Bösen« daran abprallen und wirkungslos zu Boden fallen. »Glaube« bedeutet hier festes Vertrauen auf den Herrn und sein Wort. Wenn Versuchungen uns verfolgen, wenn uns Umstände entgegenstehen, wenn Zweifel aufkommen will, wenn wir Schiffbruch zu erleiden drohen, dann blickt der Glaube auf und sagt: »Ich glaube Gott mehr als den Umständen.«
Glaube, dass Gott dein Schild und Schutz ist:
Du bist mein Schutz und mein Schild; ich hoffe auf dein Wort. Psalm 119,114

Helm des Heils
Der »Helm«, den Gott uns bereitstellt, ist das »Heil« oder die Erlösung. Ganz gleich, wie heiß es in der Schlacht hergeht, der Christ lässt sich nicht beirren, weil er weiß, dass der endgültige Sieg sicher ist. Die Verheißung der einstigen Befreiung bewahrt ihn vor Rückzug oder Kapitulation. »
Wenn Gott für uns ist, wer kann gegen uns sein?« Römer 8,31.

Schwert des Geistes
Schließlich ergreift der Streiter des Herrn noch »
das Schwert des Geistes, das ist Gottes Wort«. Das klassische Beispiel dafür ist unser Herr, als er das »Schwert« in seiner Begegnung mit Satan verwendet. Dreimal zitiert er das Wort Gottes, nicht willkürlich gewählte Stellen, sondern die geeigneten Verse, die ihm der Heilige Geist zu diesem Zweck eingab (Lukas 4,1-13). Mit »Wort Gottes« ist hier nicht die ganze Bibel gemeint, sondern ein besonderer Abschnitt der Bibel, der am besten in die Situation passt.

Gott gibt uns allen Schutz, den wir brauchen. Wir müssen darauf achten, dass uns ein »Schutzwall der Wahrheit« in unserem Wandel mit dem Herrn umgibt und unser Leben vor Gott und Menschen rechtschaffen ist. Wir müssen versuchen, Frieden zu stiften, wo immer wir hingehen, und den Schild des Glaubens aufnehmen, um die feurigen Pfeile des Bösen auszulöschen. Ferner müssen wir darauf bedacht sein, dass wir unser Denken vor Angst und Furcht bewahren, die uns schnell befallen. Schließlich müssen wir Gottes Wort in der Kraft des Heiligen Geistes recht anwenden. Man beachte, dass Jeschua nur durch wiederholte Schwertschläge mit dem Wort Gottes in der Einöde seinen Widersacher, den Teufel, besiegen konnte. Auch wir können wie der Herr durch das Wort Gottes und im Namen Jeschua unseren Herrn den Teufel (Satan der Drache) besiegen, denn unser Herr, der das Wort Gottes ist, hat das scharfe, zweischneidige Schwert (siehe Offenbarung 1,16; 2,12; 2,16; 19,15; 19,21), das Wort Gottes:
Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. Hebräer 4,12
Wir sind im Herrn und er ist in uns, so dass auch uns sein scharfes zweischneidige Schwert
zur Verfügung steht und wir dem Teufel fest im Glauben widerstehen können und er von uns fliehen muss:
Seid anüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge. Dem widersteht, fest im Glauben, und wisst, dass ebendieselben Leiden über eure Brüder in der Welt gehen.
1.Petrus 5,8-9
So seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch. Jakobus 4,6

Betet allezeit
»Gebet« wird hier nicht als Teil der Waffenrüstung genannt, doch wir werden seiner Bedeutung gewiss gerecht, wenn wir sagen, dass es die Atmosphäre sein muss, in der der Streiter Gottes lebt und atmet. In diesem Geist muss er die Rüstung anlegen und sich dem Feind stellen. Wir sollten ständig beten, nicht nur sporadisch. »Gebet« sollte eine Gewohnheit sein, keine isolierte Handlung. Der Streiter des Herrn sollte auch alle Arten des Gebetes nutzen: öffentlich und privat, geplant und spontan, Bitte, Flehen und Fürbitte, Bekenntnis und Gebet als Ausdruck einer demütigen Haltung vor Gott, Lob und Dank. Und wir sollten »im Geist« beten. Dies bedeutet, dass der Heilige Geist unsere Gebete anregen und ihren Inhalt bestimmen sollte:
Desgleichen hilft auch der Geist unsrer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich's gebührt; sondern der Geist selbst vertritt uns mit unaussprechlichem Seufzen. Römer 8,26

Es gibt formelhafte Gebete, die nur routinemäßig dahergeplappert werden (ohne dass man über ihre Bedeutung nachdenkt). Welchen Wert werden sie haben, wenn wir uns in der Schlacht gegen die Heerscharen der Hölle befinden? Wir müssen im Gebet wachsam sein: »Wachet hierzu.« Wir müssen gegen Müdigkeit, Abschweifung und Beschäftigung mit anderen Dingen wachsam sein. »Gebet« erfordert geistlichen Mut, Aufmerksamkeit und Konzentration. Und das Gebet muss anhaltend sein. Wir müssen immer wieder bitten, suchen und anklopfen. Wir sollten »für alle Heiligen« flehen. Auch sie stehen in der Schlacht und müssen durch das Gebet ihrer Mitstreiter getragen werden.

3.6 Das Reich Gottes ist Gerechtigkeit, Friede und Freude

Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude in dem Heiligen Geist. Wer darin Christus dient, der ist Gott wohlgefällig und bei den Menschen geachtet. Darum lasst uns dem nachstreben, was zum Frieden dient und zur Erbauung untereinander. Römer 14,17-19

Essen und Trinken: Das sind keine wesentlichen Dinge, sondern äusserliche Verhaltensregeln, gegeben durch das Gesetz des Alten Testamentes. Dieses Gesetz beinhaltet "Mose und die Propheten“, einmal werden auch die Psalmen einbezogen, "Gesetz, Propheten und Psalmen“ (Lukas 24,44):
Jeschua sagte zu ihnen: »Als ich noch mit euch zusammen war, habe ich euch gesagt: Alles, was im Gesetz, in den Schriften der Propheten und in den Psalmen über mich steht, muss in Erfüllung gehen.«
Gerechtigkeit ist nach Philipper 1,11: »Erfüllt mit Frucht der Gerechtigkeit durch Jeschua Christus« in dem Heiligen Geist.
Friede, den der Heilige Geist verleiht und die bei jedem Gläubigen seine Beziehung zu Gott und zu seinen Mitgläubigen charakterisieren sollte (Gal 5,22).
Freude in dem Heiligen Geist: Ein weiterer Bestandteil der Frucht des Geistes, die dauerhafte Herzenshaltung des Lobes und Dankes in allen Umständen.

3.7 Gott schafft Recht seinen Auserwählten

Durch das Lesen des Wortes Gottes werden wir mehr Erkenntnis über die Gerechtigkeit Gottes erlangen, so dass unser Glaube wachsen wird, dass Gott uns Recht schaffen wird:
Sollte Gott nicht auch Recht schaffen seinen Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er's bei ihnen lange hinziehen? Ich sage euch: Er wird ihnen Recht schaffen in Kürze. Lukas 18,7-8
Schon im Alten Testament offenbart Gott, dass er seinem Volk Recht schaffen wird:
Denn der HERR wird seinem Volk Recht schaffen, und über seine Knechte wird er sich erbarmen. 5.Mose 32,36
Denn du führst mein Recht und meine Sache, du sitzest auf dem Thron, ein rechter Richter. Psalm 9,5
Jubeln und freuen sollen sich, die mir gönnen, dass ich Recht behalte, und immer sagen: Der HERR sei hoch gelobt, der seinem Knecht so wohl will! Und meine Zunge soll reden von deiner Gerechtigkeit und dich täglich preisen. Psalm 35,27-28

3.8 Zieht nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen

Zieht nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? ... Wir aber sind der Tempel des lebendigen Gottes; wie denn Gott spricht (3.Mose 26,11-12; Hesekiel 37,27): »Ich will unter ihnen wohnen und wandeln und will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein. Darum geht aus von ihnen und sondert euch ab«, spricht der Herr; »und rührt nichts Unreines an, so will ich euch annehmen und euer Vater sein und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein«, spricht der allmächtige Herr.  2.Korinther 6,14-18

Zieht nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen: Man kann dies dadurch tun, dass man sich von allen Formen der Sünde und Ungerechtigkeit trennt. Zweifellos denkt er dabei zum Teil auch an die falschen Lehrer, die in die Gemeinde von Korinth eingedrungen waren.
Hier handelt es sich um eine eindeutige Anweisung, dass der Gläubige sich von den »Ungläubigen«, vom Bösen, von der Finsternis, von Belial und von den Götzen absondern soll.
Es geht darum, dass wir uns selbst von der Welt unbefleckt halten müssen. Nachdem er die Notwendigkeit der Absonderung so deutlich herausgestellt hat, erlässt Paulus nun einen herausfordernden Aufruf, »Darum geht aus von ihnen«. Er zitiert dabei Jesaja 52,11. Hier haben wir Gottes eindeutige Anweisung an sein Volk über die Trennung vom Bösen. Die Christen sollen nicht ein Teil davon werden, auch nicht mit der gut gemeinten Absicht, etwas zu verbessern. Gottes Plan besteht darin, hinauszu- gehen. Das »Unreine« in diesem Vers ist in erster Linie zweifellos die heidnische Welt, doch bezieht es sich auch auf jede Form des Bösen, ob es nun im geschäftlichen, sozialen oder religiösen Bereich vorkommt. Dieser Vers darf nicht missbraucht werden, um die Absonderung von anderen Gläubigen zu lehren. Christen werden ermahnt, sich zu bemühen, »die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens«.
So will ich ... euer Vater sein: Dies ist eine neue und intensive Gemeinschaft mit dem »Vater«. Und damit werden wir die Freuden der Sohnschaft auf eine Weise genießen wie nie zuvor.

4. Glaube

Aber ohne Glauben ist's unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt. Hebräer 11,6

Siehe auch "Leben im Geist durch Glauben".

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. Durch diesen Glauben haben die Vorfahren Gottes Zeugnis empfangen. Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, sodass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist. Hebräer 11,1-3
Der »Glaube« lässt Dinge, auf die wir »hoffen«, so real erscheinen, als ob wir sie schon hätten. Außerdem bietet er den unerschütterlichen Beweis dafür, dass die unsichtbaren geistlichen Segnungen des christlichen Glaubens absolut sicher und real sind. »Glaube« ist Vertrauen auf die Vertrauenswürdigkeit Gottes. Er ist die Überzeugung, dass das, was Gott sagt, wahr ist, und dass seine Verheißungen sich erfüllen werden.
Glaube braucht Offenbarungen und Verheißungen Gottes als Grundlage. Er ist kein Sprung ins Ungewisse. Er verlangt die besten Beweise des Universums und findet sie im Wort Gottes. Er ist nicht auf Mögliches beschränkt, sondern dringt bis in den Bereich des Unmöglichen vor.
»Durch den Glauben erkennen wir«: Die Welt sagt: »Ich glaube, was ich sehe.« Gott sagt: »Du siehst, was du glaubst.« Jeschua sagte zu Marta: »Habe ich dir nicht gesagt, wenn du glaubtest, so würdest du … sehen?« (Joh 11,40). In geistlichen Angelegenheiten kommt zuerst der Glaube und dann das Verstehen.
»… dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist«: Gott sprach, und die Welt entstand.

4.1 Ein unerschütterlicher Glaube

Unser Glaube wird uns von Gott als Gerechtigkeit angerechnet, wenn wir ihm von Herzen glauben und vertrauen:
Wenn dagegen ein Mensch vor Gott keine Leistungen vorzuweisen hat, aber er vertraut auf den, der die Gottlosen annimmt, dann wird ihm sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet. Römer 4,5
Denn Christus ist des Gesetzes Ende; wer an den glaubt, der ist gerecht. Römer 10,4
Denn wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und wenn man mit dem Munde bekennt, so wird man gerettet.
Römer 10,10

Wir sollen unerschütterlich glauben, dass unser Herr Christus der Sohn Gottes und die Auferstehung und das Leben ist, so werden wir wie Marta und Maria die Herrlichkeit Gottes sehen:
Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das? Sie spricht zu ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt gekommen ist. ... Jesus spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen? Johannes 11,25-40

Auch müssen wir als Glaubensgeschwister in unserer Gemeinschaft mit Christus in unerschütterlichem, bewährtem Glauben fest zusammenhalten, so wird unsere Frucht aufopfernde Liebe und unerschütterlich Hoffnung sein:
Obwohl ich fern von euch bin, bin ich im Geist bei euch und freue mich zu sehen, wie fest ihr zusammenhaltet und wie unerschütterlich euer Glaube an Christus ist. Kolosser 2,5
Vor unserem Gott und Vater erinnern wir uns stets voll Dank daran, was als Frucht eurer Gemeinschaft mit Jesus Christus, unserem Herrn, bei euch herangereift ist: wie bewährt euer Glaube ist und wie aufopfernd eure Liebe und wie unerschütterlich eure Hoffnung.
1.Thessalonicer 1,3
Ich danke meinem Gott allezeit, wenn ich deiner gedenke in meinen Gebeten, denn ich höre von der Liebe und dem Glauben, die du hast an den Herrn Jesus und gegenüber allen Heiligen, dass der Glaube, den wir miteinander haben, in dir kräftig werde in Erkenntnis all des Guten, das wir haben, in Christus. Denn ich hatte große Freude und Trost durch deine Liebe, weil die Herzen der Heiligen erquickt sind durch dich, lieber Bruder.
Philemon 1,4-7

Die Ältesten und Gemeindeleiter müssen sich in ihrem Glauben an Christus bewährt haben um ihren Dienst gut ausrichten zu können, so werden sie von der Gemeinde Anerkennung erhalten:
Wer seinen Diakonendienst gut versieht, verschafft sich damit Ansehen in der Gemeinde. Er kann im Umgang mit ihr offen und freimütig auftreten als einer, dessen Glaube an Jesus Christus sich in der Ausübung seines Dienstes bewährt hat. 1.Timotheus 3,13

4.1.1 Ein unerschütterlicher Glaube befähigt uns gute Werke zu vollbringen

Haben wir einen unerschütterlichen Glauben, so wird dieser uns befähigen gute Werke zu vollbringen:
Was hilft's, liebe Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat doch keine Werke? Kann denn der Glaube ihn selig machen? Wenn ein Bruder oder eine Schwester Mangel hätte an Kleidung und an der täglichen Nahrung und jemand unter euch spräche zu ihnen: Geht hin in Frieden, wärmt euch und sättigt euch!, ihr gäbet ihnen aber nicht, was der Leib nötig hat – was könnte ihnen das helfen? So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber. Jakobus 2,14-17
Werke machen uns jedoch nicht gerecht, denn wir bekommen unsere Gerechtigkeit allein durch den Glauben geschenkt (siehe 3.1 Gerecht allein durch den Glauben).

Christus ist in allem ein Vorbild für uns, wie er sollen auch wir einen unerschütterlichen Glauben haben.
So wie Christus aus Glauben zu Gott, seinem Vater, Werke durch den Heiligen Geist vollbracht hat, insbesondere das Erlösungswerk, so soll auch unser Glaube Werke hervorbringen. Es werden jedoch nicht Werke sein, die wir aus unserer eigenen Fähigkeit vollbringen, sondern Werke die Christus und der Heilige Geist durch uns vollbringen.

Auch Abraham ist ein Vorbild für uns. Abrahams Glaube ist durch seinen Gehorsam gegenüber Gott vollkommen geworden, als er Gott seinen Sohn Isaak auf dem Altar opfern sollte. Diese Prüfung Gottes hatte er bestanden und so wurde sein Glaube und Gehorsam ihm zur Gerechtigkeit gerechnet:
Ist nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerecht geworden, als er seinen Sohn Isaak auf dem Altar opferte? Da siehst du, dass der Glaube zusammengewirkt hat mit seinen Werken, und durch die Werke ist der Glaube vollkommen geworden. So ist die Schrift erfüllt, die da spricht (1.Mose 15,6): »Abraham hat Gott geglaubt und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet worden«, und er wurde »ein Freund Gottes« genannt (Jesaja 41,8). Jakobus 2,21-23
Was sagen wir denn von Abraham, unserm leiblichen Stammvater? Was hat er erlangt? Das sagen wir: Ist Abraham durch Werke gerecht, so kann er sich wohl rühmen, aber nicht vor Gott. Denn was sagt die Schrift? »Abraham hat Gott geglaubt und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet worden.« (1.Mose 15,6) Dem aber, der mit Werken umgeht, wird der Lohn nicht aus Gnade zugerechnet, sondern aus Pflicht. Dem aber, der nicht mit Werken umgeht, glaubt aber an den, der die Gottlosen gerecht macht, dem wird sein Glaube gerechnet zur Gerechtigkeit. Römer 4,1-5
»Abraham ist sein Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet worden.« ... Denn die Verheißung, dass er der Erbe der Welt sein solle, ist Abraham oder seinen Nachkommen nicht zuteil geworden durchs Gesetz, sondern durch die Gerechtigkeit des Glaubens. ... Deshalb muss die Gerechtigkeit durch den Glauben kommen, damit sie aus Gnaden sei und die Verheißung festbleibe für alle Nachkommen, nicht allein für die, die unter dem Gesetz sind, sondern auch für die, die wie Abraham aus dem Glauben leben. Römer 4,9-16

 Abraham glaubte dem HERRN, dass seine Nachkommen so zahlreich sein werden wie Sterne am Himmel, und Gott rechnete ihm diesen Glauben zur Gerechtigkeit an:
Und Abram sprach weiter: Mir hast du keine Nachkommen gegeben; und siehe, einer von meinen Knechten wird mein Erbe sein. Und siehe, der HERR sprach zu ihm: Er soll nicht dein Erbe sein, sondern der von deinem Leibe kommen wird, der soll dein Erbe sein. Und er hieß ihn hinausgehen und sprach: Sieh gen Himmel und zähle die Sterne; kannst du sie zählen? Und sprach zu ihm: So zahlreich sollen deine Nachkommen sein! Abram glaubte dem HERRN und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit. 1.Mose 15,3-6

Da Abraham auch den Glauben hatte, dass Gott von den Toten erwecken kann und Tote lebendig macht, war Abraham Gott gehorsam und bereit seinen Sohn Isaak für Gott zu opfern (1.Mose 22,1-18). Denn er wusste, dass nur durch seinen Sohn Issak die Verheißung Gottes »Deine Nachkommen sollen so zahlreich wie die Sterne am Himmel sein« sich erfüllen sollte:
Durch den Glauben opferte Abraham den Isaak, als er versucht wurde, und gab den einzigen Sohn dahin, als er schon die Verheißung empfangen hatte und ihm gesagt worden war (1.Mose 21,12): »Was von Isaak stammt, soll dein Geschlecht genannt werden.« Er dachte: Gott kann auch von den Toten erwecken; deshalb bekam er ihn auch als Gleichnis dafür wieder. Hebräer 11,17-19
Der ist unser aller Vater – wie geschrieben steht (1.Mose 17,5): »Ich habe dich gesetzt zum Vater vieler Völker« – vor Gott, dem er geglaubt hat, der die Toten lebendig macht und ruft das, was nicht ist, dass es sei.
Römer 4,17
So war es mit Abraham: »Er hat Gott geglaubt und es ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet worden« (1.Mose 15,6).
Galater 3,6

Die Bereitschaft Abrahams seinen geliebten Sohn Isaak für Gott zu opfern, ist ein Gleichnis auf Gott: Er gab Christus, seinen geliebten Sohn, als Opfer zur Vergebung unserer Sünden.
Und Abraham sah das Erlösungswerk Christi:
Abraham, euer Vater, wurde froh, dass er meinen Tag sehen sollte, und er sah ihn und freute sich. Johannes 8,56

Wir sollen wie Abraham in unseren Prüfungen Glauben haben und Gott vertrauen, dass er uns durch die Prüfungen durchträgt und uns hilft diese zu bestehen.
 Auch müssen wir in unseren Anfechtungen und Prüfungen Geduld wie Abraham haben, bis wir die Anfechtungen überwunden und die Prüfungen bestanden haben, so werden wir am Ende unseres Glaubensleben wie Abraham und alle anderen Helden des Glaubens zuverlässig und bewährt sein:
Weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns ständig umstrickt, und lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist. Hebräer 12,1

4.2 Durch den Glauben wohnt Christus in unseren Herzen

Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, der der rechte Vater ist über alles, was da Kinder heißt im Himmel und auf Erden, dass er euch Kraft gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen, dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne und ihr in der Liebe beingewurzelt und gegründet seid. Epheser 3,14-17
»Ich beuge meine Knie«: Unser Geist sollte in Demut und Ehrerbietigkeit gebeugt sein.
»... dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne«: Ja, der Herr Jeschua nimmt persönlich Wohnung in einem Gläubigen bei dessen Bekehrung (Joh 14,23; Offb 3,20). Der Herr soll nicht durch sündige Worte, Gedanken, Motive und Taten betrübt werden, sodass er vollständigen Zugang zu jedem Bereich unseres Herzen erhält und eine fortwährende Gemeinschaft mit uns haben kann. Unser Herz wird so zur Wohnung Christi, der Ort, an dem er sich gerne aufhält.
Wir erfreuen uns »durch den Glauben« daran, dass er in uns wohnt. Dazu gehört, ständig von ihm abhängig zu sein, ihm fortwährend unser Leben hinzugeben und uns seiner ständigen Anwesenheit bewusst zu sein.

4.3 Ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder

Ehe aber der Glaube kam, waren wir unter dem Gesetz verwahrt und verschlossen auf den Glauben hin, der dann offenbart werden sollte. So ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christus hin, damit wir durch den Glauben gerecht würden. Nachdem aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister. Denn ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jeschua. Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen. Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jeschua. Gehört ihr aber Christus an, so seid ihr ja Abrahams Kinder und nach der Verheißung Erben. Luther Gal 3,23–25

Mit »Glaube« ist hier der christliche Glaube gemeint. Das Wort bezieht sich auf das Zeitalter, das durch Tod, Grablegung, Auferstehung und Himmelfahrt des Herrn Jeschua und die Predigt des Evangeliums zu Pfingsten eingeläutet wurde. Vor dieser Zeit waren die Juden »unter dem Gesetz verwahrt«, wie Menschen in einem Gefängnis oder unter Vormundschaft. Weil sie die Forderungen des Gesetzes nicht erfüllen konnten, waren sie zur Errettung auf den Weg des »Glaubens« angewiesen. Die Menschen unter dem Gesetz waren demnach eingesperrt, bis die herrliche Nachricht der Befreiung von der Gesetzesknechtschaft im Evangelium verkündigt wurde.
Die Rechtfertigung durch den »Glauben« wurde aufgrund des vollendeten Werkes Christi, des Erlösers, verheißen.

4.4 Weil wir denselben Geist des Glaubens haben

Weil wir aber denselben Geist des Glaubens haben, wie geschrieben steht (Psalm 116,10): »Ich glaube, darum rede ich«, so glauben wir auch, darum reden wir auch; denn wir wissen, dass der, der den Herrn Jeschua auferweckt hat, wird uns auch auferwecken mit Jeschua und wird uns vor sich stellen samt euch. Denn es geschieht alles um euretwillen, damit die überschwängliche Gnade durch die Danksagung vieler noch reicher werde zur Ehre Gottes. Darum werden wir nicht müde; sondern wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch der innere von Tag zu Tag erneuert. Denn unsre Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit, uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig. 2.Korinther 4,13-18

Der Glaube ermöglicht es ihm, weiterhin das Evangelium zu predigen, weil er weiß, dass hinter den Leiden seines Lebens eine unaussprechliche Herrlichkeit auf ihn wartet. In Psalm 116,10 sagt der Psalmist: »Ich habe geglaubt, darum habe ich geredet.« Er hat auf den Herrn vertraut, und deshalb war das, was er sagte, das Ergebnis eines tief gegründeten Glaubens. Paulus hat denselben Geist des Glaubens wie der Psalmist, als er diese Worte sprach.
Paulus sagt: »So glauben auch wir, darum reden wir auch.« Die Anfechtungen und Verfolgungen im Leben des Paulus versiegelten seine Lippen nicht. Wo immer wir echten Glauben finden, muss er sich ausdrücken. Er kann nicht schweigen. Wenn du auf Jeschua Christus vertraust musst du ganz gewiss von ihm reden, auch wenn es dich bis in den Staub demütigt, wenn du ihn liebst, dann sage es auch. Wenn du an Jeschua glaubst, und den Heiland angenommen hast, dann zög’re nicht, sondern sag es, sonst wirst du den Geist betrüben.
Mit der sicheren und festen Hoffnung auf die Auferstehung vor Augen war der Apostel gewillt, sich auch schrecklichen Entbehrungen zu unterziehen. Er wusste, dass solches Leiden eine zweifache Folge haben würde. Entbehrungen würden für die Korinther zum Segen werden, und »damit die überschwängliche Gnade durch die Danksagung vieler noch reicher werde zur Ehre Gottes.«. Diese beiden Gründe trieben Paulus in seinem Handeln an. Ihm war es ein Anliegen, dass »Gottes Ehre« vermehrt und andere Menschen gesegnet wurden. Paulus erkannte, dass, je mehr er selbst litt, andere umso mehr »die Gnade« Gottes erfahren würden. Je mehr Menschen gerettet werden, desto mehr »Danksagung« wird zu »Gott« aufsteigen. Und je mehr »Danksagung« zu Gott aufsteigt, desto mehr wird Gott auch verherrlicht.
Die Tatsache, dass »unser äußerer Mensch verfällt«, benötigt keine Erklärung. Wir sehen es alle nur zu deutlich an unserem eigenen Leib! Paulus freut sich hier über die Tatsache, dass Gott täglich Nachschub an Kraft für unseren christlichen Dienst liefert.
Was sichtbar ist, das ist zeitlich: Das »Sichtbare« ist nicht das Ziel der menschlichen Existenz. Das »Sichtbare« bezeichnet hier in erster Linie die Entbehrungen, die Versuchungen und die Leiden.
Was aber unsichtbar ist, das ist ewig: Das Ziel unseres Dienstes ist das »Unsichtbare«. Darin eingeschlossen sind die Verherrlichung Christi, der Segen für die Mitmenschen und die Belohnung, die dem treuen Knecht Christi am Richterstuhl Christi erwartet.

Schwester und Brüder im Herrn sollten denselben Geist des Glaubens haben, dann können sie die Geschwistern, die niedergeschlagen und in Not und Bedrängnis sind, trösten, so dass sie wieder einen lebendigen Glauben bekommen und der HERR wird sie aufrichten, so dass sie Gott für ihre Geschwister in Freude danken werden:
Dadurch sind wir, liebe Brüder, euretwegen getröstet worden in aller unsrer Not und Bedrängnis durch euren Glauben; denn nun sind wir wieder lebendig, wenn ihr fest steht in dem Herrn. Denn wie können wir euretwegen Gott genug danken für all die Freude, die wir an euch haben vor unserm Gott? 1.Thessalonicher 3,7-9
Der HERR richtet auf, die niedergeschlagen sind. Psalm 146,8

4.5 Wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen

So sind wir denn allezeit getrost und wissen: solange wir im Leibe wohnen, weilen wir fern von dem Herrn; denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen. 2.Korinther 5,6-7
Solange ein Gläubiger auf der Erde lebt, ist er abwesend von der Fülle der Gegenwart Gottes. Aber einen Kontakt zu Gott besteht schon jetzt im Gebet, durch den innewohnenden Heiligen Geist und durch das Wort Gottes.

Aus diesem Grund leide ich dies alles; aber ich schäme mich dessen nicht; denn ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiss, er kann mir bewahren, was mir anvertraut ist, bis an jenen Tag. Halte dich an das Vorbild der heilsamen Worte, die du von mir gehört hast, im Glauben und in der Liebe in Christus. Dieses kostbare Gut, das dir anvertraut ist, bewahre durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt. 2.Timotheus 1,12-14
Der Heilige Geist schenkt uns Gewissheit über unseren Glauben, so dass wir absolut sicher an unseren Herrn glauben, dass er das Erlösungswerk für uns vollbracht hat, er auferstanden und zum Himmel aufgefahren ist, er zur rechten Gottes sitzt, ihm alle Macht und Herrlichkeit gegeben ist und er für uns vor Gott eintritt.

4.6 Wir haben Gewißheit über unseren Glauben

... denn ich weiß, an wen ich glaube. 2.Timotheus 1,12

Petrus und die anderen Apostel sowie die Propheten hatten Gewißheit über ihren Glauben, da Gott ihnen offenbart hatte durch den Heiligen Geist, dass Jeschua der Christus*, Gottes Sohn ist:
Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn! Und Jeschua antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Matthäus 16,16-17
Dies war in früheren Zeiten den Menschenkindern nicht kundgemacht, wie es jetzt offenbart ist seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist; nämlich dass die Heiden Miterben sind und mit zu seinem Leib gehören und Mitgenossen der Verheißung in Christus Jeschua sind durch das Evangelium. Epheser 3,5-6

* Christus auf hebräisch/aramäisch: „Maschiach“/„Messias“ („der Gesalbte“)

Auch wir haben Gewißheit über unseren Glauben, da Gott auch uns offenbart hat durch den Heiligen Geist, dass Jeschua der Christus, Gottes Sohn ist:
Sondern es ist gekommen, wie geschrieben steht (Jesaja 64,3): »Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.« Uns aber hat es Gott offenbart durch seinen Geist; denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen der Gottheit. 1.Korinther 2,9-19
... dass ich euch sein Wort reichlich predigen soll, nämlich das Geheimnis, das verborgen war seit ewigen Zeiten und Geschlechtern, nun aber ist es offenbart seinen Heiligen, denen Gott kundtun wollte, was der herrliche Reichtum dieses Geheimnisses unter den Heiden ist, nämlich Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.
Kolosser 1,25-27

Siehe auch Mein Zeugnis: Gott hat mir offenbart "Jeschua Christus ist vom Tode auferstanden"

Die Apostel haben auf dem heiligen Berg die Herrlichkeit Jeschuas gesehen und dies bezeugt:
Und wir haben gesehen und bezeugen, daß der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt. 1.Johannes 4,14
Denn wir sind nicht ausgeklügelten Fabeln gefolgt, als wir euch kundgetan haben die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jeschua Christus; sondern wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen
(siehe Matthäus 17,1-2 & Markus 9,2-3 & Lukas 9,28-29). Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm kam von der großen Herrlichkeit: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe (siehe Matthäus 17,5 & Markus 9,7 & Lukas 9,35). Und diese Stimme haben wir gehört vom Himmel kommen, als wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge. 2.Petrus 1,16-18

Auch haben die Apostel und Jünger Jeschua's bezeugt, dass Jeschua von den Toten auferstanden ist:
Diesen Jeschua hat Gott auferweckt; dessen sind wir alle Zeugen. Apostelgeschichte 2,32
... den Fürsten des Lebens habt ihr getötet. Den hat Gott auferweckt von den Toten; dessen sind wir Zeugen. Apostelgeschichte 3,15
Wir können's ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben. Apostelgeschichte 4,20
Der Gott unsrer Väter hat Jeschua auferweckt, den ihr an das Holz gehängt und getötet habt. Den hat Gott durch seine rechte Hand erhöht zum Fürsten und Heiland, um Israel Buße und Vergebung der Sünden zu geben. Und wir sind Zeugen dieses Geschehens und mit uns der Heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen. Apostelgeschichte 5,30-32
Aber Gott hat ihn auferweckt von den Toten; und er ist an vielen Tagen denen erschienen, die mit ihm von Galiläa hinauf nach Jerusalem gegangen waren; die sind jetzt seine Zeugen vor dem Volk. Apostelgeschichte 13,30-31
... dass er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift; und dass er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen. Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten noch heute leben, einige aber sind entschlafen. Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von allen Aposteln. Zuletzt von allen ist er auch von mir als einer unzeitigen Geburt gesehen worden (siehe Apostelgeschichte 9,3-6). 1.Korinther 15,4-8

Durch den Heiligen Geist wissen wir das jetzt offenbarte Geheimnis Gottes, dass Christus gekommen ist und uns den Sinn gegeben hat den wahrhaftigen Gott zu erkennen:
Denn Gott hat uns wissen lassen das Geheimnis seines Willens nach seinem Ratschluss, den er zuvor in Christus gefasst hatte, um ihn auszuführen, wenn die Zeit erfüllt wäre, dass alles zusammengefasst würde in Christus, was im Himmel und auf Erden ist. Epheser 1,9-10
Wir wissen, daß wir von Gott sind, und die ganze Welt liegt im Argen. Wir wissen aber, daß der Sohn Gottes gekommen ist und uns den Sinn dafür gegeben hat, daß wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jeschua Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.
1.Johannes 5,19-20
Liebe Brüder, von Gott geliebt, wir wissen, dass ihr erwählt seid; denn unsere Predigt des Evangeliums kam zu euch nicht allein im Wort, sondern auch in der Kraft und in dem Heiligen Geist und in großer Gewissheit. 1.Thessalonicher 1,4-5

Der Heilige Geist gibt uns Zeugnis von Christus und lehrt uns alles:
Aber der Tröster, der heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Johannes 14,26
Wenn aber der Tröster kommen wird, den ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der wird Zeugnis geben von mir. Johannes 15,26
Der Heilige Geist gibt dir die sichere Gewißheit: "Ich bin ein Kind Gottes – für Zeit und Ewigkeit!" Das ist deine "Heilsgewißheit": Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, daß wir Gottes Kinder sind. Römer 8,16
Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, daß wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist. 1.Korinther 2,12
Dabei benutzt der Heilige Geist die Worte Gottes und erfüllt unsere Herzen mit dieser Wahrheit, so daß wir wie Hiob sogar mitten in Anfechtung rufen können: Aber ich weiß, daß mein Erlöser lebt. Hiob 19,25
Nichts kann uns diese Gewissheit des Heils nehmen: Denn ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jeschua ist, unserm Herrn. Römer 8,38-39

Wir dürfen jetzt in Freiheit und mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade Gottes kommen:
Weil wir denn nun, liebe Brüder, durch das Blut Jeschua die Freiheit haben zum Eingang in das Heiligtum, den er uns aufgetan hat als neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang, das ist: durch das Opfer seines Leibes, und haben einen Hohenpriester über das Haus Gottes, so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in vollkommenem Glauben, besprengt in unsern Herzen und los von dem bösen Gewissen und gewaschen am Leib mit reinem Wasser. Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat. Hebräer 10,19-23
Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde. Darum lasst uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu der Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben. Hebräer 4,15-16

Es gibt nichts Schöneres in Leiden und in Freuden, als zu wissen: Was auch immer kommen mag – Jeschua Christus ist mein Erlöser, und ich bin auf ewig Sein Kind. Ich werde niemals verloren gehen, denn ich weiß, daß mein Erlöser lebt. Amen!

4.7 Euer Glaube stehe auf Gottes Kraft

Und mein Wort und meine Predigt geschahen nicht mit überredenden Worten menschlicher Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft, damit euer Glaube nicht stehe auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft. 1.Korinther 2,4-5

In Erweisung des Geistes und der Kraft: Diese Erweisung der Gnade brauchen wir, solange wir auf der Erde leben, weil unser neues Leben zwar den Wunsch hat, das zu tun, was Gott wohlgefällig ist, aber an sich keine Kenntnis der Gedanken und Wege Gottes besitzt, und weil wir noch das Fleisch, die ,alte Natur, haben, die nur sündigen kann und will. Die Unterweisung erfolgt durch das Wort Gottes, und ihr Ziel mit uns ist, daß wir besonnen, gerecht und gottselig leben. Wir können auf diese zarte, aber feste Belehrung nicht verzichten. Ob wir noch am Anfang oder schon am Ende des Glaubenslebens stehen, wir brauchen die Gnade und ihre Unterweisung, um Gott wohlgefällig zu dienen, und jeder Schritt ohne sie ist gefährlich.

Titus 2,11-13: Denn die Gnade Gottes ist erschienen, heilbringend für alle Menschen, und unterweist uns, damit wir, die Gottlosigkeit und die weltlichen Lüste verleugnend, besonnen und gerecht und gottselig leben in dem jetzigen Zeitlauf, indem wir erwarten die glückselige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Heilandes Jeschua Christus.

4.8 Bewährung unseres Glauben

Lese hierzu auch die Kapitel 12. Bedrängnis, Prüfungsphasen, Geistliche Dürre und Biblische Antworten für Familien in Krisen

In unserem ganzen irdischen Leben haben wir Prüfungen unseres Glaubens zu bestehen, dies können Anfechtungen, Bedrängnisse, Probleme, finanziellen Mangel und Schwierigkeiten in allen Lebenslagen sein. Dann sind wir in einer Bewährung unseres Glaubens, einer Glaubensprobe und wir müssen an Gottes Wort festzhalten und Gott sowie seinem Wort vollstandig vertrauen. Dies ist lebensnotwendig, um in jeder Prüfung, der wir begegnen, standhalten zu können.

Auch die Jünger und Apostel Christi, besonders Petrus, waren Prüfungen ihres Glaubens ausgesetzt und mussten diese bestehen:
»Simon, Simon! Pass gut auf! Gott hat dem Satan erlaubt, euch auf die Probe zu stellen und die Spreu vom Weizen zu scheiden. Aber ich habe für dich gebetet, dass dein Glaube an mich nicht aufhört. Wenn du dann wieder zu mir zurückgefunden hast, musst du deine Brüder und Schwestern im Glauben an mich stärken!« Petrus antwortete: »Herr, ich bin bereit, mit dir ins Gefängnis zu gehen, ja mit dir zu sterben!« Jesus antwortete: »Ich sage dir, Petrus, noch ehe heute der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen und behaupten, dass du mich nicht kennst.« Lukas 22,31-34
Petrus wurde vom Satan geprüft, ob er in Anfechtungen und Bedrängnissen seinen Herrn verleugnen würde.
Petrus hatte leider diese Prüfung nicht bestanden und verleugnete den Herrn, als Christus vor dem Obersten Priester verhört, geschlagen und gefesselt wurde (siehe Matthäus 26,57-75; Markus 14,53-72; Johannes 18,12-27).
Nachdem Petrus seinen Herrn dreimal verleugnet hatte krähte der Hahn und Petrus erinnerte sich daran, dass der Herr zu ihm gesagt hatte »Bevor der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen und behaupten, dass du mich nicht kennst.«. Und Petrus weinte bitterlich.

Der Herr aber hatte für Petrus gebetet, dass sein Glaube an ihn nicht aufhört. Nach der Auferstehung des Herrn und er sich seinen Jügern und Aposteln als der Auferstande zeigte wurde der Glaube Petrus an seinen Herrn wieder gefestigt.
So wie Petrus den Herrn dreimal verleugnet hatte fragte ihn der Herr dreimal ob Petrus ihn liebt und der Herr hatte großes Vertrauen zu Petrus, indem er zu Petrus dreimal sagte »sorge für meine Schafe und leite meine Schafe!«:
Jesus trat zu ihnen, nahm das Brot und verteilte es unter sie, ebenso die Fische. Dies war das dritte Mal, dass sich Jesus seinen Jüngern zeigte, seit er vom Tod auferstanden war. Nachdem sie gegessen hatten, sagte Jesus zu Simon Petrus: »Simon, Sohn von Johannes, liebst du mich mehr, als die hier mich lieben?« Petrus antwortete: »Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe.« Jesus sagte zu ihm: »Sorge für meine Lämmer!« Ein zweites Mal sagte Jesus zu ihm: »Simon, Sohn von Johannes, liebst du mich?« »Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe«, antwortete er. Jesus sagte zu ihm: »Leite meine Schafe!« Ein drittes Mal fragte Jesus: »Simon, Sohn von Johannes, liebst du mich?« Petrus wurde traurig, weil er ihn ein drittes Mal fragte: »Liebst du mich?« Er sagte zu ihm: »Herr, du weißt alles, du weißt auch, dass ich dich liebe.« Jesus sagte zu ihm: »Sorge für meine Schafe!« Johannes 21,13-17

Wir sollten Prüfungsphasen, in denen wir uns befinden, als etwas Vorübergehendes ansehen, als etwas, das nur eine kleine Weile dauert:
Die ihr in der Kraft Gottes durch Glauben bewahrt werdet zur Rettung, die bereitsteht, in der letzten Zeit geoffenbart zu werden. Darin jubelt ihr, die ihr jetzt eine kleine Weile, wenn es nötig ist, in mancherlei Versuchungen betrübt worden seid, damit die Bewährung eures Glaubens viel kostbarer befunden wird als die des vergänglichen Goldes, das durch Feuer erprobt wird, zu Lob und Herrlichkeit und Ehre in der Offenbarung Jesu Christi. 1. Petrus 1,5-7
Meine lieben Brüder, erachtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen fallt, und wisst, dass euer Glaube, wenn er bewährt ist, Geduld wirkt. Die Geduld aber soll ihr Werk tun bis ans Ende, damit ihr vollkommen und unversehrt seid und kein Mangel an euch sei.
Jakobus 1,2-4
Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Bedrängnisse, weil wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt, Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung, Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.
Römer 5,3-5
Gott möchte uns zur Reife bringt, indem er Geduld in uns wachsen lässt. In unserem Leben als Christ müssen wir lernen, dass Gott es nicht so eilig hat wie wir! Aber was ist Geduld eigentlich? Geduld ist die Eigenschaft deines Glaubens, die Durchhalten ermöglicht. Wenn du die Geduld verlierst, ist der Glaube am Boden.
Das Endergebnis, nach dem Gott Ausschau hält ist, dass wir vollkommen und vollendet sind und in nichts Mangel haben. Das Wort vollkommen bedeutet reif. Gott bewirkt Reife in uns, indem er an unserer Geduld arbeitet. All das formt unseren Charakter.

Wir können von unseren Glaubensgeschwistern betrübt werden. Wenn diese Glaubensgeschwister einsehen und bereuen, dass sie an uns nicht richtig, verantwortungslos oder selbstsüchtig gehandelt haben und sich dafür entschuldigen und um Wiedergutmachung bemüht sind, so sollten wir ihnen vergeben. Wenn wir nicht vergeben dann öffnen wir Satan eine Tür und werden von ihm übervorteilt (getäuscht, irregeführt, betrogen), so dass er uns angreifen und Schaden zufügen kann.:
Wenn aber jemand Betrübnis angerichtet hat, der hat nicht mich betrübt, sondern zum Teil – damit ich nicht zu viel sage – euch alle. Es ist aber genug, dass derselbe von den meisten gestraft ist, sodass ihr nun ihm desto mehr vergeben und ihn trösten sollt, damit er nicht in allzu große Traurigkeit versinkt. Darum ermahne ich euch, dass ihr ihm Liebe erweist. Denn darum habe ich auch geschrieben, um eure Bewährung zu erkennen, ob ihr gehorsam seid in allen Stücken. Wem aber ihr etwas vergebt, dem vergebe ich auch. Denn auch ich habe, wenn ich etwas zu vergeben hatte, es vergeben um euretwillen vor Christi Angesicht, damit wir nicht übervorteilt werden vom Satan; denn uns ist wohl bewusst, was er im Sinn hat. 2.Korinther 2,9
Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge. Dem widersteht, fest im Glauben, und wisst, dass ebendieselben Leiden über eure Brüder in der Welt gehen. 1.Petrus 5,
8-9

Wir sollen in unseren Prüfungen Glauben haben und Gott vertrauen, dass er uns durch die Prüfungen durchträgt und uns hilft diese zu bestehen.
 Auch müssen wir in unseren Anfechtungen und Prüfungen Geduld haben, bis wir die Anfechtungen überwunden und die Prüfungen bestanden haben, so werden wir am Ende unseres Glaubensleben zuverlässig und bewährt sein wenn unserer Herr uns zu sich holt und wir werden die Krone des Lebens empfangen:
Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet; denn nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, die Gott verheißen hat denen, die ihn lieb haben. Jakobus 1,12

Wir müssen nicht alleine unsere Glaubensprüfung durchstehen und bestehen, sondern Gott hilft uns dabei. Wir müssen nur die Geduld haben, so lange zu warten bis die Bewährung unseres Glauben da ist.
Gott wird wenn nötig ein Wunder tun, um dich zu bewahren und zu schützen. Ganz gleich worin deine Prüfung besteht … hör nicht auf zu vertrauen:
Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein du, HERR, hilfst mir, dass ich sicher wohne. Psalm 4,9
Wenn die Gerechten schreien, so hört der HERR und errettet sie aus all ihrer Not. Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben. Der Gerechte muss viel erleiden, aber aus alledem hilft ihm der HERR.
Psalm 34,18-20
Aber der HERR hilft den Gerechten, er ist ihre Stärke in der Not.
Psalm 37,39
Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, dass dich die Ströme nicht ersäufen sollen; und wenn du ins Feuer gehst, sollst du nicht brennen, und die Flamme soll dich nicht versengen. Denn ich bin der HERR, dein Gott, der Heilige Israels, dein Heiland.
Jesaja 43,1-3
Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. ... Der Gott aller Gnade aber, der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus, der wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, aufrichten, stärken, kräftigen, gründen.
1.Petrus 5,7-10

4.9 Wachet, steht im Glauben
Lese hierzu auch die Artikel Wachet, steht fest im Glauben, Wachsamkeit – der Anfang unseres Schutzes und Lasst euch von niemandem verführen! und Geistliche Schärfe

Das Wort Gottes kennen und danach leben schützt vor Verführung. Verführer können anhand des Wortes Gottes erkannt und entlarvt werden! Nur wer das Wort Gottes kennt wird Verführung erkennen können!

Wachet, steht im Glauben, seid mutig und seid stark! Alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen! 1.Korinther 16,13-14
Ständig »wachen« und »im Glauben« feststehen, »mannhaft« oder mutig und »stark« sein. Vielleicht denkt Paulus hier wieder an die Gefahr durch Irrlehrer. Die Heiligen sollten immer aufmerksam sein. Sie sollten keinen Millimeter wertvollen Glaubensterrains aufgeben. Sie sollten immer mit rechtem Mut vorgehen. Und schliesslich sollten sie »stark« in dem Herrn sein. Doch in allem, was sie tun, sollten sie »Liebe« zeigen. Das bedeutet, dass ihr Leben in Hingabe an Gott und andere Menschen geführt werden sollte. Es bedeutet, dass sie sich selbst hingeben sollten.

Das Wichtigste um vor Verführung bewahrt zu werden ist, den Herrn mit ganzem Herzen lieben, IHM folgen und tägliche Gemeinschaft mit IHM haben:
Zu ihm kommt als zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen verworfen ist, aber bei Gott auserwählt und kostbar. Und auch ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jeschua Christus. 1.Petrus 2,4-5
Prüft aber alles, und das Gute behaltet. Meidet das Böse in jeder Gestalt. Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch und bewahre euren Geist samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für die Ankunft unseres Herrn Jeschua Christus. Treu ist er, der euch ruft; er wird's auch tun. 1.Thessalonicher 5,21-24
Aber der Herr ist treu; der wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen. Wir haben aber das Vertrauen zu euch in dem Herrn, daß ihr tut und tun werdet, was wir gebieten. Der Herr aber richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes und auf die Geduld Christi. 2.Thessalonicher 3,3-5
Weil du mein Wort von der Geduld bewahrt hast, will auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die kommen wird über den ganzen Weltkreis, zu versuchen, die auf Erden wohnen. Siehe, ich komme bald; halte, was du hast, daß niemand deine Krone nehme! Offenbarung 3,10-11

4.10 Prüft euch selbst, ob ihr im Glauben steht!

Erforscht euch selbst, ob ihr im Glauben steht; prüft euch selbst! Oder erkennt ihr euch selbst nicht, dass Jeschua Christus in euch ist? Wenn nicht, dann wärt ihr ja untüchtig. 2.Korinther 13,5
Wir müssen die Echtheit unseres Glaubens überprüfen (vgl. Jak 2,14-26). Viele meinen, ihr Glaube sei echt. Die Echtheit ihrer Errettung ist ein echter rettender Glaube. Christus muss in uns sein und wir in ihm. Der Heilige Geist wird uns zeigen, wo in unserem Glauben noch Mangel herrscht.

Die Echtheit unseres Glaubens besteht auch darin, dass wir den schmalen Weg gehen und nicht davon abweichen. Christus allein ist dieser Weg der zum Leben führt:
Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind's, die auf ihm hineingehen. Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind's, die ihn finden! Matthäus 7,13-14

Stehen wir fest im Glauben und nehmen das Abendmahl im dankbaren Gedenken an das Erlösungswerk Christi ein, dann werden wir in Christus sein und er in uns:
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm. Johannes 6,56
An jenem Tage werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. Johannes 14,20
Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. Johannes 15,5
Das habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. Johannes 16,33
Und wenn er kommt (der Tröster oder Heilige Geist), wird er der Welt die Augen auftun über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht; über die Sünde: dass sie nicht an mich glauben. Johannes 16,8-9

4.11 Das Evangeliums ist eine Kraft Gottes

Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen. Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie geschrieben steht (Habakuk 2,4): »Der Gerechte wird aus Glauben leben.« Römer 1,16-17

Das deutsche Wort »Kraft« stammt von dem gr. Wort »Dynamit« ab. Diese Botschaft wird durch das gepredigte Evangelium wirksam, weil die Allmacht Gottes mit ihr einhergeht.
Nur Gottes Kraft kann die sündige Natur des Menschen überwinden und ihm neues Leben geben.
Der der vertraut und sich darauf verlässt, dass das Wort Gottes die Wahrheit ist. Wenn das Wort »glauben« im Zusammenhang der Errettung verwendet wird, steht es gewöhnlich im Präsens (Gegenwartsform), was betont, dass Glauben nicht nur ein einmaliges Geschehen ist, sondern ein fortdauernder Zustand. Wahrer rettender Glaube ist übernatürlichen Ursprungs und eine Gabe der Gnade Gottes, die er im Herzen hervorbringt. Dieser Glaube ist das einzige Mittel, durch das ein Mensch die erforderliche wahre Gerechtigkeit erlangen kann.
Rettender Glaube besteht darin das Evangelium und die Wahrheit über Jeschua Christus als wahrhaftig anzunehmen. Durch das Wirken des Heiligen Geistes wird dem sich bekehrendem Menschen bewusst, das er ein Sünder ist und so vor Gott nicht bestehen kann. Er wird Betrübnis über seine sündhafte Natur erfahren, aber auch Freude über die Barmherzigkeit und Gnade Gottes. Der Sünder unterwirft seinen Willen Christus und vertraut sich ihm an als die einzige Hoffnung auf Errettung.
Für jeden, der glaubt, wird die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben geoffenbart, wie geschrieben steht: »Der Gerechte wird aus Glauben leben«. Das Evangelium offenbart, dass Gott auf der Grundlage des Glaubens – und allein des Glaubens – gottlosen Sündern seine Gerechtigkeit zurechnet.

4.12 Christus ist das Wort Gottes

Durch das Wort Gottes Christus wurde alles gemacht und das Wort wurde Mensch.
Durch Christus, das Wort Gottes, hat Gott in der Heiligen Schrift zu uns geredet. Jeschua hat uns sein Erlösungswerk verkündet und es am Kreuz vollbracht. Er, der Anfänger unseres Heils, hat uns zur Herrlichkeit geführt:
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. Johannes 1,1-3
Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn gemacht; aber die Welt erkannte ihn nicht. Johannes 1,10
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
Johannes 1,14
Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort. Hebräer 1,3
... und sein Name ist: Das Wort Gottes. Offenbarung 19,13
Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf vielerlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben über alles, durch den er auch die Welt gemacht hat. Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort und hat vollbracht die Reinigung von den Sünden und hat sich gesetzt zur Rechten der Majestät in der Höhe und ist so viel höher geworden als die Engel, wie der Name, den er ererbt hat, höher ist als ihr Name. Hebräer 1,1-4
Denn es ziemte sich für den, um dessentwillen alle Dinge sind und durch den alle Dinge sind, dass er den, der viele Söhne zur Herrlichkeit geführt hat, den Anfänger ihres Heils, durch Leiden vollendete. Hebräer 2,10

Das Wort des HERRN ist lauter wie Silber und siebenmal geläutert:
Die Worte des HERRN sind lauter wie Silber, im Tiegel geschmolzen, geläutert siebenmal. Psalm 12,7

4.13 Das Wort Gottes sollen wir hören und bewahren

So wie wir leiblich vom Brot leben sollen wir geistlich vom Wort Gottes leben:
... der Mensch nicht lebt vom Brot allein, sondern von allem, was aus dem Mund des HERRN geht. 5.Mose 8,3
Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben (5.Mose 8,3): »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.« Matthäus 4,4
Dieses Wort müssen wir täglich als geistliche Speiße zu uns nehmen:
Dein Wort ward meine Speise, sooft ich's empfing, und dein Wort ist meines Herzens Freude und Trost; denn ich bin ja nach deinem Namen genannt, HERR, Gott Zebaoth. Jeremia 15,16

Christus sagt im Gleichniss vom Sämann (Matthäus 13,1-9; Markus 4,3-8; Lukas 8,4-8), dass das Wort Gottes wie Samen gesät wird und wenn es aufgeht vielfältige Frucht bringt:
Und er sprach zu ihnen: ... Der Sämann sät das Wort. ... Diese aber sind's, bei denen auf gutes Land gesät ist: die hören das Wort und nehmen's an und bringen Frucht, einige dreißigfach und einige sechzigfach und einige hundertfach. Markus 4,13-20; Matthäus 13,18-23
Das Gleichnis aber bedeutet dies: Der Same ist das Wort Gottes. ... Das aber auf dem guten Land sind die, die das Wort hören und behalten in einem feinen, guten Herzen und bringen Frucht in Geduld. Lukas 8,11-15
Wenn wir das Wort Gottes hören oder lesen müssen wir es in unserem Herzen bewahren und wie der Sämann geduldig warten bis das gesäte Wort Frucht bringt:
Er aber sprach: Ja, selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren. Lukas 11,28

5. Vertrauen

Er gibt dem Müden Kraft, und Stärke genug dem Unvermögenden. Männer werden müde und matt, und Jünglinge straucheln und fallen; aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden. Jesaja 40,29-31
Gesegnet aber ist der Mann, der sich auf den HERRN verlässt und dessen Zuversicht der HERR ist. Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hin streckt. Denn obgleich die Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün; und er sorgt sich nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufhören Früchte.
Jeremia 17,7-8

Um ein siegreiches Glaubensleben zu bekommen mussen wir für den Herrn leben und in Bezug auf Gegenwart und Zukunft in dem unerschütterlichen Vertrauen zu Gott leben, dass er alles Nötige geben wird. Unsere Aufgabe ist es, einfach für unsere gegenwärtigen Bedürfnisse zu sorgen, alles andere sollte in das Werk des Herrn investiert werden. Wir werden aufgerufen, nur für den heutigen Tag zu leben: »Der morgige Tag wird für sich selbst sorgen.« Der Weise setzt all sein Vertrauen auf den Felsen, Jeschua Christus, den Herrn und Heiland.
Glaube wird nach Maßgabe des Vertrauens auf die Eigenschaften Gottes belohnt. Denen, die Jeschua erwählen, wird er den Vater offenbaren, es sind jene, die auf ihn als ihren Retter vertrauen.
Wenn Gott uns in eine bestimmte Richtung leitet oder uns etwas befiehlt, dann können wir das äußerste Vertrauen haben, dass Schwierigkeiten, die wie Berge aussehen, auf wunderbare Weise verschwinden werden. Nichts ist dem unmöglich, der glaubt.
Wenn wir wissen, dass es Gottes Wille ist, eine bestimmte Schwierigkeit wegzunehmen, dann dürfen wir im Gebet darauf vertrauen, dass es geschieht. Wir können voller Gewissheit alles erbitten, solange wir sicher sind, dass es dem Willen Gottes, wie er in der Bibel oder durch das innere Zeugnis des Geistes offenbart ist, entspricht.

5.1 Christus setzte sein Vertrauen auf Gott

Und wiederum (Jesaja 8,17): »Ich will mein Vertrauen auf ihn setzen«; und wiederum (Jesaja 8,18): »Siehe, hier bin ich und die Kinder, die mir Gott gegeben hat.« Hebräer 2,13
Diese Verse werden aus dem AT zitiert, um das Menschsein Christi zu beweisen. In Jesaja 8,17 (Septuaginta) spricht der Messias davon, dass er sein »Vertrauen« auf Gott setzt. Vertrauen auf Jahwe ist eines der deutlichsten Zeichen wahren Menschseins. Dann wird in Jesaja 8,18 der Herr zitiert, wie er sagt: »
Siehe, ich und die Kinder, die Gott mir gegeben hat.« Es geht darum, dass sie Glieder einer Familie sind und einen gemeinsamen Vater anerkennen.

5.2 Unser Vertrauen auf Gott den Fels setzten

Wer festen Herzens ist, dem bewahrst du Frieden; denn er verlässt sich auf dich. Darum verlasst euch auf den HERRN immerdar; denn Gott der HERR ist ein Fels ewiglich. Jesaja 26,3-4
Wenn wir fest auf den Fels der Ewigkeiten gegründet sind und uns auf Gott den HERRN verlassen haben wir den Frieden Gottes auch in Zeiten von Bedrängnis und Erschütterungen.
So wie ein Baum seine Wurzeln in die Spalten eines Felses treibt und dadurch auch bei Stürmen fest verankert bleibt, sollen auch wir unsere geistlichen Wurzeln fest in den Fels der Ewigkeiten, Gott unseren HERRN und Vater, verankern:
Herzlich lieb habe ich dich, HERR, meine Stärke! HERR, mein Fels, meine Burg, mein Erretter; mein Gott, mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Berg meines Heiles und mein Schutz! Psalm 18,2-3
Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft. Denn er ist mein Fels, meine Hilfe, mein Schutz, dass ich gewiss nicht fallen werde.
Psalm 62,2-3

Auch Christus, unser Herr, ist unser geistlicher Felsen. Wenn wir ihm treu folgen sollen wir nicht zuschanden werden:
... und haben alle denselben geistlichen Trank getrunken; sie tranken nämlich von dem geistlichen Felsen, der ihnen folgte; der Fels aber war Christus. 1.Korinther 10,4
»Siehe, ich lege in Zion einen Stein des Anstoßes und einen Fels des Ärgernisses; und wer an ihn glaubt, der soll nicht zuschanden werden. (Jesaja 8,14; 28,16)« Römer 9,33
Und unser geistlicher Trank ist das teure, kostbare Blut Christi das für uns vergossen wurde:
Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich euch weitergegeben habe: Der Herr Jeschuas, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, (Mt 26,26-28; Mk 14,22-24; Lk 22,19-20) dankte und brach's und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis. Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; das tut, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis. Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. 1.Korinther 11,24-26, siehe Abendmahl des Herrn.

Auch wir sollen in Bedrängnis, so wie Paulus, unser Vertrauen auf Gott setzen, der uns erretten wird:
Denn wir wollen euch, liebe Brüder, nicht verschweigen die Bedrängnis, die uns in der Provinz Asien widerfahren ist, wo wir über die Maßen beschwert waren und über unsere Kraft, sodass wir auch am Leben verzagten und es bei uns selbst für beschlossen hielten, wir müssten sterben. Das geschah aber, damit wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst setzten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt, der uns aus solcher Todesnot errettet hat und erretten wird. Auf ihn hoffen wir, er werde uns auch hinfort erretten.
2.Korinther 1,8-10
Die Aussichten des Apostels waren so schlimm, dass er das Gefühl hatte, zum »Tode« verurteilt zu sein. Derjenige, der die Toten auferwecken kann, ist die einzige Hoffnung eines Mannes, der den Tod erwartet, wie es der Apostel zu diesem Zeitpunkt tat.
Der Apostel weiß, dass derselbe Gott, der ihn in der Vergangenheit »errettet hat«, ihn Tag für Tag »erretten« kann und ihn auch weiterhin »erretten wird« bis zu dem großen Tag, an dem er vollständig von allen Anfechtungen und Verfolgungen dieser Welt erlöst sein wird.

5.3 Das Vertrauen festhalten

Christus aber war treu als Sohn über Gottes Haus. Sein Haus sind wir, wenn wir das Vertrauen und den Ruhm der Hoffnung festhalten. Hebräer 3,6
»Christus aber« war über Gottes Haus »als Sohn« treu, nicht als Diener, und in seinem Fall bedeutet Sohnschaft Stellungsgleichheit mit Gott. Gottes Haus war »sein Haus«. Es besteht aus allen wirklich an den Herrn Jeschua Gläubigen: »Sein Haus sind wir, wenn wir die Freimütigkeit und den Ruhm der Hoffnung bis zum Ende standhaft festhalten.«
Festhalten ist ein Beweis für echten Glauben.

5.4 Vertrauen & Belohnung
Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat.
Hebräer 10,35
Die Nähe der »Belohnung« sollte uns stärken. Wir haben in der Vergangenheit schon so viel ertragen, da sollten wir jetzt nicht kapitulieren. Sie waren jetzt der Erfüllung der Verheißungen Gottes näher als je zuvor. Es war kein geeigneter Zeitpunkt, nun umzukehren. »Werft euer Vertrauen nicht weg! Es wird sich erfüllen, worauf ihr hofft« (Hfa).

5.5 Vertrauen auf den Herrn

Der HERR sei gepriesen, denn er hat meinen Hilferuf gehört. Er hat mich verteidigt und beschützt, auf ihn kann ich mich verlassen. Er hat mir geholfen, darum freue ich mich und danke ihm mit meinem Lied. Psalm 28,6-7 Gute Nachricht Bibel
Wenn wir unserem Herrn vertrauen und uns auf ihn verlassen dann wird er uns helfen, verteidigen und beschützen.
Seine Freude wird er uns geben, so dass wir uns von ganzem Herzen über ihn freuen können. Wir danken ihm mit Anbetung und Lobpreis für seine Liebe, Gnade, Güte und Barmherzigkeit. Unser Herr ist gut, ihn lieben wir von ganzem Herzen, weil er uns zuerst geliebt hat und uns herausgerissen hat aus der Finsternis in sein helles, wunderbares Licht und uns in sein Reich versetzt hat.

Dennoch blieben sie eine lange Zeit dort und lehrten frei und offen im Vertrauen auf den Herrn, der das Wort seiner Gnade bezeugte und ließ Zeichen und Wunder geschehen durch ihre Hände. Apostelgeschichte 14,3
Obwohl sie wussten, dass sich Schwierigkeiten zusammenbrauten, fuhren die Prediger fort, »freimütig« im Namen des »Herrn« zu reden, der die Göttlichkeit dieser Botschaft durch »Zeichen und Wunder« bestätigte. Der Zweck der »Zeichen« war hier die Predigt der Apostel zu bestätigen, damit ihre Zuhörer erkennen konnten, dass sie wirklich von Gott gesandt waren.
Zum Beispiel kann die Gabe der »Zungenrede« ein Zeichen für Ungläugige sein:
Darum ist die Zungenrede ein Zeichen nicht für die Gläubigen, sondern für die Ungläubigen; die prophetische Rede aber ein Zeichen nicht für die Ungläubigen, sondern für die Gläubigen. 1.Korinther 14,22
Ein
Zeichen der Endzeit ist das Zeichen des Menschensohnes das am Himmel erscheinen wird.
»
Wunder« steht dagegen eher für Taten, die Ehrfurcht vor dem Handeln Gottes bewirken.

6. Die Gnade Gottes

Siehe auch den Artikel "In der Gnade Gottes leben"

Denn der HERR ist freundlich, / und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für. Psalm 100,5
Denn die Gnade Gottes ist erschienen, heilbringend für alle Menschen, und unterweist uns, damit wir, die Gottlosigkeit und die weltlichen Lüste verleugnend, besonnen und gerecht und gottselig leben in dem jetzigen Zeitlauf, indem wir erwarten die glückselige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Heilandes Jeschua Christus.
Titus 2,11-13

6.1 Gottes Wort der Gnade

Und nun befehle ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade, der da mächtig ist, euch zu erbauen und euch das Erbe zu geben mit allen, die geheiligt sind. Apostelgeschichte 20,32

Durch seine wunderbare Gnade und seine grosse ewige Liebe handelt Gott gnädig mit jedem Menschen, der Jeschua als seinen Erlöser, Heiland und Herrn annimmt. Wir müssen seinem Wort immer wieder neu vertrauen, sowie daran glauben und in der Gnade Gottes stehen und aus ihr zu leben um erbaut und geheiligt zu werden.

6.2 Zugang zur Gnade Gottes

Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jeschua Christus; durch ihn haben wir auch den Zugang im Glauben zu dieser Gnade1), in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben wird. Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Bedrängnisse, weil wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt, Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung, Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. Denn Christus ist schon zu der Zeit, als wir noch schwach waren, für uns Gottlose gestorben. Römer 5,1–6

1) Neue Genfer Übersetzung: Durch ihn haben wir freien Zugang zu der Gnade bekommen, die jetzt die Grundlage unseres Lebens ist, und im Glauben nehmen wir das auch in Anspruch.
Gute Nachricht Bibel: Er öffnete uns den Weg des Vertrauens und damit den Zugang zur Gnade Gottes, in der wir jetzt festen Stand gewonnen haben.

Die Gerechtigkeit des Gläubigen, wurde uns durch den Glauben an Jeschua Christus von Gott geschenkt und die Gerechtigkeit Christi wird uns von Gott zugerechnet. Gott sieht nicht mehr unsere mangelhafte Gerechtigkeit in uns, sondern die Gerechtigkeit unseres Erlösers und Herrn Jeschua. Die Hoffnung auf die zukünftige Herrlichkeit:
Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in Herrlichkeit. 1.Thessalonicher 2,12
So werdet ihr, wenn erscheinen wird der Erzhirte, die unvergängliche Krone der Herrlichkeit empfangen. 1.Petrus 5,4

Die Gläubigen sind durch ihren Glauben an ihren Erretter ewig mit Jeschua Christus verbunden und sie werden nicht durch menschliche Bemühungen bewahrt, sondern durch die Macht Jeschua Christi (vgl. Jes 11,5; Ps 36,5; Kla 3,23; Eph 1,18-20; 2Tim 2,13; Hebr 10,23). Die Anzeichen für diese ewige Verbindung sind für: 1.) sein Frieden mit Gott, 2.) seine Stellung in Gnade, 3.) seine Hoffnung der Herrlichkeit, 4.) sein Empfangen der Liebe Gottes, 5.) die Verschonung vor dem Zorn Gottes und 6.) seine Freude im Herrn.

6.3 Durch die Gnade des Herrn Jeschua selig werden

Und Gott, der die Herzen kennt, hat es bezeugt und ihnen den Heiligen Geist gegeben wie auch uns, und er hat keinen Unterschied gemacht zwischen uns und ihnen, nachdem er ihre Herzen gereinigt hatte durch den Glauben. ... Vielmehr glauben wir, durch die Gnade des Herrn Jeschua selig zu werden, ebenso wie auch sie. Apostelgeschichte 15,8-9

Gott, der Herzenskenner, hat diesen bekehrten Heiden Zeugnis gegeben, indem Er ihnen den Heiligen Geist gab, gleichwie Er diesen auch den Jüngern und Aposteln am Pfingsttag gegeben hatte. Diese Gläubigen waren gereinigt, und Gott hatte die Reinigung ihrer Herzen durch den Glauben bewirkt, nicht durch irgendeine Art zeremonieller Reinigung.

7. Die Wahrheit Gottes

Siehe auch die Artikel:
Das Wort Gottes einziger Maßstab der Wahrheit!

Wahrheit kostet ihren Preis
Jesus Christus ist das Wort Gottes & die Wahrheit!

Alle Menschen sollen zur Erkenntnis der Wahrheit Gottes kommen. Diese Wahrheit ist das Wort Gottes, im Besonderen das Wort vom Erlösungswerk Gottes, das Christus vollbracht hatte. Deshalb sollen wir auch für alle Menschen im Gebet Fürbitte tun und von der Erlösung durch Christus predigen:
So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen tue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, für die Könige und für alle Obrigkeit, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit. Dies ist gut und wohlgefällig vor Gott, unserm Heiland, welcher will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung, dass dies zu seiner Zeit gepredigt werde. 1.Timotheus 2,3-6

Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen! Johannes 8,32
Dein Wort ist nichts als Wahrheit, alle Ordnungen deiner Gerechtigkeit währen ewiglich.
Psalm 119,160
Die Wahrheit erkennen wir zu aller erst im Wort Gottes der heiligen Schrift, im Besonderem durch das Leben und Wirken Christi.
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Johannes 1,14
Jeschua spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.
Johannes 14,6
Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin. Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit. Wie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie auch in die Welt. Ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie geheiligt seien in der Wahrheit. Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, damit sie alle eins seien. Johannes 17,16-21
»Heiligen« bedeutet absondern. Das Wort Gottes ist die Wahrheit und hat eine heiligende Wirkung auf die Gläubigen. Wenn sie darin lesen und ihm gehorchen, werden sie als dem Hausherrn nützliche Gefäße abgesondert. Genau dafür bittet der Herr hier. Er möchte ein Volk, das für Gott von der Welt abgesondert und ihm nützlich ist.
Jeschua heiligte sich für uns. Ist er in uns und wir in ihm, so wird er uns in der Wahrheit heiligen.

Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme. Johannes 18,36-37
Lebe in dem Herrn Yeschua in Liebe und Demut zu IHM, so wirst du die Wahrheit Christi ganz erkennen. ER ist der eingeborene Sohn Gottes. Durch IHN und zu IHM ist alles geschaffen. In IHM ist die Fülle Gottes. Yeschua (hebräischer Name für Jesus Christus) ist alles in allem.

Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen. Johannes 14,23
Wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrlich die Liebe Gottes vollkommen. Daran erkennen wir, daß wir in ihm sind. Wer sagt, daß er in ihm bleibt, der soll auch leben, wie er gelebt hat. 1.Johannes 2,5-6
Die Liebe zum Herrn und die Liebe zu Seinem Wort ist also eine untrennbare Einheit. Nur wer die Wahrheit Christi, SEIN WORT, im Herzen trägt wird dem Herrn sein ganzes Leben geben, IHM allein folgen und vertrauen.

Ob jemand in der Wahrheit ist erkennen wir daran, ob dieser bereit ist die Wahrheit des Wortes Gottes zu hören und anzunehmen:
Wir sind von Gott, und wer Gott erkennt, der hört uns; wer nicht von Gott ist, der hört uns nicht. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums. 1.Johannes 4,6
Der Heilige Geist hilft uns zu erkennen, ob etwas im Geist der Wahrheit oder im Geist des Irrtums gepredigt oder getan wird. Haben wir dabei Frieden in unserem Herzen so wird der Geist der Wahrheit, Gottes Geist, am Werk sein. Haben wir dabei Unfrieden in unserem Herzen so wird ein Geist des Irrtums am Werk sein.

Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. Johannes 4,24
Nur durch den Heiligen Geist können wir Gott im Geist und in der Wahrheit anbeten.

Die Heilige Schrift im Urtext ist in allen Teilen wörtlich von Gott inspiriert und absolut wahr:
Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit. Johannes 17,17
Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit. 2.Timotheus 3,16
Und das sollt ihr vor allem wissen, dass keine Weissagung in der Schrift eine Sache eigener Auslegung ist. Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern getrieben von dem Heiligen Geist haben Menschen im Namen Gottes geredet. 2.Petrus 1,20-21

Wir glauben und erkennen, dass Gott Sein Wort über die Jahrhunderte treu und zuverlässig bewahrt hat und lehnen jede Form von Bibelkritik (auch sogenannte „gemäßigte“ Bibelkritik) ab. Die Bibel ist mit dem Buch der Offenbarung abgeschlossen. Kein Mensch darf etwas zu ihr hinzufügen oder etwas von ihr wegnehmen:
Ich bezeuge allen, die da hören die Worte der Weissagung in diesem Buch: Wenn jemand etwas hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen zufügen, die in diesem Buch geschrieben stehen. Und wenn jemand etwas wegnimmt von den Worten des Buchs dieser Weissagung, so wird Gott ihm seinen Anteil wegnehmen am Baum des Lebens und an der heiligen Stadt, von denen in diesem Buch geschrieben steht. Offenbarung 22,18-19

8. Unser Reichtum

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen im Himmel durch Christus. Epheser 1,3

Siehe auch die Artikel "Im Überfluss des Geistes leben"

8.1 In allen Stücken reich

Wie ihr aber in allen Stücken reich seid, im Glauben und im Wort und in der Erkenntnis und in allem Eifer und in der Liebe, die wir in euch erweckt haben, so gebt auch reichlich bei dieser Wohltat. ... Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jeschua Christus: Obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich würdet. 2.Korinther 8,7-9

Wir sollen »in allen Stücken reich« sein, so wie es die Korinther waren. Dies wird durch das gepredigte Wort in uns erweckt und der Heilige Geist schenkt uns dann die Gaben des Glaubens, der Erkennnis und der Liebe, sowie auch das Wort und den Eifer.
Im Glauben: Im festen Glauben an Gott und seinem Wort und an unserem Erretter Jeschua stehen.
 Im Wort:
Reich im Wort Gottes sein. Das Wort in der Wahrheit predigen und weitergeben.
In der Erkenntnis:
Umfassende Erkenntnis und Einsicht in die göttlichen Wahrheiten.
Allem Eifer:
Unablässiges, ständiges Streben und Bemühen in göttlichen Angelegenheiten.
In der Liebe:
«Reich in der Liebe Christi sein« und diese Liebe untereinander und mit anderen leben, sowie reichlich in dieser Liebe von unserem Reichtum von Herzen abgeben, »denn einen fröhlichen Geber liebt Gott«.
Das Wort »Gnade« wird auf verschiedene Weise im NT benutzt, doch hier ist unmissverständlich Großzügigkeit gemeint. Wie großzügig war der Herr Jeschua? Er war so großzügig, dass er um unsertwillen alles gab, was er hatte, »damit« wir »durch seine Armut« auf ewig »reich« würden.
Jeschua war reich an Besitz, Macht, Ehre, Gemeinschaft mit Gott, seinem Vater, und Herrlichkeit. Er wurde jedoch arm hinsichtlich der Stellung, der Umstände und seiner Beziehungen zu Gott. Wir werden aufgefordert, etwas Geld, Kleidung oder Essen zu geben. Er aber gab sich selbst ganz hin.

8.2 Durch Christus in allen Stücken reich gemacht

Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christus Jeschua, dass ihr durch ihn in allen Stücken reich gemacht seid, in aller Lehre und in aller Erkenntnis. Denn die Predigt von Christus ist in euch kräftig geworden, sodass ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gabe und wartet nur auf die Offenbarung unseres Herrn Jeschua Christus. Der wird euch auch fest erhalten bis ans Ende, dass ihr untadelig seid am Tag unseres Herrn Jeschua Christus. Denn Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jeschua Christus, unseres Herrn. 1.Korinther 1,4-9

Durch Christus in allen Stücken reich gemacht seid: Gegenwärtig hat der Gläubige alles, was der Herr zu geben hat und damit alles, was er braucht (s. 3,21; Eph 1,3; Kol 2,10; 2Pt 1,3).
In aller Lehre und in aller Erkenntnis: Die beiden besonderen Segnungen, von denen hier die Rede ist, haben mit der Predigt der Wahrheit des Wortes Gottes zu tun. Der Prediger ist fähig zu reden, wann immer Gott es von ihm möchte, denn er befähigt ihn. Diese Fähigkeit kann im Gebet erbeten werden (vgl. Apg 4,29.31; Eph 6,19) und wird durch fleißiges Bibelstudium gefördert (2Tim 2,15; 1Pt 3,15). So rüstet Gott die Gläubigen mit aller Erkenntnis aus, die sie brauchen, durch den Heiligen Geist:
Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Lukas 12,12
Der wird euch auch fest erhalten bis ans Ende: Das bezieht sich auf den Augenblick der Errettung, als das Evangelium gehört, geglaubt und im Herzen aufgenommen wurde. In diesem Augenblick wurde die in V. 4 erwähnte Gabe erteilt und der Gläubige wurde zu einem Empfänger der Gnade Gottes.
Keinen Mangel habt an irgendeiner Gabe: Es sind die Gnadengaben (Kap. 12- 14) zur Erbauung der Gemeinde. Weil diese Gaben jedem Gläubigen gegeben sind (12,11.12), ungeachtet seiner Reife oder seines geistlichen Zustands, verfügten die Korinther, trotz ihres sündigen Zustandes, in vollem Maße darüber.
Die Offenbarung unseres Herrn Christus: Paulus sieht auf die Segnungen der künftigen Gnade. Wenn der Herr wiederkommt, wird seine ganze Herrlichkeit, Ehre und Majestät in strahlender Pracht geoffenbart werden (Offb 4,11; 5,12; 17,14). Dann werden alle wahren Gläubigen für immer fest gegründet sein, ganz heilig und ohne Sünde in voller Auferstehungsherrlichkeit und Reinheit. So werden sie auf ewig mit Gott im Himmel leben.
Am Tag unseres Herrn Christus: Vgl. 5,5; 2Kor 1,14. Das Kommen des Herrn für seine Gemeinde, d.h. die Entrückung (Joh 14,1-3; 1Th 4,13-18; Offb 3,10). Wir müssen dieses Ereignis unterscheiden vom »Tag des Herrn« (1Th 5,2.4; 2Th 2,2), einem Tag des Gerichts für die Gottlosen.
Gott ist treu: Aufgrund der souveränen und unabänderlichen Verheißung Gottes können die Gläubigen sich dieser Gnade gewiss sein, die in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gilt. Sie bleiben gerettet und können der künftigen Herrlichkeit bei Christi Erscheinen sicher sein (Eph 5,26.27).
Durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes: Gott, der zum Heil und in den Himmel beruft, wird treu sein und die nötige Gnade geben, um diese Berufung erfüllen zu können. Jedoch müssen wir im Licht leben, wie Christus im vollkommenen Licht Gottes lebte und lebt, um in die volle Gemeinschaft mit unserem Herrn zu kommen:
Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. Johannes 8,12
Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander.
1.Johannes 1,7
Wer seinen Bruder liebt, der bleibt im Licht, und durch ihn kommt niemand zu Fall. 1.Johannes 2,10
Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Lebt als Kinder des Lichts. Epheser 5,8

Christus gibt uns von seinem Reichtum, seiner Weisheit und Erkenntnis, sodass wir volle Erkenntnis seines Erlösungswerkes und seines Evangeliums bekommen können und so unser Glaubensleben in Weisheit führen können und Gewissheit haben, dass der Herr uns alles geben wird was wir zur Erfüllung und Vollbringen seines Willens und Auftrags an uns benötigen (siehe auch Kapitel 10.13 Gott wirkt in uns das Vollbringen):
... damit ihre Herzen gestärkt und zusammengefügt werden in der Liebe und zu allem Reichtum an Gewissheit und Verständnis, zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist, in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis. Kolosser 2,2-3

8.3 Immer reicher werden an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes

Denn was zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, damit wir durch Geduld und den Trost der Schrift Hoffnung haben. Der Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, dass ihr einträchtig gesinnt seid untereinander, Christus Jeschua gemäß, damit ihr einmütig mit einem Munde Gott lobt, den Vater unseres Herrn Jeschua Christus. Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob. Denn ich sage: Christus ist ein Diener der Juden geworden um der Wahrhaftigkeit Gottes willen, um die Verheißungen zu bestätigen, die den Vätern gegeben sind; die Heiden aber sollen Gott loben um der Barmherzigkeit willen, wie geschrieben steht (Psalm 18,50): »Darum will ich dich loben unter den Heiden und deinem Namen singen.« Und wiederum heißt es (5.Mose 32,43): »Freut euch, ihr Heiden, mit seinem Volk!« Und wiederum (Psalm 117,1): »Lobet den Herrn, alle Heiden, und preist ihn, alle Völker!« Und wiederum spricht Jesaja (Jesaja 11,10): »Es wird kommen der Spross aus der Wurzel Isais und wird aufstehen, um zu herrschen über die Heiden; auf den werden die Heiden hoffen.« Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes. Römer 15,4-13

Denn was zuvor geschrieben ist: Das von Gott geoffenbarte AT zu unserer Belehrung zuvor geschrieben. Christen leben zwar unter dem Neuen Bund und stehen nicht unter der Autorität des Alten Bundes, doch Gottes Moralgesetz hat sich nicht geändert und die ganze Schrift hat geistlichen Nutzen (1Kor 10,6.10.11; 2Pt 1,20.21).
Gott der Hoffnung: Gott ist die Quelle ewiger Hoffnung, ewigen Lebens und ewigen Heils, und für jeden Gläubigen ist er der Inhalt der Hoffnung.
Durch die Kraft des Heiligen Geistes: Der Gläubige erhält diese Hoffnung durch die Bibel (vgl. 15,4; Eph 1,13.14), die vom Heiligen Geist geschrieben wurde und die der Heilige Geist in das Herz jedes Gläubigen hineinlegt.

8.4 Wir sind Priester und Könige vor Gott

Im NT sind alle Gläubigen Priester. Sie sind heilige Priester, die ins Heiligtum Gottes gehen, um anzubeten (1. Petr 2,5), und sie sind königliche Priester, die in die Welt hinausgehen, um Zeugnis zu geben (1. Petr 2,9).
Die Gläubigen bringen als Priester geistliche Opfer dar. Zunächst geht es um das Opfer der eigenen Person, indem wir dem Herrn hingegeben leben (Röm 12,1). Dann finden wir in Hebräer 13,15 das zweite Opfer: »das Opfer des Lobes«. Es wird »Gott« durch den Herrn Jeschua dargebracht. All unsere Gebete und all unser Lobpreis müssen erst bei ihm vorbei, ehe sie Gott den Vater erreichen. Unser großer Hoherpriester nimmt alle Unreinheit und Unvollkommenheit weg und fügt seine eigene Vorzüglichkeit hinzu.
Das »Opfer des Lobes« ist »Frucht der Lippen, die seinen Namen« bekennen. Der einzige Lobpreis, den Gott annimmt, ist derjenige, der von erlösten Lippen kommt: So lasst uns nun durch ihn Gott allezeit das Lobopfer darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen. Hebräer 13,15

Und auch ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Christus. ... Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht. 1. Petrus 2,5&9

»zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft« siehe 10.8 Dem Herrn als lebendige Steine nachfolgen

Wir sind »ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk« zu Gottes besonderem »Eigentum«. Wir wurden von Gott vor Grundlegung der Welt dazu auserwählt, Christus zu gehören (Eph 1,4). Doch statt eines irdischen Volkes mit gemeinsamer Herkunft und bestimmten äußeren Merkmalen ist die Gemeinde eine himmlische Nation mit einer göttlichen Herkunft und geistlichen Merkmalen.
Wir sind heilige Priester, die geistliche Opfer darbringen, die Wohltaten Gottes verkündigen und in die Welt gehen um Zeugnis zu geben. Als heilige Priester betreten wir durch den Glauben das Heiligtum des Himmels, um dort anzubeten.

... berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht.: Einst waren wir in der Finsternis mit Sünde und Schande behaftet. Durch unsere wunderbare Errettung sind wir in das Reich des Sohnes seiner Liebe und in sein wunderbares Licht versetzt worden. War die Finsternis vorher bedrückend, so scheint das Licht jetzt hell und klar. Wie sehr sollten wir das Lob dessen »verkündigen«, der all dies für uns getan hat!

... und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Offenbarung 1,6
Er machte uns »zu Königen und Priestern«. Als heilige »Priester« bringen wir Gott geistliche Opfer dar: unser Leben, unseren Besitz, unseren Lobpreis und unseren Dienst. Als königliche »Priester« verkündigen wir die Tugenden dessen, der uns aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht berufen hat. Wenn wir über eine solche Liebe nachdenken, dann können wir nur folgern, dass ihm alle »Herrlichkeit«, Ehre und Anbetung sowie aller Lobpreis gebührt. All das sollen wir ihm bringen, sooft und so viel wir können. Und er ist würdig, die »Gewalt« über unser Leben, über die Gemeinde, die Welt und das gesamte Universum auszuüben. »Amen«.

... und hast sie unserm Gott zu Königen und Priestern gemacht, und sie werden herrschen auf Erden. Offenbarung 5,10
Außer der Erlösung hat der Herr uns auch noch »zu Königen und Priestern gemacht«, damit wir ihn anbeten, für ihn Zeugnis ablegen und mit ihm während des Tausendjährigen Reiches »herrschen auf Erden«.

Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht; sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre. Offenbarung 20,6
Diejenigen, die »an der ersten Auferstehung« teilhaben, sind »selig«, weil sie nicht den »zweiten Tod« erleiden müssen ganz im Gegensatz zu allen Ungläubigen, die in den Feuersee geworfen werden.

8.5 Wir sind Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen

So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Christus der Eckstein ist, auf welchem der ganze Bau ineinander gefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn. Durch ihn werdet auch ihr mit erbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist. Epheser 2,19-22
Zu »Jeschua Christus ist der Eckstein« siehe auch 10.8 Dem Herrn als lebendige Steine nachfolgen

Wir sind »nicht mehr Gäste und Fremdlinge«, sondern »Mitbürger« aller »Heiligen« des neutestamentlichen Zeitalters. Wir sind im Himmel Bürger erster Klasse (Phil 3,20.21). Wir sind auch »Gottes Hausgenossen«. Wir sind nicht nur in das himmlische Reich Gottes versetzt worden, sondern auch in die göttliche Familie adoptiert worden.

Wir sind Steine im Bauwerk des heiligen Tempels geworden. Ganz ausführlich schildert Paulus diesen Tempel – seinen »Grund«, seinen »Eckstein«, seinen Zusammenhalt, seine Einheit und Symmetrie, sein Wachstum und andere einzigartige Eigenschaften. Dieser Tempel ist »erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten« des NT.
Es bedeutet nicht, dass die »Apostel und Propheten« die Grundsteine der Gemeinde waren. Christus ist der »Grund« (1. Kor 3,11). Doch sie legten durch ihre Lehre in Bezug auf die Person und das Werk des Herrn Jeschua die Grundlage.
Die Gemeinde ist auf Christus gegründet, wie er durch das Bekenntnis und die Lehre der »Apostel und Propheten« offenbart wurde. Petrus bekannte ihn seinerzeit als den Christus, den Sohn des lebendigen Gottes. Daraufhin verkündigte Jeschua, dass seine Gemeinde auf diesem Felsen gebaut werde, nämlich auf der festen Wahrheit, dass er der Gesalbte Gottes und Gottes einziger Sohn ist (Matth 16,18).
In Offenbarung 21,14 werden die Apostel mit den zwölf Grundsteinen des heiligen Jerusalem in Verbindung gebracht. Sie sind nicht die Grundlage, aber sie sind eng damit verbunden, weil sie als Erste die großen Wahrheiten über Christus und die Gemeinde lehrten.

»Christus« ist nicht nur die »Grund« des Tempels, sondern auch der »Eckstein«.
Die Einheit und Symmetrie des Tempels wird durch die Ausdrücke »ineinander gefügt« und »der ganze Bau« angedeutet. Es handelt sich um eine Einheit vieler einzelner Glieder. Jedes Glied hat einen besonderen Platz in dem »Bau«. Steine, die im Tal des Todes zur Ehre Gottes ausgegraben wurden, erweisen sich als vollkommen passend. Dieses Gebäude hat die einzigartige Eigenschaft, dass es »wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn«. Die Geburtsstunde der Gemeinde war zu Pfingsten. Seitdem ist dieser Leib immer weiter gewachsen, und er wird es auch in Zukunft bis zur Entrückung tun.
Dieses wachsende Gebäude aus lebendigen Steinen wird als »heiliger Tempel im Herrn« beschrieben. Das Wort, das Paulus hier für »Tempel« benutzt, ist das, was das Allerheiligste (gr. naos) bezeichnet. Er dachte an das Hauptgebäude im Tempelbezirk, in dem sich das Allerheiligste befand. Dies war die Wohnstätte Gottes, und dort zeigte er sich in einer lichten, leuchtenden Herrlichkeitswolke.
Wir sind ein lebendiges Heiligtum, in dem Gott wohnt und seine Herrlichkeit offenbart. Dieser Tempel ist heilig. Er ist von der Welt abgesondert und für heilige Zwecke geweiht. Als »heiliger Tempel« ist die Gemeinde das Zentrum, von dem aus Lob, Dank und Anbetung durch den Herrn Jeschua Christus zu Gott aufsteigen.

Der Tempel »wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn«: Seine Glieder sind durch ihre Gemeinschaft mit ihm und in ihm von ihrer Stellung her »heilig«, und sie sollten aus Liebe zu ihm auch im Glaubensleben »heilig« sein.

Die wunderbare große Würde der Stellung der Gläubigen besteht darin, dass sie eine »Wohnung Gottes im Geist« sind. Das ist der Zweck des Tempels. Es geht darum, einen Ort zu schaffen, wo Gott in Gemeinschaft mit seinem Volk leben kann. Die Gemeinde ist dieser Ort. Man vergleiche dies einmal mit der Stellung der Heiden im AT. Da durften sie sich noch nicht einmal Gottes Wohnstätte nähern. Und nun sind sie selbst ein Teil davon!
Dieser Tempel ist die Wohnstätte Gottes des Vaters auf Erden. »Wohnung Gottes im Geist«: In der Person des Heiligen Geistes wohnt Gott in der Gemeinde (1. Kor 3,16).

Sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu den vielen tausend Engeln und zu der Versammlung und Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel aufgeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten und zu dem Mittler des neuen Bundes, Jeschua, und zu dem Blut der Besprengung. Hebr 12,22-34 Siehe hierzu 12.4 Unsere Zukunft: Im neuen Himmel und auf einer neuer Erde

9. Verheißungen Gottes

Die »Verheißungen« Gottes sind das letzte von sieben Gütern, die Petrus in seinen Briefen »kostbar« nennt. Unser Glaube ist kostbarer als Gold (1. Petr 1,7). Das Blut Christi ist kostbar (1. Petr 1,19). Christus, der lebendige Stein, ist in Gottes Augen kostbar (1. Petr 2,4). Er ist auch als Eckstein kostbar (1. Petr 2,6). Er ist allen kostbar, die an ihn glauben (1. Petr 2,7). Der unvergängliche Edelstein eines sanften und stillen Geistes ist in Gottes Augen kostbar (1. Petr 3,4), und schließlich sind noch die »Verheißungen« Gottes »kostbar« (2. Petr 1,4).

Wir sollten über einige der Verheißungen nachdenken, die es bezüglich unserer Heiligung gibt: 1. Freiheit von der Herrschaft der Sünde (Röm 6,14); 2. in jeder Beziehung hinreichende Gnade (2. Kor 12,9); 3. Kraft, seinen Geboten zu gehorchen (Phil 4,13); 4. Sieg über den Teufel (Jak 4,7); 5. Auswege aus der Versuchung (1. Kor 10,13); 6. Vergebung, wenn wir unsere Sünden bekennen (1. Joh 1,9) (sowie Gottes Zusage, dass er nicht mehr an unsere Süden denken wird Jer 31,34); 7. Antwort, wenn wir rufen (Ps 50,15).

Siehe auch die Artikel Dein Erbe - Das Königreich Gottes, Schaue immer auf die Verheißung
Stütze dich auf Gottes Verheißungen! (MP3) & Broschüre zu dieser Lehrbotschaft von Dieter Beständig
 und Der dreifache Segensstrom Gottes in unserem Leben von Dieter Beständig

9.1 Bestätigung der Verheißungen durch Christus

Denn ich sage: Christus ist ein Diener der Juden geworden um der Wahrhaftigkeit Gottes willen, um die Verheißungen zu bestätigen, die den Vätern gegeben sind. Römer 15,8
Gott hat wiederholt verheißen, dass er Israel den Messias senden wolle, und das Kommen Christi bestätigte die Wahrheit dieser »Verheißung«.

Weil wir nun solche Verheißungen haben, meine Lieben, so lasst uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und die Heiligung vollenden in der Furcht Gottes. 2.Korinther 7,1

9.2 Die teuren und allergrößten Verheißungen

Alles, was zum Leben und zur Frömmigkeit dient, hat uns seine göttliche Kraft geschenkt durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Kraft. Durch sie sind uns die teuren und allergrößten Verheißungen geschenkt, damit ihr dadurch Anteil bekommt an der göttlichen Natur, die ihr entronnen seid der verderblichen Begierde in der Welt. 2.Petrus 1,3-4
Die Verse 3 und 4 zeigen, dass Gott uns alles gegeben hat, was für das Leben aus Gott notwendig ist. Weil er das getan hat, müssen wir uns eifrig darin üben. Gott heiligt uns nicht gegen unseren Willen oder ohne unsere Mithilfe. Von unserer Seite ist dazu Verlangen, Entschiedenheit und Disziplin vonnöten.

Diese Verse sollte jeden Christen außerordentlich interessieren, weil sie uns sagen, wie wir uns in diesem Leben vor dem Fallen bewahren und wie wir sicher sein können, siegreich in das Leben nach unserem Abscheiden von dieser Erde einzugehen.
Zunächst einmal wird uns versichert, dass Gott alle Vorkehrungen getroffen hat, damit wir ein geheiligtes Leben führen können. Diese Vorsorge ist ein Zeichen seiner »göttlichen Kraft«: Sie hat uns »alles zum Leben und zur Gottseligkeit geschenkt«. So wie Gottes Kraft uns zunächst einmal errettet, so gibt uns seine Kraft die Energie, fortan ein geheiligtes Leben zu führen. Die Reihenfolge lautet: Erst »Leben«, dann »Gottseligkeit«. Das Evangelium ist die Kraft Gottes, die uns von der Strafe der Sünde, von ihrer Macht, von der Verdammnis und von der Verunreinigung durch die Sünde befreit.

Die »Kraft« zu einem geheiligten Leben erhalten wir »durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat«. So, wie seine »göttliche Kraft« die Ursache unserer Heiligung ist, so ist »die Erkenntnis« seiner selbst das Mittel zu unserer Heiligung. Ihn zu erkennen, bedeutet ewiges Leben (Joh 17,3), wobei wir in der Heiligung vorankommen, je mehr wir in der Erkenntnis seiner selbst fortschreiten. Je mehr wir ihn erkennen, desto mehr ähneln wir ihm.

Hat uns seine göttliche Kraft geschenkt: Hier steht »alles, was Gottes Kraft uns »geschenkt hat«, um ein Leben der Heiligung führen zu können. Dazu gehören auch seine »kostbaren und größten Verheißungen« in seinem Wort. Man schätzt, dass die Bibel mindestens 30 000 Verheißungen enthält.

Es verwundert nicht, dass die Verheißungen Gottes nach den Worten des Petrus kostbar und überaus groß sind! Diese Verheißungen ermöglichen es dem Gläubigen, »dem Verderben, das durch die Begierde in der Welt ist«, zu entfliehen. Gott hat uns alles Nötige zum Widerstand gegen die Versuchung verheißen. Wenn Begierden aufkommen, dann können wir die Verheißungen in Anspruch nehmen. Sie ermöglichen es uns, der Verderbnis dieser Welt zu entkommen – vor ihrer Sünde auf sexuellem Gebiet, ihrer Trunkenheit, ihrem Schmutz, ihrem Elend, ihrem Verrat und ihrem Streben.

Anteil an der göttlichen Natur: Die positive Seite daran ist, dass wir durch dieselben Verheißungen »Teilhaber der göttlichen Natur« werden können. Dies findet in erster Linie bei unserer Bekehrung statt. Wenn wir dann in den praktischen Genuss der Verheißungen Gottes kommen, werden wir immer mehr in Jeschua Bild umgestaltet. So hat er uns z. B. verheißen, dass wir ihm immer ähnlicher werden, je mehr wir über ihn nachsinnen (2. Kor 3,18). Wir verwirklichen diese Verheißung, indem wir das Wort lesen, das darin geoffenbarte Wesen Christi studieren und ihm dann folgen. Wenn wir dies tun, so verwandelt uns der Heilige Geist in Jeschua Bild, und zwar von einer Herrlichkeit zur nächsten.

Die göttliche Natur ist die Antwort auf alles, was du brauchst! Gottes Natur ist Leben, Gesundheit, Frieden, Weisheit und Überfluss. In der göttlichen Natur liegt die Antwort auf alle Nöte der Menschheit.
Darum werden die Verheißungen hier die teuren, kostbarsten und größten genannt. Ohne diese Verheißungen könnten wir nicht an Gottes Wesen teilhaben.
Die Verheißungen, die Gott uns durch sein Wort gegeben hat müssen wir kennen, daran fest glauben und für uns in Anspruch nehmen, damit Gott durch seinen Heiligen Geist die göttliche Natur zu uns fließen kann.

9.3 Durch Glauben und Geduld die Verheißungen ererben

Wir wünschen aber, dass jeder von euch denselben Eifer beweise, die Hoffnung festzuhalten bis ans Ende, damit ihr nicht träge werdet, sondern Nachfolger derer, die durch Glauben und Geduld die Verheißungen ererben. Denn als Gott dem Abraham die Verheißung gab, schwor er bei sich selbst, da er bei keinem Größeren schwören konnte, und sprach (1.Mose 22,16-17): »Wahrlich, ich will dich segnen und mehren.« Und so wartete Abraham in Geduld und erlangte die Verheißung. Hebräer 6,11-15
Jeder der Gläubigen soll »denselben Eifer … beweisen«, den auch die wahren Gläubigen unter Beweis gestellt haben, als sie »die volle Gewissheit der Hoffnung bis ans Ende« anerkannten. Wir sollen fest zu Christus stehen, bis sich unsere endgültige Hoffnung im Himmel verwirklicht. Dies ist ein Beweis der Echtheit des Glaubens.
Wir sollen »nicht träge« werden und sollen Nachfolger der Gläubigen werden, »die durch Glauben und Ausharren die Verheißungen erben«.
Abraham glaubte an Gott und harrte deshalb geduldig aus. Dadurch erlangte er die Erfüllung der Verheißung.

9.4 Gesegnet mit Abraham

So werden nun die, die aus dem Glauben sind, gesegnet mit dem gläubigen Abraham. Galater 3,9
Abraham wird in 1. Mose 12,3 bereits verkündet: »In dir werden gesegnet werden alle Nationen.« »In dir«, d. h. mit Abraham, auf dieselbe Weise wie Abraham. »Alle Nationen«, d. h. sowohl Heiden als auch Juden. »Werden gesegnet werden«, d. h. errettet werden. Wie wurde Abraham gerettet? »Aus Glauben«. Wie werden die Nationen gerettet? Genauso wie Abraham, »aus Glauben«.
Der Heilige Geist, der diesen Vers des AT geschrieben hat, wusste, dass er schon das Evangelium der Errettung durch den Glauben für alle Völker enthält. Alle, die an Gott glauben, werden »mit dem gläubigen Abraham« gesegnet, und zwar nach dem Zeugnis der jüdischen Schriften.

9.5 Gesalbt und versiegelt und uns den Geist gegeben
Lese hierzu auch die Artikel Heiliger Geist und Das Werk des Heiligen Geistes

Denn auf alle Gottesverheißungen ist in ihm das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zum Lobe. Gott ist's aber, der uns fest macht samt euch in Christus und uns gesalbt und versiegelt und in unsre Herzen als Unterpfand den Geist gegeben hat. 2.Korinther 1,20-22

Alle »Verheißungen Gottes«, ganz gleich, wie viele es sein mögen, finden ihre Erfüllung in Christus. Alle, die »in ihm« die Erfüllung der »Verheißungen Gottes« finden, fügen ihr »Amen« hinzu: Wir öffnen unsere Bibel bei einer Verheißung, sehen zu Gott auf, und Gott sagt uns: »Du kannst all das durch Christus haben.« Wenn wir Christus vertrauen, dann sagen wir »Amen« zu Gott. Gott spricht durch Christus, und wir glauben an ihn. Christus beugt sich herab, und der Glaube streckt sich nach oben, wobei jede Verheißung Gottes in Jeschua Christus erfüllt wird. In ihm und durch ihn können wir sie für uns in Anspruch nehmen und sagen: »Ja, Herr, ich vertraue dir.« Das ist das »Ja« des Glaubens.
All das dient »Gott zur Ehre und zum Lobe durch uns«. »Er wird verherrlicht, wenn Menschen erkennen, dass er über sie Gutes beschlossen hat, das über ihre Vorstellungskraft hinausgeht. Auch wird er verherrlicht, wenn sie dieses Gute als in seinem Sohn unzweifelhaft sicher ansehen.

»Gott« hatte ihnen den Glauben geschenkt und sie »in Christus« durch den Dienst am Wort Gottes befestigt. Er hat sie sogar mit dem Geist »gesalbt«, durch den er sie bevollmächtigte, ihnen Kraft gab und sie lehrte.

Er hat uns auch »versiegelt« und uns das »Unterpfand des Geistes in unsere Herzen gegeben«. Hier haben wir zwei weitere Dienste des Heiligen Geistes. Das Siegel ist das Kennzeichen des Eigentümers und steht für Sicherheit. Der »Geist« im Gläubigen ist das Kennzeichen, dass der Gläubige nun Gott gehört und auf ewig sicher ist. Das Siegel ist natürlich unsichtbar. Die Menschen erkennen nicht an einer Plakette, dass wir Christen sind, sondern nur durch die Beweise eines geisterfüllten Lebens. Gott hat uns auch »das Unterpfand des Geistes in unsere Herzen gegeben«. Das Unterpfand ist eine Anzahlung auf das Gesamterbe, das einmal folgen wird. Wenn Gott einen Menschen errettet, gibt er ihm den Heiligen »Geist«. Genauso sicher, wie er den »Geist« empfängt, wird er das gesamte Erbe Gottes antreten. Die gleiche Art des Segens, die der Heilige Geist heute in unserem Leben verwirklicht, wird uns eines Tages in vollem Maße geschenkt werden.

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben, denn der Tempel Gottes ist heilig; der seid ihr. 1.Korinther 3,16
Paulus erinnert uns, dass wir »Gottes Tempel (gr., das innere oder höchste Heiligtum)« sind »und der Geist Gottes in« uns »wohnt«. Der Geist Gottes wohnt in jedem einzelnen Gläubigen, doch daran denkt Paulus hier gar nicht. Er sieht die Angehörigen der Gemeinde als eine Gemeinschaft von vielen und wünscht, dass sie die heilige Würde einer solchen Berufung erkennen.
Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe. 1.Korinther 6,19-20
Und wieder erinnert Paulus die Korinther daran, dass sie eine heilige und ehrenvolle Berufung besitzen. Haben sie denn vergessen, dass ihr »Leib ein Tempel des Heiligen Geistes« ist? Eine ernst zu nehmende Wahrheit der Schrift besteht darin, dass in jedem Gläubigen der Geist Gottes wohnt. Wie können wir nur daran denken, den Leib, in dem der Heilige Geist wohnt, zu nehmen und in den Dienst des Bösen zu stellen? Es geht nicht nur darum, dass unser Leib der Tempel des Heiligen Geistes ist. Vielmehr gehören wir auch nicht uns »selbst«. Es steht uns nicht zu, unseren Leib zu nehmen und zu gebrauchen, wie wir es wollen. Unser Leib gehört unserem Herrn. Wir sollten mit unserem »Leib … Gott« preisen und verherrlichen, dem der Leib gehört.

9.6 Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes, so wird euch das alles zufallen

Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft.
Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.
Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat.
Matthäus 6,30-34; Lukas 12,28-31
Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Römer 8,32
Aber dem HERRN, eurem Gott, sollt ihr dienen, so wird er dein Brot und dein Wasser segnen, und ich will alle Krankheit von dir wenden. Es soll keine Frau in deinem Lande eine Fehlgeburt haben oder unfruchtbar sein, und ich will dich lassen alt werden. 2.Mose 23,25-26

Der Herr sorgt in allem für jeden einzelnen die zu ihm gehören. Er sagt hier im Grunde: Wenn du Gottes Interessen an die erste Stelle in deinem Leben stellst, dann werde ich für die Erfüllung aller deiner Bedürfnisse sorgen.
Wenn du zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit trachtest, dann wird der Herr darauf achten, dass es dir nie an dem fehlt, was zum geistlichen und materiellen Leben notwendig ist.

Es ist wunderbar, das Gott in allem für uns sorgt. Warum sollten wir uns für geistliche und materielle Dinge sorgen und materielle Dinge solch einen wichtigen Platz in unserem Leben einräumen? Und wieso sollten wir »in Unruhe« sein und uns wegen unserer Zukunft Sorgen machen? So leben nur Menschen, die nicht errettet sind.
Die »Nationen der Welt«, die Gott nicht als ihren Vater kennen, konzentrieren sich auf diese Dinge und auf ihr Vergnügen. Diese Dinge bilden das Zentrum und den Rahmen ihres Lebens.
Doch Gott hatte nie im Sinn, dass seine Kinder ihre Zeit in der Jagd nach irdischer Bequemlichkeit vergeuden sollten. Sie haben noch ein Werk auf Erden zu vollbringen, und er hat verheißen, für diejenigen zu sorgen, die sich ihm von ganzem Herzen hingeben. Wenn wir nach »seinem Reich« trachten, dann wird er uns niemals verhungern oder nackt herumlaufen lassen. Wie traurig wäre es, am Ende des Lebens anzukommen und zu erkennen, dass wir die meiste Zeit damit verbracht haben, uns für etwas abzuarbeiten, das schon mit unserer Errettung und dem Erlösungswerk Christi geschenkt wurde (siehe Römer 8,2)
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9.7 Die wichtigsten Verheißungen Gottes für unser Glaubensleben

Ein erfülltes, siegreiches Glaubensleben ist nur dann möglich, wenn wir Jeschua, unseren Herrn und Erretter, von ganzem Herzen lieben, ihm in allem treu nachfolgen, ihm vollständig vertrauen besonders allen in seinem Wort gegebenen Zusagen und Verheißungen, an sie denken und diese auch anwenden.

GOTT hat uns in Seinem Wort hunderte, ja tausende von Verheißungen gegeben:
Alles, was zum Leben und zur Frömmigkeit dient, hat uns seine göttliche Kraft geschenkt durch die Erkenntnis dessen, ader uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Kraft. Durch sie sind uns die teuren und allergrößten Verheißungen geschenkt, damit ihr dadurch Anteil bekommt an der göttlichen Natur, die ihr entronnen seid der verderblichen Begierde in der Welt. 2.Petrus 1,3-4

ER kann das, was ER verheißen hat, auch tun. ER, der die Verheißungen gegeben hat, ist treu. Und ER zögert die Erfüllung Seiner Verheißung nicht hinaus. So dürfen wir darin ruhen: Was GOTT verheißen hat, das wird ER auch tun!:
Denn des HERRN Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das hält ER gewiss. Psalm 33,4
Denn auf alle Gottesverheißungen ist in ihm das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zum Lobe. 2.Korinther 1,20

Nachfolgend werden einige der für unser Glaubensleben wichtigsten Zusagen und Verheißungen Gottes wiedergegeben:

Wir sind die Gesegneten des HERRN (siehe Wir sind gesegnet und berufen zu segnen): Der HERR denkt an uns und segnet uns; er segnet das Haus Israel, er segnet das Haus Aaron. Er segnet, die den HERRN fürchten, die Kleinen und die Großen. Der HERR segne euch je mehr und mehr, euch und eure Kinder! Ihr seid die Gesegneten des HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat. Psalm 115,12-15

Gott ist unser Fels und Schutz (siehe 5.2 Unser Vertrauen auf Gott den Fels setzten): Herzlich lieb habe ich dich, HERR, meine Stärke! HERR, mein Fels, meine Burg, mein Erretter; mein Gott, mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Berg meines Heiles und mein Schutz! Psalm 18,2-3
Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft. Denn er ist mein Fels, meine Hilfe, mein Schutz, dass ich gewiss nicht fallen werde. Psalm 62,2-3
Gelobt sei der HERR, mein Fels, der meine Hände kämpfen lehrt und meine Fäuste, Krieg zu führen, meine Hilfe und meine Burg, mein Schutz und mein Erretter, mein Schild, auf den ich traue. Psalm
144,1-2

Der Herr, unser Schutz, ist mit uns: Der Herr Zebaoth ist mit uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz. Psalm 46,8

Der HERR (Jahwe) ist unsere Stärke: Der HERR ist seines Volkes Stärke, Hilfe und Stärke für seinen Gesalbten. Psalm 28,8

Der Herr ist unsere Stärke und Zuflucht: Meine Stärke, zu dir will ich mich halten; denn Gott ist mein Schutz. Psalm 59,10
Ich aber will von deiner Macht singen / und des Morgens rühmen deine Güte; denn du bist mir Schutz und Zuflucht in meiner Not. Meine Stärke, dir will ich lobsingen; denn Gott ist mein Schutz, mein gnädiger Gott. Psalm 59,17-18

Gott ist unser Schild: Die ihr den HERRN fürchtet, hoffet auf den HERRN! Er ist ihre Hilfe und Schild. Psalm 115,11
Du bist mein Schutz und mein Schild; ich hoffe auf dein Wort.
Psalm 119,114
Aber du, HERR, bist der Schild für mich, du bist meine Ehre und hebst mein Haupt empor. Psalm 3,4

Gott ist unsere Zuversicht: Aber der HERR ist mein Schutz, mein Gott ist der Hort meiner Zuversicht. Psalm 94,22

Wir haben das ewige Leben: Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Johannes 3,16
Denn das ist der Wille meines Vaters, dass, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, das ewige Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage. ... Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, der hat das ewige Leben.
Johannes 6,40-47
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hält, der wird den Tod nicht sehen in Ewigkeit.
Johannes 8,51

Unsere Gebete werden erhört: Darum sage ich euch: Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch werden. Markus 11,24
Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, damit der Vater verherrlicht werde im Sohn.
Johannes 14,13
Wahrlich, ich sage euch auch: Wenn zwei unter euch eins werden auf Erden, worum sie bitten wollen, so soll es ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel. Matthäus 18,19

Uns ist die Gegenwart des Herrn mit seiner Macht & Stärke verheißen, denn Jeschua sagte: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Matthäus 28,18-20
Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. Matthäus 18,20
Was ihr gelernt und empfangen und gehört und gesehen habt an mir, das tut; so wird der Gott des Friedens mit euch sein. Philipper 4,9
Wenn der Herr uns einen Auftrag gibt, so sollten wir ihm vollständig vertrauen, dass er bei uns ist und uns auch die Fähigkeit und Kraft gibt diesen Auftrag zu erfüllen.

Der Herr hat uns den Sieg verheißen: Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube. 1.Johannes 5,4
Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jeschua Christus! 1.Korinther 15,57
Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. Römer 8,37

Wir können die Werke auch tun, die der Herr tat: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und er wird noch größere als diese tun; denn ich gehe zum Vater. Johannes 14,12

Der Herr leitet uns und gibt uns seinen Frieden: So spricht der HERR, dein Erlöser, der Heilige Israels: Ich bin der HERR, dein Gott, der dich lehrt, was dir hilft, und dich leitet auf dem Wege, den du gehst. O dass du auf meine Gebote gemerkt hättest, so würde dein Friede sein wie ein Wasserstrom und deine Gerechtigkeit wie Meereswellen. Deine Kinder würden zahlreich sein wie Sand und deine Nachkommen wie Sandkörner. Dein Name würde nicht ausgerottet und nicht vertilgt werden vor mir. Jesaja 48,17-19
Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht. Johannes 14,27

Der Herr sorgt für uns: Fürchtet den HERRN, ihr seine Heiligen! Denn die ihn fürchten, haben keinen Mangel. Reiche müssen darben und hungern; aber die den HERRN suchen, haben keinen Mangel an irgendeinem Gut. Psalm 34,10
Die sollen dem Herrn danken für seine Güte und für seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut, dass er sättigt die durstige Seele und die Hungrigen füllt mit Gutem. Psalm 107,8-9
Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen. Lukas 1,53
Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? ... sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft. Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat. Matthäus 6,25-34 siehe auch Lukas 12,22-31
Wirf dein Anliegen auf den HERRN; der wird dich versorgen und wird den Gerechten in Ewigkeit nicht wanken lassen. Psalm 55,23
Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. 1.Petrus 5,7

Der Herr hilft uns: Bei dem HERRN findet man Hilfe. Dein Segen komme über dein Volk! Psalm 3,9
Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein du, HERR, hilfst mir, dass ich sicher wohne.
Psalm 4,9
Ich aber traue darauf, dass du so gnädig bist; / mein Herz freut sich, dass du so gerne hilfst. Ich will dem HERRN singen, dass er so wohl an mir tut.
Psalm 13,6
Dann wollen wir jubeln, weil er dir hilft; im Namen unsres Gottes erheben wir das Banner. Der HERR gewähre dir alle deine Bitten! Nun weiß ich, dass der HERR seinem Gesalbten hilft und ihn erhört von seinem heiligen Himmel, seine rechte Hand hilft mit Macht. ... Hilf, HERR, du König! Er wird uns erhören, wenn wir rufen.
Psalm 20,6-10
Als einer im Elend rief, hörte der HERR und half ihm aus allen seinen Nöten.
Psalm 34,7
Wenn die Gerechten schreien, so hört der HERR und errettet sie aus all ihrer Not. Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben. Der Gerechte muss viel erleiden, aber aus alledem hilft ihm der HERR. Psalm 34,18-20
Aber der HERR hilft den Gerechten, er ist ihre Stärke in der Not. Psalm 37,39
 Siehe, Gott steht mir bei, der Herr erhält mein Leben. Psalm 54,6
Der HERR behütet die Unmündigen; wenn ich schwach bin, so hilft er mir. Psalm 116,6
Der HERR ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn ernstlich anrufen. Er tut, was die Gottesfürchtigen begehren, und hört ihr Schreien und hilft ihnen. Der HERR behütet alle, die ihn lieben. Psalm 145,18-20
Denn der HERR hat Wohlgefallen an seinem Volk, er hilft den Elenden herrlich.
Psalm 149,4
Denn der HERR ist unser Richter, der HERR ist unser Meister, der HERR ist unser König; der hilft uns! Jesaja 33,22
Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, dass dich die Ströme nicht ersäufen sollen; und wenn du ins Feuer gehst, sollst du nicht brennen, und die Flamme soll dich nicht versengen. Denn ich bin der HERR, dein Gott, der Heilige Israels, dein Heiland. Jesaja 43,1-3
Denn wir wollen euch, liebe Brüder, nicht verschweigen die Bedrängnis, die uns in der Provinz Asien widerfahren ist, wo wir über die Maßen beschwert waren und über unsere Kraft, sodass wir auch am Leben verzagten und es bei uns selbst für beschlossen hielten, wir müssten sterben. Das geschah aber, damit wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst setzten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt, der uns aus solcher Todesnot errettet hat und erretten wird. Auf ihn hoffen wir, er werde uns auch hinfort erretten. 2.Korinther 1,8-10

Schutz durch Engel: Der Engel des HERRN lagert sich um die her, die ihn fürchten, und hilft ihnen heraus. Psalm 34,8
... und legten Hand an die Apostel und warfen sie in das öffentliche Gefängnis. Aber der Engel des Herrn tat in der Nacht die Türen des Gefängnisses auf und führte sie heraus und sprach: Geht hin und tretet im Tempel auf und redet zum Volk alle Worte des Lebens. Als sie das gehört hatten, gingen sie frühmorgens in den Tempel und lehrten.
Apostelgeschichte 5,18-21 siehe auch Apostelgeschichte 12,6-11
Sind sie nicht allesamt dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die das Heil ererben sollen?
Hebräer 1,14

Körperliche Heilung (siehe auch JESUS Christus heilt!): »Er hat unsre Schwachheit auf sich genommen, und unsre Krankheit hat er getragen. (Jesaja 53,4)« Matthäus 8,17
Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden. Psalm 147,3
Die Zeichen aber, die folgen werden denen, die da glauben, sind diese: In meinem Namen werden sie ... auf Kranke die Hände legen, so wird's besser mit ihnen werden. Markus 16,17-18
Leidet jemand unter euch, der bete; ist jemand guten Mutes, der singe Psalmen. Ist jemand unter euch krank, der rufe zu sich die Ältesten der Gemeinde, dass sie über ihm beten und ihn salben mit Öl in dem Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden getan hat, wird ihm vergeben werden. Bekennt also einander eure Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist. Jakobus 5,13-16

Die Macht, zu binden und zu lösen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr auf Erden binden werdet, soll auch im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden lösen werdet, soll auch im Himmel gelöst sein. Matthäus 18,18

Zeichen und Wunder werden uns folgen: Die Zeichen aber, die folgen werden denen, die da glauben, sind diese: In meinem Namen werden sie böse Geister austreiben, bin neuen Zungen reden, Schlangen mit den Händen hochheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird's ihnen nicht schaden; auf Kranke werden sie die Hände legen, so wird's besser mit ihnen werden. Markus 16,17-18
Es kam aber Furcht über alle Seelen und es geschahen auch viele Wunder und Zeichen durch die Apostel. Apostelgeschichte 2,43
Es geschahen aber viele Zeichen und Wunder im Volk durch die Hände der Apostel; und sie waren alle in der Halle Salomos einmütig beieinander. Apostelgeschichte
5,12
Dennoch blieben sie eine lange Zeit dort und lehrten frei und offen im Vertrauen auf den Herrn, der das Wort seiner Gnade bezeugte und ließ Zeichen und Wunder geschehen durch ihre Hände.
Apostelgeschichte 14,3

Den Frieden des Herrn: Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht. Johannes 14,27
Das habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. Johannes 16,33

Weisheit: Wenn es aber jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern gibt und niemanden schilt; so wird sie ihm gegeben werden. Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt, der gleicht einer Meereswoge, die vom Winde getrieben und bewegt wird. Jakobus 1,5-6
Durch ihn aber seid ihr in Christus Jeschua, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung. 1.Korinther 1,30

Durch uns scheint das Licht Christi: Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. ... So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. Matthäus 5,14-16
Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. Epheser 5,8-9

Wir bringen Frucht: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. ... Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger. Johannes 15,5-8

Wir sind Kinder Gottes: Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater! Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind. Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi, wenn wir denn mit ihm leiden, damit wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden. Römer 8,14-17
Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater! So bist du nun nicht mehr Knecht, sondern Kind; wenn aber Kind, dann auch Erbe durch Gott. Galater 4,6-7
Denn in ihm hat er uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war, dass wir heilig und untadelig vor ihm sein sollten; in seiner Liebe hat er uns dazu vorherbestimmt, seine Kinder zu sein durch Christus nach dem Wohlgefallen seines Willens, zum Lob seiner herrlichen Gnade, mit der er uns begnadet hat in dem Geliebten.
Epheser 1,4-6

Wir haben den Heiligen Geist empfangen (siehe Der Heilige Geist ist uns gegeben): Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Geist war noch nicht da; denn Jeschua war noch nicht verherrlicht. Johannes 7,38-39
Und ich will den Vater bitten und er wird euch einen andern Tröster (Fürsprecher, Beistand) geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit: den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. Johannes 14,16-17
Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde. Apostelgeschichte 1,8
Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes. Denn euch und euren Kindern gilt diese Verheißung und allen, die fern sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird. Apostelgeschichte 2.38-39
Und wir sind Zeugen dieses Geschehens und mit uns der Heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen. Apostelgeschichte 5,32
Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. Römer 5,5
Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, dass wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist. 1.Korinther 2,12
Gott ist's aber, der uns fest macht samt euch in Christus und uns gesalbt und versiegelt und in unsre Herzen als Unterpfand den Geist gegeben hat. 2.Korinther 1,21-22
Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe. 1.Korinther 6,19-20
Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. 2.Timotheus 1,7

Macht über alle Gewalt des Feindes: Die Zweiundsiebzig aber kamen zurück voll Freude und sprachen: Herr, auch die bösen Geister sind uns untertan in deinem Namen. Er sprach aber zu ihnen: Ich sah den Satan vom Himmel fallen wie einen Blitz. Seht, ich habe euch Macht gegeben, zu treten auf Schlangen und Skorpione, und Macht über alle Gewalt des Feindes; und nichts wird euch schaden. Lukas 10,17-19

Unsere geistlichen Waffen (siehe 3.5 Wahrheit, Gerechtigkeit, beschuht, Schild des Glaubens, Helm des Heils, Schwert des Geistes und auch Schütze dich vor Angriffen!):
Denn die Waffen unsres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerstören. Wir zerstören damit Gedanken und alles Hohe, das sich erhebt gegen die Erkenntnis Gottes, und nehmen gefangen alles Denken in den Gehorsam gegen Christus. 2.Korinther 10,4-5
Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt. So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit und an den Beinen gestiefelt, bereit einzutreten für das Evangelium des Friedens. Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen,und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes. Betet allezeit mit Bitten und Flehen im Geist und wacht dazu mit aller Beharrlichkeit im Gebet für alle Heiligen. Epheser 6,10-18

Der Teufel flieht vor uns: So seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch. Jakobus 4,7
Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. Seid anüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge. Dem widersteht, fest im Glauben, und wisst, dass ebendieselben Leiden über eure Brüder in der Welt gehen. 1.Petrus 5,7-9

Wir bekommen Anteil an der göttlichen Natur: Alles, was zum Leben und zur Frömmigkeit dient, hat uns seine göttliche Kraft geschenkt durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Kraft. Durch sie sind uns die teuren und allergrößten Verheißungen geschenkt, damit ihr dadurch Anteil bekommt an der göttlichen Natur, die ihr entronnen seid der verderblichen Begierde in der Welt. 2.Petrus 1,3-4

Freimütigkeit und Zugang zu Gott: Denn durch ihn haben wir alle beide in einem Geist den Zugang zum Vater. So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. Epheser 2,18-19
Darum lasst uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu der Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben. Hebräer 4,16
Weil wir denn nun, liebe Brüder, durch das Blut Jeschua die Freiheit haben zum Eingang in das Heiligtum, den er uns aufgetan hat als neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang, das ist: durch das Opfer seines Leibes, und haben einen Hohenpriester über das Haus Gottes, so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in vollkommenem Glauben, besprengt in unsern Herzen und los von dem bösen Gewissen und gewaschen am Leib mit reinem Wasser. Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat. Hebräer 10,19-23

Zum Frieden Christi berufen: Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Christi, zu dem ihr auch berufen seid bin einem Leibe, regiere in euren Herzen; und seid dankbar. Kolosser 3,14-15
Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden! Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jeschua.
Philipper 4,6-7

Wir sind Priester und Könige: Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht; die ihr einst »nicht ein Volk« wart, nun aber »Gottes Volk« seid, und einst nicht in Gnaden wart, nun aber in Gnaden seid (Hosea 2,25). 1.Petrus 2,9
Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Offenbarung 1,5-6

Wir sind Botschafter Christi: So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott! 2.Korinther 5,20

Wir sind geheiligt: Nach diesem Willen sind wir geheiligt ein für alle Mal durch das Opfer des Leibes Christi. Hebräer 10,10

Das Bewußtsein, Gott und seinem Sohn, Jeschua, und ihren Zusagen in ihrem Wort vollständig zu vertrauen, sowie vollständig daran glauben und in der Gnade Gottes stehen und aus ihr zu leben, muß bei allen Kindern Gottes immer aufs neue geweckt und erhalten werden.

10. Gaben des Geistes und Gaben nach der Gnade

10.1 Gaben durch den Geist gegeben

Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist. Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr. Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen. In einem jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller; dem einen wird durch den Geist gegeben, von der Weisheit zu reden; dem andern wird gegeben, von der Erkenntnis zu reden, nach demselben Geist; einem andern Glaube, in demselben Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen, in dem einen Geist; einem andern die Kraft, Wunder zu tun; einem andern prophetische Rede; einem andern die Gabe, die Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Zungenrede; einem andern die Gabe, sie auszulegen. Dies alles aber wirkt derselbe eine Geist und teilt einem jeden das Seine zu, wie er will. 1.Korinther 12,4-11 / Luther

Was aber die geistlichen Gaben betrifft, Brüder, so will ich nicht, dass ihr unkundig seid. Ihr wisst, dass ihr, als ihr von den Nationen wart, zu den stummen Götzenbildern hingeführt wurdet, wie ihr irgend geleitet wurdet. ... Und niemand sagen kann: Herr Jeschua! Als nur im Heiligen Geist. Es sind aber Verschiedenheiten von Gnadengaben, aber derselbe Geist; und es sind Verschiedenheiten von Diensten, und derselbe Herr; und es sind Verschiedenheiten von Wirkungen, aber derselbe Gott, der alles in allen wirkt. Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes zum Nutzen gegeben. ... Alles dieses aber wirkt ein und derselbe Geist, jedem insbesondere austeilend, wie er will. ... Und Gott hat einige in der Versammlung gesetzt: erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, dann Wunderkräfte, dann Gnadengaben der Heilungen, Hilfeleistungen, Regierungen, Arten von Sprachen. Sind etwa alle Apostel? Alle Propheten? Alle Lehrer? Haben alle Wunderkräfte? Haben alle Gnadengaben der Heilungen? Reden alle in Sprachen? Legen alle aus? Eifert aber um die größeren Gnadengaben; und einen noch weit vortrefflicheren Weg zeige ich euch. 1. Korinther 12,1-31 / Elberfelder

Das griechische Wort für Gnadengabe (charisma) ist von dem Wort für Gnade (charis) abgeleitet und bedeutet dementsprechend "wohlwollend gespendete Gabe, Gnadengeschenk". Zwar wird in Römer 6,23 auch das ewige Leben eine „Gnadengabe Gottes" genannt, und verschiedentlich wird dies Wort im allgemeineren Sinn für Gnadenerweisung verwendet. An den meisten Stellen im Neuen Testament, wo das Wort Gnadengabe vorkommt, handelt es sich jedoch um die von Gott geschenkte Befähigung zum Dienst für Ihn. So verschieden die einzelnen Gläubigen als Glieder des Leibes Christi sind, so unterschiedlich sind auch ihre Bedürfnisse und dementsprechend die Gnadengaben. In Seiner Weisheit und Gnade hat Gott an alles gedacht und alles reichlich gegeben. Ihm sei Dank dafür!

Aus diesen Stellen wird deutlich, daß Gottes Wort nirgends eine vollständige „Liste" aller Gnadengaben enthält, aber auch, daß wir manche dieser Gaben Gottes wenig kennen und schätzen, z.B. die des Vorstehens, der Regierung oder der Hilfeleistung.

Wenn wir jedoch Römer 12 und 1. Korinther 12 aufschlagen, wird uns die Vielfalt der von Gott geschenkten Gnadengaben deutlich. An beiden Stellen wird die Versammlung als Leib gesehen, der aus vielen Gliedern besteht. Wie an unserem Körper jedes Glied seinen eigenen Platz und seine besondere Funktion hat, so ist es auch mit dem Leib Christi. In Römer 12,3-8 werden sieben Gnadengaben genannt:
1. Weissagung / 2. Dienst / 3. Lehre / 4. Ermahnung / 5. Geben / 6. Vorstehen / 7. Ausüben von Barmherzigkeit.

Schließlich werden in Epheser 4,11 in einer weiteren kurzen Aufzählung die Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer genannt, hier jedoch nicht als Gnadengaben, sondern als Gaben (auch im Griechischen ein anderes Wort). Es sind hier die Personen selbst, die der erhöhte Herr gegeben hat „zur Vollendung der Heiligen, für das Werk des Dienstes, für die Auferbauung des Leibes Christi", und zwar „bis wir alle hingelangen zu der Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zu dem erwachsenen Mann, zu dem Maß des vollen Wuchses der Fülle des Christus". Im Unterschied zu einigen der in 1. Korinther 12 genannten Gnadengaben (Heilungen, Sprachen, Wunderkräfte), die das Wirken Gottes in der Anfangszeit bestätigten (vgl. Heb 2,4), sind diese Gaben ausschließlich zur Förderung des geistlichen Wachstums der Versammlung gegeben worden, und bis auf die Apostel und Propheten, die die Grundlage gelegt haben (Eph 2,20; 3,5), werden sie bis zur Wiederkunft des Herrn Jeschua bleiben. Das ist ein großer Trost für uns, gerade in unserer Zeit des Verfalls und des beginnenden Abfalls.

Die Gnadengaben sind nicht mit menschlichen Fähigkeiten zu verwechseln. Jemand, der sich klar und verständlich auszudrücken vermag, besitzt dadurch noch keine Gnadengabe zur Verkündigung des Wortes. Und ebenso kann eine theologische Ausbildung keine Gnadengabe ersetzen. Wie die angeführten Stellen zeigen, werden Gnadengaben allein von Gott und dem verherrlichten Herrn gegeben. Sie sind Geschenke für Seine Erlösten, von Ihm gegebene geistliche Fähigkeiten, verbunden mit einem Auftrag und der Vollmacht zum Dienst. Unter der Leitung des Heiligen Geistes sollen sie zur Verherrlichung des Herrn und zum Segen für andere dienen.

Die Gnadengabe eines Evangelisten besteht in dem Auftrag und der besonderen Fähigkeit, die Botschaft der Gnade Gottes für verlorene Sünder den Menschen von heute nahezubringen und sich in die Lage solcher hineinzuversetzen, die bisher kaum mit dem Wort Gottes in Berührung gekommen sind, und die eines Lehrers darin, die tiefen Zusammenhänge der Lehre des Wortes zu erkennen und anderen Gläubigen verständlich zu machen.

Christus, unser Haupt, kennt nicht nur die Bedürfnisse der Glieder des Leibes, sondern auch die Fähigkeiten jedes einzelnen, und rüstet jeden so aus, daß er den ihm zugeteilten Dienst erfüllen kann.
So hat jeder Gläubige durch die Gnade einen von Gott zugewiesenen Platz als Glied des Leibes Christi. An uns liegt es nun, dies auch als Gnade zu erkennen und in Abhängigkeit von unserem Haupt im Himmel zu leben und zu handeln.

10.2 Gaben nach der Gnade

Uns sind verschiedene Gaben nach der Gnade gegeben:
Denn wie wir an einem Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben, so sind wir viele ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des andern Glied, und haben verschiedene Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist. Ist jemand prophetische Rede gegeben, so übe er sie dem Glauben gemäß. Ist jemand ein Amt gegeben, so diene er. Ist jemand Lehre gegeben, so lehre er. Ist jemand Ermahnung gegeben, so ermahne er. Gibt jemand, so gebe er mit lauterem Sinn. Steht jemand der Gemeinde vor, so sei er sorgfältig. Übt jemand Barmherzigkeit, so tue er's gern. Römer 12,4-8

10.3 Die Gabe der prophetischen Rede

Strebt nach der Liebe! Bemüht euch um die Gaben des Geistes, am meisten aber um die Gabe der prophetischen Rede! Denn wer in Zungen redet, der redet nicht für Menschen, sondern für Gott; denn niemand versteht ihn, vielmehr redet er im Geist von Geheimnissen. Wer aber prophetisch redet, der redet den Menschen zur Erbauung und zur Ermahnung und zur Tröstung. Wer in Zungen redet, der erbaut sich selbst; wer aber prophetisch redet, der erbaut die Gemeinde. Ich wollte, dass ihr alle in Zungen reden könntet; aber noch viel mehr, dass ihr prophetisch reden könntet. Denn wer prophetisch redet, ist größer als der, der in Zungen redet; es sei denn, er legt es auch aus, damit die Gemeinde dadurch erbaut werde. 1.Korinther 14,1-5

Strebt nach der Liebe: Ein Gebot für jeden Gläubigen. Weil Lieblosigkeit in der Gemeinde von Korinth ein geistliches Grundproblem war, sollten sie die soeben beschriebene göttliche Liebe mit besonderer Entschlossenheit und großem Eifer erstreben.

Bemüht euch um die Gaben des Geistes: Liebe schließt den Gebrauch dieser Befähigungen nicht aus. Da Paulus aufgefordert hatte, nicht nach den imposanten Gaben zu streben (12,31) und sich nicht über andere zu erheben (12,14-25), konnten einige womöglich meinen, am besten lasse man um der Einheit willen alle Gaben außer Acht. Doch Gott hat in seiner Souveränität allen Gläubigen Geistesgaben gegeben. Diese Gaben sind notwendig für die Auferbauung der Gemeinde (12,1-10). Nach ihnen zu streben, bedeutet in diesem Zusammenhang nicht, persönlich einer bewundernswerten Gabe nachzutrauern, die man nicht hat, sondern vielmehr die übertragenen Gaben gemeinschaftlich und treu im Dienst für den Herrn einzusetzen. Als Versammlung sollten die Korinther bewusst danach streben, dass alle Gaben erkennbar ausgeübt werden. Die Aufforderung steht im Plural (»euch«, »ihr«), was den gemeinsamen Wunsch der Gemeinde betont.

Am meisten aber um die Gabe der prophetischen Rede: Diese Geistesgabe war für das Gemeindeleben deshalb so erstrebenswert, weil sie den Gläubigen auf eine Weise diente, wie es die Sprachenrede nicht konnte, nämlich durch Auferbauung der gesamten Gemeinde.

Wer in Zungen redet: An verschiedenen Stellen des Neuen Testaments wird "in anderen Sprachen reden", "in Zungen reden" und "prophetisch reden" erwähnt.

In Markus 16,17 wird "in neuen Sprachen (Zungen) reden" als ein Zeichen des Glaubens genannt: Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen [o. Zungen] reden ... . Rev. Elberfelder Bibel Die Zeichen aber, die folgen werden denen, die da glauben, sind diese: In meinem Namen werden sie böse Geister austreiben, in neuen Zungen reden ... .

Die Zungenrede soll in der von Gott gegeben Ordnung ausgeübt werden:
Wenn jemand in Zungen redet, so seien es zwei oder höchstens drei, und einer nach dem andern; und einer lege es aus. Ist aber kein Ausleger da, so schweige er in der Gemeinde und rede für sich selber und für Gott. 1.Korinther 14,27-28
... daß es des Herrn Gebot ist, was ich euch schreibe. 1.Korinther 14,37

10.4 Die Gabe Gottes, die in uns ist

Uns sind von Gott Gaben gegeben worden (siehe 9.1 Gaben durch den Geist gegeben), die in uns sind.
Wir sind aufgefordert, wie Timotheus, diese Gaben zu erwecken und zu einer lebendigen Flamme anzufachen, sowie diese auch anzuwenden. Dies können wir jedoch nicht durch unsere menschliche Fähigkeit, sondern nur der Heilige Geist, der in uns ist, kann dies durch uns vollbringen. Siehe Der Heilige Geist ist uns gegeben & 10.13 Gott wirkt in uns das Vollbringen
Die Gaben Gottes können uns durch Weissagung oder Handauflegung der Ältesten gegeben und erweckt (entfacht) werden. Und dies geschieht nicht durch Macht oder menschliche Fähigkeiten der Ältesten, sondern durch den Heiligen Geist.

Lass nicht außer Acht die Gabe in dir, die dir gegeben ist durch Weissagung mit Handauflegung der Ältesten. 1.Timotheus 4,14
Aus diesem Grund erinnere ich dich daran, dass du erweckest die Gabe Gottes, die in dir ist durch die Auflegung meiner Hände.
2.Timotheus 1,6
Wir wissen nicht genau, welche »Gnadengabe« Timotheus gegeben war, ob die des Evangelisten, des Hirten oder des Lehrers. Die allgemeinen Aussagen dieser Briefe führen uns zu der Schlussfolgerung, dass er ein Hirte und zugleich ein Lehrer war. Doch wir wissen, dass »die Gnadengabe« ihm »durch Weissagung mit Handauflegung der Ältestenschaft gegeben worden ist«. Zunächst einmal wurde sie »durch Weissagung« oder zugleich mit ihr gegeben. Das bedeutet einfach, dass ein Prophet in einer Gemeinde aufstand und erklärte, dass der Geist Gottes Timotheus eine bestimmte »Gnadengabe« gegeben habe. Der Prophet hat die Gabe nicht gegeben, sondern sie angekündigt. Dies ging mit »Handauflegung der Ältestenschaft« einher. Und wieder wollen wir betonen, dass die Ältesten nicht die Macht hatten, diese Gabe an Timotheus weiterzugeben. Durch ihre Handauflegung haben sie vielmehr ihre öffentliche Anerkennung dessen kundgetan, was der Heilige Geist schon getan hatte.

Wegen seiner frommen Familie und seines eigenen Glaubens wird Timotheus ermahnt, »die Gnadengabe zu erwecken (anzufachen), die in« ihm ist. Einige sind der Ansicht, dass damit der Heilige Geist gemeint ist. Andere verstehen darunter eine besondere Fähigkeit, die vom Herrn für eine bestimmte Form des christlichen Dienstes geschenkt wird, z. B. die Gabe des Evangelisten, Hirten oder Lehrers. Es scheint klar zu sein, dass Timotheus in den christlichen Dienst berufen worden war und dazu einige besondere Gaben erhalten hat. Hier wird er nun ermutigt, die »Gabe« zu einer lebendigen Flamme »anzufachen«. Er soll sich nicht durch das allgemeine Versagen um ihn herum entmutigen lassen. Er soll seine Aufgabe auch nicht einfach als normale Arbeit ansehen und in bequeme Routine verfallen. Stattdessen soll er achtgeben, seine Gabe immer mehr zu gebrauchen, da die Zeiten immer dunkler werden würden.

Auch heute noch können die Gaben Gottes durch Weissagung oder Handauflegung von Ältesten gegeben und erweckt (entfacht) werden. Und dies geschieht nicht durch Macht oder menschliche Fähigkeiten der Ältesten, sondern durch den Heiligen Geist.
Dabei müssen die Ältesten beachten, dass sie "die Hände niemandem zu bald auflegen" damit sie "nicht teil an fremden Sünden!" haben. Das bedeutet, dass die Ältesten niemanden die Hände auflegen dürfen der Sünden begangen hat oder der sündigt. Sondern sie müssen den Sünder vor allen Gemeindemitgliedern zurecht weisen, damit dieser Gott und den Herrn für seine Sünden um Vergebung bittet, umkehrt und hinfort keine Sünden mehr begeht.
Auch dürfen wir Gott für unseren Bruder, der sündigt, bitten und Gott wird ihm seine Sünden vergeben. Siehe 1.11 Gott für unseren Bruder, der sündigt, bitten.
Die da sündigen, die weise zurecht vor allen, damit sich auch die andern fürchten. Ich ermahne dich inständig vor Gott und Christus Jeschua und den auserwählten Engeln, dass du dich daran hältst ohne Vorurteil und niemanden begünstigst. Die Hände lege niemandem zu bald auf; habe nicht teil an fremden Sünden! Halte dich selber rein! 1.Timotheus 5,20-22

10.5 Hätte ich die Liebe nicht, so wäre ich nichts

Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, so dass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen und hätte die Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze. Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. Die Liebe hört niemals auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird. Denn unser Wissen ist Stückwerk und unser prophetisches Reden ist Stückwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören. ... Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin. Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. 1.Korinther 13,1-13

Geistesgaben waren in Korinth vorhanden (1,7); sogar die richtige Lehre war da (11,2); aber die Liebe fehlte. Deshalb kam es zu den Streitereien und Auswüchsen von Selbstsucht und Stolz, von denen die Gemeinde geplagt wurde, insbesondere auf dem Gebiet der Geistesgaben. Anstatt selbstsüchtig und neidisch nach imposanten Gaben zu gieren, sollten die Gläubigen nach dem Großartigsten überhaupt streben, nach gegenseitiger Liebe.
Mit Menschenzungen redete: Vgl. 12,10.28; 14,4-33. Dass es sich bei dieser Gabe um eine echte Sprache handelte, wird aus Apg 2,4-12 deutlich und wird hier bestätigt, da Paulus sie als Sprache »von Menschen« bezeichnet. Das ist ein klarer Hinweis auf eine menschliche Sprache. Sie war die Gabe, welche die Korinther so hoch bewerteten, so arg missbrauchten und so zum eigenen Schaden nachahmten. Die Fähigkeit, in einer dem Redenden unbekannten Sprache zu sprechen, gab Gott als Zeichen, das nur in einer begrenzten Zeit Sinn hatte.
Mit Engelzungen redete: Es gibt in der Bibel keine Lehre von einer speziellen Engelssprache, die Menschen nicht erlernen könnten.
Selbstverleugnende Liebe, die mehr auf das Geben ausgerichtet ist als auf das Nehmen (Joh 3,16; vgl. 14,1; Mt 5,44.45; Joh 13,1.34.35; 15,9; Röm 5,10; Eph 2,4-7; Phil 2,2; Kol 3,14; Hebr 10,24). Ohne Liebe wäre unser Reden einfach nur ein Geräusch, so redegewandt man in seiner eigenen oder in einer Fremdsprache (sogar in einer hypothetischen Engelssprache) auch sein mag.
Alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis: Das umfasst die Gaben der Weisheit, Erkenntnis und Geisterunterscheidung, die in Liebe ausgeübt werden müssen (s. Phil 1,9).
Allen Glauben: Das bezieht sich auf die Gabe des Glaubens und das beharrliche Gebet des Glaubens, die für die Gemeinde ohne selbstlose Liebe nutzlos wäre.
Die Liebe ist ... : In diesen Versen wird nun die Fülle der Liebe beschrieben, und zwar bei jedem Aspekt durch das, was die Liebe tut. Liebe ist nichts Abstraktes, sondern praktisches Handeln. Positiv ausgedrückt ist Liebe geduldig im Umgang mit Menschen und von großzügigem Erbarmen.
Liebe hört niemals auf: Als Wesensmerkmal Gottes ist die Liebe beständig und unzerstörbar. Die Liebe überdauert alles Versagen (vgl. 1Pt 4,8; 1Joh 4,16).
Das Vollkommene muss der Ewigkeitszustand sein, wenn wir in der Herrlichkeit Gott von Angesicht zu Angesicht sehen (Offb 22,4) und in der neuen, ewigen Schöpfung zur vollen Erkenntnis gelangt sind, so werden die Gläubigen eine vollkommene Erkenntnis erlangen und keine derartige Gabe mehr nötig haben.
Nun aber bleiben: Woran wir hier geglaubt und worauf wir gehofft haben, wird im Himmel erfüllt sein und wir werden den Inhalt unseres Glaubens und unserer Hoffnung vollkommen wahrnehmen und schauen. Aber die Liebe: Diese Tugend Gottes, bleibt für immer (vgl. 1Joh 4,8). Der Himmel wird der Ort sein, wo nichts als nur vollkommene Liebe zu Gott und zueinander zum Ausdruck kommt.

11. Jeschua nachfolgen

Siehe auch die Artikel "Geistlich wachsen" und Unsere Berufung

Um dem Herrn nachfolgen zu können sollten wir uns vom ihm seinen Weg weisen lassen. Dies gelingt uns nur, wenn wir in seiner Wahrheit wandeln, unser Herz ganz dem Herrn zugewandt ist und wir seinen Namen ehren und preisen:
Weise mir, HERR, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen, dass ich deinen Namen fürchte.
Psalm 86,11

Jeschua spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. Johannes 14,6
Jeschua ist der Weg, die Wahrheit und das Leben, deshalb folgen wir ihm auf seinem Weg und leben in seiner Wahrheit, so das wir Anteil an seinem Leben haben und durch ihn Zugang zum Vater haben.

Uns muss bewusst sein, dass noch ein Weg vor uns liegt, dass wir noch nicht angekommen sind. Es liegt noch einiges vor uns. Wir müssen immer noch dranbleiben:
Nicht, dass ich's schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei; ich jage ihm aber nach, ob ich's wohl ergreifen könnte, weil ich von Christus Jesus ergriffen bin. Meine Brüder, ich schätze mich selbst noch nicht so ein, dass ich's ergriffen habe. Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus. Philipper 3,12-14
Wir sollten das Ziel haben, jeden Tag Fortschritte zu machen. Denn so werden wir in Jesus reif werden, und wenn Jeschua wiederkommt den Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes erhalten.

11.1 Sein Kreuz auf sich nehmen und Jeschua nachfolgen

Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist meiner nicht wert. Matthäus 10,37-38
Da sprach Jeschua zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir.
Matthäus 16,24; Markus 8,34; Lukas 9,23
Jetzt sagt der Herr Jeschua uns offen, was es bedeutet, sein Jünger zu sein:
Oftmals stehen wir vor der Wahl uns für Christus oder für unsere Familie entscheiden zu müssen. Dann dürfen uns keine natürlichen Banden von der absoluten Treue zum Herrn abhalten. Christus muss uns wichtiger sein als Vater, Mutter, Sohn oder Tochter. Ihn müssen wir mehr lieben als sie.
Wir müssen uns selbst verleugnen, das Kreuz tragen und ihm nachfolgen. Sich selbst zu verleugnen, entspricht nicht der Selbstverleugnung, wie sie im heutigen Sprachgebrauch verwendet wird. Vielmehr ist damit gemeint, sich der Herrschaft Christi so zu unterstellen, dass das eigene Ich keinerlei Rechte mehr hat. Das Kreuz auf sich zu nehmen, bedeutet die Bereitschaft, um Jeschua willen Spott und Leiden zu erdulden, vielleicht sogar den Märtyrertod. Es bedeutet auch, der Sünde, dem Ich und der Welt zu sterben. Christusnachfolge bedeutet, so zu leben, wie er gelebt hat, und zwar in jeder Hinsicht, was auch Demut, Armut, Mitleid, Liebe, Barmherzigkeit und jede andere Tugend einschließt.
 »Sein Kreuz auf sich nehmen« heißt, Jesu Herrschaft in jedem Bereich des Lebens anzuerkennen und freiwillig das Leben zu führen, das auch er führte. Dazu gehört:
• Der Widerstand derer, die man liebt
• Die Verachtung der Welt
• Das Verlassen von Familie, Haus, Land und den Bequemlichkeiten des Lebens
• Vollständige Abhängigkeit von Gott und Christus
• Gehorsam gegenüber der Führung des Heiligen Geistes
• Verkündigung einer unbeliebten Botschaft
• Ein Weg der Einsamkeit
• Verfolgung
• Leiden um der Gerechtigkeit willen
• Üble Nachrede und Schmach
• Die Hingabe des eigenen Lebens für andere
• Die Tatsache, dass man gegenüber dem Ich und der Welt abgestorben ist
• Dazu gehört auch, das wahre Leben zu ergreifen!
• Den Grund unserer Existenz zu erkennen
• Und es bedeutet ewige Belohnung

11.1.1 Um Christi Willen unser Leben nicht lieben

Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Zeit ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht werde. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. Wer sein Leben lieb hat, der wird's verlieren; und wer sein Leben auf dieser Welt hasst, der wird's erhalten zum ewigen Leben. Johannes 12,23-25
Die Zeit war gekommen, dass Christus der Menschsohn verherrlicht wird. Selbst angesichts seines Todes konnte Christus von seiner Verherrlichung sprechen.
Durch sein Leiden und Sterben erfüllte Christus den heilsamen und rettenden Willen Gottes. Dadurch wurde Gott sowie auch er verherrlicht:
Als Jesus das gesagt hatte, wurde er betrübt im Geist und bezeugte und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten. ... Jesus antwortete: Der ist's, dem ich den Bissen eintauche und gebe. Und er nahm den Bissen, tauchte ihn ein und gab ihn Judas, dem Sohn des Simon Iskariot.Und als der den Bissen nahm, fuhr der Satan in ihn. Da sprach Jesus zu ihm: Was du tust, das tue bald! ... Als er nun den Bissen genommen hatte, ging er alsbald hinaus. Und es war Nacht. Als Judas nun hinausgegangen war, spricht Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist verherrlicht in ihm. Ist Gott verherrlicht in ihm, so wird Gott ihn auch verherrlichen in sich und wird ihn bald verherrlichen. Johannes 13,21-32
Das Geheimnis des Weizenkorns, das in die Erde fällt und viel Frucht bringt, wurde durch Christi Erlösungswerk sichtbar.

So wie unser Herr sein Leben nicht liebte und es zu unserer Erlösung hingab sollen auch wir um Christi Willen unser Leben nicht lieben:
Wer sein Leben findet, der wird's verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden. Matthäus 10,39
Denn wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's erhalten. Lukas 9,24
Wer sein Leben zu erhalten sucht, der wird es verlieren; und wer es verlieren wird, der wird es gewinnen. Lukas 17,33
Die Versuchung besteht darin, das eigene Leben zu lieben, indem man die Schmerzen und die Verluste eines völlig hingegebenen Lebens umgehen will. Aber dies ist die größte Lebensverschwendung, es in der Selbstsucht zu leben. Dabei »verlieren« wir unser Leben, das heißt, wir verfehlen den wahren Sinn des »Lebens« und die tiefe geistliche Freude, die damit verbunden ist! Und wir verlieren dadurch das ewige Leben.
Der großartigste Einsatz eines Lebens besteht darin, es im Dienst für Christus aufzuopfern. Wer sein Leben in der Hingabe an ihn verliert, wird dessen wahre Fülle erfahren. Dieses Leben der Hingabe ist echtes Leben. Es bietet eine Freude, eine heilige Sorglosigkeit und eine tiefe innere Zufriedenheit, die sich nicht beschreiben lässt.
Jeder, der sein Leben in den kommenden Tagen der Drangsal um des Herrn willen »verliert«, wird es in Wirklichkeit für die Ewigkeit »erhalten«

11.2 Nachfolgen seinen Fußtapfen

Denn dazu seid ihr berufen, da auch Christus gelitten hat für euch und euch ein Vorbild hinterlassen, dass ihr sollt nachfolgen seinen Fußtapfen.; er, der keine Sünde getan hat und in dessen Mund sich kein Betrug fand; der nicht widerschmähte, als er geschmäht wurde, nicht drohte, als er litt, er stellte es aber dem anheim, der gerecht richtet; der unsre Sünde selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz, damit wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben. Durch seine Wunden seid ihr heil geworden. 1.Petrus 2,21-24
Der Gedanke des Leidens um der Gerechtigkeit willen führt unausweichlich zu diesem wunderschönen Abschnitt über unser großes »Vorbild«, das der Herr Jeschua gegeben hat. Niemand ist je so ungerecht behandelt worden wie er und hat es so geduldig ertragen. Wir sind berufen, so wie er zu handeln und wegen der schlechten Taten anderer zu leiden. Das Wort, das hier für »Vorbild« benutzt worden ist, enthält den Gedanken an ein Vorlagenbuch mit meisterlicher Schönschrift. Der Schüler versucht, das Original so ähnlich wie möglich wiederzugeben. Wenn er das Vorbild sorgfältig kopiert, dann wird seine Abschrift gut. Doch je mehr er sich vom Original entfernt, desto schlechter wird die Abschrift. Unsere Sicherheit besteht darin, so nah wie möglich am Original zu bleiben.

Unser Herr litt nicht für eigene Schuld, denn er hat keine Sünde begangen. »Er kannte keine Sünde« (2. Kor 5,21); Er hat »keine Sünde getan« (dieser Vers); und »in ihm ist keine Sünde« (1. Joh 3,5). Seine Rede wurde nie durch »Trug« entstellt. Er log nicht und hat auch die Wahrheit nicht manipuliert. Man denke einmal darüber nach.

Jeschua lebte als Mensch auf dieser Erde, der in jeder Beziehung ehrlich war, vollkommen frei von List oder »Trug«. Er blieb geduldig, wenn er provoziert wurde. »Der, geschmäht, nicht wieder schmähte.« Er zahlte es nicht mit gleicher Münze heim. Wenn er angegriffen wurde, schlug er nicht zurück. Er verteidigte sich nicht, als man ihn anklagte. Er war auf wunderbare Weise von dem Bestreben frei, sich selbst zu rechtfertigen.
Was war seine verborgene Kraftquelle, dass er solche grundlosen Beleidigungen ertrug? Er vertraute auf Gott, »der gerecht richtet«. Und wir sind aufgerufen, ebenso zu handeln.

Die Leiden des Heilands hatten nicht nur Vorbildfunktion, sondern sühnten auch unsere Schuld. Wir können seine Leiden in dieser Hinsicht nicht nachahmen, und Petrus ist auch nicht der Meinung, dass wir es tun sollten. Vielmehr geht es hier offenbar um folgende Argumentation: Die Schmerzen des Heilands wurden nicht durch seine eigenen Sünden hervorgerufen, denn er hatte keine begangen. Er wurde stattdessen für »unsere Sünden« ans Kreuz genagelt. Weil er ein für alle Mal für »unsere Sünden« gelitten hat, dürfen wir uns nie in eine Stellung bringen, worin wir für sie nochmals leiden müssen. Die Tatsache, dass er für sie gestorben ist, sollte uns dazu bringen ihnen abzusterben. Und doch geht es nicht nur darum, uns der Sünden zu enthalten: Wir sollten nicht nur der Sünde sterben, sondern auch »der Gerechtigkeit leben«. »Durch dessen Striemen (Wunden) ihr geheilt worden seid.« Das Wort »Striemen« steht im Original in der Einzahl, was vielleicht verdeutlichen soll, dass sein Körper eine einzige Wunde war. Wie sollte unsere Haltung gegenüber der Sünde aussehen, wenn unsere Heilung unseren Herrn so viel gekostet hat?

11.3 Ein wahrer Jünger Christi sein

Ein wahrer Jünger Christi folgt seinem Meister in allem nach. Wir sind seine Jünger und wir leben wie der Herr lebte. Wir handeln wie er handelte. Wir tun was er tat. Wir lieben wie er liebte. Wir gehorchen ihm wie er seinem Vater gehorchte. Wir verbringen Zeit mit unserem himmlischen Vater wie er es tat.

Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein. ... So auch jeder unter euch, der sich nicht lossagt von allem, was er hat, der kann nicht mein Jünger sein. Lukas 14,27&33
Wir sollen Christus verherrlichen und ihn bekannt zu machen. Die Worte des Herrn sind absolut.
Zweitens lehrte Jeschua, dass ein echter Jünger »sein Kreuz« auf sich nehmen und ihm »nachfolgen« müsse. Das Kreuz ist nicht irgendeine Krankheit oder Betrübnis, sondern ein Weg der Schande, des Leidens, der Einsamkeit und sogar des Todes, den ein Mensch freiwillig um Christi willen wählt. Nicht alle Gläubigen tragen ein Kreuz. Es ist möglich, es zu umgehen, indem man als Namenschrist lebt. Doch wenn wir uns entscheiden, alles für Christus hinzugeben, dann werden wir den gleichen satanischen Widerstand erleben, den der Sohn Gottes hier auf Erden zu erdulden hatte. Das ist das Kreuz. Der Jünger muss Jeschua »nachfolgen«. Das bedeutet, dass er ein Leben führt, wie Jeschua es auf dieser Erde geführt hat, ein Leben der Selbstverleugnung, der Demütigung, der Verfolgung, der Schande, der Versuchung und des Widerspruchs der Sünder gegen sich selbst.

Vers 33 ist wohl einer der unbeliebtesten Verse der Bibel. Er sagt ausdrücklich, dass »keiner von euch, der nicht allem entsagt, was er hat, mein Jünger sein« kann. Man kann der Bedeutung dieses Verses nicht ausweichen. Es geht hier nicht darum, dass man bereit sein müsse, alles zu verlassen, sondern es heißt, dass man alles verlassen muss. Wir sollten annehmen, dass der Herr Jeschua wusste, was er sagte. Er erkannte, dass sonst niemand so handeln würde, wenn er sich nicht genau ausdrücken würde. Er möchte Männer und Frauen, die ihn mehr als alles andere in der Welt schätzen.

Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen. ... Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei. Johannes 8,31-32&36
Nun unterscheidet Jeschua zwischen denen, die Jünger sind, und denen, die sich »wahrhaft« als Jünger erweisen. Ein Jünger ist jeder, der behauptet, von jemandem zu lernen, doch ein »wahrhaftiger« Jünger ist einer, der sich ausdrücklich dem Herrn hingegeben hat. Wer wahren Glauben hat, auf den trifft diese Aussage zu: Er »bleibt« in seinem »Wort«. Das bedeutet, dass er bei Jeschua Lehre bleibt. Er wendet sich nicht davon ab. Wahrer Glaube ist immer von Dauer. Ein Jünger wird nicht gerettet, weil er in seinem Wort bleibt, sondern er bleibt in seinem Wort, weil er gerettet ist.

Allen wahren Jüngern wird verheißen, dass sie »die Wahrheit erkennen« werden und die Wahrheit sie »frei machen« wird. Die Juden kannten die Wahrheit nicht, sie waren auf schreckliche Weise gebunden. Sie befanden sich unter der Knechtschaft von Unwissenheit, Irrtümern, Sünde, Gesetz und Aberglauben. Diejenigen, die den Herrn Jeschua wirklich kennen, sind von der Sünde befreit, sie wandeln im Licht und werden vom Heiligen Geist Gottes geleitet.

In diesem Vers bezieht sich das Wort »Sohn« eindeutig auf Christus selbst. Wer von ihm befreit ist, der ist »wirklich frei«. Das bedeutet, dass derjenige, der zum Heiland kommt und das ewige Leben von ihm erhält, von der Sklaverei der Sünde, des Gesetzes, des Aberglaubens und der Dämonen befreit wird.

Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. Johannes 13,35
as wahre Kennzeichen des Christen ist seine Liebe zu seinen Mitchristen. Das erfordert göttliche Kraft, und diese Kraft wird nur denen gegeben, die den Heiligen Geist haben.

Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger. Johannes 15,8
Wenn die Kinder Gottes das Ebenbild Christi für die Welt sind, wird der »Vater verherrlicht«. Menschen werden gezwungen zu bekennen, dass dieser Gott groß sein muss, wenn er solch böse Sünder in so gottesfürchtige Heilige verwandeln kann. Man beachte die Steigerung in diesem Abschnitt: »Frucht« (Vers 2), »mehr Frucht« (Vers 2) und »viel Frucht« (Vers 8) »und werdet meine Jünger«. Dies bedeutet, dass wir uns als seine Jünger erweisen, wenn wir als wahre Jünger viel Frucht bringen.

Der Jünger steht nicht über dem Meister; wenn er vollkommen ist, so ist er wie sein Meister. Lukas 6,40
»Ein Jünger ist nicht über dem Lehrer; jeder aber, der vollendet ist, wird sein wie sein Lehrer.« Ein Schüler ist als Jünger »vollendet«, wenn er wie sein Lehrer wird. Wenn die Lehrzeit der Jünger beendet ist, dann kann man von ihnen nicht erwarten, dass sie mehr als ihre Lehrer können.

Und er rief seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Macht über die unreinen Geister, dass sie die austrieben und heilten alle Krankheiten und alle Gebrechen. Matthäus 10,1
Nun beruft Jeschua uns zu einem besonderen Dienst. Mit der Berufung erhielten wir die Vollmacht, Dämonen auszutreiben und alle Arten von Krankheiten zu heilen. Wir können hier die Einzigartigkeit Jeschua sehen. Auch vor ihm gab es Männer, die Wunder getan hatten, aber niemand hatte diese Fähigkeit je auf andere übertragen.

Und Jeschua trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Matthäus 28,18-20
Der Herr erklärte, dass ihm »alle Macht im Himmel und auf Erden« gegeben worden sei. In gewissem Sinne hatte er diese Macht schon immer gehabt. Aber er sprach nun von seiner Macht als Haupt der neuen Schöpfung. Seit seinem Tod und seiner Auferstehung hatte er die Macht, allen, die ihm Gott gegeben hat, ewiges Leben zu geben (Joh 17,2). Schon immer hatte er die Macht als Erstgeborener der Schöpfung. Doch nun, da er das Werk der Erlösung vollbracht hat, besitzt er auch die Macht als der Erstgeborene aus den Toten, »damit er in allem den Vorrang habe« (Kol 1,15.18).

Als Haupt der neuen Schöpfung gab er dann den Missionsbefehl weiter, der praktisch die »Geschäftsordnung« für alle Gläubigen in der gegenwärtigen Phase des Reiches bildet, in der Zeit zwischen der Verwerfung des Königs und seiner Wiederkunft. Der Missionsbefehl enthält drei Gebote, keine Bitten:
1. »Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern.« Dies setzt nicht voraus, dass sich die ganze Welt bekehrt. Indem sie das Evangelium predigen, sollen die Jünger andere Menschen dazu bringen, Schüler oder Nachfolger des Heilands zu werden, Menschen aus jedem Volk, jedem Stamm, jeder Nation und jeder Sprache.
2. »Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.« Die Verantwortung liegt bei den Botschaftern Christi, die Taufe zu lehren und sie als Gebot darzustellen, dem man gehorsam sein muss. In der Glaubenstaufe bekennt sich der Christ öffentlich zum dreieinen Gott. Er erkennt an, dass Gott sein Vater ist, dass Jeschua Christus sein Herr und Retter ist und dass der Heilige Geist in ihm wohnt, ihm Kraft gibt und ihn lehrt. Das Wort »Name« in Vers 19 steht in der Einzahl. Ein Name oder eine Wesenheit, aber drei Personen, Vater, Sohn und Heiliger Geist.
3. »Lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe!« Dieser Auftrag geht über die Evangelisation hinaus. Es ist nicht genug, einfach möglichst viele zu »bekehren« und sie dann für sich allein kämpfen zu lassen. Sie müssen gelehrt werden, den Geboten Christi zu gehorchen, wie wir sie im NT finden. Das Wesen der Jüngerschaft besteht darin, wie der Meister zu werden, und das erreicht man durch systematische Lehre des Wortes Gottes und durch Unterwerfung unter dieses Wort.

Dann fügte der Heiland noch die Verheißung seiner ständigen Gegenwart bei den Jüngern hinzu, bis dieses Zeitalter vollendet sein wird. Sie brauchten nicht allein und ohne Führung zu gehen. Bei all ihren Diensten und Reisen konnten sie sich der Gemeinschaft des Sohnes Gottes sicher sein. Viermal haben wir hier das Wort »alle«: Alle Macht, alle Nationen, alles bewahren und alle Tage. So endet dieses Evangelium mit der Aussendung und Ermutigung durch unseren herrlichen Herrn. Fast zwei Jahrtausende später haben seine Worte noch die gleiche Stichhaltigkeit, Bedeutung und Anwendung. Die Aufgabe ist noch immer nicht vollbracht. Was tun wir, um seinen letzten Befehl auszuführen?

So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott! 2.Korinther 5,20
Im vorhergehenden Vers sagte der Apostel, dass ihm die Botschaft von der Versöhnung gegeben ist. Er ist ausgesandt worden, diese Botschaft der Menschheit zu predigen. Wir sind der Ansicht, dass wir in den Versen 5,20 bis 6,2 eine Zusammenfassung des Wortes von der Versöhnung finden. Mit anderen Worten, Paulus lässt uns nun die Botschaft hören, die er den Verlorenen in jedem Land und auf jedem Kontinent verkündigt hat. Es ist wichtig, das hier festzuhalten. Paulus will die Korinther nicht auffordern, sich mit Gott versöhnen zu lassen. Sie glauben schon an den Herrn Jeschua. Doch er legt vor den Korinthern Rechenschaft über die Botschaft ab, die er den Verlorenen predigt, wo immer er hinkommt.
Ein Botschafter ist ein Staatsdiener, der seine Regierung in einem fremden Land vertritt. Paulus spricht vom christlichen Dienst immer als von einer erhabenen und würdigen Berufung. Er vergleicht sich selbst mit einem Botschafter, der von »Christus« in unsere Welt gesandt wurde. Er sprach im Namen Gottes, und »Gott … ermahnt« die Betreffenden praktisch durch ihn. Das scheint eine seltsame Sprache in Bezug auf einen Botschafter zu sein. Normalerweise ermahnt ein Botschafter nicht, doch das ist die Herrlichkeit des Evangeliums, dass dabei Gott wirklich mit tränenerfüllten Augen auf den Knien liegt und die Menschen aufruft, sich mit ihm »versöhnen« zu lassen. Wenn irgendeine Feindschaft besteht, dann vonseiten des Menschen selbst. Gott hat alle Hindernisse zur vollständigen Gemeinschaft zwischen ihm und dem Menschen beseitigt. Nun muss der Mensch seine Waffen der Rebellion niederlegen, sich von seiner widerspenstigen Auflehnung abkehren und »mit Gott versöhnt« werden.

Wer aber beharrt bis ans Ende, der wird selig werden. Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen. Matthäus 24,13-14
»Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird selig werden.« Das bedeutet offensichtlich nicht, dass die Seelen der Menschen dieses Zeitalters durch ihr Ausharren gerettet werden. Die Rettung ist in der Bibel immer ein Geschenk der Gnade Gottes, das im Glauben an den stellvertretenden Tod Jeschua Christi und seine Auferstehung erlangt wird. Auch kann es nicht bedeuten, dass alle, die ausharren, körperlich unversehrt bleiben, denn wir haben schon gehört, dass viele Gläubige den Märtyrertod sterben werden (V. 9). Wir haben hier die allgemeine Aussage, dass diejenigen, die standhaft bleiben und die Verfolgung durchstehen, ohne abzufallen, bei der Wiederkunft Christi befreit werden. Nur diejenigen, die wirklich glauben, werden selig werden. Auch wenn der rettende Glaube manchmal schwach wird, so ist er doch immer von dauerhafter Qualität.

In dieser Zeit wird »dies Evangelium vom Reiches« weltweit verkündigt, »allen Nationen zu einem Zeugnis«. »Das Evangelium des Reiches« ist die gute Nachricht, dass Christus kommt, um sein Reich auf Erden zu errichten, und dass diejenigen, die ihn während der Drangsal im Glauben annehmen, die Segnungen seines Tausendjährigen Reiches genießen werden.

11.4 Leben wie Jeschua lebte

Jeschua ist unser Vorbild im Gehorsam gegenüber seinem Vater und Vorbild als guter Hirte, als Diener, als Beter, in der Liebe und der Barmherzigkeit.

11.4.1 Wir sind die Reben am Herrn, den wahren Weinstock

Christus war in allem gehorsam seinem Vater gegenüber. Er ließ sich sogar vom Vater jede Rebe an ihm reinigen. Da er in seinem irdischen Leben ohne Sünde war musste nicht er gereinigt werden, sondern seine Jünder die diese Reben an ihm waren (siehe Erklärung weiter unten):
Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater der Weingärtner. Eine jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, wird er wegnehmen; und eine jede, die Frucht bringt, wird er reinigen, dass sie mehr Frucht bringe. Johannes 15,1-2
Der Herr verwendet hier ein bildhaftes Gleichnis, das seinen Zuhörern aus dem Alltag vertraut ist. Ihnen war wahrscheinlich bekannt, dass nur neue Triebe Trauben tragen, die zweijährigem Holz entspringen, die wiederum aus drei- oder mehrjährigem Holz gewachsen sind. Einjährige Triebe, die direkt aus älterem Holz entspringen, werden im folgenden Jahr nicht tragen. Sie können aber die Basis für neue Haupttriebe sein. Schwache oder gar abgestorbene Triebe müssen entfernt werden, und die Frühjahrstriebe bis auf die stärksten Knospen geschnitten werden. Dann wird der Weinstock viel Frucht bringen.

Die Jünger wurden vom Herrn als rein bezeichnet um des Wortes willen, das er zu ihnen geredet hatte. Er sagte, dass er der wahre Weinstock ist. Jede Rebe an ihm die keine Frucht bringt hat sein Vater der Weingärtner weggenohmen und die Frucht bringt, hat er gereinigt. So wie seine Jünger sind auch wir die Reben am wahren Weinstock. Dadurch, dass der Vater diese Reben schon an seinem Sohn gereinigt hat waren die Jünger rein und auch wir sind dadurch rein. Damit wir aber Frucht bringen müssen wir mit dem Weinstock fest verbunden sein:
Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer und sie müssen brennen. Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren. Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger. Johannes 15,3-8
Wenn wir in unserem Herrn bleiben und er in uns dann werden wir viel Frucht bringen.
Derjenige aber, der eigene Wege geht und dadurch nicht im Herrn bleibt, muss dafür Buße tun und sich vom Herrn reinigen lassen, sonst könnte es sein, dass er vom Herrn nicht mehr in ihm gefunden wird und so weggeworfen und am Tag des Gerichts mit unauslöschlichem Feuer gerichtet und bestraft wird. Für diesen wird es schrecklich sein die ewige Strafe im "feurigen Pfuhl" (Offenbarung 21,8), auch Hölle oder Feuersee genannt, zu verbringen (siehe Offenbarung 19,20; 20,10-15).

Im Alten Bund wurde Israel als der Weinstock Gottes bezeichnet:
Du (Gott der Herr) hast einen Weinstock aus Ägypten geholt, hast vertrieben die Völker und ihn eingepflanzt. Du hast vor ihm Raum gemacht / und hast ihn lassen einwurzeln, dass er das Land erfüllt hat. Berge sind mit seinem Schatten bedeckt und mit seinen Reben die Zedern Gottes. Du hast seine Ranken ausgebreitet bis an das Meer und seine Zweige bis an den Strom. Psalm 80,9-12
Ich aber hatte dich gepflanzt als einen edlen Weinstock, ein ganz echtes Gewächs. Wie bist du mir denn geworden zu einem schlechten, wilden Weinstock? Jeremia 2,21

11.4.2 Jeschua unser Vorbild als guter Hirte
Als Nachfolger Christi sollen wir ein guter Hirte für seine Schafe sein, wie er es uns vorgelebt hat.
siehe Abschnitt 2. Der gute Hirte

Als sie nun das Mahl gehalten hatten, spricht Jeschua zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieber, als mich diese haben? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe. Spricht Jeschua zu ihm: Weide meine Lämmer! Spricht er zum zweiten Mal zu ihm: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe. Spricht Jeschua zu ihm: Weide meine Schafe! Johannes 21,15-16
Der Herr sorgte zuerst für die leiblichen Bedürfnisse der Jünger. Als sie sich aufgewärmt und gegessen hatten, wandte er sich an Petrus. Petrus hatte den Herrn dreimal öffentlich verleugnet. Seitdem hatte er Buße getan und hatte wieder Gemeinschaft mit dem Herrn. In diesen Versen erkennt der Herr die Wiederherstellung des Petrus vor allen Anwesenden an.
»›Simon, Sohn des Jona, liebst du mich mehr, als diese «anderen Jünger mich lieben?« Er spricht zu ihm: »Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe.« Er wollte sich nicht mehr brüsten, dass er den Herrn nie verlassen würde, selbst wenn alle anderen es täten. Er hatte seine Lektion gelernt.
»Hüte meine Lämmer« lautete der Auftrag Jeschua. Man kann seine Liebe gegenüber Christus auf sehr praktische Art dadurch zeigen, dass man die Jüngeren seiner Herde weidet. Interessant ist die Bemerkung, dass sich das Thema vom Fischen zum Schafehüten verlagert hatte. Das erste Thema spricht vom evangelistischen Dienst, das zweite steht für die Lehre und den Hirtendienst. Beim zweiten Mal als der Herr Petrus fragte, ob er ihn liebe spricht er zu ihm: »Hüte meine Schafe!« Es gibt Lämmer und Schafe in der Herde Christi, und sie brauchen die liebevolle Fürsorge eines Menschen, der den Hirten liebt.

11.4.3 Jeschua unser Vorbild in der Liebe und der Barmherzigkeit

Siehe auch den Artikel Strebt nach der Liebe!

Schon im Alten Testament sagte Gott, dass er Wohlgefallen an der Liebe und an Barmherzigkeit und nicht am Opfer hat, obwohl Gott den Isrealiten gebot für Ihre Sünden Opfer und Brandopfer darzubringen:
Denn ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer, an der Erkenntnis Gottes und nicht am Brandopfer. Hosea 6,6
Geht aber hin und lernt, was das heißt (Hosea 6,6): »Ich habe Wohlgefallen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer.« Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen und nicht die Gerechten. Matthäus 9,13
Dieses Opfer ohne Fehl ist das Lamm Gottes, Christus das der Welt Sünde trug und eine ewige Erlösung für alle an ihn Gläubigen erwarb:
Denn einen solchen Hohenpriester mussten wir auch haben, der heilig, unschuldig, unbefleckt, von den Sündern geschieden und höher ist als der Himmel. Er hat es nicht nötig wie jene Hohenpriester, täglich zuerst für die eigenen Sünden Opfer darzubringen und dann für die des Volkes
(siehe 3.Mose 9,7); denn das hat er ein für alle Mal getan, als er sich selbst opferte. Hebräer 7,26-27
... und lebt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat und hat sich selbst für uns gegeben als Gabe und Opfer, Gott zu einem lieblichen Geruch. Epheser 5,2

Der Heilige Geist, unser Tröster, Beistand und Helfer, wohnt in uns. Er hilft uns so zu lieben wie Jeschua uns liebt:
Hoffnung aber läßt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den heiligen Geist, der uns gegeben ist. Römer 5,5
Die Liebe Gottes, mit der er seinen Sohn Christus liebt, ist in uns, ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist:
Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen. Johannes 17,26

Unserem Herrn zu dienen bedeutet unser ganzes Leben Gott und unserem Herrn Jeschua in völliger Hingabe zur Verfügung zu stellen und uns als lebendiges Opfer darzubringen:
Brüder und Schwestern, weil Gott so viel Erbarmen mit euch gehabt hat, bitte und ermahne ich euch: Stellt euer ganzes Leben Gott zur Verfügung! Bringt euch Gott als lebendiges Opfer dar, ein Opfer völliger Hingabe, an dem er Freude hat. Das ist für euch der »vernunftgemäße« Gottesdienst. Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an. Lasst euch vielmehr von Gott umwandeln, damit euer ganzes Denken erneuert wird. Dann könnt ihr euch ein sicheres Urteil bilden, welches Verhalten dem Willen Gottes entspricht, und wisst in jedem einzelnen Fall, was gut und gottgefällig und vollkommen ist. Römer 12,1-2 Gute Nachricht Bibel
Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. Römer 12,1-2 Luther Bibel

Jeschua ist unser Vorbild in der Liebe und der Barmherzigkeit, er liebt alle Menschen mit der Liebe des Vaters, mit Barmherzigkeit und Aufopferung. Er gab sein Leben in den Tod zur Errettung der verlorenen Sünder. Auch wir sollen wie er alle Menschen lieben und zu ihnen barmherzig sein, damit die verlorenen Sünder Christus durch uns sehen und erkennen können. So werden sie bereit sein durch unser Wort von dem Erlösungswerk Christi sich ihre verstockten Ohren und Herzen (siehe Matthäus 13,15 und Apostelgeschichte 28,27) von dem Heiligen Geist öffnen zu lassen, so dass er ihnen ihre Sünde offenbaren kann, dass sie nicht an Christus glauben und sie deshalb in dem kommenden Gericht Gottes für schuldig befunden werden und für ewig verloren gehen. Dadurch werden sie sich unserem Wort von dem Erlösungswerk Christi öffnen und der Heilige Geist kann ihnen den Glauben an Christus schenken.

Gott unser Vater liebte uns, als wir noch Sünder waren, und hat uns durch seine Barmherzigkeit mit Christus lebendig gemacht, mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus. Wir sind in Christus geschaffen zu guten Werken, die Gott uns zuvor bereitet hat. Da wir jetzt in Christus sind können wir in seiner Liebe und Barmherzigkeit wie er gute Werke tun, die unser Gott zuvor schon für uns bereitet hat:
Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht, aus Gnade seid ihr selig geworden; und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus, damit er in den kommenden Zeiten erzeige den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade durch seine Güte gegen uns in Christus Jesus. Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme. Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen. Epheser 2,4-10

Das ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch liebe. Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde. Johannes 15,12-13
Unsere Liebe sollte so groß w