Glauben, Vertrauen, Jeschua nachfolgen

Erstellt von Bernd Amann, Evangeliumdienst - Oktober 2018 bis Januar 2019
Die Bibelverse wurden der Lutherbibel 1984 entnommen.

Inhaltsverzeichnis
Vorwort: Der Name Gottes und seines Sohnes

Einleitung: Glauben, Vertrauen, Jeschua nachfolgen
Siegreiches Glaubensleben
Das Schwache hat Gott erwählt
Den Schwachen müssen wir tragen
Gott und seinen Sohn von ganzem Herzen lieben
Einmütig Gemeinschaft miteinander haben
Unsere Selbstverwirklichung ablegen
Unser Kreuz auf uns nehmen
Überwinderleben
Unserem Herrn gehorchen und seine Gebote halten
Unserem Herrn dienen
Abendmahl des Herrn
Der Herr ist mit uns
Wir sind Priester und Könige
Gereinigt und geläutert zur Heiligung
Der Heilige Geist ist uns gegeben
Neu geboren aber den Heiligen Geist noch nicht empfangen
Mit Heiligem Geist und Feuer getauft
Von Gott voller Feuer und Kraft gesalbt
Erweckungs-Feuer
Betrübt und dämpft nicht den Heiligen Geist
Gott einen Teil von den materiellen Gütern zurückgeben
Vorbereitete Wege

1. Bekehrung & Glaube
1.1 Bekehren von der Finsternis zum Licht
1.2 Glaube an den Herrn Jeschua, so wirst du und dein Haus selig!
1.3 Wenn du mit deinem Munde bekennst, und von Herzen glaubst, so wirst du gerettet und gerecht
1.4 Erkauft & erlöst mit dem teuren Blut Christi
1.5 Wir sind Kinder Gottes
1.6 Christus ist auferstanden von den Toten als Erstling
1.7 Der Glaube kommt durch das Predigen des Wortes Christi
1.8 Zur Freiheit hat uns Christus befreit!
1.9 Wir sind in der Welt aber nicht von der Welt
1.10 Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!
1.11 Gott für unseren Bruder, der sündigt, bitten
1.12 Tod oder Leben stehen in der Zunge Gewalt!
1.12.1 Achte auf deine Gedanken und du wirst gute Worte aussprechen!
1.13 Der Herr kennt alle unsere Gedanken & Worte und sieht unsere Wege

2. Der gute Hirte
2.1 Der gute Hirte der Schafe
2.2 Der gute Hirte kennt die Seinen und lässt Sein Leben für die Schafe
2.3 Die Schafe hören auf die Stimme des Hirten
2.4 Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin
2.5 Mein Reich ist nicht von dieser Welt
2.6 Der Herr ist unser Hirte in Ewigkeit

3. Gerecht, Gerechtigkeit
3.1 Gerecht allein durch den Glauben
3.2 Gerecht durch den Glauben an Christus
3.3 Der Gerechte wird aus Glauben leben
3.4 Gerechtigkeit die vor Gott gilt
3.5 Wahrheit, Gerechtigkeit, beschuht, Schild des Glaubens, Helm des Heils, Schwert des Geistes
3.6 Das Reich Gottes ist Gerechtigkeit, Friede und Freude
3.7 Zieht nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen

4. Glaube
4.1 Durch den Glauben wohnt Christus in unseren Herzen
4.2 Ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder
4.3 Weil wir denselben Geist des Glaubens haben
4.4 Wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen
4.5 Wir haben Gewißheit über unseren Glauben
4.6 Euer Glaube stehe auf Gottes Kraft
4.7 Bewährung unseres Glauben
4.8 Wachet, steht im Glauben
4.9 Prüft euch selbst, ob ihr im Glauben steht!
4.10 Das Evangeliums ist eine Kraft Gottes
4.11 Christus ist das Wort Gottes

5. Vertrauen
5.1 Christus setzte sein Vertrauen auf Gott
5.2 Unser Vertrauen auf Gott den Fels setzten
5.3 Das Vertrauen festhalten
5.4 Vertrauen & Belohnung
5.5 Vertrauen auf den Herrn

6. Die Gnade Gottes
6.1 Gottes Wort der Gnade
6.2 Zugang zur Gnade Gottes
6.3 Durch die Gnade des Herrn Jeschua selig werden

7. Die Wahrheit Gottes

8. Unser Reichtum
8.1 In allen Stücken reich
8.2 Durch Christus in allen Stücken reich gemacht
8.3 Immer reicher werden an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes
8.4 Wir sind Priester und Könige vor Gott
8.5 Wir sind Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen

9. Verheißungen Gottes
9.1 Bestätigung der Verheißungen durch Christus
9.2 Die teuren und allergrößten Verheißungen
9.3 Durch Glauben und Geduld die Verheißungen ererben
9.4 Gesegnet mit Abraham

9.5 Gesalbt und versiegelt und uns den Geist gegeben
9.6 Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes, so wird euch das alles zufallen
9.7 Die wichtigsten Verheißungen Gottes für unser Glaubensleben

10. Gaben des Geistes
10.1 Gaben durch den Geist gegeben
10.2 Die Gabe der prophetischen Rede
10.3 Die Gabe Gottes, die in uns ist
10.4 Hätte ich die Liebe nicht, so wäre ich nichts

11. Jeschua nachfolgen
11.1 Sein Kreuz auf sich nehmen und Jeschua nachfolgen
11.2 Nachfolgen seinen Fußtapfen
11.3 Ein wahrer Jünger Christi sein
10.4 Leben wie Jeschua lebte
11.4.1 Jeschua unser Vorbild als guter Hirte
11.4.2 Jeschua unser Vorbild in der Liebe und der Barmherzigkeit
11.4.3 Jeschua unser Vorbild als Diener
11.4.4 Dem Herrn in absoluter Treue folgen
11.4.5 So wie Jeschua den Willen Gottes tun
11.4.6 Das Licht Jeschua durch ins leuchten lassen
11.4.7 So wie Jeschua gute Worte aussprechen
11.5 Heilig sein, da der Herr heilig ist
11.6 Beten wie es der Herr tat
11.7 Gutes tun wie es der Herr tat
11.8 Dem Herrn als lebendige Steine nachfolgen
11.9 Gemeinschaft mit dem Herrn
11.10 Freude in dem Herrn
11.11 Ein Zeuge des Herrn sein und Worte des Lebens weitergeben
11.12 Nur durch den Heiligen Geist können wir ein Zeuge des Herrn sein
11.13 Gott wirkt in uns das Vollbringen

12. Bedrängnis
12.1 Durch viele Bedrängnisse
12.2 Gott lässt euch nicht versuchen über eure Kraft
12.3 Getröstet in aller unserer Trübsal
12.4 Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein?

13. Unsere Zukunft
13.1 Wir werden alle verwandelt werden zur Unsterblichkeit
13.2 Die Gerechten werden leuchten wie des Himmels Glanz
13.3 Von Gott erbaut, ein Haus das ewig ist im Himmel
13.4 Unsere Zukunft: Im neuen Himmel und auf einer neuer Erde
13.5 Unsere Zukunft: Das himmlische neue Jerusalem

14. Gott in allem dankbar sein
14.1 Seid reichlich dankbar
14.2 Singt Gott dankbar in euren Herzen
14.3 Seid dankbar in allen Dingen
14.4 Lasst uns dankbar sein

Vorwort: Der Name Gottes und seines Sohnes

Die in den deutschen Bibelausgaben verwendeten Namen Gott oder HERR, sowie Jesus, sind in den hebräischen Bibelausgaben und im jüdischen Neuen Testament Jahwe sowie Jeschua.
Für Jesus verwende ich hier deshalb den hebräischen / aramäischen Namen Jeschua.

Bibelforscher und Bibelübersetzer sind der Meinung, dass die Urschriften des Neuen Testamentes in griechisch verfasst und geschrieben wurden und deshalb die ins griechische übersetzten Namen verwenden anstelle der hebräischen Namen im Alten Testament und der überlieferten hebräischen / aramäischen Namen im Neuen Testament. (Entsprechend dem Artikel "Der Name Gottes und seines Sohnes".)

Obwohl es heute keinen hebräischen Urtext des Neuen Testamentes gibt, zeigt die Geschichte, dass es einmal einen Urtext gab, der den Namen Yahweh (Jahwe) und seines Sohnes Yahshua (Jeschua) enthielt. Wir verstehen jetzt besser, warum wir ein griechisches Neues Testament haben und warum der heilige Name im Griechischen geändert wurde. Yahweh sagt, dass Yahweh für alle Ewigkeit sein Name ist und dass er nicht geändert werden soll: Das ist mein Name für immer und so wird man mich nennen in allen Generationen.“ (2. Mose 3,15) Nicht einmal eine Sprache kann dies verändern.  (Entsprechend dem Artikel "War die Urschrift des Neuen Testaments in Griechisch?", sowie "Die Schreibweise des heiligen Namens: V oder W?".)

Empfehlung: Das jüdische Neue Testament von David H. Stern
Diese Übersetzung des neuen Testaments schlägt eine Brücke zwischen Judentum und Christentum, wie sie einzigartig ist. Personennamen und wichtige Begriffe des NTs sind hier in ihrer hebräischen Bedeutung wiedergegeben. Statt "Jesus Christus" heißt es zum Beispiel "Jeschua, der Messias".

Einleitung: Glauben, Vertrauen, Jeschua nachfolgen

Dieser Artikel wurde von mir verfasst, nachdem mir bewusst wurde, dass ein erfülltes, siegreiches Glaubensleben nur dann möglich ist, wenn ich Jeschua, meinen Herrn und Erretter, von ganzem Herzen liebe, ihm in allem treu nachfolge und ihm vollständig vertraue, sowie in meinem Glaubensleben zu jeder Zeit an alle in seinem Wort gegebenen Zusagen und Verheißungen denke, ihm vertraue dass er mir alles geben wird damit ich ihm in allem folgen kann, und um seinen Willen und Auftrag erfüllen zu können. Und ich die Zusagen und Verheißungen die mir für mein Glaubensleben gegeben sind auch anwende. Lese hierzu auch das Kapitel 8.7 Die wichtigsten Verheißungen Gottes für unser Glaubensleben

Siegreiches Glaubensleben
Lese auch den Artikel WORTE DES LEBENS DAS "WORT GOTTES" - WEGWEISER ZUM SIEGREICHEN GLAUBENSLEBEN

Wir sehnen uns alle nach einem erfüllten, siegreichen Glaubensleben: Siege im persönlichen Bereich, Geistliche Siege im Gebet, im Lobpreis & Anbetung, bei Anfechtung und Trübsal, Siege im Kampf gegen die Mächte der Finsternis, Siege in der Verkündigung des Erlösungswerkes Christi, Siege im Eheleben, Siege in der Kindererziehung, Siege im Arbeitsleben, Siege im Gemeindeleben, Siege auf dem Gebiet der körperlichen und seelischen Heilung und Gesundheit, sowie finanzielle Siege.

Wir sollten aber wissen, dass diese Siege nicht von heute auf morgen in unser Leben kommen. Wir werden diese Siege nur dann erringen, wenn wir unseren Herrn von ganzem Herzen lieben und entschlossen am Wort Gottes festhalten und uns weigern, es zu vernachlässigen, selbst wenn wir die Früchte nicht sofort ernten. Wir sollten unseren Glauben beständig mit dem Wort Gottes ernähren, Tag für Tag darüber nachsinnen und es aussprechen. Dann wird dieser Glaube beginnen die Berge, welche uns in unserem Leben im Weg stehen, zu versetzen:
Und lass das Buch dieses Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, dass du hältst und tust in allen Dingen nach dem, was darin geschrieben steht. Dann wird es dir auf deinen Wegen gelingen und du wirst es recht ausrichten. Josuja 1,8
... sondern hat Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht! Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl. Psalm 1,2-3

Das Wort Gottes ist dazu bestimmt, deinen Glauben nicht nur gelegentlich damit zu ernähren, sondern an jedem einzelnen Tag. Es ist dazu bestimmt, dich täglich aufzuerbauen und zu ermutigen, damit du fähig bist, im Glauben vorwärts zu gehen, bis du den "Berge versetzenden" Glauben entwickelt hast, der dich in jedem Bereich deines Lebens mehr als ein Überwinder sein lässt.

Das Schwache hat Gott erwählt

Gott hat Freude daran, diejenigen zu berufen und zu erwählen, an denen die Welt vorübergeht und die sie für wertlos hält:
Seht doch, liebe Brüder, auf eure Berufung. Nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Angesehene sind berufen. Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist; und das Geringe vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, das, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist, damit sich kein Mensch vor Gott rühme. 1.Korinther 1,26-29
Hört zu, meine lieben Brüder! Hat nicht Gott erwählt die Armen in der Welt, die im Glauben reich sind und Erben des Reichs, das er verheißen hat denen, die ihn lieb haben? Jakobus 2,5
Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne. Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise einige rette. 1.Korinther 9,22
Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne. Darum bin ich guten Mutes in Schwachheit, in Misshandlungen, in Nöten, in Verfolgungen und Ängsten um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark
. 2.Korinther 12,9-10

Vielleicht denkst du, dass du schwach bist und nicht viel zu bieten hast. Wenn das der Fall ist, dann bist du genau richtig! Denn so Gott kann deine Stärke sein und durch dich große Dinge tun, so dass er die Ehre dafür bekommt. Die Menschen werden wissen, dass Gott es getan hat und nicht du! Gott sucht nachgiebige Gefäße, die er gebrauchen kann, dynamisch und auf eine Art und Weise, die die Gesellschaft verändert.
Sag doch heute: „Herr, hier bin ich, gebrauche mich!“ Und nachdem du dieses einfache Gebet gesprochen hast, mach dich bereit. Gott könnte dir erstaunliche Gelegenheiten geben, loszugehen und dich zu seiner Ehre einsetzen zu lassen.

Den Schwachen müssen wir tragen

Den Schwachen im Glauben nehmt an und streitet nicht über Meinungen. Römer 14,1
Wir aber, die wir stark sind, sollen das Unvermögen der Schwachen tragen und nicht Gefallen an uns selber haben. Römer 15,1
Wir ermahnen euch aber, liebe Brüder: Weist die Unordentlichen zurecht, tröstet die Kleinmütigen, tragt die Schwachen, seid geduldig gegen jedermann. 1.Thessalonicher 5,14

Gott und seinen Sohn von ganzem Herzen lieben
Siehe auch den Artikel Wer mich liebt, der wird mein Wort halten
Wenn wir Gott unseren Vater und Jeschua, unseren Heiland, von ganzem Herzen lieben und sie täglich mit unserer Liebeserklärung erfreuen, dann werden wir sie mehr und mehr kennen lernen, ihnen persönlich begegnen und innige Gemeinschaft mit ihnen haben, unabhängig unserer Lebensumstände und des Ortes, an dem wir uns befinden. Sie werden dann ganz in uns sein und in uns wohnen können und wir werden dann ganz in ihnen sein (Johannes 14,20-23) und 1.Johannes 2,5-6: Wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrlich die Liebe Gottes vollkommen. Daran erkennen wir, daß wir in ihm sind. Wer sagt, daß er in ihm bleibt, der soll auch leben, wie er gelebt hat.

Jeschua aber antwortete ihm: Das höchste Gebot ist das: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und von allen deinen Kräften« (5.Mose 6,4-5). Das andre ist dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3.Mose 19,18). Es ist kein anderes Gebot größer als diese. Markus 12,29-31
Wir können nur dann eine persönliche innige Gemeinschaft mit Gott unserem Vater und Jeschua, unserem Heiland, haben, wenn wir sie lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit allen unseren Kräften, und sie mehr lieben als uns selbst. Nur dann werden wir ein erfülltes, siegreiches Glaubensleben haben und bereit sein unser eigenes Leben für den Herrn hinzugeben.
Das andere Gebot der Liebe ist: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
Ein weiteres Gebot der Liebe nannte Jeschua in Johannes 15,12-13: Das ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch liebe. Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde, und in Johannes 13,34-35: Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. Siehe 10.4.2 Jeschua unser Vorbild in der Liebe und der Barmherzigkeit

Der Heilige Geist, unser Tröster, Beistand und Helfer, wohnt in uns. Er hilft uns so zu lieben wie Jeschua uns liebt:
Hoffnung aber läßt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den heiligen Geist, der uns gegeben ist. Römer 5,5

Die Liebe ist der beste Weg zu einem erfüllten, segenreichen und siegreichen Glaubensleben. Die wunderbaren Eigenschaften der Liebe beschreibt Paulus in "Das Hohelied der Liebe":
... und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. ... und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen und hätte die Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze. Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. Die Liebe hört niemals auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird. ... Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. 1.Korinther 13,1-13

Wenn wir unseren Blick mehr auf Jeschua richten, mehr Gemeinschaft im Gebet mit Ihm verbringen, Jeschua an die erste Stelle unseres Lebens setzen, Jeschua mit unserer ersten Liebe wieder lieben, nach Seinem Wort handeln und leben, auf unsere Worte achten, uns gegenseitig achten, lieben und eins in Jeschua sind, dann werden wir mehr und mehr in Seine Gegenwart kommen und überfließend von Seiner Fülle empfangen, und die Welt wird erkennen, daß Jeschua uns gesandt hat.

Einmütig Gemeinschaft miteinander haben

Siehe, wie fein und lieblich ist's, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen! Es ist ... wie der Tau, der vom Hermon herabfällt auf die Berge Zions! Denn dort verheißt der HERR den Segen und Leben bis in Ewigkeit. Psalm 133,1-3

Wenn wir eins mit unseren Glaubensgeschwistern sind, so wie der Herr eins mit Gott seinem Vater ist, einmütig Gemeinschaft miteinander haben, uns gegenseitig achten und lieben und in Jeschua sind, dann wird durch uns die Herrlichkeit Christi sichtbar werden. So wird die Welt erkennen, dass Jeschua uns gesandt hat:
Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst. Johannes 17,20-23
Da sprach Jeschua abermals zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Johannes 20,21

Diese alle waren stets beieinander einmütig im Gebet samt den Frauen und Maria, der Mutter Jeschua, und seinen Brüdern. Apostelgeschichte 1,14
Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.
Apostelgeschichte 2,42
Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen und lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk. Der Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.
Apostelgeschichte 2,46-47
Als sie das hörten, erhoben sie ihre Stimme einmütig zu Gott. Apostelgeschichte 4,24
Die Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele; auch nicht einer sagte von seinen Gütern, dass sie sein wären, sondern es war ihnen alles gemeinsam. Apostelgeschichte 4,32
Ist nun bei euch Ermahnung in Christus, ist Trost der Liebe, ist Gemeinschaft des Geistes, ist herzliche Liebe und Barmherzigkeit, so macht meine Freude dadurch vollkommen, dass ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmütig und einträchtig seid. Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient. Seid so unter euch gesinnt, wie es auch der Gemeinschaft in Christus Jeschua entspricht. Philipper 2,1-5

Unsere Selbstverwirklichung ablegen
Ein wichtiger Schritt zu einem siegreichen Glaubensleben ist unseren persönlichen Glauben nach Gottes Wort zu leben und unsere Selbstverwirklichung ablegen:
Der Sünde widerstehen, Versuchungen von innen, also den Gedanken, Gefühlen und Phantasien des Herzens (Mk 7,21-23) überwinden, in den Versuchungen von außen, etwa der Unmoral in den Medien und Beziehungen, fest zu bleiben.
Verleumdungen, Beleidigungen, Misshandlungen usw. ertragen und nicht gleiches mit gleichem vergelten.
Wichtig ist auch in der Vergebungsbereitschaft zu leben. So wie Christus uns vergeben hat sollen wir auch vergeben:
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. Matthäus 6,12-14
Und richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebt, so wird euch vergeben. Lukas 6,37
Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus. Epheser 4,32
Und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! Kolosser 3,13

Unser Kreuz auf uns nehmen
siehe auch 10.1 Sein Kreuz auf sich nehmen und Jeschua nachfolgen
Wenn wir Christus folgen, indem „wir unser Kreuz auf uns nehmen“, dann bedeutet es die Kraft aus dem Werk von Golgatha, mit der wir unser altes Leben, unsere Sündennatur, unser Selbst ablegen auf dem Altar Gottes und indem wir „unser Fleisch mit den Begierden töten“. Matthäus 16,24, Kolosser 3,5

Überwinderleben
Ein solches Überwinderleben soll der Gläubige für sich selbst in Anspruch nehmen. Ja, es ist möglich! Der Apostel Johannes bestätigt uns: Denn alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. 1.Johannes 5,4
Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jeschua Christus! 1.Korinther 15,57
Gott aber sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in Christus. 2.Korinther 2,14

Unserem Herrn gehorchen und seine Gebote halten
Lese hierzu auch den Artikel Wer mich liebt, der wird mein Wort halten

Um siegreich zu leben müssen wir in allem Gott, unserem Vater, und Jeschua, unserem Herrn, gehorchen und dieses auch tun und seine Gebote halten, so wird Gott und Jeschua unser Schild und Schutz sein:
Lass dir gefallen, HERR, das Opfer meines Mundes, und lehre mich deine Ordnungen. Mein Leben ist immer in Gefahr; aber dein Gesetz vergesse ich nicht. Die Gottlosen legen mir Schlingen; ich aber irre nicht ab von deinen Befehlen. Deine Mahnungen sind mein ewiges Erbe; denn sie sind meines Herzens Wonne. Ich neige mein Herz, zu tun deine Gebote immer und ewiglich. Ich hasse die Wankelmütigen und liebe dein Gesetz. Du bist mein Schutz und mein Schild; ich hoffe auf dein Wort. Weichet von mir, ihr Übeltäter! Ich will mich halten an die Gebote meines Gottes. Psalm 119,108-115

Wenn du nun der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchen wirst, dass du hältst und tust alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete, so wird dich der HERR, dein Gott, zum höchsten über alle Völker auf Erden machen, und weil du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorsam gewesen bist, werden über dich kommen und dir zuteil werden alle diese Segnungen: Gesegnet wirst du sein in der Stadt, gesegnet wirst du sein auf dem Acker. Gesegnet wird sein die Frucht deines Leibes, der Ertrag deines Ackers und die Jungtiere deines Viehs, deiner Rinder und deiner Schafe. Gesegnet wird sein dein Korb und dein Backtrog. Gesegnet wirst du sein bei deinem Eingang und gesegnet bei deinem Ausgang. Und der HERR wird deine Feinde, die sich gegen dich erheben, vor dir schlagen. Auf einem Weg sollen sie ausziehen wider dich und auf sieben Wegen vor dir fliehen. Der HERR wird gebieten dem Segen, dass er mit dir sei in dem, was du besitzt, und in allem, was du unternimmst, und wird dich segnen in dem Land, das dir der HERR, dein Gott, gegeben hat. ... Und der HERR wird dich zum Kopf machen und nicht zum Schwanz, und du wirst immer aufwärts steigen und nicht heruntersinken, weil du gehorsam bist den Geboten des HERRN, deines Gottes, die ich dir heute gebiete zu halten und zu tun. 5.Mose 28,1-13

Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jeschuas und dankt Gott, dem Vater, durch ihn. Kolosser 3,17
Die Frage, die wir uns immer wieder stellen müssen, ist: Kann ich das »im Namen des Herrn Jeschuas« tun? Kann ich es ihm zu Ehren tun? Kann ich erwarten, dass sein Segen darauf ruht? Möchte ich diese Tätigkeit ausüben, wenn er wiederkommt? Man beachte, dass wir diesen Maßstab sowohl auf unsere Worte als auch auf unsere Taten anwenden sollten. Wenn wir diesem Gebot gehorchen, dann hebt dies unser ganzes Leben auf eine höhere Ebene. Es ist ein kostbares Geheimnis, wenn ein Christ es lernt, alles für den Herrn und zu seiner Ehre zu tun. Und wieder fügt der Apostel die Worte hinzu: »und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.« Dank, Dank und nochmals Dank! Das ist die ewige Pflicht derer, die durch die Gnade errettet und für den Himmel bestimmt sind.

Das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer. 1.Johannes 5,3

Die Folge des Glaubens ist Gehorsam gegenüber Gottes Geboten, wenn wir Gott lieben und seine Gebote befolgen. «Wer wirklich gerettet ist, wird sich durch das Verlangen auszeichnen, den Willen Gottes zu tun. Unsere Liebe zu Gott drückt sich in willigem Gehorsam gegenüber seinen Geboten aus. Der Herr Jeschua hat gesagt: »Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten« (Joh 14,15).
Wenn Johannes sagt, dass »seine Gebote … nicht schwer« sind, dann meint er nicht, dass wir sie mühelos halten könnten. Die Gebote Gottes sind Anweisungen, wie wir richtig handeln, wobei die neue Natur sie aus ganzem Herzen und freudig befolgt.

Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist und wie überschwänglich groß seine Kraft an uns, die wir glauben, weil die Macht seiner Stärke bei uns wirksam wurde, mit der er in Christus gewirkt hat. Epheser 1,18-20
Wir können gewiss sein, dass wir dem Herrn gehorchen und seine Gebote halten, nicht aus unserer eigenen natürlichen Kraft vollbringen müssen, sondern aus der Kraft die uns Gott töglich neu schenkt.

Das Gebot für Kinder und Eltern:
Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn; denn das ist recht. »Ehre Vater und Mutter«, das ist das erste Gebot, das eine Verheißung hat: »auf dass dir's wohlgehe und du lange lebest auf Erden« (5.Mose 5,16). Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern erzieht sie in der Zucht und Ermahnung des Herrn. Epheser 6,1-4

Unserem Herrn dienen

Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen, denn ihr wisst, dass ihr von dem Herrn als Lohn das Erbe empfangen werdet. Ihr dient dem Herrn Christus! Kolosser 3,23-24
Unser ganzes Tun und Wirken sollen wir von ganzem Herzen für den Herrn tun auch wenn wir damit etwas für unsere Mitmenschen tun, denn wir dienen Christus. Als Lohn werden wir das himmlische Erbe empfangen, ein ewiges Leben bei Gott, unserem Vater, und Jeschua unserem Herrn.
Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jeschuas und dankt Gott, dem Vater, durch ihn. Kolosser 3,17

Abendmahl des Herrn
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Auch durch das Abendmahl des Herrn werden wir gesegnet, bekommen neue Kraft und Gesundheit und werden mehr & mehr mit dem Herrn eins sein:
Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dies Passalamm mit euch zu essen, ehe ich leide. ... Und er nahm den Kelch, dankte und sprach: Nehmt ihn und teilt ihn unter euch; denn ich sage euch: Ich werde von nun an nicht trinken von dem Gewächs des Weinstocks, bis das Reich Gottes kommt. Und er nahm das Brot, dankte und brach's und gab's ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis. Desgleichen auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird!  Lukas 22,16-20
»Dieses« besondere »Passah« hatte für ihn eine unaussprechliche Bedeutung, und er »sehnte« sich inständig danach, ehe er »leiden« musste. Er würde das Passah nicht mehr feiern, bis er auf die Erde zurückkehren und sein herrliches »Reich Gottes« errichten würde. Der Ausdruck »Mich hat herzlich verlangt« bedeutet eine intensive, leidenschaftliche Sehnsucht. Diese enthüllenden Worte laden alle Gläubigen jedes Zeitalters und jedes Ortes ein, darüber nachzudenken, wie leidenschaftlich Jeschua sich nach Gemeinschaft an seinem Tisch sehnt.
Der Herr Jeschua setzte dieses heilige Gedächtnismahl ein, damit seine Nachfolger in allen Jahrhunderten sich dadurch an seinen Tod erinnern würden. Zuerst gab er den Jüngern »Brot«, ein Symbol für seinen »Leib«, der schon bald für sie »gegeben« werden sollte. Dann kündete »dieser Kelch« ausführlich von seinem kostbaren »Blut«, das am Kreuz von Golgatha vergossen werden sollte. Er nannte ihn »Kelch des neuen Bundes in meinem Blut«, das für die Seinen »vergossen« werden sollte. Das bedeutet, dass »der neue Bund«, den er in erster Linie mit dem Volk Israel geschlossen hatte, durch sein Blut besiegelt wurde.

Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich euch weitergegeben habe: Der Herr Jeschuas, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, (Mt 26,26-28; Mk 14,22-24; Lk 22,19-20) dankte und brach's und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis. Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; das tut, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis. Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. 1.Korinther 11,24-26
Der Herr Jeschua nahm als Erstes das Brot und »dankte« dafür. Weil das Brot für seinen Leib stand, dankte er damit im Grunde Gott, dass er ihm einen menschlichen Leib gegeben hat, in dem er auf die Erde kommen und für die Sünden der Welt sterben konnte. Wenn wir das Brot essen, so erinnern wir uns an seinen Sühnetod für uns. Es liegt eine unaussprechliche Liebe in dem Ausdruck »zu meinem Gedächtnis«.
Der »neue Bund« wurde durch das »Blut« Christi unterzeichnet, und deshalb spricht Jeschua davon, dass der »Kelch … der neue Bund in meinem Blut« ist. Die Grundlage für den neuen Bund wurde durch das Kreuz geschaffen.
Vers 26 behandelt die Frage, wie oft das Herrenmahl gefeiert werden soll. »Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt«, heißt es. Damit wird kein Gesetz aufgestellt, auch wird kein festes Datum genannt. Es scheint aus Apostelgeschichte 20,7 hervorzugehen, dass es eine Praxis der Jünger war, sich am ersten Tag der Woche zu treffen, um des Herrn zu gedenken. Dass diese Anweisung nicht nur für die Tage der ersten Gemeinde galt, wird durch den Ausdruck »bis er kommt« hinreichend bewiesen.
Bei all diesen Anweisungen über das Herrenmahl ist es bemerkenswert, dass wir nirgends ein Wort über einen »Geistlichen« oder Priester lesen, der es austeilt. Es ist eine einfache, als Gedächtnismahl gefeierte Zusammenkunft, die dem ganzen Volk Gottes als Erbe hinterlassen wurde. Die Christen versammeln sich als gläubige Priester und verkündigen so des Herrn Tod, »bis er kommt«.

Der Herr ist mit uns
Wir gehen und handeln in dem vollen Bewustsein, dass der Herr mit uns ist, mit uns geht, uns trägt, uns leitet und führt, uns behütet und beschützt, uns Mut und Kraft schenkt, so dass wir alles vollbringen können was der Herr uns aufgetragen, befohlen und gesagt hat. Befiehl alle deine Wege dem Herrn an!
... sie werden ihm den Namen Immanuel geben«, das heißt übersetzt: Gott mit uns. Matthäus 1,23
Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Matthäus 28,20
Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. Matthäus 18,20
Und wir sind Zeugen dieses Geschehens und mit uns der Heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen. Apostelgeschichte 5,32
Denn der HERR, dein Gott, ist bei dir, ein starker Heiland. Er wird sich über dich freuen und dir freundlich sein, er wird dir vergeben in seiner Liebe und wird über dich mit Jauchzen fröhlich sein. Zefanja 3,17

Wir sind Priester und Könige
siehe Kapitel 7.4 Wir sind Priester und Könige vor Gott

Wir wissen, dass der Sohn Gottes zur Rechten der Majestät sitzt und alle Macht und Gewalt ihm gegeben ist. Er ist der König der Könige, Herr der Herren.
Er hat uns zu Priester und Könige gemacht. Wir sind sein Eigentum und sein königliches, priesterliches Geschlecht, Volk und Werkzeug. Er schaft in uns das Vollkommene. Wir sind in ihm und er ist in uns. So handeln und gehen wir in seiner Erkenntnis
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Gereinigt und geläutert zur Heiligung
Siehe auch die Artikel Das Feuer Gottes reinigt und läutert!

Gemeinschaft mit Jesus durch Heiligung / Unser Glaubensziel

Gott prüft die Herzen und alles was vor Gott nicht bestehen kann möchte Er wegnehmen durch Reinigung und Läuterung, damit wir rein und heilig werden. Erst dann kann Er von Seiner Fülle, in uns hineinlegen, alles was Er für jeden einzelnen von uns bereitet hat, zu unser Erbauung und zur Erbauung anderer durch uns.
Wie der Tiegel das Silber und der Ofen das Gold, so prüft der HERR die Herzen. Sprüche 17,3
Denn, Gott, du hast uns geprüft und geläutert, wie das Silber geläutert wird. Psalm 66,10
Viele werden gereinigt, geläutert und geprüft werden, aber die Gottlosen werden gottlos handeln; alle Gottlosen werden's nicht verstehen, aber die Verständigen werden's verstehen. Daniel 12,10

Gott weiss, was noch so alles in uns liegt. Und gerade deshalb hat er diesen Prozess der Läuterung in Gang gesetzt. Nicht um uns zu zeigen, wie sündhaft und unvollkommen wir sind, sondern um uns zu reinigen und noch wertvoller und kostbarer als das vergängliche Gold zu machen:
Dann werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, damit euer Glaube als echt und viel kostbarer befunden werde als das vergängliche Gold, das durchs Feuer geläutert wird, zu Lob, Preis und Ehre, wenn offenbart wird Jeschua Christus. 1.Petrus 1,6-7
Der Glaube muß von Gott als echt befunden werden, damit wir das Glaubensziel der Heiligung und Vollkommenheit erreichen.
Wichtig ist auch, dass wir täglich Buße tun für unsere Sünden, damit Gott uns reinigen und läutern kann.

Der Heilige Geist ist uns gegeben:
siehe Kapitel 8.5 Gesalbt und versiegelt und uns den Geist gegeben
Lese auch den Artikel "Heiliger Geist"

Der Heilige Geist leitet und führt uns in alle Wahrheit, Gotteserkenntnis und Weisheit. Er öffnet die Herzen der Menschen, so dass sie durch unser Wort ihren Erlöser und Erretter erkennen können.
Durch den Heiligen Geist sind wir im Herrn und der Herr in uns ist. Auch redet Gott durch seinen Geist zu uns.
Hoffnung aber läßt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den heiligen Geist, der uns gegeben ist. Römer 5,5
Denn Gott hat uns nicht berufen zur Unreinheit, sondern zur Heiligung. Wer das nun verachtet, der verachtet nicht Menschen, sondern Gott, der seinen heiligen Geist in euch gibt.
1.Thessalonicher 4,7-8
Ein "Leben im Geist durch Glauben" ist nur mit Hilfe des Heiligen Geistes möglich.

Der Heilige Geist ist uns gegeben. Wir haben den Heiligen Geist von Gott und Seinem Sohn Jeschua als Tröster, Beistand und Helfer empfangen. Er gibt uns Erkenntnis und Verständnis für das Wort Gottes, führt und leitet uns, Er gibt uns Kraft, Stärke, Mut und Gesundheit, mit Ihm haben wir Gemeinschaft und durch Ihn haben wir Gemeinschaft mit Gott und unseren Herrn Jeschua Christus. Und nur über unseren "neuen Geist" haben wir Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist.
Das bedeutet jedoch keinesfalls, daß wir auf den Heiligen Geist ein Anrecht haben, oder Ihn in Besitz nehmen könnten. Denn Er ist uns aus Gnade und Liebe gegeben, damit wir von Ihm bewahrt und in das Ebenbild Christi verwandelt werden. Wir gehören dem Heiligen Geist und nicht Er uns! Ihm gebührt die gleiche Liebe, Ehrfurcht und Demut unsererseits wie wir sie Gott und Jeschua darbringen!

Wer aber dem Herrn anhängt, der ist ein Geist mit ihm. 1.Korinther 6,17

Um in das Reich Gottes zu kommen müssen wir von neuem geboren werden. Der Heilige Geist hat uns die Wiedergeburt (Neugeburt) gegeben, uns erneuert und wird dies in uns weiter fortführen, damit wir Jeschua immer ähnlicher werden. Er ist auch unser Helfer im Gebet.
Jeschua antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen. ... Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von neuem geboren werden. Johannes 3,3-7
Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heilands, machte er uns selig – nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit, durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung im Heiligen Geist, den er über uns reichlich ausgegossen hat durch Jeschua Christus, unsern Heiland. Titus 3,4-6

Neu geboren aber den Heiligen Geist noch nicht empfangen
Es hatten nicht alle Gläubigen bei der Bekehrung zum Herrn den Heiligen Geist empfangen:
Petrus und Johannes kamen hinab und beteten für sie, dass sie den Heiligen Geist empfingen. Denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren allein getauft auf den Namen des Herrn Jeschua. Da legten sie die Hände auf sie und sie empfingen den Heiligen Geist. Apostelgeschichte 8,14-17
Es geschah aber, als Apollos in Korinth war, dass Paulus durch das Hochland zog und nach Ephesus kam und einige Jünger fand. Zu denen sprach er: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Sie sprachen zu ihm: Wir haben noch nie gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt. Und er fragte sie: Worauf seid ihr denn getauft? Sie antworteten: Auf die Taufe des Johannes. Paulus aber sprach: Johannes hat getauft mit der Taufe der Buße und dem Volk gesagt, sie sollten an den glauben, der nach ihm kommen werde, nämlich an Jeschua. Als sie das hörten, ließen sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jeschua. Und als Paulus die Hände auf sie legte, kam der Heilige Geist auf sie und sie redeten in Zungen und weissagten. Es waren aber zusammen etwa zwölf Männer. Apostelgeschichte 19,1-7
Diesen Gläubigen wurden von Gott bei ihrer Bekehrung durch den Heiligen Geist neu geboren, sonst wären sie keine Jünger Christi und sie hätten Christus nicht als ihren Herrn bekennen können:
... und niemand kann Jeschua den Herrn nennen außer durch den Heiligen Geist. 1.Korinther 12,3
Auch wurde durch den Heiligen Geist die Liebe Gottes in ihre Herzen ausgegossen:
Hoffnung aber läßt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den heiligen Geist, der uns gegeben ist. Römer 5,5
Es kann also sein, dass wir von neuem geboren sind und trotzdem den Heiligen Geist noch nicht empfangen haben, so wie die Jünger des Herrn, die nach der Auferstehung des Herrn von ihm angeblasen wurden damit sie den Heiligen Geist empfingen:
Da sprach Jeschua abermals zu ihnen: ... Und als er das gesagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmt hin den Heiligen Geist! Johannes 20,21-22

Ein Zeichen für den Empfang des Heiligen Geistes kann die Zungenrede und Weissagung sein, so wie einige Jünger in Ephesus diese durch Handauflegung empfingen:
Und als Paulus die Hände auf sie legte, kam der Heilige Geist auf sie und sie redeten in Zungen und weissagten. Apostelgeschichte 19,6
Sollten wir diese Zeichen nicht haben, so sollten wir uns keine Sorgen machen, denn der Heilige Geist ist in uns und gibt uns alles was wir für unser Glaubensleben brauchen. Möchtest du gerne die Zungenrede und Weissagung haben, so bitte Älteste, dass sie dir die Hände auflegen und für dich beten, dass du den Heiligen Geist empfangen mögest. Und Gott wird dir diesen gerne geben.

Mit Heiligem Geist und Feuer getauft
Die Jünger des Herrn brauchten zusätzlich zu dem Heiligen Geist, den sie empfangen hatten, auch die »Kraft aus der Höhe«, so wie der Herr dies verheißen hat, um für den auferstandenen Christus Zeugnis ablegen zu können. Auch wir brauchen diese »Kraft aus der Höhe«, so wie der Herr dies verheißen hat:
Und siehe, ich will auf euch herabsenden, was mein Vater verheißen hat. Ihr aber sollt in der Stadt bleiben, bis ihr ausgerüstet werdet mit Kraft aus der Höhe. Lukas 24,49
Wenn aber der Tröster kommen wird, den ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der wird Zeugnis geben von mir. Johannes 15,26
Am Pfingsttag empfingen die Jünger die »Kraft aus der Höhe« und wurden erfüllt von dem Heiligen Geist:
Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen. Apostelgeschichte 2,1-4
Der Heilige Geist war vom Vater in alttestamentlichen Schriftstellen wie Jesaja 44,3; Hesekiel 36,27 und Joel 3,1 verheißen worden. Auch heute ist der Heilige Geist am Wirken, er bereitet uns zu für ungläubige Menschen ein Zeugnis zu sein. Er gibt auch uns, so wie Petrus zu Pfingsten, den Mut, die Kraft und die Worte das Evangelium von Jeschua Christus zu verkündigen. Der Heilige Geist wirkt auch an den Menschen, die das Wort Gottes hören. Er gibt ihnen Verstehen und Glauben. Nur durch das gehörte Wort Gottes und das Wirken des Heiligen Geistes können Menschen umkehren, Buße tun und Jeschua als ihren Erretter und Erlöser annehmen. Siehe 10.12 Nur durch den Heiligen Geist können wir ein Zeuge des Herrn sein

Durch den Heiligen Geist der in uns wohnt, haben wir den Geist Christi, und dadurch ist Christus in uns. Bringe dem Heiligen Geist mit deinem liebenden Herz Dankbarkeit und Freude für das, was Er an dir tut. Betrübe nicht den Heiligen Geist durch Weltlichkeit, Stolz, Unvergebenheit und dämpfe Ihn nicht, so bist du gesegnet und wirst für andere ein Segen sein.

Von Gott voller Feuer und Kraft gesalbt
Lese auch den Artikel "Das Feuer Gottes - verzehrend und läuternd"

... der wird euch mit dem heiligen Geist und mit Feuer taufen. Matthäus 3,11; Lukas 3,16
Ich bin gekommen, ein Feuer anzuzünden auf Erden; was wollte ich lieber, als daß es schon brennte! Lukas 12,49
Jeschua möchte in jedem von uns ein Feuer anzünden. Es ist das "brennende Feuer" in Seinen Erlösten, in uns, durch das Feuer seines Geistes.
... was wollte ich lieber, als daß es schon brennte!
" Jeschua möchte nichts lieber, als dass dieses Feuer in Seinen Erlösten brennt. wir ein brennendes Herz für Ihn und ein brennendes Verlangen nach Seiner Gemeinschaft haben.
Seid brennend im Geist. Dient dem Herrn. Römer 12,11

... und seid dafür Zeugen. Und siehe, ich will auf euch herabsenden, was mein Vater verheißen hat. Ihr aber sollt in der Stadt bleiben, bis ihr ausgerüstet werdet mit Kraft aus der Höhe. Lukas 24,48-49
Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde. Apostelgeschichte 1,8
Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem heiligen Geist und fingen an, zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen. Apostelgeschichte 2,1-4
Dieses heilige Pfingstfeuer heiligt nicht nur, sondern gibt auch die Salbung zu einen gesalbten, feurigen und brennenden Dienst. Diese Pfingst-Salbung veränderte die Jünger schlagartig. Sie wurden mit Mut und Kraft erfüllt, furchtlos das Evangelium von Christus zu verkündigen. Sie wurden zu einem leuchtenden Licht für die ungläubige Menschen.

Die Salbung (Salbungs-Taufe) mit Heiligen Geist und mit Feuer gibt Kraft zum Überwinden und Kraft und Mut ein Zeuge Jeschua zu sein. Sie gibt uns selbst in Leiden und Verfolgung echte und tiefe Freude (Apostelgeschichte 5,40-41), welche die ersten Christen in Verfolgung nicht um ein Ende der Bedrängung, sondern um Freimut zum Zeugnis und vermehrte Heilungen, Zeichen und Wunder bitten lässt (Apostelgeschichte 4,29-30), die einen Petrus am Tag vor seiner geplanten Hinrichtung ruhig und tief schlafen lässt (Apostelgeschichte 12,6-7), die Paulus im Angesicht von Verfolgung und Unverständnis sagen lässt: In all dem überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat (Römer 8,37).

Viele Verheißungen Gottes und Gaben, die Gott uns gegeben hat, können durch den Empfang der Taufe mit Heiligen Geist und mit Feuer in unserem Leben Realität werden. Wichtig ist, dass wir nicht bei dieser Erfahrung stehen bleiben, sondern uns immer wieder danach ausstrecken mit dem Heiligen Geist und mit Feuer gefüllt zu werden und zu bleiben: Lasst euch (ständig) vom Geist erfüllen! (Epheser 5,18). Diese Aufforderung steht deshalb auch im Grundtext in einer Zeitform, die ein kontinuierliches ständiges Handeln ausdrückt.

Erweckungs-Feuer
Lese auch den Artikel "Erweckung"

Viele im Leib Christi haben sich jahrzehntelang nach einer Erweckung gesehnt und sich danach ausgestreckt mit Fasten und Beten. Bis heute ist in den Gemeinden Europas und vieler anderer Länder noch keine wahre, große Erweckung geschehen oder in Sicht. Ein Geist von Trägheit und Müdigkeit beginnt sich auszubreiten. Viele Christen, die Gott suchten und beteten, fangen an müde zu werden. Sie haben keine Geduld mehr. Deshalb suchen sie Erweckung nicht mehr persönlich bei ihrem Herrn und Gott, sondern wollen sich Erweckung bei anderen durch Handauflegung oder Erweckungszuspruch holen, ohne den Preis, die ganze Hingabe zu ihrem Herrn und Erlöser, zu bezahlen! Das Gott Erweckung bringen will zeigt das Wirken Gottes in vielen anderen Ländern der Welt. Diese Erweckungen wurden durch Buße, Umkehr und Heiligung der Gläubigen von Gott geschenkt. Sie haben ihre Herzenstür für den Herrn und Gott weit aufgetan:
Welche ich lieb habe, die weise ich zurecht und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße! Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir. Offenbarung 3,19-20

Buße, Umkehr und Heiligung bekommen wir nicht geschenkt. Aber unser Herr Jeschua zeigt uns einen konkreten Weg auf wie wir dies erreichen können. Auch darin zeigt sich seine Liebe zu uns. Überwindung unseres sündhaften Wesens, hin zur Heiligung, Gerechtigkeit und Salbung kann geschehen, wenn wir drei Dinge beim Herrn kaufen: Gold, im Feuer geläutert, weiße Kleider und Augensalbe. Dies sind keine Gnadengeschenke sondern sie haben ihren Preis. Der Preis ist die Überwindung unseres Eigenlebens:
Ich rate dir, daß du Gold von mir kaufst, das im Feuer geläutert ist, damit du reich werdest, und weiße Kleider, damit du sie anziehst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde, und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du sehen mögest. Offenbarung 3,18
Gold, im Feuer geläutert kaufen: Die Bereitschaft sich durch das Feuer des Herrn zur Heiligung reinigen zu lassen.
Weiße Kleider kaufen: Weiße Kleider, ein Bild für die Gerechtigkeit durch Jeschua.
Augensalbe kaufen: Augensalbe ist ein Bild für die Salbung des Heiligen Geistes.
Lese hierzu auch folgende Artikel "Das Feuer Gottes bringt Erweckung!", "Erweckungs-Feuer & die Voraussetzungen dazu"
und folgende Vision/Offenbarung:
"Beseitigt jedes Hindernis, welches mein Eingreifen zurückhält! Reinigt und heiligt euch!
"

Erweckung beginnt nicht bei deinem Nachbarn, sondern bei dir! Gott wartet darauf, dass du den ersten Schritt tust, dass du erkennst und einsiehst, dass du Erweckung nötig hast und IHN suchen musst (Hos.10,12). Erst wenn du im Gehorsam diesen Schritt gehst, du also neu ergriffen bist und das Feuer der ersten Liebe zu deinem Herrn und Erlöser, Jeschua, wieder in dir brennt, dann wird Gott Seine Segnungen und die Fülle Seines Geistes in deinem Leben ausschütten (Apg.5,32). Dann wird der Funke auf deine Familie überspringen, auf deine Nachbarschaft, auf deine Gemeinde und schließlich auf das ganze Land.

Es ist an der Zeit, dass das Volk Gottes einen Durchbruch im Heiligen Geist erlebt. Wenn es die Fülle des Heiligen Geistes empfängt, dann wird es wie ein mächtiges Feuer über sie kommen. Die Gläubigen werden dann wie ein gewaltiger Feuerbrand durch das Land ziehen, und Gott wird sie mächtig gebrauchen können. Sie sind so sehr von dem Feuer durchdrungen, so dass die Welt davon ergriffen wird und die Herrlichkeit des Herrn erkannt wird. Möchtest du solch ein Werkzeug in Gottes Hand sein? Dann bemühe dich deine Berufung und Erwählung festzumachen:
Darum, liebe Brüder, bemüht euch desto mehr, eure Berufung und Erwählung festzumachen. Denn wenn ihr dies tut, werdet ihr nicht straucheln und so wird euch reichlich gewährt werden der Eingang in das ewige Reich unseres Herrn und Heilands Jeschua Christus. Darum will ich's nicht lassen, euch allezeit daran zu erinnern, obwohl ihr's wisst und gestärkt seid in der Wahrheit, die unter euch ist. Ich halte es aber für richtig, solange ich in dieser Hütte bin, euch zu erwecken und zu erinnern. 2.Petrus 1,10-13

Betrübt und dämpft nicht den Heiligen Geist

Erlöste Kinder Gottes sind mit dem Heiligen Geist versiegelt (2.Kor 1,22; Eph 1,13-14; 4,30). Sie können Ihn deshalb nicht verlieren. Sie können Sein Wirken aber sehr wohl unterdrücken. Wenn wir den Kontext von Paulus’ Befehl "Den Geist dämpft nicht" betrachten, ist dies in mindestens zweierlei Hinsicht möglich:
Wir können den Geist in uns dämpfen, wenn wir die empfangenen Gnadengaben sich nicht entfalten lassen. Darum heisst es anschliessend: «Prophetische Rede verachtet nicht» (1.Thess 5,20). Dies bedeutet im biblischen Kontext, dass Gottes Wort klar und in «prophetischer» Autorität weitergegeben werden soll und wir dies prüfen und das Gute davon annehmen sollen:
Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt seid für den Tag der Erlösung. Epheser 4,30
Den Geist dämpft nicht. Prophetische Rede verachtet nicht. Prüft aber alles und das Gute behaltet.
1.Thessalonicher 5,19-21
Paulus befiehlt, den Heiligen Geist nicht zu dämpfen. Es scheint also eine wichtige Sache zu sein, eine Sache die ernst zu nehmen und zu befolgen ist. Was genau meint aber Paulus, wenn er sagt: „Den Geist dämpft nicht“. Was kann Paulus mit diesem dämpfen gemeint haben?
Das Wort „dämpfen“, welches hier im griechischen benutzt wird, wird auch noch in mehreren anderen Stellen der Bibel benutzt. Zum Beispiel auch in Mt 12, 20: „das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen, bis er die Gerechtigkeit hinausführt zum Sieg.
Das Wort wird in der Bibel hauptsächlich dafür benutzt, um das Auslöschen von einem Feuer zu beschreiben. Anstatt „dämpfen“ könnte man hier also auch das Wort mit „auslöschen“ oder „löschen“ übersetzen.
Paulus befiehlt uns also, dass Feuer des Heiligen Geistes nicht auszulöschen. Denn der Heilige Geist ist ein Feuer, wie wir auch in Apg 2 sehen können, wie mit Feuer Zungen kam der Heilige Geist auf die Jünger an Pfingsten. Diesen brennenden Heiligen Geist sollen wir nicht auslöschen, dieses Feuer das Gott in uns in Brand gesetzt hat.
Es geht also hier darum, dass wenn der Heilige Geist an uns wirken möchte oder durch uns an anderen wirken möchte, dass wir es zulassen und ihm gehorsam sind! Wenn wir ihn nicht an uns wirken lassen bzw. ihn nicht durch uns wirken lassen, dann löschen wir das Feuer des Heiligen Geistes aus. Und davor warnt uns Paulus. Wenn wir aber gehorsam sind, dann wird der Heilige Geist uns immer mehr in Brand setzten und wir kommen in eine andere Fülle des Heiligen Geistes.

Der Heilige Geist wird auch gedämpft durch das Praktizieren, Festhalten und Dulden von Sünde. Wenn wir den Kontext beachten, sehen wir sehr gut, was den Heiligen Geist unterdrücken kann:
Wir bitten euch aber, liebe Brüder, erkennt an, die an euch arbeiten und euch vorstehen in dem Herrn und euch ermahnen; habt sie umso lieber um ihres Werkes willen. Haltet Frieden untereinander. Wir ermahnen euch aber, liebe Brüder: Weist die Unordentlichen zurecht, tröstet die Kleinmütigen, tragt die Schwachen, seid geduldig gegen jedermann. Seht zu, dass keiner dem andern Böses mit Bösem vergelte, sondern jagt allezeit dem Guten nach untereinander und gegen jedermann. Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jeschua an euch. 1. Thessalonicher 5,12-18

Gott einen Teil von den materiellen Gütern zurückgeben
Lese auch den Artikel "Der Zehnte im Neuen Testament"

Für ein siegreiches Glaubensleben ist es auch wichtig in das Reich Gottes zu investieren.
Eigentlich sollte es für uns selbstverständlich sein, dass wir Gott einen Teil von den materiellen Gütern zurückgeben, womit er uns beschenkt, denn wer reichlich sät wird auch reichlich ernten. Paulus hat es etwas anders formuliert:
Ich meine aber dies: Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen. Ein jeder, wie er's sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. 2.Korinther 9,6-7

Wie ist meine Herzenseinstellung? Darauf kommt es Gott in erster Linie an. Investiere ich von meinen Einkommen einen Teil ins Reich Gottes weil ich muss, oder weil ich ein fröhlicher Geber bin? Gebe ich nur den Zehnten meines Einkommens, und lege das Übrige des Überflusses aufs Sparkonto?
Auch wenn du nur wenig geben kannst, gebe es mit fröhlichen Herzen:
Und es kam eine arme Witwe und legte zwei Scherflein ein; das macht zusammen einen Pfennig. Und er rief seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Gotteskasten gelegt als alle, die etwas eingelegt haben. Denn sie haben alle etwas von ihrem Überfluß eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut ihre ganze Habe eingelegt, alles, was sie zum Leben hatte. Markus 12,42-44

Investiere deinen Überfluss ins Reich Gottes:
Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe einbrechen und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz. Matthäus 6,19-21
Lass dein Herz entscheiden, du bist frei und stehst nicht unter dem Gesetz:
Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei. Johannes 8,36
Schon im Alten Testament brachten die Israeliten freiwillig und von Herzen matterielle Opfergaben und investierten ins Werk Gottes:
Und alle, die es gern und freiwillig gaben, kamen und brachten dem HERRN die Opfergabe zur Errichtung der Stiftshütte und für allen Dienst darin und für die heiligen Kleider. 2.Mose 35,21 Luther Bibel 1984
Nach der Schlachter Bibel 2000: Und sie kamen - jeder, den sein Herz dazu trieb, und jeder dessen Geist willig war; sie brachten dem HERRN eine freiwillige Gabe für das Werk der Stiftshütte und seinen ganzen Dienst und für die heiligen Kleider.

Vorbereitete Wege

Gott ist nicht kompliziert, Er hat für uns alle Wege oder Schlüssel für ein siegreiches Glaubensleben vorbereitet. Der wichtigste Schlüssel hierzu ist die persönliche enge Beziehung und Gemeinschaft zu Gott, dem Vater und Seinem Sohn Jeschua Christus. Durch deine geistliche Neugeburt hast du schon Anteil an der Gemeinschaft mit Gott, Seinem Sohn und dem Heiligen Geist. Jeschua Christus ist in dir und du in Ihm. Der Heilige Geist, dein Beistand, Helfer, wohnt in dir. Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den heiligen Geist.

Vorbereitete Wege ist ein Geschenk Gottes. Gott hat uns alles für ein siegreiches Glaubensleben geschenkt:
Alles, was zum Leben und zur Frömmigkeit (Gottseligkeit) dient, hat uns seine göttliche Kraft geschenkt durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Kraft. Durch sie sind uns die teuren und allergrößten Verheißungen geschenkt, damit ihr dadurch Anteil bekommt an der göttlichen Natur, die ihr entronnen seid der verderblichen Begierde in der Welt. So wendet alle Mühe daran und erweist in eurem Glauben Tugend und in der Tugend Erkenntnis und in der Erkenntnis Mäßigkeit und in der Mäßigkeit Geduld und in der Geduld Frömmigkeit und in der Frömmigkeit brüderliche Liebe und in der brüderlichen Liebe die Liebe zu allen Menschen. 2.Petrus 1,3-7
Wir müssen mutig vorangehen im Glauben und im Vertrauen, das Christus mit uns ist und mit uns geht. Der Herr wird von uns nie etwas verlangen oder uns nie einen Auftrag geben das wir oder den wir nicht erfüllen und vollbringen können. Sondern wir glauben und vertrauen fest darauf, dass er Wege vorbereitet hat damit wir dies erfüllen können. Er schenkt uns dann in allem Gelingen und Sieg. Denn er hat in allem den Sieg am Kreuz von Golgatha für uns vollkommen vollbracht:

1. Im Kampf gegen die Mächte der Finsternis
2. In der Verkündigung des Erlösungswerkes Christi
3. Im Eheleben
4. In der Kindererziehung
5. Im Arbeitsleben
6. Im Gemeindeleben
7. Auf dem Gebiet der körperlichen und seelischen Heilung und Gesundheit
8. Auf dem Gebiet der finanziellen Siege

1. Bekehrung & Glaube

Siehe auch die Artikel "Schritte zum Glauben !"

1.1 Bekehren von der Finsternis zum Licht

Und ich will dich erretten von deinem Volk und von den Heiden, zu denen ich dich sende, um ihnen die Augen aufzutun, dass sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott. So werden sie Vergebung der Sünden empfangen und das Erbteil samt denen, die geheiligt sind durch den Glauben an mich. Apostelgeschichte 26,17-18

Nach dem Vorsatz des Herrn sollte Paulus „freigestellt“ oder „herausgenommen“ sein aus dem Volk und aus den Nationen; d. h., er sollte ausgesondert werden sowohl aus seinem eigenen Volk, den Juden, als auch aus den Heiden, um eine von beiden unterschiedliche Stellung einzunehmen. Doch in besonderer Weise war er zu den Nationen gesandt, wie der Schluß von Vers 17 erkennen läßt. Dem entspricht, was uns schon früher aufgefallen ist, daß er vielen Juden zum Segen war, solange er seinem Auftrag, in der heidnischen Welt zu wirken, nachkam.
Es war ein neuer Aufbruch in den Wegen Gottes, denn bis hierher waren sie sich selbst und ihren eigenen Wegen überlassen worden. In Finsternis und Unwissenheit hatten sie sich aufgehalten, aber jetzt sollten ihre Augen aufgetan werden. Wenn ihre Augen nun wirklich durch den mühevollen Dienst des Apostels geöffnet wurden, dann würden sie sich aus der Finsternis und der Gewalt Satans zu dem Licht und zu Gott hinwenden. Genau das ist es, was wir unter Bekehrung verstehen. Natürlich muß die Überführung von der Sünde darin enthalten sein, denn keiner von uns kann in Gottes Licht kommen ohne diese bußfertige Überzeugung. Dann aber wird die Vergebung empfangen, sie ist das Ergebnis jener Hinwendung. Die Vergebung ist ein göttlicher Akt, und sie löst große Freude aus.
Mit der Vergebung unserer Sünden wird auch die darauf ruhende Strafe weggenommen. Doch das nicht allein, uns fällt auch ein Erbteil zu, das wir mit all denen gemeinsam haben, die für Gott abgesondert sind. Alles „durch den Glauben an mich“.
Wir haben hier den Weg, auf dem wir den Segen erreichen. Nicht durch Werke, sondern durch den Glauben, und zwar durch den Glauben, dessen Gegenstand Christus ist. Die Kraft ist nicht im Glauben, sondern in der Person, auf der der Glaube ruht. So zeichneten sich schon im Augenblick seiner Bekehrung der künftige Lauf und Dienst des Paulus vor ihm ab, und durch eine Offenbarung des Herrn empfing er die Botschaft, die er predigen sollte. Vers 18 ist eine bündige Zusammenfassung der Segnungen, die das Evangelium dem vermittelt, der es im Glauben annimmt. Die Augen seines Herzens sind jetzt aufgetan und sein Geist erleuchtet, um die Wahrheit zu erkennen. Er ist aus der Finsternis zum Licht gebracht, aus der Macht Satans zu Gott. Seine Sünden sind vergeben, und er weiß es. Er hat Anteil am Erbe gemeinsam mit allen, die für Gott abgesondert sind.

1.2 Glaube an den Herrn Jeschua, so wirst du und dein Haus selig!

Und eine gottesfürchtige Frau mit Namen Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, hörte zu; der tat der Herr das Herz auf, sodass sie darauf Acht hatte, was von Paulus geredet wurde. Als sie aber mit ihrem Hause getauft war, bat sie uns und sprach: Wenn ihr anerkennt, dass ich an den Herrn glaube, so kommt in mein Haus und bleibt da. Und sie nötigte uns. Apostelgeschichte 16,14-15
Glaube an den Herrn Jeschua, so wirst du und dein Haus selig!
Apostelgeschichte 16,31

Gott identifiziert gern das Haus eines Menschen mit ihm selbst, um alle, die dazugehören, in Sein Segensangebot mit einzuschließen. Warum schließen wir diese Tatsache nicht des öfteren in unseren Glauben ein? In diesem Kapitel bekehren sich die Purpurhändlerin Lydia und ihr Haus, und der Gefängnisaufseher und sein Haus.
Auch alle Familienangehörigen, Bediensteten und Gäste der Purpurhändlerin Lydia und des Gefängnisaufsehers, die das Evangelium verstehen und glauben konnten, hörten das Evangelium und wurden gläubig.
Das ist sicher sehr ermutigend für alle, die Häusern vorstehen und die Gott in Seiner Gnade erreichen möchte. Gott sieht nicht die Person an, und was Er für den einen ist, ist Er für alle.

1.3 Wenn du mit deinem Munde bekennst, und von Herzen glaubst, so wirst du gerettet und gerecht

Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jeschua der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. Denn wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und wenn man mit dem Munde bekennt, so wird man gerettet. Denn die Schrift spricht (Jesaja 28,16): »Wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.« Es ist hier kein Unterschied zwischen Juden und Griechen; es ist über alle derselbe Herr, reich für alle, die ihn anrufen. Denn »wer den Namen des Herrn anrufen wird, soll gerettet werden« (Joel 3,5). Römer 10,9–13
Dieses Bekenntnis ist die persönliche, vorbehaltlose Überzeugung, dass Jeschua auch der Herr und Meister über unser eigenes Leben ist. Dieser Ausdruck umfasst Buße und Abkehr von Sünden, Vertrauen auf Jeschua zur Errettung und die Unterwerfung unter ihn als Herrn. Das ist der willentliche Aspekt des Glaubens in deinem Herzen. Glaube an die Auferstehung ist heilsnotwendig, denn sie beweist, dass Christus Gottes Sohn ist und dass der Vater sein stellvertretendes Opfer für Sünder angenommen hat.
Die Errettung steht für Menschen aus allen Nationen und Völkern bereit, die den Namen des Herrn anrufen.

1.4 Erkauft & erlöst mit dem teuren Blut Christi

Und da ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person einen jeden richtet nach seinem Werk, so führt euer Leben, solange ihr hier in der Fremde weilt, in Gottesfurcht; denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes. Er ist zwar zuvor ausersehen, ehe der Welt Grund gelegt wurde, aber offenbart am Ende der Zeiten um euretwillen, die ihr durch ihn glaubt an Gott, der ihn auferweckt hat von den Toten und ihm die Herrlichkeit gegeben, damit ihr Glauben und Hoffnung zu Gott habt. Habt ihr eure Seelen gereinigt im Gehorsam der Wahrheit zu ungefärbter Bruderliebe, so habt euch untereinander beständig lieb aus reinem Herzen. Denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, nämlich aus dem lebendigen Wort Gottes, das da bleibt. 1.Petrus 1,17-23
Wir werden ermahnt in Gottfurcht unser Leben zu führen. Das bedeutet, eine von Ehrerbietung geprägte »Furcht« Gottes und ein tiefes Verständnis dafür zu haben, wer Gott ist. Damit ist besonders die Erkenntnis gemeint, dass der Eine, den wir als »Vater« ansprechen, derselbe ist, der seine Kinder ohne Voreingenommenheit »nach« ihren Werken »richtet« (siehe 1.Korinther 3,11-16). Wenn wir erkennen, dass Sünder vor dem heiligen und gerechten Gott nicht bestehen können und er jeden Sünder richten muss, dann werden wir unser Leben Gott wohlgefällig führen.
Wir sind nicht mit »Silber und Gold« erkauft worden, sondern »mit dem teuren, kostbaren Blut Christi«
.
Der Erlöser war schon »vor Grundlegung der Welt« dazu bestimmt, für uns zu sterben. »Aber am Ende der Zeiten«, d. h. am Ende des Gesetzeszeitalters, kam er vom Himmel, um uns aus unserem früheren Lebenswandel zu erretten.
Der Vater zeigte sein Wohlgefallen am Erlösungswerk Christi, indem er ihn »aus den Toten auferweckt« und ihm Herrlichkeit und die höchste Ehrenstellung im Himmel gegeben hat.
Durch das vollkommene Erlösungswerk Christi sind unser »Glaube und« unsere »Hoffnung auf Gott gerichtet«. Wir glauben und leben in ihm und nicht in der gegenwärtigen bösen Weltordnung.
Dies wurde bewirkt durch das Lesen oder hören des lebendigen, unvergänglichen Wortes Gottes (Hebräer 4,12), im besonderen vom Gericht des heiligen und gerechten Gottes, der jeden Sünder richten wird, und vom Erlösungswerk Christi, das uns vor dem schrecklichen Gericht bewahrt. So konnte der Heilige Geist unser Herz öffnen und uns überführen, dass wir verlorene Sünder sind und ohne den Glauben an Christus den ewigen Tod, getrennt von Gott, erleiden müssten. Durch diese erschreckende Erkenntnis waren wir dann bereit unsere Sünden zu bekennen und Christus als unseren Erretter, Heiland und Herrn anzunehmen, sodass Gott und sein Sohn durch ihre grenzenlose Liebe uns aus der Finsternis herrausreissen konnten und uns die Wiedergeburt (Neugeburt), zu einem neuen geistlichen Leben in Christus, schenkten.
»Habt ihr eure Seelen gereinigt im Gehorsam der Wahrheit«: Wir haben unsere Seelen gereinigt indem wir der Wahrheit des Wortes Gottes gehorsam sind. Der Wahrheit des Wortes Gottes gehorsam zu sein, können wir nicht aus eigener Kraft, sondern nur aus der Kraft Gottes, die durch unseren Herrn in uns wirksam ist. Es ist besonders wichtig, dass wir eine ungefärbte Bruderliebe und untereinander beständig lieb aus reinem Herzen haben um gegenüber der Wahrheit des Wortes Gottes gehorsam zu sein. Nur dadurch, dass die Liebe Christi in uns ist kann unsere Liebe ungefärbt und rein aus ganzem Herzen kommen.

In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner Gnade, die er uns reichlich hat widerfahren lassen in aller Weisheit und Klugheit. Denn Gott hat uns wissen lassen das Geheimnis seines Willens nach seinem Ratschluss, den er zuvor in Christus gefasst hatte, um ihn auszuführen, wenn die Zeit erfüllt wäre, dass alles zusammengefasst würde in Christus, was im Himmel und auf Erden ist. Epheser 1,7-10
Gottes ewiger Plan für sein Volk ist die »Erlösung« durch das Werk Christi, wodurch wir von der Knechtschaft und der Schuld der Sünde befreit wurden und uns ein Leben der Freiheit geschenkt wurde. Der Herr Jeschua ist der Erlöser (»in ihm haben wir die Erlösung«). Wir sind die Erlösten. »Sein Blut« ist der Opferpreis, nichts Geringeres reichte aus.
Zur Erlösung gehört die »Vergebung der Sünden«. Christus musste unsere Sünden voll und ganz begleichen, ehe uns vergeben werden konnte. Das geschah am Kreuz.
Das Maß unserer »Vergebung« wird mit den Worten beschrieben: »… nach dem Reichtum seiner Gnade.« Wenn wir den »Reichtum« der »Gnade« Gottes ermessen können, dann können wir auch ermessen, wie er uns vergeben hat. Seine »Gnade« ist unermesslich! Und ebenso seine »Vergebung«!
Er hat uns in Gnade erwählt, vorherbestimmt und erlöst. Doch das ist noch nicht alles. Gott hat seine Gnade gegen uns »überströmen lassen in aller Weisheit und Einsicht« (Elb 2003). Das bedeutet, dass er uns in seiner Gnade seine Pläne und Ziele, die er mit uns verfolgt, mitgeteilt hat. Sein Verlangen besteht darin, dass wir Einsicht in seine Pläne für die Gemeinde und das Universum erhalten. Und deshalb hat er uns so ins Vertrauen gezogen und das große Ziel offenbart, auf das sich die gesamte Geschichte hinbewegt.
Es ist ein göttliches Geheimnis, das bisher unbekannt war, doch nun den Heiligen offenbart wird. Dieser herrliche Plan hat seinen Ursprung im souveränen Willen Gottes, ohne dass irgendetwas darauf Einfluss haben könnte: »… nach seinem Ratschluss.« Und im Mittelpunkt dieses Planes steht der Herr Christus, »den er zuvor in Christus gefasst hatte«.
Gottes Ziel ist: Er wird Christus als Haupt über »alles« im kommenden Reich einsetzen, ob es nun irdisch oder himmlisch sei.

Er ist auch nicht durch das Blut von Böcken oder Kälbern, sondern durch sein eigenes Blut ein für alle Mal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erworben. ... um wie viel mehr wird dann das Blut Christi, der sich selbst als Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott! Hebräer 9,12-14
Unser Herr ist »ein für alle Mal in das Heiligtum eingegangen«. Als er in den Himmel auffuhr, kam er in die Gegenwart Gottes, nachdem er das Werk der »Erlösung« auf Golgatha vollendet hatte. Wir sollten niemals aufhören, uns über diese Worte zu freuen: »ein für alle Mal«. Das Werk ist vollbracht, preist den Herrn! Er opferte sein »eigenes Blut«, nicht das von Stieren oder Böcken. Tierblut hatte keine Kraft, die Sünden hinwegzunehmen. Es war nur wirksam, um Vergehungen gegen die rituellen Gesetze wegzunehmen. Doch das Blut Christi hat unbegrenzten Wert, seine Macht reicht aus, um alle Sünden aller Menschen, die je gelebt haben, die jetzt leben und die in Zukunft leben werden, zu beseitigen. Natürlich wird seine Kraft nur für diejenigen wirksam, die im Glauben zu ihm kommen. Doch das Reinigungspotenzial an sich ist unbegrenzt. Durch sein Opfer »hat« er »eine ewige Erlösung« für uns erworben.
Es war ein Opfer, das »Gott« dargebracht wurde. Jeschuas war das fehlerlose, sündlose Lamm Gottes, das ihn aufgrund seiner Vollkommenheit befähigte, unsere Sünden zu tragen. Die Tieropfer mussten äußerlich fehlerlos sein, Jeschua dagegen war in jeder Hinsicht ohne Fehl. Sein »Blut« reinigt das »Gewissen … von toten Werken«, damit wir »dem lebendigen Gott« dienen können. Sein Blut reinigt uns von den toten Werken, die wir vollbrachten.

... und von Jeschua Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Herr über die Könige auf Erden! Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut. Offenbarung 1,5
Gnade und Friede kommen aber auch »von Jechua Christus, der der treue Zeuge ist, der Erstgeborene von den Toten«. Dies beschreibt eindeutig Gott den Sohn. Er ist der verlässlichste »Zeuge«. Als »Erstgeborener der Toten« ist er der Erste, der von den »Toten« auferstanden ist, um nie mehr zu sterben. Darüber hinaus ist er derjenige, der den Ehrenplatz und die Vorrangstellung vor allen hat, die aus den Toten auferstanden sind, um das ewige Leben zu genießen. Er ist auch der »König« über alle irdischen »Könige«. Nach seinem einleitenden Gruß schreibt Johannes einen Lobpreis auf den Herrn Jeschua. Zunächst einmal nennt er unseren Heiland denjenigen »der uns liebt und uns von unseren Sünden erlöst hat mit seinem Blut«. Man beachte die Zeitformen der Verben: Der Begriff »liebt« drückt eine allezeit gültige Wahrheit aus, »erlöst« dagegen ein vergangenes, vollendetes Werk. Man beachte auch die Reihenfolge: Er liebt uns, und er hat uns schon geliebt, ehe er uns »erlöst hat«. Und man beachte den Preis, den er dafür gezahlt hat: »mit seinem Blut«. Wenn wir uns ehrlich selbst betrachten, dann müssen wir zugeben, dass die Kosten eigentlich zu hoch waren. Wir haben es nicht verdient, zu solch einem ungeheuren Preis »erlöst« zu werden.

... und sie sangen ein neues Lied: Du bist würdig, zu nehmen das Buch und aufzutun seine Siegel; denn du bist geschlachtet und hast mit deinem Blut Menschen für Gott erkauft aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen. Offenbarung 5,9

Das neue Lied im Himmel würdigt den Herrn weil er mit seinem Blut Menschen aus allen Stämmen, Sprachen, Völkern und Nationen erkauft hat. Auch wir sollten ihm aus Dankbarkeit für unsere Erlösung ein neues Lied singen. Ihm und Gott dem Vater zur Ehre. Nur Jeschua, der Sohn Gottes ist deshalb würdig das Buch mit seinen sieben Siegeln zu nehmen und die Siegel aufzutun. Dieses Buch ist eine Offenbarung Gottes über das Geschehen auf der Erde vom Beginn des Erlösungswerkes Christi bis zum Ende der Erde.

1.5 Wir sind Kinder Gottes

Wir sind von Gott neu geboren und glauben an unseren Herrn Jeschua. Der Heilige Geist gibt uns Zeugnis, dass wir Kinder Gottes sind. In Jeschua haben wir die herrliche Freiheit der Kinder Gottes und sündigen nicht mehr:

Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind. Johannes 1,12-13
Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen. Matthäus 5,9
Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater!Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind.
Römer 8,14-16
... denn auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes.
Römer 8,21
Denn ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jeschua. Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen.
Galater 3,26-27
Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen – und wir sind es auch! Darum kennt uns die Welt nicht; denn sie kennt ihn nicht. Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber: wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. 1.Johannes 3,1-2
Wer aus Gott geboren ist, der tut keine Sünde; denn Gottes Kinder bleiben in ihm und können nicht sündigen; denn sie sind von Gott geboren. Daran wird offenbar, welche die Kinder Gottes und welche die Kinder des Teufels sind: Wer nicht recht tut, der ist nicht von Gott, und wer nicht seinen Bruder lieb hat. 1.Johannes 3,9-10

1.6 Christus ist auferstanden von den Toten als Erstling

Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind. Denn da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten. Denn wie sie in Adam alle sterben, so werden sie in Christus alle lebendig gemacht werden. Ein jeder aber in seiner Ordnung: als Erstling Christus; danach, wenn er kommen wird, die, die Christus angehören; danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, nachdem er alle Herrschaft und alle Macht und Gewalt vernichtet hat. Denn er muss herrschen, bis Gott ihm »alle Feinde unter seine Füße legt« (Psalm 110,1). Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod. Denn »alles hat er unter seine Füße getan« (Psalm 8,7). Wenn es aber heißt, alles sei ihm unterworfen, so ist offenbar, dass der ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat. Wenn aber alles ihm untertan sein wird, dann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott sei alles in allem. 1.Korinther 15,20-28
Indem Paulus triumphierend die Tatsache der Auferstehung Christi und ihre wunderbaren Folgen verkündigt. »Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind.« Es gibt in der Schrift eine Unterscheidung zwischen der Auferstehung der Toten und der Auferstehung aus den Toten. In den vorhergehenden Versen ging es um die Auferstehung der Toten. Mit anderen Worten, Paulus hat ganz allgemein erörtert, ob die Toten wirklich auferstehen können. Doch Christus ist von den Toten auferstanden. Das bedeutet, dass er bei seiner Auferstehung allein auferstanden ist, und nicht alle Toten. In diesem Sinne war es nur eine begrenzte Auferstehung. Jede Auferstehung ist eine Auferstehung der Toten, doch nur bei Christus und den Gläubigen geht es um eine Auferstehung aus den Toten.

1.7 Der Glaube kommt durch das Predigen des Wortes Christi

Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne Prediger? Wie sollen sie aber predigen, wenn sie nicht gesandt werden? Wie denn geschrieben steht (Jesaja 52,7): »Wie lieblich sind die Füße der Freudenboten, die das Gute verkündigen!« Aber nicht alle sind dem Evangelium gehorsam. Denn Jesaja spricht (Jesaja 53,1): »Herr, wer glaubt unserm Predigen?« So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi. Ich frage aber: Haben sie es nicht gehört? Doch, es ist ja »in alle Lande ausgegangen ihr Schall und ihr Wort bis an die Enden der Welt« (Psalm 19,5). Ich frage aber: Hat es Israel nicht verstanden? Als Erster spricht Mose (5.Mose 32,21): »Ich will euch eifersüchtig machen auf ein Nicht-Volk; und über ein unverständiges Volk will ich euch zornig machen.« Jesaja aber wagt zu sagen (Jesaja 65,1): »Ich ließ mich finden von denen, die mich nicht suchten, und erschien denen, die nicht nach mir fragten.« Zu Israel aber spricht er (Jesaja 65,2): »Den ganzen Tag habe ich meine Hände ausgestreckt nach dem Volk, das sich nichts sagen lässt und widerspricht.« Römer 10,14–21

Zuerst ist eine klare Verkündigung des Evangeliums nötig, wenn wahrer, rettender Glaube folgen soll. Wahrer Glaube hat stets einen Inhalt – das offenbarte Wort Gottes. Errettung wird denen zuteil, die das Evangelium hören und glauben.
Israel kannte nicht die Heilsbotschaft seiner eigenen Schriften, einschließlich der Wahrheit, dass das Evangelium die Heiden erreichen würde, wie es in 5Mo 32,21 und Jes 65,1-2 verheißen war.
»Ich will euch eifersüchtig machen auf ein Nicht-Volk«: Das sind die Heiden, die nicht zu Israel als Gottes besonderem, auserwähltem Volk gehörten.

Wir sind wiedergeboren aus dem lebendigen Wort Gottes, das Wort der Wahrheit:
Denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, nämlich aus dem lebendigen Wort Gottes, das da bleibt. ... aber des Herrn Wort bleibt in Ewigkeit« (Jesaja 40,6-8). Das ist aber das Wort, welches unter euch verkündigt ist. 1.Petrus 1,23-25
Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts und der Finsternis. Er hat uns geboren nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, damit wir Erstlinge seiner Geschöpfe seien. Jakobus 1,17-18

1.8 Zur Freiheit hat uns Christus befreit!

 Wir sind durch Christus zur Freiheit befreit und zur Freiheit berufen, so dass wir nicht mehr gesetzmäßig unter dem Joch der Knechtschaft leben:
Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen! Galater 5,1
Ihr aber, liebe Brüder, seid zur Freiheit berufen. Allein seht zu, dass ihr durch die Freiheit nicht dem Fleisch Raum gebt; sondern durch die Liebe diene einer dem andern. Denn das ganze Gesetz ist in einem Wort erfüllt, in dem (3.Mose 19,18): »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!« Galater 5,13-14
Denn das ist der Wille Gottes, dass ihr mit guten Taten den unwissenden und törichten Menschen das Maul stopft als die Freien und nicht als hättet ihr die Freiheit zum Deckmantel der Bosheit, sondern als die Knechte Gottes. Ehrt jedermann, habt die Brüder lieb, fürchtet Gott, ehrt den König! 1.Petrus 2,15-17

Der Geist Gottes ist in uns, so dass wir im neuen Wesen des Geistes und nicht im alten Wesen des Buchstabens leben:
Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. 2.Korinther 3,17
Nun aber sind wir vom Gesetz frei geworden und ihm abgestorben, das uns gefangenhielt, so daß wir dienen im neuen Wesen des Geistes und nicht im alten Wesen des Buchstabens. Römer 7,6
Denn das Gesetz des Geistes, der lebendig macht in Christus Jeschua, hat dich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. Römer 8,1
Durch Christus ist unser alter Mensch, mit seinen Leidenschaften und Begierden, mit gekreuzigt worden. Durch den Heiligen Geist können wir im Geist leben und wandeln, so dass wir der Sünde gestorben sind. Lassen wir uns vom Geist Gottes regieren, so wird die Sünde nicht über uns herrschen können:
Wir wissen ja, dass unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt ist, damit der Leib der Sünde vernichtet werde, sodass wir hinfort der Sünde nicht dienen. Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde. Sind wir aber mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden, und wissen, dass Christus, von den Toten erweckt, hinfort nicht stirbt; der Tod kann hinfort über ihn nicht herrschen. Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben ein für alle Mal; was er aber lebt, das lebt er Gott. So auch ihr, haltet dafür, dass ihr der Sünde gestorben seid und lebt Gott in Christus Jeschua. So lasst nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, und leistet seinen Begierden keinen Gehorsam. Auch gebt nicht der Sünde eure Glieder hin als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern gebt euch selbst Gott hin als solche, die tot waren und nun lebendig sind, und eure Glieder Gott als Waffen der Gerechtigkeit. Denn die Sünde wird nicht herrschen können über euch, weil ihr ja nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade. Römer 6,6-14
Regiert euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetz. Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht. Die aber Christus Jeschua angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden. Wenn wir im Geist leben, so laßt uns auch im Geist wandeln.
Galater 5,18-25

Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe. Ich bin mit Christus gekreuzigt. Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes. Ich werfe nicht weg die Gnade Gottes; denn wenn die Gerechtigkeit durch das Gesetz kommt, so ist Christus vergeblich gestorben. Galater 2,19-21

Warnung des Paulus vor Rückfall in die Gesetzlichkeit:
Ihr haltet bestimmte Tage ein und Monate und Zeiten und Jahre. Ich fürchte für euch, daß ich vielleicht vergeblich an euch gearbeitet habe. Galater 4,10-11
Paulus meinte damit, daß der an Christus Gläubige keine bestimmten Tage für den Gottesdienst, für das Abendmahl, für das Fasten usw. einhalten muß. Bestimmte Tage, und Monate und Zeiten und Jahre haben die Israeliten unter dem alten Bund einhalten müssen. Der Gläubige an Jeschua Christus ist dagegen zur Freiheit gegenüber der Gesetzlichkeit berufen, er ist im Geist allezeit und jeden Tag mit Gott und seinem Sohn Jeschua Christus verbunden.
Auch den Sabbat brauchen wir nicht einzuhalten:
So lasst euch nun von niemandem ein schlechtes Gewissen machen wegen Speise und Trank oder wegen eines bestimmten Feiertages, Neumondes oder Sabbats. Das alles ist nur ein Schatten des Zukünftigen; leibhaftig aber ist es in Christus. Kolosser 2,16-17
Jeschua ist Herr über den Sabbat:
Der Menschensohn ist ein Herr über den Sabbat. Matthäus 12,8
Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen. So ist der Menschensohn ein Herr auch über den Sabbat. Markus 2,27-28
Auch wenn Jeschua die jüdischen Gesetze gehalten hat, hat er in seiner Hingabe im Dienst an den Menschen keinen Unterschied zwischen den Tagen gemacht. Er hat auch am Sabbat geheilt, seinen Jüngern erlaubt am Sabbat Ähren zu pflücken (Matthäus 12,1-8), oder er forderte am Sabbat einen geheilten Mann auf sein Bett zu tragen (Johannes 5,8-10).
Nirgends im Neuen Testament werden die Christen aufgefordert, den Sabbat zu halten. Und doch erkennen wir das Prinzip des einen Tages, der nach sechs Tagen als Ruhetag gehalten wird, an.
So sind wir Gläubige in Jeschua Christus nicht an das Gesetz des Sabbats gebunden, sondern frei. Wir dürfen sowohl am Samstag (Sabbat) als auch am Sonntag, sowie an jedem anderen Tag unseren Gottesdienst feiern.

Für uns sind keine Speisen mehr unrein:
Ich weiß und bin gewiss in dem Herrn Jeschua, dass nichts unrein ist an sich selbst; nur für den, der es für unrein hält, ist es unrein. Wenn aber dein Bruder wegen deiner Speise betrübt wird, so handelst du nicht mehr nach der Liebe. Bringe nicht durch deine Speise den ins Verderben, für den Christus gestorben ist. Römer 14,14-15
Paulus und wir wissen, dass uns keine Speise mehr rituell unrein macht, wie es für einen Juden noch der Fall war, der unter dem Gesetz lebte. Unsere Speisen werden durch das Wort Gottes und das Gebet geheiligt (1. Tim 4,5). Sie sind durch das Wort geheiligt in dem Sinne, dass die Bibel sie ausdrücklich als »gut« bezeichnet. Und sie werden durch das Gebet geheiligt, wenn wir Gott bitten, sie zu seiner Verherrlichung und zur Stärkung unseres Leibes im Dienst für den Herrn zu gebrauchen. Doch wenn ein schwacher Bruder z. B. der Ansicht ist, dass es für ihn falsch ist, Schweinefleisch zu essen, dann ist es falsch. Wenn er es dennoch essen würde, dann würde er sein von Gott gegebenes Gewissen damit verletzen. Und wir sollen deshalb auf die Speise verzichten, die dem Schwachen zum Anstoß wird:
Aber Speise wird uns nicht vor Gottes Gericht bringen. Essen wir nicht, so werden wir darum nicht weniger gelten; essen wir, so werden wir darum nicht besser sein. Seht aber zu, dass diese eure Freiheit für die Schwachen nicht zum Anstoß wird! 1.Korinther 8,8-9
Sie gebieten, nicht zu heiraten und Speisen zu meiden, die Gott geschaffen hat, dass sie mit Danksagung empfangen werden von den Gläubigen und denen, die die Wahrheit erkennen. Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird; denn es wird geheiligt durch das Wort Gottes und Gebet. 1.Timotheus 4,3-5

Die Gläubigen sind auch frei in ihrer Entscheidung für ein bewußtes Leben mit Jeschua Christus und der Bibel. Damit gehören sie freiwillig zu einer christlichen Gemeinde, deren Mitte Jeschua Christus ist. Sie sind frei ihre Gemeinde zu verlassen und eine andere Gemeinde zu besuchen. Auch lassen sie sich nicht von Gemeindeleiter unter druck setzen oder manipulieren.

Gottes Gerechtigkeit kann nicht durch das Halten des Gesetzes erlangt werden kann, sondern »durch Glauben an Christus«. Siehe hierzu Kapitel 3.1 bis 3.4 Gerecht durch den Glauben und den Artikel Jeschua Christus hat die Gesetze für uns erfüllt

1.9 Wir sind in der Welt aber nicht von der Welt

 Zwar leben wir als Christen noch in dieser Welt, die noch immer Herrschaftsbereich des Satans ist, wir leben aber nicht mehr unter seiner Herrschaft. Jeschua bezeichnet den Stand seiner Jünger als in der Welt, doch nicht von der Welt:
Wäret ihr von der Welt, so hätte die Welt das Ihre lieb. Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt. Johannes 15,19
Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin. Johannes 17,16
Ich bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Johannes 17,11

Wir sind zur Freiheit berufen um für Jeschua zu leben, wir haben aber nicht die Freiheit mit der Welt zu leben:
Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters. Denn alles, was in der Welt ist, des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffärtiges Leben, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt. Und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit. 1.Johannes 2,15-17
Wisst ihr nicht, dass Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit Gott ist? Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein. Jakobus 4,4
Seht zu, dass euch niemand einfange durch Philosophie und leeren Trug, gegründet auf die Lehre von Menschen und auf die Mächte der Welt und nicht auf Christus. Kolosser 2,8
Wenn ihr nun mit Christus den Mächten der Welt gestorben seid, was lasst ihr euch dann Satzungen auferlegen, als lebtet ihr noch in der Welt. Kolosser 2,20
Denn wenn sie durch die Erkenntnis unseres Herrn und Heilands Jeschua Christus entflohen sind dem Unrat der Welt, werden aber wiederum in diesen verstrickt und von ihm überwunden, dann ist's mit ihnen am Ende ärger geworden als vorher. 2.Petrus 2,20

Der Herr hat die Welt für uns überwunden und da er in uns ist können auch wir durch ihn die Welt überwinden:
Das habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, bich habe die Welt überwunden. Johannes 16,33

Wir haben den Geist aus Gott empfangen und sind Kinder Gottes, so dass wir ohne Tadel und Makel in dieser Welt leben können ohne der verdorbenen und verkehrten Welt teilhaftig zu werden und uns von der Welt unbefleckt halten können:
Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, dass wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist. 1.Korinther 2,12
Tut alles ohne Murren und ohne Zweifel, damit ihr ohne Tadel und lauter seid, Gottes Kinder, ohne Makel mitten unter einem verdorbenen und verkehrten Geschlecht, unter dem ihr scheint als Lichter in der Welt, dadurch dass ihr festhaltet am Wort des Lebens. Philipper 2,14-16
Durch sie sind uns die teuren und allergrößten Verheißungen geschenkt, damit ihr dadurch Anteil bekommt an der göttlichen Natur, die ihr entronnen seid der verderblichen Begierde in der Welt. 2.Petrus 1,4
Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen und sich selbst von der Welt unbefleckt halten. Jakobus 1,27

In der Zeit, die uns der Herr in diesem irdischen Leben noch schenkt, trachten wir nach dem himmlischen Jerusalem. Denn wir sind wohl in der Welt, aber nicht von der Welt, sondern von oben her geboren. So sehnen wir uns allezeit danach, in die Herrlichkeit des Herrn aufgenommen zu werden:
Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel; woher wir auch erwarten den Heiland, den Herrn Jeschua Christus, der unsern nichtigen Leib verwandeln wird, daß er gleich werde seinem verherrlichten Leibe nach der Kraft, mit der er sich alle Dinge untertan machen kann. Philipper 3,20-21
Sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu den vielen tausend Engeln, und zu der Versammlung und Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel aufgeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten und zu dem Mittler des neuen Bundes, Jeschua, und zu dem Blut der Besprengung, das besser redet als Abels Blut. Hebräer 12,22-24
Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. So laßt uns nun durch ihn Gott allezeit das Lobopfer darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen. Hebräer 13,14-15

1.10 Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!

 Selig sind, die nicht sehen und doch glauben! Johannes 20,29
Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht; ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn ihr das Ziel eures Glaubens erlangt, nämlich der Seelen Seligkeit. 1.Petrus 1,8-9

Jeschua sah die Zeit voraus, in der er für die Gläubigen nicht mehr anwesend zu sehen war, sondern er durch den Heiligen Geist in ihnen wohnen würde. Nachdem Jeschua für immer zum Vater aufgefahren war, glaubten alle Christen, ohne den auferstandenen Herrn gesehen zu haben. Jeschua verkündete denen einen besonderen Segen, die ohne das den Jüngern gewährte Vorrecht glauben würden.

1.11 Gott für unseren Bruder, der sündigt, bitten

Lese hierzu auch die folgend aufgeführten Artikel über Sünde:
Nur der Sohn Gottes, der ohne Sünde ist, konnte die Sünden der Menschen tilgen
Der Sünde Sold ist der Tod aber Christus Jeschua ist das ewige Leben

Gottes Lamm trägt der Welt Sünde
Der unsre Sünde selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz
Christus hat durch sein eigenes Opfer die Sünde aufgehoben

Den Herrn und deinen Gott nicht lieben, ist Sünde

Wenn jemand seinen Bruder sündigen sieht, eine Sünde nicht zum Tode, so mag er bitten und Gott wird ihm das Leben geben – denen, die nicht sündigen zum Tode. Es gibt aber eine Sünde zum Tode; bei der sage ich nicht, dass jemand bitten soll. Jede Ungerechtigkeit ist Sünde; aber es gibt Sünde nicht zum Tode. 1.Johannes 5,16-17
Welche Sünde, die zum Tode führt, ist hier gemeint? Johannes sagt, dass es
eine Sünde zum Tode gibt. Und diese "eine Sünde" sagt uns Jeschua in Matthäus 12,22-32:
Darum sage ich euch: Alle Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben; aber die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben. Und wer etwas redet gegen den Menschensohn, dem wird es vergeben; aber wer etwas redet gegen den Heiligen Geist, dem wird's nicht vergeben, weder in dieser noch in jener Welt. Siehe auch Markus 3,28-30 und Lukas 12,10.
Diese Sünde führt zum physischen und ewigen Tod.

Eine andere Sünde die zum physischen Tode führen kann, ist "Gott und den Heiligen Geist belügen":
In Apostelgeschichte 5,1-11 wird von Hananias und seiner Frau berichtet, dass sie einen Acker verkauften, aber Hananias hielt mit Wissen seiner Frau etwas von dem Geld zurück und brachte nur einen Teil den Aposteln. Sie behaupteten den Acker für diesen Preis verkauft zu haben. Petrus warf ihnen vor, dass der Satan ihre Herzen erfüllt hatte, sodass sie Gott und den Heiligen Geist belogen haben
. Beide fielen zu Boden,
starben und wurden begraben.

Folgender Kommentar zu "Es gibt aber eine Sünde zum Tode" wurde dem ERF Glaubens-FAQ Artikel "Die Grenze seiner Gnade" mit einigen Wort- und Satzänderungen entnommen:
Gottes Liebe ist unendlich groß. Schließlich opferte er seinen einzigen Sohn aus Liebe zu uns, und hat uns von Schuld und Sünde befreit. Und dennoch hat seine Liebe Grenzen. Dies wird uns in einigen Bibelstellen gezeigt, die selbst langjährige Christen verunsichern: Was ist die Sünde gegen den Heiligen Geist, die nicht vergeben wird? Wenn ich jemandem nicht vergeben kann, wird Gott mir auch nicht vergeben? Kann ich verloren gehen, weil ich einmal mutwillig gesündigt habe?
Die Bibel macht eine Unterscheidung zwischen einer Sünde, die „zum Tod führt“ und anderen Sünden, die „nicht zum Tod“ führen. Anders ausgedrückt: Gott vergibt dem Menschen jede erdenkliche Sünde, außer eine: Diese führt unweigerlich dazu, dass ein Mensch verloren geht. Es gibt also Grenzen der Vergebung. Doch was hat es damit auf sich: Wie schlimm muss eine Sünde sein, die Gott nicht vergibt?
Eine Stelle, in der so eine Grenze beschrieben wird, ist Matthäus 12,22-32 (vgl. Markus 3,22-30 und Lukas 12,10). Die Bibelstelle schildert eine Auseinandersetzung zwischen Jeschua und den Pharisäern, nachdem Jeschua einen Mann geheilt und von einem Dämon befreit hatte. Die Pharisäer behaupten, Jeschua treibe die bösen Geister im Namen des Satans aus. Sprich: Jeschua stehe mit dem Teufel in einem Bund. Eine harte Anklage. Jeschua antwortet daraufhin mit den besagten Worten: „Darum sage ich euch: Alle Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben;
aber die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben. Und wer etwas redet gegen den Menschensohn, dem wird es vergeben; aber wer etwas redet gegen den Heiligen Geist, dem wird's nicht vergeben, weder in dieser noch in jener Welt.“ (Matthäus 12,31-32)
Jeschua macht hier erst einmal eine total positive Aussage, über die wir uns freuen dürfen: Er vergibt dem Menschen jede erdenklich Sünde. Sogar, wenn jemand „gegen den Menschensohn“ redet, also über Jeschua selbst lästert. Es gibt lediglich eine Ausnahme: Demjenigen, der
„redet gegen den Heiligen Geist“, wird nicht vergeben werden. Was bedeutet das?
Die Pharisäer hatten das Wirken des Heiligen Geistes mit eigenen Augen gesehen und erlebt. Sie wussten, dass dieses Wunder nur durch Gottes Kraft geschehen sein konnte. Und doch leugneten sie es öffentlich, willentlich und entgegen jeder Logik. Wer das Wirken des Heiligen Geistes so offensichtlich erlebt wie die Pharisäer und es dennoch als das Werk Satans bezeichnet, der begeht die
„Sünde gegen den Heiligen Geist“.

Habe ich die Sünde gegen den Heiligen Geist begangen?:
Wer sich ängstlich fragt, ob er die Sünde gegen den Heiligen Geist begangen hat, kann sich entspannen. Er hat sie mit ziemlicher Sicherheit nicht begangen. Sein Herz ist offensichtlich noch empfindsam für die eigene Sünde. Denn: Die Sünde gegen den Heiligen Geist ist keine einzelne Tatsünde, die jemand sogar unbewusst begeht. Es handelt sich vielmehr um eine boshafte Herzenseinstellung eines Menschen, der Gott ablehnt und sein Handeln dem Satan zuschreibt. Wer sein Herz so verhärtet hat, interessiert sich gar nicht dafür, ob er die Sünde begangen hat.
Wer mutwillig sündigt:
Ähnlich verhält es sich mit der Stelle aus Hebräer 10. Um den Zusammenhang zu wahren, ist es sinnvoll, das ganze Kapitel, vor allem die Verse 26-31, nachzulesen. Zentral geht es um Hebräer 10,26: „Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, haben wir hinfort kein andres Opfer mehr für die Sünden.“
Das griechische Wort, das mit mutwillig übersetzt wurde, lautet hekousios und bedeutet vorsätzlich, willentlich oder freiwillig. Zudem steht das Wort im Präsens, was bedeutet, dass es sich um eine andauernde Handlung handelt. Diese Übersetzung stellt mich vor ein Problem: Denn wenn ich sündige, ist mir das sehr wohl bewusst. Außerdem sündige ich immer wieder. Demnach könnte niemand gerettet werden. Mutwillig muss hier also noch etwas anderes beinhalten.
Die darauffolgenden Verse bringen Licht ins Dunkel (vgl. Hebräer 10,29). Sie machen klar, dass es sich um eine Person handelt, die die Botschaft Jeschua verstanden und als Wahrheit erkannt hat, aber sie dennoch ablehnt, sogar verachtet:
Es handelt sich nicht um eine einzelne Tat, sondern um einen Zustand.
Diese Person unterscheidet sich in zwei Punkten von einem Nachfolger Jeschua: Zum einen kämpft sie nicht mehr gegen die Sünde. Zum anderen hat die Person Gefallen an der eigenen Boshaftigkeit (vgl. Römer 1,18-32). Ein Nachfolger Jeschua leidet jedoch an der eigenen Schuld und hat den Wunsch sie loszuwerden. Die Person, die im Hebräerbrief beschrieben ist, hat sich also bewusst von Gott abgewendet. Die Bibelstelle steht also in direktem Zusammenhang mit der „
Sünde gegen den Heiligen Geist“.
Auch für diese Stelle gilt: Wer Reue über seine Schuld empfindet, hat diese Sünde sicher nicht getan. Er darf Hebräer 10,26 dennoch ernst nehmen. Denn es ist eine Warnung an alle Christen, nicht leichtfertig mit der Sünde umzugehen. Niemand kehrt von heute auf morgen seinem Glauben den Rücken. Es ist meist ein schleichender Prozess, der ganz unauffällig damit beginnt, dass jemand nachlässig wird und über Sünde hinwegsieht.

Die Wichtigkeit von Vergebung:
Die letzte Grenze, die beispielhaft aufgegriffen werden soll, betrifft nicht die eigene, sondern fremde Schuld. In Matthäus 6,14-15 sagt Jeschua: „Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.“ (vgl. auch: Matthäus 18,23-35; Lukas 6,36-38) Siehe hierzu auch unsere Artikel "Die Wichtigkeit von Vergebung" & "Vergebung Heilung Befreiung"

1.12 Tod oder Leben stehen in der Zunge Gewalt!

Das gesprochene Wort kann Leben oder Tod hervorbringen:
Einem Mann wird vergolten, was sein Mund geredet hat, und er wird gesättigt mit dem, was seine Lippen ihm einbringen. Tod und Leben stehen in der Zunge Gewalt; wer sie liebt, wird ihre Frucht essen. Sprüche 18,20-21
Die Frucht unserer Worte bedeutet Tod oder Leben und wir werden die Früchte unserer Worte ernten. Frucht kommt von Samen, der gesät wurde. Unsere Worte sind Samen, die wir säen.

Im Jakobusbrief wird die Zunge mit einem Feuer verglichen:
Auch die Zunge ist ein Feuer, eine Welt voll Ungerechtigkeit. So ist die Zunge unter unsern Gliedern: sie befleckt den ganzen Leib und zündet die ganze Welt an und ist selbst von der Hölle entzündet. Jakobus 3,6
Die Zunge ist ein Feuer; eine Welt der Ungerechtigkeit, und kann den ganzen Lauf des Daseins entzünden. Unser ganzes Leben oder das Leben anderer kann dadurch entzündet werden. Ehen, das geistliche Leben oder die Gesundheit können durch unsere gesprochenen Worte niederbrennen. Jakobus sagt, wenn das geschieht „dann ist die Zunge vom Feuer der Hölle entzündet worden.“

Unsere Zunge bestimmt die Richtung unseres Lebens:
Denn wir verfehlen uns alle mannigfaltig. Wer sich aber im Wort nicht verfehlt, der ist ein vollkommener Mann und kann auch den ganzen Leib im Zaum halten. Wenn wir den Pferden den Zaum ins Maul legen, damit sie uns gehorchen, so lenken wir ihren ganzen Leib. Siehe, auch die Schiffe, obwohl sie so groß sind und von starken Winden getrieben werden, werden sie doch gelenkt mit einem kleinen Ruder, wohin der will, der es führt. So ist auch die Zunge ein kleines Glied und richtet große Dinge an. Siehe, ein kleines Feuer, welch einen Wald zündet's an! Jakobus 3,2-5
So bestimmt unsere Zunge die Richtung unseres Lebens. Wenn du den Verlauf deines Lebens nicht magst, setze das Ruder in eine andere Richtung. Sei weise und verwende Gottes Kenntnisse, Worte der Erkenntnis Gottes, das Wort Gottes. Wir müssen göttliche Erkenntnisse aussprechen, dann werden wir Früchte des Lebens ernten. Das Wort Gottes ist Geist und ist Leben.

Die Bibel, Gottes Wort, wird unvergänglicher Same genannt. Wenn Gottes Wort kommt, dann in Samenform. Jeschua sagte: „Der Sämann sät das Wort.“ Er vergleicht die Predigt des Evangeliums mit einem Sämann, der Samen in den Boden des menschlichen Herzens sät. Wir sollten Samen für eine gute Ernte im Leben unserer Kinder, unserer Ehe und Zukunft säen.

Aus dem Schatz und der Fülle des Herzens soll unser Mund reden:
Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens; und ein böser bringt Böses hervor aus dem bösen. Denn wes das Herz voll ist, des geht der Mund über. Lukas 6,45
Die Fülle des Herzens kommt von der Fülle Christi. Diese Fülle bekommen wir nur, wenn wir ein reines, brennendes Herz für Jeschua und Sein Wort haben (unser Schatz). Lass dein Herz von Jeschua reinigen und mit frischem Feuer füllen, so wird auch dein Mund und deine Zunge Worte des Lebens aussprechen. Wir alle sagen mal falsche Dinge.
Der Jakobusbrief sagt, dass der Mensch, der seine Zunge beherrscht, reif ist, auch den Leib zu beherrschen:
Denn wir verfehlen uns alle mannigfaltig. Wer sich aber im Wort nicht verfehlt, der ist ein vollkommener Mann und kann auch den ganzen Leib im Zaum halten. Jakobus 3,2

Die Zunge der Weisen bringt gute Erkenntnis, breitet Einsicht aus, und ist ein Baum des Lebens:
Der Weisen Zunge bringt gute Erkenntnis; aber der Toren Mund speit nur Torheit. Die Augen des HERRN sind an allen Orten, sie schauen auf Böse und Gute. Eine linde Zunge ist ein Baum des Lebens; aber eine lügenhafte bringt Herzeleid. Der Tor verschmäht die Zucht seines Vaters; wer aber Zurechtweisung annimmt, ist klug. In des Gerechten Haus ist großes Gut; aber in des Gottlosen Gewinn steckt Verderben. Der Weisen Mund breitet Einsicht aus; aber der Toren Herz ist nicht recht. Der Gottlosen Opfer ist dem HERRN ein Greuel; aber das Gebet der Frommen ist ihm wohlgefällig. Des Gottlosen Weg ist dem HERRN ein Greuel; wer aber der Gerechtigkeit nachjagt, den liebt er. Den Weg verlassen bringt böse Züchtigung, und wer Zurechtweisung haßt, der muß sterben. Sprüche 15,2-10
Die Zunge der Weisen breitet Gottes gutes Wort aus, die wir in Gottes Buch, der Bibel, finden. Wir müssen göttliche Weisheit aussprechen und unsere Mitmenschen werden Weisheit, Einsicht und Erkenntnis bekommen. Wenn wir gegen die Weisheit Gottes sprechen, sprechen wir gegen die Bibel und ernten schlechte Ergebnisse.

Auch sollten wir unsere Mitmenschen im Glauben segnen, besonders unsere Familie. Wir glauben, dass die unsichtbaren geistlichen Segnungen absolut sicher und real sind. »Glaube« ist Vertrauen auf die Vertrauenswürdigkeit Gottes. Es ist die Überzeugung, dass das, was Gott sagt, wahr ist, und dass seine Verheißungen sich erfüllen werden. Wir wollen, dass unsere Familie gesegnet ist, wir eine gute Ehe und eine gute Zukunft haben, dass wir gesund sind, gute Beziehungen haben; dann segnen wir sie und sprechen diese Dinge aus. Da ist Kraft in unseren Worten. Segen und Leben.

Wir werden uns alle für ein jedes Wort, das wir geredet haben, vor dem Herrn und Gott verantworten müssen:
Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über. Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens; und ein böser Mensch bringt Böses hervor aus seinem bösen Schatz. Ich sage euch aber, dass die Menschen Rechenschaft geben müssen am Tage des Gerichts von jedem nichtsnutzigen Wort, das sie geredet haben. Aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden, und aus deinen Worten wirst du verdammt werden. Matthäus 12,34-37

1.12.1 Achte auf deine Gedanken und du wirst gute Worte aussprechen!
Siehe auch 10.4.7 So wie Jeschua gute Worte aussprechen

Die meisten Worte die wir aussprechen haben ihren Ursprung in unseren Gedanken. Säen wir einen Gedanken, ernten wir eine Handlung.
Wenn wir unsere Gedanken unter dem Gehorsam Christi befehlen, können wir sicher sein, dass der Herr in uns zum Durchbruch kommt, und er uns zu guten Gedanken führt.

Unsere geistlichen Waffen gegen unsere schlechten Gedanken:
Denn die Waffen unsres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerstören. Wir zerstören damit Gedanken und alles Hohe, das sich erhebt gegen die Erkenntnis Gottes, und nehmen gefangen alles Denken in den Gehorsam gegen Christus. 2.Korinther 10,4-5
Das Wort Gottes ist unsere geistliche Waffe:
Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. Hebräer 4,12
Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen, und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes. Epheser 6,16-17
Das Wort Gottes ist für uns die Weisung um zu erkennen, ob wir im Willen Gottes stehen und danach handeln. Lass den Heiligen Geist dein Herz erforschen, und unterstelle dein Herz, deinen Geist, deine Gedanken und deinen Willen dem Wort Gottes und dem Reden des Heiligen Geistes. So wirst du den Reichtum Seiner Herrlichkeit erkennen, und stark werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen.

Nimm dir heute Zeit, deine Gedanken zu überprüfen. Hängst du Gedanken nach, die zu Worten führen, die Gott keine Ehre machen? Wenn dem so ist, dann gib diese Gedanken Gott und bitte ihn, dass er dir hilft, Gedanken zu denken, die zu guten und ihm wohlgefälligen Worten führen.

Denke und sage in deinen Nöten und Anfechtungen Positives, z. B.: "Ich verstehe nicht, wie es werden wird, aber ich weiß, Gott liebt mich und Liebe versagt nie. Er würde mich nie verlassen oder versäumen. Die Sache wird gut ausgehen, denn alles liegt in Gottes Hand und ich vertraue Gott, meinem Vater, von ganzem Herzen. Ich bin Sein Kind und Er ist ein liebender, vollkommener Vater. Abba, lieber Vater, ich liebe dich und vertraue Dir in allem, denn alles Gute kommt von Dir. Du bist der Anfänger und Vollender meines Glaubens und Lebens. Hilf mir gute Gedanken zu haben und Worte des Lebens auszusprechen. Amen.“

Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden; und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jeschua. Philipper 4,6-7
Wenn wir beten, müssen wir mit dem Beten fortfahren, bis der Friede Gottes die Kontrolle über unsere Herzen und Gedanken übernimmt. Wenn wir die Antwort auf unser Flehen erhalten, haben wir die Gewißheit in unserem Herzen, daß Gott unsere Gebete beantwortet hat. Er gibt Frieden und Freude als Beweis. Keine Furcht, Unruhe oder Sorge bleibt, und dann müssen wir anfangen, Ihm, der unser Gebet beantwortet hat, Dank zu geben.

1.13 Der Herr kennt alle unsere Gedanken & Worte und sieht unsere Wege

Wir sollten uns immer bewußt sein, dass der HERR jedes unserer Worte und Gedanken kennt bevor wir sie ausssprechen. So werden wir bewahrt schlechte Worte auszusprechen.
Der HERR sieht auch alle unsere Wege, deshalb sollten wir ihn im Gebet fragen, ob unsere Wege auch seine Wege sind und ihm unsere Wege anvertrauen:
HERR, du erforschest mich und kennest mich. Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne. Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege. Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht schon wüsstest. Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. Psalm 139,1-5

Der Herr kennt die Seinen:
Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich. Johannes 10,14
Aber der feste Grund Gottes besteht und hat dieses Siegel: Der Herr kennt die Seinen; und: Es lasse ab von Ungerechtigkeit, wer den Namen des Herrn nennt.
2.Timotheus 2,19

Jeschua ist der Weg. Folge seinem Weg den er in seinem irdischen Leben gegangen ist, so wirst du in der Wahrheit des Herrn gehen und das wahre Leben haben und weiter geben damit andere zum Vater kommen:
Jeschua spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. Johannes 14,6

Gott kennt die Herzen der Menschen und wenn die Menschen unsere Worte des Lebens hören und glauben, so wird ihnen von Gott der Heilige Geist gegeben wie uns:
... dass durch meinen Mund die Heiden das Wort des Evangeliums hörten und glaubten. Und Gott, der die Herzen kennt, hat es bezeugt und ihnen den Heiligen Geist gegeben wie auch uns. Apostelgeschichte 15,8

2. Der gute Hirte

Denn ihr wart wie die irrenden Schafe; aber ihr seid nun bekehrt zu dem Hirten und Bischof eurer Seelen. 1.Petrus 2,25
Vor unserer Bekehrung gingen wir »in die Irre wie Schafe«, verloren, zerrissen, übel zugerichtet, mit blutigen Wunden. Dass Petrus uns hier als verlorene »Schafe« darstellt, ist die Bezugnahme auf Jesaja 53,6:
Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn.

Schon im Alten Testament wird der HERR als unser guter Hirte beschrieben. Er sorgt in allem für uns, so dass wir unser Leben lang keinen Mangel haben. Er ist der gute Hirte in Ewigkeit:
Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar. Psalm 23,1-6

2.1 Der gute Hirte der Schafe

Der aber zur Tür hineingeht, der ist der Hirte der Schafe. Dem macht der Türhüter auf, und die Schafe hören seine Stimme; und er ruft seine Schafe mit Namen und führt sie hinaus. Und wenn er alle seine Schafe hinausgelassen hat, geht er vor ihnen her, und die Schafe folgen ihm nach; denn sie kennen seine Stimme. Einem Fremden aber folgen sie nicht nach, sondern fliehen vor ihm; denn sie kennen die Stimme der Fremden nicht. ... Da sprach Jeschua wieder: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen. Alle, die vor mir gekommen sind, die sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben ihnen nicht gehorcht. Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden. Ein Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und umzubringen. Ich bin gekommen, damit sie das Leben und volle Genüge haben sollen. Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. Johannes 10,2–11

Jeschua kommt nicht nur durch die Tür und erweist sich damit als rechtmäßiger Hirte, er selbst ist in Person der einzig rechtmäßige Zugang. Aber auch für die Schafe gilt, dass Jeschua in Person die Tür ist. Nur in ihm steht der Zugang zu Gott und zum (ewigen) Leben offen. Als guter Hirte erweist sich Jeschua dadurch, dass er sein Leben für das Leben der Schafe einsetzt, ja hingibt (lässt), und dadurch, dass er mit den Schafen in einer Weise vertraut und verbunden ist, die an das Geheimnis seiner eigenen Existenz, nämlich seine Verbundenheit mit dem Vater, rührt, ja ihr an Tiefe genau entspricht (V. 14–15). So ist Jeschua »der« Hirte, in dem Gott selbst sich um seine Herde kümmert.

Die Lebenshingabe Jeschua geschieht »spontan« und in der souveränen Vollmacht dessen, der sich das Leben auch wieder zu nehmen vermag. Beides aber, Hingeben und Wiedernehmen des Lebens, entspricht zugleich einem Gebot, d.h. Auftrag des Vaters, ist Tat des Gehorsams und nur als solche für den Sohn vollziehbar. Vollmacht und Gehorsam des Sohnes schließen sich nicht aus; in ihrer Verbundenheit zeigen sie, wie sehr der Sohn im Innersten mit dem Vater eins ist.
Die Folge und Frucht der Lebenshingabe Jeschua ist eine Gemeinde aus Juden und Nichtjuden.

2.2 Der gute Hirte kennt die Seinen und lässt Sein Leben für die Schafe

Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. ... Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich mein Vater kennt und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe. Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden. Darum liebt mich mein Vater, weil ich mein Leben lasse, dass ich's wieder nehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich selber lasse es. Ich habe Macht, es zu lassen, und habe Macht, es wieder zu nehmen. Dies Gebot habe ich empfangen von meinem Vater.Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich mein Vater kennt und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe. Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden. Darum liebt mich mein Vater, weil ich mein Leben lasse, dass ich's wieder nehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich selber lasse es. Ich habe Macht, es zu lassen, und habe Macht, es wieder zu nehmen. Dies Gebot habe ich empfangen von meinem Vater. Johannes 10,11–18
Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Mein Vater, der mir sie gegeben hat, ist größer als alles, und niemand kann sie aus des Vaters Hand reißen. Ich und der Vater sind eins. Johannes 10,27–30

Als guter Hirte erweist sich Jeschua dadurch, dass er sein Leben für das Leben der Schafe einsetzt, ja hingibt (lässt), und dadurch, dass er mit den Schafen in einer Weise vertraut und verbunden ist, die an das Geheimnis seiner eigenen Existenz, nämlich seine Verbundenheit mit dem Vater, rührt, ja ihr an Tiefe genau entspricht. So ist Jeschua »der« Hirte, in dem Gott selbst sich um seine Herde kümmert. in der souveränen Vollmacht dessen, der sich das Leben auch wieder zu nehmen vermag. Beides aber, Hingeben und Wiedernehmen des Lebens, entspricht zugleich einem Gebot, d.h. Auftrag des Vaters, ist Tat des Gehorsams und nur als solche für den Sohn vollziehbar. Vollmacht und Gehorsam des Sohnes schließen sich nicht aus; in ihrer Verbundenheit zeigen sie, wie sehr der Sohn im Innersten mit dem Vater eins ist. Wer aber einmal zur Gemeinde gehört, der steht unter dem besonderen und starken Schutz des Vaters wie des von ihm gesandten Hirten Jeschua; die Hand des einen ist die des anderen; Jeschua und der Vater sind eins. Die anderen Schafe, die nicht aus dem Stall Israels sind, sind die Gläubigen aus den Völkern.

2.3 Die Schafe hören auf die Stimme des Hirten

Der Herr kann in unserem Herzen zu uns sprechen: Siehe Mein Zeugnis: Gott hat mir offenbart "Jeschua Christus ist vom Tode auferstanden". Sowie in Träumen oder hörbar zu uns sprechen.
Wir kennen seine Stimme, denn seine Stimme ist voller Liebe und sie ist sanftmütig, so dass unser Herz mit seinem Frieden erfüllt ist und wir dadurch ohne Zweifel erkennen können, dass es seine Stimme ist.
Wenn wir die Stimme des Herrn hören, dann sollten wir ihm in allem treu nachfolgen:
Der aber zur Tür hineingeht, der ist der Hirte der Schafe. Dem macht der Türhüter auf, und die Schafe hören seine Stimme; und er ruft seine Schafe mit Namen und führt sie hinaus. Und wenn er alle seine Schafe hinausgelassen hat, geht er vor ihnen her, und die Schafe folgen ihm nach; denn sie kennen seine Stimme. Johannes 10,2-4

Auch die Gläubigen aus den Nationen hören seine Stimme und sie werden mit den Gläubigen aus Israel eine Herde sein:
Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden. Johannes 10,16
Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.
Johannes 10,27-28

Wenn wir die Stimme des Herrn hören wollen, dann müssen wir auch in der Wahrheit des Wortes Gottes sein:
Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme.
Johannes 18,37

Nachfolgend einige Bibelverse in der die Jünger Jeschuas die Stimme des Herrn hörbar vernahmen:
Als er noch so redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke. Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören! Matthäus 17,5
Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm kam von der großen Herrlichkeit: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Und diese Stimme haben wir gehört vom Himmel kommen, als wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge.
2.Petrus 1,17-18
Es geschah aber, als ich dorthin zog und in die Nähe von Damaskus kam, da umleuchtete mich plötzlich um die Mittagszeit ein großes Licht vom Himmel. Und ich fiel zu Boden und hörte eine Stimme, die sprach zu mir: Saul, Saul, was verfolgst du mich? Ich antwortete aber: Herr, wer bist du? Und er sprach zu mir: Ich bin Jeschua von Nazareth, den du verfolgst.
Apostelgeschichte 22,6-8

Wir sollen der Stimme des Herrn gehorchen:
Darum, wie der Heilige Geist spricht (Psalm 95,7-11): »Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht, wie es geschah bei der Verbitterung am Tage der Versuchung in der Wüste. Hebräer 3,7-8

2.4 Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin

Nun aber komme ich zu dir und rede dies in der Welt, damit meine Freude in ihnen vollkommen sei. Ich habe ihnen dein Wort gegeben und die Welt hat sie gehasst; denn sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin. Ich bitte dich nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen. Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin. Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit. Wie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie auch in die Welt. Ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie geheiligt seien in der Wahrheit. Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst. Johannes 17,13–23

In Jeschua Christus sind wir hineingenommen in einen neuen, heiligen Lebensraum, und sind dadurch der gottfeindlichen Welt gegenüber zu Fremden geworden. Jeschua erste Bitte richtet sich darauf, dass der Vater sie bewahrt. Sie müssen der Isolation in dieser Welt und dem Hass dieser Welt standhalten und dürfen sich nicht deren gottlosem Wesen anpassen.
Wahrheit ist die durch Jeschua erschlossene Wirklichkeit Gottes, zugänglich gemacht im Wort Jeschua, welches Gottes eigenes Wort ist. Wir sollen ganz in sie (bzw. in es) hineingezogen und von ihr (bzw. ihm) durchdrungen werden (heiligen). Das ist als Zurüstung für unseren Dienst in der Welt unerlässlich - für uns wie auch für Jeschua selbst. Wir haben eine Aufgabe und Verpflichtung gegenüber der Welt und wir uns nicht in uns selbst gegenüber den Verlorenen abschließen dürfen. Jeschua Selbstheiligung für uns, d.h. seine Selbsthingabe an Gott zugunsten uns und stellvertretend für uns, geschieht in seinem Sterben am Kreuz. Gerade hierdurch werden wir geheiligt für unseren Dienst an der Welt.
Die Einheit der Gläubigen untereinander soll der Ausweis ihrer Gemeinschaft mit Gott sein und soll ihre Verkündigung, die zu dieser Gemeinschaft einlädt, der Welt gegenüber glaubhaft und anziehend machen. Die Gemeinschaft der Gläubigen hat darin ihren Grund, dass Vater und Sohn miteinander eins sind und die Gläubigen durch Jeschua in diese Einheit aufgenommen sind. Indem die Gemeinde aus dieser Einheit lebt und sie ihrerseits in ihrem Miteinander realisiert, bestätigt sie die Wahrheit des Anspruchs Jeschua und sie offenbart das durch Jeschua zugänglich gewordene Heil. Herrlichkeit ist das, was Jeschua in seiner Auferstehung vom Vater erwartet. Die Jünger werden an Ostern daran Anteil erhalten. Für Jeschua ist dies so gewiss und gegenwärtig, dass er davon sprechen kann, als sei es schon geschehen.

2.5 Mein Reich ist nicht von dieser Welt

Jeschua antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden darum kämpfen, dass ich den Juden nicht überantwortet würde; nun aber ist mein Reich nicht von dieser Welt. Da fragte ihn Pilatus: So bist du dennoch ein König? Jeschua antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme. Johannes 18,36-37

Das Reich Jeschuas steht nicht mit irdischen politischen und nationalen Dingen in Verbindungt und hat seinen Ursprung auch nicht in diesem bösen Weltsystem, welches sich im Aufstand gegen Gott befindet. Wenn sein Reich von dieser Welt gewesen wäre, hätte er gekämpft. Die Königreiche dieser Welt erhalten sich durch Gewalt aufrecht. Das messianische Königreich entsteht nicht durch die Anstrengungen des Menschen, sondern indem der Sohn des Menschen die Sünde im Leben der Seinen eindrucksvoll und entscheidend besiegt und eines Tages bei seinem zweiten Kommen das böse Weltsystem bezwingt, dann, wenn er die irdische Form seines Reiches aufrichtet. Sein Reich war keine Bedrohung für die nationale Identität Israels oder die politische und militärische Identität Roms. Es existiert in einer geistlichen Dimension bis zum Ende des Zeitalters.
Als Erwiderung auf Jeschua's Antwort »dass er die Wahrheit bezeugen soll« reagierte Pilatus mit phrasenhaftem Zynismus, in der Überzeugung, dass es auf diese Frage keine Antwort gibt: Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahrheit? Johannes 18,38. Seine scharfe Erwiderung bewies, dass er nicht zu denen gehörte, die der Vater dem Sohn gegeben hatte: »Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme«
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2.6 Der Herr ist unser Hirte in Ewigkeit

Weder Hunger noch Durst wird sie jemals mehr quälen. Die Sonne wird nicht mehr auf sie herabbrennen, und sie werden keiner Gluthitze mehr ausgesetzt sein. Denn das Lamm, das du in der Mitte stehen siehst, dort, wo der Thron ist, wird ihr Hirte sein und sie zu den Quellen führen, aus denen das Wasser des Lebens fließt. Und Gott wird alle ihre Tränen abwischen. Offenbarung 7,16–17 Neue Genfer Übersetzung 2013
Wir werden ein ewiges Leben bei unserem Herrn, dem guten Hirten, haben. Auf der neuen Erde, im neuen himmlischen Jerusalem werden wir kein Leid und keine Qual mehr haben.

3. Gerecht, Gerechtigkeit

Ich habe bei mir selbst geschworen, und Gerechtigkeit ist ausgegangen aus meinem Munde, ein Wort, bei dem es bleiben soll: Mir sollen sich alle Knie beugen und alle Zungen schwören und sagen: Im HERRN habe ich Gerechtigkeit und Stärke. Jesaja 45,23-24
Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass ich dem David einen gerechten Spross erwecken will. Der soll ein König sein, der wohl regieren und Recht und Gerechtigkeit im Lande üben wird. Zu seiner Zeit soll Juda geholfen werden und Israel sicher wohnen. Und dies wird sein Name sein, mit dem man ihn nennen wird: »Der HERR unsere Gerechtigkeit«. Jeremia 23,5-6
Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt. 2.Timotheus 3,16-17

3.1 Gerecht allein durch den Glauben

Ich rede aber von der Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jeschua Christus zu allen, die glauben. Denn es ist hier kein Unterschied: sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jeschua geschehen ist. Den hat Gott für den Glauben hingestellt als Sühne in seinem Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit, indem er die Sünden vergibt, die früher begangen wurden in der Zeit seiner Geduld, um nun in dieser Zeit seine Gerechtigkeit zu erweisen, dass er selbst gerecht ist und gerecht macht den, der da ist aus dem Glauben an Jeschua. Wo bleibt nun das Rühmen? Es ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? Durch das Gesetz der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens. So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben. Römer 3,22–28

Gott schenkt seine Gerechtigkeit allen die glauben, seien es Juden oder Heiden, weil alle Menschen ohne Ausnahme kläglich scheitern und dem Maßstab Gottes nie genügen.
Durch die Gerechtigkeit vor Gott bekommt der Gläubige die Vergebung der Sündenschuld und -strafe und das Zurechnen bzw. Verleihen der Gerechtigkeit Christi von Gott zugerechnet. Dadurch erhält der Gläubige die positive Gerechtigkeit, die er braucht, um von Gott angenommen zu werden. Gott erklärt einen Sünder allein auf der Grundlage der Verdienste von Christi Gerechtigkeit als gerecht. Die Sünden des Gläubigen rechnete Gott Christus an, als er den Opfertod am Kreuz starb und er rechnet Jeschua vollkommenen Gehorsam gegenüber dem Gesetz dem gläubigen Christen an. Der Sünder empfängt dieses Geschenk der Gnade Gottes allein durch Glauben.
Das Erlösungswerk Gottes wird durch die Fleischwerdung des eingeborenen Sohnes Gottes, Jeschua, sein sündloses Leben und seinen stellvertretenden Tod jedem Gläubigen von Gott zugerechnet. Durch die grenzenlose Liebe Gottes und seines Sohnes wurde uns die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, geschenkt.
Dieses grossartige Opfer Jeschuas geschah nicht im Geheimen, sondern Gott hat seinen Sohn auf Golgatha öffentlich für alle sichtbar zum Sühnopfer dargestellt.

3.2 Gerecht durch den Glauben an Christus

Doch weil wir wissen, dass der Mensch durch Werke des Gesetzes nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jeschua Christus, sind auch wir zum Glauben an Christus Jeschua gekommen, damit wir gerecht werden durch den Glauben an Christus und nicht durch Werke des Gesetzes; denn durch Werke des Gesetzes wird kein Mensch gerecht. ... Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe. Ich bin mit Christus gekreuzigt. Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben. Ich werfe nicht weg die Gnade Gottes; denn wenn die Gerechtigkeit durch das Gesetz kommt, so ist Christus vergeblich gestorben. Galater 2,16-21
Die Errettung geschieht allein durch Glauben an Christus und nicht durch Gesetz.
In der ganzen Bibel bezeichnet das Wort "gerecht" Gottes Handlung der Rechtfertigung:
Er erklärt einen Sünder als unschuldig und völlig gerecht vor ihm, indem er ihm die göttliche Gerechtigkeit Christi zurechnet und unsere Sünde unserem sündlosen Retter anrechnet und als Strafe auferlegt.
Dem Gesetz gestorben: Wir sind in Christus (der die Sündenschuld vollständig bezahlt hat) gestorben und in ihm zu neuem Leben auferstanden, der Gerechtigkeit ist Genüge getan und wir sind ein für allemal von jeder weiteren Strafe frei.
Ich bin mit Christus gekreuzigt: Wenn wir Christus zur Errettung annehmen, identifizieren wir uns geistlich mit dem Herrn am Kreuz und mit seinem Sieg über Sünde und Tod.
Christus lebt in mir: Mein altes Ich ist tot, da es mit Christus gekreuzigt ist (Röm 6,3.5). Mein neuer Mensch hat das Privileg des innewohnenden Christus, der ihn stärkt und der in ihm lebt.
Sich selbst für mich dahinhingegeben: Der Beweis der Liebe Christi zu uns durch seinen Opfertod am Kreuz (Joh 10,17.18; Röm 5,6-8; Eph 5,25-30).

3.3 Der Gerechte wird aus Glauben leben

So werden nun die, die aus dem Glauben sind, gesegnet mit dem gläubigen Abraham. Denn die aus den Werken des Gesetzes leben, die sind unter dem Fluch. Denn es steht geschrieben (5.Mose 27,26): »Verflucht sei jeder, der nicht bleibt bei alledem, was geschrieben steht in dem Buch des Gesetzes, dass er's tue!« Dass aber durchs Gesetz niemand gerecht wird vor Gott, ist offenbar; denn der Gerechte wird aus Glauben leben« (Habakuk 2,4). Das Gesetz aber ist nicht »aus Glauben«, sondern: »der Mensch, der es tut, wird dadurch leben« (3.Mose 18,5). Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er zum Fluch wurde für uns; denn es steht geschrieben (5.Mose 21,23): »Verflucht ist jeder, der am Holz hängt«, damit der Segen Abrahams unter die Heiden komme in Christus Jeschua und wir den verheißenen Geist empfingen durch den Glauben. Gal 3,9–14

Alle, die an Gott glauben, werden »mit dem gläubigen Abraham« gerechtfertigt, und zwar nach dem Zeugnis der jüdischen Schriften.
Denn alle, die aus Gesetzeswerken sind, d. h. alle, die versuchen, Gott durch das Halten des Gesetzes zu versöhnen. Sie »sind unter dem Fluch«, d. h. zum Tode verurteilt. Denn es steht geschrieben (5. Mose 27,26): Verflucht ist jeder, der nicht bleibt in allem …«. Man muss »in allem« »bleiben«, es immer halten. Der Gehorsam muss vollständig sein. Es reicht auch nicht, die Zehn Gebote zu halten.
Diejenigen, die durch den Glauben und nicht durch Werke gerechtfertigt sind, werden das ewige Leben haben. Die durch Glauben gerecht Gemachten werden leben.
Erlösen heißt zurückkaufen oder befreien, indem der Preis bezahlt wird. Der »Fluch des Gesetzes« ist der Tod, die Strafe für den Bruch der Anordnungen Gottes. Christus hat diejenigen, die unter dem Gesetz waren, losgekauft, indem er die vom Gesetz geforderte Todesstrafe bezahlt hat.
»Christus kaufte« die Menschen »los«, indem er an ihrer Stelle starb und den schrecklichen Zorn Gottes gegen die Sünde trug. Der »Fluch« Gottes fiel auf ihn, weil er der Stellvertreter des Menschen war. Er selbst war sündlos, die Sünden der Menschen wurden auf ihn gelegt,weil nur er als sündloses Opfer uns von unseren Sünden befreien konnte. Christus erlöste die Menschen nicht dadurch »von dem Fluch des Gesetzes«, dass er die Zehn Gebote während seines irdischen Lebens vollkommen gehalten hat, sondern wiel er alle Gesetze Gottes gehalten hat. Er erlöste die Menschen vom Gesetz, indem er während seines Sterbens dessen schrecklichen Fluch trug. Ohne seinen Tod hätte es keine Erlösung gegeben.

Das Gesetz lehrt, dass es ein Zeichen für den Fluch Gottes war, wenn ein verurteilter Verbrecher an ein Holz gehängt wurde (5. Mose 21,23). Hier sieht der Heilige Geist diesen Vers als Prophetie hinsichtlich der Todesart des Retters. Er würde sterben, um den Fluch für seine Geschöpfe auf sich zu nehmen. Er sollte zwischen Himmel und Erde am Kreuz hängen. Im Blick auf seinen Kreuzestod wird auch davon gesprochen, dass er »am Holz« hing (Apg 5,30; 1. Petr 2,24).
Paulus berichtet uns hier durch göttliche Inspiration, dass die Gabe des Heiligen Geistes in Gottes Bund der bedingungslosen Erlösung mit eingeschlossen war. Sie war dort schon im Keim enthalten. Der Heilige Geist konnte nicht kommen, solange das Gesetz noch im Weg stand. Christus musste erst sterben und verherrlicht werden, ehe der Geist kommen konnte (Joh 16,7).

In 1. Mose 22,18 hat Gott wiederum zugesagt: »Und in deinem Samen sollen alle Völker der Erde gesegnet werden«. Er sagte »in deinem Samen« (Einzahl) und nicht »in deinen Samen« (Mehrzahl). Gott meinte hiermit eine Person, den Herrn Jeschua Christus, der ein direkter Nachkomme Abrahams ist (Lk 3,34). Mit anderen Worten: Gott hat verheißen, alle Nationen, Heiden wie Juden, durch Christus zu segnen. Diese Zusage hing von keiner Bedingung ab; weder gute Werke noch Gesetzesgehorsam wurden dafür gefordert. Es ging um eine einfache Verheißung, die man im Glauben annehmen muss.

3.4 Gerechtigkeit die vor Gott gilt

Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in* Glauben; wie geschrieben steht (Habakuk 2,4): »Der Gerechte wird aus Glauben leben.« Römer 1,17
* Elberfelder Bibel: aus Glauben zu Glauben

Erstens wird das Wort »Gerechtigkeit« verwendet, um einen Charakterzug Gottes zu beschreiben. Es beinhaltet, dass Gott immer recht hat und richtig, angemessen und in Übereinstimmung mit all seinen anderen Charakterzügen handelt. Wenn wir sagen, dass Gott gerecht ist, dann meinen wir, dass in ihm keine Bosheit, Unehrlichkeit oder Ungerechtigkeit ist.
Zweitens kann mit »Gottes Gerechtigkeit« die von ihm geschaffene Möglichkeit gemeint sein, gottlose Sünder zu rechtfertigen. Er kann dies tun und dennoch gerecht bleiben, weil Jeschua als das sündlose Opfer all den Ansprüchen der göttlichen Gerechtigkeit Genüge getan hat.
Schließlich bezeichnet »Gottes Gerechtigkeit« den vollkommenen Zustand, den Gott denen schenkt, die an seinen Sohn glauben (2. Kor 5,21). Diejenigen, die an sich nicht gerecht sind, werden so behandelt, als wären sie gerecht, weil Gott sie in der Vollkommenheit Christi sieht. Die Gerechtigkeit Christi wird ihnen angerechnet.
Gottes Gerechtigkeit wird im Evangelium geoffenbart. Zuerst sagt uns das Evangelium, dass Gottes Gerechtigkeit die Bestrafung der Sünden erfordert und diese Strafe der ewige Tod ist. Doch dann hören wir, dass Gottes Liebe schon das getan hat, was seine Gerechtigkeit forderte. Er sandte seinen Sohn als Stellvertreter für die Sünder in die Welt, um die Strafe auf sich zu nehmen. Weil nun seine gerechten Ansprüche voll erfüllt sind, kann Gott in seiner Gerechtigkeit alle diejenigen erretten, die für sich das Werk Christi in Anspruch nehmen.
Gottes Gerechtigkeit »kommt aus Glauben zu Glauben«. Der Ausdruck »aus Glauben zu Glauben« kann auf mehrere Arten gedeutet werden. Dabei ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass das griechische Wort für Glauben gleichzeitig auch Treue bedeuten kann: 1. Durch Gottes Treue zu unserem Glauben, 2. von einer Stufe des Glaubens zur anderen oder 3. von Anfang bis zum Ende durch den Glauben.

Ich rede aber von der Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jeschua Christus zu allen, die glauben. ... und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jeschua geschehen ist. Römer 3,22-24
Gottes Gerechtigkeit kann nicht durch das Halten des Gesetzes erlangt werden kann, sondern »durch Glauben an Christus«. Mit Glaube ist hier das völlige Vertrauen auf den lebendigen Herrn Jeschua Christus als den einzigen Sünderheiland und die einzige Hoffnung auf den Himmel gemeint. Der Glaube beruht auf der Offenbarung der Person und des Werkes Christi, wie wir sie in der Bibel finden.

... dass ich nicht habe meine Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt, sondern die durch den Glauben an Christus kommt, nämlich die Gerechtigkeit, die von Gott dem Glauben zugerechnet wird. Philipper 3,9
Wir »werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade«. Das Evangelium kündet davon, wie Gott Sünder rechtfertigt, indem er den an Christus Glaubenden die Gerechtigkeit Christi zueignet und ihnen seine unverdiente Gnade zukommen lässt.
Indem der Glaubende Gottes Wort glaubt erkennt er an, dass Gott gerecht ist in allem, was er sagt und tut.

Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet. Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit. Epheser 4,22-24
Bei unserer Bekehrung haben wir »den alten Menschen abgelegt«. In Bezug auf unsere Stellung in Christus ist unser »alter Mensch« mit Christus gekreuzigt und begraben. In der Praxis sollten wir ihn für tot halten. Paulus stellt dies hier als stellungsmäßige Wahrheit dar, wir haben den »alten Menschen abgelegt«, und zwar ein für alle Mal.
Wir sind »im Geist« und »Gesinnung … erneuert« worden. Das weist auf eine völlige Umkehr hin, eine Umkehr von Unreinheit zur Heiligung. Der Geist Gottes gibt uns einen neuen Geist und Sinn, sodass wir in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit unser Glaubensleben führen können.

3.5 Wahrheit, Gerechtigkeit, beschuht, Schild des Glaubens, Helm des Heils, Schwert des Geistes

So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit und beschuht an den Füßen, bereit für das Evangelium des Friedens einzutreten. Epheser 6,14-15
Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen, und nehmt den Helm des Heils (1.Thess 5,8) und das Schwert des Geistes (Hebr 4,12), welches ist das Wort Gottes. Betet allezeit mit Bitten und Flehen im Geist und wacht dazu mit aller Beharrlichkeit im Gebet für alle Heiligen. Epheser 6,16-1
8

Umgürtet ... mit Wahrheit
Der erste Teil der Rüstung, der erwähnt wird, ist der Gürtel der »Wahrheit«. Wir müssen zweifellos treu die Wahrheit des Wortes Gottes hochhalten, doch es ist für uns ebenso notwendig, dass die Wahrheit uns hält. Wir müssen sie auf unser tägliches Leben anwenden. Wenn wir alles an der »Wahrheit« messen, dann finden wir Kraft und Schutz in der Schlacht. Wir können dies weil
wir wissen, dass wir von Gott sind und Jeschua der Wahrhaftige ist, er ist die Wahrheit, wir sind in ihm und er in uns, so ist seine Wahrheit in uns:
Wir wissen, dass wir von Gott sind, und die ganze Welt liegt im Argen. Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns den Sinn dafür gegeben hat, dass wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jeschua Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben. 1.Johannes 5,19-20

Panzer der Gerechtigkeit
Der zweite Teil ist der »Brustpanzer der Gerechtigkeit«. Jeder Gläubige ist mit der Gerechtigkeit Gottes bekleidet (2. Kor 5,21), doch Rechtschaffenheit und Aufrichtigkeit müssen in seinem persönlichen Leben zum Ausdruck kommen. »Wer in Gerechtigkeit gekleidet ist, ist unangreifbar.« Wenn unser Gewissen frei von Vergehungen gegen Gott und Menschen ist, dann hat der Teufel nichts, worauf er zielen kann. Der Herr Jeschua trug ihn allezeit: »
Er zieht Gerechtigkeit an wie einen Panzer und setzt den Helm des Heils auf sein Haupt.« Jesaja 59,17

Wir haben durch unseren Herrn die Fülle der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen und sind Knechte der Gerechtigkeit. Durch Gott sind wir in Christus, der uns von Gott zur Weisheit, Gerechtigkeit, Heiligung und zur Erlösung gemacht ist. In ihm sind wir die Gerechtigkeit die vor Gott gilt. Gott wird die Früchte unserer Gerechtigkeit mehren und wachsen lassen. Wir sind Licht in dem Herrn, die Frucht des Lichts ist lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit.
Gott sät die Frucht der Gerechtigkeit in Frieden für uns, wenn wir Frieden stiften.
Wie die vorigen Texte aufzeigen sind wir durch Gott und seinen Sohn angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit. Wir haben dazu auch von unserem Gott und Herrn Jeschua die Weisheit, Heiligung, Güte, Wahrheit und den Frieden empfangen, so dass wir alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen können und den Sieg über Satan durch unseren Herrn, der diesen Sieg für uns am Kreuz vollbracht hat, haben.
Nachfolgend sind hierzu die ganzen Bibelverse wiedergegeben:
Denn wenn wegen der Sünde des Einen der Tod geherrscht hat durch den Einen, um wie viel mehr werden die, welche die Fülle der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, herrschen im Leben durch den Einen, Jeschua Christus. Römer 5,17
Denn indem ihr nun frei geworden seid von der Sünde, seid ihr Knechte geworden der Gerechtigkeit. Römer 6,18
Durch ihn aber seid ihr in Christus Jeschua, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung. 1.Korinther 1,30
Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt. 2.Korinther 5,21
Der aber Samen gibt dem Sämann und Brot zur Speise, der wird auch euch Samen geben und ihn mehren und wachsen lassen die Früchte eurer Gerechtigkeit. 2.Korinther 9,10
Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. Epheser 5,8-9
Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird gesät in Frieden für die, die Frieden stiften. Jakobus 3,18

Auch sind wir angetan mit dem Panzer des Glaubens:
Wir aber, die wir Kinder des Tages sind, wollen nüchtern sein, angetan mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf das Heil. 1.Thessalonicher 5,8

Beschuht an den Füßen
Der Streiter Gottes muss »an den Füßen mit der Bereitschaft zur Verkündigung des Evangeliums des Friedens« »beschuht« sein. Das bedeutet, dass er bereit ist, die gute Nachricht »des Friedens« zu verbreiten und damit feindliches Gebiet anzugreifen. Wenn wir uns in unseren Zelten ausruhen, sind wir in tödlicher Gefahr. Unsere Geborgenheit finden wir, wenn wir den lieblichen Füßen unseres Heilands über die Berge folgen und dabei die frohe Botschaft sowie Frieden bringen:
Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten, die da Frieden verkündigen, Gutes predigen, Heil verkündigen, die da sagen zu Zion: Dein Gott ist König! Jesaja 52,7

 Schild des Glaubens
Außerdem muss der Streiter Gottes »
den Schild des Glaubens« ergreifen, damit die »feurigen Pfeile des Bösen« daran abprallen und wirkungslos zu Boden fallen. »Glaube« bedeutet hier festes Vertrauen auf den Herrn und sein Wort. Wenn Versuchungen uns verfolgen, wenn uns Umstände entgegenstehen, wenn Zweifel aufkommen will, wenn wir Schiffbruch zu erleiden drohen, dann blickt der Glaube auf und sagt: »Ich glaube Gott mehr als den Umständen.«
Glaube, dass Gott dein Schild und Schutz ist:
Du bist mein Schutz und mein Schild; ich hoffe auf dein Wort. Psalm 119,114

Helm des Heils
Der »Helm«, den Gott uns bereitstellt, ist das »Heil« oder die Erlösung. Ganz gleich, wie heiß es in der Schlacht hergeht, der Christ lässt sich nicht beirren, weil er weiß, dass der endgültige Sieg sicher ist. Die Verheißung der einstigen Befreiung bewahrt ihn vor Rückzug oder Kapitulation. »
Wenn Gott für uns ist, wer kann gegen uns sein?« Römer 8,31.

Schwert des Geistes
Schließlich ergreift der Streiter des Herrn noch »
das Schwert des Geistes, das ist Gottes Wort«. Das klassische Beispiel dafür ist unser Herr, als er das »Schwert« in seiner Begegnung mit Satan verwendet. Dreimal zitiert er das Wort Gottes, nicht willkürlich gewählte Stellen, sondern die geeigneten Verse, die ihm der Heilige Geist zu diesem Zweck eingab (Lukas 4,1-13). Mit »Wort Gottes« ist hier nicht die ganze Bibel gemeint, sondern ein besonderer Abschnitt der Bibel, der am besten in die Situation passt.

Gott gibt uns allen Schutz, den wir brauchen. Wir müssen darauf achten, dass uns ein »Schutzwall der Wahrheit« in unserem Wandel mit dem Herrn umgibt und unser Leben vor Gott und Menschen rechtschaffen ist. Wir müssen versuchen, Frieden zu stiften, wo immer wir hingehen, und den Schild des Glaubens aufnehmen, um die feurigen Pfeile des Bösen auszulöschen. Ferner müssen wir darauf bedacht sein, dass wir unser Denken vor Angst und Furcht bewahren, die uns schnell befallen. Schließlich müssen wir Gottes Wort in der Kraft des Heiligen Geistes recht anwenden. Man beachte, dass Jeschua nur durch wiederholte Schwertschläge mit dem Wort Gottes in der Einöde seinen Widersacher, den Teufel, besiegen konnte. Auch wir können wie der Herr durch das Wort Gottes und im Namen Jeschua unseren Herrn den Teufel (Satan der Drache) besiegen, denn unser Herr, der das Wort Gottes ist, hat das scharfe, zweischneidige Schwert (siehe Offenbarung 1,16; 2,12; 2,16; 19,15; 19,21), das Wort Gottes:
Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. Hebräer 4,12
Wir sind im Herrn und er ist in uns, so dass auch uns sein scharfes zweischneidige Schwert
zur Verfügung steht und wir dem Teufel fest im Glauben widerstehen können und er von uns fliehen muss:
Seid anüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge. Dem widersteht, fest im Glauben, und wisst, dass ebendieselben Leiden über eure Brüder in der Welt gehen.
1.Petrus 5,8-9
So seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch. Jakobus 4,6

Betet allezeit
»Gebet« wird hier nicht als Teil der Waffenrüstung genannt, doch wir werden seiner Bedeutung gewiss gerecht, wenn wir sagen, dass es die Atmosphäre sein muss, in der der Streiter Gottes lebt und atmet. In diesem Geist muss er die Rüstung anlegen und sich dem Feind stellen. Wir sollten ständig beten, nicht nur sporadisch. »Gebet« sollte eine Gewohnheit sein, keine isolierte Handlung. Der Streiter des Herrn sollte auch alle Arten des Gebetes nutzen: öffentlich und privat, geplant und spontan, Bitte, Flehen und Fürbitte, Bekenntnis und Gebet als Ausdruck einer demütigen Haltung vor Gott, Lob und Dank. Und wir sollten »im Geist« beten. Dies bedeutet, dass der Heilige Geist unsere Gebete anregen und ihren Inhalt bestimmen sollte:
Desgleichen hilft auch der Geist unsrer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich's gebührt; sondern der Geist selbst vertritt uns mit unaussprechlichem Seufzen. Römer 8,26

Es gibt formelhafte Gebete, die nur routinemäßig dahergeplappert werden (ohne dass man über ihre Bedeutung nachdenkt). Welchen Wert werden sie haben, wenn wir uns in der Schlacht gegen die Heerscharen der Hölle befinden? Wir müssen im Gebet wachsam sein: »Wachet hierzu.« Wir müssen gegen Müdigkeit, Abschweifung und Beschäftigung mit anderen Dingen wachsam sein. »Gebet« erfordert geistlichen Mut, Aufmerksamkeit und Konzentration. Und das Gebet muss anhaltend sein. Wir müssen immer wieder bitten, suchen und anklopfen. Wir sollten »für alle Heiligen« flehen. Auch sie stehen in der Schlacht und müssen durch das Gebet ihrer Mitstreiter getragen werden.

3.6 Das Reich Gottes ist Gerechtigkeit, Friede und Freude

Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude in dem Heiligen Geist. Wer darin Christus dient, der ist Gott wohlgefällig und bei den Menschen geachtet. Darum lasst uns dem nachstreben, was zum Frieden dient und zur Erbauung untereinander. Römer 14,17-19

Essen und Trinken: Das sind keine wesentlichen Dinge, sondern äusserliche Verhaltensregeln, gegeben durch das Gesetz des Alten Testamentes. Dieses Gesetz beinhaltet "Mose und die Propheten“, einmal werden auch die Psalmen einbezogen, "Gesetz, Propheten und Psalmen“ (Lukas 24,44):
Jeschua sagte zu ihnen: »Als ich noch mit euch zusammen war, habe ich euch gesagt: Alles, was im Gesetz, in den Schriften der Propheten und in den Psalmen über mich steht, muss in Erfüllung gehen.«
Gerechtigkeit ist nach Philipper 1,11: »Erfüllt mit Frucht der Gerechtigkeit durch Jeschua Christus« in dem Heiligen Geist.
Friede, den der Heilige Geist verleiht und die bei jedem Gläubigen seine Beziehung zu Gott und zu seinen Mitgläubigen charakterisieren sollte (Gal 5,22).
Freude in dem Heiligen Geist: Ein weiterer Bestandteil der Frucht des Geistes, die dauerhafte Herzenshaltung des Lobes und Dankes in allen Umständen.

3.7 Zieht nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen

Zieht nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? ... Wir aber sind der Tempel des lebendigen Gottes; wie denn Gott spricht (3.Mose 26,11-12; Hesekiel 37,27): »Ich will unter ihnen wohnen und wandeln und will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein. Darum geht aus von ihnen und sondert euch ab«, spricht der Herr; »und rührt nichts Unreines an, so will ich euch annehmen und euer Vater sein und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein«, spricht der allmächtige Herr.  2.Korinther 6,14-18

Zieht nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen: Man kann dies dadurch tun, dass man sich von allen Formen der Sünde und Ungerechtigkeit trennt. Zweifellos denkt er dabei zum Teil auch an die falschen Lehrer, die in die Gemeinde von Korinth eingedrungen waren.
Hier handelt es sich um eine eindeutige Anweisung, dass der Gläubige sich von den »Ungläubigen«, vom Bösen, von der Finsternis, von Belial und von den Götzen absondern soll.
Es geht darum, dass wir uns selbst von der Welt unbefleckt halten müssen. Nachdem er die Notwendigkeit der Absonderung so deutlich herausgestellt hat, erlässt Paulus nun einen herausfordernden Aufruf, »Darum geht aus von ihnen«. Er zitiert dabei Jesaja 52,11. Hier haben wir Gottes eindeutige Anweisung an sein Volk über die Trennung vom Bösen. Die Christen sollen nicht ein Teil davon werden, auch nicht mit der gut gemeinten Absicht, etwas zu verbessern. Gottes Plan besteht darin, hinauszu- gehen. Das »Unreine« in diesem Vers ist in erster Linie zweifellos die heidnische Welt, doch bezieht es sich auch auf jede Form des Bösen, ob es nun im geschäftlichen, sozialen oder religiösen Bereich vorkommt. Dieser Vers darf nicht missbraucht werden, um die Absonderung von anderen Gläubigen zu lehren. Christen werden ermahnt, sich zu bemühen, »die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens«.
So will ich ... euer Vater sein: Dies ist eine neue und intensive Gemeinschaft mit dem »Vater«. Und damit werden wir die Freuden der Sohnschaft auf eine Weise genießen wie nie zuvor.

4. Glaube

Aber ohne Glauben ist's unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt. Hebräer 11,6

Siehe auch "Leben im Geist durch Glauben".

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. Durch diesen Glauben haben die Vorfahren Gottes Zeugnis empfangen. Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, sodass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist. Hebräer 11,1-3
Der »Glaube« lässt Dinge, auf die wir »hoffen«, so real erscheinen, als ob wir sie schon hätten. Außerdem bietet er den unerschütterlichen Beweis dafür, dass die unsichtbaren geistlichen Segnungen des christlichen Glaubens absolut sicher und real sind. »Glaube« ist Vertrauen auf die Vertrauenswürdigkeit Gottes. Er ist die Überzeugung, dass das, was Gott sagt, wahr ist, und dass seine Verheißungen sich erfüllen werden.
Glaube braucht Offenbarungen und Verheißungen Gottes als Grundlage. Er ist kein Sprung ins Ungewisse. Er verlangt die besten Beweise des Universums und findet sie im Wort Gottes. Er ist nicht auf Mögliches beschränkt, sondern dringt bis in den Bereich des Unmöglichen vor.
»Durch den Glauben erkennen wir«: Die Welt sagt: »Ich glaube, was ich sehe.« Gott sagt: »Du siehst, was du glaubst.« Jeschua sagte zu Marta: »Habe ich dir nicht gesagt, wenn du glaubtest, so würdest du … sehen?« (Joh 11,40). In geistlichen Angelegenheiten kommt zuerst der Glaube und dann das Verstehen.
»… dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist«: Gott sprach, und die Welt entstand.

4.1 Durch den Glauben wohnt Christus in unseren Herzen

Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, der der rechte Vater ist über alles, was da Kinder heißt im Himmel und auf Erden, dass er euch Kraft gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen, dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne und ihr in der Liebe beingewurzelt und gegründet seid. Epheser 3,14-17
»Ich beuge meine Knie«: Unser Geist sollte in Demut und Ehrerbietigkeit gebeugt sein.
»... dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne«: Ja, der Herr Jeschua nimmt persönlich Wohnung in einem Gläubigen bei dessen Bekehrung (Joh 14,23; Offb 3,20). Der Herr soll nicht durch sündige Worte, Gedanken, Motive und Taten betrübt werden, sodass er vollständigen Zugang zu jedem Bereich unseres Herzen erhält und eine fortwährende Gemeinschaft mit uns haben kann. Unser Herz wird so zur Wohnung Christi, der Ort, an dem er sich gerne aufhält.
Wir erfreuen uns »durch den Glauben« daran, dass er in uns wohnt. Dazu gehört, ständig von ihm abhängig zu sein, ihm fortwährend unser Leben hinzugeben und uns seiner ständigen Anwesenheit bewusst zu sein.

4.2 Ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder

Ehe aber der Glaube kam, waren wir unter dem Gesetz verwahrt und verschlossen auf den Glauben hin, der dann offenbart werden sollte. So ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christus hin, damit wir durch den Glauben gerecht würden. Nachdem aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister. Denn ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jeschua. Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen. Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jeschua. Gehört ihr aber Christus an, so seid ihr ja Abrahams Kinder und nach der Verheißung Erben. Luther Gal 3,23–25

Mit »Glaube« ist hier der christliche Glaube gemeint. Das Wort bezieht sich auf das Zeitalter, das durch Tod, Grablegung, Auferstehung und Himmelfahrt des Herrn Jeschua und die Predigt des Evangeliums zu Pfingsten eingeläutet wurde. Vor dieser Zeit waren die Juden »unter dem Gesetz verwahrt«, wie Menschen in einem Gefängnis oder unter Vormundschaft. Weil sie die Forderungen des Gesetzes nicht erfüllen konnten, waren sie zur Errettung auf den Weg des »Glaubens« angewiesen. Die Menschen unter dem Gesetz waren demnach eingesperrt, bis die herrliche Nachricht der Befreiung von der Gesetzesknechtschaft im Evangelium verkündigt wurde.
Die Rechtfertigung durch den »Glauben« wurde aufgrund des vollendeten Werkes Christi, des Erlösers, verheißen.

4.3 Weil wir denselben Geist des Glaubens haben

Weil wir aber denselben Geist des Glaubens haben, wie geschrieben steht (Psalm 116,10): »Ich glaube, darum rede ich«, so glauben wir auch, darum reden wir auch; denn wir wissen, dass der, der den Herrn Jeschua auferweckt hat, wird uns auch auferwecken mit Jeschua und wird uns vor sich stellen samt euch. Denn es geschieht alles um euretwillen, damit die überschwängliche Gnade durch die Danksagung vieler noch reicher werde zur Ehre Gottes. Darum werden wir nicht müde; sondern wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch der innere von Tag zu Tag erneuert. Denn unsre Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit, uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig. 2.Korinther 4,13-18

Der Glaube ermöglicht es ihm, weiterhin das Evangelium zu predigen, weil er weiß, dass hinter den Leiden seines Lebens eine unaussprechliche Herrlichkeit auf ihn wartet. In Psalm 116,10 sagt der Psalmist: »Ich habe geglaubt, darum habe ich geredet.« Er hat auf den Herrn vertraut, und deshalb war das, was er sagte, das Ergebnis eines tief gegründeten Glaubens. Paulus hat denselben Geist des Glaubens wie der Psalmist, als er diese Worte sprach.
Paulus sagt: »So glauben auch wir, darum reden wir auch.« Die Anfechtungen und Verfolgungen im Leben des Paulus versiegelten seine Lippen nicht. Wo immer wir echten Glauben finden, muss er sich ausdrücken. Er kann nicht schweigen. Wenn du auf Jeschua Christus vertraust musst du ganz gewiss von ihm reden, auch wenn es dich bis in den Staub demütigt, wenn du ihn liebst, dann sage es auch. Wenn du an Jeschua glaubst, und den Heiland angenommen hast, dann zög’re nicht, sondern sag es, sonst wirst du den Geist betrüben.
Mit der sicheren und festen Hoffnung auf die Auferstehung vor Augen war der Apostel gewillt, sich auch schrecklichen Entbehrungen zu unterziehen. Er wusste, dass solches Leiden eine zweifache Folge haben würde. Entbehrungen würden für die Korinther zum Segen werden, und »damit die überschwängliche Gnade durch die Danksagung vieler noch reicher werde zur Ehre Gottes.«. Diese beiden Gründe trieben Paulus in seinem Handeln an. Ihm war es ein Anliegen, dass »Gottes Ehre« vermehrt und andere Menschen gesegnet wurden. Paulus erkannte, dass, je mehr er selbst litt, andere umso mehr »die Gnade« Gottes erfahren würden. Je mehr Menschen gerettet werden, desto mehr »Danksagung« wird zu »Gott« aufsteigen. Und je mehr »Danksagung« zu Gott aufsteigt, desto mehr wird Gott auch verherrlicht.
Die Tatsache, dass »unser äußerer Mensch verfällt«, benötigt keine Erklärung. Wir sehen es alle nur zu deutlich an unserem eigenen Leib! Paulus freut sich hier über die Tatsache, dass Gott täglich Nachschub an Kraft für unseren christlichen Dienst liefert.
Was sichtbar ist, das ist zeitlich: Das »Sichtbare« ist nicht das Ziel der menschlichen Existenz. Das »Sichtbare« bezeichnet hier in erster Linie die Entbehrungen, die Versuchungen und die Leiden.
Was aber unsichtbar ist, das ist ewig: Das Ziel unseres Dienstes ist das »Unsichtbare«. Darin eingeschlossen sind die Verherrlichung Christi, der Segen für die Mitmenschen und die Belohnung, die dem treuen Knecht Christi am Richterstuhl Christi erwartet.

4.4 Wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen

So sind wir denn allezeit getrost und wissen: solange wir im Leibe wohnen, weilen wir fern von dem Herrn; denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen. 2.Korinther 5,6-7
Solange ein Gläubiger auf der Erde lebt, ist er abwesend von der Fülle der Gegenwart Gottes. Aber einen Kontakt zu Gott besteht schon jetzt im Gebet, durch den innewohnenden Heiligen Geist und durch das Wort Gottes.

Aus diesem Grund leide ich dies alles; aber ich schäme mich dessen nicht; denn ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiss, er kann mir bewahren, was mir anvertraut ist, bis an jenen Tag. Halte dich an das Vorbild der heilsamen Worte, die du von mir gehört hast, im Glauben und in der Liebe in Christus. Dieses kostbare Gut, das dir anvertraut ist, bewahre durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt. 2.Timotheus 1,12-14
Der Heilige Geist schenkt uns Gewissheit über unseren Glauben, so dass wir absolut sicher an unseren Herrn glauben, dass er das Erlösungswerk für uns vollbracht hat, er auferstanden und zum Himmel aufgefahren ist, er zur rechten Gottes sitzt, ihm alle Macht und Herrlichkeit gegeben ist und er für uns vor Gott eintritt.

4.5 Wir haben Gewißheit über unseren Glauben

... denn ich weiß, an wen ich glaube. 2.Timotheus 1,12

Petrus und die anderen Apostel sowie die Propheten hatten Gewißheit über ihren Glauben, da Gott ihnen offenbart hatte durch den Heiligen Geist, dass Jeschua der Christus*, Gottes Sohn ist:
Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn! Und Jeschua antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Matthäus 16,16-17
Dies war in früheren Zeiten den Menschenkindern nicht kundgemacht, wie es jetzt offenbart ist seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist; nämlich dass die Heiden Miterben sind und mit zu seinem Leib gehören und Mitgenossen der Verheißung in Christus Jeschua sind durch das Evangelium. Epheser 3,5-6

* Christus auf hebräisch/aramäisch: „Maschiach“/„Messias“ („der Gesalbte“)

Auch wir haben Gewißheit über unseren Glauben, da Gott auch uns offenbart hat durch den Heiligen Geist, dass Jeschua der Christus, Gottes Sohn ist:
Sondern es ist gekommen, wie geschrieben steht (Jesaja 64,3): »Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.« Uns aber hat es Gott offenbart durch seinen Geist; denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen der Gottheit. 1.Korinther 2,9-19
... dass ich euch sein Wort reichlich predigen soll, nämlich das Geheimnis, das verborgen war seit ewigen Zeiten und Geschlechtern, nun aber ist es offenbart seinen Heiligen, denen Gott kundtun wollte, was der herrliche Reichtum dieses Geheimnisses unter den Heiden ist, nämlich Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.
Kolosser 1,25-27

Siehe auch Mein Zeugnis: Gott hat mir offenbart "Jeschua Christus ist vom Tode auferstanden"

Die Apostel haben auf dem heiligen Berg die Herrlichkeit Jeschuas gesehen und dies bezeugt:
Und wir haben gesehen und bezeugen, daß der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt. 1.Johannes 4,14
Denn wir sind nicht ausgeklügelten Fabeln gefolgt, als wir euch kundgetan haben die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jeschua Christus; sondern wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen
(siehe Matthäus 17,1-2 & Markus 9,2-3 & Lukas 9,28-29). Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm kam von der großen Herrlichkeit: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe (siehe Matthäus 17,5 & Markus 9,7 & Lukas 9,35). Und diese Stimme haben wir gehört vom Himmel kommen, als wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge. 2.Petrus 1,16-18

Auch haben die Apostel und Jünger Jeschua's bezeugt, dass Jeschua von den Toten auferstanden ist:
Diesen Jeschua hat Gott auferweckt; dessen sind wir alle Zeugen. Apostelgeschichte 2,32
... den Fürsten des Lebens habt ihr getötet. Den hat Gott auferweckt von den Toten; dessen sind wir Zeugen. Apostelgeschichte 3,15
Wir können's ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben. Apostelgeschichte 4,20
Der Gott unsrer Väter hat Jeschua auferweckt, den ihr an das Holz gehängt und getötet habt. Den hat Gott durch seine rechte Hand erhöht zum Fürsten und Heiland, um Israel Buße und Vergebung der Sünden zu geben. Und wir sind Zeugen dieses Geschehens und mit uns der Heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen. Apostelgeschichte 5,30-32
Aber Gott hat ihn auferweckt von den Toten; und er ist an vielen Tagen denen erschienen, die mit ihm von Galiläa hinauf nach Jerusalem gegangen waren; die sind jetzt seine Zeugen vor dem Volk. Apostelgeschichte 13,30-31
... dass er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift; und dass er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen. Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten noch heute leben, einige aber sind entschlafen. Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von allen Aposteln. Zuletzt von allen ist er auch von mir als einer unzeitigen Geburt gesehen worden (siehe Apostelgeschichte 9,3-6). 1.Korinther 15,4-8

Durch den Heiligen Geist wissen wir das jetzt offenbarte Geheimnis Gottes, dass Christus gekommen ist und uns den Sinn gegeben hat den wahrhaftigen Gott zu erkennen:
Denn Gott hat uns wissen lassen das Geheimnis seines Willens nach seinem Ratschluss, den er zuvor in Christus gefasst hatte, um ihn auszuführen, wenn die Zeit erfüllt wäre, dass alles zusammengefasst würde in Christus, was im Himmel und auf Erden ist. Epheser 1,9-10
Wir wissen, daß wir von Gott sind, und die ganze Welt liegt im Argen. Wir wissen aber, daß der Sohn Gottes gekommen ist und uns den Sinn dafür gegeben hat, daß wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jeschua Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.
1.Johannes 5,19-20
Liebe Brüder, von Gott geliebt, wir wissen, dass ihr erwählt seid; denn unsere Predigt des Evangeliums kam zu euch nicht allein im Wort, sondern auch in der Kraft und in dem Heiligen Geist und in großer Gewissheit. 1.Thessalonicher 1,4-5

Der Heilige Geist gibt uns Zeugnis von Christus und lehrt uns alles:
Aber der Tröster, der heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Johannes 14,26
Wenn aber der Tröster kommen wird, den ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der wird Zeugnis geben von mir. Johannes 15,26
Der Heilige Geist gibt dir die sichere Gewißheit: "Ich bin ein Kind Gottes – für Zeit und Ewigkeit!" Das ist deine "Heilsgewißheit": Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, daß wir Gottes Kinder sind. Römer 8,16
Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, daß wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist. 1.Korinther 2,12
Dabei benutzt der Heilige Geist die Worte Gottes und erfüllt unsere Herzen mit dieser Wahrheit, so daß wir wie Hiob sogar mitten in Anfechtung rufen können: Aber ich weiß, daß mein Erlöser lebt. Hiob 19,25
Nichts kann uns diese Gewissheit des Heils nehmen: Denn ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jeschua ist, unserm Herrn. Römer 8,38-39

Wir dürfen jetzt in Freiheit und mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade Gottes kommen:
Weil wir denn nun, liebe Brüder, durch das Blut Jeschua die Freiheit haben zum Eingang in das Heiligtum, den er uns aufgetan hat als neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang, das ist: durch das Opfer seines Leibes, und haben einen Hohenpriester über das Haus Gottes, so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in vollkommenem Glauben, besprengt in unsern Herzen und los von dem bösen Gewissen und gewaschen am Leib mit reinem Wasser. Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat. Hebräer 10,19-23
Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde. Darum lasst uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu der Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben. Hebräer 4,15-16

Es gibt nichts Schöneres in Leiden und in Freuden, als zu wissen: Was auch immer kommen mag – Jeschua Christus ist mein Erlöser, und ich bin auf ewig Sein Kind. Ich werde niemals verloren gehen, denn ich weiß, daß mein Erlöser lebt. Amen!

4.6 Euer Glaube stehe auf Gottes Kraft

Und mein Wort und meine Predigt geschahen nicht mit überredenden Worten menschlicher Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft, damit euer Glaube nicht stehe auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft. 1.Korinther 2,4-5

In Erweisung des Geistes und der Kraft: Diese Erweisung der Gnade brauchen wir, solange wir auf der Erde leben, weil unser neues Leben zwar den Wunsch hat, das zu tun, was Gott wohlgefällig ist, aber an sich keine Kenntnis der Gedanken und Wege Gottes besitzt, und weil wir noch das Fleisch, die ,alte Natur, haben, die nur sündigen kann und will. Die Unterweisung erfolgt durch das Wort Gottes, und ihr Ziel mit uns ist, daß wir besonnen, gerecht und gottselig leben. Wir können auf diese zarte, aber feste Belehrung nicht verzichten. Ob wir noch am Anfang oder schon am Ende des Glaubenslebens stehen, wir brauchen die Gnade und ihre Unterweisung, um Gott wohlgefällig zu dienen, und jeder Schritt ohne sie ist gefährlich.

Titus 2,11-13: Denn die Gnade Gottes ist erschienen, heilbringend für alle Menschen, und unterweist uns, damit wir, die Gottlosigkeit und die weltlichen Lüste verleugnend, besonnen und gerecht und gottselig leben in dem jetzigen Zeitlauf, indem wir erwarten die glückselige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Heilandes Jeschua Christus.

4.7 Bewährung unseres Glauben
Lese hierzu auch das Kapitel 12. Bedrängnis

Meine lieben Brüder, erachtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen fallt, und wisst, dass euer Glaube, wenn er bewährt ist, Geduld wirkt. Die Geduld aber soll ihr Werk tun bis ans Ende, damit ihr vollkommen und unversehrt seid und kein Mangel an euch sei. Jakobus 1,2-4

Gott möchte uns zur Reife bringt, indem er Geduld in uns wachsen lässt. In unserem Leben als Christ müssen wir lernen, dass Gott es nicht so eilig hat wie wir!
Aber was ist Geduld eigentlich? Geduld ist die Eigenschaft deines Glaubens, die Durchhalten ermöglicht. Wenn du die Geduld verlierst, ist der Glaube am Boden.
Das Endergebnis, nach dem Gott Ausschau hält ist, dass wir vollkommen und vollendet sind und in nichts Mangel haben. Das Wort vollkommen bedeutet reif. Gott bewirkt Reife in uns, indem er an unserer Geduld arbeitet.
Haben wir Anfechtungen, Bedrängnisse, Probleme, finanziellen Mangel und Schwierigkeiten, so sind wir in einer Bewährung unseres Glaubens, einer Glaubensprobe. Gott angesichts dieser Schwierigkeiten zu vertrauen, an Gottes Wort festzuhalten, all das formt unseren Charakter, indem wir der Prüfung standhalten.

Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Bedrängnisse, weil wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt, Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung, Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. Römer 5,3-5
Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet; denn nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, die Gott verheißen hat denen, die ihn lieb haben. Jakobus 1,12
Denn darum habe ich auch geschrieben, um eure Bewährung zu erkennen, ob ihr gehorsam seid in allen Stücken. 2.Korinther 2,9
Wir müssen nicht alleine unsere Glaubensprüfung durchstehen und bestehen, sondern Gott hilft uns dabei durch seinen Heiligen Geist. Wir müssen nur die Geduld haben, so lange zu warten bis die Bewährung unseres Glauben da ist.

4.8 Wachet, steht im Glauben
Lese hierzu auch die Artikel Wachet, steht fest im Glauben, Wachsamkeit – der Anfang unseres Schutzes und Lasst euch von niemandem verführen!

Das Wort Gottes kennen und danach leben schützt vor Verführung. Verführer können anhand des Wortes Gottes erkannt und entlarvt werden! Nur wer das Wort Gottes kennt wird Verführung erkennen können!

Wachet, steht im Glauben, seid mutig und seid stark! Alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen! 1.Korinther 16,13-14
Ständig »wachen« und »im Glauben« feststehen, »mannhaft« oder mutig und »stark« sein. Vielleicht denkt Paulus hier wieder an die Gefahr durch Irrlehrer. Die Heiligen sollten immer aufmerksam sein. Sie sollten keinen Millimeter wertvollen Glaubensterrains aufgeben. Sie sollten immer mit rechtem Mut vorgehen. Und schliesslich sollten sie »stark« in dem Herrn sein. Doch in allem, was sie tun, sollten sie »Liebe« zeigen. Das bedeutet, dass ihr Leben in Hingabe an Gott und andere Menschen geführt werden sollte. Es bedeutet, dass sie sich selbst hingeben sollten.

Das Wichtigste um vor Verführung bewahrt zu werden ist, den Herrn mit ganzem Herzen lieben, IHM folgen und tägliche Gemeinschaft mit IHM haben:
Zu ihm kommt als zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen verworfen ist, aber bei Gott auserwählt und kostbar. Und auch ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jeschua Christus. 1.Petrus 2,4-5
Prüft aber alles, und das Gute behaltet. Meidet das Böse in jeder Gestalt. Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch und bewahre euren Geist samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für die Ankunft unseres Herrn Jeschua Christus. Treu ist er, der euch ruft; er wird's auch tun. 1.Thessalonicher 5,21-24
Aber der Herr ist treu; der wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen. Wir haben aber das Vertrauen zu euch in dem Herrn, daß ihr tut und tun werdet, was wir gebieten. Der Herr aber richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes und auf die Geduld Christi. 2.Thessalonicher 3,3-5
Weil du mein Wort von der Geduld bewahrt hast, will auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die kommen wird über den ganzen Weltkreis, zu versuchen, die auf Erden wohnen. Siehe, ich komme bald; halte, was du hast, daß niemand deine Krone nehme! Offenbarung 3,10-11

4.9 Prüft euch selbst, ob ihr im Glauben steht!

Erforscht euch selbst, ob ihr im Glauben steht; prüft euch selbst! Oder erkennt ihr euch selbst nicht, dass Jeschua Christus in euch ist? Wenn nicht, dann wärt ihr ja untüchtig. 2.Korinther 13,5

Wir müssen die Echtheit unseres Glaubens überprüfen (vgl. Jak 2,14-26). Viele meinen, ihr Glaube sei echt. Die Echtheit ihrer Errettung ist ein echter rettender Glaube. Christus muss in uns sein und wir in ihm. Der Heilige Geist wird uns zeigen, wo in unserem Glauben noch Mangel herrscht.

Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm. Johannes 6,56
An jenem Tage werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. Johannes 14,20
Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. Johannes 15,5
Das habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. Johannes 16,33
Und wenn er kommt (der Tröster oder Heilige Geist), wird er der Welt die Augen auftun über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht; über die Sünde: dass sie nicht an mich glauben. Johannes 16,8-9

4.10 Das Evangeliums ist eine Kraft Gottes

Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen. Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie geschrieben steht (Habakuk 2,4): »Der Gerechte wird aus Glauben leben.« Römer 1,16-17

Das deutsche Wort »Kraft« stammt von dem gr. Wort »Dynamit« ab. Diese Botschaft wird durch das gepredigte Evangelium wirksam, weil die Allmacht Gottes mit ihr einhergeht.
Nur Gottes Kraft kann die sündige Natur des Menschen überwinden und ihm neues Leben geben.
Der der vertraut und sich darauf verlässt, dass das Wort Gottes die Wahrheit ist. Wenn das Wort »glauben« im Zusammenhang der Errettung verwendet wird, steht es gewöhnlich im Präsens (Gegenwartsform), was betont, dass Glauben nicht nur ein einmaliges Geschehen ist, sondern ein fortdauernder Zustand. Wahrer rettender Glaube ist übernatürlichen Ursprungs und eine Gabe der Gnade Gottes, die er im Herzen hervorbringt. Dieser Glaube ist das einzige Mittel, durch das ein Mensch die erforderliche wahre Gerechtigkeit erlangen kann.
Rettender Glaube besteht darin das Evangelium und die Wahrheit über Jeschua Christus als wahrhaftig anzunehmen. Durch das Wirken des Heiligen Geistes wird dem sich bekehrendem Menschen bewusst, das er ein Sünder ist und so vor Gott nicht bestehen kann. Er wird Betrübnis über seine sündhafte Natur erfahren, aber auch Freude über die Barmherzigkeit und Gnade Gottes. Der Sünder unterwirft seinen Willen Christus und vertraut sich ihm an als die einzige Hoffnung auf Errettung.
Für jeden, der glaubt, wird die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben geoffenbart, wie geschrieben steht: »Der Gerechte wird aus Glauben leben«. Das Evangelium offenbart, dass Gott auf der Grundlage des Glaubens – und allein des Glaubens – gottlosen Sündern seine Gerechtigkeit zurechnet.

4.11 Christus ist das Wort Gottes

Durch das Wort Gottes Christus wurde alles gemacht und das Wort wurde Mensch. Durch ihn hat Gott zu uns geredet. Jeschua hat uns sein Erlösungswerk verkündet und es am Kreuz vollbracht. Er, der Anfänger unseres Heils, hat uns zur Herrlichkeit geführt:
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. Johannes 1,1-3
Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn gemacht; aber die Welt erkannte ihn nicht. Johannes 1,10
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
Johannes 1,14
... und sein Name ist: Das Wort Gottes. Offenbarung 19,13
Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf vielerlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben über alles, durch den er auch die Welt gemacht hat. Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort und hat vollbracht die Reinigung von den Sünden und hat sich gesetzt zur Rechten der Majestät in der Höhe und ist so viel höher geworden als die Engel, wie der Name, den er ererbt hat, höher ist als ihr Name. Hebräer 1,1-4
Denn es ziemte sich für den, um dessentwillen alle Dinge sind und durch den alle Dinge sind, dass er den, der viele Söhne zur Herrlichkeit geführt hat, den Anfänger ihres Heils, durch Leiden vollendete. Hebräer 2,10

5. Vertrauen

Er gibt dem Müden Kraft, und Stärke genug dem Unvermögenden. Männer werden müde und matt, und Jünglinge straucheln und fallen; aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden. Jesaja 40,29-31
Gesegnet aber ist der Mann, der sich auf den HERRN verlässt und dessen Zuversicht der HERR ist. Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hin streckt. Denn obgleich die Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün; und er sorgt sich nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufhören Früchte.
Jeremia 17,7-8

Um ein siegreiches Glaubensleben zu bekommen mussen wir für den Herrn leben und in Bezug auf Gegenwart und Zukunft in dem unerschütterlichen Vertrauen zu Gott leben, dass er alles Nötige geben wird. Unsere Aufgabe ist es, einfach für unsere gegenwärtigen Bedürfnisse zu sorgen, alles andere sollte in das Werk des Herrn investiert werden. Wir werden aufgerufen, nur für den heutigen Tag zu leben: »Der morgige Tag wird für sich selbst sorgen.« Der Weise setzt all sein Vertrauen auf den Felsen, Jeschua Christus, den Herrn und Heiland.
Glaube wird nach Maßgabe des Vertrauens auf die Eigenschaften Gottes belohnt. Denen, die Jeschua erwählen, wird er den Vater offenbaren, es sind jene, die auf ihn als ihren Retter vertrauen.
Wenn Gott uns in eine bestimmte Richtung leitet oder uns etwas befiehlt, dann können wir das äußerste Vertrauen haben, dass Schwierigkeiten, die wie Berge aussehen, auf wunderbare Weise verschwinden werden. Nichts ist dem unmöglich, der glaubt.
Wenn wir wissen, dass es Gottes Wille ist, eine bestimmte Schwierigkeit wegzunehmen, dann dürfen wir im Gebet darauf vertrauen, dass es geschieht. Wir können voller Gewissheit alles erbitten, solange wir sicher sind, dass es dem Willen Gottes, wie er in der Bibel oder durch das innere Zeugnis des Geistes offenbart ist, entspricht.

5.1 Christus setzte sein Vertrauen auf Gott

Und wiederum (Jesaja 8,17): »Ich will mein Vertrauen auf ihn setzen«; und wiederum (Jesaja 8,18): »Siehe, hier bin ich und die Kinder, die mir Gott gegeben hat.« Hebräer 2,13
Diese Verse werden aus dem AT zitiert, um das Menschsein Christi zu beweisen. In Jesaja 8,17 (Septuaginta) spricht der Messias davon, dass er sein »Vertrauen« auf Gott setzt. Vertrauen auf Jahwe ist eines der deutlichsten Zeichen wahren Menschseins. Dann wird in Jesaja 8,18 der Herr zitiert, wie er sagt: »
Siehe, ich und die Kinder, die Gott mir gegeben hat.« Es geht darum, dass sie Glieder einer Familie sind und einen gemeinsamen Vater anerkennen.

5.2 Unser Vertrauen auf Gott den Fels setzten

Wer festen Herzens ist, dem bewahrst du Frieden; denn er verlässt sich auf dich. Darum verlasst euch auf den HERRN immerdar; denn Gott der HERR ist ein Fels ewiglich. Jesaja 26,3-4
Wenn wir fest auf den Fels der Ewigkeiten gegründet sind und uns auf Gott den HERRN verlassen haben wir den Frieden Gottes auch in Zeiten von Bedrängnis und Erschütterungen.
So wie ein Baum seine Wurzeln in die Spalten eines Felses treibt und dadurch auch bei Stürmen fest verankert bleibt, sollen auch wir unsere geistlichen Wurzeln fest in den Fels der Ewigkeiten, Gott unseren HERRN und Vater, verankern:
Herzlich lieb habe ich dich, HERR, meine Stärke! HERR, mein Fels, meine Burg, mein Erretter; mein Gott, mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Berg meines Heiles und mein Schutz! Psalm 18,2-3
Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft. Denn er ist mein Fels, meine Hilfe, mein Schutz, dass ich gewiss nicht fallen werde.
Psalm 62,2-3

Auch Christus, unser Herr, ist unser geistlicher Felsen. Wenn wir ihm treu folgen sollen wir nicht zuschanden werden:
... und haben alle denselben geistlichen Trank getrunken; sie tranken nämlich von dem geistlichen Felsen, der ihnen folgte; der Fels aber war Christus. 1.Korinther 10,4
»Siehe, ich lege in Zion einen Stein des Anstoßes und einen Fels des Ärgernisses; und wer an ihn glaubt, der soll nicht zuschanden werden. (Jesaja 8,14; 28,16)« Römer 9,33
Und unser geistlicher Trank ist das teure, kostbare Blut Christi das für uns vergossen wurde:
Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich euch weitergegeben habe: Der Herr Jeschuas, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, (Mt 26,26-28; Mk 14,22-24; Lk 22,19-20) dankte und brach's und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis. Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; das tut, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis. Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. 1.Korinther 11,24-26, siehe Abendmahl des Herrn.

Auch wir sollen in Bedrängnis, so wie Paulus, unser Vertrauen auf Gott setzen, der uns erretten wird:
Denn wir wollen euch, liebe Brüder, nicht verschweigen die Bedrängnis, die uns in der Provinz Asien widerfahren ist, wo wir über die Maßen beschwert waren und über unsere Kraft, sodass wir auch am Leben verzagten und es bei uns selbst für beschlossen hielten, wir müssten sterben. Das geschah aber, damit wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst setzten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt, der uns aus solcher Todesnot errettet hat und erretten wird. Auf ihn hoffen wir, er werde uns auch hinfort erretten.
2.Korinther 1,8-10
Die Aussichten des Apostels waren so schlimm, dass er das Gefühl hatte, zum »Tode« verurteilt zu sein. Derjenige, der die Toten auferwecken kann, ist die einzige Hoffnung eines Mannes, der den Tod erwartet, wie es der Apostel zu diesem Zeitpunkt tat.
Der Apostel weiß, dass derselbe Gott, der ihn in der Vergangenheit »errettet hat«, ihn Tag für Tag »erretten« kann und ihn auch weiterhin »erretten wird« bis zu dem großen Tag, an dem er vollständig von allen Anfechtungen und Verfolgungen dieser Welt erlöst sein wird.

5.3 Das Vertrauen festhalten

Christus aber war treu als Sohn über Gottes Haus. Sein Haus sind wir, wenn wir das Vertrauen und den Ruhm der Hoffnung festhalten. Hebräer 3,6
»Christus aber« war über Gottes Haus »als Sohn« treu, nicht als Diener, und in seinem Fall bedeutet Sohnschaft Stellungsgleichheit mit Gott. Gottes Haus war »sein Haus«. Es besteht aus allen wirklich an den Herrn Jeschua Gläubigen: »Sein Haus sind wir, wenn wir die Freimütigkeit und den Ruhm der Hoffnung bis zum Ende standhaft festhalten.«
Festhalten ist ein Beweis für echten Glauben.

5.4 Vertrauen & Belohnung
Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat.
Hebräer 10,35
Die Nähe der »Belohnung« sollte uns stärken. Wir haben in der Vergangenheit schon so viel ertragen, da sollten wir jetzt nicht kapitulieren. Sie waren jetzt der Erfüllung der Verheißungen Gottes näher als je zuvor. Es war kein geeigneter Zeitpunkt, nun umzukehren. »Werft euer Vertrauen nicht weg! Es wird sich erfüllen, worauf ihr hofft« (Hfa).

5.5 Vertrauen auf den Herrn

Der HERR sei gepriesen, denn er hat meinen Hilferuf gehört. Er hat mich verteidigt und beschützt, auf ihn kann ich mich verlassen. Er hat mir geholfen, darum freue ich mich und danke ihm mit meinem Lied. Psalm 28,6-7 Gute Nachricht Bibel
Wenn wir unserem Herrn vertrauen und uns auf ihn verlassen dann wird er uns helfen, verteidigen und beschützen.
Seine Freude wird er uns geben, so dass wir uns von ganzem Herzen über ihn freuen können. Wir danken ihm mit Anbetung und Lobpreis für seine Liebe, Gnade, Güte und Barmherzigkeit. Unser Herr ist gut, ihn lieben wir von ganzem Herzen, weil er uns zuerst geliebt hat und uns herausgerissen hat aus der Finsternis in sein helles, wunderbares Licht und uns in sein Reich versetzt hat.

Dennoch blieben sie eine lange Zeit dort und lehrten frei und offen im Vertrauen auf den Herrn, der das Wort seiner Gnade bezeugte und ließ Zeichen und Wunder geschehen durch ihre Hände. Apostelgeschichte 14,3
Obwohl sie wussten, dass sich Schwierigkeiten zusammenbrauten, fuhren die Prediger fort, »freimütig« im Namen des »Herrn« zu reden, der die Göttlichkeit dieser Botschaft durch »Zeichen und Wunder« bestätigte. Der Zweck der »Zeichen« war hier die Predigt der Apostel zu bestätigen, damit ihre Zuhörer erkennen konnten, dass sie wirklich von Gott gesandt waren.
Zum Beispiel kann die Gabe der »Zungenrede« ein Zeichen für Ungläugige sein:
Darum ist die Zungenrede ein Zeichen nicht für die Gläubigen, sondern für die Ungläubigen; die prophetische Rede aber ein Zeichen nicht für die Ungläubigen, sondern für die Gläubigen. 1.Korinther 14,22
Ein
Zeichen der Endzeit ist das Zeichen des Menschensohnes das am Himmel erscheinen wird.
»
Wunder« steht dagegen eher für Taten, die Ehrfurcht vor dem Handeln Gottes bewirken.

6. Die Gnade Gottes

Siehe auch den Artikel "In der Gnade Gottes leben"

Denn die Gnade Gottes ist erschienen, heilbringend für alle Menschen, und unterweist uns, damit wir, die Gottlosigkeit und die weltlichen Lüste verleugnend, besonnen und gerecht und gottselig leben in dem jetzigen Zeitlauf, indem wir erwarten die glückselige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Heilandes Jeschua Christus. Titus 2,11-13

6.1 Gottes Wort der Gnade

Und nun befehle ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade, der da mächtig ist, euch zu erbauen und euch das Erbe zu geben mit allen, die geheiligt sind. Apostelgeschichte 20,32

Durch seine wunderbare Gnade und seine grosse ewige Liebe handelt Gott gnädig mit jedem Menschen, der Jeschua als seinen Erlöser, Heiland und Herrn annimmt. Wir müssen seinem Wort immer wieder neu vertrauen, sowie daran glauben und in der Gnade Gottes stehen und aus ihr zu leben um erbaut und geheiligt zu werden.

6.2 Zugang zur Gnade Gottes

Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jeschua Christus; durch ihn haben wir auch den Zugang im Glauben zu dieser Gnade1), in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben wird. Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Bedrängnisse, weil wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt, Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung, Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. Denn Christus ist schon zu der Zeit, als wir noch schwach waren, für uns Gottlose gestorben. Römer 5,1–6

1) Neue Genfer Übersetzung: Durch ihn haben wir freien Zugang zu der Gnade bekommen, die jetzt die Grundlage unseres Lebens ist, und im Glauben nehmen wir das auch in Anspruch.
Gute Nachricht Bibel: Er öffnete uns den Weg des Vertrauens und damit den Zugang zur Gnade Gottes, in der wir jetzt festen Stand gewonnen haben.

Die Gerechtigkeit des Gläubigen, wurde uns durch den Glauben an Jeschua Christus von Gott geschenkt und die Gerechtigkeit Christi wird uns von Gott zugerechnet. Gott sieht nicht mehr unsere mangelhafte Gerechtigkeit in uns, sondern die Gerechtigkeit unseres Erlösers und Herrn Jeschua. Die Hoffnung auf die zukünftige Herrlichkeit:
Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm ain Herrlichkeit. 1.Thessalonicher 2,12
So werdet ihr, wenn erscheinen wird der Erzhirte, die unvergängliche Krone der Herrlichkeit empfangen. 1.Petrus 5,4

Die Gläubigen sind durch ihren Glauben an ihren Erretter ewig mit Jeschua Christus verbunden und sie werden nicht durch menschliche Bemühungen bewahrt, sondern durch die Macht Jeschua Christi (vgl. Jes 11,5; Ps 36,5; Kla 3,23; Eph 1,18-20; 2Tim 2,13; Hebr 10,23). Die Anzeichen für diese ewige Verbindung sind für: 1.) sein Frieden mit Gott, 2.) seine Stellung in Gnade, 3.) seine Hoffnung der Herrlichkeit, 4.) sein Empfangen der Liebe Gottes, 5.) die Verschonung vor dem Zorn Gottes und 6.) seine Freude im Herrn.

6.3 Durch die Gnade des Herrn Jeschua selig werden

Und Gott, der die Herzen kennt, hat es bezeugt und ihnen den Heiligen Geist gegeben wie auch uns, und er hat keinen Unterschied gemacht zwischen uns und ihnen, nachdem er ihre Herzen gereinigt hatte durch den Glauben. ... Vielmehr glauben wir, durch die Gnade des Herrn Jeschua selig zu werden, ebenso wie auch sie. Apostelgeschichte 15,8-9

Gott, der Herzenskenner, hat diesen bekehrten Heiden Zeugnis gegeben, indem Er ihnen den Heiligen Geist gab, gleichwie Er diesen auch den Jüngern und Aposteln am Pfingsttag gegeben hatte. Diese Gläubigen waren gereinigt, und Gott hatte die Reinigung ihrer Herzen durch den Glauben bewirkt, nicht durch irgendeine Art zeremonieller Reinigung.

7. Die Wahrheit Gottes

Siehe auch die Artikel:
Das Wort Gottes einziger Maßstab der Wahrheit!

Wahrheit kostet ihren Preis
Jesus Christus ist das Wort Gottes & die Wahrheit!

Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen! Johannes 8,32
Dein Wort ist nichts als Wahrheit, alle Ordnungen deiner Gerechtigkeit währen ewiglich.
Psalm 119,160
Die Wahrheit erkennen wir zu aller erst im Wort Gottes der heiligen Schrift, im Besonderem durch das Leben und Wirken Christi.
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Johannes 1,14
Jeschua spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.
Johannes 14,6
Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin. Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit. Wie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie auch in die Welt. Ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie geheiligt seien in der Wahrheit. Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, damit sie alle eins seien. Johannes 17,16-21
»Heiligen« bedeutet absondern. Das Wort Gottes ist die Wahrheit und hat eine heiligende Wirkung auf die Gläubigen. Wenn sie darin lesen und ihm gehorchen, werden sie als dem Hausherrn nützliche Gefäße abgesondert. Genau dafür bittet der Herr hier. Er möchte ein Volk, das für Gott von der Welt abgesondert und ihm nützlich ist.
Jeschua heiligte sich für uns. Ist er in uns und wir in ihm, so wird er uns in der Wahrheit heiligen.

Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme. Johannes 18,36-37
Lebe in dem Herrn Yeschua in Liebe und Demut zu IHM, so wirst du die Wahrheit Christi ganz erkennen. ER ist der eingeborene Sohn Gottes. Durch IHN und zu IHM ist alles geschaffen. In IHM ist die Fülle Gottes. Yeschua (hebräischer Name für Jesus Christus) ist alles in allem.

Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen. Johannes 14,23
Wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrlich die Liebe Gottes vollkommen. Daran erkennen wir, daß wir in ihm sind. Wer sagt, daß er in ihm bleibt, der soll auch leben, wie er gelebt hat. 1.Johannes 2,5-6
Die Liebe zum Herrn und die Liebe zu Seinem Wort ist also eine untrennbare Einheit. Nur wer die Wahrheit Christi, SEIN WORT, im Herzen trägt wird dem Herrn sein ganzes Leben geben, IHM allein folgen und vertrauen.

Ob jemand in der Wahrheit ist erkennen wir daran, ob dieser bereit ist die Wahrheit des Wortes Gottes zu hören und anzunehmen:
Wir sind von Gott, und wer Gott erkennt, der hört uns; wer nicht von Gott ist, der hört uns nicht. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums. 1.Johannes 4,6
Der Heilige Geist hilft uns zu erkennen, ob etwas im Geist der Wahrheit oder im Geist des Irrtums gepredigt oder getan wird. Haben wir dabei Frieden in unserem Herzen so wird der Geist der Wahrheit, Gottes Geist, am Werk sein. Haben wir dabei Unfrieden in unserem Herzen so wird ein Geist des Irrtums am Werk sein.

Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. Johannes 4,24
Nur durch den Heiligen Geist können wir Gott im Geist und in der Wahrheit anbeten.

8. Unser Reichtum

Siehe auch die Artikel "Im Überfluss des Geistes leben"

8.1 In allen Stücken reich

Wie ihr aber in allen Stücken reich seid, im Glauben und im Wort und in der Erkenntnis und in allem Eifer und in der Liebe, die wir in euch erweckt haben, so gebt auch reichlich bei dieser Wohltat. ... Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jeschua Christus: Obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich würdet. 2.Korinther 8,7-9

Wir sollen »in allen Stücken reich« sein, so wie es die Korinther waren. Dies wird durch das gepredigte Wort in uns erweckt und der Heilige Geist schenkt uns dann die Gaben des Glaubens, der Erkennnis und der Liebe, sowie auch das Wort und den Eifer.
Im Glauben: Im festen Glauben an Gott und seinem Wort und an unserem Erretter Jeschua stehen.
 Im Wort:
Reich im Wort Gottes sein. Das Wort in der Wahrheit predigen und weitergeben.
In der Erkenntnis:
Umfassende Erkenntnis und Einsicht in die göttlichen Wahrheiten.
Allem Eifer:
Unablässiges, ständiges Streben und Bemühen in göttlichen Angelegenheiten.
In der Liebe:
«Reich in der Liebe Christi sein« und diese Liebe untereinander und mit anderen leben, sowie reichlich in dieser Liebe von unserem Reichtum von Herzen abgeben, »denn einen fröhlichen Geber liebt Gott«.
Das Wort »Gnade« wird auf verschiedene Weise im NT benutzt, doch hier ist unmissverständlich Großzügigkeit gemeint. Wie großzügig war der Herr Jeschua? Er war so großzügig, dass er um unsertwillen alles gab, was er hatte, »damit« wir »durch seine Armut« auf ewig »reich« würden.
Jeschua war reich an Besitz, Macht, Ehre, Gemeinschaft mit Gott, seinem Vater, und Herrlichkeit. Er wurde jedoch arm hinsichtlich der Stellung, der Umstände und seiner Beziehungen zu Gott. Wir werden aufgefordert, etwas Geld, Kleidung oder Essen zu geben. Er aber gab sich selbst ganz hin.

8.2 Durch Christus in allen Stücken reich gemacht

Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christus Jeschua, dass ihr durch ihn in allen Stücken reich gemacht seid, in aller Lehre und in aller Erkenntnis. Denn die Predigt von Christus ist in euch kräftig geworden, sodass ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gabe und wartet nur auf die Offenbarung unseres Herrn Jeschua Christus. Der wird euch auch fest erhalten bis ans Ende, dass ihr untadelig seid am Tag unseres Herrn Jeschua Christus. Denn Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jeschua Christus, unseres Herrn. 1.Korinther 1,4-9

Durch Christus in allen Stücken reich gemacht seid: Gegenwärtig hat der Gläubige alles, was der Herr zu geben hat und damit alles, was er braucht (s. 3,21; Eph 1,3; Kol 2,10; 2Pt 1,3).
In aller Lehre und in aller Erkenntnis: Die beiden besonderen Segnungen, von denen hier die Rede ist, haben mit der Predigt der Wahrheit des Wortes Gottes zu tun. Der Prediger ist fähig zu reden, wann immer Gott es von ihm möchte, denn er befähigt ihn. Diese Fähigkeit kann im Gebet erbeten werden (vgl. Apg 4,29.31; Eph 6,19) und wird durch fleißiges Bibelstudium gefördert (2Tim 2,15; 1Pt 3,15). So rüstet Gott die Gläubigen mit aller Erkenntnis aus, die sie brauchen, durch den Heiligen Geist:
Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Lukas 12,12
Der wird euch auch fest erhalten bis ans Ende: Das bezieht sich auf den Augenblick der Errettung, als das Evangelium gehört, geglaubt und im Herzen aufgenommen wurde. In diesem Augenblick wurde die in V. 4 erwähnte Gabe erteilt und der Gläubige wurde zu einem Empfänger der Gnade Gottes.
Keinen Mangel habt an irgendeiner Gabe: Es sind die Gnadengaben (Kap. 12- 14) zur Erbauung der Gemeinde. Weil diese Gaben jedem Gläubigen gegeben sind (12,11.12), ungeachtet seiner Reife oder seines geistlichen Zustands, verfügten die Korinther, trotz ihres sündigen Zustandes, in vollem Maße darüber.
Die Offenbarung unseres Herrn Christus: Paulus sieht auf die Segnungen der künftigen Gnade. Wenn der Herr wiederkommt, wird seine ganze Herrlichkeit, Ehre und Majestät in strahlender Pracht geoffenbart werden (Offb 4,11; 5,12; 17,14). Dann werden alle wahren Gläubigen für immer fest gegründet sein, ganz heilig und ohne Sünde in voller Auferstehungsherrlichkeit und Reinheit. So werden sie auf ewig mit Gott im Himmel leben.
Am Tag unseres Herrn Christus: Vgl. 5,5; 2Kor 1,14. Das Kommen des Herrn für seine Gemeinde, d.h. die Entrückung (Joh 14,1-3; 1Th 4,13-18; Offb 3,10). Wir müssen dieses Ereignis unterscheiden vom »Tag des Herrn« (1Th 5,2.4; 2Th 2,2), einem Tag des Gerichts für die Gottlosen.
Gott ist treu: Aufgrund der souveränen und unabänderlichen Verheißung Gottes können die Gläubigen sich dieser Gnade gewiss sein, die in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gilt. Sie bleiben gerettet und können der künftigen Herrlichkeit bei Christi Erscheinen sicher sein (Eph 5,26.27).
Durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes: Gott, der zum Heil und in den Himmel beruft, wird treu sein und die nötige Gnade geben, um diese Berufung erfüllen zu können. Jedoch müssen wir im Licht leben, wie Christus im vollkommenen Licht Gottes lebte und lebt, um in die volle Gemeinschaft mit unserem Herrn zu kommen:
Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. Johannes 8,12
Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander.
1.Johannes 1,7
Wer seinen Bruder liebt, der bleibt im Licht, und durch ihn kommt niemand zu Fall. 1.Johannes 2,10
Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Lebt als Kinder des Lichts. Epheser 5,8

Christus gibt uns von seinem Reichtum, seiner Weisheit und Erkenntnis, sodass wir volle Erkenntnis seines Erlösungswerkes und seines Evangeliums bekommen können und so unser Glaubensleben in Weisheit führen können und Gewissheit haben, dass der Herr uns alles geben wird was wir zur Erfüllung und Vollbringen seines Willens und Auftrags an uns benötigen (siehe auch Kapitel 10.13 Gott wirkt in uns das Vollbringen):
... damit ihre Herzen gestärkt und zusammengefügt werden in der Liebe und zu allem Reichtum an Gewissheit und Verständnis, zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist, in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis. Kolosser 2,2-3

8.3 Immer reicher werden an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes

Denn was zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, damit wir durch Geduld und den Trost der Schrift Hoffnung haben. Der Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, dass ihr einträchtig gesinnt seid untereinander, Christus Jeschua gemäß, damit ihr einmütig mit einem Munde Gott lobt, den Vater unseres Herrn Jeschua Christus. Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob. Denn ich sage: Christus ist ein Diener der Juden geworden um der Wahrhaftigkeit Gottes willen, um die Verheißungen zu bestätigen, die den Vätern gegeben sind; die Heiden aber sollen Gott loben um der Barmherzigkeit willen, wie geschrieben steht (Psalm 18,50): »Darum will ich dich loben unter den Heiden und deinem Namen singen.« Und wiederum heißt es (5.Mose 32,43): »Freut euch, ihr Heiden, mit seinem Volk!« Und wiederum (Psalm 117,1): »Lobet den Herrn, alle Heiden, und preist ihn, alle Völker!« Und wiederum spricht Jesaja (Jesaja 11,10): »Es wird kommen der Spross aus der Wurzel Isais und wird aufstehen, um zu herrschen über die Heiden; auf den werden die Heiden hoffen.« Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes. Römer 15,4-13

Denn was zuvor geschrieben ist: Das von Gott geoffenbarte AT zu unserer Belehrung zuvor geschrieben. Christen leben zwar unter dem Neuen Bund und stehen nicht unter der Autorität des Alten Bundes, doch Gottes Moralgesetz hat sich nicht geändert und die ganze Schrift hat geistlichen Nutzen (1Kor 10,6.10.11; 2Pt 1,20.21).
Gott der Hoffnung: Gott ist die Quelle ewiger Hoffnung, ewigen Lebens und ewigen Heils, und für jeden Gläubigen ist er der Inhalt der Hoffnung.
Durch die Kraft des Heiligen Geistes: Der Gläubige erhält diese Hoffnung durch die Bibel (vgl. 15,4; Eph 1,13.14), die vom Heiligen Geist geschrieben wurde und die der Heilige Geist in das Herz jedes Gläubigen hineinlegt.

8.4 Wir sind Priester und Könige vor Gott

Im NT sind alle Gläubigen Priester. Sie sind heilige Priester, die ins Heiligtum Gottes gehen, um anzubeten (1. Petr 2,5), und sie sind königliche Priester, die in die Welt hinausgehen, um Zeugnis zu geben (1. Petr 2,9).
Die Gläubigen bringen als Priester geistliche Opfer dar. Zunächst geht es um das Opfer der eigenen Person, indem wir dem Herrn hingegeben leben (Röm 12,1). Dann finden wir in Hebräer 13,15 das zweite Opfer: »das Opfer des Lobes«. Es wird »Gott« durch den Herrn Jeschua dargebracht. All unsere Gebete und all unser Lobpreis müssen erst bei ihm vorbei, ehe sie Gott den Vater erreichen. Unser großer Hoherpriester nimmt alle Unreinheit und Unvollkommenheit weg und fügt seine eigene Vorzüglichkeit hinzu.
Das »Opfer des Lobes« ist »Frucht der Lippen, die seinen Namen« bekennen. Der einzige Lobpreis, den Gott annimmt, ist derjenige, der von erlösten Lippen kommt: So lasst uns nun durch ihn Gott allezeit das Lobopfer darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen. Hebräer 13,15

Und auch ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Christus. ... Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht. 1. Petrus 2,5&9

»zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft« siehe 10.8 Dem Herrn als lebendige Steine nachfolgen

Wir sind »ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk« zu Gottes besonderem »Eigentum«. Wir wurden von Gott vor Grundlegung der Welt dazu auserwählt, Christus zu gehören (Eph 1,4). Doch statt eines irdischen Volkes mit gemeinsamer Herkunft und bestimmten äußeren Merkmalen ist die Gemeinde eine himmlische Nation mit einer göttlichen Herkunft und geistlichen Merkmalen.
Wir sind heilige Priester, die geistliche Opfer darbringen, die Wohltaten Gottes verkündigen und in die Welt gehen um Zeugnis zu geben. Als heilige Priester betreten wir durch den Glauben das Heiligtum des Himmels, um dort anzubeten.

... berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht.: Einst waren wir in der Finsternis mit Sünde und Schande behaftet. Durch unsere wunderbare Errettung sind wir in das Reich des Sohnes seiner Liebe und in sein wunderbares Licht versetzt worden. War die Finsternis vorher bedrückend, so scheint das Licht jetzt hell und klar. Wie sehr sollten wir das Lob dessen »verkündigen«, der all dies für uns getan hat!

... und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Offenbarung 1,6
Er machte uns »zu Königen und Priestern«. Als heilige »Priester« bringen wir Gott geistliche Opfer dar: unser Leben, unseren Besitz, unseren Lobpreis und unseren Dienst. Als königliche »Priester« verkündigen wir die Tugenden dessen, der uns aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht berufen hat. Wenn wir über eine solche Liebe nachdenken, dann können wir nur folgern, dass ihm alle »Herrlichkeit«, Ehre und Anbetung sowie aller Lobpreis gebührt. All das sollen wir ihm bringen, sooft und so viel wir können. Und er ist würdig, die »Gewalt« über unser Leben, über die Gemeinde, die Welt und das gesamte Universum auszuüben. »Amen«.

... und hast sie unserm Gott zu Königen und Priestern gemacht, und sie werden herrschen auf Erden. Offenbarung 5,10
Außer der Erlösung hat der Herr uns auch noch »zu Königen und Priestern gemacht«, damit wir ihn anbeten, für ihn Zeugnis ablegen und mit ihm während des Tausendjährigen Reiches »herrschen auf Erden«.

Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht; sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre. Offenbarung 20,6
Diejenigen, die »an der ersten Auferstehung« teilhaben, sind »selig«, weil sie nicht den »zweiten Tod« erleiden müssen ganz im Gegensatz zu allen Ungläubigen, die in den Feuersee geworfen werden.

8.5 Wir sind Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen

So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Christus der Eckstein ist, auf welchem der ganze Bau ineinander gefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn. Durch ihn werdet auch ihr mit erbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist. Epheser 2,19-22
Zu »Jeschua Christus ist der Eckstein« siehe auch 10.8 Dem Herrn als lebendige Steine nachfolgen

Wir sind »nicht mehr Gäste und Fremdlinge«, sondern »Mitbürger« aller »Heiligen« des neutestamentlichen Zeitalters. Wir sind im Himmel Bürger erster Klasse (Phil 3,20.21). Wir sind auch »Gottes Hausgenossen«. Wir sind nicht nur in das himmlische Reich Gottes versetzt worden, sondern auch in die göttliche Familie adoptiert worden.

Wir sind Steine im Bauwerk des heiligen Tempels geworden. Ganz ausführlich schildert Paulus diesen Tempel – seinen »Grund«, seinen »Eckstein«, seinen Zusammenhalt, seine Einheit und Symmetrie, sein Wachstum und andere einzigartige Eigenschaften. Dieser Tempel ist »erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten« des NT.
Es bedeutet nicht, dass die »Apostel und Propheten« die Grundsteine der Gemeinde waren. Christus ist der »Grund« (1. Kor 3,11). Doch sie legten durch ihre Lehre in Bezug auf die Person und das Werk des Herrn Jeschua die Grundlage.
Die Gemeinde ist auf Christus gegründet, wie er durch das Bekenntnis und die Lehre der »Apostel und Propheten« offenbart wurde. Petrus bekannte ihn seinerzeit als den Christus, den Sohn des lebendigen Gottes. Daraufhin verkündigte Jeschua, dass seine Gemeinde auf diesem Felsen gebaut werde, nämlich auf der festen Wahrheit, dass er der Gesalbte Gottes und Gottes einziger Sohn ist (Matth 16,18).
In Offenbarung 21,14 werden die Apostel mit den zwölf Grundsteinen des heiligen Jerusalem in Verbindung gebracht. Sie sind nicht die Grundlage, aber sie sind eng damit verbunden, weil sie als Erste die großen Wahrheiten über Christus und die Gemeinde lehrten.

»Christus« ist nicht nur die »Grund« des Tempels, sondern auch der »Eckstein«.
Die Einheit und Symmetrie des Tempels wird durch die Ausdrücke »ineinander gefügt« und »der ganze Bau« angedeutet. Es handelt sich um eine Einheit vieler einzelner Glieder. Jedes Glied hat einen besonderen Platz in dem »Bau«. Steine, die im Tal des Todes zur Ehre Gottes ausgegraben wurden, erweisen sich als vollkommen passend. Dieses Gebäude hat die einzigartige Eigenschaft, dass es »wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn«. Die Geburtsstunde der Gemeinde war zu Pfingsten. Seitdem ist dieser Leib immer weiter gewachsen, und er wird es auch in Zukunft bis zur Entrückung tun.
Dieses wachsende Gebäude aus lebendigen Steinen wird als »heiliger Tempel im Herrn« beschrieben. Das Wort, das Paulus hier für »Tempel« benutzt, ist das, was das Allerheiligste (gr. naos) bezeichnet. Er dachte an das Hauptgebäude im Tempelbezirk, in dem sich das Allerheiligste befand. Dies war die Wohnstätte Gottes, und dort zeigte er sich in einer lichten, leuchtenden Herrlichkeitswolke.
Wir sind ein lebendiges Heiligtum, in dem Gott wohnt und seine Herrlichkeit offenbart. Dieser Tempel ist heilig. Er ist von der Welt abgesondert und für heilige Zwecke geweiht. Als »heiliger Tempel« ist die Gemeinde das Zentrum, von dem aus Lob, Dank und Anbetung durch den Herrn Jeschua Christus zu Gott aufsteigen.

Der Tempel »wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn«: Seine Glieder sind durch ihre Gemeinschaft mit ihm und in ihm von ihrer Stellung her »heilig«, und sie sollten aus Liebe zu ihm auch im Glaubensleben »heilig« sein.

Die wunderbare große Würde der Stellung der Gläubigen besteht darin, dass sie eine »Wohnung Gottes im Geist« sind. Das ist der Zweck des Tempels. Es geht darum, einen Ort zu schaffen, wo Gott in Gemeinschaft mit seinem Volk leben kann. Die Gemeinde ist dieser Ort. Man vergleiche dies einmal mit der Stellung der Heiden im AT. Da durften sie sich noch nicht einmal Gottes Wohnstätte nähern. Und nun sind sie selbst ein Teil davon!
Dieser Tempel ist die Wohnstätte Gottes des Vaters auf Erden. »Wohnung Gottes im Geist«: In der Person des Heiligen Geistes wohnt Gott in der Gemeinde (1. Kor 3,16).

Sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu den vielen tausend Engeln und zu der Versammlung und Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel aufgeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten und zu dem Mittler des neuen Bundes, Jeschua, und zu dem Blut der Besprengung. Hebr 12,22-34 Siehe hierzu 12.4 Unsere Zukunft: Im neuen Himmel und auf einer neuer Erde

9. Verheißungen Gottes

Die »Verheißungen« Gottes sind das letzte von sieben Gütern, die Petrus in seinen Briefen »kostbar« nennt. Unser Glaube ist kostbarer als Gold (1. Petr 1,7). Das Blut Christi ist kostbar (1. Petr 1,19). Christus, der lebendige Stein, ist in Gottes Augen kostbar (1. Petr 2,4). Er ist auch als Eckstein kostbar (1. Petr 2,6). Er ist allen kostbar, die an ihn glauben (1. Petr 2,7). Der unvergängliche Edelstein eines sanften und stillen Geistes ist in Gottes Augen kostbar (1. Petr 3,4), und schließlich sind noch die »Verheißungen« Gottes »kostbar« (2. Petr 1,4).

Wir sollten über einige der Verheißungen nachdenken, die es bezüglich unserer Heiligung gibt: 1. Freiheit von der Herrschaft der Sünde (Röm 6,14); 2. in jeder Beziehung hinreichende Gnade (2. Kor 12,9); 3. Kraft, seinen Geboten zu gehorchen (Phil 4,13); 4. Sieg über den Teufel (Jak 4,7); 5. Auswege aus der Versuchung (1. Kor 10,13); 6. Vergebung, wenn wir unsere Sünden bekennen (1. Joh 1,9) (sowie Gottes Zusage, dass er nicht mehr an unsere Süden denken wird Jer 31,34); 7. Antwort, wenn wir rufen (Ps 50,15).

Siehe auch die Artikel "Schaue immer auf die Verheißung"
Stütze dich auf Gottes Verheißungen! (MP3) & Broschüre zu dieser Lehrbotschaft von Dieter Beständig
 und Der dreifache Segensstrom Gottes in unserem Leben von Dieter Beständig

9.1 Bestätigung der Verheißungen durch Christus

Denn ich sage: Christus ist ein Diener der Juden geworden um der Wahrhaftigkeit Gottes willen, um die Verheißungen zu bestätigen, die den Vätern gegeben sind. Römer 15,8
Gott hat wiederholt verheißen, dass er Israel den Messias senden wolle, und das Kommen Christi bestätigte die Wahrheit dieser »Verheißung«.

Weil wir nun solche Verheißungen haben, meine Lieben, so lasst uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und die Heiligung vollenden in der Furcht Gottes. 2.Korinther 7,1

9.2 Die teuren und allergrößten Verheißungen

Alles, was zum Leben und zur Frömmigkeit dient, hat uns seine göttliche Kraft geschenkt durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Kraft. Durch sie sind uns die teuren und allergrößten Verheißungen geschenkt, damit ihr dadurch Anteil bekommt an der göttlichen Natur, die ihr entronnen seid der verderblichen Begierde in der Welt. 2.Petrus 1,3-4
Die Verse 3 und 4 zeigen, dass Gott uns alles gegeben hat, was für das Leben aus Gott notwendig ist. Weil er das getan hat, müssen wir uns eifrig darin üben. Gott heiligt uns nicht gegen unseren Willen oder ohne unsere Mithilfe. Von unserer Seite ist dazu Verlangen, Entschiedenheit und Disziplin vonnöten.

Diese Verse sollte jeden Christen außerordentlich interessieren, weil sie uns sagen, wie wir uns in diesem Leben vor dem Fallen bewahren und wie wir sicher sein können, siegreich in das Leben nach unserem Abscheiden von dieser Erde einzugehen.
Zunächst einmal wird uns versichert, dass Gott alle Vorkehrungen getroffen hat, damit wir ein geheiligtes Leben führen können. Diese Vorsorge ist ein Zeichen seiner »göttlichen Kraft«: Sie hat uns »alles zum Leben und zur Gottseligkeit geschenkt«. So wie Gottes Kraft uns zunächst einmal errettet, so gibt uns seine Kraft die Energie, fortan ein geheiligtes Leben zu führen. Die Reihenfolge lautet: Erst »Leben«, dann »Gottseligkeit«. Das Evangelium ist die Kraft Gottes, die uns von der Strafe der Sünde, von ihrer Macht, von der Verdammnis und von der Verunreinigung durch die Sünde befreit.

Die »Kraft« zu einem geheiligten Leben erhalten wir »durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat«. So, wie seine »göttliche Kraft« die Ursache unserer Heiligung ist, so ist »die Erkenntnis« seiner selbst das Mittel zu unserer Heiligung. Ihn zu erkennen, bedeutet ewiges Leben (Joh 17,3), wobei wir in der Heiligung vorankommen, je mehr wir in der Erkenntnis seiner selbst fortschreiten. Je mehr wir ihn erkennen, desto mehr ähneln wir ihm.

Hat uns seine göttliche Kraft geschenkt: Hier steht »alles, was Gottes Kraft uns »geschenkt hat«, um ein Leben der Heiligung führen zu können. Dazu gehören auch seine »kostbaren und größten Verheißungen« in seinem Wort. Man schätzt, dass die Bibel mindestens 30 000 Verheißungen enthält.

Es verwundert nicht, dass die Verheißungen Gottes nach den Worten des Petrus kostbar und überaus groß sind! Diese Verheißungen ermöglichen es dem Gläubigen, »dem Verderben, das durch die Begierde in der Welt ist«, zu entfliehen. Gott hat uns alles Nötige zum Widerstand gegen die Versuchung verheißen. Wenn Begierden aufkommen, dann können wir die Verheißungen in Anspruch nehmen. Sie ermöglichen es uns, der Verderbnis dieser Welt zu entkommen – vor ihrer Sünde auf sexuellem Gebiet, ihrer Trunkenheit, ihrem Schmutz, ihrem Elend, ihrem Verrat und ihrem Streben.

Anteil an der göttlichen Natur: Die positive Seite daran ist, dass wir durch dieselben Verheißungen »Teilhaber der göttlichen Natur« werden können. Dies findet in erster Linie bei unserer Bekehrung statt. Wenn wir dann in den praktischen Genuss der Verheißungen Gottes kommen, werden wir immer mehr in Jeschua Bild umgestaltet. So hat er uns z. B. verheißen, dass wir ihm immer ähnlicher werden, je mehr wir über ihn nachsinnen (2. Kor 3,18). Wir verwirklichen diese Verheißung, indem wir das Wort lesen, das darin geoffenbarte Wesen Christi studieren und ihm dann folgen. Wenn wir dies tun, so verwandelt uns der Heilige Geist in Jeschua Bild, und zwar von einer Herrlichkeit zur nächsten.

9.3 Durch Glauben und Geduld die Verheißungen ererben

Wir wünschen aber, dass jeder von euch denselben Eifer beweise, die Hoffnung festzuhalten bis ans Ende, damit ihr nicht träge werdet, sondern Nachfolger derer, die durch Glauben und Geduld die Verheißungen ererben. Denn als Gott dem Abraham die Verheißung gab, schwor er bei sich selbst, da er bei keinem Größeren schwören konnte, und sprach (1.Mose 22,16-17): »Wahrlich, ich will dich segnen und mehren.« Und so wartete Abraham in Geduld und erlangte die Verheißung. Hebräer 6,11-15
Jeder der Gläubigen soll »denselben Eifer … beweisen«, den auch die wahren Gläubigen unter Beweis gestellt haben, als sie »die volle Gewissheit der Hoffnung bis ans Ende« anerkannten. Wir sollen fest zu Christus stehen, bis sich unsere endgültige Hoffnung im Himmel verwirklicht. Dies ist ein Beweis der Echtheit des Glaubens.
Wir sollen »nicht träge« werden und sollen Nachfolger der Gläubigen werden, »die durch Glauben und Ausharren die Ver- heißungen erben«.
Abraham glaubte an Gott und harrte deshalb geduldig aus. Dadurch erlangte er die Erfüllung der Verheißung.

9.4 Gesegnet mit Abraham

So werden nun die, die aus dem Glauben sind, gesegnet mit dem gläubigen Abraham. Galater 3,9
Abraham wird in 1. Mose 12,3 bereits verkündet: »In dir werden gesegnet werden alle Nationen.« »In dir«, d. h. mit Abraham, auf dieselbe Weise wie Abraham. »Alle Nationen«, d. h. sowohl Heiden als auch Juden. »Werden gesegnet werden«, d. h. errettet werden. Wie wurde Abraham gerettet? »Aus Glauben«. Wie werden die Nationen gerettet? Genauso wie Abraham, »aus Glauben«.
Der Heilige Geist, der diesen Vers des AT geschrieben hat, wusste, dass er schon das Evangelium der Errettung durch den Glauben für alle Völker enthält. Alle, die an Gott glauben, werden »mit dem gläubigen Abraham« gesegnet, und zwar nach dem Zeugnis der jüdischen Schriften.

9.5 Gesalbt und versiegelt und uns den Geist gegeben
Lese hierzu auch die Artikel Heiliger Geist und Das Werk des Heiligen Geistes

Denn auf alle Gottesverheißungen ist in ihm das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zum Lobe. Gott ist's aber, der uns fest macht samt euch in Christus und uns gesalbt und versiegelt und in unsre Herzen als Unterpfand den Geist gegeben hat. 2.Korinther 1,20-22

Alle »Verheißungen Gottes«, ganz gleich, wie viele es sein mögen, finden ihre Erfüllung in Christus. Alle, die »in ihm« die Erfüllung der »Verheißungen Gottes« finden, fügen ihr »Amen« hinzu: Wir öffnen unsere Bibel bei einer Verheißung, sehen zu Gott auf, und Gott sagt uns: »Du kannst all das durch Christus haben.« Wenn wir Christus vertrauen, dann sagen wir »Amen« zu Gott. Gott spricht durch Christus, und wir glauben an ihn. Christus beugt sich herab, und der Glaube streckt sich nach oben, wobei jede Verheißung Gottes in Jeschua Christus erfüllt wird. In ihm und durch ihn können wir sie für uns in Anspruch nehmen und sagen: »Ja, Herr, ich vertraue dir.« Das ist das »Ja« des Glaubens.
All das dient »Gott zur Ehre und zum Lobe durch uns«. »Er wird verherrlicht, wenn Menschen erkennen, dass er über sie Gutes beschlossen hat, das über ihre Vorstellungskraft hinausgeht. Auch wird er verherrlicht, wenn sie dieses Gute als in seinem Sohn unzweifelhaft sicher ansehen.

»Gott« hatte ihnen den Glauben geschenkt und sie »in Christus« durch den Dienst am Wort Gottes befestigt. Er hat sie sogar mit dem Geist »gesalbt«, durch den er sie bevollmächtigte, ihnen Kraft gab und sie lehrte.

Er hat uns auch »versiegelt« und uns das »Unterpfand des Geistes in unsere Herzen gegeben«. Hier haben wir zwei weitere Dienste des Heiligen Geistes. Das Siegel ist das Kennzeichen des Eigentümers und steht für Sicherheit. Der »Geist« im Gläubigen ist das Kennzeichen, dass der Gläubige nun Gott gehört und auf ewig sicher ist. Das Siegel ist natürlich unsichtbar. Die Menschen erkennen nicht an einer Plakette, dass wir Christen sind, sondern nur durch die Beweise eines geisterfüllten Lebens. Gott hat uns auch »das Unterpfand des Geistes in unsere Herzen gegeben«. Das Unterpfand ist eine Anzahlung auf das Gesamterbe, das einmal folgen wird. Wenn Gott einen Menschen errettet, gibt er ihm den Heiligen »Geist«. Genauso sicher, wie er den »Geist« empfängt, wird er das gesamte Erbe Gottes antreten. Die gleiche Art des Segens, die der Heilige Geist heute in unserem Leben verwirklicht, wird uns eines Tages in vollem Maße geschenkt werden.

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben, denn der Tempel Gottes ist heilig; der seid ihr. 1.Korinther 3,16
Paulus erinnert uns, dass wir »Gottes Tempel (gr., das innere oder höchste Heiligtum)« sind »und der Geist Gottes in« uns »wohnt«. Der Geist Gottes wohnt in jedem einzelnen Gläubigen, doch daran denkt Paulus hier gar nicht. Er sieht die Angehörigen der Gemeinde als eine Gemeinschaft von vielen und wünscht, dass sie die heilige Würde einer solchen Berufung erkennen.
Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe. 1.Korinther 6,19-20
Und wieder erinnert Paulus die Korinther daran, dass sie eine heilige und ehrenvolle Berufung besitzen. Haben sie denn vergessen, dass ihr »Leib ein Tempel des Heiligen Geistes« ist? Eine ernst zu nehmende Wahrheit der Schrift besteht darin, dass in jedem Gläubigen der Geist Gottes wohnt. Wie können wir nur daran denken, den Leib, in dem der Heilige Geist wohnt, zu nehmen und in den Dienst des Bösen zu stellen? Es geht nicht nur darum, dass unser Leib der Tempel des Heiligen Geistes ist. Vielmehr gehören wir auch nicht uns »selbst«. Es steht uns nicht zu, unseren Leib zu nehmen und zu gebrauchen, wie wir es wollen. Unser Leib gehört unserem Herrn. Wir sollten mit unserem »Leib … Gott« preisen und verherrlichen, dem der Leib gehört.

9.6 Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes, so wird euch das alles zufallen

Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. Matthäus 6,33; Lukas 12,31
Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Römer 8,2

Der Herr sorgt in allem für jeden einzelnen die zu ihm gehören. Er sagt hier im Grunde: Wenn du Gottes Interessen an die erste Stelle in deinem Leben stellst, dann werde ich für die Erfüllung aller deiner Bedürfnisse sorgen.
Wenn du zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit trachtest, dann wird der Herr darauf achten, dass es dir nie an dem fehlt, was zum geistlichen und materiellen Leben notwendig ist.

Es ist wunderbar, das Gott in allem für uns sorgt. Warum sollten wir uns für geistliche und materielle Dinge sorgen und materielle Dinge solch einen wichtigen Platz in unserem Leben einräumen? Und wieso sollten wir »in Unruhe« sein und uns wegen unserer Zukunft Sorgen machen? So leben nur Menschen, die nicht errettet sind.
Die »Nationen der Welt«, die Gott nicht als ihren Vater kennen, konzentrieren sich auf diese Dinge und auf ihr Vergnügen. Diese Dinge bilden das Zentrum und den Rahmen ihres Lebens.
Doch Gott hatte nie im Sinn, dass seine Kinder ihre Zeit in der Jagd nach irdischer Bequemlichkeit vergeuden sollten. Sie haben noch ein Werk auf Erden zu vollbringen, und er hat verheißen, für diejenigen zu sorgen, die sich ihm von ganzem Herzen hingeben. Wenn wir nach »seinem Reich« trachten, dann wird er uns niemals verhungern oder nackt herumlaufen lassen. Wie traurig wäre es, am Ende des Lebens anzukommen und zu erkennen, dass wir die meiste Zeit damit verbracht haben, uns für etwas abzuarbeiten, das schon mit unserer Errettung und dem Erlösungswerk Christi geschenkt wurde (siehe Römer 8,2)
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9.7 Die wichtigsten Verheißungen Gottes für unser Glaubensleben

Ein erfülltes, siegreiches Glaubensleben ist nur dann möglich, wenn wir Jeschua, unseren Herrn und Erretter, von ganzem Herzen lieben, ihm in allem treu nachfolgen, ihm vollständig vertrauen besonders allen in seinem Wort gegebenen Zusagen und Verheißungen, an sie denken und diese auch anwenden.

GOTT hat uns in Seinem Wort hunderte, ja tausende von Verheißungen gegeben:
Alles, was zum Leben und zur Frömmigkeit dient, hat uns seine göttliche Kraft geschenkt durch die Erkenntnis dessen, ader uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Kraft. Durch sie sind uns die teuren und allergrößten Verheißungen geschenkt, damit ihr dadurch Anteil bekommt an der göttlichen Natur, die ihr entronnen seid der verderblichen Begierde in der Welt. 2.Petrus 1,3-4

ER kann das, was ER verheißen hat, auch tun. ER, der die Verheißungen gegeben hat, ist treu. Und ER zögert die Erfüllung Seiner Verheißung nicht hinaus. So dürfen wir darin ruhen: Was GOTT verheißen hat, das wird ER auch tun!:
Denn des HERRN Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das hält ER gewiss. Psalm 33,4
Denn auf alle Gottesverheißungen ist in ihm das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zum Lobe. 2.Korinther 1,20

Nachfolgend werden einige der für unser Glaubensleben wichtigsten Zusagen und Verheißungen Gottes wiedergegeben:

Gott ist unser Fels und Schutz (siehe 5.2 Unser Vertrauen auf Gott den Fels setzten): Herzlich lieb habe ich dich, HERR, meine Stärke! HERR, mein Fels, meine Burg, mein Erretter; mein Gott, mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Berg meines Heiles und mein Schutz! Psalm 18,2-3
Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft. Denn er ist mein Fels, meine Hilfe, mein Schutz, dass ich gewiss nicht fallen werde. Psalm 62,2-3
Gelobt sei der HERR, mein Fels, der meine Hände kämpfen lehrt und meine Fäuste, Krieg zu führen, meine Hilfe und meine Burg, mein Schutz und mein Erretter, mein Schild, auf den ich traue. Psalm
144,1-2

Der Herr, unser Schutz, ist mit uns: Der Herr Zebaoth ist mit uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz. Psalm 46,8

Der HERR (Jahwe) ist unsere Stärke: Der HERR ist seines Volkes Stärke, Hilfe und Stärke für seinen Gesalbten. Psalm 28,8

Der Herr ist unsere Stärke und Zuflucht: Meine Stärke, zu dir will ich mich halten; denn Gott ist mein Schutz. Psalm 59,10
Ich aber will von deiner Macht singen / und des Morgens rühmen deine Güte; denn du bist mir Schutz und Zuflucht in meiner Not. Meine Stärke, dir will ich lobsingen; denn Gott ist mein Schutz, mein gnädiger Gott. Psalm 59,17-18

Gott ist unser Schild: Du bist mein Schutz und mein Schild; ich hoffe auf dein Wort. Psalm 119,114

Gott ist unsere Zuversicht: Aber der HERR ist mein Schutz, mein Gott ist der Hort meiner Zuversicht. Psalm 94,22

Wir haben das ewige Leben: Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Johannes 3,16
Denn das ist der Wille meines Vaters, dass, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, das ewige Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage. ... Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, der hat das ewige Leben.
Johannes 6,40-47
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hält, der wird den Tod nicht sehen in Ewigkeit.
Johannes 8,51

Unsere Gebete werden erhört: Darum sage ich euch: Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch werden. Markus 11,24
Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, damit der Vater verherrlicht werde im Sohn.
Johannes 14,13
Wahrlich, ich sage euch auch: Wenn zwei unter euch eins werden auf Erden, worum sie bitten wollen, so soll es ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel. Matthäus 18,19

Uns ist die Gegenwart des Herrn mit seiner Macht & Stärke verheißen, denn Jeschua sagte: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Matthäus 28,18-20
Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. Matthäus 18,20
Was ihr gelernt und empfangen und gehört und gesehen habt an mir, das tut; so wird der Gott des Friedens mit euch sein. Philipper 4,9
Wenn der Herr uns einen Auftrag gibt, so sollten wir ihm vollständig vertrauen, dass er bei uns ist und uns auch die Fähigkeit und Kraft gibt diesen Auftrag zu erfüllen.

Der Herr hat uns den Sieg verheißen: Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube. 1.Johannes 5,4
Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jeschua Christus! 1.Korinther 15,57
Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. Römer 8,37

Wir können die Werke auch tun, die der Herr tat: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und er wird noch größere als diese tun; denn ich gehe zum Vater. Johannes 14,12

Der Herr leitet uns und gibt uns seinen Frieden: So spricht der HERR, dein Erlöser, der Heilige Israels: Ich bin der HERR, dein Gott, der dich lehrt, was dir hilft, und dich leitet auf dem Wege, den du gehst. O dass du auf meine Gebote gemerkt hättest, so würde dein Friede sein wie ein Wasserstrom und deine Gerechtigkeit wie Meereswellen. Deine Kinder würden zahlreich sein wie Sand und deine Nachkommen wie Sandkörner. Dein Name würde nicht ausgerottet und nicht vertilgt werden vor mir. Jesaja 48,17-19
Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht. Johannes 14,27

Der Herr sorgt für uns: Fürchtet den HERRN, ihr seine Heiligen! Denn die ihn fürchten, haben keinen Mangel. Reiche müssen darben und hungern; aber die den HERRN suchen, haben keinen Mangel an irgendeinem Gut. Psalm 34,10
Die sollen dem Herrn danken für seine Güte und für seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut, dass er sättigt die durstige Seele und die Hungrigen füllt mit Gutem. Psalm 107,8-9
Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen. Lukas 1,53
Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? ... sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft. Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat. Matthäus 6,25-34 siehe auch Lukas 12,22-31
Wirf dein Anliegen auf den HERRN; der wird dich versorgen und wird den Gerechten in Ewigkeit nicht wanken lassen. Psalm 55,23
Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. 1.Petrus 5,7

Der Herr hilft uns: Dann wollen wir jubeln, weil er dir hilft; im Namen unsres Gottes erheben wir das Banner. Der HERR gewähre dir alle deine Bitten! Nun weiß ich, dass der HERR seinem Gesalbten hilft und ihn erhört von seinem heiligen Himmel, seine rechte Hand hilft mit Macht. ... Hilf, HERR, du König! Er wird uns erhören, wenn wir rufen. Psalm 20,6-10
Als einer im Elend rief, hörte der HERR und half ihm aus allen seinen Nöten.
Psalm 34,7
Wenn die Gerechten schreien, so hört der HERR und errettet sie aus all ihrer Not. Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben. Der Gerechte muss viel erleiden, aber aus alledem hilft ihm der HERR. Psalm 34,18-20
Aber der HERR hilft den Gerechten, er ist ihre Stärke in der Not. Psalm 37,39
 Siehe, Gott steht mir bei, der Herr erhält mein Leben. Psalm 54,6
Der HERR behütet die Unmündigen; wenn ich schwach bin, so hilft er mir. Psalm 116,6
Denn der HERR hat Wohlgefallen an seinem Volk, er hilft den Elenden herrlich. Psalm 149,4
Denn der HERR ist unser Richter, der HERR ist unser Meister, der HERR ist unser König; der hilft uns! Jesaja 33,22
Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, dass dich die Ströme nicht ersäufen sollen; und wenn du ins Feuer gehst, sollst du nicht brennen, und die Flamme soll dich nicht versengen. Denn ich bin der HERR, dein Gott, der Heilige Israels, dein Heiland. Jesaja 43,1-3
Denn wir wollen euch, liebe Brüder, nicht verschweigen die Bedrängnis, die uns in der Provinz Asien widerfahren ist, wo wir über die Maßen beschwert waren und über unsere Kraft, sodass wir auch am Leben verzagten und es bei uns selbst für beschlossen hielten, wir müssten sterben. Das geschah aber, damit wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst setzten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt, der uns aus solcher Todesnot errettet hat und erretten wird. Auf ihn hoffen wir, er werde uns auch hinfort erretten. 2.Korinther 1,8-10

Schutz durch Engel: Der Engel des HERRN lagert sich um die her, die ihn fürchten, und hilft ihnen heraus. Psalm 34,8
... und legten Hand an die Apostel und warfen sie in das öffentliche Gefängnis. Aber der Engel des Herrn tat in der Nacht die Türen des Gefängnisses auf und führte sie heraus und sprach: Geht hin und tretet im Tempel auf und redet zum Volk alle Worte des Lebens. Als sie das gehört hatten, gingen sie frühmorgens in den Tempel und lehrten.
Apostelgeschichte 5,18-21 siehe auch Apostelgeschichte 12,6-11
Sind sie nicht allesamt dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die das Heil ererben sollen?
Hebräer 1,14

Körperliche Heilung: »Er hat unsre Schwachheit auf sich genommen, und unsre Krankheit hat er getragen. (Jesaja 53,4)« Matthäus 8,17
Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden. Psalm 147,3
Die Zeichen aber, die folgen werden denen, die da glauben, sind diese: In meinem Namen werden sie ... auf Kranke die Hände legen, so wird's besser mit ihnen werden. Markus 16,17-18
Leidet jemand unter euch, der bete; ist jemand guten Mutes, der singe Psalmen. Ist jemand unter euch krank, der rufe zu sich die Ältesten der Gemeinde, dass sie über ihm beten und ihn salben mit Öl in dem Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden getan hat, wird ihm vergeben werden. Bekennt also einander eure Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist. Jakobus 5,13-16

Die Macht, zu binden und zu lösen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr auf Erden binden werdet, soll auch im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden lösen werdet, soll auch im Himmel gelöst sein. Matthäus 18,18

Zeichen und Wunder werden uns folgen: Die Zeichen aber, die folgen werden denen, die da glauben, sind diese: In meinem Namen werden sie böse Geister austreiben, bin neuen Zungen reden, Schlangen mit den Händen hochheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird's ihnen nicht schaden; auf Kranke werden sie die Hände legen, so wird's besser mit ihnen werden. Markus 16,17-18
Es kam aber Furcht über alle Seelen und es geschahen auch viele Wunder und Zeichen durch die Apostel. Apostelgeschichte 2,43
Es geschahen aber viele Zeichen und Wunder im Volk durch die Hände der Apostel; und sie waren alle in der Halle Salomos einmütig beieinander. Apostelgeschichte
5,12
Dennoch blieben sie eine lange Zeit dort und lehrten frei und offen im Vertrauen auf den Herrn, der das Wort seiner Gnade bezeugte und ließ Zeichen und Wunder geschehen durch ihre Hände.
Apostelgeschichte 14,3

Den Frieden des Herrn: Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht. Johannes 14,27
Das habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. Johannes 16,33

Weisheit: Wenn es aber jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern gibt und niemanden schilt; so wird sie ihm gegeben werden. Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt, der gleicht einer Meereswoge, die vom Winde getrieben und bewegt wird. Jakobus 1,5-6
Durch ihn aber seid ihr in Christus Jeschua, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung. 1.Korinther 1,30

Durch uns scheint das Licht Christi: Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. ... So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. Matthäus 5,14-16
Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. Epheser 5,8-9

Wir bringen Frucht: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. ... Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger. Johannes 15,5-8

Wir sind Kinder Gottes: Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater! Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind. Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi, wenn wir denn mit ihm leiden, damit wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden. Römer 8,14-17
Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater! So bist du nun nicht mehr Knecht, sondern Kind; wenn aber Kind, dann auch Erbe durch Gott. Galater 4,6-7
Denn in ihm hat er uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war, dass wir heilig und untadelig vor ihm sein sollten; in seiner Liebe hat er uns dazu vorherbestimmt, seine Kinder zu sein durch Christus nach dem Wohlgefallen seines Willens, zum Lob seiner herrlichen Gnade, mit der er uns begnadet hat in dem Geliebten.
Epheser 1,4-6

Wir haben den Heiligen Geist empfangen (siehe Der Heilige Geist ist uns gegeben):
Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Geist war noch nicht da; denn Jeschua war noch nicht verherrlicht. Johannes 7,38-39
Und ich will den Vater bitten und er wird euch einen andern Tröster (Fürsprecher, Beistand) geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit: den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. Johannes 14,16-17
Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde. Apostelgeschichte 1,8
Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes. Denn euch und euren Kindern gilt diese Verheißung und allen, die fern sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird. Apostelgeschichte 2.38-39
Und wir sind Zeugen dieses Geschehens und mit uns der Heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen. Apostelgeschichte 5,32
Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. Römer 5,5
Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, dass wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist. 1.Korinther 2,12
Gott ist's aber, der uns fest macht samt euch in Christus und uns gesalbt und versiegelt und in unsre Herzen als Unterpfand den Geist gegeben hat. 2.Korinther 1,21-22
Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe. 1.Korinther 6,19-20
Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. 2.Timotheus 1,7

Unsere geistlichen Waffen (siehe 3.5 Wahrheit, Gerechtigkeit, beschuht, Schild des Glaubens, Helm des Heils, Schwert des Geistes): Denn die Waffen unsres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerstören. Wir zerstören damit Gedanken und alles Hohe, das sich erhebt gegen die Erkenntnis Gottes, und nehmen gefangen alles Denken in den Gehorsam gegen Christus. 2.Korinther 10,4-5
Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt. So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit und an den Beinen gestiefelt, bereit einzutreten für das Evangelium des Friedens. Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen,und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes. Betet allezeit mit Bitten und Flehen im Geist und wacht dazu mit aller Beharrlichkeit im Gebet für alle Heiligen. Epheser 6,10-18

Der Teufel flieht vor uns: So seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch. Jakobus 4,7
Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. Seid anüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge. Dem widersteht, fest im Glauben, und wisst, dass ebendieselben Leiden über eure Brüder in der Welt gehen. 1.Petrus 5,7-9

Wir bekommen Anteil an der göttlichen Natur: Alles, was zum Leben und zur Frömmigkeit dient, hat uns seine göttliche Kraft geschenkt durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Kraft. Durch sie sind uns die teuren und allergrößten Verheißungen geschenkt, damit ihr dadurch Anteil bekommt an der göttlichen Natur, die ihr entronnen seid der verderblichen Begierde in der Welt. 2.Petrus 1,3-4

Freimütigkeit und Zugang zu Gott: Denn durch ihn haben wir alle beide in einem Geist den Zugang zum Vater. So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. Epheser 2,18-19
Darum lasst uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu der Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben. Hebräer 4,16
Weil wir denn nun, liebe Brüder, durch das Blut Jeschua die Freiheit haben zum Eingang in das Heiligtum, den er uns aufgetan hat als neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang, das ist: durch das Opfer seines Leibes, und haben einen Hohenpriester über das Haus Gottes, so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in vollkommenem Glauben, besprengt in unsern Herzen und los von dem bösen Gewissen und gewaschen am Leib mit reinem Wasser. Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat. Hebräer 10,19-23

Zum Frieden Christi berufen: Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Christi, zu dem ihr auch berufen seid bin einem Leibe, regiere in euren Herzen; und seid dankbar. Kolosser 3,14-15
Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden! Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jeschua.
Philipper 4,6-7

Wir sind Priester und Könige: Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht; die ihr einst »nicht ein Volk« wart, nun aber »Gottes Volk« seid, und einst nicht in Gnaden wart, nun aber in Gnaden seid (Hosea 2,25). 1.Petrus 2,9
Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Offenbarung 1,5-6

Wir sind Botschafter Christi: So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott! 2.Korinther 5,20

Wir sind geheiligt: Nach diesem Willen sind wir geheiligt ein für alle Mal durch das Opfer des Leibes Christi. Hebräer 10,10

Das Bewußtsein, Gott und seinem Sohn, Jeschua, und ihren Zusagen in ihrem Wort vollständig zu vertrauen, sowie vollständig daran glauben und in der Gnade Gottes stehen und aus ihr zu leben, muß bei allen Kindern Gottes immer aufs neue geweckt und erhalten werden.

10. Gaben des Geistes

10.1 Gaben durch den Geist gegeben

Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist. Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr. Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen. In einem jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller; dem einen wird durch den Geist gegeben, von der Weisheit zu reden; dem andern wird gegeben, von der Erkenntnis zu reden, nach demselben Geist; einem andern Glaube, in demselben Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen, in dem einen Geist; einem andern die Kraft, Wunder zu tun; einem andern prophetische Rede; einem andern die Gabe, die Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Zungenrede; einem andern die Gabe, sie auszulegen. Dies alles aber wirkt derselbe eine Geist und teilt einem jeden das Seine zu, wie er will. 1.Korinther 12,4-11 / Luther

Was aber die geistlichen Gaben betrifft, Brüder, so will ich nicht, dass ihr unkundig seid. Ihr wisst, dass ihr, als ihr von den Nationen wart, zu den stummen Götzenbildern hingeführt wurdet, wie ihr irgend geleitet wurdet. ... Und niemand sagen kann: Herr Jeschua! Als nur im Heiligen Geist. Es sind aber Verschiedenheiten von Gnadengaben, aber derselbe Geist; und es sind Verschiedenheiten von Diensten, und derselbe Herr; und es sind Verschiedenheiten von Wirkungen, aber derselbe Gott, der alles in allen wirkt. Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes zum Nutzen gegeben. ... Alles dieses aber wirkt ein und derselbe Geist, jedem insbesondere austeilend, wie er will. ... Und Gott hat einige in der Versammlung gesetzt: erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, dann Wunderkräfte, dann Gnadengaben der Heilungen, Hilfeleistungen, Regierungen, Arten von Sprachen. Sind etwa alle Apostel? Alle Propheten? Alle Lehrer? Haben alle Wunderkräfte? Haben alle Gnadengaben der Heilungen? Reden alle in Sprachen? Legen alle aus? Eifert aber um die größeren Gnadengaben; und einen noch weit vortrefflicheren Weg zeige ich euch. 1. Korinther 12,1-31 / Elberfelder

Das griechische Wort für Gnadengabe (charisma) ist von dem Wort für Gnade (charis) abgeleitet und bedeutet dementsprechend "wohlwollend gespendete Gabe, Gnadengeschenk". Zwar wird in Römer 6,23 auch das ewige Leben eine „Gnadengabe Gottes" genannt, und verschiedentlich wird dies Wort im allgemeineren Sinn für Gnadenerweisung verwendet. An den meisten Stellen im Neuen Testament, wo das Wort Gnadengabe vorkommt, handelt es sich jedoch um die von Gott geschenkte Befähigung zum Dienst für Ihn. So verschieden die einzelnen Gläubigen als Glieder des Leibes Christi sind, so unterschiedlich sind auch ihre Bedürfnisse und dementsprechend die Gnadengaben. In Seiner Weisheit und Gnade hat Gott an alles gedacht und alles reichlich gegeben. Ihm sei Dank dafür!

Aus diesen Stellen wird deutlich, daß Gottes Wort nirgends eine vollständige „Liste" aller Gnadengaben enthält, aber auch, daß wir manche dieser Gaben Gottes wenig kennen und schätzen, z.B. die des Vorstehens, der Regierung oder der Hilfeleistung.

Wenn wir jedoch Römer 12 und 1. Korinther 12 aufschlagen, wird uns die Vielfalt der von Gott geschenkten Gnadengaben deutlich. An beiden Stellen wird die Versammlung als Leib gesehen, der aus vielen Gliedern besteht. Wie an unserem Körper jedes Glied seinen eigenen Platz und seine besondere Funktion hat, so ist es auch mit dem Leib Christi. In Römer 12,3-8 werden sieben Gnadengaben genannt:
1. Weissagung / 2. Dienst / 3. Lehre / 4. Ermahnung / 5. Geben / 6. Vorstehen / 7. Ausüben von Barmherzigkeit.

Schließlich werden in Epheser 4,11 in einer weiteren kurzen Aufzählung die Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer genannt, hier jedoch nicht als Gnadengaben, sondern als Gaben (auch im Griechischen ein anderes Wort). Es sind hier die Personen selbst, die der erhöhte Herr gegeben hat „zur Vollendung der Heiligen, für das Werk des Dienstes, für die Auferbauung des Leibes Christi", und zwar „bis wir alle hingelangen zu der Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zu dem erwachsenen Mann, zu dem Maß des vollen Wuchses der Fülle des Christus". Im Unterschied zu einigen der in 1. Korinther 12 genannten Gnadengaben (Heilungen, Sprachen, Wunderkräfte), die das Wirken Gottes in der Anfangszeit bestätigten (vgl. Heb 2,4), sind diese Gaben ausschließlich zur Förderung des geistlichen Wachstums der Versammlung gegeben worden, und bis auf die Apostel und Propheten, die die Grundlage gelegt haben (Eph 2,20; 3,5), werden sie bis zur Wiederkunft des Herrn Jeschua bleiben. Das ist ein großer Trost für uns, gerade in unserer Zeit des Verfalls und des beginnenden Abfalls.

Die Gnadengaben sind nicht mit menschlichen Fähigkeiten zu verwechseln. Jemand, der sich klar und verständlich auszudrücken vermag, besitzt dadurch noch keine Gnadengabe zur Verkündigung des Wortes. Und ebenso kann eine theologische Ausbildung keine Gnadengabe ersetzen. Wie die angeführten Stellen zeigen, werden Gnadengaben allein von Gott und dem verherrlichten Herrn gegeben. Sie sind Geschenke für Seine Erlösten, von Ihm gegebene geistliche Fähigkeiten, verbunden mit einem Auftrag und der Vollmacht zum Dienst. Unter der Leitung des Heiligen Geistes sollen sie zur Verherrlichung des Herrn und zum Segen für andere dienen.

Die Gnadengabe eines Evangelisten besteht in dem Auftrag und der besonderen Fähigkeit, die Botschaft der Gnade Gottes für verlorene Sünder den Menschen von heute nahezubringen und sich in die Lage solcher hineinzuversetzen, die bisher kaum mit dem Wort Gottes in Berührung gekommen sind, und die eines Lehrers darin, die tiefen Zusammenhänge der Lehre des Wortes zu erkennen und anderen Gläubigen verständlich zu machen.

Christus, unser Haupt, kennt nicht nur die Bedürfnisse der Glieder des Leibes, sondern auch die Fähigkeiten jedes einzelnen, und rüstet jeden so aus, daß er den ihm zugeteilten Dienst erfüllen kann.
So hat jeder Gläubige durch die Gnade einen von Gott zugewiesenen Platz als Glied des Leibes Christi. An uns liegt es nun, dies auch als Gnade zu erkennen und in Abhängigkeit von unserem Haupt im Himmel zu leben und zu handeln.

10.2 Die Gabe der prophetischen Rede

Strebt nach der Liebe! Bemüht euch um die Gaben des Geistes, am meisten aber um die Gabe der prophetischen Rede! Denn wer in Zungen redet, der redet nicht für Menschen, sondern für Gott; denn niemand versteht ihn, vielmehr redet er im Geist von Geheimnissen. Wer aber prophetisch redet, der redet den Menschen zur Erbauung und zur Ermahnung und zur Tröstung. Wer in Zungen redet, der erbaut sich selbst; wer aber prophetisch redet, der erbaut die Gemeinde. Ich wollte, dass ihr alle in Zungen reden könntet; aber noch viel mehr, dass ihr prophetisch reden könntet. Denn wer prophetisch redet, ist größer als der, der in Zungen redet; es sei denn, er legt es auch aus, damit die Gemeinde dadurch erbaut werde. 1.Korinther 14,1-5

Strebt nach der Liebe: Ein Gebot für jeden Gläubigen. Weil Lieblosigkeit in der Gemeinde von Korinth ein geistliches Grundproblem war, sollten sie die soeben beschriebene göttliche Liebe mit besonderer Entschlossenheit und großem Eifer erstreben.

Bemüht euch um die Gaben des Geistes: Liebe schließt den Gebrauch dieser Befähigungen nicht aus. Da Paulus aufgefordert hatte, nicht nach den imposanten Gaben zu streben (12,31) und sich nicht über andere zu erheben (12,14-25), konnten einige womöglich meinen, am besten lasse man um der Einheit willen alle Gaben außer Acht. Doch Gott hat in seiner Souveränität allen Gläubigen Geistesgaben gegeben. Diese Gaben sind notwendig für die Auferbauung der Gemeinde (12,1-10). Nach ihnen zu streben, bedeutet in diesem Zusammenhang nicht, persönlich einer bewundernswerten Gabe nachzutrauern, die man nicht hat, sondern vielmehr die übertragenen Gaben gemeinschaftlich und treu im Dienst für den Herrn einzusetzen. Als Versammlung sollten die Korinther bewusst danach streben, dass alle Gaben erkennbar ausgeübt werden. Die Aufforderung steht im Plural (»euch«, »ihr«), was den gemeinsamen Wunsch der Gemeinde betont.

Am meisten aber um die Gabe der prophetischen Rede: Diese Geistesgabe war für das Gemeindeleben deshalb so erstrebenswert, weil sie den Gläubigen auf eine Weise diente, wie es die Sprachenrede nicht konnte, nämlich durch Auferbauung der gesamten Gemeinde.

Wer in Zungen redet: An verschiedenen Stellen des Neuen Testaments wird "in anderen Sprachen reden", "in Zungen reden" und "prophetisch reden" erwähnt.

In Markus 16,17 wird "in neuen Sprachen (Zungen) reden" als ein Zeichen des Glaubens genannt: Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen [o. Zungen] reden ... . Rev. Elberfelder Bibel Die Zeichen aber, die folgen werden denen, die da glauben, sind diese: In meinem Namen werden sie böse Geister austreiben, in neuen Zungen reden ... .

Die Zungenrede soll in der von Gott gegeben Ordnung ausgeübt werden:
Wenn jemand in Zungen redet, so seien es zwei oder höchstens drei, und einer nach dem andern; und einer lege es aus. Ist aber kein Ausleger da, so schweige er in der Gemeinde und rede für sich selber und für Gott. 1.Korinther 14,27-28
... daß es des Herrn Gebot ist, was ich euch schreibe. 1.Korinther 14,37

10.3 Die Gabe Gottes, die in uns ist

Uns sind von Gott Gaben gegeben worden (siehe 9.1 Gaben durch den Geist gegeben), die in uns sind.
Wir sind aufgefordert, wie Timotheus, diese Gaben zu erwecken und zu einer lebendigen Flamme anzufachen, sowie diese auch anzuwenden. Dies können wir jedoch nicht durch unsere menschliche Fähigkeit, sondern nur der Heilige Geist, der in uns ist, kann dies durch uns vollbringen. Siehe Der Heilige Geist ist uns gegeben & 10.13 Gott wirkt in uns das Vollbringen
Die Gaben Gottes können uns durch Weissagung oder Handauflegung der Ältesten gegeben und erweckt (entfacht) werden. Und dies geschieht nicht durch Macht oder menschliche Fähigkeiten der Ältesten, sondern durch den Heiligen Geist.

Lass nicht außer Acht die Gabe in dir, die dir gegeben ist durch Weissagung mit Handauflegung der Ältesten. 1.Timotheus 4,14
Aus diesem Grund erinnere ich dich daran, dass du erweckest die Gabe Gottes, die in dir ist durch die Auflegung meiner Hände.
2.Timotheus 1,6
Wir wissen nicht genau, welche »Gnadengabe« Timotheus gegeben war, ob die des Evangelisten, des Hirten oder des Lehrers. Die allgemeinen Aussagen dieser Briefe führen uns zu der Schlussfolgerung, dass er ein Hirte und zugleich ein Lehrer war. Doch wir wissen, dass »die Gnadengabe« ihm »durch Weissagung mit Handauflegung der Ältestenschaft gegeben worden ist«. Zunächst einmal wurde sie »durch Weissagung« oder zugleich mit ihr gegeben. Das bedeutet einfach, dass ein Prophet in einer Gemeinde aufstand und erklärte, dass der Geist Gottes Timotheus eine bestimmte »Gnadengabe« gegeben habe. Der Prophet hat die Gabe nicht gegeben, sondern sie angekündigt. Dies ging mit »Handauflegung der Ältestenschaft« einher. Und wieder wollen wir betonen, dass die Ältesten nicht die Macht hatten, diese Gabe an Timotheus weiterzugeben. Durch ihre Handauflegung haben sie vielmehr ihre öffentliche Anerkennung dessen kundgetan, was der Heilige Geist schon getan hatte.

Wegen seiner frommen Familie und seines eigenen Glaubens wird Timotheus ermahnt, »die Gnadengabe zu erwecken (anzufachen), die in« ihm ist. Einige sind der Ansicht, dass damit der Heilige Geist gemeint ist. Andere verstehen darunter eine besondere Fähigkeit, die vom Herrn für eine bestimmte Form des christlichen Dienstes geschenkt wird, z. B. die Gabe des Evangelisten, Hirten oder Lehrers. Es scheint klar zu sein, dass Timotheus in den christlichen Dienst berufen worden war und dazu einige besondere Gaben erhalten hat. Hier wird er nun ermutigt, die »Gabe« zu einer lebendigen Flamme »anzufachen«. Er soll sich nicht durch das allgemeine Versagen um ihn herum entmutigen lassen. Er soll seine Aufgabe auch nicht einfach als normale Arbeit ansehen und in bequeme Routine verfallen. Stattdessen soll er achtgeben, seine Gabe immer mehr zu gebrauchen, da die Zeiten immer dunkler werden würden.

Auch heute noch können die Gaben Gottes durch Weissagung oder Handauflegung von Ältesten gegeben und erweckt (entfacht) werden. Und dies geschieht nicht durch Macht oder menschliche Fähigkeiten der Ältesten, sondern durch den Heiligen Geist.
Dabei müssen die Ältesten beachten, dass sie "die Hände niemandem zu bald auflegen" damit sie "nicht teil an fremden Sünden!" haben. Das bedeutet, dass die Ältesten niemanden die Hände auflegen dürfen der Sünden begangen hat oder der sündigt. Sondern sie müssen den Sünder vor allen Gemeindemitgliedern zurecht weisen, damit dieser Gott und den Herrn für seine Sünden um Vergebung bittet, umkehrt und hinfort keine Sünden mehr begeht.
Auch dürfen wir Gott für unseren Bruder, der sündigt, bitten und Gott wird ihm seine Sünden vergeben. Siehe 1.10 Gott für unseren Bruder, der sündigt, bitten.
Die da sündigen, die weise zurecht vor allen, damit sich auch die andern fürchten. Ich ermahne dich inständig vor Gott und Christus Jeschua und den auserwählten Engeln, dass du dich daran hältst ohne Vorurteil und niemanden begünstigst. Die Hände lege niemandem zu bald auf; habe nicht teil an fremden Sünden! Halte dich selber rein! 1.Timotheus 5,20-22

10.4 Hätte ich die Liebe nicht, so wäre ich nichts

Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, so dass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen und hätte die Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze. Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. Die Liebe hört niemals auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird. Denn unser Wissen ist Stückwerk und unser prophetisches Reden ist Stückwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören. ... Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin. Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. 1.Korinther 13,1-13

Geistesgaben waren in Korinth vorhanden (1,7); sogar die richtige Lehre war da (11,2); aber die Liebe fehlte. Deshalb kam es zu den Streitereien und Auswüchsen von Selbstsucht und Stolz, von denen die Gemeinde geplagt wurde, insbesondere auf dem Gebiet der Geistesgaben. Anstatt selbstsüchtig und neidisch nach imposanten Gaben zu gieren, sollten die Gläubigen nach dem Großartigsten überhaupt streben, nach gegenseitiger Liebe.
Mit Menschenzungen redete: Vgl. 12,10.28; 14,4-33. Dass es sich bei dieser Gabe um eine echte Sprache handelte, wird aus Apg 2,4-12 deutlich und wird hier bestätigt, da Paulus sie als Sprache »von Menschen« bezeichnet. Das ist ein klarer Hinweis auf eine menschliche Sprache. Sie war die Gabe, welche die Korinther so hoch bewerteten, so arg missbrauchten und so zum eigenen Schaden nachahmten. Die Fähigkeit, in einer dem Redenden unbekannten Sprache zu sprechen, gab Gott als Zeichen, das nur in einer begrenzten Zeit Sinn hatte.
Mit Engelzungen redete: Es gibt in der Bibel keine Lehre von einer speziellen Engelssprache, die Menschen nicht erlernen könnten.
Selbstverleugnende Liebe, die mehr auf das Geben ausgerichtet ist als auf das Nehmen (Joh 3,16; vgl. 14,1; Mt 5,44.45; Joh 13,1.34.35; 15,9; Röm 5,10; Eph 2,4-7; Phil 2,2; Kol 3,14; Hebr 10,24). Ohne Liebe wäre unser Reden einfach nur ein Geräusch, so redegewandt man in seiner eigenen oder in einer Fremdsprache (sogar in einer hypothetischen Engelssprache) auch sein mag.
Alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis: Das umfasst die Gaben der Weisheit, Erkenntnis und Geisterunterscheidung, die in Liebe ausgeübt werden müssen (s. Phil 1,9).
Allen Glauben: Das bezieht sich auf die Gabe des Glaubens und das beharrliche Gebet des Glaubens, die für die Gemeinde ohne selbstlose Liebe nutzlos wäre.
Die Liebe ist ... : In diesen Versen wird nun die Fülle der Liebe beschrieben, und zwar bei jedem Aspekt durch das, was die Liebe tut. Liebe ist nichts Abstraktes, sondern praktisches Handeln. Positiv ausgedrückt ist Liebe geduldig im Umgang mit Menschen und von großzügigem Erbarmen.
Liebe hört niemals auf: Als Wesensmerkmal Gottes ist die Liebe beständig und unzerstörbar. Die Liebe überdauert alles Versagen (vgl. 1Pt 4,8; 1Joh 4,16).
Das Vollkommene muss der Ewigkeitszustand sein, wenn wir in der Herrlichkeit Gott von Angesicht zu Angesicht sehen (Offb 22,4) und in der neuen, ewigen Schöpfung zur vollen Erkenntnis gelangt sind, so werden die Gläubigen eine vollkommene Erkenntnis erlangen und keine derartige Gabe mehr nötig haben.
Nun aber bleiben: Woran wir hier geglaubt und worauf wir gehofft haben, wird im Himmel erfüllt sein und wir werden den Inhalt unseres Glaubens und unserer Hoffnung vollkommen wahrnehmen und schauen. Aber die Liebe: Diese Tugend Gottes, bleibt für immer (vgl. 1Joh 4,8). Der Himmel wird der Ort sein, wo nichts als nur vollkommene Liebe zu Gott und zueinander zum Ausdruck kommt.

11. Jeschua nachfolgen

Siehe auch den Artikel "Geistlich wachsen"

Um dem Herrn nachfolgen zu können sollten wir uns vom ihm seinen Weg weisen lassen. Dies gelingt uns nur, wenn wir in seiner Wahrheit wandeln, unser Herz ganz dem Herrn zugewandt ist und wir seinen Namen ehren und preisen:
Weise mir, HERR, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen, dass ich deinen Namen fürchte.
Psalm 86,11

Jeschua spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. Johannes 14,6
Jeschua ist der Weg, die Wahrheit und das Leben, deshalb folgen wir ihm auf seinem Weg und leben in seiner Wahrheit, so das wir Anteil an seinem Leben haben und durch ihn Zugang zum Vater haben.

11.1 Sein Kreuz auf sich nehmen und Jeschua nachfolgen

Da sprach Jeschua zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir. Matthäus 16,24, Markus 8,34
Jetzt sagt der Herr Jeschua uns offen, was es bedeutet, sein Jünger zu sein: Sich selbst verleugnen, das Kreuz tragen und ihm nachfolgen. Sich selbst zu verleugnen, entspricht nicht der Selbstverleugnung, wie sie im heutigen Sprachgebrauch verwendet wird. Vielmehr ist damit gemeint, sich der Herrschaft Christi so zu unterstellen, dass das eigene Ich keinerlei Rechte mehr hat. Das Kreuz auf sich zu nehmen, bedeutet die Bereitschaft, um Jeschua willen Spott und Leiden zu erdulden, vielleicht sogar den Märtyrertod. Es bedeutet auch, der Sünde, dem Ich und der Welt zu sterben. Christusnachfolge bedeutet, so zu leben, wie er gelebt hat, und zwar in jeder Hinsicht, was auch Demut, Armut, Mitleid, Liebe, Barmherzigkeit und jede andere Tugend einschließt.

11.2 Nachfolgen seinen Fußtapfen

Denn dazu seid ihr berufen, da auch Christus gelitten hat für euch und euch ein Vorbild hinterlassen, dass ihr sollt nachfolgen seinen Fußtapfen.; er, der keine Sünde getan hat und in dessen Mund sich kein Betrug fand; der nicht widerschmähte, als er geschmäht wurde, nicht drohte, als er litt, er stellte es aber dem anheim, der gerecht richtet; der unsre Sünde selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz, damit wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben. Durch seine Wunden seid ihr heil geworden. 1.Petrus 2,21-24
Der Gedanke des Leidens um der Gerechtigkeit willen führt unausweichlich zu diesem wunderschönen Abschnitt über unser großes »Vorbild«, das der Herr Jeschua gegeben hat. Niemand ist je so ungerecht behandelt worden wie er und hat es so geduldig ertragen. Wir sind berufen, so wie er zu handeln und wegen der schlechten Taten anderer zu leiden. Das Wort, das hier für »Vorbild« benutzt worden ist, enthält den Gedanken an ein Vorlagenbuch mit meisterlicher Schönschrift. Der Schüler versucht, das Original so ähnlich wie möglich wiederzugeben. Wenn er das Vorbild sorgfältig kopiert, dann wird seine Abschrift gut. Doch je mehr er sich vom Original entfernt, desto schlechter wird die Abschrift. Unsere Sicherheit besteht darin, so nah wie möglich am Original zu bleiben.

Unser Herr litt nicht für eigene Schuld, denn er hat keine Sünde begangen. »Er kannte keine Sünde« (2. Kor 5,21); Er hat »keine Sünde getan« (dieser Vers); und »in ihm ist keine Sünde« (1. Joh 3,5). Seine Rede wurde nie durch »Trug« entstellt. Er log nicht und hat auch die Wahrheit nicht manipuliert. Man denke einmal darüber nach.

Jeschua lebte als Mensch auf dieser Erde, der in jeder Beziehung ehrlich war, vollkommen frei von List oder »Trug«. Er blieb geduldig, wenn er provoziert wurde. »Der, geschmäht, nicht wieder schmähte.« Er zahlte es nicht mit gleicher Münze heim. Wenn er angegriffen wurde, schlug er nicht zurück. Er verteidigte sich nicht, als man ihn anklagte. Er war auf wunderbare Weise von dem Bestreben frei, sich selbst zu rechtfertigen.
Was war seine verborgene Kraftquelle, dass er solche grundlosen Beleidigungen ertrug? Er vertraute auf Gott, »der gerecht richtet«. Und wir sind aufgerufen, ebenso zu handeln.

Die Leiden des Heilands hatten nicht nur Vorbildfunktion, sondern sühnten auch unsere Schuld. Wir können seine Leiden in dieser Hinsicht nicht nachahmen, und Petrus ist auch nicht der Meinung, dass wir es tun sollten. Vielmehr geht es hier offenbar um folgende Argumentation: Die Schmerzen des Heilands wurden nicht durch seine eigenen Sünden hervorgerufen, denn er hatte keine begangen. Er wurde stattdessen für »unsere Sünden« ans Kreuz genagelt. Weil er ein für alle Mal für »unsere Sünden« gelitten hat, dürfen wir uns nie in eine Stellung bringen, worin wir für sie nochmals leiden müssen. Die Tatsache, dass er für sie gestorben ist, sollte uns dazu bringen ihnen abzusterben. Und doch geht es nicht nur darum, uns der Sünden zu enthalten: Wir sollten nicht nur der Sünde sterben, sondern auch »der Gerechtigkeit leben«. »Durch dessen Striemen (Wunden) ihr geheilt worden seid.« Das Wort »Striemen« steht im Original in der Einzahl, was vielleicht verdeutlichen soll, dass sein Körper eine einzige Wunde war. Wie sollte unsere Haltung gegenüber der Sünde aussehen, wenn unsere Heilung unseren Herrn so viel gekostet hat?

11.3 Ein wahrer Jünger Christi sein

Ein wahrer Jünger Christi folgt seinem Meister in allem nach. Wir sind seine Jünger und wir leben wie der Herr lebte. Wir handeln wie er handelte. Wir tun was er tat. Wir lieben wie er liebte. Wir gehorchen ihm wie er seinem Vater gehorchte. Wir verbringen Zeit mit unserem himmlischen Vater wie er es tat.

Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein. ... So auch jeder unter euch, der sich nicht lossagt von allem, was er hat, der kann nicht mein Jünger sein. Lukas 14,27&33
Wir sollen Christus verherrlichen und ihn bekannt zu machen. Die Worte des Herrn sind absolut.
Zweitens lehrte Jeschua, dass ein echter Jünger »sein Kreuz« auf sich nehmen und ihm »nachfolgen« müsse. Das Kreuz ist nicht irgendeine Krankheit oder Betrübnis, sondern ein Weg der Schande, des Leidens, der Einsamkeit und sogar des Todes, den ein Mensch freiwillig um Christi willen wählt. Nicht alle Gläubigen tragen ein Kreuz. Es ist möglich, es zu umgehen, indem man als Namenschrist lebt. Doch wenn wir uns entscheiden, alles für Christus hinzugeben, dann werden wir den gleichen satanischen Widerstand erleben, den der Sohn Gottes hier auf Erden zu erdulden hatte. Das ist das Kreuz. Der Jünger muss Jeschua »nachfolgen«. Das bedeutet, dass er ein Leben führt, wie Jeschua es auf dieser Erde geführt hat, ein Leben der Selbstverleugnung, der Demütigung, der Verfolgung, der Schande, der Versuchung und des Widerspruchs der Sünder gegen sich selbst.

Vers 33 ist wohl einer der unbeliebtesten Verse der Bibel. Er sagt ausdrücklich, dass »keiner von euch, der nicht allem entsagt, was er hat, mein Jünger sein« kann. Man kann der Bedeutung dieses Verses nicht ausweichen. Es geht hier nicht darum, dass man bereit sein müsse, alles zu verlassen, sondern es heißt, dass man alles verlassen muss. Wir sollten annehmen, dass der Herr Jeschua wusste, was er sagte. Er erkannte, dass sonst niemand so handeln würde, wenn er sich nicht genau ausdrücken würde. Er möchte Männer und Frauen, die ihn mehr als alles andere in der Welt schätzen.

Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen. ... Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei. Johannes 8,31-32&36
Nun unterscheidet Jeschua zwischen denen, die Jünger sind, und denen, die sich »wahrhaft« als Jünger erweisen. Ein Jünger ist jeder, der behauptet, von jemandem zu lernen, doch ein »wahrhaftiger« Jünger ist einer, der sich ausdrücklich dem Herrn hingegeben hat. Wer wahren Glauben hat, auf den trifft diese Aussage zu: Er »bleibt« in seinem »Wort«. Das bedeutet, dass er bei Jeschua Lehre bleibt. Er wendet sich nicht davon ab. Wahrer Glaube ist immer von Dauer. Ein Jünger wird nicht gerettet, weil er in seinem Wort bleibt, sondern er bleibt in seinem Wort, weil er gerettet ist.

Allen wahren Jüngern wird verheißen, dass sie »die Wahrheit erkennen« werden und die Wahrheit sie »frei machen« wird. Die Juden kannten die Wahrheit nicht, sie waren auf schreckliche Weise gebunden. Sie befanden sich unter der Knechtschaft von Unwissenheit, Irrtümern, Sünde, Gesetz und Aberglauben. Diejenigen, die den Herrn Jeschua wirklich kennen, sind von der Sünde befreit, sie wandeln im Licht und werden vom Heiligen Geist Gottes geleitet.

In diesem Vers bezieht sich das Wort »Sohn« eindeutig auf Christus selbst. Wer von ihm befreit ist, der ist »wirklich frei«. Das bedeutet, dass derjenige, der zum Heiland kommt und das ewige Leben von ihm erhält, von der Sklaverei der Sünde, des Gesetzes, des Aberglaubens und der Dämonen befreit wird.

Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. Johannes 13,35
as wahre Kennzeichen des Christen ist seine Liebe zu seinen Mitchristen. Das erfordert göttliche Kraft, und diese Kraft wird nur denen gegeben, die den Heiligen Geist haben.

Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger. Johannes 15,8
Wenn die Kinder Gottes das Ebenbild Christi für die Welt sind, wird der »Vater verherrlicht«. Menschen werden gezwungen zu bekennen, dass dieser Gott groß sein muss, wenn er solch böse Sünder in so gottesfürchtige Heilige verwandeln kann. Man beachte die Steigerung in diesem Abschnitt: »Frucht« (Vers 2), »mehr Frucht« (Vers 2) und »viel Frucht« (Vers 8) »und werdet meine Jünger«. Dies bedeutet, dass wir uns als seine Jünger erweisen, wenn wir als wahre Jünger viel Frucht bringen.

Der Jünger steht nicht über dem Meister; wenn er vollkommen ist, so ist er wie sein Meister. Lukas 6,40
»Ein Jünger ist nicht über dem Lehrer; jeder aber, der vollendet ist, wird sein wie sein Lehrer.« Ein Schüler ist als Jünger »vollendet«, wenn er wie sein Lehrer wird. Wenn die Lehrzeit der Jünger beendet ist, dann kann man von ihnen nicht erwarten, dass sie mehr als ihre Lehrer können.

Und er rief seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Macht über die unreinen Geister, dass sie die austrieben und heilten alle Krankheiten und alle Gebrechen. Matthäus 10,1
Nun beruft Jeschua uns zu einem besonderen Dienst. Mit der Berufung erhielten wir die Vollmacht, Dämonen auszutreiben und alle Arten von Krankheiten zu heilen. Wir können hier die Einzigartigkeit Jeschua sehen. Auch vor ihm gab es Männer, die Wunder getan hatten, aber niemand hatte diese Fähigkeit je auf andere übertragen.

Und Jeschua trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Matthäus 28,18-20
Der Herr erklärte, dass ihm »alle Macht im Himmel und auf Erden« gegeben worden sei. In gewissem Sinne hatte er diese Macht schon immer gehabt. Aber er sprach nun von seiner Macht als Haupt der neuen Schöpfung. Seit seinem Tod und seiner Auferstehung hatte er die Macht, allen, die ihm Gott gegeben hat, ewiges Leben zu geben (Joh 17,2). Schon immer hatte er die Macht als Erstgeborener der Schöpfung. Doch nun, da er das Werk der Erlösung vollbracht hat, besitzt er auch die Macht als der Erstgeborene aus den Toten, »damit er in allem den Vorrang habe« (Kol 1,15.18).

Als Haupt der neuen Schöpfung gab er dann den Missionsbefehl weiter, der praktisch die »Geschäftsordnung« für alle Gläubigen in der gegenwärtigen Phase des Reiches bildet, in der Zeit zwischen der Verwerfung des Königs und seiner Wiederkunft. Der Missionsbefehl enthält drei Gebote, keine Bitten:
1. »Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern.« Dies setzt nicht voraus, dass sich die ganze Welt bekehrt. Indem sie das Evangelium predigen, sollen die Jünger andere Menschen dazu bringen, Schüler oder Nachfolger des Heilands zu werden, Menschen aus jedem Volk, jedem Stamm, jeder Nation und jeder Sprache.
2. »Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.« Die Verantwortung liegt bei den Botschaftern Christi, die Taufe zu lehren und sie als Gebot darzustellen, dem man gehorsam sein muss. In der Glaubenstaufe bekennt sich der Christ öffentlich zum dreieinen Gott. Er erkennt an, dass Gott sein Vater ist, dass Jeschua Christus sein Herr und Retter ist und dass der Heilige Geist in ihm wohnt, ihm Kraft gibt und ihn lehrt. Das Wort »Name« in Vers 19 steht in der Einzahl. Ein Name oder eine Wesenheit, aber drei Personen, Vater, Sohn und Heiliger Geist.
3. »Lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe!« Dieser Auftrag geht über die Evangelisation hinaus. Es ist nicht genug, einfach möglichst viele zu »bekehren« und sie dann für sich allein kämpfen zu lassen. Sie müssen gelehrt werden, den Geboten Christi zu gehorchen, wie wir sie im NT finden. Das Wesen der Jüngerschaft besteht darin, wie der Meister zu werden, und das erreicht man durch systematische Lehre des Wortes Gottes und durch Unterwerfung unter dieses Wort.

Dann fügte der Heiland noch die Verheißung seiner ständigen Gegenwart bei den Jüngern hinzu, bis dieses Zeitalter vollendet sein wird. Sie brauchten nicht allein und ohne Führung zu gehen. Bei all ihren Diensten und Reisen konnten sie sich der Gemeinschaft des Sohnes Gottes sicher sein. Viermal haben wir hier das Wort »alle«: Alle Macht, alle Nationen, alles bewahren und alle Tage. So endet dieses Evangelium mit der Aussendung und Ermutigung durch unseren herrlichen Herrn. Fast zwei Jahrtausende später haben seine Worte noch die gleiche Stichhaltigkeit, Bedeutung und Anwendung. Die Aufgabe ist noch immer nicht vollbracht. Was tun wir, um seinen letzten Befehl auszuführen?

So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott! 2.Korinther 5,20
Im vorhergehenden Vers sagte der Apostel, dass ihm die Botschaft von der Versöhnung gegeben ist. Er ist ausgesandt worden, diese Botschaft der Menschheit zu predigen. Wir sind der Ansicht, dass wir in den Versen 5,20 bis 6,2 eine Zusammenfassung des Wortes von der Versöhnung finden. Mit anderen Worten, Paulus lässt uns nun die Botschaft hören, die er den Verlorenen in jedem Land und auf jedem Kontinent verkündigt hat. Es ist wichtig, das hier festzuhalten. Paulus will die Korinther nicht auffordern, sich mit Gott versöhnen zu lassen. Sie glauben schon an den Herrn Jeschua. Doch er legt vor den Korinthern Rechenschaft über die Botschaft ab, die er den Verlorenen predigt, wo immer er hinkommt.
Ein Botschafter ist ein Staatsdiener, der seine Regierung in einem fremden Land vertritt. Paulus spricht vom christlichen Dienst immer als von einer erhabenen und würdigen Berufung. Er vergleicht sich selbst mit einem Botschafter, der von »Christus« in unsere Welt gesandt wurde. Er sprach im Namen Gottes, und »Gott … ermahnt« die Betreffenden praktisch durch ihn. Das scheint eine seltsame Sprache in Bezug auf einen Botschafter zu sein. Normalerweise ermahnt ein Botschafter nicht, doch das ist die Herrlichkeit des Evangeliums, dass dabei Gott wirklich mit tränenerfüllten Augen auf den Knien liegt und die Menschen aufruft, sich mit ihm »versöhnen« zu lassen. Wenn irgendeine Feindschaft besteht, dann vonseiten des Menschen selbst. Gott hat alle Hindernisse zur vollständigen Gemeinschaft zwischen ihm und dem Menschen beseitigt. Nun muss der Mensch seine Waffen der Rebellion niederlegen, sich von seiner widerspenstigen Auflehnung abkehren und »mit Gott versöhnt« werden.

Wer aber beharrt bis ans Ende, der wird selig werden. Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen. Matthäus 24,13-14
»Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird selig werden.« Das bedeutet offensichtlich nicht, dass die Seelen der Menschen dieses Zeitalters durch ihr Ausharren gerettet werden. Die Rettung ist in der Bibel immer ein Geschenk der Gnade Gottes, das im Glauben an den stellvertretenden Tod Jeschua Christi und seine Auferstehung erlangt wird. Auch kann es nicht bedeuten, dass alle, die ausharren, körperlich unversehrt bleiben, denn wir haben schon gehört, dass viele Gläubige den Märtyrertod sterben werden (V. 9). Wir haben hier die allgemeine Aussage, dass diejenigen, die standhaft bleiben und die Verfolgung durchstehen, ohne abzufallen, bei der Wiederkunft Christi befreit werden. Nur diejenigen, die wirklich glauben, werden selig werden. Auch wenn der rettende Glaube manchmal schwach wird, so ist er doch immer von dauerhafter Qualität.

In dieser Zeit wird »dies Evangelium vom Reiches« weltweit verkündigt, »allen Nationen zu einem Zeugnis«. »Das Evangelium des Reiches« ist die gute Nachricht, dass Christus kommt, um sein Reich auf Erden zu errichten, und dass diejenigen, die ihn während der Drangsal im Glauben annehmen, die Segnungen seines Tausendjährigen Reiches genießen werden.

11.4 Leben wie Jeschua lebte

Jeschua ist unser Vorbild als guter Hirte, als Diener, als Beter, der Liebe und der Barmherzigkeit.

11.4.1 Jeschua unser Vorbild als guter Hirte
Als Nachfolger Christi sollen wir ein guter Hirte für seine Schafe sein, wie er es uns vorgelebt hat.
siehe Abschnitt 2. Der gute Hirte

Als sie nun das Mahl gehalten hatten, spricht Jeschua zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieber, als mich diese haben? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe. Spricht Jeschua zu ihm: Weide meine Lämmer! Spricht er zum zweiten Mal zu ihm: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe. Spricht Jeschua zu ihm: Weide meine Schafe! Johannes 21,15-16
Der Herr sorgte zuerst für die leiblichen Bedürfnisse der Jünger. Als sie sich aufgewärmt und gegessen hatten, wandte er sich an Petrus. Petrus hatte den Herrn dreimal öffentlich verleugnet. Seitdem hatte er Buße getan und hatte wieder Gemeinschaft mit dem Herrn. In diesen Versen erkennt der Herr die Wiederherstellung des Petrus vor allen Anwesenden an.
»›Simon, Sohn des Jona, liebst du mich mehr, als diese «anderen Jünger mich lieben?« Er spricht zu ihm: »Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe.« Er wollte sich nicht mehr brüsten, dass er den Herrn nie verlassen würde, selbst wenn alle anderen es täten. Er hatte seine Lektion gelernt.
»Hüte meine Lämmer« lautete der Auftrag Jeschua. Man kann seine Liebe gegenüber Christus auf sehr praktische Art dadurch zeigen, dass man die Jüngeren seiner Herde weidet. Interessant ist die Bemerkung, dass sich das Thema vom Fischen zum Schafehüten verlagert hatte. Das erste Thema spricht vom evangelistischen Dienst, das zweite steht für die Lehre und den Hirtendienst. Beim zweiten Mal als der Herr Petrus fragte, ob er ihn liebe spricht er zu ihm: »Hüte meine Schafe!« Es gibt Lämmer und Schafe in der Herde Christi, und sie brauchen die liebevolle Fürsorge eines Menschen, der den Hirten liebt.

11.4.2 Jeschua unser Vorbild in der Liebe und der Barmherzigkeit
Er liebte die Menschen mit der Liebe des Vaters, mit Barmherzigkeit und Aufopferung.

Das ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch liebe. Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde. Johannes 15,12-13
Unsere Liebe sollte so groß wie die Liebe des Herrn sein, so dass wir bereit wären, füreinander zu sterben. Das größte Beispiel für menschliche Selbstaufopferung ist Jeschua, der »für seine Freunde sein Leben hingibt«. Die Jünger Christi werden zu dieser Hingabe aufgefordert. Einige verlieren ihr Leben im wörtlichen Sinne, andere verbringen ihr gesamtes Leben im unermüdlichen Dienst für das Volk Gottes. Der Herr Jeschua ist diesbezüglich das große Vorbild. Er starb für seine Freunde. Natürlich waren sie noch seine Feinde, als er für sie starb, doch wenn sie gerettet werden, so werden sie seine Freunde. Daher ist die Aussage zutreffend, dass er sowohl für seine Feinde als auch für seine Freunde starb.

Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. Johannes 13,34-35
Während seiner Abwesenheit sollten sich die Jünger durch das »Gebot« der Liebe bestimmen lassen. Dieses Gebot war zu diesem Zeitpunkt nicht neu, denn die Zehn Gebote lehren, Gott und den Nächsten zu lieben. Doch dieses Gebot war auf andere Weise »neu«. Es war »neu«, weil der Heilige Geist den Gläubigen die Fähigkeit schenken würde, so wie Jeschua zu lieben. Es war »neu« in dem Sinne, dass es dem alten überlegen war. Das alte Gebot sagt: »Liebe deinen Nächsten.« Das neue Gebot sagt: »Liebe auch deine Feinde.«
Das sichtbare Zeichen christlicher Jüngerschaft und das wahre Kennzeichen des Christen ist seine Liebe zu seinen Mitchristen. Das erfordert göttliche Kraft, und diese Kraft wird uns durch den Heiligen Geist gegeben.

Daran haben wir die Liebe erkannt, dass er sein Leben für uns gelassen hat; und wir sollen auch das Leben für die Brüder lassen. Wenn aber jemand dieser Welt Güter hat und sieht seinen Bruder darben und schließt sein Herz vor ihm zu, wie bleibt dann die Liebe Gottes in ihm? Meine Kinder, lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit. 1.Johannes 3,16-18
Unser Herr gab uns das absolute Vorbild der Liebe, als er »für uns sein Leben hingegeben hat«. Jeschua zeigt uns die höchste Form der Liebe. In gewissem Sinne ist Liebe unsichtbar, aber wir können die Auswirkungen der Liebe sehen. Am Kreuz von Golgatha sehen wir echte, wahre Liebe. Johannes zieht daraus die Lehre, dass »auch wir … für die Brüder das Leben hingeben« sollen. Das bedeutet, dass unser Leben eine beständige Hingabe für andere Gläubige sein sollte. Dabei sollten wir auch bereit sein, für sie zu sterben. Die meisten von uns werden nie in die Situation kommen, für einen anderen zu sterben, aber jeder von uns kann brüderliche Liebe bekunden, indem er seine materiellen Reichtümer mit Bedürftigen teilt.
Wir sollen »nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern in Tat und Wahrheit«. Wir sollten nicht nur anteilnehmende Worte dem notleidenden Bruder zusprechen, sondern sollten auch durch gute, barmherzige Taten dem Bruder helfen.
Wenn wir diese echte und aktive Liebe unseren Geschwistern entgegenbringen, dann werden wir wissen, »dass wir aus der Wahrheit sind« (1.Johannes 3,19).

Vor allen Dingen habt untereinander beständige Liebe; denn »die Liebe deckt auch der Sünden Menge« (Sprüche 10,12). Seid gastfrei untereinander ohne Murren. 1.Petrus 4,8-9
Und nun bitte ich dich, Herrin – ich schreibe dir kein neues Gebot, sondern das, was wir gehabt haben von Anfang an –, dass wir uns untereinander lieben. Und das ist die Liebe, dass wir leben nach seinen Geboten; das ist das Gebot, wie ihr's gehört habt von Anfang an, dass ihr darin lebt. 2.Johannes 1,5-6
Wir müssen auf unsere Gemeinschaft mit anderen Gläubigen achtgeben und »anhaltende Liebe« gegenüber allen Angehörigen der Glaubensfamilie haben. Solch eine Liebe stellt die Fehler und das Versagen der anderen Gläubigen nicht heraus, sondern wird sie zu decken. Diese Aussage darf nicht missverstanden werden, denn die Sünde wird dadurch dem Sünder nicht vergeben. Sünden können nur durch das Blut Christi weggewaschen werden. Wir müssen den Sünder darauf hinweisen, damit er Buße tut und Jeschua um Vergebung seiner Sünden bittet.
Man kann den Glaubensgeschwistern seine Liebe dadurch bekunden, dass man ohne Murren »gastfrei« ist. Dieser Rat ist besonders in Verfolgungszeiten notwendig. Möglicherweise werden diejenigen, die Christen Unterschlupf gewähren, verhaftet, kommen ins Gefängnis oder werden sogar umgebracht. Gastfreundschaft ist ein großes Vorrecht.
Durch praktische Gastfreundschaft haben schon Menschen unwissend Engel beherbergt (Hebr 13,2). Jede Freundlichkeit, die einem Kind Gottes erwiesen wird, wird als dem Herrn selbst getan angesehen (Matth 25,40). Ganz gleich, wie gering die Freundlichkeit gewesen ist, sie wird großzügig belohnt werden. Auch wenn es sich nur um einen Becher kalten Wassers handelt, den man im Namen des Herrn weitergegeben hat, so wird dies belohnt werden (Matth 10,42). Diejenigen, die einen Propheten nur deshalb aufnehmen, weil er ein Prophet ist, werden den Lohn eines Propheten empfangen (Matth 10,41), der nach jüdischer Ansicht besonders groß war. Viele Christen bezeugen den Segen, den ihre Familien erlebten, weil sie den Dienern des Herrn Gastfreundschaft gewährt haben.
Jeschua lehrte, dass wir diejenigen aufnehmen sollen, die uns nichts wiedergeben können (Lk 14,12). Unsere Absicht sollte darin bestehen, im Namen des Herrn Jeschua den Menschen in seiner Liebe zu helfen, ohne auf eine Gegenleistung zu hoffen.

11.4.3 Jeschua unser Vorbild als Diener
Er diente den Menschen in Liebe, Barmherzigkeit und Aufopferung.

Wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener; und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht, so wie der Menschensohn nicht gekommen ist, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele. Matthäus 20,27-28
Wer immer groß sein will, muss ein Diener werden, und wer der Erste sein will, muss ein Sklave werden. Der Menschensohn ist das vollkommene Beispiel für demütigen Dienst. Er kam in die Welt, nicht um bedient zu werden, »sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele«. Den Zweck der Menschwerdung kann man in zwei Worten zusammenfassen: dienen und geben. Es ist unbegreiflich, wenn man bedenkt, wie der erhöhte Herr sich selbst so erniedrigte, dass er mit einer Krippe und mit einem Kreuz vorliebnahm. Seine Größe zeigte sich in der Tiefe seiner Demütigung. Und genauso soll es bei uns sein.

Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren. Johannes 12,26
Um Christus zu dienen, muss man ihm »folgen«. Er will, dass seine Diener seinen Lehren gehorchen und ihm in moralischer Hinsicht gleichen. Sie müssen das Beispiel seines Todes auf sich selbst anwenden. Allen Dienern ist die ständige Gegenwart ihres Meisters und die Bewahrung durch ihn verheißen; und das bezieht sich nicht nur auf das jetzige Leben, sondern auch auf die Ewigkeit. Der Dienst jetzt wird Gottes Wohlwollen an einem zukünftigen Tag ernten. Was immer man an Schande und Schmähung hier auf Erden erdulden muss, ist klein im Vergleich zu der Ehre, von Gott dem Vater im Himmel vor allen gelobt zu werden!

Dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes: Wenn jemand predigt, dass er's rede als Gottes Wort; wenn jemand dient, dass er's tue aus der Kraft, die Gott gewährt, damit in allen Dingen Gott gepriesen werde durch Jeschua Christus. Sein ist die Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. 1.Petrus 4,10-11
»Jeder« Gläubige hat eine »Gnadengabe« vom Herrn »empfangen«, eine besondere Aufgabe, die er als Glied des Leibes erfüllen soll (1. Kor 12,4-11;29-31). Diese Gaben sind uns vom Herrn zur Verwaltung gegeben. Sie sollen nicht für eigensüchtige Zwecke missbraucht, sondern zur Ehre Gottes und zum Nutzen unserer Mitmenschen eingesetzt werden. Wir sind nicht die letztendlichen Empfänger der uns zugedachten Gaben Gottes. Die Gnade, die uns erreicht, soll nicht bei uns bleiben. Wir sollen Verteiler werden, durch die der Segen anderen zufließen kann.
Wir sollen »gute Verwalter (Haushalter) der verschiedenartigen (mancherlei) Gnade Gottes« sein. Der Ausdruck »Gnade Gottes« bezieht sich hier auf unverdiente Vorrechte, die Gott uns geschenkt hat.
Unsere Begabung zum "predigen" oder zum "dienen" reicht nicht aus um Gott damit zu preisen. Sondern wir müssen die "Gabe" zum "predigen" oder zum "dienen" von Gott empfangen haben.
Er es rede als Gottes Wort: Unsere Predigt muss die Worte enthalten, deren Weitergabe Gott uns zu dieser bestimmten Gelegenheit aufgetragen hat. Es reicht nicht aus, einfach aus der Bibel zu predigen. Wir sollten uns auch sicher sein, dass wir die besondere Botschaft bringen, die Gott für seine Zuhörer in diesem Augenblick bestimmt hat.
Wenn jemand dient: Jeder, der irgendeinen Dienst tut, sollte ihn in dem demütigen Wissen verrichten, dass »Gott« ihn dazu befähigt "er es tue aus der Kraft, die Gott gewährt".
Diener des Herrn dürfen nicht stolz werden, ganz gleich, wie begabt sie für den Dienst des Herrn sind. Sie haben ja die Gabe nicht aufgrund eigener Anstrengungen erhalten, sondern sie ist ihnen von oben her geschenkt worden. Sie haben überhaupt nichts, das sie nicht zuvor empfangen haben. Jeder Dienst sollte so durchgeführt werden, dass Gott dafür gelobt wird.
 Dann kommt »Gott« die Ehre dafür zu, demjenigen, dem sie gebührt.
Wie Petrus betont, wird diese Ehre dem Vater »durch Christus« als Mittler gegeben, weil Gott durch ihn so viel für uns getan hat. Gott und unserem hochgelobten Heiland gebühren Ehre und Macht »in alle Ewigkeit. Amen«.

Dafür halte uns jedermann: für Diener Christi und Haushalter über Gottes Geheimnisse. Nun fordert man nicht mehr von den Haushaltern, als dass sie für treu befunden werden. 1.Korinther 4,1-2
Damit die Korinther imstande wären, Paulus und die anderen Apostel recht einzuschätzen, sagt er, dass die Heiligen sie als »Diener« oder Mitarbeiter »Christi und Haushalter (Verwalter) der Geheimnisse Gottes« betrachten sollten. Ein Verwalter ist ein Diener, der für die Person oder das Vermögen eines anderen sorgt. Die »Geheimnisse Gottes« sind Geheimnisse, die vorher verborgen waren, Gott jetzt aber den Aposteln und Propheten des NT offenbart hat.
Die wichtigste Eigenschaft eines »Verwalters« ist, »treu erfunden« zu werden. Menschen schätzen Klugheit, Weisheit, Reichtum und Erfolg, doch Gott sucht Menschen, die Jeschua in allem treu sind.

Die wir im Geist Gottes dienen und uns Christi rühmen. Philipper 2,30
Die Fähigkeit Jeschua treu in allem Dienen zu können und uns Christi rühmen wird uns vom Heiligen Geist gegeben. Ohne das Wirken des Heiligen Geistes in uns und durch uns könnten wir nichts vollbringen.

Darum, weil wir ein unerschütterliches Reich empfangen, lasst uns dankbar sein und so Gott dienen mit Scheu und Furcht, wie es ihm gefällt. Hebräer 12,28
Wahre Gläubige haben »ein unerschütterliches Reich«. Das sollte uns zu höchster Anbetung führen. Wir sollten Gott unaufhörlich preisen, und zwar »mit Scheu und Furcht«.

11.4.4 Dem Herrn in absoluter Treue folgen

Da sprach sein Herr zu ihm: Recht so, du tüchtiger und treuer Knecht, du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über viel setzen; geh hinein zu deines Herrn Freude! Matthäus 25,21
Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht.
Lukas 16,10
Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht. Die aber Christus Jeschua angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden. Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln.
Galater 5,22-25
Es ist bedeutsam, dass der Apostel hier zwischen den Werken des Fleisches und der »Frucht des Geistes« unterscheidet. Werke werden durch menschliche Anstrengung vollbracht. »Frucht« wächst, wenn die Rebe am Weinstock bleibt (Joh 15,5). Werke und Frucht unterscheiden sich voneinander, wie eine Fabrik sich von einem Garten unterscheidet. Man beachte, dass das Wort »Frucht« in der Einzahl und nicht in der Mehrzahl steht. Der Heilige Geist bringt eine einzige Frucht hervor, nämlich Christusähnlichkeit. Alle Tugenden, die nun aufgeführt werden, beschreiben das Leben des Kindes Gottes.

»Liebe« ist eine Eigenschaft Gottes, und wir sollten diese Eigenschaft ebenfalls besitzen. Sie wird in 1. Korinther 13 auf wunderschöne Weise beschrieben, und im Kreuz von Golgatha kann man ihre ganze Spannweite erahnen.
»Freude« ist jener Zustand, worin der Betreffende nichts mehr begehrt und in Gott volle Genüge findet. Christus zeigt diese Freude in Johannes 4,34.
»Friede« kann sowohl den von Gott zugeeigneten Frieden als auch harmonische Beziehungen unter Christen bezeichnen. In Lukas 8,22-25 können wir davon lesen, wie der Friede des Heilands aussah. »Langmut« ist Geduld in Anfechtung, Belästigung und Verfolgung. Ihr höchstes Vorbild finden wir in Lukas 23,34.
»Freundlichkeit« ist Liebenswürdigkeit, die man vielleicht am besten in der Haltung des Herrn gegenüber Kindern sieht (Mk 10,14).
»Güte« ist Freundlichkeit, die man anderen erweist. Ein Beispiel tätiger Güte finden wir, wenn wir Lukas 10,30-35 lesen.
Mit »Treue« kann Vertrauen zu Gott oder zu unserem Nächsten, aber auch Vertrauenswürdigkeit und Zuverlässigkeit gemeint sein. Das Letztere ist hier die wahrscheinlichere Bedeutung.
»Sanftmut« bedeutet, die niedrige Stellung einzunehmen, die auch der Herr Jeschua einnahm, als er seinen Jüngern die Füße wusch (Joh 13,1-17).
»Keuschheit« bedeutet, dass man selbstbeherrscht ist, insbesondere auch auf sexuellem Gebiet. Unser Leben sollte diszipliniert verlaufen. Lust, Leidenschaften, Begierden, Sehnsüchte und Launen sollten unter Kontrolle gehalten werden. Wir sollten uns Mäßigung auferlegen.

11.4.5 So wie Jeschua den Willen Gottes tun

Der Herr hat seine himmlische Herrlichkeit bei Gott seinem Vater aufgegeben um als Mensch auf dieser Erde den Willen des Vaters, das Erlösungswerk zu vollbringen, damit jeder der an ihn glaubt das ewige Leben bekommt:
Denn ich bin vom Himmel gekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. Das ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern dass ich's auferwecke am Jüngsten Tage. Denn das ist der Wille meines Vaters, dass, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, das ewige Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage. Johannes 6,38-40

Jeschua hat für uns den guten Samen, das Wort Gottes ausgesät, und uns in seine Ernte ausgesandt um Frucht zum ewigen Leben zu ernten:
Jeschua spricht zu ihnen: Meine Speise ist die, dass ich tue den Willen dessen, der mich gesandt hat, und vollende sein Werk. Sagt ihr nicht selber: Es sind noch vier Monate, dann kommt die Ernte? Siehe, ich sage euch: Hebt eure Augen auf und seht auf die Felder, denn sie sind reif zur Ernte. Wer erntet, empfängt schon seinen Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, damit sich miteinander freuen, der da sät und der da erntet. Denn hier ist der Spruch wahr: Der eine sät, der andere erntet. Ich habe euch gesandt zu ernten, wo ihr nicht gearbeitet habt; andere haben gearbeitet, und euch ist ihre Arbeit zugute gekommen. Johannes 4,34-38

Der Herr hat den Willen des Vaters, sein Werk vollendet, und hat uns Gott und sein Wort offenbart, so dass wir Jeschua als unseren Erretter erkennen konnten, und eins mit unseren Glaubensgeschwister sein können:
Ich habe dich verherrlicht auf Erden und das Werk vollendet, das du mir gegeben hast, damit ich es tue. Und nun, Vater, verherrliche du mich bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war. Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie waren dein und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt. Nun wissen sie, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir kommt. Denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und sie glauben, dass du mich gesandt hast. Ich bitte für sie und bitte nicht für die Welt, sondern für die, die du mir gegeben hast; denn sie sind dein. Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein; und ich bin in ihnen verherrlicht. Ich bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, dass sie eins seien wie wir. Johannes 17,4-11

Jeschua nennt uns Bruder und Schwester wenn wir den Willen Gottes tun:
Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter. Markus 3,35

Gottes Wille für uns ist das Gute, Wohlgefällige und Vollkommene:
Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. Römer 12,2

So wie die Jünger füreinander gebetet haben sollen auch wir füreinander beten, damit wir fest stehen, vollkommen und erfüllt mit allem, was Gottes Wille ist:
Es grüßt euch Epaphras, der einer von den Euren ist, ein Knecht Christi Jeschua, der allezeit in seinen Gebeten für euch ringt, damit ihr fest steht, vollkommen und erfüllt mit allem, was Gottes Wille ist. Kolosser 4,12

Der Wille Gottes ist unsere Heiligung:
Weiter, liebe Brüder, bitten und ermahnen wir euch in dem Herrn Jeschua, da ihr von uns empfangen habt, wie ihr leben sollt, um Gott zu gefallen, was ihr ja auch tut, dass ihr darin immer vollkommener werdet. Denn ihr wisst, welche Gebote wir euch gegeben haben durch den Herrn Jeschua. Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, dass ihr meidet die Unzucht und ein jeder von euch seine eigene Frau zu gewinnen suche in Heiligkeit und Ehrerbietung. 1.Thessalonicher 4,1-4

Allezeit dem Guten nachjagen:
Seht zu, dass keiner dem andern Böses mit Bösem vergelte, sondern jagt allezeit dem Guten nach untereinander und gegen jedermann. Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jeschua an euch. 1.Thessalonicher 5,15-18

Alles tun um Gott zu gefallen:
... nicht mit Dienst allein vor Augen, um den Menschen zu gefallen, sondern als Knechte Christi, die den Willen Gottes tun von Herzen. Tut euren Dienst mit gutem Willen als dem Herrn und nicht den Menschen
. Epheser 6,6-7
Weil nun Christus im Fleisch gelitten hat, so wappnet euch auch mit demselben Sinn; denn wer im Fleisch gelitten hat, der hat aufgehört mit der Sünde, dass er hinfort die noch übrige Zeit im Fleisch nicht den Begierden der Menschen, sondern dem Willen Gottes lebe. 1.Petrus 4,1-2
Und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit. 1.Johannes 2,17
Geduld aber habt ihr nötig, damit ihr den Willen Gottes tut und das Verheißene empfangt. Hebräer 10,36

11.4.6 Das Licht Jeschua durch ins leuchten lassen
Lese hierzu auch den Artikel Jeschua ist das Licht des Lebens

Nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist. Epheser 5,8-10
Jetzt sind wir jedoch durch unsere Gemeinschaft mit dem Herrn »Licht« geworden. Er ist Licht, und wir sind in ihm. Deshalb sind wir jetzt »Licht im Herrn«. Unser Zustand sollte von jetzt an mit unserer Stellung übereinstimmen. wir sollten als »Kinder des Lichts« wandeln.
Die Art der »Frucht des Lichts«, die wir hervorbringen, da wir im Licht wandeln, besteht aus allen Formen der »Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit«. Das Licht eines von Christus erfüllten Lebens ist die Finsternis mit dem Licht Christi erleuchten, so dass Menschen in uns Christus erkennen können und dadurch zur Umkehr von der Finsternis zum Licht bereit sind.

Denn Gott, der sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, dass durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jeschua Christi. 2.Korinther 4,6
Bei der ersten Schöpfung befahl Gott, dass das Licht scheinen solle. Doch in der neuen Schöpfung scheint »Gott« selbst in unsere Herzen hinein. Wie viel persönlicher ist das doch!
Wenn das Evangelium gepredigt wird, dann bewegt der Geist Gottes das Herz des Menschen. Dann erleuchtet Gott das Herz dieses Menschen und zeigt ihm, dass er ein schuldiger Sünder ist und einen Heiland braucht. Die materielle Schöpfung im 1. Buch Mose begann mit dem Licht. Dasselbe gilt auch für die geistliche Schöpfung. Durch den Heiligen Geist ›leuchtet Gott in unsere Herzen‹, und damit beginnt das geistliche Leben.
Es geht nicht nur darum, dass uns der Lichtglanz der »Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes« geschenkt wird, sondern dass dieser Lichtglanz, wie er »im Angesicht Jeschua Christi« zu finden ist, auch andere erhellt.

11.4.7 So wie Jeschua gute Worte aussprechen
Siehe auch 1.11 Tod oder Leben stehen in der Zunge Gewalt! und
1.11.1 Achte auf deine Gedanken und du wirst gute Worte aussprechen!

Der Herr hat auch in seinem irdischen Leben nur gute Worte ausgesprochen, Worte des Lebens.
Schon zu Mose sagte Gott, dass er Jeschua seine Worte in seinen Mund geben wird:
 Ich will ihnen einen Propheten, wie du bist, erwecken aus ihren Brüdern und meine Worte in seinen Mund geben; der soll zu ihnen reden alles, was ich ihm gebieten werde. 5. Mose 18,18
Gott hat seinem Sohn auch Worte gegeben um zu den Müden zu rechter Zeit zu reden:
Gott der HERR hat mir eine Zunge gegeben, wie sie Jünger haben, dass ich wisse, mit den Müden zu rechter Zeit zu reden. Alle Morgen weckt er mir das Ohr, dass ich höre, wie Jünger hören. Gott der HERR hat mir das Ohr geöffnet. Und ich bin nicht ungehorsam und weiche nicht zurück. Jesaja 50,4-5
In Psalm 40 sprach der Herr, dass er von der Gerechtigkeit, Wahrheit und dem Heil Gottes reden wird:
Da sprach ich: Siehe, ich komme; im Buch ist von mir geschrieben: Deinen Willen, mein Gott, tue ich gern, und dein Gesetz hab ich in meinem Herzen. Ich verkündige Gerechtigkeit in der großen Gemeinde. ... Deine Gerechtigkeit verberge ich nicht in meinem Herzen; von deiner Wahrheit und von deinem Heil rede ich. Ich verhehle deine Güte und Treue nicht vor der großen Gemeinde. Psalm 40,8-11

So wie der Herr können auch wir gute Worte ausgesprochen, Worte des Lebens:
So geh nun hin: Ich will mit deinem Munde sein und dich lehren, was du sagen sollst. 2.Mose 4,12
Und der HERR streckte seine Hand aus und rührte meinen Mund an und sprach zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund. Jeremia 1,9
Und die Frucht unserer Worte die Gott geben wird sind Trost, Frieden und Heilung:
Ihre Wege habe ich gesehen, aber ich will sie heilen und sie leiten und ihnen wieder Trost geben; und denen, die da Leid tragen, will ich Frucht der Lippen schaffen. Friede, Friede denen in der Ferne und denen in der Nähe, spricht der HERR; ich will sie heilen. Jesaja 57,18-19

Wir brauchen uns keine Sorgen machen was wir reden sollen, denn der Heilige Geist wird durch uns reden:
Wenn sie euch nun überantworten werden, so sorgt nicht, wie oder was ihr reden sollt; denn es soll euch zu der Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt. Denn nicht ihr seid es, die da reden, sondern eures Vaters Geist ist es, der durch euch redet. Matthäus 10,19-20
Wenn sie euch aber führen werden in die Synagogen und vor die Machthaber und die Obrigkeit, so sorgt nicht, wie oder womit ihr euch verantworten oder was ihr sagen sollt; denn der Heilige Geist wird euch in dieser Stunde lehren, was ihr sagen sollt. Lukas 12,11-12
Aber vor diesem allen werden sie Hand an euch legen und euch verfolgen und werden euch überantworten den Synagogen und Gefängnissen und euch vor Könige und Statthalter führen um meines Namens willen. Das wird euch widerfahren zu einem Zeugnis. So nehmt nun zu Herzen, dass ihr euch nicht vorher sorgt, wie ihr euch verantworten sollt. Denn ich will euch Mund und Weisheit geben, der alle eure Gegner nicht widerstehen noch widersprechen können. Lukas 21,12-15

Durch den Heiligen Geist können wir zu jeder Zeit auch in Anfechtungen, Trübsal und Bedrängnis gute Worte, Worte des Lebens aussprechen, Worte die Trost, Frieden, Heilung und Ermutigung bringen.

11.5 Heilig sein, da der Herr heilig ist
Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit. Wie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie auch in die Welt. Ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie geheiligt seien in der Wahrheit. Johannes 17,17-19
»Heiligen« bedeutet absondern. Das Wort Gottes ist die Wahrheit und hat eine heiligende Wirkung auf die Gläubigen. Wenn sie darin lesen und ihm gehorchen, werden sie als dem Hausherrn nützliche Gefäße abgesondert. Genau dafür bittet der Herr hier. Er wollte ein Volk, das für Gott von der Welt abgesondert und ihm nützlich ist.
Der Vater »sandte« seinen Sohn »in die Welt«, um den Menschen sein Wesen zu offenbaren. Als der Herr betete, wusste er, dass er bald in den Himmel zurückkehren würde. Doch auch die zukünftigen Generationen brauchten ein Zeugnis von dem Erlösungswerk Christi. Deshalb sendet der Herr seine Jünger in die Welt.
Seine Heiligung ist die Kraft für unsere Heiligung durch die wir ein Zeuge für Christus sein können.

... sondern wie der, der euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel. Denn es steht geschrieben (3.Mose 19,2): »Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.« Und da ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person einen jeden richtet nach seinem Werk, so führt euer Leben, solange ihr hier in der Fremde weilt, in Gottesfurcht. 1.Petrus 1,15-17
Unser Leben sollte von der Heiligkeit Gottes durchdrungen sein, der uns berufen hat heilig zu sein. Gottesfürchtig zu sein, heißt nicht, Gott zu fürchten, sondern sich der Allmacht, Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes bewußt zu sein, um so ein Leben Gott wohlgefällig führen zu können. Gott ist auf jede Weise heilig. Wenn wir ihm ähnlich werden sollen, dann müssen wir in allem, was wir tun oder sagen, heilig sein. In diesem Leben werden wir niemals so heilig werden, wie er es ist, doch wir sollen »heilig« sein, weil er heilig ist. Dies können wir nur weil die Heiligkeit Christi in uns ist, die uns dazu befähigt.

... damit ich ein Diener Christi unter den Heiden sei, um das Evangelium Gottes priesterlich auszurichten, damit die Heiden ein Opfer werden, das Gott wohlgefällig ist, geheiligt durch den Heiligen Geist. Römer 15,16
Paulus wurde von Gott ernannt, um in seinem Dienst Priester »Christi zu sein für die Nationen«. Er sah seine Arbeit als Dienst »am Evangelium Gottes«, als einen Priesterdienst, in welchem er Gerettete »der Nationen« Gott als ein wohlgefälliges,  angenehmes »Opfer« darbrachte, weil sie »geheiligt durch den Heiligen Geist« für Gott ausgesondert worden sind.

Aber ihr seid reingewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Christus und durch den Geist unseres Gottes. 1.Korinther 6,11
Wir sind »reingewaschen, geheiligt, und gerecht geworden« durch den wunderbaren Namen des Herrn Jeschua und durch den Geist unseres Gottes, d. h. uns wird die Gerechtigkeit Christi von Gott zugerechtnet weil der Herr sein Erlösungswerk für uns vollbracht hat.

Nach diesem Willen sind wir geheiligt ein für alle Mal durch das Opfer des Leibes Christi ... Denn mit einem Opfer hat er für immer die vollendet, die geheiligt werden. Hebräer 10,10-14
Durch »den Willen« Gottes, dem Jeschua völlig gehorsam war, »sind wir geheiligt durch das ein für alle Mal geschehene Opfer des Leibes Christi«. Den überragenden Wert seines »Opfers« erkennt man an der Tatsache, dass er uns für immer (auf ewig) vollendet (vollkommen gemacht) hat. Die, »die geheiligt werden«, sind hier alle, die Gott von der Welt abgesondert hat.

Als die Heiligen Gottes sollen wir Barmherzigkeit und Liebe weitergeben:
So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Christi, zu dem ihr auch berufen seid in einem Leibe, regiere in euren Herzen; und seid dankbar. Kolosser 3,12-15

11.6 Beten wie es der Herr tat
Lese hierzu auch den Artikel Gebete zu Gott und Seinem Sohn Jeschua Christus

Das Gebet ist das Gespräch des Glaubens mit Gott und seines Sohnes Jschua. Im Gebet danken wir Gott für seine Wohltaten, preisen ihn für seine Liebe und tragen ihm in kindlicher Einfalt unsere Anliegen vor. Vom Gebet hängt auch der Segen im Leben eines Menschen ab (Ps 62,8; 118,5; 145,18; Röm 12,12; Phil 4,6; 1Thes 5,17). Durch Gebet haben wir eine innige Beziehung und Gemeinschaft mit Gott, dem Vater, und seinem Sohn.

Das Gebet soll im Glauben, in Demut, und in Liebe zu Gott geschehen. Wir sollten uns dabei auch bewußt sein, dass wir vollkommen abhängig von Gottes Gnade sind, die uns durch Jeschua Christus gegeben ist. Jeschua Christus ist unser Fürsprecher und Fürbitter vor Gott.

Gebet verändert unser Herz und unser Leben, denn Gott verwendet es, damit wir mehr und mehr seinen Willen, seine Pläne verstehen und sein Wesen annehmen. Im Gebet pflegen wir unsere intime Beziehung zum Vater, und werden allmählich Christus ähnlicher.

Jeschua ist unser Vorbild des Betens:

Dafür, dass ich sie liebe, feinden sie mich an; ich aber bete. Psalm 109,4

Es begab sich aber zu der Zeit, dass er auf einen Berg ging, um zu beten; und er blieb die Nacht über im Gebet zu Gott. Lukas 6,12; Matthäus 14,23

Und am Morgen, noch vor Tage, stand er auf und ging hinaus. Und er ging an eine einsame Stätte und betete dort. Markus 1,35
Da sprach Jeschua zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibt hier und wacht mit mir! Und er ging ein wenig weiter, fiel nieder auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, ist's möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst! Und er kam zu seinen Jüngern und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Könnt ihr denn nicht eine Stunde mit mir wachen? Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach. Zum zweiten Mal ging er wieder hin, betete und sprach: Mein Vater, ist's nicht möglich, dass dieser Kelch an mir vorübergehe, ohne dass ich ihn trinke, so geschehe dein Wille! Und er kam und fand sie abermals schlafend, und ihre Augen waren voller Schlaf. Und er ließ sie und ging abermals hin und betete zum dritten Mal und redete dieselben Worte.
Matthäus 26,38-44

Und als sie kamen an die Stätte, die da heißt Schädelstätte, kreuzigten sie ihn dort und die Übeltäter mit ihm, einen zur Rechten und einen zur Linken. Jeschua aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun! Lukas 23,33-34 (siehe Jesaja 53,12)

Und er hat in den Tagen seines irdischen Lebens Bitten und Flehen mit lautem Schreien und mit Tränen dem dargebracht, der ihn vom Tod erretten konnte; und er ist auch erhört worden, weil er Gott in Ehren hielt. Hebräer 5,7

So wie unser Herr mit Bitten und Flehen zu seinem Vater gebetet hat und erhört worden ist, so sollen auch wir zu Gott, unserem Vater, mit Danksagung beten und so werden auch wir erhört werden:
Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!  Philipper 4,6

In seinem irdischen Leben war unser Herr beharrlich und ohne Unterlass im Gebet zu seinem Vater und wurde allezeit erhört:
Jeschua aber hob seine Augen auf und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. Ich weiß, dass du mich allezeit hörst; aber um des Volkes willen, das umhersteht, sage ich's, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast. Als er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus! Johannes 11,41-43
So sollen auch wir zu Gott, unserem Vater, allezeit beten und so werden auch wir erhört werden:
Er sagte ihnen aber ein Gleichnis darüber, dass sie allezeit beten und nicht nachlassen sollten. Lukas 18,1

Wir dürfen den Heiligen Geist nicht dämpfen (unterdrücken) (siehe Betrübt und dämpft nicht den Heiligen Geist), so dass er uns erfüllen und uns helfen kann allezeit Gott gefällig zu beten:
Lasst euch vom Geist erfüllen. Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen und sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jeschua Christus. Epheser 5,18-20
Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jeschua an euch. Den Geist dämpft nicht.
1.Thessalonicher 5,16-19

Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. Römer 12,12

Und das ist die Zuversicht, die wir haben zu Gott: Wenn wir um etwas bitten nach seinem Willen, so hört er uns. Und wenn wir wissen, dass er uns hört, worum wir auch bitten, so wissen wir, dass wir erhalten, was wir von ihm erbeten haben. 1.Johannes 5,14-15

Wir sollen für alle Menschen beten, bitten und danken, besonders für die Heiligen und für die, die das Evangelium verkündigen:
Betet allezeit mit Bitten und Flehen im Geist und wacht dazu mit aller Beharrlichkeit im Gebet für alle Heiligen und für mich, dass mir das Wort gegeben werde, wenn ich meinen Mund auftue, freimütig das Geheimnis des Evangeliums zu verkündigen.
Epheser 6,18-19
So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen tue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, für die Könige und für alle Obrigkeit, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit. Dies ist gut und wohlgefällig vor Gott, unserm Heiland.
1.Timotheus 2,1-2

Ihr aber, meine Lieben, erbaut euch auf euren allerheiligsten Glauben und betet im Heiligen Geist, und erhaltet euch in der Liebe Gottes und wartet auf die Barmherzigkeit unseres Herrn Jeschua Christus zum ewigen Leben. Und erbarmt euch derer, die zweifeln; andere reißt aus dem Feuer und rettet sie; anderer erbarmt euch in Furcht und hasst auch das Gewand, das befleckt ist vom Fleisch. Dem aber, der euch vor dem Straucheln behüten kann und euch untadelig stellen kann vor das Angesicht seiner Herrlichkeit mit Freuden dem alleinigen Gott, unserm Heiland, sei durch Jeschua Christus, unsern Herrn, Ehre und Majestät und Gewalt und Macht vor aller Zeit, jetzt und in alle Ewigkeit! Amen. Judas 1,20-25

11.7 Gutes tun wie es der Herr tat

So lasst uns nun durch ihn Gott allezeit das Lobopfer darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen.
Gutes zu tun und mit andern zu teilen vergesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott.
Hebräer 13,15-16
Das »Opfer des Lobes« ist »Frucht der Lippen, die seinen Namen« bekennen. Der einzige Lobpreis, den Gott annimmt, ist derjenige, der von erlösten Lippen kommt.
Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme. Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jeschua zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen. Epheser 2,8-10
Lasst uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen. Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen.
Galater 6,9-10
Darum lassen wir auch von dem Tag an, an dem wir's gehört haben, nicht ab, für euch zu beten und zu bitten, dass ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht, dass ihr des Herrn würdig lebt, ihm in allen Stücken gefallt und Frucht bringt in jedem guten Werk und wachst in der Erkenntnis Gottes und gestärkt werdet mit aller Kraft durch seine herrliche Macht zu aller Geduld und Langmut. Mit Freuden sagt Dank dem Vater, der euch tüchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht. Kolosser 1,9-12
Das weitere Opfer ist das Opfer unseres Eigentums. Wir sollen unsere materiellen Mittel nutzen, um damit »Gutes zu tun« und mit Bedürftigen zu teilen. »An solch« einem hingebungsvollen Leben »hat Gott Wohlgefallen«. Es ist das Gegenteil davon, für sich selbst Reichtümer aufzuhäufen.
Gott ist Gott und er kann ganz sicher außerordentliche Dinge tun. Aber er folgt auch Gesetzen und Prinzipien, die er selbst geschaffen hat. Eines dieser Gesetze ist das Gesetz von Saat und Ernte. Was immer ein Mensch sät, wird er auch ernten. Darum werde nicht müde, Gutes zu tun. Wenn die Zeit reif ist, wirst du ernten, wenn du nicht nachlässt. Tu Gutes, wenn du die Gelegenheit dazu hast. Leg deine Samen in die Erde. Denn größerer und häufigerer Segen kommt denen zu, die Gutes säen.
Wenn wir Gutes säen, werden wir Gutes ernten. Eine Zeit des Segens wird kommen.

Wir müssen uns des Schwachen annehmen:
Wohl dem, der sich des Schwachen annimmt! Den wird der HERR erretten zur bösen Zeit. Psalm 41,2
Ich habe euch in allem gezeigt, dass man so arbeiten und sich der Schwachen annehmen muss im Gedenken an das Wort des Herrn Jeschua, der selbst gesagt hat: Geben ist seliger als nehmen. Apostelgeschichte 20,35

Wer nun weiß, Gutes zu tun, und tut's nicht, dem ist's Sünde. Jakobus 4,17

11.8 Dem Herrn als lebendige Steine nachfolgen

Zu ihm kommt als zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen verworfen ist, aber bei Gott auserwählt und kostbar (Ps 118,22; Mt 21,42). Und auch ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jeschua Christus (Eph 2,21-22; Hebr 3,6; Röm 12,1). Darum steht in der Schrift (Jesaja 28,16): »Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein; und wer an ihn glaubt, der soll nicht zuschanden werden.« Für euch nun, die ihr glaubt, ist er kostbar. 1.Petrus 2,4-7
Nach der neuen Ordnung ist Christus das Zentrum, deshalb kommen wir »zu ihm«. Zunächst einmal ist er der »lebendige Stein«, kein lebloser oder toter Stein, sondern der Eine, der in der Kraft eines unauflöslichen Lebens lebt (Hebr 7,16).
So unglaublich es auch erscheinen mag, es trifft zu: Er ist »von Menschen verworfen« worden. In ihren törichten, selbstsüchtigen und zum Scheitern verurteilten Plänen für ihr Leben haben sie keinen Platz für ihren Schöpfer und Erlöser. Doch die Meinung der Menschen zählt nicht. In Gottes Augen ist der Herr Jeschua »auserwählt« und »kostbar«. Er ist nicht nur als der geeignete, sondern auch als der unverzichtbare Stein auserwählt. Und sein Wert ist für »Gott« unermesslich.
Wenn wir als Steine in Gottes Bauplan Verwendung finden wollen, dann müssen wir zu Christus kommen. Unsere einzige Eignung als Baumaterial leitet sich aus der Tatsache ab, dass wir mit ihm eins gemacht worden sind. Wir sind nur wichtig, wenn wir zu seiner Ehre beitragen.
Das »geistliche Haus« setzt sich aus allen Gläubigen in Christus zusammen und ist deshalb mit der Gemeinde identisch. Die Gemeinde ist insofern dem Tempel des AT gleich, als dass sie die Wohnstätte Gottes auf Erden ist (1. Kön 6,11-13; Eph 2,22). Doch sie unterscheidet sich vom Tempel des AT: Der Tempel des AT war mit natürlichen Steinen erbaut. Dagegen ist die Gemeinde ein geistlicher Bau, der aus »lebendigen Steinen« besteht.
Nun wandelt sich das Bild langsam vom »geistlichen Haus« zum »heiligen Priestertum«. Die Gläubigen sind nicht nur »lebendige« Bausteine des Hauses, sondern auch »heilige« Priester. In der neuen Haushaltung sind alle Gläubigen Priester und haben Tag und Nacht ständigen Zugang zum Thronsaal Gottes. Ihre Aufgabe ist es, »geistliche Opfer darzubringen«. Diese Opfer sind »Gott wohlannehmbar durch Jeschua Christus«. Nur »durch Jeschua Christus«, unseren Mittler, können wir uns Gott nahen, und nur er kann unsere Opfer vor Gott angenehm machen. All unser Tun, unsere Anbetung und unser Dienst ist unvollkommen und von der Sünde beschmutzt. Doch ehe es den Vater erreicht, gelangt es vor den Herrn Jeschua. Er nimmt all die Sünde weg. Wenn es dann Gott erreicht, ist es vollkommen annehmbar.
Petrus denkt noch immer an das Gebäude und wendet sich nun Christus als dem Felsen zu, und zwar insbesondere Christus als dem »Eckstein«. Indem er aus Jesaja 28,16 zitiert, zeigt er, dass Christi Rolle als »Eckstein« in der Schrift vorausgesagt worden ist. Er weist darauf hin, was Gott bestimmt hat: Christus soll diese einzigartige Stellung einnehmen. Er ist ein »auserwählter« sowie »kostbarer« Stein und absolut zuverlässig. Niemand, der ihm vertraut, wird je enttäuscht werden.
»Wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.« Die ursprüngliche Bibelstelle in Jesaja, woraus hier zitiert wird, lautet: »Wer glaubt, wird nicht ängstlich eilen.« Wenn wir die beiden zusammennehmen, so bekommen wir die wunderbare Verheißung, dass diejenigen, die Christus als »Eckstein« haben, vor Erniedrigung in Verbindung mit großer Enttäuschung und vor übertriebener Hast verschont bleiben.
Für wahre Gläubige ist Christus eine »Kostbarkeit«, Ungläubige hingegen weisen ihn zurück. Der Gläubige kann einen kleinen Hinweis auf die »Kostbarkeit« Christi erhalten, indem er sich vorstellt, wie das Leben ohne ihn aussehen würde. Alle irdischen Vergnügungen sind es nicht »wert, mit einem einzigen Augenblick eines von Christus erfüllten Lebens verglichen zu werden«. Er ist »hervorragend unter Zehntausenden« und »alles an ihm ist begehrenswert« (Hoheslied 5,10.16).

11.9 Gemeinschaft mit dem Herrn

Denn Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jeschua Christus, unseres Herrn. 1.Korinther 1,9
Der Heilige Geist hat Gemeinschaft mit uns und durch ihn haben wir Gemeinschaft mit Gott und unsren Herrn:
Die Gnade unseres Herrn Jeschua Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen! 2.Korinther 13,13

Gemeinsam in der Gemeinde mit Lobpreis, Anbetung und Gebet in die Gegenwart Gottes zu kommen ist Teil unserer Beziehung mit Gott, unserem Vater, und unserem Herrn Jeschua. Aber es ist auch die Zeit, die wir mit Ihm individuell verbringen, dass wir eine persönliche Beziehung mit Gott haben. Das ist die erste Priorität im Leben: Gemeinschaft mit Ihm zu haben, Ihn kennen zu lernen, Zeit in Seinem Wort zu verbringen und Zeit im Gebet.
Siehe hierzu die Artikel
"Das Wort Gottes zum Thema Gemeinschaft mit Jeschua"
"Auszüge aus verschiedenen Visionen und Offenbarungen"

11.10 Freude in dem Herrn

So wie Jeschua, unser Herr, in der Freude Gottes, seines Vaters, sich freute, so dürfen wir jeder Zeit uns in der Freude unseres Herrn freuen. Diese Freude schenkt uns der Heilige Geist:
Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind. Zu der Stunde freute sich Jeschua im Heiligen Geist und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde. Lukas 10,20-21

Durch unsere Freude am und im HERRN sind wir stark, denn Jeschua erfüllt uns mit seiner Stärke, so dass wir in allem Überwinden können und alles was er uns aufträgt erfüllen können:
Denn die Freude am HERRN ist eure Stärke. Nehemia 8,10
Liebe Brüder: Freut euch in dem Herrn! Philipper 3,1
Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Philipper 4,4

Die Freude Jeschuas ist immer in uns, so dass wir in seiner Liebe seine Gebote halten können:
Wenn ihr meine Gebote haltet, so bleibt ihr in meiner Liebe, wie ich meines Vaters Gebote halte und bleibe in seiner Liebe. Das sage ich euch, damit meine Freude in euch bleibe und eure Freude vollkommen werde. Johannes 15,10-11

Wir dürfen Gott, unseren Vater, im Namen Jeschua um alles bitten und unser Vater wird es uns schenken. Er gibt es uns, damit unsere Freude vollkommen ist. Er wird uns allerdings nur das geben was für uns gut, richtig und notwendig ist:
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr den Vater um etwas bitten werdet in meinem Namen, wird er's euch geben. Bisher habt ihr um nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, dass eure Freude vollkommen sei. Johannes 16,23-24

So wie die Geschwister der ersten Gemeinde in Jerusalem einmütig beieinander waren sollen auch wir in der Liebe Christi einmütig mit unseren Geschwister im HERRN beieinander sein und das Abenmahl mit Freude und lauterem Herzen  halten und Gott für alles danken. So werden auch wir erfüllt werden mit Freude und Heiligem Geist:
Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen und lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk. Der Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden. Apostelgeschichte 2,46-47
Die Jünger aber wurden erfüllt von Freude und Heiligem Geist. Apostelgeschichte 13,52

Jeschua hat uns errettet und uns in sein Reich versetzt, so dass wir Gerechtigkeit, Friede und Freude in dem Heiligen Geist haben. So können wir Christus in allem dienen und unseren Geschwistern im HERRN dienen, so dass wir untereinander Frieden haben und geistlich erbaut werden:
Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude in dem Heiligen Geist. Wer darin Christus dient, der ist Gott wohlgefällig und bei den Menschen geachtet. Darum lasst uns dem nachstreben, was zum Frieden dient und zur Erbauung untereinander. Römer 14,17-19
Siehe auch Kapitel 3.6 Das Reich Gottes ist Gerechtigkeit, Friede und Freude

Wenn wir im Geist leben und wandeln haben wir die Frucht des Geistes. Dies alles bewirkt der Heilige Geist in uns und durch uns:
Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit;  ... Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln. Galater 5, 22-25
Siehe auch Kapitel 10.4.4 Dem Herrn in absoluter Treue folgen

Freut euch, dass ihr mit Christus leidet, damit ihr auch zur Zeit der Offenbarung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben mögt. 1.Petrus 4,13
Folgen wir dem Herrn von ganzen Herzen und in absoluter Treue nach, so werden wir Verfolgung, Spott und Ungerechtigkeit erleiden müssen.
Dieses Vorrecht, an den »Leiden des Christus« Anteil zu haben, sollte uns zur Freude veranlassen. Wir können dieselbe Art des Leidens erdulden, die er als Mensch erdulden musste. Wir können seine Schande und seine Verwerfung durch die Menschen teilen. Unser Leib kann die Wunden und Striemen erhalten, die die Ungläubigen noch immer gerne unserem Herrn zufügen würden.
Wenn sich das Kind Gottes heute inmitten von Leiden freuen kann, wie viel mehr wird es sich erst »mit Frohlocken« freuen, wenn die »Herrlichkeit Christi« offenbart wird. Wenn unser Heiland als Löwe aus Juda auf die Erde zurückkehrt, wird er als der allmächtige Sohn Gottes geoffenbart werden. Diejenigen, die jetzt um seines Namens willen leiden, werden dann mit ihm geehrt werden.
Der HERR wird wiederkommen um uns zu sich zu nehmen und uns die Herrlichkeit geben die er hat. Wir werden dann in Ewigkeit bei ihm sein.

Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes. Römer 15,13
Gott ist in allem unsere Hoffnung und wir sollten ihn allezeit im Gebet bitten und auch glauben, dass er uns »mit aller Freude und Frieden« erfüllt. Und so werden wir »immer reicher an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes.« Diese Hoffnung ist eine mächtige Kraft für unser christliches Leben.

11.11 Ein Zeuge des Herrn sein und Worte des Lebens weitergeben

Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes. Johannes 6,68-69
Der Herr hat Worte des ewigen Lebens. Allen, die seinen Worten des Lebens glauben und ihm vertrauen, schenkt er ein neues Leben, das Auferstehungsleben.

Aber der Engel des Herrn tat in der Nacht die Türen des Gefängnisses auf und führte sie heraus und sprach: Geht hin und tretet im Tempel auf und redet zum Volk alle Worte des Lebens. Als sie das gehört hatten, gingen sie frühmorgens in den Tempel und lehrten. Apostelgeschichte 5,19-21
Da der Hohepriester kein anderes Mittel als die Gewaltanwendung gegen »die Apostel« hatte, um die Predigten der Apostel von einer leiblichen Auferstehung Jeschua zu beenden, ließ er diese festnehmen und ins Gefängnis sperren. In dieser Nacht »führte … ein Engel des Herrn … sie hinaus« aus dem Gefängnis und gab ihnen den Auftrag: »Geht in den Tempel und redet zum Volk alle Worte des Lebens!« Der Engel bezeichnete das Erlösungswerk Christi als »Worte des Leben«, da durch die Predigt dieser Worte der Herr Jeschua allen, die den Worten des Lebens glauben und ihm vertrauen, ein neues Leben, das Auferstehungsleben, schenkt.
Die Apostel gehorchten dem Engel des Herrn, lehrten und predigten im Tempel die Worte des Lebens.
Auch wir sollen wie die Apostel dem Herrn gehorchen und Zeugnis von seinem Erlösungswerk geben und die Worte des Lebens predigen, auch wenn wir wie die Apostel dafür ins Gefängnis gesperrt werden. Da alle Verheißungen Gottes auch für uns gelten dürfen wir hoffen, das Gott auch uns aus jeder Not befreien wird, um weiter ein Zeuge Christi zu sein:
Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, dass dich die Ströme nicht ersäufen sollen; und wenn du ins Feuer gehst, sollst du nicht brennen, und die Flamme soll dich nicht versengen. Denn ich bin der HERR, dein Gott, der Heilige Israels, dein Heiland. Jesaja 43,1-3

Und sprach zu ihnen: So steht's geschrieben, dass Christus leiden wird und auferstehen von den Toten am dritten Tage; und dass gepredigt wird in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden unter allen Völkern (siehe auch Apg. 2,38). Fangt an in Jerusalem und seid dafür Zeugen. Und siehe, ich will auf euch herabsenden, was mein Vater verheißen hat. Ihr aber sollt in der Stadt bleiben, bis ihr ausgerüstet werdet mit Kraft aus der Höhe. Lukas 24,46-49
Die Jünger waren »Zeugen« der Auferstehung und sie sollten Zeugen der herrlichen Botschaft sein. Doch zuerst mussten sie auf »die Verheißung« des »Vaters« warten, d. h. auf das Kommen des Heiligen Geistes zu Pfingsten. Dann sollten sie »mit Kraft aus der Höhe« angetan werden, um für den auferstandenen Christus Zeugnis abzulegen. Der Heilige Geist war vom Vater in alttestamentlichen Schriftstellen wie Jesaja 44,3; Hesekiel 36,27 und Joel 3,1 verheißen worden.

Bevor Jeschua gen Himmel fuhr gab er folgenden Auftrag an seine Jünger:
Und Jeschua trat zu ihnen und redete mit ihnen und sprach: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, indem ihr diese tauft auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und sie lehrt alles zu bewahren, was ich euch geboten habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.
Matthäus 28,18-20
Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.
Apostelgeschichte 1,8 (siehe auch Apg. 2,1-4)
Die Jünger werden Zeugen Christi sein »in Jerusalem, in ganz Judäa, Samaria und bis an das Ende der Erde«.
Doch zuerst mussten sie »Kraft empfangen«, nämlich die Kraft des »Heiligen Geistes«.

Wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit; denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit. 1.Korinther 1,23-24

Wir erfüllen damit den Auftrag, den der Herr uns gegeben hat. Er hat gesagt: »Ich habe dich zu einem Licht für alle Völker gemacht; du sollst das Heil bis in die entferntesten Gegenden der Erde bringen.« Als die Nichtjuden das hörten, brachen sie in Jubel aus und priesen den Herrn für diese Botschaft. Alle, die dazu bestimmt waren, das ewige Leben zu erhalten, kamen zum Glauben, und die Botschaft des Herrn verbreitete sich in der ganzen Gegend. Apostelgeschichte 13,47 Neue Genfer Übersetzung 2013
 Als die Jünger Jeschua die Kraft des »Heiligen Geistes« empfangen hatten
konnten sie den Auftrag »das Heil bis in die entferntesten Gegenden der Erde bringen« mit Beharrlichkeit und mit der Hilfe Gottes, seines Sohnes und des Heiligen Geistes ausführen. Sie haben das Evangelium zu fast allen Völkern und Nationen gebracht und ungezählte Millionen von Menschen wurden durch den Glauben an Jeschua Christus errettet. Gott kennt jeden einzelnen dieser Erretteten.
Auch wir können nur durch die Kraft des »Heiligen Geistes« Zeugnis für das Erlösungswerk des Herrn ablegen und durch das Feuer des Heiligen Geistes, das in uns brennt, den heiligen Mut für die Evangeliumsverkündigung haben.

Lese hierzu auch die nachfolgend aufgeführten Kapitel:
Der Herr ist mit uns
Der Heilige Geist ist uns gegeben
Von Gott voller Feuer und Kraft gesalbt
Vorbereitete Wege

Die Ernte des HERRN einbringen
Buchempfehlung: "... und Ihr werdet meine Zeugen sein" Autor: Dieter Beständig

11.12 Nur durch den Heiligen Geist können wir ein Zeuge des Herrn sein

Lese hierzu auch die Artikel 8.5 Gesalbt und versiegelt und uns den Geist gegeben,
Heiliger Geist
und Das Werk des Heiligen Geistes

Ein Zeuge für Jeschua zu sein können wir nicht durch unsere menschlichen Fähigkeiten, sonder nur durch den Heiligen Geist.
Schon im Alten Testament wurde uns der Heilige Geist verheißen, den wir empfangen sollten:
Siehe, ich will über euch strömen lassen meinen Geist und euch meine Worte kundtun. Sprüche 1,23

Und als Jeschua getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich ihm der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und über sich kommen. Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Matthäus 3,16-17
Jeschua war der Erste, der den Heiligen Geist empfangen hatte, und Gott hatte Wohlgefallen an seinem Sohn.
Der Heilige Geist wirkte durch Jeschua, so dass der Herr anfing das Evangelium zu predigen. Und viele glaubten an ihn, dass er der verheißene Messias ist.

Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr's denn nicht? Ich mache einen Weg in der Wüste und Wasserströme in der Einöde. ... denn ich will in der Wüste Wasser und in der Einöde Ströme geben, zu tränken mein Volk, meine Auserwählten; das Volk, das ich mir bereitet habe, soll meinen Ruhm verkündigen. Jesaja 43,19-21
Durch den Heiligen Geist verkündigte Jesaja, das Gott Wasserströme in der Einöde fließen lassen wird und sein auserwähltes Volk tränken wird. Dies sind bildhafte Worte Gottes, die auf Christus hinweisen, mit der Verheißung, dass, der an ihn glaubt, Stöme lebendigen Wassers von dessen Leib fließen wird:
Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Geist war noch nicht da; denn Jeschua war noch nicht verherrlicht. Johannes 7,38-39

Und ich will den Vater bitten und er wird euch einen andern Tröster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit: (Andere Übersetzungen: »Fürsprecher«, »Beistand«) den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. Johannes 14,16-17

Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Johannes 14,26

Wenn aber der Tröster kommen wird, den ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der wird Zeugnis geben von mir. Und auch ihr seid meine Zeugen, denn ihr seid von Anfang an bei mir gewesen. Johannes 15,26-27

Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde. Apostelgeschichte 1,8

Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen. Apostelgeschichte 2,1-4
Die sichtbare Offenbarung des Heiligen Geistes am Pfingsten, durch ein Brausen und Zungen geteilt wie Feuer, war eine Manifestation (ein Offenbarwerden) sowie eine Bezeugung und Bekundung des Heiligen Geistes, daß Er von Gott dem Vater im Namen Jeschua gesendet wurde, und die folgende Verheißung Gottes, für die Jünger hörbar und sichtbar, gekommen ist und erfüllt wurde:
... das ist's, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist (Joel 3,1-5): »Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Alten sollen Träume haben; und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie sollen weissagen. Apostelgeschichte 2,16-18
Durch diese Manifestation des Heiligen Geistes war und ist jedem Gläubigen auch heute bewußt, die Zeit der Verheißung Gottes, Seinen Geist auszugießen, ist seit Pfingsten da. Das Brausen vom Himmel, wie von einem gewaltigen Wind, war so stark, daß die Menschen in Jerusalem es hörten und zusammenkamen. Der Heilige Geist hatte alles wunderbar zubereitet, so daß durch die Predigt des Petrus etwa dreitausend Menschen gläubig und getauft wurden. Auch heute ist der Heilige Geist am Wirken, er bereitet uns zu für ungläubige Menschen ein Zeugnis zu sein. Er gibt auch uns, so wie Petrus zu Pfingsten, den Mut, die Kraft und die Worte das Evangelium von Jeschua Christus zu verkündigen. Der Heilige Geist wirkt auch an den Menschen, die das Wort Gottes hören. Er gibt ihnen Verstehen und Glauben. Nur durch das gehörte Wort Gottes und das Wirken des Heiligen Geistes können Menschen umkehren, Buße tun und Jeschua als ihren Erretter und Erlöser annehmen. Unser Reden und Bezeugen ohne das gleichzeitige Wirken des Heiligen Geistes bringt keinen Menschen zum echten und wahren Glauben an Jeschua Christus. Erst der Heilige Geist öffnet die Augen, Ohren und Herzen der Menschen zum Verstehen des Erlösungswerkes Christi:
... denn unsere Predigt des Evangeliums kam zu euch nicht allein im Wort, sondern auch in der Kraft und in dem heiligen Geist und in großer Gewißheit. 1.Thessalonicher 1,5

Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes. Denn euch und euren Kindern gilt diese Verheißung und allen, die fern sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird. Apostelgeschichte 2,38-39

Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. Offenbarung 21,6

11.13 Gott wirkt in uns das Vollbringen

Dem Herrn Jeschua nachzufolgen können wir nicht durch unser menschliches Wollen, unser Können oder unseren menschlichen Fähigkeiten oder Begabungen heraus vollbringen, sondern Gott wirkt in uns und durch uns das Vollbringen. Er wird das gute Werk in uns und durch uns vollenden, denn wir sind von ihm zu guten Werken vorherbestimmt und berufen.
Wir sollen dem Bild seines Sohnes gleich sein, das bedeutet auch, dass wir gute Werke durch den Herrn vollbringen sollen so wie unser Herr gute Werke vollbracht hat und weiterhin vollbringt:

Denn Gott ist's, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen. Philipper 2,13
Ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird's auch vollenden bis an den Tag Christi. Philipper 1,6
Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind. Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. Die er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen; die er aber berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht; die er aber gerecht gemacht hat, die hat er auch verherrlicht. Römer 8,28-30

12. Bedrängnis

Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? Wie geschrieben steht (Psalm 44,23): »Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wir sind geachtet wie Schlachtschafe.« Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jeschua ist, unserm Herrn. Römer 8,35-39

Siehe auch die Artikel "Anfechtung und Trübsal - Zeit der Bewährung"
"Anfechtung und Trübsal - Zeit der Bewährung"
"Prüfungsphasen"

12.1 Durch viele Bedrängnisse

Wir müssen durch viele Bedrängnisse in das Reich Gottes eingehen. Apostelgeschichte 14,22

Die neu gegründeten Gemeinden, haben schon bei ihrer Entstehung Anfeindungen durch Juden und Heiden erlebt und sind auch weiterhin deren Feindschaft ausgesetzt. Jeder, der sich zu Jeschua als dem Messias bekennt, muss den schmalen Weg gehen, der durch viele Bedrängnisse gekennzeichnet ist bis er das Ziel, das Reich Gottes, erreicht und hier eingehen darf.

12.2 Gott lässt euch nicht versuchen über eure Kraft

Darum, wer meint, er stehe, mag zusehen, dass er nicht falle. Bisher hat euch nur menschliche Versuchung getroffen. Aber Gott ist treu, der euch nicht versuchen lässt über eure Kraft, sondern macht, dass die Versuchung so ein Ende nimmt, dass ihr's ertragen könnt. 1.Korinther 10,12-13
Wachet und betet, dass ihr nicht in Versuchung fallt! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach. Markus 14,38
Der Herr weiß die Frommen aus der Versuchung zu erretten, die Ungerechten aber festzuhalten für den Tag des Gerichts, um sie zu strafen. 2.Petrus 2,9
Weil du mein Wort von der Geduld bewahrt hast, will auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die kommen wird über den ganzen Weltkreis, zu versuchen, die auf Erden wohnen. Offenbarung 3,10

Bewahren vor der Stunde der Versuchung: Jeschua Beschreibung eines künftigen Ereignisses, das kurzzeitig die ganze Welt einer Prüfung unterziehen wird, muss sich auf die Trübsalszeit beziehen, d.h. auf die sieben Jahre vor Aufrichtung des irdischen Reiches Christi. In dieser Trübsalszeit wird Gottes Zorn über die Erde ergehen, und zwar in Form von Gerichten, die als Siegel, Posaunen und Schalen beschrieben werden. Diese Zeit wird detailliert beschrieben in den Kapiteln 6-19. Die zweite Hälfte wird »die große Trübsal« genannt (7,14; Mt 24,21) und wird zeitlich identifiziert in 11,2.3; 12,6.14; 13,5. Auf das Verb »be- wahren« folgt eine Präposition, die normalerweise »von« oder »heraus« bedeutet. Dieser Ausdruck »bewahren vor« unterstützt die Lehre von der Entrückung zeitlich vor der Trübsalszeit. Diese Trübsalszeit ist identisch mit der 70. Jahrwoche Daniels (Dan 9,24-27) und der »Zeit der Drangsal für Jakob« (Jer 30,7).

12.3 Getröstet in aller unserer Trübsal

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jeschua Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Trübsal, damit wir auch trösten können, die in allerlei Trübsal sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott. Denn wie die Leiden Christi reichlich über uns kommen, so werden wir auch reichlich getröstet durch Christus. Haben wir aber Trübsal, so geschieht es euch zu Trost und Heil. Haben wir Trost, so geschieht es zu eurem Trost, der sich wirksam erweist, wenn ihr mit Geduld dieselben Leiden ertragt, die auch wir leiden. Und unsre Hoffnung steht fest für euch, weil wir wissen: wie ihr an den Leiden teilhabt, so werdet ihr auch am Trost teilhaben. 2.Korinther 1,3-7
Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet; denn nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, die Gott verheißen hat denen, die ihn lieb haben.Niemand sage, wenn er versucht wird, dass er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht niemand. Jakobus 1,12-13

12.4 Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein?

Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben, wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der gerecht macht. Wer will verdammen? Christus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und uns vertritt. Römer 8,31-34
Bedrängnis erfahren wir besonders durch Satan, den Teufel, der gegen uns kämpft und uns mit falschen Anklagen vor Gott beschuldigt und verklagt. Diese Beschuldigungen und Anklagen werden von Gott abgewiesen, da wir durch Christus gerecht gemacht worden sind und Gott seine Erwählten schon gerechtfertigt hat.
Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge. Dem widersteht, fest im Glauben, und wisst, dass ebendieselben Leiden über eure Brüder in der Welt gehen. Der Gott aller Gnade aber, der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus Jeschua, der wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, aufrichten, stärken, kräftigen, gründen. 1.Petrus 5,8-10
Der Teufel sucht, wen er verschlingen kann.
Unser Gott ist ein Gott der Gnade. Gott möchte, dass wir verstehen, dass wir leiden werden. Prüfungen werden uns begegnen.
Aber wenn du durch solch eine Zeit der Prüfung gehst, dann gib bitte nicht Gott die Schuld daran. Dein Gegner ist der Teufel!

13. Unsere Zukunft

Siehe auch die Artikel "Wir werden ein unerschütterliches Reich empfangen"
"Durch die Gnade Gottes werden wir die Erscheinung des Herrn in Herrlichkeit erleben"

13.1 Wir werden alle verwandelt werden zur Unsterblichkeit

Das sage ich aber, liebe Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht ererben können; auch wird das Verwesliche nicht erben die Unverweslichkeit. Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune erschallen und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden. Denn dies Verwesliche muss anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche muss anziehen die Unsterblichkeit.Wenn aber dies Verwesliche anziehen wird die Unverweslichkeit und dies Sterbliche anziehen wird die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht (Jesaja 25,8; Hosea 13,14): »Der Tod ist verschlungen vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?« Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jeschua Christus! Darum, meine lieben Brüder, seid fest, unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn. 1.Korinther 15,50-58

Dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können: Unser gegenwärtiger Leib ist nicht für das »Reich Gottes« in seiner ewigen Form, d. h. für unsere himmlische Heimat, geeignet.
Wird das Verwesliche nicht erben die Unverweslichkeit: Unsere gegenwärtigen Leiber, die der Krankheit, dem Verfall und der Endlichkeit unterworfen sind, sind nicht für ein Leben in einem Zustand geeignet, wo es keine Vergänglichkeit gibt.
Ein Geheimnis: Ist eine Wahrheit, die bisher unbekannt war, aber jetzt von Gott den Aposteln offenbart wird und durch sie auch uns bekannt gemacht wird.
Wir werden nicht alle entschlafen: d. h. nicht alle Gläubigen werden sterben. Einige werden noch leben, wenn der Herr wiederkommt.
Wir werden aber alle verwandelt werden: Doch ob wir nun gestorben sind oder noch leben, wir werden alle verwandelt werden. Die Wahrheit der Auferstehung als solche ist kein Geheimnis, denn sie kommt schon im AT vor. Die Tatsache jedoch, dass nicht alle sterben und auch die lebenden Gläubigen bei der Wiederkehr des Herr verwandelt werden, ist etwas, das bis dahin nicht bekannt war.
Zur Zeit der letzten Posaune: Die Verwandlung wird sofort geschehen, »in einem Nu, in einem Augenblick, bei der letzten Posaune«. steht hier nicht für das Ende der Welt oder für die letzte, in der Offenbarung erwähnte Posaune. Vielmehr bezieht sie sich auf die »Posaune« Gottes, die erschallen wird, wenn Christus in der Luft für seine Heiligen wiederkommt (1. Thess 4,16):
Wenn die »Posaune« erschallt, dann werden »die Toten … auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden«. Was wird das für ein gewaltiger Augenblick sein, wenn Erde und Meer den Staub aller hergeben werden, die durch die Jahrhunderte hindurch im Glauben an Christus gestorben sind! Es ist für den menschlichen Geist fast unmöglich, die Großartigkeit eines solchen Augenblicks zu begreifen, doch der demütige Gläubige kann diese Wahrheit im Glauben annehmen.
 Der Tod ist verschlungen vom Sieg: Was sind Tod, Grab und Verwesung angesichts einer solchen Macht? Da sage man noch, dass es eine Schwierigkeit sei, wenn jemand schon vier Tage tot gewesen war und dann auferweckt wurde! Millionen, in Tau- senden von Jahren zu Staub geworden, werden in einem Augenblick zu Leben erweckt werden und in Unsterblichkeit sowie ewiger Herrlichkeit leben, weil der Hochgelobte sie gerufen hat.
Durch den Glauben an Christus haben wir »den Sieg« über Tod und Grab. Der »Tod« hat seinen Schrecken für die Gläubigen verloren, weil sie wissen, dass ihre Sünden vergeben sind und sie in all der Reinheit des geliebten Sohnes vor Gott stehen. Der Tod hätte für niemanden einen »Stachel«, wenn es die »Sünde« nicht gäbe. Es ist das Bewusstsein der nicht bekannten und nicht vergebenen Sünde, das dem Menschen die Angst vor dem Tod einflößt. Wenn wir wissen, dass unsere Sünden vergeben sind, dann können wir dem Tod mutig entgegentreten. Wenn jedoch andererseits die Sünde das Gewissen des Betreffenden noch belastet, dann ist der Tod schrecklich, der Anfang der ewigen Strafe.
Seid fest, unerschütterlich: Angesichts der Sicherheit der Auferstehung und der Tatsache, dass der Glaube an Christus nicht vergeblich ist, ermahnt der Apostel Paulus nun seine »geliebten Brüder, … fest, unerschütterlich, allezeit überströmend in dem Werk des Herrn« zu sein, »da ihr wisst, dass eure Mühe im Herrn nicht vergeblich ist«. Die Wahrheit der Auferstehung verändert alles. Sie gibt Hoffnung und Standfestigkeit und macht uns fähig, angesichts schlimmer und schwieriger Umstände weiterzugehen.

13.2 Die Gerechten werden leuchten wie des Himmels Glanz

Und die da lehren, werden leuchten wie des Himmels Glanz, und die viele zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich. Daniel 12,3
Jene Heiligen der Drangsalszeit, die sich als verständig erwiesen haben, indem sie dem Herrn gehorchten und andere zum Glauben und zur Gerechtigkeit wiesen, werden in ewiger Herrlichkeit erstrahlen.

Daniel 12 beschreibt die Große Drangsalszeit, die dreieinhalb Jahre dauert (Daniel 12,7-12 / Daniel 7,25 / Offenbarung 11,2+3 / Off. 12,6+14 / Off. 13,5), die dem Zweiten Kommen Christi vorausgehen. Siehe auch "Jeschua Rede über die Endzeit" Matthäus 24,1–25,46

Die letzten sieben Jahre werden im AT wie im NT in zwei mal dreieinhalb Jahre unterteilt, wobei die letzten dreieinhalb Jahre vor der Wiederkunft Christi eine Zeit des Zornes Gottes sind. Gerichte unvorstellbaren Ausmaßes werden diese Erde verwüsten und ihre Bewohner plagen, die in ihrer Schrecklichkeit und Globalität einzigartig in der Weltgeschichte sind.
Diese Zeit wird auch als “Große Trübsal” bezeichnet. Daß es sich hier um ein reales Zeitmaß von dreieinhalb Jahren handelt, welches unter keinen Umständen prophetisch umgedeutet werden darf, zeigt die genaue Angabe der Zeitspanne in Jahren (Zeiten), Monaten und Tagen. 1260 Tage sind nach der damals geltenden Zählung nach Monden genau zweiundvierzig Monate, bzw. dreieinhalb Jahre.

144.000 Juden werden in den ersten Jahren der Herrschaft des Antichristen das Evangelium verkünden. Sie werden diejenigen retten, die durch die Gerichte Gottes hindurch Gott erkennen und sich nicht der Herrschaft des Antichristen beugen. Gott wird diese 144.000 Evangelisten extra versiegeln (Off.7,1-8), damit sie keinen Schaden von den Auswirkungen der Gerichte leiden, die er in seinem Zorn senden wird. Wir erkennen, daß die Gemeinde bereits entrückt sein muß, da sie ansonsten mitversiegelt werden müßte. Auch Offenbarung 7,9-15 zeigt, dass die Gemeinde zur Zeit der “Großen Trübsal” schon entrückt ist, da sie vor dem Thron Gottes und dem Lamm standen:
Danach sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, angetan mit weißen Kleidern und mit Palmzweigen in ihren Händen, und riefen mit großer Stimme: Das Heil ist bei dem, der auf dem Thron sitzt, unserm Gott, und dem Lamm! ... Und er sprach zu mir: Diese sind's, die gekommen sind aus der großen Trübsal und haben ihre Kleider gewaschen und haben ihre Kleider hell gemacht im Blut des Lammes. Darum sind sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel; und der auf dem Thron sitzt, wird über ihnen wohnen.

Der Gerechten Pfad glänzt wie das Licht am Morgen, das immer heller leuchtet bis zum vollen Tag. Sprüche 4,18
Das Leben der Gerechten gleicht dem Morgenlicht, das an Helligkeit zunimmt, bis es seine volle Strahlkraft am Mittag erreicht. Mit anderen Worten: Der Gerechten Pfad wird immerzu besser und heller.

Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich. Wer Ohren hat, der höre! Matthäus 13,43
Die Gerechten, die während der Drangsal auf der Erde leben, werden in das Reich ihres Vater eingehen. Sie werden leuchten wie die Sonne, das heißt, sie werden überaus herrlich sein. Jeschua fügt hier wieder die sprichwörtliche Ermahnung an: »Wer Ohren hat, der höre!«

13.3 Von Gott erbaut, ein Haus das ewig ist im Himmel

Denn wir wissen: wenn unser irdisches Haus, diese Hütte, abgebrochen wird, so haben wir einen Bau, von Gott erbaut, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, das ewig ist im Himmel. Denn darum seufzen wir auch und sehnen uns danach, dass wir mit unserer Behausung, die vom Himmel ist, überkleidet werden, weil wir dann bekleidet und nicht nackt befunden werden. Denn solange wir in dieser Hütte sind, seufzen wir und sind beschwert, weil wir lieber nicht entkleidet, sondern überkleidet werden wollen, damit das Sterbliche verschlungen werde von dem Leben. Der uns aber dazu bereitet hat, das ist Gott, der uns als Unterpfand den Geist gegeben hat. So sind wir denn allezeit getrost und wissen: solange wir im Leibe wohnen, weilen wir fern von dem Herrn; denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen. Wir sind aber getrost und haben vielmehr Lust, den Leib zu verlassen und daheim zu sein bei dem Herrn. Darum setzen wir auch unsre Ehre darein, ob wir daheim sind oder in der Fremde, dass wir ihm wohlgefallen. Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, damit jeder seinen Lohn empfange für das, was er getan hat bei Lebzeiten, es sei gut oder böse. 2.Korinther 5,1-10

In Vers 1 bezeichnet der Apostel unseren gegenwärtigen sterblichen Leib als »irdisches Zelthaus«. Ein Zelt ist keine feste, sondern eine tragbare Wohnstätte für Pilger und Reisende. Paulus spricht davon, dass der Tod dieses »Zelthaus« zerstört. Zur Zeit unseres Todes wird das Zelt abgebrochen. Der Leib wird ins Grab gelegt, während der Geist und die Seele des Gläubigen zum Herrn gehen. Paulus beginnt das Kapitel mit einer Zuversicht: Wenn dieses »irdische Zelthaus« einmal »zerstört« werden sollte, weiß er, dass er »einen Bau von Gott« hat und »ein nicht mit Händen gemachtes, ewiges Haus in den Himmeln« besitzt. Man beachte den Unterschied zwischen dem »Zelthaus« und dem »Bau«. Das zeitweilige »Zelthaus« wird abgebrochen, aber ein neues, dauerhaftes Haus wartet schon in der himmlischen Heimat auf den Gläubigen. Dieses ist ein »Bau von Gott«, und zwar in dem Sinne, dass Gott ihn uns gibt. Außerdem ist es ein »nicht mit Händen gemachtes … Haus«. Warum erwähnt Paulus das?
Auch unsere jetzigen Leiber sind nicht mit Händen gemacht, warum sollte er also betonen, dass unsere zukünftigen, verherrlichten Leiber nicht mit Händen gemacht sind? Die Antwort lautet, dass der Ausdruck »nicht mit Händen gemacht« bedeutet, dass die Herrlichkeitsleiber nicht von dieser Schöpfung sind. Das wird in Hebräer 9,11 verdeutlicht, wo wir lesen:
»Christus aber ist gekommen als Hoherpriester der zukünftigen Güter und ist durch das größere und vollkommenere Zelt, das nicht mit Händen gemacht, das heißt, nicht von dieser Schöpfung ist … hineingegangen …«
Unsere gegenwärtigen Leiber sind für ein Leben auf dieser Erde geeignet, unsere zukünftigen, verherrlichten Leiber aber gehören nicht zu dieser Schöpfung. Sie werden ganz besonders für das Leben im Himmel geeignet sein. Der zukünftige Leib des Gläubigen wird als »ewig … in den Himmeln« beschrieben. Er ist ein Leib, der nicht länger der Krankheit, der Vergänglichkeit und dem Tod unterworfen ist. Vielmehr ist es ein Leib, der in unserer himmlischen Heimat für immer Bestand haben wird.

13.4 Unsere Zukunft: Im neuen Himmel und auf einer neuer Erde

Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, bin denen Gerechtigkeit wohnt. 2.Petrus 3,13
Gott wird für uns einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen. Der alte jetzige Himmel und die alte jetzige Erde werden vorher vor dem Angesicht Gottes fliehen, sie sind dann vergangen und wir werden der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen.
Gerechtigkeit: Gegenwärtig regiert die Gnade durch die Gerechtigkeit (Röm 5,21). Im Tausendjährigen Reich wird die Gerechtigkeit regieren (Jes 32,1). In der Ewigkeit wird die Gerechtigkeit wohnen. Dort ist die Gerechtigkeit zu Hause, und es wird dann keine Sünde und Ungerechtigkeit mehr geben, um den Frieden oder die Schönheit dieser Zeit zu beeinträchtigen.

Sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu den vielen tausend Engeln und zu der Versammlung und Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel aufgeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten und zu dem Mittler des neuen Bundes, Jeschua. Hebräer 12,22-24
Wir kommen nicht zu einem Berg auf Erden, den man mit Händen an fassen kann. Unser Vorrecht ist es, das Heiligtum im Himmel (das himmlische Jerusalem) zu betreten. Dann werden wir dort mit der »Gemeinde der Erstgeborenen« zusammen sein, »die im Himmel aufgeschrieben sind«. Sie sind Teil der »Gemeinde«, des Leibes und der Braut Christi.
Auch die Heiligen des AT sind dort, »die Geister der vollendeten Gerechten«. Gerechtfertigt durch Glauben stehen sie in makelloser Reinheit dort, weil ihnen durch ihren Glauben das Werk Christi ebenso angerechnet wird.
Im Glauben sind wir »zu Gott, dem Richter über alle« gekommen, und dürfen jetzt im Glauben »mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade (Hebräer 4,16)« kommen.
Christus ist »Mittler des neuen Bundes«. Ehe Gott in seiner Gerechtigkeit diesen Bund schließen konnte, musste der Herr sterben. Er musste den Bund mit seinem eigenen Blut besiegeln und sich selbst als Opfer für viele geben (1. Tim 2,6).

Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss! Offenbarung 21,1-5
Gott wird für uns einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen. Der alte jetzige Himmel und die alte jetzige Erde werden vorher vor dem Angesicht Gottes fliehen, sie sind dann vergangen und wir werden der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen.
Eine herrliche Zukunft steht für uns bereit:
Gott wird im himmlischen neuen Jerusalem bei uns wohnen. Als »sein Volk« werden wir eine wunderbare Gemeinschaft in Liebe, Vertrauen und Einigkeit mit Gott erleben.
In der Gegenwart Gottes gibt es keinen Tod, kein Leid und Geschrei und keinen Schmerz. Wir werden von allem, was uns im jetzigen Leben bedrückt, befreit sein.

Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, dass man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen wird. Freuet euch und seid fröhlich immerdar über das, was ich schaffe. Denn siehe, ich will Jerusalem zur Wonne machen und sein Volk zur Freude, und ich will fröhlich sein über Jerusalem und mich freuen über mein Volk. Man soll in ihm nicht mehr hören die Stimme des Weinens noch die Stimme des Klagens. Jesaja 65,17-19

Er wird den Tod verschlingen auf ewig. Und Gott der HERR wird die Tränen von allen Angesichtern abwischen und wird aufheben die Schmach seines Volks in allen Landen; denn der HERR hat's gesagt. Jesaja 25,8

Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. Jesaja 35,10

13.5 Unsere Zukunft: Das himmlische neue Jerusalem

Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem herniederkommen aus dem Himmel von Gott, die hatte die Herrlichkeit Gottes ... Und ich sah keinen Tempel darin; denn der Herr, der allmächtige Gott, ist ihr Tempel, er und das Lamm. Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm. ... Und es wird nichts Verfluchtes mehr sein. Und der Thron Gottes und des Lammes wird in der Stadt sein, und seine Knechte werden ihm dienen und sein Angesicht sehen, und sein Name wird an ihren Stirnen sein. Und es wird keine Nacht mehr sein, und sie bedürfen keiner Leuchte und nicht des Lichts der Sonne; denn Gott der Herr wird sie erleuchten, und sie werden regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit. Offenbarung 21,10-22,5

Die Sonne soll nicht mehr dein Licht sein am Tage, und der Glanz des Mondes soll dir nicht mehr leuchten, sondern der HERR wird dein ewiges Licht und dein Gott wird dein Glanz sein. Deine Sonne wird nicht mehr untergehen und dein Mond nicht den Schein verlieren; denn der HERR wird dein ewiges Licht sein, und die Tage deines Leidens sollen ein Ende haben. Und dein Volk sollen lauter Gerechte sein. Sie werden das Land ewiglich besitzen als der Spross meiner Pflanzung und als ein Werk meiner Hände mir zum Preise. Aus dem Kleinsten sollen tausend werden und aus dem Geringsten ein mächtiges Volk. Ich, der HERR, will es zu seiner Zeit eilends ausrichten. Jesaja 60,19-22

14. Gott in allem dankbar sein

Wer Dank opfert, der preiset mich, und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes. Psalm 50,23
Wenn wir mit Opfer des Dankes zu Gott kommen, verherrlichen wir ihn, und alle, die auf seinen Wegen des Gehorsams gehen, werden Gottes wunderbares Heil erfahren:
Und in keinem andern (Jeschua) ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden. Apostelgeschichte 4,12

Lese auch den Artikel "Dankbarkeit – der Wille Gottes für uns"

14.1 Seid reichlich dankbar

Wie ihr nun den Herrn Christus Jeschua angenommen habt, so lebt auch in ihm und seid in ihm verwurzelt und gegründet und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und seid reichlich dankbar. Kolosser 2,6-7
Unsere Herzen sollten von den wunderbaren Wahrheiten des Evangeliums erfüllt sein, sodass wir von Lob und Dank gegenüber dem Herrn überfließen.

14.2 Singt Gott dankbar in euren Herzen

Und der Friede Christi, zu dem ihr auch berufen seid in einem Leibe, regiere in euren Herzen; und seid dankbar. Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen. Kolosser 3,15-16
»Der Friede Gottes« sollte als Schiedsmann »in« unseren »Herzen« regieren. Wenn wir irgendwelche Zweifel haben, dann sollten wir uns die Frage stellen: »Dient es dem Frieden?«, oder: »Habe ich Frieden in meinem Herzen, wenn ich hingehe und so handle?«
Wir sollten in Frieden mit unseren Mitgläubigen leben und ihnen mit allem, was wir tun und sagen, helfen.
Dankbarkeit ist nicht nur für unser geistliche Leben wichtig, sondern auch für unser leibliches Wohlergehen.

Wenn wir unser Herz und unseren Geist mit seinem heiligen Wort sättigen und danach streben, im Gehorsam ihm gegenüber zu wandeln, dann ist »das Wort Christi« wirklich in unseren Herzen zu Hause.

14.3 Seid dankbar in allen Dingen

Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jeschua an euch. Den Geist dämpft nicht. Prophetische Rede verachtet nicht. Prüft aber alles und das Gute behaltet. 1.Thessalonicher 5,16-21
Wir sollten die Gesinnung eines Beters haben und mit dem Gebet nicht aufhören.
So wie wir "mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern Gott dankbar in unseren Herzen singen" können wir auch in unserem Herzen beten.

14.4 Lasst uns dankbar sein

Darum, weil wir ein unerschütterliches Reich empfangen, lasst uns dankbar sein und so Gott dienen mit Scheu und Furcht, wie es ihm gefällt; denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer. Hebräer 12,28-29
Wahre Gläubige haben »ein unerschütterliches Reich«. Das sollte uns zu höchster Anbetung führen. Wir sollten Gott unaufhörlich preisen, und zwar »mit Scheu und Furcht«. »Gott ist ein verzehrendes Feuer« für alle, die sich weigern, auf ihn zu hören. Doch auch für die Seinen sind seine Heiligkeit und Gerechtigkeit so groß, dass sie in uns tiefe Ehrerbietung und tiefste Ehrfurcht hervorrufen sollten.

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Viele Vers- und Worterklärungen wurden dem William MacDonald Kommentar Zum Neuen Testament 2013 entnommen. Auf folgenden Link können Sie Kommantare downloaden:
William MacDonald Kommentar Zum Neuen Testament 2013
William MacDonald Kommentar Zum Alten Testament 2010

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(Letztes Update: 22.01.2019)